Posts by suchosju

    Hallo Wolfgang,


    danke für deine Antwort - die Sterbebilder waren von August-September 1942 - leider bin ich bisher auch nciht weiter gekommen, um das ukrainische Woronisch gab es weit und breit leider auch keine Geb.Jg.....

    Auch Versprengte wären sehr unwahrscheinlich.

    Naja.


    Grüße Ju

    Hallo Herbert,


    vielen Dank für deine Antwort - danke für den Hinweis dass es sich auch um ein anderes Woronesh handeln könnte, dem werde ich nachgehen.

    Die weite Umgebung (300km um das bekannte Woronesh gab es auch keine Gebirgsjäger)


    leider habe ich keine weiteren Angaben die helfen könnte....


    Trotzdem vielen Dank


    Grüße Ju


    Hallo zusammen,


    Thilo hat Recht - 1934 war er ja noch im Reichsheer, ab 35 dan bei der WH - den Soldaten wurden erst im/kurz vor dem Einsatz ihre Marken ausgegeben, solange blieben die Marken bei der Einheit und nicht beim Soldaten. Also hat er keine bekommen, sondern erst als er bei der 2. Gebirgs-Division war und es in den Einsatz ging. Da die 2.Geb.Div. erst im April 1938 entstand, wird er da er ja noch 1939 laut Lohnsteuerkarte arbeitete, erst s kurz vor bzw. nach Kriegsbeginn zu der 2.Geb.Div. gekommen sein.


    Er wird dann 1936 in Reserve gekommen, sprich Reservist geworden sein um bei Bedarf wieder "zurückgeholt" werden zu können. Für 1938 u. 39 übt er ja laut Lohnsteuerkarte noch seinen Beruf "Kraftfahrer" aus. Ist als noch "Zivilist".




    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    ich bin mehrfach über Gebirgsjäger im Raum Woronesch gestolpert, zum einem habe ich eine Erwähnung eines Gebirgsjägers-Offz. welcher dort verwundet worden ist (der aber nirgends erwähnt wird , zu finden ist,, der Name ist Steichele, zu Kriegsende Hptm.1938 GJR 99, später mit 3.GebDiv. in Narvik ), Einheit zu Zeitpunkt der Verwundung ist allerdings nicht bekannt, - )

    außerdem im Internet bis jetzt drei Sterbebilder gefunden mit den Angaben Todesort Woronesh und Geb.Jg.Rgt. 98 .


    Ich habe aber bis jetzt keine offiziellen Angaben auf Lagekarten und auch in den Armeekorpsberichten usw. finden können.


    Weiß da jemand evtl. mehr? Gab es da kleinere Gebirgsjäger-Einheiten welche evtl. dorthin abgegeben worden sind???



    Ich stehe leider komplett auf dem Schlauch... Wäre schön wenn jemand helfen könnte.


    Versuche den Werdegang des Hptm. Steichele etwas zu rekonstruieren, leider bislang mit wenig Erfolg.


    Schönen Tag


    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    er trägt auch Reithosen mit Lederbesatz für Gesäß und Beiinnenseiten. Meist trugen Offiziere solche Hosen, Uffz. eher selten.

    Für damalige Zeiten ist er doch sehr stämmig gebaut wie ich finde.

    Das Ärmelabzeichen wird wie Eumex schrieb wohl ein Funkerabzeicchen sein, ein Ärmelschild liegt eigentlich viel höher an der Schulter.


    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    anbei der bis dato bekannte Aufbau des




    ROB Rgt. Lenggries

    † = Im Kampf gefallen


    Kdr.

    Oberst Sachs, Otto


    Stellv.

    Major Limmer



    Stabs-Offz. :

    OL Lohrscheidt

    L. Dormann



    I. Bataillon



    Btl. Kdr. Major Limmer / Nachf. Hptm. Schwaben

    Adj. OL. ?




    1.Inspektion/Komp. (Marine-OA)


    Kp.Chef Hptm. Duppel,Martin † / Nachfolger L. Günther Thiele


    Spieß Hfw. Oskar Hilfinger


    1. Zug OFw. Wirschmied †
    2. Zug OL. Nichterlein †
    3. Zug StFw. Schlag †





    2. Inspektion/Komp. (Heer-ROB)


    Kp.Chef OL. Lohrscheidt / Nachfolger OL. Birkele


    Spieß OFw. Wildenhof,Fritz


    1. Zug L. Jahn †
    2. Zug Fw. Egger †
    3. Zug Fw. Schäfer † / später Uffz.Groß




    3. Inspektion/Komp. (Heer-ROB)


    Kp. Chef OL. Rahn


    Spieß OFw. Thoma


    1. Zug Fw. König
    2. Zug Fw.Thum
    3. Zug OFw. Clemens






    II. Btl.


    Btl.Kdr. Hptm. Steichele (Hans?) / Nachfolger Hptm. Duppel



    4. Inspektion/Komp. (Marine-ROB u. Heer-OA)


    Kp. Chef Hptm. Schwaben - später auch Chef I.Btl.


    Spieß Hfw. Haderer








    5. Inspektion/Komp. (Marine-ROB u. Heer-OA)


    Kp.Chef. Btl.Chef – Hptm. Steichele


    Spieß OFw. Oberreith



    1. Zug OFw. Hollenstein
    2. Zug ?
    3. Zug ?




    6. Inspektion/Komp. (Seekadetten/Fähnriche)


    Kp.Chef. OL. Goßner / Nachf. OL. Adj. I.Btl. / OL. Rahn


    Spieß Uffz. Balbach


    1. Zug OFw. Russ, Günther
    2. Zug OFw. Grünbeck
    3. Zug OFw. Paffrath




    7. Inspektion/Komp. (Marine-Seekadetten)


    Kp.Chef Hptm. Müller


    Spieß ?


    1. Zug OL. ?
    2. Zug OFw. ?
    3. Zug ?


    8. Inspektion/Komp. - schwere Waffen-Kompanie



    Kp.Chef ?


    Spieß Alfred Wöppel




    9. (Sturm)-Kompanie (Versprengte u. Teile ROB)


    Kp.Chef. OL Wolff


    ----------------------------------


    Quellen:

    Sinnlos in den Krieg gejagt 1995, v. Hermann Kriegl,

    Kriegsfurie über Franken, H.Veeh Kap. 06 u. 14, 2004 ,

    Chronik der Crew X/43, Nieß Fischer 1995

    So war das damals Gemeinschaft Crew44., Hrsg, Fischer ,

    Persönliche Berichte ehemaliger ROBs.


    Soweit der Aufbau


    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    ich habe mich entschlossen hier nach und nach meine gesammelten Daten und Berichte über das ROB Rgt. Lenggries bzw. dem 6. ROB Lehrg. f. Inf. VII Lenggries und dessen Einsatz einzustellen. Ich habe viel Zeit in die Recherche investiert und würde ich es in Buchform herausgeben wäre es sowieso fraglich ob es sich überhaupt rentieren würde, da heutzutage die Nachfrage ja praktisch gegen Null ist. Sollte ich das Thema wirklich abschließen können, würde ich für Interessierte natürlich eine kleine Auflage in Buchform drucken lassen. Aber von einer Vollendung bin ich noch weit entfernt.


    Es wird hier nur nach und nach etwas kommen, da ich vieles noch selbst zusammenschreiben muss und auch nicht immer Lust und Muße habe daran weiterzuarbeiten, da es doch sehr zeitintensiv ist, es wird also eine längere Baustelle ;)

    ich werde auch nicht alle meine Quellen angeben, da es schlicht zu viele sind. da bräuchte ich ein eigens Thema dafür, wer eine Quelle wissen möchte einfach persönlich anschreiben.


    Alles von mir eingestellte Material, darf ohne meine Erlaubnis nicht kopiert, vervielfältigt, darf weder im Internet und auch sonst überall weiterverbreitet oder Veröffentlicht werden. Auch nicht Teile davon. Zuwiderhandlungen werden als Urheberrechtsverletzung geahndet.

    Weiter würde ich mich um jede Info, welche zu Personen und der Einheit gegeben werden können, sehr freuen :)



    Grüße Ju


    Hallo zusammen,



    Viktor7


    Ich habe geschrieben, dass die volksdeutschen Menschen befreit wurden. Nicht das das Land befreit wurde. Falls dich das gestört hat. Ich konnte bisher nicht eindeutig erkennen, was der tatsächliche Grund deiner Interventionen ist.


    Wie deiner Meinung nach sollte ich es besser formulieren, damit es korrekt wiedergegeben ist, bzw. was ist damals genau geschehen deine Meinung nach?


    Ich habe dich wiederholt gebeten deine Erfahrungen zu dieser Thematik hier mit uns zuteilen, dass hast du bisher leider nicht getan?


    Schreibe doch bitte, wie das alles deiner Meinung nach zu verstehen ist, am besten mit deinen Quellen und Erfahrungen, das wäre toll :)


    Und weil es dich so interessiert, ich bin jetzt 28 Jahre alt, also in den Augen vieler Älterer wohl noch ein dummer Junge, habe ich schon oft erlebt wenn ich z.B. sogenannten Heimatforschern und Buchautoren neue Erkenntnisse lieferte und diese strikt abgelehnt wurden, warum auch immer. Deswegen lasse ich mein Alter erst mal gerne außen vor, weil man dann sehr oft als nicht ernst zunehmend betrachtet und behandelt wird. Aber das ist nicht das Thema hier.


    Meine ältere Schwester schrieb 1996 ihre Doktorarbeit über die Russlanddeutsche Emigrationsbewegung und hat viele Zeitzeugen interviewt, dadurch habe ich mehrere hundert Interviews von ihr von 1994 bis 1998. Ab 2004 begann ich mich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen und fing an Zeitzeugen zu befragen und ihre Interviews aufzunehmen zu protokollieren. ich habe dann noch genau 154 Menschen interviewt, interessanterweise werden Russlanddeutsche Menschen nicht selten sehr alt und bleiben auch geistig fit. Irgendwann verlor ich wieder das Interesse, letztes Jahr fand ich die Interviews wieder und begann mich erneut damit zu befassen -


    Vielleicht bin ich in dieser Thematik wirklich noch ein dummer Junge, ich weiß es nicht, aber wenn du mich darin aufklären kannst prüfe ich das und werde es natürlich berücksichtigen.


    Und ich akzeptiere und respektiere jeden der eine andere Meinung hat, nur soll er diese Meinung bitte auch untermauern und erklären, damit sie Außenstehende auch verstehen können.


    Schönen Tag wünsche ich noch allen.


    Grüße Ju

    Guten Abend zusammen,


    Viktor7 Ich habe mir einige Beiträge von dir aus anderen Themen zu Gemüte geführt, du reitest anscheinend gerne auf Kleinigkeiten herum.


    Ich versuche hier gar nichts zu rechtfertigen - ich schreibe nur wie es durch die Bevölkerung wahrgenommen wurde - wenn Person XY es als Befreiung wahrnimmt, dann ist es so, - egal wie es die Russen wahrgennommen haben und egal wie viele Russen oder Volksdeutsche dadurch später gestorben sind - und es gab sehr viel Personen XY ,die es als Befreiung wahrnahmen.


    Du bezichtigst hier Menschen (die noch leben) , nach welchen Aussagen hier berichtet wird, dass sie falsch fühlen würden und dass sie sich gefälligst nicht als befreit fühlen sollen.


    Soll ich vielleicht schreiben dass sie durch die Nazis einige Jahre aus dem Paradies der Sowjetunion entführt und bis aufs Blut ausgebeutet wurden und die Rote Armee alles dafür tat um ihre Mitbürger zu befreien und ihnen neuen Lebensraum in der ach so schönen kasachischen Steppe zu geben wo sie sich nach Lust und Laune vom Joch der Nazis erholen können, bei -45 Grad in einer Wellness-Hütte aus Rasenstücken????




    Schreibe mal bitte deine Sicht der Dinge was da passiert ist. bzw. was du überhaupt meinst, ich schreibe hier wie es mir erzählt wurde und wie ich es vielfach gelesen habe- willst du dass ich entgegen der Aussagen von Zeitzeugen schreibe, dass sie zwangsrekrutiert und ausgebeutet wurden? Es wurde mir nicht berichtet dass die Nazis besonders böse zu den Volksdeutschen gewesen sind, aber von dem Leid durch die Russen wird mir viel erzählt....


    Ich will hier nichts schönreden, ich habe schlichtweg keine Berichte über Gegenteiliges, wenn du was hast bitte stell es doch ein.


    Mag sein dass es so in Einzelfällen gewesen ist, denn es müssen Einzelfälle gewesen sein, weil ich davon noch nirgends gelesen und gehört habe. Deswegen lade ich dich wiederholt gerne ein Berichte von deiner Seite mit einzubringen.



    Bitte entschuldigt meine Wortwahl.

    So jetzt bin ich etwas unsachlich geworden, aber das hatte ich schon seit dem ersten Beitrag von viktor7 auf der Zunge, wollte es der Sachlichkeit wegen hier nicht schreiben, aber nun sind wir jetzt hier soweit.




    Hallo Bernhard,


    danke für den Link, Top.


    Diese Schutzmannschaften, welche auch zum Teil in Kriegsverbrechen involviert waren, gab es in den ersten Jahren, nach der Besetzung der Ostgebiete, sie wurden anfangs als Hilfskräfte geführt bzw. waren auch Hilfskräfte und nach und nach eingebürgert, in das Militär berufen und wie alle anderen bezahlt.


    Grüße Ju

    Hallo Tac,


    herzlichen Dank für deine Antwort, das schafft mir Klarheit und bestätigt meine Annahmen.


    Der Feldpostbrief ist auch ein sehr schönes Beispiel. Vielen Dank dafür :)



    Wie Paul bereits schrieb, dieses Thema ist derart komplex und hochinteressant, man könnte über die Jahre 1937-41 in der Geschichte der Russlanddeutschen, ohne viel Mühe 300 Seiten und mehr zusammenschreiben,allerdings wird das Thema dann noch unübersichtlicher, wenn wir uns jedem Aspekt widmen. Danke für nochmal für den Hinweis Paul.






    Ich werde hier auch ab und an einfach Link s und/oder Quellen einstellen, um so etwas Anschaungsmaterial für Interessierte zu sammeln.


    Später, soweit ich mehr zusammenhängende Infos und Quellen habe, stelle ich gerne Teile meiner Arbeit vor. Habe auch noch einige interessante Dokumente meiner Großeltern



    z.B. waren ab 44 im SS-Werfer-Regimentes 503 und 505 ein großer Anteil Schwarzmeerdeutscher


    SS Werfereinheiten



    Anbei ein Video hier aus dem Forum in dem Schwarzmeerdeutsche zu sehen sind ab Min. 5.50min


    Aufbau einer Kriegsindustrie im eroberten Teil der Sowjetunion



    Auch ein iteressantes Bild:

    http://www.bild.bundesarchiv.d…7246942?inline_collection[remove]=1


    Schönen Tag noch allen


    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    falls ich hier falsch bin, bitte ich das Thema in eine passendere Kategorie zu verschieben :) Danke


    Ich suche nach Literatur über die SS-Werfer-Abteilung 503 und 505 - hauptsächlich Berichte ehemaliger Soldaten dieser Einheit, aber auch Fachbücher, wenn es denn welche gibt.


    Das es Archivmaterial gibt ist mir bekannt, ich suche allerdings nach Berichten aus "erster" Hand.


    Vielen Dank.



    Schönen Tag noch


    Grüße Ju

    Hallo Bernhard,


    vielen Dank für die Zahlen - diese fehlten mir nämlich noch - die Zahl der durch die Sowjets deportierten betrug ~971.000 Deutschstämmige - davon starben etwa 300.000 zum größten Teil nach erfolgter Deportation, da man quasi im nichts (kasachische Steppe) neu anfangen musste - dazu kommen noch die Toten der in die Arbeitslager verschleppten - dazu gibt es leider keine Zahlen.


    Mich würden besonders weiter Zahlen und Beschreibungen der deutschen Kolonien und der Menschen sowie der Umgang mit WH interessieren , wäre echt toll wenn du was heraus suchen könntest :)



    Hallo ZAG,


    danke dir, das ist auch eine Top-Info - Datum und Einheit sind gute Infos :) Da kann ich weiter anknüpfen. :)


    Grüße Ju



    Ergänzung: Ich habe eine wie ich finde sehr interessante Seite entdeckt - dort werden auch z.T. über die negativen Folgen unter Deutscher "Herrschaft" berichtet. man erkennt Parallelen zu den Flüchtigen aus Ostpreußen .


    https://dierusslandsdeutschen.wordpress.com

    Hallo zusammen,


    habe bei der Suche einen Text des Users "sori" entdeckt, welcher selbst im Krieg Soldat war und leider schon verstorben ist.


    Ich möchte hier einmal meine Erlebnisse als Soldat wahrend des Krieges in der Ukraine schildern. Ich fand ein Land in groester Armut, mit Verhältnisse für uns unbegreiflich. Es gab keine Wasserleitung, kein Strom, die Strassen waren eine Sandwüste. Wir fanden dort einige Dörfer, die Deutsche Namen hatten. Es waren Aussiedler, die sich vor hunderten von Jahren dort angesiedelt hatten, und noch ihr Plattdeutsch sprachen. Sie erzählten mir ihre leidvolle Vergangenheit. Sie sagten mir ihre Not und Armut sei auf der erfolgten Umstellung der bäuerlichen Landwirtschaft zur staatlichen Kolchhoswirtschaft. Ihnen wurde alles genommen was sie hatten. So geschah in der Ukraine 1932 eine große Hungersnot. Ihnen fehlten die kleinsten Lebensnotwendigkeiten. Seit Jahren, kannten sie nicht einmal die Seife.


    Nun kamen wir die Deutschen, sie sahen in uns die Befreier von einer Zwangswirtschaft. Sie hofften auf ein seit Jahren erhoffte Freie selbständige Ukraine. Nahmen uns in ihre Hauser auf wie ihre Söhne. Teilten mit uns ihre letzten Lebensmittel. Kämpften mit uns als Freiwillige gegen die Russen in der Slaskowarmee und in den Kosakenverbaenden


    Grüße Ju

    Hallo,


    danke für deine Antwort und Erklärung Paul.


    Bereits im 1.Weltkrieg deportierte man im Zarenreich viele Deutschstämmige aus frontnahen Gebieten nach Sibirien. Genauso Ethnien bzw. Nationalitäten welche mit den Deutschen Truppen kollaborieren könnten.

    Das betraf vor allem die westlich Ukraine und Moldawien.



    Allerdings war die Deportation der Deutschen 1941 , zunächst nicht geplant gewesen, was auch die unvollständige Deportation erklärt.

    Es dienten tausende deutschstämmige Soldaten in der Roten Armee - beim Angriff auf Finnland und zum Zeitpunkt des Überfalls auf die Sowjetunion - wäre das geplant gewesen, hätte man diese Soldaten natürlich entfernt.

    Viele dieser Soldaten liefen dann auch zur WH über.


    Ich würde noch vieles schreiben, aber das ist hier anscheinend nicht erwünscht.




    Ich habe einen Link eingestellt mit versch. Publikationen und Büchern welche als pdf-Dateien einzusehen sind bereits eingestellt, hier noch einmal.

    Wer möchte bzw. falls es evtl. unter Umständen jemanden interessiert.


    http://chort.square7.ch/Sitemap.htm#01



    Auf den geschichtlichen Hintergrund und die Brisanz gewisser Ausdrücke wurden nun hingewiesen und ist zur Kenntnis genommen worden.


    Jetzt würde ich mich freuen wenn man auf das eigentliche Thema zurückkommen könnte :)



    Ich suche nun nach Berichten über den Einmarsch/Eroberung dieser deutschen Dörfer durch die Wehrmacht. Genauso über Berichte von Deutschen aus diesen Gebieten in der Wehrmacht und Waffen-SS und ihrem Einsatz - erstmal rein militärische Informationen - Danke :)


    Grüße Ju

    Hallo Andre,


    funktioniert die angegebene Seite bei dir? Ich habe Silverlight installiert, allerdings gibt es die Seite anscheinend nicht...


    Grüße Ju

    Hallo Viktor,


    all meine "Weisheiten" wie du sie nennst, kommen

    a.) aus schriftlichen Zeitzeugenberichten (viele aus der o.g. Quelle)

    b.) aus Zeitzeugenbefragungen zwischen 1994 und 2011.


    Das andere tut hier erstmal nichts zu Sache, da es nicht zum Thema beiträgt.


    Da ein Teil meiner Vorfahren 1943 aus dem Osten nach Deutschland "deportiert" wurde, lernte ich viele Menschen kennen die das gleiche/ähnliches Schicksal teilten - z.B. Verwandte meiner Großmutter welche erst um 1990 nach Deutschland zurückkamen.


    Wenn du andere Berichte zu diesem Thema hast die Gegenteiliges berichten oder sonst welcher Art würde ich mich sehr freuen du sie hier teilst.


    Denn auch ich weiß nicht alles, zu Mal dieses Thema nicht meine Lebensaufgabe ist und ich vieles auch noch nicht weiß und mich nicht mit allen Facetten befasst habe.


    Nachtrag: Wenn das Thema dadurch weiterkommt, wenn ich das empören verursachende Wort "Befreiung" weglasse, da es nicht politisch korrekt scheint, mache ich das gerne, denn ich bin nicht hier um irgendein politisches Statement oder sonst etwas abzulegen.


    Grüße Ju

    Hallo Ju,

    ein sehr interessantes Thema.

    Ich habe heute zufällig in den NARA-Rollen T315 R932 der 46. Infanterie-Division vom August 1941 eine Verlautbarung mit "Maßnahmen" zum Schutz der Volksdeutschen entdeckt.

    Hallo Bernhard,


    vielen dank für die tollen Dokumente :) !


    Grüße Ju



    mit Barbarossa wurden also Menschen und Volksgruppen befreit,

    welche denn?

    Wer waren denn die "anderen"? "Auf Kosten" anderer, wer hat welchen Preis bezahlt?

    Hallo Thomas,


    es wurden Volksgruppen "befreit" , welche unter der Herrschaft der Sowjetunion litten - neben den Deutschstämmigen - als Bsp. die auch später in die Wehrmacht übernommenen Freiwilligen-Verbände, Kosaken, - Turkmenen, Inguschen, Tschetschenen, (diese z.B. begrüßten die WH mit an der Straße auf Stöcken aufgespießten Köpfen von Rotarmisten (das war im Kaukasus) - noch heute ist die Beziehung zwischen Russland und Tschetschenen angespannt) sowie alle moslemischen Minderheiten,- sie alle wurden in der SU benachteiligt - natürlich nicht offiziell - aber das ist jetzt nicht das Thema hier.



    Auf Kosten anderer - eben auf Kosten des russischen Zivilbevölkerung welche durch den Krieg natürlich extrem litt -das ist natürlich verständlich - wurden zwangsverpflichtet usw.


    Grüße Ju




    Hmm,


    ich denke, man sollte es sehr differenziert betrachten:


    Hallo Frank,


    du hast Recht - wer will schon in den Krieg ziehen.


    Allerdings hatten viele junge Männer Gründe:


    1930: Alles Land und Vieh wird weggenommen und verstaatlicht- und die Felder von denen du schreibst gehören einem nicht mehr. Reiche Familien werden über Nacht arm - denn das Geld ist auch kaum was wert.


    1937 und 1938 ist ein großer Teil der männlichen Angehörigen verschleppt und erschossen worden.


    Das sind für mich Gründe wütend zu sein besonders als junger Mensch. Man war jahrelang wohlhabend und plötzlich ist man als minderwertig erachtet. Natürlich bildet sich da Hass- das ist rein menschlich.


    Das ist aber nur meine Theorie, denn ich habe bisher keinen Überlebenden getroffen, welcher aus diesen deutschen Dörfern stammt und mir erzählt hat warum und mit welcher Einstellung und welchen Gefühlen er den Dienst an der Waffe tat. Falls jemand was dazu hat bitte ich sehr es doch zu teilen.



    Ich spreche trotzdem absichtlich von Befreiung - denn es ging den Menschen dadurch wieder viel besser, sie wurden also von dem System welches sie benachteiligte befreit und waren nun in einem System welches aus heutiger Sicht natürlich auch nciht viel besser war, aber für die Menschen damals um Welten besser war als ihr altes Leben. Denn niemand aus den Dörfern welche noch von den Russen deportiert wurden ist freiwillig mitgegangen. Es war Befehl zu erscheinen, wer konnte versteckte sich, da die WH doch schon sehr nahe war wurde nicht viel nach einem gesucht.


    Grüße Ju



    Hallo,


    mit dem Wort Befreiung würde ich höchst vorsichtig umgehen wollen, eigentlich sollte es in diesem Zusammenhang besser nicht benutzt werden.


    Die Molotschna-Kolonie wurde im frühen 19. Jahrhundert von Mennoniten (Täufer) gegründet, die als religiöse Minderheit über Jahrhunderte in Deutschland mehr oder weniger verfolgt wurde, zumindest ausgegrenzt. Sie sprachen eine besondere niederdeutsche Mundart. Sie lebten in der Kolonie ihr von der Religion geprägtes gesellschaftliches Eigenleben und genossen im Zarenreich einige Privilegien (zeitweise Befreiung vom Wehrdienst etc.). Die Gemeinden genossen eine relative Autonomie und Selbstverwaltung. Die zaristische Obrigkeit ließ sie weitgehend gewähren. Dies änderte sich in der Sowjetunion, das Regime gab den Takt vor und auch die deutschen Kolonien hatten sich diesem zu unterwerfen. Das führte selbstverständlich zu Problemen. Spätestens mit der Kollektivierung, d.h. der Enteignung der Bauern ab Anfang der 1930iger Jahre, ging es zur Sache. Auflehnung, und da war die Schwelle sehr niedrig, wurde in der Regel mit Arbeitslager bestraft, nicht selten mit Erschießen. Beim herannahen des Kriegs gab es dann große Deportationswellen deutschsprachiger Bevölkerungsteile nach Kasachstan und weiter östlich. Auch die Molotschna-Kolonie war davon betroffen, jedoch beweiten nicht in Gänze (s. anhängende Karte).

    Hallo Paul,


    anscheinend hast du mir meinen Text nicht ganz durchgelesen, da du viel wiedergibst was ich bereits schrieb, wie die Karte z.B. -aber das macht ja nix.


    Ich gebe nur wieder was mir persönlich erzählt wurde und ich aus Zeitzeugenberichten erfahre konnte. Ich möchte hier ganz bestimmt nicht ideologisches oder sonst was in die "rechte" Richtung weisendes Gedankengut etablieren


    Die Menschen in diesen Gebieten sahen es als Befreiung an. Punkt. Wie es 70 Jahre später von der Politik gesehen wird oder der Gesellschaft gesehen werden soll - das ist hier eigentlich nicht das Thema, man kann gerne die Überschrift in " Deutschen-stämmige Dörfer (Kolonien) in der Sowjetunion während des Russlandfeldzugs 1941" umbenennen.


    Ich denke hier im Forum soll doch gezeigt werden wie es früher war und nicht wie wir es nach 70 Jahren sehen, weil wir es besser wissen.


    Meiner Meinung nach verbesserte sich die Lebenssituation der Deutschen eindeutig. So habe ich es auch erzählt bekommen.

    Natürlich war es dann nicht Friede , Freude , Eierkuchen. Aber das ist dann klar - in Kasachstan wäre es ihnen nicht besser gegangen.

    Naja ich werde es vermeiden erneut von Befreiung zu reden, wenn es nicht erwünscht ist.



    Zu den Deportationen. Es gab zunächst eine große Deportationswelle nach Beginn des Russlandfeldzuges. Dabei wurde alles was deutschstämmig war deportiert, man schaffte aufgrund des schnellen Vordringen der WH nicht alle zu deportieren.


    Die deutschstämmigen aus den Gebieten der Sowjetunion welche das Glück oder laut der Ansicht einiger das Unglück hatten, von der WH erreicht zu werden, bevor sie nach Kasachstan deportiert werden konnten, bekamen nun große Landstriche zu Bewirtschaftung überlassen (Ukraine ,sollte Kornkammer des Deutschen Reiches werden usw. hat jeder sicherlich mal gehört).


    Ab 1943, als die Front stetig immer weiter nach´Westen kam, bildete man Trecks, ähnlich den Treck der Siedler welche um 1800 auswanderten, z.T. wurde auch bahnverladen und ins Warthegau transportiert. Dafür gab es auch abgestellte WH-Einheiten für den Schutz der Trecks.


    Die Trecks und Züge wurden oft durch Tiefflieger beschossen, es gab viele Tote durch Krankheiten, Kälte und Feindeinwirkung . z.T. zog man sich parallel mit den WH-Einheiten zurück, so nah war man an der Front. Es wurden laufend die Pferde von WH-Einheiten ausgetauscht, sprich die lahmen Pferde bekamen die Trecks, die gesunden die Soldaten.


    Insgesamt gab es drei "Deportationen" (wären die deutschen Siedler in ihren Siedlungen geblieben wären sie wohl erschossen oder zumindest gen Osten deportiert worden ) Aber das zählt ja nicht.


    Es gibt mehrere Diplomarbeiten über die Russlanddeutschen, in denen auch darauf eingegangen wird mit genauen Daten.




    Grüße Ju







    Hallo Frank nochmal,


    ja dieser Mann ist mir gut "bekannt" - habe von über ihn gelesen.



    Mir ist völlig klar das es auch unter den deutschstämmigen Soldaten aus der Sowjetunion welche gab, die Kriegsverbrechen begangen haben - aber das ist ein zu großes Thema und es hier mit rein zu packen, das wird zu unübersichtlich, ist es jetzt leider schon mit den ganzen Kontroversen über Formulierungen.


    Könnte man sich evtl. bitte auf folgende Bereiche beschränken und wenn gewünscht ein weiteres Thema aufzumachen?



    Ich suche nun nach Berichten über den Einmarsch/Eroberung dieser deutschen Dörfer durch die Wehrmacht. Genauso über Berichte von Deutschen aus diesen Gebieten in der Wehrmacht und Waffen-SS und ihrem Einsatz - erstmal rein militärische Informationen - Danke :)


    Grüße Ju

    Hallo suchosju,


    ist es jetzt die Zeit der großen Umdenken und Umbewertung angebrochen? Ist der Fall Barbarossa nunmehr auch ein Befreiungsfeldzug?


    Ansonsten waren es die Leute der 1. AA der Leibstandarte AH, die Anfang Oktober 1941 dort durchgesaust sind, bevor die nachfolgende Panzergruppe 1 unter Kommando derer von Kleist die ganze Gegend mehr oder minder kampflos einnahm. Beide Truppenteile durch ihre Befreiungstat beseelt, durchführten dann die von Heinz von Westernhagen detailliert beschriebene Erschießung von mind. 10.000 Juden in Mariupol, meiner Heimatstadt...

    Hallo Viktor,


    mir wurde von Zeitzeugen, also von Menschen aus Fleisch und Blut, welche zwischen 1919 und 1932 in der Schwarzmeerregion in den deutschen Siedlungen geboren sind, persönlich erzählt dass sie es als eine Befreiung empfunden haben. Denn nachdem das Land durch die Wehrmacht besetzt worden ist, bekamen die deutschen Siedler ihr Land wieder zurück und was an Vieh noch da war. In den Jahren vorher war die deutsche Bevölkerung in diesen Gebieten drangsaliert und benachteiligt worden, es wurden einfach so deutsche Männer verhaftet und erschossen (das war 1937) - um 1930 wurde ihnen ihr gesamtes Land und Vieh, also ihre Lebensgrundlage entzogen und verstaatlicht.

    Sie durften dann ihr Land weiterhin bestellen, erfüllten sie den Soll nicht gab es Strafen. Ein tolles Leben war es, das nehme ich mir mal frech heraus, bestimmt nicht. Wenn du dir die Links anschaust und die Berichte dir dort sind verstehst du vielleicht was ich meine.


    Ich persönlich würde es auch als Befreiung empfinden wenn jemand kommen würde und mein Leben nachhaltig verbessern würde. Und ja - es herrschte anscheinend völlige Unkenntnis in den deutschen Siedlungen in der Sowjetunion. Genauso aber herrschte auch in Deutschland selbst kaum ein "Glasnost" - ich verstehe nicht wie man die heutige "political correctness" auf eine Zeit knapp Hundert Jahre davor ummünzt ????


    Wenn du möchtest kannst du auch gerne deine Sicht der Dinge ausführlich darstellen, damit ich bzw. wir verstehen können was du genau meinst und warum.

    Weil ich persönlich deine Einstellung diesbez. nicht bzw. noch nicht ganz verstehe,



    Vielen dank für die Info, das deckt sich mit meinen Quellen:)


    Grüße Ju

    Hallo zusammen,


    ich suche Infos und Erfahrungsberichte aus der Zeit der Anfänge des Russlandsfeldzuges 1941, welche die Einnahme von deutschensprachigen Dörfern in der damaligen Sowjetunion enthalten.



    Der Großteil der deutschstämmigen Bevölkerung in der Ukraine und auch Allgemein alle deutschen Anwohner der Siedlungen welche westlich der Wolga lagen, wurden auf Befehl Stalins nach Beginn des Russlandsfeldzugs hinter den Ural, hauptsächlich nach Kasachstan und Sibirien deportiert.


    Allerdings konnte die Wehrmacht noch einige "deutsche" Siedlungen erreichen bevor die Bevölkerung dort durch die Sowjets deportiert werden konnte.


    Tageuchaufzeichnungen: http://chort.square7.ch/Buch/TNeud.htm


    Anbei noch ein kurzer Abriss der Geschichte der deutschen Siedler:;




    Ich suche nun nach Berichten über den Einmarsch/Eroberung/Befreiung dieser deutschen Dörfer durch die Wehrmacht. Genauso über Berichte von Deutschen aus diesen Gebieten in der Wehrmacht und Waffen-SS und ihrem Einsatz.


    Es gibt einige sehr interessante und hoch detaillierte Internetseiten über die Geschichte dieser deutschen Kolonien, mit den Namen und Daten nahezu aller Siedler, Heiraten und und und...


    Da es jedoch nur ein eher geringer Teil war, der durch die Wehrmacht befreit wurde, gibt es relativ überschaubare Mengen an Berichten darüber.

    ich würde mich freuen wenn hier etwas mehr zusammen kommen könnte.


    hier z.B. sieht man welche Dörfer in der Molotschna-Kolonie deportiert wurden und welche durch deutsche Truppen befreit wurden.


    http://chort.square7.ch/FB/D0717.html


    Auch wäre es interessant welche Einheiten dort gekämpft haben, durchgezogen sind.


    Natürlich spielt auch ein persönliches Interesse hierbei eine Rolle, da mein Urgroßvater in der Molotschna-Kolonie geboren ist und als die Kommunisten an die Macht kamen nach Deutschland geflüchtet ist ( da er als Dolmetscher für die Deutsche Armee gearbeitet hatte während des 1.WK) Ein Teil meiner Vorfahren kam dann 1943 nach Deutschland.



    Schöne Woche noch


    Grüße Ju


    EDIT: Unter den folg. Links sind ganze Bücher und z.T. auch Ausschnitte aus Publikationen u.Ä. zu sehen, für die die es interessiert mehr darüber zu erfahren.


    http://chort.square7.ch/Sitemap.htm#01