Posts by udorudi

    Hallo Matthias,


    3. Todesstrafe für Mutterflüche: Ein "echter" Himmler.


    hat sich merkwürdigerweise durchgesetzt, bis heute im hiesigen Sprach- und Fluchgebrauch nicht anzutreffen.


    Du kennst die Entstehungsgeschichte zur Anordnung ?
    Titulierungen wie "Du Sohn einer Hure" führten auf dem Balkan bei Fremdverbänden (z.B. muslimische Division "Handschar")
    zu unschlichtbaren Tumulten. Das wurde dann "ins Germanische" übertragen.


    Gruß
    Udo

    Hallo,


    Nachtrag


    Und damit die liebe Seele nun ihre Ruhe hat: Ja - es ist durchaus vorstelllbar, dass sich die Mehrzahl der Wehrmachtsärzte dem Hippokratischen Eid verpflichtet fühlte und auch die Landbevölkerung in den besetzten Gebieten versorgte - jedenfalls so gut es ging. Und vielleicht nahmen sie sich ggf. sogar einen größeren Spielraum. Manche dieser humanen Aktionen war "nach oben" sicher durch Maßnahmen zur "Seuchenbekämpfung" und Partisanen-Prophylaxe gut begründ- bzw. tarnbar.


    Es gab eben immer noch "Gerechte" unter den Völkern... Aber die Ausnahmen zur Regel zu erklären, geht dann doch zu weit.


    Das sind ja erfreuliche Einsichten. Wenn das in dem Tempo so weiter geht, würdest Du noch einen würdigen Volksbundpräsidenten abgeben.
    Wann sind denn die Neuwahlen, ich werde ein gutes Wort für dich einlegen.




    Was mich jedoch diesmal an Deiner Antwort erschüttert ist ihre gänzliche Humorlosigkeit, und weil Du ganz einfach nicht verstanden hast, worum es in meinem Beitrag ging. Mich macht es immer traurig, wenn Menschen eine Allegorie nicht verstehen.


    Dann ist das ein seltener, schwer erlernbarer Humor. Ist mir neulich ein ähnlicher Fall begegnet, wo eine Politikerin darum bat, einen auf Armlänge Entfernung angreifenden Terroristen nicht in die Stirn zu schießen,
    sondern in aller Ruhe nach der Kniescheibe zu suchen, auch wenn es das eigene Leben kostet. Ich überlege heute noch, welche Art von Humor das war...


    Gruß
    Udo

    Hallo zusammen,


    ich bitte alle Mitdiskutanten, sich unbedingt noch einmal die Ausgangsfragestellung des Threaderöffners zu vergegenwärtigen.
    Erkennen kann ich daraus in keinster Weise eine hölzerne Kritik oder Gotteslästerung, sondern durchaus berechtigte Einwände, wie man es vom deutschen Präzisionsmaschinenbau
    und geschichtlichen Debatten hierzulande gewohnt ist. Hier der Auszug mit den bescheidenen Aussagen, die mangels Zeit, Lust, Quellen oder wie auch immer entstanden:




    Zum weiteren Diksussionsverlauf:


    mich würde interessieren, welche unbelegten Einschätzungen du genau meinst.


    Die "unbelegten Einschätzungen" sollten aus oben zitierter Ausgangsfragestellung ersichtlich sein. Es wurde zu keinster Zeit behauptet, das die sogenannte "NS-Medizin" sich im Osten
    in vorbildlichster Weise allen kranken und auch behinderten Menschen angenommen hat.
    Die zuvor verlinkte Publikation diente nur der Veranschaulichung, was ich mir unter "fundierter Forschung" vorstelle. Gegenüber einer bescheidenen Äußerung zur Ostfront, die wohl mangels Zeit und Lust so getätigt wurde.


    Ich darf doch wohl noch erstaunt sein, wie hier im Thread ohne jegliche Beweisführung entgegen der Maxime "Sine ira et studio" argumentiert wird.
    Wer sich beteiligen möchte, möge doch bitte mehr als die übliche Nazikeule oder sein vages Bauchgefühl vortragen.




    Hast du je wissenschaftliche Bücher zu NS Medizin gelesen? Wenn ja würden mich exakte Literaturangaben interessieren.


    Beste Grüße


    Felix


    Kenntnisse und Literatur zur Euthanasie, Eugenik und T4 im Dritten Reich sind vorhanden.
    Ebenfalls weitere Basiswerke:
    Medizin in der NS-Diktatur : Ideologie, Praxis, Folgen, Wolfgang Uwe Eckart
    Der "Volkskörper" im Krieg, Winfried Süß


    Schon der große Chronist Friedrich Kellner hat in seinen Tagebüchern ("Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne" -> Kaufempfehlung bpb) treffend bemerkt,
    wie im totalen Krieg die Säuglings- und Kindersterblichkeit in den Himmel stieg, anhand von Handzählungen aus den Tageszeitungen
    in seinem Heimatkreis. Wie sich die Wartezeiten in den Praxen auf mehrere Stunden summierten, weil die wenigen verbliebenen 60-jährigen Ärzte
    überfordert waren oder gar im Bett blieben, angesichts des Andranges. Und operiert werden musste schon mal im heimischen Wohnzimmer,
    unter weggebombter fehlender Decke. Sei auch mal erwähnt das Thema NS-Medizin, Unterkapitel "Kollateralschäden - natürliche Sterblichkeit".




    Bei der ganzen Diskussion dieses Threads sollte zudem auch stets beruecksichtigt werden,dass die medizinische Versorgung der Zivilbevoelkerung in der Sowjetunion generell im Interesse der Wehrmacht lag.


    Jürgen Kilian schreibt dazu beispielsweise in dem Buch "Wehrmacht und Besatzungsherrschaft im russischen Nordwesten 1941-1944" auf Seite 308/309:


    ,,Nichtsdestotrotz bildete eine allzu starke Ausbreitung ansteckender Krankheiten eine potentielle Gefahr für die deutschen Zielsetzungen. So verfolgte die Militärverwaltung seit dem Beginn der Okkupation auch bei der medizinischen Versorgung der Einheimischen vornehmlich egoistische Ziele. So stand nach dem Zeugnis des beratenden Internisten beim AOK 18 das »Wohl unserer Truppen« im Vordergrund. In dieser Hinsicht unterschieden sich zumindest die höheren Militärs nur unwesentlich von ihrem obersten Befehlshaber, der in einer Einführung deutscher Gesundheitsstandards vorrangig die Grundlage für ein unerwünschtes Bevölkerungswachstum im Osten sah. In erster Linie zielten daher die deutschen Vorsorgemaßnahmen darauf ab, einerseits einer unkontrollierten Ausbreitung von Seuchen entgegenzuwirken, während zum anderen »der Wehrmacht und den Versorgungsbetrieben ihre Arbeitskräfte gesund [...] erhalten bzw. erneut einsatzfähig zur Verfügung« gestellt werden sollten."


    Ein sehr interessantes Kapitel, welches sich sogar über mehrere Seiten zieht.
    Wobei es mir insgesamt doch zu grob erscheint. Ist die Betrachtung m.E. doch zu sehr auf das Agieren
    der Sicherungsdivisionen in Bezug auf Seuchenepidemien und den zukünftigen Siedlungsplänen Hitlers reduziert.
    Mahnend ergänzt Kilian ja, die Anwesenheit und Versorgungszwänge einer ganzen Heeresgruppe auf engstem strukturschwachen Raume,
    da kann es im eigentlichen Sinne sowieso nur "Verlierer" geben.


    Aber welchen Einfluss hatten überhaupt die in seinem Überblick außen vor stehenden Feldärzte und Ortslazarette,
    wie z.B. das große Vorzeigelazarett mit 400 Betten in Tossno ?
    Scheinbar konnte da jeder Weißkittel nach gut Dünken schalten und walten ?
    Halbgötter ohne Kontrolle dann auch mal im positiven Sinne ?



    Briefe des Chirurgen Jochen Hoppe, in:
    "... glücklich zu sein in Deiner Nähe ..." : Feldpostbriefe meines Vaters.
    Erzählen ist erinnern Bd. 29, Roland Hoppe



    Kann man solch beschriebene Grundversorgung bei Kriegseinwirkungen überhaupt noch als allgemeines Grundverständnis annehmen?
    Hat der Krieg nicht auch seine ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten, die sich uns auf erstem Blick überhaupt nicht erschließen.
    Fernab eines allzuschnell auf "politische Correctness" reduzierten Täterblickwinkels.
    Der bequeme moralische "Kartoffelsack" mit NS-Perfidie, Hunger, Unterversorgung und Völkermord ist mir persönlich nicht ausreichend.



    Warten wir mal ab, was Bodo dazu sagt.


    Gruß
    Udo

    Hallo Paul,


    Aber, um der Perfidie die Krone aufzusetzen, wurde in geheimen Absprachen aller Alliierten dieser Sachverhalt über Jahrzehnte geheim gehalten. Erst engagierten Teilnehmern des Forums der Wehrmacht gelang es erstes Licht ins Dunkel des Verschweigens zu bringen.


    es ist schade, dass du zu keiner objektiven Annäherung und differenzierten Sichtweise fähig bist.
    Profunde Ergebnisse beschwichtigst du, während unbelegte Einschätzungen von Historikern für dich
    als in Stein gemeißelte Gesetze gelten. Ein derartiges Hantieren mit Nazikeule und Ignorieren von
    schwarzen Löchern der Militärgeschichte ist nahezu unheimlich, ja der christlich abendländischen Diskussionskultur unwürdig.


    Oder ist es für dich ideologisch bedingt ein Tabuthema und nahezu Blasphemie, dass im unseligsten aller Kriege
    auch nur eine Handvoll Beteiligte "militärhistorisch" und auch noch menschlich gut wegkommen?
    Dann oute dich bitte entsprechend, damit deine Beiträge von jedermann als Klugscheisserei, Pflastersteinwürfe und Brandsätze erkennbar sind.


    Oder wird Dir der Thread zu heiss, angesichts der Quantität und Qualität der Belegestellen?
    Ist es meine Ankündigung, jetzt ans Eingemachte zu gehen, mit unignorierbaren weiteren zitierfähigen Belegen?
    Dann setze Dich gefälligst in den ICE und begebe Dich in den Keller des Freiburger Archivs,
    um hier im Thread rechtzeitig die größte Fälschungsaktion seit den Kujau-Tagebüchern aufzudecken.
    Die Zeit läuft.


    Gruß
    Udo

    Hallo Verena,


    streich bitte unbedingt folgende Punkte:





    Ich kenne nur die Variante mit 6 Trägern



    Gruß
    Udo

    Hallo zusammen,


    Nachtrag - eines der obigen Propagandafotos hatte ich zwischenzeitlich klären können, es ist der junge Dr. Kleist in "seinem Zivilkrankenhaus".
    In die Zeitschrift wollte er mit seinem Engagement nicht, aber eine Propagandakompanie hatte davon Wind bekommen
    und nahm die Gelegenheit für eine "lückenfüllende Story" war. Eigene Verwundete kann man dem heimischen Publikum
    ja nicht zumuten. Soll sogar in der Wochenschau gesendet worden sein, kurze Zeit später.


    Bei einem anderen Motiv dachte ich, es sei die Außenansicht des Kleist-Krankenhauses im winterlichen Pawlowsk.
    muss aber ein weiteres humanes Ortslazarett sein, siehe Vergleichsfoto Eingang und Fenster.


    Gruß
    Udo


    Paul : Lieber den Spatz in der Hand als die Zeitgeist-Taube auf dem Dach, oder nicht ?

    Hallo Paul,


    Ein weiteres Instrument, dass man, auch als Amateurhistoriker, beherrschen sollte ist Quellen- und Textkritik. Besonders bei Selbst- oder Kollegenzeugnissen sollte man sehr vorsichtig sein. Ärzte und Seelsorger unterliegen einer besonderen Berufsethik,
    die bei diesen zu einer besonderen, eigenen Sichtweise auf ihr Tun und Lassen z. B. im Krieg führte.
    Dies insbesondere da ein hoher Rechtfertigungsdruck nach dem Krieg auf ihnen lastete. Da besteht dann schon mal die Gefahr, dass an den Akzentsetzungen arg frisiert wird.


    zunächst einmal - wo keine Anklage, da auch absolut keine Verteidigung oder Revision notwendig.
    Das erspart uns eine hochoffizielle Historikerkommission, die alle Wogen im Lande glätten muß.
    Oder das sich jemand per wissenschaftlichen 1000-Seiten-Schinken Lorbeeren verdienen kann.


    Beanstandet wurden lediglich die mageren Äußerungen basierend aus Mangel an Quellen, was defacto einer Beweislastumkehr gleichkommt.
    In unserem Land ist man seit jeher allergisch gegen diese Form des "Fünfe gerade sein lassen". Denke nur an tendenziöse Katastrophen aus der Vergangenheit.
    Die womöglich mit ihren Auswirkungen auch teilweise zu den schlichten Statements beigetragen hat.


    Einen Rechtfertigungsdruck oder Akzentsetzungen kann ich in vielen Fällen der hier aufgeführten Werke nicht erkennen, wenn es sich um Feldpostbriefe, Tagebücher,
    beglaubigte Feindbriefe oder gar fotografische Beweise handelt. Das wäre amtlich verwertbares Material, im Fall der Fälle.
    So helle bin ich auch, das reine Erinnerungswerke keine zitierfähige Quelle sind.


    Aber wie gesagt, niemand steht unter Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung.
    Sonst müssten auch alle russischen Ärzte des Bürgerkrieges auf die Anklagebank, haben scheinbar nichts getan bei 10 Millionen Ziviltoten.
    Es geht hier nur um eine vermeintliche, vorauseilende, politisch korrekte, zeitgeistliche Verunglimpfung oder etwaige Rufschädigung.
    Minderschwerer Fall, aber durchaus in Nuancen wahrnehmbar. Sowas kann anecken, denk nur an den gestürzten Volksbundpräsidenten.


    Entsprechend setzt man auch nur bei Ärzten im Dritten Reich wissenschaftliche Maßstäbe bei Publikationen an.
    Da wird schon mal ganze 10 Jahre in Kellern über eine Handvoll Klinikärzte geforscht, ob nicht einer mit einem belastenden Judenwitz dabei war,
    Beispiel:
    http://www.uni-kassel.de/upres…9-014-0.volltext.frei.pdf


    Gruß
    Udo


    PS: Schrieb ich tatsächlich "Blut", ich meinte natürlich den preußischen Drill und die Erziehung

    Hallo Justus,


    weder noch - ich sehe hier nur den Faktor "Mensch", da haben approbierte Exemplare natürlich weitgehendere Möglichkeiten.
    Ansonsten ist "Caritas" ein unglücklicher Begriff, würde man damit doch humanes Handeln, Besatzungsaufgaben
    und die Neigung des Menschen zu einem verträglichen Miteinander unnötig zu "Heldentaten" hochstilisieren.
    Auffällig bemerke ich jedoch gerade bei Erinnerungen von Ärzten deren Hang zum Erlernen der russischen Sprache.
    Anspruch des Intellekts oder dem Arbeitseinsatze dienlich ?
    Letztendlich verlange ich doch nur mehr Bescheidenheit, bei vorauseilenden geschichtlichen Beurteilungen.
    Sollen ja nicht alle Sitten vor die Hunde gehen, wie in unseren Zoos.
    Las die Tage erschrocken, dass man nahezu allen Ortes Zoos mit Wachpersonal ausstatten muss,
    Tiere werden neuerdings geschlagen und mit allem beschmissen, was gerade greifbar ist.
    Man kommt in den Zoo, um sich abzureagieren - so der O-Ton eines Direktors.
    Was ist denn da schiefgegangen in der Schule, hat man etwas vergessen zu unterrichten oder sind nur die Eltern Schuld?


    Gruß
    Udo

    Hallo zusammen,


    Hallo Udo,


    ich kenne Dich nicht und weiß nichts von Dir, aber für den vorstehenden Beitrag gratuliere ich Dir.


    Schönen Sonntag, Gruß Karl


    ja Karl, manchmal ist es wie verhext - die Menschheit schaffte es bis auf den Mond,
    die deutsche Industrie scheffelt Milliardenbeträge durch den Export von Präzisionsprodukten,
    aber bei der Forschung zur jüngsten Geschichte reicht es hierzulande aus, nur den feuchten Finger in den Wind zu halten,
    um dann ein subjektives "da kann nichts gewesen sein" hervorzubringen.
    In den Nürnberger Prozessen nicht angeklagt, sollen sie 70 Jahre später zumindest als bequem und gehässig abgestempelt,
    praktisch mithaftbar gemacht werden. Findest Du das auch bescheiden, wenn nicht gar anmaßend?
    Gibt es solch freiwillige kollektive Lebetranverabreichung noch andern Ortes, irgendwo in diesem Sonnensystem?


    Legen wir die Zweifler und "Profi-Historiker" jetzt in "Ringermanier" gekonnt auf den Rücken und belehren sie eines Besseren,
    sie mögen doch zukünftig vorsichtiger argumentieren, wenn gerade keine passenden Befehle, Briefe oder Tagebücher zur Verfügung stehen.
    Als erste Ringergriffe "Ankippen und Armklammer" verwenden wir diverse Tagebücher aus dem Raum Minsk, Kiew und einige Feldposteditionen.
    Dann gehen wir zum Angriff über und nehmen die "Beinschraube" und den "Bauerngriff", in Form von Kriegslazarettnachweisen.
    Welche eine flächendeckende Kooperation mit zivilen Krankenhäusern belegen. U.a. durch die ergiebigen Briefe eines Hirnchirurgen
    aus dem Kriegslazarett Tossno. Und als finalen "Ausheber" für den "Mattenwurf" bringen wir den Todfeind des Historikers mit ins Spiel,
    die noch lebenden Zeitzeugen aus russischen Dörfern und Städten. Du staunst? Auch ich war erstaunt, als sich mir diese ergiebige Quelle
    per Zufall über das Sekundärthema "Zwangsarbeit" eröffnete.


    Was schreibt man so in Russland vom Kriege, Kostprobe* gefällig ?


    *Russen über den Krieg und die Deutschen : Juri Igrinjow


    Kommt dir bekannt vor? Ja natürlich, die eigene Verlässlichkeit und Pünktlichkeit auch bei -20°C und Chaos entstammt doch nicht den US-Kaugummis nach Mai 1945,
    eher dem Blut der Vorfahren. Solch gesammelte Aussagen führten zuweilen in deutschen Amtsstuben zur Enge im Hals oder feuchten Augen.
    Spontan erfolgte dann auch mal der Griff in die Schublade des Schreibtisches, flugs war dann ein Bundesverdienstkreuz Erster Klasse
    per Eilkurier Richtung Ukraine unterwegs. Mehr dazu ein anderes Mal.
    Du siehst, selbst im russischen Rundfunk hatte man Mitleid mit des Feindes gehässigen Enkelkindern, veranstaltete Sendungen
    mit der Bitte um persönliche Erfahrungen zu deutschen Ärzten. Verkehrte Welt.


    Lass uns ihnen Respekt lehren, zu unterscheiden zwischen der ZDF-Doku "Himmlers Leibarzt und seine Rassenhygieniker"
    und dem Wirken, Leben und Sterben von 20.000 Feldärzten in Hitze, Schlamm und Eis vor Ort.
    Im Fußballstadion können sie merkwürdigerweise differenzieren, zwischen dem schlagenden Ultras in der Südkurve
    und den friedlichen 97% der ballbegeisterten Besucher. Leider hat eine tendenziöse Ausstellung hier im Lande
    zu einer seltsamen Umkehrlogik sogar in Punkto Ärzte geführt. Das Bild werden wir hier mit größtmöglicher Objektivität
    wieder geradebiegen.
    Womöglich werden sie es trotzdem versuchen, all dass mögen doch nur Einzelfälle gewesen sein und sei überhaupt
    nicht mit dem heutigen Maßstab von Hilfseinsätzen der "Ärzte ohne Grenzen" vergleichbar.
    Dann schweigen wir und hinterfragen ihre erzieherische Intention, ihr hartnäckiges Leugnen nicht.
    Sie würden selbst einem angesehenen Ausnahmemediziner mit drei Dutzend Ehrenmedaillen seine konfusen "Multi-Kulti"-Tagebucheinträge* nicht abnehmen:



    *Feldlazarett der 2. Luftwaffenfelddivision aus:
    Der Igel auf der Klinke - Erinnerungen des Arztes Josef Zander : Kamp, Neumann, Jacobs-Zander


    Die Wahrheit kommt letztendlich wieder zum Vorschein, da können sie noch so sehr von ihrem Verunglimpfungsrecht
    Gebrauch machen. Sonst würden wir heute noch bis maximal zur Insel Gran Canaria verreisen, dort wo die Erdscheibe einstmals endete.


    Gruß
    Udo


    Anhang: "Multi-Kulti" auf Friedhof und im Lazarett. Wer beerdigt, wer pflegt wen?

    Hallo Bert,


    Er übersah, dass sich beim Volksbund eine schlagkräftige informative Gruppe, die wahrscheinlich
    von einer bestimmten Frau angeführt wurde, gebildet hatte. Diese Gruppe probte den Aufstand. Hätte Meckel zu den Günstlingen der Kanzlerin gezählt, dann wären sie alle zu feige gewesen, ihn zu stürzen. Und: Eine Hausmacht von Vertrauten
    hatte dieser Herr Meckel auch nicht. Da war er einfach zu wenig Politiker und mehr Pfarrer. Und so musste er gehen.


    hälst Du den Volksbund für derart unterwandert, dass dort wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfach der Kurs und die Leitlinien bestimmt werden können,
    die Landeschefs derart beeinflussbar sind ?
    Sicherlich hat Herr Meckel versucht, mit rotgrünen Platzierungen im Bundesvorstand die Hoheit zu erkämpfen,
    musste aber bei der Übermacht an konservativ eingestellten Funktionären grandios scheitern.




    Gruß
    Udo

    Hallo Bert,


    ja, man sollte ein Auge drauf haben. ich denke aber, dass durch die wiederhergestellte Ordnung eine derartige Gefahr nicht mehr besteht.
    Dem amtierenden Verteidigungsminister sei wie bisher als starker Kooperationspartner hier und da ein plakativer Auftritt oder Artikel gegönnt, mehr aber auch nicht.
    Wie gesagt, die anmaßende starke Politisierung mit unzulässigen Äußerungen zum Tagesgeschehen (Putin, Krim, etc.) wurde 16:0 "besiegt".


    Gruß
    Udo

    Hallo zusammen,



    ... was nach meinem Empfinden völlig unpassend ist - sie hat dort nichts verloren. Ebenso geschmacklos ist?/war es, Bundeswehrsoldaten für VDK-Sammelaktionen loszuschicken (freiwillig?). Ich habe als VDK-Mitglied vor ca. 2 Jahren solche eine Zweiergruppe, welche bei uns klingelte und verlegen um die VDK-Spende bat, nach einer freundlichen Erklärung meine Ablehnung einer Spende mitgeteilt. Das ist eine absolute Gefühl- und Geschmacklosigkeit, BW-Soldaten loszuschicken, damit diese auch für ihre eigenen pot. Gräber sammeln...


    diese sogenannte "Geschmacklosigkeit" ist untrennbar mit der Satzung, Geschäftsordnung und dem Leitbild des Volksbundes verbunden:


    Quote

    ...Darüber hinaus unterstützen wir das würdige Andenken an alle, die im Dienst der Bundesrepublik Deutschland
    in Auslandseinsätzen das Leben verloren haben.
    [...]
    ... kooperieren bundesweit ... mit der Bundeswehr, den Reservisten und Verbänden der Traditionspflege


    Es wäre somit befremdlich, hier eine Veränderung zu wünschen. Das käme einer Trennung des kirchlichen Marmorbeckens vom dafür vorgesehenen Weihwasser gleich!




    Zu den hier entbrannten Diskussionen zur Abdankung des Pastors Meckel kann ich nur anmerken, dass man sich doch bitte mit überflüssigen Äußerungen wie "linksradikal", "militant pazifistisch" (welch ein abstruser Begriff!) zurückhalten sollte. Auch der Begriff "feldgraues Pack" ist - zumindest bei Google" - nicht bekannt. Ich kann Justus nur beipflichten, dass man doch bitte Ross und Reiter nennen sollte, nach welchen so eine Formulierung auf Hinweisschildern irgendwelcher Art auf Soldatenfriedhöfen geplant gewesen sein sollte. Das ist schier unvorstellbar!


    die Kritik ist berechtigt, manchmal verwechsel ich wohl Stammtisch und Forum. Selbstverständlich darf kein Amtsträger so tituliert werden, ich korrigiere das auf einen "hyperaktiven autoritären Bürgerrechtler",
    dessen Reformeifer dem Volksbund schwer zugesetzt hat. Dank Vizepräsident Wolfgang Schneiderhahn, General a.D. ist auch innerhalb von 48 Stunden wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt.


    Bitte nicht immer all meine selbstkreierten Euphemismen a la "feldgraues Pack" wörtlich nehmen. Selbstverständlich sollten diese Worte so nicht auf irgendwelchen Schildern erscheinen!.
    Du solltest die Fähigkeit haben, zwischen den Zeilen zu lesen. Leider kann ich keine Interna oder Dokumente aus meinem Netzwerk hier einstellen (Kohl'sches Ehrenwort!),
    aber man sollte wissen, das so manche "stramm erzieherische" Friedhofstafel und Gräberklasssifizierung (Täter/Opfer - "Wer hat wen erschlagen") in Planung war bzw. derartige Vorhaben erfolgreich unterbunden wurden.


    Man sollte den großen konservativen "Tanker" Volksbund nicht mit einem Land vergleichen, wo praktisch über Nacht eine "Aufklärungskultur" durchgepeitscht werden kann.
    Pünktlich gestern Nacht wurde folgender Passus aus dem Leitbild entfernt:

    Quote

    Wir erkennen und benennen den Zweiten Weltkrieg als Angriffs- und rassistisch motivierten Vernichtungskrieg, als ein vom nationalsozialistischen Deutschland verschuldetes Verbrechen.


    Für viele ein scheinbar harmloser Satz, für manch konservativen Bürger jedoch eine nicht hinnehmbare Zumutung. Impliziert die Aussage doch nahezu eine individuelle moralische Bewertung,
    der eigene Opa landet unschuldig im großen verbrecherischen Kartoffelsack. Mit solch" neumodern Experimenten" hat man enorme Geldgeber verschreckt und für hohe Austrittszahlen gesorgt.
    Eine der tollsten von hunderten pädagogischen Kapriolen unter Herrn Meckel.



    Wie dann das langfristige Aufgabenspektrum des VDK aussehen sollte (Gräberpflege, Aufklärung, etc.), darüber kann man trefflich streiten. Letztlich ist das jedoch eine Frage des politischen Willens - und der davon abhängigen Finanzausstattung.


    Man hat darüber trefflich gestritten, mit einem glatten 16 zu Null Resultat.
    Der Volksbund fährt wie in heutiger Email angekündigt jetzt wieder in ruhigen Gewässern. Die immens teure Aufklärungsarbeit über das gewohnte Maß hinaus wurde zusammengestrichen,
    die Gelder werden wieder für die Arbeit ausreichen, es erfolgt keine lärmende Bettelei im Bundestag. "und das ist auch gut so", würde ein ehemaliger Oberbürgermeister dazu sagen.
    Ein Aufgabenspektrum gar mit staatsanwaltlichen Befugnissen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, das würden nur die ärgsten Weltverbesserer herbeisehnen.



    Gruß
    Udo

    Hallo Justus,


    im Gegensatz zu dir ist mir bekannt, was denn da so "erzieherisch" und bußgerecht erstmals seit 97 Jahren auf den schönen Schildern stehen sollte.
    Von daher wirst du mir meine hämische Freude nicht nehmen können ;)
    Den Vergrabenen bleibt die Titulierung "feldgraues Pack" gottlob erspart, nur das zählt


    Gruß
    Udo

    Hallo Markus,


    ich möchte keine weiteren Internas breittreten, die bereits geposteten Links sollten für sich sprechen:
    Für die einen war der Sturz eine böse Intrige einer kleinen gewissenlosen Verschwörerclique,
    für andere war es das längst überfällige Entmachten eines völlig rastlos agierenden Pazifisten.


    Sollen wir uns hier ernsthaft drüber unterhalten, was da so auf den Schildern stehen sollte, die "informieren" sollen?
    Wenn Du dich mit dem Thema beschäftigen würdest, wäre dir die militant pazifistische Reformspur des Herrn Meckel
    nicht verborgen geblieben. Alles wurde gnadenlos weichgespült - Liedergut, Straßennamen, Trauerveranstaltungen - in jeder Stadt erfolgte der Handschlag
    mit linksradikalen Vereinen. Für meinen Geschmack einfach nur empörend, borniert und anmaßend - der pädagogische Umbau eines eifernden Pazifisten.


    Quote

    Meckel will „dringend notwendige Reformen“ umsetzen. Ein Beispiel: Für neue Schilder auf 60 Kriegsgräberstätten sollen 1,4 Millionen Euro investiert werden. Da die „Erlebnisgeneration“ aussterbe, müsse man sich neben der Gräberfürsorge noch stärker auf „Informieren und Gedenken, auf Jugendarbeit“ ausrichten, fordert Meckel. Doch die Landesverbände haben das Projekt gestoppt. Sie haben eine Haushaltssperre verhängt. Meckel findet das „verheerend“. Die Reformen würden „behindert“ werden, kritisiert er.


    volksstimme.de...


    Gruß
    Udo

    Hallo Bert,


    eine absehbare Entscheidung, die Meckel'schen Visionen mit gnadenlosem Umbau zur volkspädagogischen Täterforschungsinstitution sind damit gestoppt. Es kehrt wieder Ruhe ein, die ursprüngliche Arbeit mit Versöhnung über den Gräbern kann weitergehen. Keine Täterkennzeichnungen der Gräber mehr, keine Schuldhinweisschilder mehr, für 500.000€ pro Friedhof.


    Ich freue mich und kann erneut Mitglied werden
    Gruß
    Udo

    Hallo,


    ein zum Thema gehöriger Zufallsfund in den Weiten des Netzes. Eine Schweizerin colorierte hunderte Bilder aus der Besatzungszeit in Russland,
    aus WH-Fotoalben stammend, die sie auf deutschen Flohmärkten erstanden hatte. Absolut sehenswert, wie ich finde.


    http://geschichte-wissen.de/foren/viewtopic.php?f=74&t=4213



    Gruß
    Udo