Posts by Andre

    Hallo,

    Sönke Neitzel verweist in seinem Werk darauf, dass die Generäle zu keinem Zeitpunkt davon ausgingen abgehört zu werden. Sie hielten demnach die clubartige Atmosphäre in Trent Park für angemessen und meinten genau so müssten gefangene Generäle behandelt werden.


    Die Briten hörten ja nicht nur Generäle ab. Die zweite Werk von Sönke Neitzel: "Soldaten: Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben" sowie Falko Bell: "Britische Feindaufklärung im Zweiten Weltkrieg: Stellenwerk und Wirkung der Human Intelligence in der britischen Kriegsführung 1939-1945" geben darüber Auskunft.


    Alle Personen von Interesse wurden abgehört. Die Generäle in Trent Park dauerhaft, das "Fußvolk" manchmal nur tageweise in speziellen Verhöreinrichtungen.

    Falko Bell arbeitet sich an drei interessanten Fallbeispielen ab: der Luftschlacht um England, der Abwehr der Vergeltungswaffen (inklusive der Bombardierung von Peenemünde) und der Einschätzungen zur deutschen Moral. Er bezieht natürlich auch stark die klassischen Verhöre mit ein.


    Das Ziel der "Human Intelligence" war u.a. das Kennenlernen der "Taktiken und Methoden" des Feindes und die Königsdisziplin war die "Warning Intelligence".


    Viele Grüße

    Andre



    Hallo Thilo,

    hallo Rätselfreunde,


    richtig, es ist ein Sowjetstern zu sehen. Damit passen die Bilder nicht zum angeblichen Schauplatz. Es sind sowjetische Panzer, die da im vermeintlichen Nordfrankreich gejagt werden. Aber "Lend-and-Lease" lief nur in eine Richtung! :)


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,


    schaut Euch mal die letzte Ausgabe Nr. 18/1944 vom 30.08.1944 an.

    Bereits in der editierten und kommentierten Sonderausgabe aus den 70iger Jahren wurde auf den prägnanten Bildfehler im Artikel "Von der Front in Nordfrankreich - Panzerschreck gegen Shermans" aufmerksam gemacht.

    Das fiel mir beim Betrachten gerade wieder ein. Wer entdeckt ihn?


    Viele Grüße

    Andre


    P.S.

    Danke für den Link!

    Guten Abend,


    der Übergang nach 12 Jahren von der WH in den ö.D. mag für junge Berufseinsteiger und Schulabgänger attraktiv gewesen sein. Aber die Wehrmacht stand im Krieg vor dem Problem ganz viele Soldaten zu haben, deren erste Wahl eben nicht der Soldatenberuf war und die man auch nicht mit dem anschl. ö.D. locken konnte. Die hatten alle schon eine Berufsausbildung und oft jahrelange Berufserfahrung in ihrem "Lehrberuf" (schließt Studium jetzt mal mit ein). Die wollten zurück in ihren Beruf.

    Diese Eingezogenen wollte die WH dennoch irgendwie binden. Diese Bemühungen werden in dem o.g. Buch u.a beschrieben. Dazu gehörten eben auch finanzielle Fragen. Beispiel: Der lebensältere verheiratete Handwerksmeister (weißer Jahrgang) mit drei Kindern wird als einfacher Soldat eingezogen. Bekommt er nun den Sold der für einen wehrpflichtigen jungen einfachen Soldaten gedacht war? Dann bricht finanziell bei ihm alles zusammen! Dem musste Rechnung getragen werden, alleine um die Motivation zu erhalten. So konnten Zusatzleistungen auf Antrag gewährt werden.


    Es gab auch 12jährige Verpflichtungen mit der Wahlmöglichkeit anschließend:


    a) Übergang in den öffentlichen Dienst (Bahn, Post, Zoll, Polizei, allg. Verwaltung etc.)


    b) Wehrbauer im Osten


    So gesehen von mir in einer Verpflichtungserklärung bei der W-SS 1940 und es war Wehrbauer angekreuzt. Der Freiwillige überlebte und wurde dann kein Wehrbauer!

    Er arbeitete in seinem kfm. Lehrberuf weiter.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Alexander,

    genau dieses und andere Themen werden ausführlich in dem Buch:


    "Menschenmaterial" von Christoph Rass


    behandelt.


    Ich hatte es mir einmal via Fernleihe über meine Bücherei kommen lassen.


    Als Grund für eine Verpflichtung ist mir z.B. die bessere Hinterbliebenenversorgung im Gedächtnis geblieben. Auch bessere Beförderungsmöglichkeiten waren im Spiel.

    Wenn mich nicht alles täuscht wurde auch massiv eine Verpflichtung "für die Dauer des Krieges" beworben, also ohne Begrenzung. Man rechnete aber mit weniger als 12 Jahren. Im Fall des Endsiegs wäre man dann sofort wieder Zivilist geworden, das kam vielen "Gezogenen" mehr entgegen als eine zwölfjährige Verpflichtung (womöglich) über den Sieg hinaus und (lange) in den Frieden hinein. Viele (unfreiwillige) Soldaten hatten einen Zivilberuf und wollten den gerne wieder ausüben.


    Aber lese doch selber in dem Buch nach!


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Jörg,


    fahre bloß nicht nach Duxton! Wo immer das liegt...???

    Sonst gibt es auch ernste "Abweichungen zu den Angaben von Örtlichkeiten", fahre bitte nach Duxford!


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Anhalter,


    ich weiß nicht was Du ausgeben möchtest. Aber die neueste Auflage der "Weserlinie" kann man bestimmt noch bei Herrn Kleinebenne erwerben.

    Er steht im Telefonbuch von Petershagen.


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,

    nach den sehr schönen Listen der Luftwaffenoffiziere der beiden Herren de Zeng und Stankey käme da ein Richard Kern in Betracht, der allerdings am 10.06.41 als Oberleutnant mit seiner JU 88 der 2.(F)/Aufkl.Gr. 123 über Alexandria verloren ging.


    siehe hier: http://www.ww2.dk/lwoffz.html


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,

    die Inseln waren "entmilitarisiert". Das war den Deutschen auch so mitgeteilt worden. Der Luftangriff fand satt, um die Evakuierung zu unterbinden (lt. Mortal).

    Hier wird ein Hauptmann Gussek erwähnt, ebenfalls kein Marinedienstgrad: https://www.jersey.com/de/die-…e-der-deutschen-besetzung


    Hier Fotos der ersten deutsche (Luftwaffen-) Soldaten auf Jersey:https://www.theislandwiki.org/index.php/The_Germans_arrive


    Ich würde gerne die Verleihungsbegründungen für die EK-Verleihungen an die Mariner lesen. 8):whistling::saint:


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,


    bei Mortal: "Handstreich auf Granville" ist die bemerkenswerte Besetzung von Guernsey durch Hauptmann Liebe-Pieteritz per Flugzeug kurz geschildert. Aber zu Jersey schreibt Mortal nur: "Im Morgengrauen des nächsten Tages war ein Flugzeug über dem Flugfeld von Jersey eine Botschaft ab. Dabei handelte es sich um ein Ultimatum. (…) Der Insel wurde befohlen, weiße Fahnen und Abzeichen zu zeigen, widrigenfalls sie schwer bombardiert werden würde. (…) Die Deutsche warteten den Ablauf des Ultimatums aber gar nicht ab. Gegen Mittag des 1. Juli erzwangen sie die Landung. Die Insel war mit weißen Fahnen übersät."


    Wer und wie die "Landung" erzwungen wurde schreibt der versierte Autor leider nicht.

    Offensichtlich gab es aber einen Wettstreit zwischen den Teilstreitkräften die Inseln zu besetzten. Lt. Mortal liefen Planungen die Inseln mit Marine- und Landstreitkräften zu besetzen. Diese sollten auf dem Luftweg dorthin gebracht werden. Die Luftwaffe wollte sich aber wohl nicht ganz mit ihrer Statisten- und Transportrolle zufrieden geben. Mortal verortet den gewaltlosen "Eroberer" von Guernsey, den Hauptmann Liebe-Pieteritz, bei der Luftflotte 3 und das Flugblatt mit der o.g. Botschaft trug demnach die Unterschrift von General von Richthofen, Befehlshaber des VIII. Fliegerkorps.


    Vielleicht durfte die Marine dann bei Jersey federführend zum Zuge kommen?


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,

    hallo Michael,


    ich hatte vor einiger Zeit hier schon einmal Fotorückseiten gepostet:


    208. Infanterie-Division


    Nun habe ich das WE genutzt und meinen Schuhkarton weiter durchsucht und Freunde und meine Mutter mit Hilfegesuchen bei der Entzifferung alter deutscher Schrift belämmert.

    Jetzt bin ich der Meinung das die angehängten drei Fotorückseiten miteinander zusammenhängen. Sie stammen alle aus einer großen Grabbelkiste von irgendeinem Trödelmarkt.

    Ich meine weiter sie gehören alle zur 208. ID, nicht nur weil es "II./IR 337" heißt, sondern weil auf der anderen Fotorückseite steht:


    "Nach der Besichtigung mit Witt und Sz…(?) und meinem derzeitigen Pferd, ?????, März 41."

    In der schönen Stellenbesetzungsliste von Michael gibt es glatt einen Witt in der 5./337.


    Die dritte Rückseite sollte die gleiche Handschrift sein, es heißt: "???????? in meinem Zimmer, ?????? (wieder dieser Ort) III.41."

    Das erste Wort hat vielleicht etwas mit Selbstauslöser zu tun? "Auto...." Könnte ein frühes Selfie sein!


    Geht jemand mit?


    Viele Grüße

    Andre



    Hallo,

    das Gruppenbild ist bestimmt in der Gefangenschaft entstanden. Es ist ein "bunter" Haufen zu sehen, ich meine einen


    • Angehörigen der Luftwaffe (Lw-Adler auf Brust)
    • einen Sturmpionier (Ärmelabzeichen)
    • einen Gebirgsjäger (Ärmelabzeichen)
    • einen Panzermann (Totenköpfe auf Kragen)


    zu erkennen.


    Viele Grüße

    Andre

    Hallo,

    ich lehne mich hier jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte die WASt irrt sich.

    Der Großvater war bei der 15. (PWK) 30. Das "PWK" heißt nicht "Panzer-Werkstatt-Kompanie", sondern "Panzerabwehr-Wurf-Kanone".

    Das war eine experimentelle Panzerabwehrwaffe, siehe hier: http://www.lexikon-der-wehrmac…rseitenneu/8-cmPAW600.htm


    Tatsächlich wurden genau zwei solcher Kompanien von den Briten dort im April 1945 festgestellt, die obige rechneten sie dem PGR 30 zu.


    Viele Grüße

    Andre

    Guten Abend,

    ich habe noch einmal eine Fachfrage bzw. möchte Eure Meinung hören. In Ermangelung deutscher Stellenbesetzungslisten kann man ja alternativ auf (west-) alliierte Aufklärungsberichte zurückgreifen.


    Dort heißt es dann im Jahre 1944 an der Westfront:


    O.C. 6 Coy Hauptmann Müller

    2.i/c 6 Coy Leutnant Meyer (alternativ auch gerne Coy Officer)

    Pl. Comd. 6 Coy Leutnant Schulz


    Coy ist immer "Kompanie"

    O.C. ist der "Officer Commanding" = Kompaniechef

    2.i/C heißt "second in charge" = zweiter Mann in der Befehlskette

    Coy Officer heiß "Kompanieoffizier"

    Pl.Comd. ist Zugführer


    Soweit klar!


    Meine Frage:

    Lief da tatsächlich Mitte 1944 ein Kompanieoffizier mit? Welcher Luxus!? Die Definition Kompanieoffizier bei der BW übrigens hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kompanie_(Militär)

    Das ist doch eine angelsächsische Definition. Gab es sowas in der WH? Das kann man machen wenn man viele Offiziere hat, aber 1944?

    Ist mit "2.i/c" und/oder "Coy Officer" nicht vielmehr der Zugführer 1. Zug und damit Stellvau Kp.Chef gemeint oder wenigstens ein Zugführer?


    Viele Grüße

    Andre