Posts by Andre

    Hallo,


    östlich von Geesthacht liegt die Stadt Lauenburg mit der dortigen Kriegsgräberstätte. Dafür gibt es leider keine Liste im Netz, aber die Mehrheit der Gefallenen der Kämpfe im April/Mai 1945 an diesem Elbe-Abschnitt wurden dort beerdigt. Sie wurden nach dem Krieg dahin umgebettet. Auch aus dem (heutigen) Geesthachter Ortsteil Tesperhude wurde nach Lauenburg umgebettet. Zu Geesthacht direkt habe ich keine Informationen. Man wollte aber wohl viele Opfer zentral in Lauenburg haben. Lediglich auf einem Dorffriedhof liegen noch gefallenen Soldaten aus diesen Tagen. Es gibt in den umliegenden Dörfern, Feldern und Wäldern sonst aber keine (Feld-) Gräber der letzten Kämpfe mehr. Man findet sie entweder in Lauenburg und einige wenige wurden in Heimat überführt. Ich befürchte die Heimatübeführten wurden privat bestattet und diese Gräber haben keinen Status als Kriegsgrab erhalten und sind damit heute verloren. Vielleicht die Lösung für das hier vorliegende Problem?

    Die Überführungen sind offenbar nicht mit heute vergleichbar. In mind. einem Fall kam der Vater 1947/1948 mit einem Pappkarton und fuhr dann wieder mit dem Zug zurück.


    Für Geesthacht gibt es auf der sehr informativen Seite "Onlineprojekt Gefallenendenkmäler" die nachfolgenden Informationen:


    Geesthacht (2. Weltkrieg), Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein (denkmalprojekt.org)


    In der Nähe liegt Hamburg-Bergedorf und auch dafür kann man eine Liste auf der o.g. Homepage einsehen:


    Hamburg-Bergedorf (Friedhof) (denkmalprojekt.org)


    Die deutsche Seite schaffte die verwundeten Soldaten (und auch Zivilisten) der Kämpfe Ende April/Mai 1945 u.a. nach Hamburg-Bergedorf, Geesthacht, direkt in die Lazarette und das Krankenhaus in Lauenburg und bestimmt auch nach Norden nach Ratzeburg, Mölln etc.


    Die britische Seite schaffte die ersten verwundeten deutschen Gefangene über die Elbe nach Lüneburg und daher liegen auch auf der dortigen Kriegsgräberstätte Gefallene dieser Kämpfe. Später wurden Lazarette in Lauenburg genutzt.


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,


    ich möchte das Thema wieder hervorholen und für eine Frage nutzen.


    Ich suche Literatur zu den Werferverbänden in der Normandie.

    Gibt es da Memoiren oder Sachbücher oder sind gut versteckte Artikel in Nachkriegsperiodika (Mitteilungsblätter etc.) bekannt?

    Ich finde nichts! ;(


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,


    auf der NARA Rolle T-78 R-946 finden sich Stellenbesetzungslisten der Heeres-Artillerie und Werfer-Einheiten mit Stand 1945.


    Die Abkürzung einer Funktionsbezeichnung bereitet mir Kopfschmerzen, ich kann sie nicht auflösen:


    "Nachf.-Offz"


    Wer weiß was es heißt?


    Bei den Werfern steht:


    Bttr.-Fhr.= Batterie-Führer

    B.-Offz. = Beobachtungsoffizier

    Nachf.-Offz. = ???


    Tatsächlich scheint jede Werfer-Batterie einen solchen Offz. gehabt zu haben, insg. haben diese Batterien dann auch 1945 noch drei Offiziere.



    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Zambone,


    wann ist Dein Opa geboren?

    Vielleicht magst Du uns auch den Nachnamen verraten, dann wird es vllt. leichter.

    Der Vorname ist wohl Heinz?


    Aber ich würde mich schon über ein Geburtsdatum freuen.


    Sven30: Pz.Rgt. 5?! Du bringst Zambone noch ganz durcheinander. :0)


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,


    man möge mich korrigieren, aber ich meine es waren die nachfolgenden (Panzer-) Sf.-Batterien "bei Caen" bzw. in der Normandie im Einsatz:


    21. (Sf.), 22. (Sf.) und 23. (Sf.) Werfer-Lehr-Regiment 1


    21. (Sf.), 22. (Sf.) und 23. (Sf.) s. Werfer-Regiment 2


    21. (Sf.) und 22. (Sf.) WR 83


    21. (Sf.) und 22. (Sf.) WR 84


    21. (Sf.), 22. (Sf.) und 23. (Sf.) s. WR 14


    21. (Sf.), 22. (Sf.) und 23. (Sf.) WR 54


    Die Werfer-Regimenter hatten je drei Abteilungen und die Sf.-Batterien wurden den Abteilungen direkt und häufig auch sehr dauerhaft unterstellt bzw. eingegliedert. Nur bei den WR 83 und 84 ging eine Abteilung leer aus.


    Mir ist jedoch unklar ob sie alle den "Panzerwerfer 43 auf Maultier-Fahrgestell" verwendeten.


    Viele Grüße

    Andre


    P.S. Ein Exemplar steht im franz. Panzer-Museum in Saumur, s. Bild.

    Hallo,


    in dem Werk "Die dt. Fallschirmtruppe 1942-1945" von Hans-Martin Stimpel nennt der Autor im Quellenverzeichnis die nachfolgende Quelle aus dem BAMA (s. Seite 520):


    Fallschirmjäger-Pz.Jg.Abt. 5 (mot.), 5. FJ-Div., Abt. Ia, Az 19c, KTB v. 29.06. - 12.07.1944, BAMA, RL 33/95


    Diese Quelle könnte vielleicht Auskunft geben, liegt sie jemandem vor?


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Jan,


    das ist der Nachfolger oder die Fortsetzung oder die Ergänzung von: "No Triumphant Procession: The Forgotten Battles of April 1945" aus den 90er Jahren von gleichen Autor.


    Magst Du das Inhaltsverzeichnis hier posten?


    Viele Grüße

    Andre



    Hallo,


    die Ärmelstreifen könnten eine Hilfe sein. Ich meine jetzt bereits erkennen zu können das der eine Ärmelstreifen einen Totenkopf zeigt und der andere den Namenszug des Führers.


    Einer war also mal bei einer Totenkopf-Einheit und der andere bei der Leibstandarte "AH".

    Der Totenkopf könnte zu Pfaff führen.


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,


    zum Thema "Sprengfalle an Leiche" einmal ein (Warn-) Hinweis aus dem Feindlagebericht (Intelligence-Summary) Nr. 435 v. 01.07.1944 des 30. britischen Corps. Demnach war sogar eine deutsche und damit "eigene" Leiche vermint worden und bereits in Afrika wäre eine solche Praxis beobachtet worden.


    Die Koordinaten weisen auf einen Flecken Erde zwischen Cristot und Fontenay-le-Pesnel westlich der heutigen D217.

    Zum selber nachprüfen: The "Coordinates Translator" (echodelta.net)


    Nachdenkliche Grüße

    Andre


    P.S. Die unter a) gennannte Appendix C zeigt eine "herkömmliche" Minenfalle im Heckengelände.

    Files

    Hallo,


    tatsächlich ist das Schicksal der beiden Batterien eng miteinander verknüpft.

    Die Marine-Batterie St. Marcouf liegt vor der Heeres-Batterie Azeville, daher konnte Ohmsen "Feuer auf die eigene Stellung" anfordern. Umgekehrt funktionierte es nicht.

    Ich meine ein gravierender Unterschied ist in St. Marcouf setzte sich der Kommandant mit den Marschfähigen erfolgreich ab, in Azeville kapitulierte er und (kleine) Teile der Marschfähigen setzten sich offenbar ohne ihn ab.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo John,


    auch bei Paul Carell "Sie kommen" findet sich ein Kapitel zu Ohmsen und seiner Batterie.

    Die Grenadiere der 6./GR 919 der 709. ID waren infanteristische Nahsicherung der Batterie.

    Bei der Erstellung des o.g. Buches von Keusgen lebte der Kp.Chef noch. Er verweigerte jedoch die Zusammenarbeit.

    Ich meine dagegen bei Carell wirkte er (noch) mit.


    Dein Vater müsste dann in Cherbourg in Kgf. geraten sein oder er verblieb als Verwundeter in der Batterie und geriet dort in Kgf.???


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,

    ich hoffe ich liefere keine alten Hüte, aber in meinen Unterlagen habe ich Auszüge aus dem britischen Intelligence-Summary No. 232 v. 05.04.1945 des 12. Corps gefunden.


    Darin heißt es:


    Personalities in the embryo 11 Para Div have been given:


    Comd 11 Para Div: Col Gericke

    1a: Oblt Marker

    Comd 37 Para Regt: Lt-Col Schaller

    OC I Bn: Capt Adryan

    OC II Bn: Maj Taube (left)

    2iC: Capt Huber

    zbV Coy: Capt Kraft

    Comd 38 or 39 Para Rgt: ?Lt-Col Meuth


    Ebenfalls vermerken die Briten das nach PW-Aussage und Blick in ein Soldbuch das 38 Rgt. das dritte Mal seinen Namen gewechselt hätte und ab 25. März nun das 62 Para Rgt wäre.


    Wenn man dann Ingos Ausführungen liest, das die Briten die 21 Para Div lange für die 11 Para Div gehalten haben, dann beschreiben die Briten oben die 21 Fsch.Jg.Div.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Dello,


    ist müsste sich um die 277. Volks-Grenadier-Division handeln. Die 277. Infanterie-Division hatte nur eine (verstärkte) Panzerjägerkompanie mit vier Zügen und die ging im Kessel von Falaise unter. Ab 09/1944 erfolgte die Neuaufstellung als Volksgrenadier-Division und die neue Panzerjägerabteilung war die Panzerjäger-Abteilung 1574 die man einfach umbenannte.


    siehe hier:

    Lexikon der Wehrmacht (lexikon-der-wehrmacht.de)


    Zur Panzerjäher-Abteilung 1574 heißt es im Lexikon der Wehrmacht:


    Panzerjäger-Abteilung 1574

    Aufgestellt am 25. August 1944 in Ungarn mit zwei Panzerjäger-Kompanien und der Sturmgeschütz-Abteilung 1574 für die 574. Volks-Grenadier-Division. Die Abteilung wurde noch in der Aufstellung am 5. September 1944 in Panzerjäger-Abteilung 277 umbenannt. siehe hier: Lexikon der Wehrmacht (lexikon-der-wehrmacht.de)


    Demnach Sturmgeschütze und ganz vielleicht verstecken sich da schon die ersten Hetzer in den Panzerjägerkompanien?

    Es gibt hier Hetzer-Fachleute die das beantworten könnten :0)


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,


    in der Sammlung des United States Holocaust Museum stieß ich auf das Buch von Willi Prüssing: "Du weisst ja nicht, welche Ehre es ist..."

    Es sind wohl Erinnerung und sie werden dort der Leibstandarte zugerechnet. Leider gibt es dort kein Inhaltsverzeichnis oder eine Inhaltsangabe. Auch im Netz finde ich nichts dazu.


    Kennt jemand das Werk und mag sich dazu kurz äußern?


    Link:

    Du weisst ja nicht, welche Ehre es ist-- : Erinnerungen / von Willi Prüssing. - Collections Search - United States Holocaust Memorial Museum (ushmm.org)


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,


    ein sehr interessantes Thema. Im britischen Nationalarchiv in Kew bei London gibt es einen Aktenbestand der nennt sich "Escape Reports". Einfach erklärt: alle die es schafften wurden verhört und mussten ihre Flucht beschreiben.

    Die Ober-Signatur ist WO 208 und eine Akte wäre z.B. WO 208 3326. Darin einige Angehörige der 1st Airborne Division. Es hatte sie bei Arnheim erwischt, aber sie wollten sich damit wohl nicht abfinden.


    Mir liegt dieser Bestand nicht vor. Ich habe ihn aber einmal eingesehen bzw. durchgeblättert und mir Notizen gemacht. Bis 1944 erwartungsgemäß viele Flugzeugbesatzungen bzw. einzelne Angehörige der div. Commonwealth Air-Forces. Ab 1945, auch verbunden mit Evakuierungsmärschen, alle Waffengattungen.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Celine,


    wenigstens in der ersten Kriegshälfte versuchte die "Heimat", meistens in Form der Partei, Kontakt zu den Soldaten an den versch. "Fronten" zu halten. Das geschah häufig mit einem Mitteilungsblatt oder Rundschreiben. Je nach Engagement der Verantwortlichen (später auch nach der Verfügbarkeit von Papier) nur auf Kreisebene, aber manchmal auch bis hinunter zum einzelnen Dorf bzw. wie immer die Partei regional gegliedert war. Für den Bezug konnten sich die Soldaten registrieren lassen oder es geschah nahezu automatisch. Dem Verantwortlichen lagen alle Feldpostnummern der Soldaten für den Versand vor. Es lag in der Verantwortung des einzelnen Soldaten Änderungen der Feldpostnummer dem Verantwortlichen mitzuteilen. Eine Veröffentlichung der Feldpostnummern im Mitteilungsblatt zwecks Briefwechsel unter den Soldaten bzw. mit Daheimgebliebenen war verboten, erfolgte aber dennoch in Einzelfällen. Die Feldpostnummern konnten aber beim Verantwortlichen abgefragt werden.


    Der Verantwortliche fungierte meistens unter dem Begriff "Schriftleiter" und war ein Parteifunktionär. Bei ihm sammelten sich viele Briefe der Soldaten, denn in den Mitteilungsblättern wurde massiv dafür geworben an den "Schriftleiter" zu schreiben um Grüße (an alle Leser) zu übermitteln oder von den Siegen zu berichten. Er veröffentlichte dann auszugsweise.


    Im Laufe der Zeit wird dort ein großer, interessanter Bestand zusammengekommen sein. Einzelne Exemplare oder komplette Sätze der Mitteilungsblätter von der Heimat an die Front sind erhalten und auch in Archiven verfügbar. Hier kann man bereits viele Informationen über einzelne Soldaten gewinnen, denn es heißt häufig: "Erwin Bömmelmann grüßt alle aus der heißen Wüste, er hält Rommel mit seiner Flak die Tommy-Flieger vom Hals" oder dergleichen. Einige Schreiber (darunter auch versetzte Beamte und Funktionäre fern der Heimat) schrieben weniger allgemein. Da berichtet dann Karl-Gustav Schlawuttke: "...von der schlimmen Judenplage im besetzen Polen, aber der Führer würde ja jetzt für Ordnung sorgen". Nach 1945 wollte niemand mehr an solche Äußerungen erinnert werden und diese Mitteilungsblätter wurden vernichtet. Wie geschrieben haben dennoch einige überlebt.

    Mir ist jedoch kein überlebender bzw. archivarisch erhaltener Gesamtbestand eines Schriftleiters bekannt. Als Parteifunktionär wird er sich rechtzeitig von allem frei gemacht haben.


    Übrigens, auch Unternehmen und Verwaltungen hielten auf diese Weise Kontakt zu Ihren Mitarbeitern. Sollte es vor Ort ein größeres Werk oder eine große Verwaltung gegeben haben, so lohnt eventuell auch ein Blick in das jeweilige Archiv dort.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Roger,


    vielen Dank für die Info. Die Karteikarte ist ein aussagekräftiger Beleg. Ich werde Hartdegen dann weiterhin bei mir als O1 führen. Ich bin gespannt was vielleicht (auch langfristig) noch zu Hübner herauszufinden ist.


    Viele Grüße

    Andre