Posts by jensm1951

    Moin Moin,


    mein Vater hat sich bei der Entwaffnung der Italiener zwei Beretta 34 in Kaliber 9mm kurz

    „ für sich behalten“ die eine davon hat er statt der 08 getragen. Sie war wesentlich leichter.

    Die zweite hat er mit nach Hause genommen. Sie ist heute in meinem Besitz.


    Grüße aus dem Norden

    Jens

    Hall Dickdan007,

    ich finde es mehr als beschämend diesen Oberscharführer einfach solche Dinge zu unterstellen,

    nur weil "es ja zu lesen gibt, dass diese SS Einheiten, als Rache für die Invasion, sich an den Zivilisten gerecht hat.


    Ich würde sagen ganz dünnes Eis.


    In diesem Sinne

    Hallo,

    nachdem ich hier so einiges über Eure Meinung über Orden, bzw. zu deutschen Soldaten die diese bekommen haben gelesen habe, möchte ich jetzt einmal meine Meinung dazu schreiben.

    Ich habe vor einigen Jahren sehr viel mit meinem Vater über den Krieg gesprochen, solche Dinge wie Gespräche mit „ Gleichgesinnten „ hat er meines Wissens nie geführt, und in Kneipen ist er schon gar nicht gegangen.

    Wir haben uns stundenlang über seine Zeit vor und während des Krieges unterhalten.

    Er hat sich dabei nie abfällig über die ehemaligen Gegner geäußert obwohl er sicher als Soldat bei der Waffen SS an vorderster Front sehr viel Grausames erlebt hat.

    Eher über die deutsche Führung und speziell über Hitler sprach er drüber dass sie Verbrecher waren, die sinnlos bereit waren tapfere Soldaten in den Tod zu schicken.

    Im Gegenteil er hat mir Einzelheiten zu verschiedenen Gesprächen und Erlebnissen zwischen Ihm und Zivillisten ob in Russland, Frankreich und Italien, die wahrscheinlich in der heutigen Zeit keiner glauben wird. Da er ja in der Waffen SS war.

    Als Teilnehmer der Schlachten von Charkow und in Kenntnis der Haltebefehle erzählte er mir immer wieder dass er nur durch die Courage von Paul Hauser wohl am Leben geblieben ist.

    Er hatte sich damals in gutem Glauben freiwillig gemeldet, immer wieder erzählte er mir, das in seinem Geburtsort die Honoratioren in der Partei waren, die Onkel Arbeit bekommen hatten und so viele „ kleine Leute „ der Meinung waren das es aufwärts ginge.

    Es war für Ihn zu dieser Zeit selbstverständlich sich freiwillig zu melden, und er betrachtete es als eine Ehre von der Leibstandarte aufgenommen zu werden.

    Auch betrachtete er die Orden und Auszeichnungen zu dieser Zeit als Ehrungen.
    Er erzählte mir dass er sein EK1 für die Bergung von Kameraden aus schwerem Feuer erhalten hatte und er damals stolz auf diesen Orden war.

    Als er langsam während des Krieges erkannte das er und seine Kameraden missbraucht
    und ohne Rücksicht verheizt wurden meinte er öfters dass wenn die Truppe wieder nach Hause kommen würde hätte man dort erst einmal einiges „ aufräumen „ müssen. Was sich aber zweifelsohne nicht in die Tat umsetzen ließ.

    Er war nach der Kriegsgefangenschaft, der Zeit der Internierung und vor allen Dingen durch die Art der Behandlung durch viele Menschen in der Heimat irgendwie enttäuscht, die jenigen die einige Jahre vorher an der Front sagten: „Gott sei Dank Ihr seid da „ zeigten nun mit dem Finger auf Ihn oder schlimmer. Am schlimmsten empfand er die Behandlung durch die deutschen Behörden wie Spruchkammer oder Rentenkasse usw.


    Das er in gutem Glauben seine Jugend, die Gesundheit durch mehrere Verwundungen und einer kaputten Lunge, laufend starke Kopfschmerzen durch einen Splitter im Kopf der nicht entfernt werden konnte, und im Alter einen Teil seiner Rente „geopfert“ hatte, das war für Ihn „ der Dank des Vaterlandes „.

    Ich weis noch wie oft meine Mutter damals sagte: nicht so laut Papi hat wieder so starke Kopfschmerzen. Trotz allen Problemen durch seine Gesundheit, hatte ich einen Vater der für unsere Familie alles tat was er konnte.
    Für Ihn war es das wichtigste das es uns gut geht und vor allen Dingen das niemals wieder jemand Hunger haben muss.

    Seine Orden und Auszeichnungen liegen in einer kleinen Holzschachtel bei mir im Schrank und ich halte sie in Ehren.

    Er hat diese im guten Glauben an eine gute und gerechte Sache unter Einsatz seines Lebens erworben, das das nicht so war, konnte er damals nicht wissen.


    In diesem Sinne…

    Guten Morgen,


    Warum gelöscht ??



    "für die Entfernung von "Sternstunden der Diskussionskultur" wie den Derrick-Thread braucht man keine Erklärungen zu formulieren, die Gründe erklären sich beim durchlesen von selbst.


    Auch wird das Thema hier nicht mehr aufgewärmt. "


    Grüße Jens

    Hallo Tim,


    über diese Zeit weis ich fast gar nichts, mein Vater erzählte was von Einmessungen von
    Einschlägen der V2, ich weis aber nicht wo, zum Ende des Krieges hatte er einen Marschbefehl nach Wien, er sollte dort sein Deutsches Kreuz in Gold bekommen, hatte es
    aber vorgezogen mit seinem Fahrer in der Gegend von Lüneburg über die Elbe zu schwimmen um nicht bei den Russen in Gefangenschaft zu geraten.


    Gruß Jens

    Hallo Thilo,


    mein Vater hat mir immer erzählt das er nach seiner Grundausbildung in Lichterfelde
    an der Reichskanzlei auf Wache gestanden hat. Er hat am Russlandfeldzug teilgenommen,
    bekam die Ostmedaille, ebenso den Krimschild. Er war am Anfang in der Beobachtungs- später in der Messbatterie der LAH.


    Gruß Jens

    Erst einmal ein Hallo an alle,


    ich möchte mich erst einmal vorstellen, ich komme aus Niedersachsen und bin 61 Jahre alt, ich lese hier schon eine Weile mit, und habe nun auch selber eine Frage.


    Mein Vater war als Freiwilliger in der LAH, sein letzter Dienstgrad war Untersturmführer, er war als VB bei den Nebelwerfern. Ich besitze einige Sachen aus seiner Dienstzeit, seine Auszeichnungen, Ek1 usw. Schulterstücke, Bilder und sogar seine Dienstwaffe.
    ( diese ist selbstverständlich auf meiner WBK eingetragen)


    Wir haben zu seinen Lebzeiten uns sehr viel und ausführlich über den Krieg und die Zeit bei der LAH unterhalten.
    Die Eintragungen auf seiner Erkennungsmarke sind mir jetzt beim Anschauen der Erinnerungsstücke an meinen Vater aufgefallen.
    In seiner Erkennungsmarke sind folgende Daten eingestanzt:


    SS VERFÜGUNGSTRUPPE
    und auf der Rückseite:
    1./A.E.A.
    816
    0


    Das o ist mir klar, seine Blutgruppe, genauso wie seine Tätowierung, jedoch nicht die anderen Angaben.
    Müsste da nicht etwas von der LAH draufstehen ? Kann mir da jemand Auskunft geben ?


    Mit freundlichen Grüßen
    Jens


    Bitte in das richtige Verzeichnis verschieben