Posts by daflocki007

    Hallo zusammen,

    ich habe hier einen Feldpostbrief eines Soldaten vom 9.4.45, er war bei der Feldpostnummer 21413E - 4. Batterie Festungs-Stamm-Artillerie-Regiment 3132. Laut LdW war die I. Abteilung in Frankfurt/Oder, was aber nicht ganz sein kann, denn vor geraumer Zeit waren Feldpostbriefe des selben Absender bei ebay, die definitiv aus Küstrin waren (Feb/März 45).

    Der Soldat war mit der 4. Batterie also mindestens bis 3.3.45 in Küstrin, das belegen die Briefe, die auf ebay waren. Nun stellt sich mir die Frage wo war die Einheit am 9.4.45? Der Inhalt gibt leider keine genaue Auskunft, es wird nur geschrieben, dass man "7km vom Ivan" entfernt ist, außerdem wird berichtet, dass man über einen Haufen Vermittlungen Müncheberg erreicht hat und von dort nach Berlin telefonieren konnte (die Eltern gingen aber leider nicht ans Telefon). Sonst noch relevant könnte die Aussage sein, dass nur noch 2 Mann aus der Battr. nach Hause telefonieren können (wegen dem aktuellen Frontverlauf), dies deutet eher darauf hin, dass die Batterie noch relativ geschlossen im Einsatz war (also eher nicht nur wenige Versprengte Ende März aus Küstrin ausgebrochen sind).

    Man könnte nun vermuten, dass die Einheit Anfanf April 45 im Raum Seelow lag, aber genaue Angaben konnte ich leider nicht finden, bin aber auch kein Spezialist für die Oderfront. Vielleicht hat jemand nopch weitere Informiationen und kann helfen?


    Danke vorab, daflocki007

    Hallo zusammen,

    bei Weitze ist aktuell eine Dokumentengruppe eines italienischen Fallschirmjägers im Angebot, aus der ersichtlich ist, dass er im Januar/Februar 1944 an einem Fallschirmschützenlehrgang in Freiburg teilnahm. Die Dokumente wurden teilweise vom der Fallschirmschule IV ausgestellt. Es wurden 6 Übunsgsspünge gemacht 4 mit Ju52, 2 mit He111, die letzten beiden mit Waffen am Mann.

    Ich denke nun doch, dass der Absender auf der Karte oben Fallschirmschule IV angegeben hat.

    daflocki007

    Hi zusammen,

    wie oben schon geschrieben, wurde das Fallschirm Ski Btl von der 7. Fliegerdivision aufgestellt und auch dieser unterstellt. Donth beschreibt das in seiner Geschichte der 2. Kp.. Hptm Heinz Näser soll zu Beginn Btl. Führer gewesern sein. Das Btl wurde aus Fallschirmjägern der FJR 1,3 und 4 aufgestellt (jeweils eine Kompanie).

    Klaus Peters erwähnt auf Seite 324 (Band 2) ein Fallsch Ski Btl als Nachbar des FJR3, in Klammer den Zusatz Voßhage. Ich meine Karl Voßhage (ich meine es müsste Voshage heißen) war anschließend Btl. Führer des Ski Btl und später im FJR4.

    daflocki007

    Hi zusammen,

    habe heute in einem Feldpostbrief eine gefaltete DIN A3 Seite gefunden, dabei handelt es sich um das Nachrichtenblatt eines Gebirgskorps auf dem Balkan "Die Bora". Das Nachrichtenblatt wurde von der Propaganga Kompanie herausgegeben, Einsendungen sollten an die Feldpostnummer 57278 geschickt werden.

    Nun stellt sich die Frage von welchem Gebirgskorps das Nachrichtenblatt herausgegeben wurde, aus meiner Sicht kommen das XV. und XXI. in Frage. Hat jemand nähere Angaben zu diesem Nachrichtenblatt, die Internetsuche ergibt hier leider gar nichts?

    Grüße

    daflocki007

    Hallo Michi,

    die Entschlüsselung der Feldpostnummer sagt aus, dass die Nummer ab März vergeben war, bis zu einer Änderung. Da keine Änderung mehr erfolgte, wurde die Feldpostnummer bis Kriegsende vom Stab 5. FJD genutzt. Auf dem Bild ist auch der Zusatz Luftgaupostamt Paris zu lesen, das passt, die Feldpost der Luftwaffe in Frankreich lief über dieses Lgpa.

    Der Buchstabe wäre hier eigentlich notwendig. In der Regel dient der zur genaueren Bestimmung der Einheit des Absenders/Adressaten. Oft waren Feldpostnummern nicht einzelnen Kompanien, sondern ganzen Bataillonen zugeordnet. Der Buchstabe weist dann auf die Kompanie hin. (Beispiel: Nummmer 11111 gehört zum 1. Btl Infanterie Regiment 1, in der Feldpostüber sicht würde dann stehen Stab 1 und 1.-4. Kp. Infanterie Regiment 1. Buchstabe A wäre dann der Stab, B=1. Kp., C=2. Kp. usw)

    Warum hier ein A genutzt wurde ist nicht eindeutig, vielleicht einfach weil es sich um einen Stab handelte und die Absender aus Unwissenheit hier auch ein A nutzten?

    Dass der Buchstabe auf einen Truppenteil mit dem selben Anfangsbuchstabe deutet (wie du hier vermutet hast) ist eher selten der Fall, würde ich hier ausschließen.

    Grüße

    daflocki007

    Hallo,

    danke für die Hinweise, damit schließt sich ja der Kreis.

    Glettenberg war also zunächst beim II./IR412 (227. ID). Im Februar 1940 kam diese Btl. zur 557. ID, zu dem auch das IR 633 gehörte. Dazu passt der Brief vom III./IR633 von Ende 1940.

    Das Landesschützen-Btl 980 wurde Anfang 1941 durch Umbenennung des III./IR633 aufgestellt,

    Mitte 1941 kam Glettenberg als Kommandeur zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 48, von wo er im Juni 1942 an die Front zum IR549 versetzt wurde.

    daflocki007

    Hallo zusammen,

    nach langer Zeit möchte ich das Thema wieder reaktiviren.

    Mir liegen ein paar Feldpostbriefe vor, die belegen, dass Ludger Glettenberg von Juli 1941 bis Juni 1942 Kommandeur des Infantere Ersatz Btl 48 in Neustrelitz war (bis Mai 1942 Hauptmann, dann Major). Leider liegt nur ein Brief von Ende 1940 ohne Tagesstempel und Absenderangabe vor, der Briefstempel deutet aber auf den Stab III. Infanterie-Regiment 633 hin, eventuell war er 1940 bei dieser Einheit.

    Sehr interessant finde ich, dass Glettenberg erst im Juni 1942 zum IR 549 kam (Feldpostbrief vom 16.6. "auf Marsch"). Er war somit keine zwei Monate an der Front bis er fiel und posthum mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Gibt es Hinweise für was die Auszeichnung verliehen wurde?

    daflocki007

    Hallo zusammen,

    zum Thema Freiwiligkeit zwei Briefinhalte eines Luftwaffensoldaten, der im April 1944 zur Aufstellung der 5. FJD herangezogen werden sollte. Ich denke die Briefe sprechen für sich.

    O. U., den 23.4.1944

    Liebe Eltern!

    Da ich augenblicklich etwas Zeit habe, will ich euch eben noch einmal schreiben. Meine Briefe aus Dirinon, Rennes und Nantes werdet ihr wohl inzwischen erhalten haben. Wir hatten in Nantes einen ganzen Tag Aufenthalt und abends fuhren wir dann wieder weiter. An der Loire aufwärts kamen wir dann nach Tours und Blois, einer ehemaligen Rekrutenstadt, über Orleans nach [Zahlenkombination vermutlich für Bourges], wo wir in der Nacht zum Samstag dann ankamen. Aber welch eine Enttäuschung, wir kommen aus dem Regen in die Traufe. Hier geht die ganze Sache wieder von neuem los. Hundertmal wird man gefragt, warum man nicht springen will, die Springer-Untauglichkeit wäre nicht so schlimm, es käme nur auf den guten Willen an. Ich bin trotzdem wieder als untauglich geführt worden, und es ist daher anzunehmen, daß wir in Kürze wieder versetzt werden. Macht euch nun mal keine Kopfschmerzen darüber, in dieser Beziehung habe ich einen eisernen Willen, was ich nicht will, das will ich nicht. Mit Gottes Hilfe werde ich wohl hier noch einmal wegkommen. Teilt mir doch bitte einmal mit, ob ihr mir auf die alte Feldpost Nr. schon Geld abgeschickt habt, wenn nicht, dann schickt mir doch bitte 36 Mark hierher.

    Mir geht es sonst noch sehr gut, welches ich auch von euch hoffe. An Urlaub ist noch nicht zu denken, erst muß ich wieder bei einer anderen Dienststelle sein.

    Meine neue Anschrift ist:

    Soldat Werner ...

    Feldpost-Nr. L63002 C [FJR 14]

    Lg. Pa. Paris

    Ich will jetzt schließen, denn es ist mittlerweile dunkel geworden und wir haben kein Licht in unserer Stube, sodaß ich gezwungen bin, die Falle aufzusuchen.

    Seid nun noch vielmals gegrüßt und Gott befohlen!

    Werner


    O. U., den 24.4.1944

    Liebe Eltern!

    Heute war ein aufregender Tag und darum will ich euch auch sofort noch einmal schreiben. Wir Untauglichen hatten heute morgen Besichtigung durch den Divisions-Kommandeur, einen General mit dem Ritterkreuz. Da könnt ihr euch ja denken, daß wieder alles rund ging. Zuerst wurden wir von ihm begrüßt, und dann hat er uns wieder einmal richtig zur Sau gemacht, wie die Soldaten zu sagen pflegen. Wir wären alle noch jung und sollten uns ja nicht auf den Grund unserer Herzfehler, Plattfüße und sonstigen Verletzungen einbilden, daß wir uns vor der Front drücken könnten. Der kranke Soldat wäre genau so verpflichtet zu kämpfen, wie der gesunde. Er hat dann wieder eine Menge Kameraden herausgezogen, die zum Nachschub der Fallschirmtruppe als Handwerker (Bäcker, Schuster, Kraftfahrer, Mechaniker usw.) eingesetzt werden sollen. Über uns übrige gebliebenen hat er sich nicht öffentlich geäußert. Wir werden wahrscheinlich auch alle noch versetzt, wann und wohin ist uns zwar noch nicht bekannt. Mit Gottes Hilfe werde ich dann schon auf den rechten Weg kommen. ...

    Ich bin der Meinung, dass die Freiwilligkeit spätestens mit Aufstellung der 5. FJD verneint werden kann.

    daflocki007

    Hallo zusammen,

    ich habe ein paar Feldpostbriefe von 08/1942 und 02/1943 bekommen, Absender Feldpostnummer L46424 LgPa Posen.

    Die Entschlüsselung der Feldpostnummer ergibt: 3. Kompanie Luftwaffen-Schützen-Bataillon Flieger-Korps XI und 11. Kompanie Schützen-Regiment d. Luftwaffe z.b.V. Zu letzterer Einheit finden sich auch etwas im LdW: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/L…SchtzRgtzbV.htm

    Mich würden nun weitere Informationen zum Luftwaffen-Schützen-Bataillon Flieger-Korps XI interessieren. Flieger-Korps XI deutet ja eigentlich auf Fallschirmtruppe hin. Außerdem war die Feldpostnummer später für die Aufklärungs Kompanie des Luftwaffen-Feldkorps II vergeben. Aus diesem wurde später ein Fallschim-Korps aufgestellt. Ob das alles nur Zufall ist?

    Im Rahmen der Fallschirmtruppe ist mir diese Einheit aber bisher nicht aufgefallen, vielleicht weiß einer von euch ja mehr dazu?

    Grüße

    daflocki007

    Hallo zusammen,

    die 5. FJD wurde im April 1944 im Raum Bourges aufgestellt, daher passt das recht gut. Ich hätte zunächst auf einen Unfall getippt, da mir bisher keine Einsätze dort bekannt waren. Es scheint aber doch Partisaneneinsätze gegeben zu haben.

    daflocki007

    Hallo zusammen,

    aus den Nachforschungen ist offenbar ein Buch entstanden:

    Schulz, F. W. / Kraatz, Joachim (Hrsg.):

    Willy Kraatz - Ein Fallschirmjäger. Werdegang und Einsatz eines Fallschirmjägers aus Stendal - Taschenbuch

    2018

    Leider konnte ich das Werk nirgendwo finden, auch in keiner Bib. Hat jemand eine Idee wo man es bekommen könnte?

    daflocki007

    Hallo,

    nein, mir hilft der Brief leider nicht weiter, ist nicht was ich erhofft hatte ;)

    Aber ich kann dir nun sagen, dass dieser Brief wahrscheinlich von unterwegs abgeschickt wurde, oder einem Kameraden mitgegeben wurde.

    Aber zumindest die Angabe Lehr Btl. sehe ich nun zum ersten Mal, das ist schon etwas interessant für mich, zumal auch vom BDF so erwähnt.

    daflocki007

    Hallo Glas62,

    ein Antrag beim Bundesarchiv (ehemalig WASt) wäre sehr ratsam, dauert länger, aber ist in der Regel sehr hilfreich.

    Dass hier ganze Schulen zur Fallschirmtruppe kamen, ist nicht verwunderlich, was sollten die ganzen angehenden Piloten fliegen, wenn kaum Sprit und Flugzeuge vorhanden waren. Die betraf grundsätzlich auch alle Luftwaffenangehörige, deren Dienste (besonders im Rückwertigen Gebiet) nicht mehr benötigt wurden.

    Die Beschreibung der Briefe ist leider wenig hilfreich, vielleicht kannst du Fotos einstellen? (Gerne auch mit geshwärzter Adresse) Für mich wären die Stempel interessant.

    Ist denn zum weiteren Werdegang der Person etwas bekannt, Krieg überlebt, Kriegsgefangenschaft?

    daflocki007

    Hallo Gitta, willkommen im LdW,

    ich kann leider nur etwas zu den Einheiten mit Fallschirmjäger Zusammenhang sagen, daher erst ab 27.02.44. (Der Eintrag von 1943 mit LgPa München II ist tatsächlich aus Italien, ich sehe aber keinen Zusammenhang zur Fallschirmtruppe, wie kommst du da drauf?)

    Fallsch. Freiw. Erf. Kdo. Dreux habe ich so noch nie gehört, in Dreux war allerdings eine Fallschirmschule, daher würde das schon passen, vielleicht wurde dort Personal "gesammelt" um es den Neuauufstellungen zuzuführen, die 1944 in Frakreich entstanden.

    Im März 1944 war er dann beim II. Fallschirm-Korps, welches Angang 1944 in Frankreich aufgestellt wurde, Standort war im Raum südlich Paris.

    Die Feldpostnummer L 61916 gehörte dann zur 5. Fallschirmjäger-Division, welche ab April 1944 im Raum Bourges aufgestellt wurde. Die Ortschaft liegt nur ca. 25 km entfernt von der Loire, könnte also schon gut passen.

    Die 5. FJD hatte später an der Invasionsfront schwere Verluste.

    daflocki007