Posts by daflocki007

    Hallo zusammen!


    Ich suche Infos zur Fallschirmschule 4 und zwar für den Zeitraum in dem sie in Freiburg (Breisgau) war.


    Bisher habe ich dazu eigentlich nur die Information, dass sie mindestens im Zeitraum Dezember 1943 bis April 1944 dort war und anschließend nach Salzwedel verlegt wurde (vermutlich Mitte 1944).
    Vielleicht hat jemand noch weiteres Material zu der Schule?


    Grüße
    daflocki007

    Hallo Jens,


    meine Angaben stammen aus folgendem Buch: E.Busch: Die Fallschirmjäger Chronik 1935-1945. Dort findet sich nur ein grober Überklick über den Einsatz des FallschPio Rgt 21.
    Ich habe/hatte keinen Anghörigen der in dieser Einheit war, meine "privaten Bestände" beziehen sich in diesem Fall auf einen Feldpost Nachlass eines Angehörigen dieser Einheit, der auch bei Kauen im Einsatz war. Daher auch die genaue Zeitangabe.


    Zu dem geplanten Sprungeinsatz:
    Ich habe das Buch momentan leider nicht zur Hand, aber die Angabe war recht ungenau, irgendwas mit Erzzufuhr aus Skandinavien. Sehr weit fortgeschritten dürften die Planungen aber nicht gewesen sein, zumindest ist mir deratiges nicht bekannt.


    daflocki007

    Hallo Klaus-Volker,


    leider muss ich dir mitteilen, dass du in dem Buch über die 1. FJD nichts über die Fallschirm-Aufklärungs-Kompanie 1 finden wirst. Ich hab eben mal nachgesehen und zu April/Mai 1945 ist da generell schon sehr wenig zu finden.


    Kleine Berichtigung noch zu deiner Frage, du hattest oben 1. Fallschirm-Armee geschrieben, da dürfte sicherlich Fallschirm-Korps gemeint sein ;)


    Eventuell wäre es ratsam wegen dem Gesuchten mal den Suchdienst des BDF anzuschreiben, dort dürfte man dir am besten weiterhelfen können.


    daflocki007

    Hallo zusammen,


    wenn ich richtig sehe, wurde zum Einsatzort noch nichts gesagt, das will ich nun noch ergänzen.


    das Fallschirm Pionier Regiment 21 wurde im Juni 1944 in Moulins, Frankreich aufgestellt. Das I. Btl verlegte bereits Anfang Juli nach Salzwedel um dort für einen eventuellen Sprungeinsatz in Skandinavien bereitgehalten zu werden.
    Kurz darauf wurde das Btl. jedoch im Eisenbahntransport nach Litauen (Kauen, heute Kaunas) verlegt. Um den 20.7.44 wurde das Btl. der Kampfgruppe "von Tolksdorff" unterstellt und war ab 25.7.44 bei Jonava (nordöstlich von Kauen) im Einsatz. (aus meinen privaten Beständen kann ich mit Gewissheit sagen, dass das Btl. spätestens am 18.7.44 in Kauen ankam, die Front war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr weit entfernt).
    Der Fallschirmjäger muss kurz nach der Ankunft verwundet worden sein, den Ort konnte ich leider nicht finden, vielleicht handelt es sich um Pasuliai, das würde ca. 25 km östlich von Kauen liegen (und etwas südlich von Jonava).


    Sollten noch Fragen zum Einsatzort offen sein, einfach melden!


    daflocki007

    Hallo zusammen,


    die Fallschirmjäger-Kraftfahr-Ausbildungs-Abteilung Helmstedt war auf jeden Fall Teil der Luftwaffe!
    Es ist durchaus vorstellbar, dass Soldaten vom Heer zur Luftwaffe wechselten, bei der Fallschirmtruppe kam das öfters vor. Die Fallschirmtruppe wurde ab 1943 stark vergrößert, daher wurde da immer Personal gesucht, besonders ab 1944.
    Ja, Fallschirmjäger waren in Breslau, aber hier etwas zu konstruieren wäre reine Spekulation. Mit den hier angegebenen Fakten kann man nur sagen, dass Bild und Einheit 1944 durchaus möglich sind.


    daflocki007

    Hallo zusammen!


    Von einem Sammlerfreund habe ich erfahren, dass die Schule in der Nähe von Besancon gewesen ist. Der Truppenübungsplatz "Le Valdahon" liegt nur ca. 25km von Besancon entfernt.
    Das ist keine 100%ige Bestätigung, aber doch sehr wahrscheinlich.


    daflocki007

    Hallo zusammen,


    die Unterschrift ist von Oberst Ernst-August Roth, 1941 Geschwaderkommodore vom Kampfgeschwader 28.
    Die Feldpostnummer dürfte dann die 33712 sein.
    33712
    (28.2.1941-29.7.1941) I. Gruppe Kampf-Geschwader 28,
    (30.7.1941-28.2.1942) III.Gruppe Kampf-Geschwader 26,
    (1.3.1942-7.9.1942) I. Gruppe Kampf-Geschwader 1,
    (23.4.1944-24.11.1944) 14.9.1944 gestrichen.


    daflocki007

    Hallo,


    diese Frage stelle sich mir auch, als ich die Auktion sah.
    Ich hab den Inhalt leider nicht mehr auf dem Schirm, aber wird da wirklich die schweizer Grenze erwähnt? (Ich meine mich "nur" an Grenzgänger zu erinnern)


    Grundsätzlich war die Fallschirm-Waffenschule im Sommer 1944 in La Courtine. Das dürfte östlich von Limoges liegen. Laut Literatur verlegte die Schule im Herbst 1944 nach Aalten in Holland.
    Merkwürdig ist die Luftgaupostamt-Angabe des Absenders, denn LgPa Frankfurt passt eigentlich zu keinem der Orte. Ich dachte zunächst auch an einen Fehler des Absender, was bei den LgPa´s öfter mal zu finden ist. Allerdings habe ich selbst einen Feldpostbrief der Lehrgruppe der Waffenschule vom Juli 1944, ebenfalls mit der Angabe LgPa Frankfurt. Damit würde ich einen Fehler fast ausschließen.


    Fazit: Ich kann dir leider nicht sagen wo die Schule war.  :(


    daflocki007

    @Detlef
    Ein Mißverständnis meinerseits. Die Passage allein könnte man natürlich auch anders interpretieren, in Zusammenhang mit den anderen Briefen des Soldaten ergibt sich aber definitiv keine Einsatz.


    @Ralf
    Dieses Unternehmen Biting hört sich sehr interessant an, würde örtlich und zeitlich auch gut passen. Nur die 4 Stunden wären vielleicht ein wenig lange? Aber definitv bis jetzt mein Favorit.


    @ Rainer
    Operation Aquatint kannte ich bisher auch nicht, weiß aber nicht so ganz, was ich mit der Erwähnung anfangen soll?
    In St. Nazaire wurde in der Tat relativ lange gekämpft, daher würde ich Operation Chariot auch noch nicht ausschließen.


    Aber ist wirklich interessant was 1942 in Frankreich schon los war, damit hatte ich mich bisher gar nicht befaßt.


    daflocki007

    Hallo Detlef,


    danke für deinen Beitrag (zumal mir diese Operation bisher unbekannt war).
    Aber das passt zeitlich leider auch nicht, am 6.4.42 wird der Soldat nichts von einer Operation vom 19.4.42 berichtet haben können.


    Die Geschichte des FJR3 ist mir durchaus gut bekannt, ich gehe aber nicht davon aus, dass das Regiment selbst an diesen Kampfhandlungen teilgenommen hat. In der Literatur wird davon jedenfalls nichts erwähnt. Auch schreibt der Soldat selbst nichts von einer Teilnahme.


    Vielleicht gibts noch weitere Ideen?


    daflocki007

    Hallo zusammen,


    ich habe hier einen Feldpostbrief eines Fallschirmjägers, dessen Inhalt mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet.
    Der Soldat war im Fallschirmjäger-Regiment 3 und im April 1942 mit der 7. Fliegerdivision in der Normadie stationiert. Er schreibt am 6.4.42 an seine Frau: "...Mir geht’s nach wie vor gut. Wir warten hier auf Tommi. Einmal sind des nachts schon welche gekommen. In vierstündigen Kampf waren sie aber alle geworden. Ist also wie gesagt einmal nicht schlimm. Wenn sie nicht stärker kommen sind wir zufrieden. ..."


    Nun frage ich mich welche Operation, oder welchen Einsatz der Soldat da beschrieben haben könnte? Ich dachte ja erst ein einen Luftangriff, aber 4 Stunden wäre doch sehr lange und die Sprache des Soldaten (alle geworfen) deutet doch eher auf eine Bodenoperation hin.
    Gab es im Gebiet der Normadie evetuell kleine "Vorunternehmungen" zur geplanten Operation Jubilee (Landung Dieppe)? Vielleicht kleine Kommandounternehmen?
    Grundsätzlich könnten auch Partisanenaktivitäten in Frage kommen, wobei ich mich damit einfach zu wenig auskenne. Gab es zu dieser Zeit in der Normandie erwähnenswerte Partisanenaktivitäten?
    Was zeitlich ganz gut passen würde, wäre Operation Chariot. Aber St. Nazaire liegt über 100km von der Normandie entfernt, daher habe ich da so meine Zweifel ?(


    Würde mich über weitere Einschätzungen und/oder Vorschläge freuen!


    daflocki007

    Hallo Roland,


    aus Die Fallschirmjäger Chronik 1935-1945 von E. Busch:
    " Nach Aufstellung der 1. Fallschirm-Armee richtet das AOK die Armee-Kampfschule in Point-a-Mouson, ... und die Armee-Waffenschule in La Courtine ein. Die Kampf- und Waffen-Schulen verlegen im Herbst 1944 nach Aalten in Holland, ... und in der Waffenschule 1. Fallschirm-Armee zusammengefaßt. Aber schon nach kurzer Zeit müssen sie in Kampfverbände umgegliedert an der Westfront eingesetzt werden. Im Februar/März 1945 zeichnen sich die aus der Armee-Waffenschule und Majpr v. Hütz aufgestellten EInheiten in der Reichswald-Schlacht und bei Wesel besonders aus."


    Das LgPa Unna übernahm ab Herbst 1944 den Bereich des LgPa Amsterdam (über Bentheim), die Feldpost von Luftwaffeneinheiten aus dem Großraum Holland lief über das LgPa Unna.


    Grüße
    daflocki007

    Hallo Dirk,


    ja, da läßt sich doch einiges rekonstruieren! Kurz etwas vorweg, mein Großvater war auch im FJR2 und vor ca. 10 Jahren war ich genau so weit wie du jetzt ;)


    Schade, dass sich nicht klären läßt, wann genau dein Großvater zum FJR2 kam. 1941 waren die EInsätze Korinth und Kreta, sie waren kurz hintereinander, also hat er entweder beide mitgemacht, oder nicht. Der Kreta-Einsatz verursachte große Verluste, daher kamen nach dem Einsatz viele neue Rekruten zum Regiment.
    Im Winter 41/42 ging es dann an die Ostfront, erst an die Mius-Front, ab April 42 an den Wolchow (bei Leningrad) (Einsatz dort bis Anfang Juli42, wobei das I. Btl FJR2 nicht bis Juli im Einsatz war, sondern bereits früher zurück nach Deutschland verlegt wurde.).
    Mitte 1942 verlegte das I./FJR2 dann als Kampfgruppe Kroh (Benannt nach dem Btl. Kdr. Hans Kroh) der Brigade Ramcke unterstellt, nach Nordafrika. Ende 1942 wurde der Großteil des I./FJR2 wieder aus Afrika abgezogen und nach Frankreich verlegt um dort die 2. FJD auszustellen.
    Mitte 1943 war die Division (das FJR2 unterstand nun der 2. Fallschirmjäger-Division) dann ich Südfrankreich als Reserve und kam anschließend nach Italien. Dort wurde, nach der italienischen Kapitulation, Rom besetzt.
    Das I./FKR2 war im November 1943 auf der Insel Leros im Einsatz (auf der Insel wurde gesprungen).
    Anfang 1944 wurde in Italien die 4. Fallschirmjäger-Division aufgestellt. Zu dieser Division gehörten die Fallschirm-Regimenter 10,11 und 12. Das FJR10 wurde aus dem I./FJR2 ausgestellt (das bedeutet die erfahrenen Fallschirmjäger bildeten den Stamm der neuen EInheiten, der Rest wurde mit neuen Soldaten aufgefüllt).
    Die 4. FJD war am Brückenkopf Anzio Nettuno im Einsatz (südlich Rom), Moletta wird in der Divisionsgeschichte der 4. FJD am 23.5.44 auch erwähnt, im Zusammanhang mit einer Einschließung von Teilen des FJR10 (Im Text hört sich das aber so an, als wenn Moletta ein Fluß wäre, den konnte ich aber nicht finden). Dabei ist dein Großvater wohl in Gefangenschaft geraten.


    Das sollte dann der Weg deine Großvater im Groben gewesen sein (Unterbrechungen könnten durch die Lazarettaufenthalte entstanden sein). Grunsätzlich kamen die Soldaten vom Lazarett eigentlich wieder zur Truppe, wenn die Verwundung/Krankheit nicht zu schlimm war. Bei schwereren Sachen kam man ins Heimatlazarett nach Deutschland, von dort nach Genesungsurlaub zum Ersatztruppenteil und anschließend wieder zur Truppe.


    Die Feldpostnummer 36995C gehört zur 2./FJR2, Hauptmann Schwaiger war dort 42/43 Btl Kdr, die Urkunde müßte also aus diesem Zeitraum stammen. Wirklich schade, dass sie nicht mehr in Familienbesitz ist.


    Abschließend kann ich dir ein Buch empfehlen: Die Geschichte des Fallschirmjäger-Regiment 2 von Willi Kammann. Ist nicht ganz so leicht zu beschaffen, aber sicherlich für dich sehr lohnenswert. Dort findest du ausführliche Berichte zu den EInsätzen des Regiments.


    daflocki007

    Nach längere Zeit kann ich hier meine Fragen nun selbst beantworten.
    Die 1. Kp. Fallschirm- Sanitäts- Abteilung Flieger Korps XI kam Anfang Januar 1943 in Arika an, dies geht aus einem Briefinhalt hervor, der mir vorliegt. Somit war die Einheit nicht Teil der Brigade Ramcke. Vermutlich in Tunesien beim FJR5 eingesetzt.


    daflocki007

    Hallo Thomas,


    eine interessante Einheit und eine interessante Karte dazu. Ich würde mir wünschen, die Karte wäre etwas detailreicher ;)


    Zunächst kurz eine Frage zur Feldpostnummer, die du angegeben hast. Die 59894 gehörte, meinen Unterlagen nach, zum Grenadier-Regiment 240. Kann da ein Fehler vorliegen, denn das wäre auch keine Luftwaffen-Feldpostnummer, also ohne L vor der Nummer?


    Eine kleine Berichtigung zu dem Bericht in einer Ausgabe des DDF. Nach meinen Unterlagen befindet sich der Artikel in Ausgabe 2/1983.


    Der Bericht im Buch von Stimpel stützt sich hauptsächlich auf die Aufzeichnungen von Oblt. Kemnitz, die Leider Anfang Oktober 1942 enden, spätere Angaben aus Fallschirmjägersicht sind mir nicht bekannt.
    Weitere Hinweise über den Einsatz der Kompanie finden sich in:
    - Die Bildchronik der Fallschirmtruppe 1935-1945 von Arnold von Roon, S. 206. Dort sind wenige Fotos vom Einsatz abgebildet (Irrtümlich wird hier die 5. Kp genannt, es handelt sich aber um die hier besprochene 4. Kp.)
    - Rundbrief Nr. 104 der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Feldpost 1939-1945 e. V., S. A2796ff. Hier finden sich auch ein paar Informationen über den Einsatz im Kessel von Stalingrad.


    Im Interent wird auf folgender Seite: http://www.leapinghorseman.com…php?prod=isbntbafis&cat=1 eine Arbeit zur 4./Fallsch.Fla.MG-Btl. angekündigt. Leider besteht sie allerdings schon viele Jahre und ist bisher nicht erschienen.  :(


    daflocki007

    Hallo Palo,


    zur 5. FJD gibt es meines Wissens leider keine Divisionsgeschichte. Zur Normandie ist ja schon ein wenig genannt worden, die Division war aber auch bei der Ardennenoffensive dabei, da gibt es etwas Literatur.
    Roland Gaul: Zwischen Sauer und Our, Band 1, S. 255-309. Dort gibt es einen recht guten Überblick.
    Außerdem habe ich gesehen, dass es bei amazon auch ein ebook gibt: Wilhelm Weiss, Ardennenoffensive 1944 - 5. FJD (Kenne ich aber noch nicht, kann dazu also nix sagen, eben erst gesehen ;) )


    daflocki007