Posts by woellstadt1

    Hallo,

    wieder einmal habe ich nicht geschafft, jedes handschriftliche Wort zu entziffern. Ich hoffe daher auf Unterstützung im Forum:

    1907: "Mittelgroß, schlank, von energischen, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, sehr strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Turner und Reiter. Hat sich als Regimentsadjutant vortrefflich bewährt und ....(bekundet?) bei allen Gelegenheiten außergewöhnlich gutes taktisches Verständnis und hervorragenden Blick für Geländeverhältnisse. Auch ist sein Urteil seinen Jahren voraus zutreffend und gediegen und bei sechsten Sinn für Kameradschaft sein Einfluß auf die jüngeren Offiziere ein sehr günstiger. Er füllt seine Stelle mustergültig aus und eignet sich seiner ausgezeichneten militärischen Eigenschaften wegen ganz besonders zum Brigade-Adjutanten."

    Steppuhn 1907.jpg


    1922: Der günstigen Beurteilung schließe ich mich in allen Punkten an. Sympathische, sehr frische Persönlichkeit. Weit über den Durchschnitt begabt, sehr leistungsfähig und tatkräftig. Hat sich mit klaren taktischen Blick schnell in den Generalstabsdienst hinein gefunden XXX XXX (den der? macht eigentlich keinen Sinn) die Stelle als 1. Generalstabsoffizier beim Infanterie-Führer recht gut ausgefüllt. Die Befähigung zum Chef des Stabes einer Division wird er noch durch seine Tüchtigkeit als Ia beim Gruppen-Kommando nachweisen müssen. Ich zweifle jedoch nicht, daß er sich die Geeignetheit XXX (eine Abkürzung flugs oder sicher hätten Sinn gemacht) erwerben wird. Zur Beförderung durchaus geeignet."

    Steppuhn_1922.jpg

    1923: "Aufrechter, soldatischer Charakter, formvoll und sympathisch. Infolge seiner guten militärischen Veranlagung und seiner soliden, XXX XXX XXX Arbeitskraft ist es ihm gelungen, sich in allen Zweigen des Generalstabsdienstes gründlich einzuarbeiten. Gelegentlich eines größeren Kriegspiels bewährte er sich als Führer im Erkennen der Lage, in Entschlußkraft und Befehlstechnik. Bei Anlage praktischer Truppenübungen zeigte er viel Geschick. Seine von ihm, in Krieg und Frieden gesammelten und mit Klugheit genutzten Fronterfahrungen sind ein besonderer Vorzug dieses vortrefflichen Generalstabsoffiziers.

    Steppuhn_1923.jpg

    Vielen Dank im Voraus.

    Gruß

    Jan

    P.S. Noch einen schönen Ostermontag.

    Hallo,

    wieder einmal habe ich nicht geschafft, jedes handschriftliche Wort zu entziffern. Ich hoffe daher auf Unterstützung im Forum:

    1907: "Mittelgroß, schlank, von energischen, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, sehr strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Turner und Reiter. Hat sich als Regimentsadjutant vortrefflich bewährt und ....(bekundet?) bei allen Gelegenheiten außergewöhnlich gutes taktisches Verständnis und hervorragenden Blick für Geländeverhältnisse. Auch ist sein Urteil seinen Jahren voraus zutreffend und gediegen und bei sechsten Sinn für Kameradschaft sein Einfluß auf die jüngeren Offiziere ein sehr günstiger. Er füllt seine Stelle mustergültig aus und eignet sich seiner ausgezeichneten militärischen Eigenschaften wegen ganz besonders zum Brigade-Adjutanten."

    Steppuhn 1907.jpg


    1922: Der günstigen Beurteilung schließe ich mich in allen Punkten an. Sympathische, sehr frische Persönlichkeit. Weit über den Durchschnitt begabt, sehr leistungsfähig und tatkräftig. Hat sich mit klaren taktischen Blick schnell in den Generalstabsdienst hinein gefunden XXX XXX (den der? macht eigentlich keinen Sinn) die Stelle als 1. Generalstabsoffizier beim Infanterie-Führer recht gut ausgefüllt. Die Befähigung zum Chef des Stabes einer Division wird er noch durch seine Tüchtigkeit als Ia beim Gruppen-Kommando nachweisen müssen. Ich zweifle jedoch nicht, daß er sich die Geeignetheit XXX (eine Abkürzung flugs oder sicher hätten Sinn gemacht) erwerben wird. Zur Beförderung durchaus geeignet."


    1923: "Aufrechter, soldatischer Charakter, formvoll und sympathisch. Infolge seiner guten militärischen Veranlagung und seiner soliden, XXX XXX XXX Arbeitskraft ist es ihm gelungen, sich in allen Zweigen des Generalstabsdienstes gründlich einzuarbeiten. Gelegentlich eines größeren Kriegspiels bewährte er sich als Führer im Erkennen der Lage, in Entschlußkraft und Befehlstechnik. Bei Anlage praktischer Truppenübungen zeigte er viel Geschick. Seine von ihm, in Krieg und Frieden gesammelten und mit Klugheit genutzten Fronterfahrungen sind ein besonderer Vorzug dieses vortrefflichen Generalstabsoffiziers.

    Vielen Dank im Voraus.

    Gruß

    Jan

    P.S. Noch einen schönen Ostermontag.

    Noch eine kleine Ergänzung:

    Laut Eintrag vom Sterberegister des Ehepaar ist es in seinem eigenen Haus/Wohnung durch Kopfschuss gefallen. Das klingt erst einmal wenig nach Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944, die die damit in Verbindung stehenden Offiziere in der Regel nicht zu Hause wohnte.

    Der gemeinsame Sohn Meinolf von Mallinckrodt gilt seit dem 28. April 1945 im Kessel von Halbe als vermisst.

    Ob die Eltern wirklich durch die Rote Armee getötet wurden bzw. einem erweitertem Suizid zum Opfer gefallen sind, ist aus meiner Sicht unklar.

    .MallinkrodtvonHermann_Grabplatte.jpgMallinkrodtvonHermann_Ehefrau_Sterbergister.jpgMallinkrodtvonHermann_Sterbergister.jpg

    Hallo Diana,

    danke für den Tip und richtig ich habe eigentlich alle großen Buchstaben ausschließen können, durch Vergleiche, aber ein T war nirgendwo dabei gewesen.

    Auch danke für die Korrekturangabe, wenn man denkt es passt schaut man gar nicht mehr so genau hin.

    Gruß

    Jan

    In der Akte war noch etwas tollen, woran ich langsam verzweifele:

    Ich lese folgendes (Inklusive Satzbeginn von der Vorseite:

    Besonders hervorheben möchte ich sein großes XXX (vielleicht xxxgefühl) und seine gute Menschenkenntnis. Major Steudemann eignet sich sehr zur Verwendung im Reichswehrministerium (Weiterentwicklung der Flaktruppe) und als Lehrer. Er füllt seine Stelle sehr gut aus. Er ist geeignet zum Abteilungskommandeur, insbesondere einer Flakabteilung.

    Steudemann 1932 von Herzog.jpg

    In der Hoffnung auf Unterstützung

    Jan

    Hallo,


    wieder einmal bin ich mit meinem Latein am Ende:

    Folgendes glaube ich entziffert zu haben: Major Steudemann ist ein im praktischen Sonderdienst besonders erfahrener Offizier. Er hat die Unteroffizier-Anwärterlehrgänge mit großer Umsicht und gutem Erfolg geleitet. Hierbei entfaltete er eine bemerkenswerte Organisationsgabe und die Fähigkeit, praktische Unterführer oder
    verantwortungsXXX Persönlichkeiten heranzubilden. Er hat die gestellte Aufgabe "sehr gut" ausgefüllt.

    Steudemann_1933.jpg

    das eingerahmte hätte ich gern als "bewußte" gelesen, aber irgendwie sieht es seltsam aus.


    1921:

    Folgendes glaube ich entziffert zu haben: Körperlich und geistig sehr gut beanlagt, gute soldatische Erscheinung mit tadellosen Umgangsformen, vornehmer Gesinnung und gefestigtem Charakter. Im Felde und in der Garnison, in der Front und als Adjutant gleich gut erprobt und bewährt, ist er eine tatkräftige und arbeitsfreudige Persönlichkeit. Besonders zu erwähnen ist seine Zuverlässigkeit, Organisationstalent und ein auf gesunden Menschenverstand, gründlicher Durchbildung und schneller, zutreffende Entschlußkraft berufenes sicheres Urteil. Vor dem Feinde bewies er große Ruhe, Umsicht und Tapferkeit auch in schwierigen Lagen. Steudemann besitzt gute XXX Anlage und zeigt viel Interesse für den praktischen Dienst. Er ist ein besonders tüchtiger und vielseitig brauchbarer Offizier. Er ist völlig gesund. Er ist verheiratet und lebt in geordneten Verhältnissen. Im Kameradenkreise ist er sehr beliebt.

    Steudemann_1921.jpg

    Habe keine Idee die passt.


    Vielen Dank im Voraus.

    Jan

    Hallo,


    ich habe mal wieder Probleme bei der Entzifferung von Wörtern in Schriftstücken aus der Reichswehrzeit:

    1929 lese ich folgendes:
    Vortrefflicher, gediegener Charakter. Ein geistig XXX, ruhig und sachlich denkender Offizier, dessen Gewissenhaftigkeit und Fleiß neben seinen guten allgemeinen und militärischen Kenntnissen die Gewähr bietet, daß die ihm obliegenden Arbeiten sachgemäß ausgeführt werden. Er hat sich noch gut in die Geschäfte des Bataillonsadjutanten eingearbeitet, vertritt mit großem Takt seine Ansicht und ist mir, wie schon meinem Vorgänger, eine wertvolle Stütze und ein kluger Berater. Er besitzt ausgeprägten Sinn für Kameradschaft

    SchmidtRichberg_1929.jpg

    Ich vermute "wagesamer"

    1935 lese ich folgendes:
    Hauptmann Schmidt ist ein vorzüglicher, gerader, offener und fester Charakter. Ruhiges, bescheidenes, stets zurückhaltendes Wesen XXX er mit guten Umgangsformen. Geistig ist er ausgezeichnet veranlagt, mit vielseitigen Interessen, klarem Urteil und sehr folgerichtigem Denken. Kein rascher Arbeiter, aber sehr gründlich und überlegt. Seine militärische Veranlagung ist gut, auch für größere Verhältnisse zeigt er gutes Verständnis, in der Befehlsgebung ist er klar und bestimmt. Sein Aufgabengebiet hat er mit großem Fleiß und ausgesprochener Passion bearbeitet. Körperlich ist er sehr gut veranlagt, ein guter Reiter und Sportsmann; als Kamerad ist er allgemein geachtet.

    SchmidtRichberg_1935.jpg

    Ich vermute "verbindet"

    Vielen Dank schon einmal im Voraus.

    Gruß

    Jan

    Hallo,

    ich habe mal wieder Probleme eine Schrift zu entziffern. Es wäre nett, wenn sich jemand die Zeit nehmen könnte.

    Habe etwas vorgearbeitet:

    Gute militärische Fähigkeiten und großer Eifer. Bestimmt und militärisch, eine frische Soldatennatur, XXX seine XXX XXXX. Hauptmann Stutzer hat sich im Kriege beim Regiment jeder Zeit voll bewährt und war seinen Leuten als Führer vorbildlich. Erste Kriegszeit Kompanieführer, zeigt er viel Verständnis und Energie, sowie große Nachsicht in der Behandlung seiner Leute. Geeignet als Kompanieführer bei Feldtruppen. Zur Beförderung geeignet. Außerdienstliches Verhalten einwandfrei.

    Danke im Voraus

    Jan