Posts by mz-klinik

    Hallo im Forum,
    abgesehen davon das sich sicher noch einige " Polizeiexperten " zu Wort melden kann ich dir mitteilen, dass es einen Hinweis in WIKIPEDIA zum Bataillon gibt.
    Die sind zwar nicht allwissend aber immerhin einen Werdegang des Pol.Bat.3 ist vorerst nachvollziehbar.
    Weiter solltest du zumindest die WasT ( Wehrmachtsauskunftstelle ) aber auch das Bundesarchiv in Berlin - Lichterfelde Finckensteinallee bemühen.
    Zumindest zur erstgenannten Behörde ist mit einer mittelfristigen Bearbeitungsdauer rechnen!


    Gruß Frank

    Hallo, nun der Reisebericht.


    Reisebericht


    über die Polizeischule der Inspektoren-Anwärter in München Haar.


    Am 25. und 26. Juni 1942 habe ich die Polizeischule in München-Haar eingehend besichtigt und dem Unterricht sämtlicher Lehrer beigewohnt.
    Gesamteindruck: gut. Der Unterrichtsplan nutzt die zur verfügung stehende Zeit restlos aus, ohne jedoch zu einer Überanstrengung der Anwärter zu führen. Diesen steht das Wochenende von Sonnabend Mittag bis Sonntag Mitternacht restlos zur Erholung
    und für Ausflüge in die Berge zur Verfügung. Die 3 1/2 Monate des Kursus müssen deshalb gründlich ausgenutzt werden., weil dies der bisher einzige neutrale Kursus für die gesamte Laufbahn des gehobenen Dienstes ist.
    Es kommt während des Krieges erschwerend hinzu, daß die Vorbildung sowohl der Zivilanwärter wie auch der Anwärter aus der Schutzpolizei recht viel zu wünschen übrig läßt. Das liegt bei der Schutzpolizei begründet in den großen Aufgaben des auswärtigen Einsatzes und des Einsatzes an der Front und bei der Verwaltungspolizei daran, daß die Anwärter wegen des Beamtenmangels bereits allzu sehr als Arbeitskräfte ausgenutzt werden, ihre Arbeitsplätze nicht häufig genug wechseln und nicht genügend Unterricht erhalten. Auch die Disziplin läßt manchmal zu wünschen übrig, sodaß der Schulungsleiter, insbesondere beim Beginn der Kurse, wiederholt ernste Ermahnungen aussprechen und einzelne Anwärter zurechtweisen muß. Jetzt nach 2-monatiger Dauer machte der gesamte Kursus allerdings auch in dieser Hinsicht einen guten Eindruck. Es wird nicht nur der Fachunterricht erteilt, sondern jeden Morgen 1/2 Stunde Sport betrieben und die ungedienten Anwärter auch 3-mal in der Woche in militärischen Auftreten und im Umgang mit der Pistole unterrichtet, ebenso in den Umgangsformen, die man von einem Träger der Offiziersuniform erwarten muß. Ich habe empfohlen, diesen letzteren Unterricht auch auf die aus der Schutzpolizei stammenden Anwärter auszudehnen.
    Besonders anerkennenswert ist das Bestreben des Schulleiters, zunächst einmal das umfangreiche Unterrichtsmaterial systematisch zu sammeln, so daß auch bei einem Wechsel der Lehrer der wichtigste Unterrichtsstoff ein für alle Mal festliegt.
    Der Unterrichtist vor allem auf die praktischen Bedürfnisse zugeschnitten. Es finden Klausurarbeiten und Vorträge der Anwärter auf allen Gebieten statt. Der gesamte Unterrichtsstoff wird an praktischen Beispielen erläutert. zu den Lehrkräften ist allgemein folgendes zu sagen: Es sind noch nicht für alle Sachgebiete die geeignetsten Lehrbegabungen herausgefunden und deshalb Vorsicht mit der entgültigen Anstellung! Im einzelnen: 1.) Polizeirat Petersenn macht einen ausgezeichneten Eindruck, guter erfahrener
    Beamter, gutes Auftreten, gute Lehrbegabung. 2.) Pol. Oberrentmeister Fallinger: guter Kassenbeamter und guter Lehrer aber etwas nervös und unmilitärische Erscheinung. Ziedrich möchte ihn in Ermangelung eines geeigneten Ersatzes auch für den nächsten Kursus noch behalten.3.) Polizeioberinspektor Görs: älterer Parteigenosse, guter Gesamteindruck, durchschnittliche Lehrbegabung, gutes Fachwissen, leider magenleidend, so daß er nicht weiter an der Schule verbleiben kann, ist auf Diät und häusliche Verpflegung angewiesen. 4.) Pol. Oberinspektor Denecke: guter solider Beamter, etwas unmilitärische Figur, ziemlich langweiliger Unterricht. Ich halte ihn, da er keinerlei ausgesprochene Lehrbegabung besitzt, nicht für eine entgültige Anstellung als Polizeirat an der Schule für geeignet.5.) Polizei-Inspektor Jobat macht in seinem Auftretenund auch im Unterricht einen guten Eindruck. Den einfacheren Gebieten, über die er unterrichtet, ist er auch als früherer Schutzpolizeibeamter durchaus gewachsen.
    6.) Pol. -Inspektor Bockisch macht einen besonders guten Eindruck sowohl im Auftreten wie auch im Unterricht, unterstützt den Schulleiter in jeder Weise, auch in allgemeinen Schulangelegenheiten7.) Rechnungsrevisor Heinze: Keine Bedenken.
    8.) Rechnunsrevisor Klamp hatte mit einer Stenotypistin sich etwas angefreundet, aber auf Ermahnung des Schulleiters diese Beziehungen eingestellt, so daß jetzt auch jeder Anschein vermieden ist, macht im Unterricht und im Auftreten im übrigen einen besonders guten Eindruck. Rechnungsrevisor Koch : trotz seiner 55 Jahre sehr gute militärische Erscheinung, gutes Fachwissen und sehr gut im Unterricht. 10.) Pol.-Inspektor Hanke: keine Bedenken.
    Ich habe dem Schulleiter aufgetragen, nochmals über diejenigen Polizeiverwaltungen zu berichten, bei denen die Vorbildung der Anwärter ungenügend ist. Ganz besonders scheint dies in Danzig der Fall zu sein. Diesen Polizeiverwaltungen müßten dann die
    Anwärter entzogen werden. Außerdem habe ich im aufgetragen, bei dem nächsten Kursus ungefähr nach 2,3 und 4 Wochen je einen Anwärter, der durch besonderes geringes Interesse, undiszipliniertes Verhalten und mangelnde Kenntnisse den Unterricht stört, in die Heimatverwaltungen zurückzuüberweisen. An der ganzen anonymen Eingabe sind nur richtig die bereits oben erwähnten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Rechnungsrevisior Klamp und einer Stenotypistin und die Tatsache, daß den Anwärtern nicht gestattet worden ist, über Pfingsten in ihre Heimatstandorte zu fahren, weil bei der kurzen Dauer des Kursus eine derartige längere Unterbrechung nicht angängig erschien.Dagegen stand es den Schülern frei, über die Pfingsten wie an jedem Wochenende in die Berge zu fahren. Alle übrigen Behauptungen sind unrichtig.


    Herrn Ministerialrat MEINECKE
    zur gefälligen Kenntissnahme.
    gez. Bracht.


    Anmerkung:
    Ich finde, dass dieser Reisebericht ganz gut beschreibt wie es zugegangen sein muss. Mitunter kann man auch Schmunzeln über den Inhalt.
    Demnächst stelle ich noch weiteres ein.


    Gruß Frank

    Hallo Gemeinde, in loser Folge möchte ich nun etwas zur Rubrik der Verwaltungspolizei einstellen. Die Namen welche hier gekürzt sind liegen mir allesamt vor. Bei Anfragen diesbezüglich bitte PN.


    Der Leiter der Pol. -Verw.-Schule / ORR Ziedr.
    24.02.1942
    An den RFSSuChdDtPol HA Ordnungspolizei Unter den Linden 74 BERLIN NW 7


    Betr.: Festsetzung der PI - Anwärter - Lehrgänge der Pol. Verw. Schule München-Haar für das Jahr 1942


    Durch den vorstehenden Erlaß ist angeordnet worden, daß im Kalenderjahr 1942 vier Lehrgänge stattzufinden haben, von denen der erste 83 Tage, der zweite 73, der dritte 74 und der vierte 70 Tage einschl. der Sonn- und Feiertage dauert.
    Die Dauer der Lehrgänge schwankt also zwischen 10 und 12 Wochen, so daß bei der verschiedenen Dauer der Lehrgänge für jeden Lehrgang eine Neuregelung der Stoffverteilung notwendig ist. Da die Vorkenntnisse, die die Anwärter von den
    Heimatbehörden mitbringen, immer geringer werden und Klausur- und Hausarbeiten und Vorträge bei den Heimatbehörden kaum noch oder überhaupt nicht geübt werden, reicht ein nur 10-wöchiger Lehrgang zu einer ordnungsmäßigen
    Examensvorbereitung auch nicht annähernd aus. Von einem 70 Tage dauernden Lehrgang gehen mindestens 10 Sonn- und Feiertage und an den Sonnabenden 10 halbe Tage für den Unterricht verloren. An 9 Vormittagen müssen die vorgeschriebenen
    3 bis 4-stündigen Klausurarbeiten aus dem Gebiet des materiellen Polizeirechts und des Wirtschafts-, Kassen- und Rechnungswesen geschrieben werden, so daß nur 40 Tage für den eigentlichen Unterricht der Anwärter übrig bleiben, die bei dem
    Umfang des Unterrichtsstoffes und in Anbetracht der Tatsache, daß die Lehrgänge bei der Mangelhaftigkeit der Vorkenntnisse der Anwärter weniger als ein Wiederholungslehrgang als eine kurzfristige Grundausbildung abgehalten werden müssen,
    für eine ordnungsmäßige Examensvorbereitung nach der übereinstimmenden Ansicht sämtlicher Lehrer der Schule nicht ausreichen. Ich bitte, unter Berücksichtigung der Tatsache, daß diese Lehrgänge an den Schulen anderer Zweige der Reichs-
    verwaltung zb. der Recihsverwaltungsschule in Pirna und der Reichsfinanz- und der Reichszollschule in Berlin mindestens 3 Monate dauern, auch die Lehrgänge der Polizeiverwaltungsschule in München Haar im Interesse einer ordnungsgemäßen
    Ausbildung der Anwärter auf 3 1/2 Monate festzusetzen. Hierfür sprechen auch schwerwiegende verwaltungsmäßige Gründe. Nach der getroffenen Regelung liegt zwischen dem 3ten und 4ten Lehrgang nur ein einziger Sonntag. Diese Lahrgangspause
    ist unzureichend. In ihr können bei der Knappheit des zur Verfügung stehenden Reinigungspersonals weder die Schul- und Wohnräume ordnungsmäßig gereinigt und instandgesetzt, noch die mit der Beendigung des alten und den Beginn des neuen Lehrganges verbundenen Verwaltungsgeschäfte ordnungsmäßig abgewickelt werden. Hinzu kommt, daß die Lehrer bei der getroffenen Regelung gezwungen sind , ihren Urlaub in der Zeit vom 23.Juni zum 22. Juli 1943 zu nehmen. Da die Lehrer
    fast ausnahmslos Kinder im schulpflichtigen Alter oder solche Kinder haben die sich in der Berufsausbildung befinden, deren Ferien erst in der zweiten Julihälfte beginnen und Anfang September endigen, ist es keinen der Lehrer möglich, die Ferien mit seinen Kindern zu Hause oder auf dem lande zu verleben, was um so schwerer ins Gewicht fällt, als die Lehrer hier in absehbarer Zeit keinerlei Möglichkeit haben eine Wohnung oder auch nur ein möbliertes Zimmer zu erhalten, in dem sich ihre Familie bei einem Besuche aufhalten könnte. Im Verhältnis zu anderen abgeordneten Beamten sind die Lehrer auch dadurch schlechter gestellt, daß der ihnen in Abständen von 2 Monaten zu gewährende Familienbesuch während der Lehrgänge kaum gewährt werden kann
    und ein Verbrauch des Resturlaubs aus dem Vorjahre bei der getroffenen Regelung nur unter großen Schwierigkeiten möglich ist. In Übereinstimmung mit dem Lehrerkollegium bitte ich daher, im Kalenderjahr 1942 nur noch 2 Kehrgänge von je 3 1/2-
    monatiger Dauer stattfinden zu lassen und die zur Prüfung anstehenden Anwärter auf diese beiden Lehrgänge zu verteilen. Ich bitte den Erla? vom 6.12.1941 dahingehend abzuändern, daß der zweite Lehrgang in der Zeit vom 10.April bis 31. Juli 1942 und der dritte Lehrgang in der Zeit vom 1. September bis zum 18.Dezember 1942 stattfindet. Diese Regelung würde auch räumlich nicht auf Schwierigkeiten stoßen, da die Wohn- und Klassenräume in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Eine Vermehrung der
    Lehrkräfte wäre durch die beantragte Regelung nicht notwendig, sie ist vielmehr im Interesse ihrer besseren Ausnutzung erwünscht. Auch die Einberufung der PI - Anwärter aus der Ostmark zu diesen Lehrgängen würde hierzu beitragen. Da der Reichs-
    innenminister die ostmärkischen Anwärter des gehobenen Dienstes zu den Lehrgängen der Reichsverwaltungsschule in Pirna einberuft, obwohl die Rechtsunterschiede auf dem Gebiet der allgemeinen Verwaltung weit größer sind als auf dem Gebiet des
    im wesentlichen verreichlichten Polizeirechts, dürften die noch bestehenden Unterschiede des materiellen Polizeirechts alleine eine im Interesse der Reichseinheit unerwünschte Sonderbehandlung der ostmärkischen Anwärter nicht mehr rechtfertigen, da auch bei den Anwärtern der anderen deutschen Länder auf die bisweilen kaum geringere landesrechtlichen Abweichungen keine Rücksicht mehr genommen wird. Zur Vermittlung der in der Praxis erforderlichen landesrechtlichen Spezailkenntnisse dürfte die Ausbildungszeit bei den Heimatbehörden ausreichen. Da ich mit der Aufstellung der Stundenpläne für den neuen Lehrgang beginnen muß, bitte ich um eine recht baldige Entscheidung.


    Zied. ORR


    ( weiteres folgt, ein Reisebericht in die Verwaltungsschule München für Herrn Ministerialrat Mei. gez. Bra.)


    Gruß Frank

    Hallo,


    weitere Schulen für die Polizeiverwaltungsbeamten sind mir ersteinmal auch nicht bekannt. Soweit ich weiß wurden der mittlere Dienst in den Polizeiverwaltungen ausgebildet und der gehobene Dienst in München Haar.
    Die Ausbildung dort wurde über mehrere Jahre durchgeführt, ich vermute die meisten der Verwaltungsbeamten erhielten dort ihre Ausbildung in 4-monatigen Lehrgängen.
    Die mündlichen Prüfungen fanden im Hauptamt der OrPo in Berlin Unter den Linden statt, war wohl sehr aufwändig.
    Die höheren Dienste könnten in Potsdam - Eiche und / oder Berlin Grünau ausgebildet worden sein???????
    Wenn weitergehende Info`s zur Schule in München - Haar gewünscht sind, könnte ich hier eine ganze Menge einstellen.
    Ich bin immer auf der Suche nach Informationen zur Landespolizeischule Sachsen in Meißen!


    Gruß Frank

    Hallo, danke für den Hinweis!!!!
    Natürlich muss es richtig Rudolf Dietzel heißen!!! Sein Bruder Fritz war bei der OrPo im Protektorat. Waren insgesamt 4 Brüder in der Familie, habe ich die beiden verwechselt, sorry!
    Wie weiter überliefert wurde, war er wohl dem Bodenpersonal zugehörig. Er kam aus dem Urlaub und meldete sich bei seinem Vorgesetzten ordnungsgemäß.
    Er wurde dann aber noch einmal dorthin beordert und wurde durch feindlichen Tiefliegerbeschuss tödlich getroffen, seine Frau starb 2013.
    Ein weiterer Bruder ist Werner Dietzel damals als Verwaltungsbeamter ( Polizeiinspektor ) bei der Orpo in Oberschlesien tätig gewesen.


    Danke für eure Hinweise und Erläuterungen!


    Gruß Frank

    Hallo Gemeinde,


    ich bin auf der Suche nach weitergehenden Informationen meinen Großonkel betreffend.
    Dabei handelt es sich um Herrn DIETZEL, Fritz 31.08.1917 in Ponitz, gefallen am 03.06.1944 bei Subiaco. Umbegettet wurde er dann auf den Friedhof in Pomezia / Italien Block U.
    Diese Infos`s habe ich vom Volksbund. Kann mir jemand von euch nähere Informationen liefern, bekannt ist weiter, dass er die EM -13-62782 hatte und der Stkp./Fsch.Pi.Btl. angehört hatte ( Oberfeldwebel ).
    Zu welchen Einheiten / Geschwadern kann er zugehörig gewesen sein, evt. Kreta? Nach Auskunft WASt und Bundesarchiv liegen keine weiteren Hinweise vor, da wohl der Großteil der Akten der Fliegereinheiten verloren gegangen sind, sehr schade!!!!!!!


    Für eure Bemühungen schreib ich schon einmal vielen Dank und wünsche ein schönes Rest - Wochenende.


    Gruß Frank

    Hallo und vielen Dank für den besonders letzten Eintrag zum PolBtl.22 vom Rolandus, wirklich sehr interessant wie der Werdegang und die Probleme des Btl. aufgezeigt werden.
    Hierbei tauchte auch ein für mich neuer Begriff auf " Polizei- Wirtschaftslager ". Bislang waren mir nur Beschaffungsämter und das Unterkunftswesen ein Begriff.
    Gibt es hierzu eine Auflistung wo es solche Wirtschaftslager gegeben hatte, sicher waren diese auch mobil unterwegs oder mussten zumindest ständig die Standorte wecheln.
    Schön das es hier solche Fleißmeisen gibt, prima!


    Gruß Frank

    Hallo,
    hatte es denn Befehlsblätter der einzelnen Polizeiverwalter gegeben? Wie oben zu Lesen hatte es wohl eine Oldenburger Auflage gegeben.
    Mir liegen Befehlsblätter des Chefs der OrPo aus dem Jahre 1944 vor. Hier steht vor dem jeweiligem Datum die Bezeichnung " Berlin, ....... 1944 ".
    1. Jahrgang usw. Herausgeber : Hauptamt Ordnungspolizei.
    Ich war bislang der Annahme, dass die Befehlsblätter zentral und allgemeingültig im Reich verteilt wurden und generell aus dem HA der OrPo stammten!


    Vielleicht kann bitte jemand Licht in das Dunkle bringen.


    Danke und Gruß
    Frank

    Hallo Gemeinde,
    da wurden auch schonmal die Stiefel eines gefallenen Kameraden in kleine Stücke geschnitten " weichgekocht " und dann mit anderem Zeugs zusammen gegessen. So zumindest die Aussage meines Nachbarn der 43 als Spezialist aus der Stalingrader Hölle ausgeflogen wurde. Insbesondere dort muss es übel zugegangen sein! Da wurden ja alle mitgeführten Pferde regelrecht aufgefressen, war wohl von vierstelligen Zahlen die Rede. Aber eben auch Kannibalismus hatte es gegeben!


    Gruß Frank

    Hallo,


    das erste Foto zeigt den Eingang zum Polizeigebäude Zeisigwald in Chemnitz
    und grenzte
    an die zu DDR - Zeiten genannten Leninstraße und der früheren Planitzstraße und jetzt wieder umbenannten Heinrich - Schützstraße. Der Eingang befindet sich in der Zeisigwaldstraße, benannt nach dem nahen Zeisigwald. Ein Oberst von Pape hatte hier die sächsische Landespolizei / Abt. Chemnitz untergebracht.Später kam dann noch die berittene Abteilung und das Wirtschaftsamt der Polizei hinzu. Dort befindet sich heute das Krankenhaus Bethanien, während des 2.WK war dort auch ein Reservelazarett untergebracht. Der Hauptteil der Kasernengebäude wurde im Jahre 2011 trotz massiver Proteste abgerissen. Nach dem Krieg waren dort bis 1994 sowjetische Einheiten stationiert, gut erinnere ich mich noch an die großen roten Sterne am KPP. Die Polizeikaserne, welche vor dem 2. Wk auch von der Reichswehr genutzt wurde hatte auch ein Polizeischwimmbad. Die Russen funktionierten das Bad einfach um und machten daraus ein unterirdisches Tanklager. Was da nach dem Abzug der Russen von denen hinterlassen wurde kann sich der Leser denken! Das ganze Gelände war kontaminiert!


    Gruß Frank

    Hallo Gemeinde,


    kann mir bitte einer der Experten etwas näheres zur Person eines
    Walter Heinrich Scherer 25.01.1915 / Waltrop
    mitteilen?


    Herr Scherer war um die Zeit von 1945 als Polizeikommissar in der PV Chemnitz eingesetzt.
    Soll vorher aber auch bei den Fallschirmspringern und bei der Flak eingesetzt gewesen sein. Er hat wohl nach allem was bekannt wurde an keinem auswärtigen Einsatz teilnehmen müssen!
    Wo kann er zum PK ausgebildet worden sein??????????
    Zunächst vielen Dank für eure Mühe und noch einen schönen Adventssonntag!


    Gruß Frank



    Überschrift ergänzt; kkn

    Hallo,
    ja es gab die Möglichkeit sich von den Erschießungen befreien zu lassen. Wer natürlich Karrieregeil war und befördert werden wollte drängelte sich im Zweifel nach vorn. Viele lebten auch insgeheime Neigungen aus und konnten sich dabei richtig austoben. Verstehen wird man all das nie!!!!
    Diejenigen welche nicht Schießen wollten übernahmen dann Durchsuchungs, Zuführungs- und Sicherungsjobs innerhalb der Aktionen.
    Die wenigsten hatten sich jedoch ausschließen lassen und das aus den verschiedensten Gründen, zb. Feigheit vor den Kameraden um innerhalb der Truppe nicht ausgeschlossen zu werden. Die Truppe wurde vor den Aktionen befragt wer sich nicht in der Lage fühle die Erschießungen vorzunehmen!
    Nach Studium reichlicher Literatur ist es eigentlich niemanden durch eine Verweigerung des Schießbefehls schlechter gegangen.Ist aber nur meine Meinung, vielleicht weiß da jemand mehr zum Thema.Letztendlich saßen dennoch alle in einem Boot, zumindest wegen Beihilfe! Alles gut zu lesen in GOLDHAGEN`s " Hitlers willige Verbrecher ".


    Gruß Frank

    Hallo, die Dokumentation fand ich gut gelungen und recherchiert. Gefehlt aus meiner Sicht hat hier die Nachkriegsjustiz, also die Differenzierung zwischen Ost und West. Die bundesdeutsche Justiz hat ja bekanntermaßen lange genug damit gewartet um Anklagen zu erheben. Im Laufe der Zeit waren dann viele Verbrechen verjährt, im Osten wurde da offensichtlicher schneller gehandelt und damit auch schneller geahndet. Allein wie von Bomhardt hofiert wurde, ist ein bestes Beispiel hierfür!
    Sicher ein unerschöpflichesThema und in 2h nicht abzuhandeln.


    Gruß Frank

    Hallo Bert,
    klär mich doch bitte mal auf welche Behauptung ich aufgestellt habe!
    Ich habe lediglich aus der Rede des Oberheinis zitiert und ja ich gehe davon aus, dass es sich bei dieser Rede um ein unverfälschtes Tondokument handelt.
    Weiter müssten dann ja alle möglichen Tondokumente angezweifelt werden,
    also es fällt mir sehr schwer dies zu glauben!


    Gruß Frank

    Kordula,


    ich will nicht vom Thema abschweifen! Aber die Rede von Posen hat schon etwas sehr perverses gehabt!
    Zitat: " abgesehen von einigen Ausnahmeschwächen anständig geblieben zu sein, ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte "! Das belastet mich immer wieder aufs Neue!
    Was war mit dem nicht in Ordnung????


    Gruß Frank

    Hallo,
    ich würde mal meinen, dass es sich hierbei um die sogenannte Tiegelblutwurst oder aber auch um " Tote Oma " handelt. Mit Sauerkohl und Kartoffeln eine Delikatesse! Bei uns gibt es tote Oma entweder als Grütz- oder Semmelwurst. Das sind die Bestandteile der toten Oma neben dem Blut, den Schwarten und was da sonst noch alles drinne ist.


    Gruß Frank