Posts by mz-klinik

    Hallo,
    zum PolB. 132 kann ich nichts beitragen.
    Laut gängiger Literatur nach Sandkühler,Browning, Goldhagen und Klemp ist einiges zum Pol.B. 133 ( aufgestellt in Nürnberg ) bekannt.
    Demnach kam diese Einheit im Oktober 1941 nach Galizien und nahm dort an einigen Exzessen teil.
    Einsatzorte waren dort in Stanislau, Nadwornaja und Deljatin, insgesamt gab es an den drei Orten 14.000 Opfer.
    Weiter wurden von der Einheit Transporte in das Lager Belzec bewacht und begleitet. Wegen unzureichender Bedingungen kamen viele Todeskandidaten
    bereits vor der Ankunft um. Zum Teil wurden 200 Menschen in einen Waggon eingepfercht.
    Im Februar 1943 wurde die Einheit durch das ehemalige Pol.B. 307 abgelöst und wurde dann das II. Bat. im Pol.Rgt. 24.
    Der Kommandeur war OSL d. Sch. Gustav Friedrich.
    Bestimmt werden sich die ausgemachten Polizeiexperten noch zu deiner Frage melden.
    Im Lexikon der Wehrmacht findest du noch viel informatives zur OrPo!!!!


    Gruß Frank

    Hallo, mein bereits im Jahre 2002 verstorbener Nachbar ( 44. Infanterie Division - Hoch- und Deutschmeister / Feldwebel ) machte folgende Angaben:
    " Bei einem auf jeden Fall zu erwartenden Endsieg haben insbesondere die länger Dienenden die Wahl zwischen 15.000 RM oder Ländereien / Hof in den eroberten Gebieten mit der
    Auflage sich mit einer Frau aus der dortigen Region zu verheiraten und Nachwuchs zu zeugen".
    Mein Nachbar, der das Glück hatte in Stalingrad ausgeflogen worden zu sein, war von Beruf Gärtner und hatte auch in der Heimat in der Landwirtschaft gearbeitet.
    Die Tragik der Geschichte, er flüchtete aus amerikanischer Gefangenschaft und geriet den Russen in die Hände. Erst 1952 kam er zurück aus der Gefangenschaft, seine damalige Freundin hatte
    mangels Nachricht von ihm zwischenzeitlich seinen Bruder geheiratet.
    Noch drei Wochen vor seinem schweren Krebstod schilderte er mir seinen gesamten militärischen Weg vom Polenfeldzug über Russland und die bitteren Kämpfe gegen Kriegsende am Plattensee
    in Ungarn.
    Er wollte sich dort in den entsprechenden Gebieten niederlassen, aber es kam anders!
    Unweit von Strausberg existieren immer noch gut 8 große Häuser die als Mustersiedlung für die besetzten Gebiete errichtet wurden.
    Ähnlich den bekannten Neubauernhäusern der 50iger Jahre in der ehemaligen DDR, nur viel größer. Zu einem Drittel bestand das Haus aus einem Stallbereich.
    Es hieß immer wieder das es sich um eine SS - Siedlung handelte um den Alltag und die Arbeit auf den Höfen für eine spätere Besiedlung in der Kornkammer zu testen.
    Die Häuser sind immer noch bewohnt, vielfach handelt es sich um Fachwerk-Bauweise.


    Gruß Frank

    Hallo Cora, ich weiß aus sicherer Quelle das in Crossen an der Oder ( Krosno Odr. ) kein Stein auf dem anderen geblieben war.
    Die sowjetische Armee hatte bei ihrem Eintreffen im Januar 1945 die halbe Stadt abgefackelt. Hier wurden auch mittels Flammenwerfer öffentliche Gebäude gänzlich zerstört! Insbesondere wurde hier auch die Stadtverwaltung und das Archiv zerstört.
    Die Kasernen der Infanterie welche heute noch existieren waren im Vorfeld des Eintreffens geräumt worden.
    Der schöne Marktplatz wurde ebenfalls zerstört.
    Wie du weiter schreibst hatten sich Unterlagen der Abt. Inneres in Hoyerswerda befunden.
    Es ist nicht auszuschließen das diese Unterlagen im Hauptstaatsarchiv Dresden oder im Stadtarchiv Dresden vorhanden sind!
    Ebenso macht es im Zweifel Sinn das nahegelegene Stadtarchiv in Frankfurt / Oder anzuschreiben, die waren damals verwaltungstechnisch für den Raum Crossen zuständig. Vielleicht taucht dort noch etwas auf!
    Mit sächsischen Archiven habe ich leider keine allzuguten Erfahrúngen gemacht, aber der Versuch macht Kluch!
    Nun weiß ich nicht genau ob vielleicht auch das Anschreiben an das Militärarchiv in Freiburg Sinn machen könnte.
    Ich bin auch schon mehrere Jahre auf der Suche und die Suche begann in Crossen an der Oder, sehr aufwändig das Ganze und auch zu spät angefangen.


    Viel Erfolg und Grüße
    Frank

    Hallo, wenngleich ich nicht Marcus bin, möchte ich trotzdem eine Antwort schreiben.
    Die Verwaltungsbeamten hatten u.a. die Aufgabe alle Personalangelegenheiten, zum Teil auch Zahlmeister zu sein, aber auch verantwortlich zu sein für die materiell-technische Ausstattung der Einheiten.
    Zum Teil wurden die Beamten vorausgesendet um die Beschaffung von Unterkünften zu organisieren ( Beschaffungsamt für das Unterkunftswesen ) oder aber die Sicherstellung von ganz simplen aber wichtigen Ausstattungsgegenständen wie zb. Besen und Toilettenpapier zu organisieren. Uniformstoffe und Bettwäsche gehörten auch dazu wie auch alle möglichen Spinnereistoffe. Hierzu gehörten wiederum Decken und dergleichen.
    Veterinäre oder aber auch Zahnärzte waren gesondertes Personal.
    Hoffe hier auf weitere Meldungen, bestimmt gibt es da noch andere Wirkungsfelder der Beamten. Dabei kamen zum Einsatz Polizeisekretäre, Obersekretäre oder aber auch Polizeiinspektoren und Oberinspektoren.
    Letztere wurden in München - Haar in der Schule für den gehobenen Polizeiverwaltungsdienst in 16 Wochen Lehrgängen geschult.


    Gruß Frank

    Hallo, könnte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Film " Stalingrad " gehandelt haben. Der Film stammte von Vilsmaier und war sehr authentisch .
    Müsste so 1992 / 1993 in den Kinos gelaufen sein. Ein alter mir persönlich bekannter Stalingradkämpfer schätzte den Film als sehr Wahrheitsgetreu ein.
    Der Schauspieler Horwitz war mir persönlich in Erinnerung geblieben.


    Gruß Frank

    Insgesamt gab die russische Regierung demnach mehr als zwei Millionen Blatt deutscher Beute-Akten aus dem Zweiten Weltkrieg frei. Die Dokumente stammten überwiegend aus Beständen der Wehrmacht, aber auch von SS und Polizei und liegen im Archiv des russischen Verteidigungsministeriums. Das Deutsche Historische Institut in Moskau habe jetzt die ersten 200.000 Blatt ins Netz gestellt. © dpa


    Das liest sich doch schon einmal richtig gut, finde ich!


    Gruß Frank :rolleyes::rolleyes:


    http://tsamo.germandocsinrussi…500-findbuch-12519?page=2

    Hallo im Forum,
    abgesehen davon das sich sicher noch einige " Polizeiexperten " zu Wort melden kann ich dir mitteilen, dass es einen Hinweis in WIKIPEDIA zum Bataillon gibt.
    Die sind zwar nicht allwissend aber immerhin einen Werdegang des Pol.Bat.3 ist vorerst nachvollziehbar.
    Weiter solltest du zumindest die WasT ( Wehrmachtsauskunftstelle ) aber auch das Bundesarchiv in Berlin - Lichterfelde Finckensteinallee bemühen.
    Zumindest zur erstgenannten Behörde ist mit einer mittelfristigen Bearbeitungsdauer rechnen!


    Gruß Frank

    Hallo, nun der Reisebericht.


    Reisebericht


    über die Polizeischule der Inspektoren-Anwärter in München Haar.


    Am 25. und 26. Juni 1942 habe ich die Polizeischule in München-Haar eingehend besichtigt und dem Unterricht sämtlicher Lehrer beigewohnt.
    Gesamteindruck: gut. Der Unterrichtsplan nutzt die zur verfügung stehende Zeit restlos aus, ohne jedoch zu einer Überanstrengung der Anwärter zu führen. Diesen steht das Wochenende von Sonnabend Mittag bis Sonntag Mitternacht restlos zur Erholung
    und für Ausflüge in die Berge zur Verfügung. Die 3 1/2 Monate des Kursus müssen deshalb gründlich ausgenutzt werden., weil dies der bisher einzige neutrale Kursus für die gesamte Laufbahn des gehobenen Dienstes ist.
    Es kommt während des Krieges erschwerend hinzu, daß die Vorbildung sowohl der Zivilanwärter wie auch der Anwärter aus der Schutzpolizei recht viel zu wünschen übrig läßt. Das liegt bei der Schutzpolizei begründet in den großen Aufgaben des auswärtigen Einsatzes und des Einsatzes an der Front und bei der Verwaltungspolizei daran, daß die Anwärter wegen des Beamtenmangels bereits allzu sehr als Arbeitskräfte ausgenutzt werden, ihre Arbeitsplätze nicht häufig genug wechseln und nicht genügend Unterricht erhalten. Auch die Disziplin läßt manchmal zu wünschen übrig, sodaß der Schulungsleiter, insbesondere beim Beginn der Kurse, wiederholt ernste Ermahnungen aussprechen und einzelne Anwärter zurechtweisen muß. Jetzt nach 2-monatiger Dauer machte der gesamte Kursus allerdings auch in dieser Hinsicht einen guten Eindruck. Es wird nicht nur der Fachunterricht erteilt, sondern jeden Morgen 1/2 Stunde Sport betrieben und die ungedienten Anwärter auch 3-mal in der Woche in militärischen Auftreten und im Umgang mit der Pistole unterrichtet, ebenso in den Umgangsformen, die man von einem Träger der Offiziersuniform erwarten muß. Ich habe empfohlen, diesen letzteren Unterricht auch auf die aus der Schutzpolizei stammenden Anwärter auszudehnen.
    Besonders anerkennenswert ist das Bestreben des Schulleiters, zunächst einmal das umfangreiche Unterrichtsmaterial systematisch zu sammeln, so daß auch bei einem Wechsel der Lehrer der wichtigste Unterrichtsstoff ein für alle Mal festliegt.
    Der Unterrichtist vor allem auf die praktischen Bedürfnisse zugeschnitten. Es finden Klausurarbeiten und Vorträge der Anwärter auf allen Gebieten statt. Der gesamte Unterrichtsstoff wird an praktischen Beispielen erläutert. zu den Lehrkräften ist allgemein folgendes zu sagen: Es sind noch nicht für alle Sachgebiete die geeignetsten Lehrbegabungen herausgefunden und deshalb Vorsicht mit der entgültigen Anstellung! Im einzelnen: 1.) Polizeirat Petersenn macht einen ausgezeichneten Eindruck, guter erfahrener
    Beamter, gutes Auftreten, gute Lehrbegabung. 2.) Pol. Oberrentmeister Fallinger: guter Kassenbeamter und guter Lehrer aber etwas nervös und unmilitärische Erscheinung. Ziedrich möchte ihn in Ermangelung eines geeigneten Ersatzes auch für den nächsten Kursus noch behalten.3.) Polizeioberinspektor Görs: älterer Parteigenosse, guter Gesamteindruck, durchschnittliche Lehrbegabung, gutes Fachwissen, leider magenleidend, so daß er nicht weiter an der Schule verbleiben kann, ist auf Diät und häusliche Verpflegung angewiesen. 4.) Pol. Oberinspektor Denecke: guter solider Beamter, etwas unmilitärische Figur, ziemlich langweiliger Unterricht. Ich halte ihn, da er keinerlei ausgesprochene Lehrbegabung besitzt, nicht für eine entgültige Anstellung als Polizeirat an der Schule für geeignet.5.) Polizei-Inspektor Jobat macht in seinem Auftretenund auch im Unterricht einen guten Eindruck. Den einfacheren Gebieten, über die er unterrichtet, ist er auch als früherer Schutzpolizeibeamter durchaus gewachsen.
    6.) Pol. -Inspektor Bockisch macht einen besonders guten Eindruck sowohl im Auftreten wie auch im Unterricht, unterstützt den Schulleiter in jeder Weise, auch in allgemeinen Schulangelegenheiten7.) Rechnungsrevisor Heinze: Keine Bedenken.
    8.) Rechnunsrevisor Klamp hatte mit einer Stenotypistin sich etwas angefreundet, aber auf Ermahnung des Schulleiters diese Beziehungen eingestellt, so daß jetzt auch jeder Anschein vermieden ist, macht im Unterricht und im Auftreten im übrigen einen besonders guten Eindruck. Rechnungsrevisor Koch : trotz seiner 55 Jahre sehr gute militärische Erscheinung, gutes Fachwissen und sehr gut im Unterricht. 10.) Pol.-Inspektor Hanke: keine Bedenken.
    Ich habe dem Schulleiter aufgetragen, nochmals über diejenigen Polizeiverwaltungen zu berichten, bei denen die Vorbildung der Anwärter ungenügend ist. Ganz besonders scheint dies in Danzig der Fall zu sein. Diesen Polizeiverwaltungen müßten dann die
    Anwärter entzogen werden. Außerdem habe ich im aufgetragen, bei dem nächsten Kursus ungefähr nach 2,3 und 4 Wochen je einen Anwärter, der durch besonderes geringes Interesse, undiszipliniertes Verhalten und mangelnde Kenntnisse den Unterricht stört, in die Heimatverwaltungen zurückzuüberweisen. An der ganzen anonymen Eingabe sind nur richtig die bereits oben erwähnten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Rechnungsrevisior Klamp und einer Stenotypistin und die Tatsache, daß den Anwärtern nicht gestattet worden ist, über Pfingsten in ihre Heimatstandorte zu fahren, weil bei der kurzen Dauer des Kursus eine derartige längere Unterbrechung nicht angängig erschien.Dagegen stand es den Schülern frei, über die Pfingsten wie an jedem Wochenende in die Berge zu fahren. Alle übrigen Behauptungen sind unrichtig.


    Herrn Ministerialrat MEINECKE
    zur gefälligen Kenntissnahme.
    gez. Bracht.


    Anmerkung:
    Ich finde, dass dieser Reisebericht ganz gut beschreibt wie es zugegangen sein muss. Mitunter kann man auch Schmunzeln über den Inhalt.
    Demnächst stelle ich noch weiteres ein.


    Gruß Frank

    Hallo Gemeinde, in loser Folge möchte ich nun etwas zur Rubrik der Verwaltungspolizei einstellen. Die Namen welche hier gekürzt sind liegen mir allesamt vor. Bei Anfragen diesbezüglich bitte PN.


    Der Leiter der Pol. -Verw.-Schule / ORR Ziedr.
    24.02.1942
    An den RFSSuChdDtPol HA Ordnungspolizei Unter den Linden 74 BERLIN NW 7


    Betr.: Festsetzung der PI - Anwärter - Lehrgänge der Pol. Verw. Schule München-Haar für das Jahr 1942


    Durch den vorstehenden Erlaß ist angeordnet worden, daß im Kalenderjahr 1942 vier Lehrgänge stattzufinden haben, von denen der erste 83 Tage, der zweite 73, der dritte 74 und der vierte 70 Tage einschl. der Sonn- und Feiertage dauert.
    Die Dauer der Lehrgänge schwankt also zwischen 10 und 12 Wochen, so daß bei der verschiedenen Dauer der Lehrgänge für jeden Lehrgang eine Neuregelung der Stoffverteilung notwendig ist. Da die Vorkenntnisse, die die Anwärter von den
    Heimatbehörden mitbringen, immer geringer werden und Klausur- und Hausarbeiten und Vorträge bei den Heimatbehörden kaum noch oder überhaupt nicht geübt werden, reicht ein nur 10-wöchiger Lehrgang zu einer ordnungsmäßigen
    Examensvorbereitung auch nicht annähernd aus. Von einem 70 Tage dauernden Lehrgang gehen mindestens 10 Sonn- und Feiertage und an den Sonnabenden 10 halbe Tage für den Unterricht verloren. An 9 Vormittagen müssen die vorgeschriebenen
    3 bis 4-stündigen Klausurarbeiten aus dem Gebiet des materiellen Polizeirechts und des Wirtschafts-, Kassen- und Rechnungswesen geschrieben werden, so daß nur 40 Tage für den eigentlichen Unterricht der Anwärter übrig bleiben, die bei dem
    Umfang des Unterrichtsstoffes und in Anbetracht der Tatsache, daß die Lehrgänge bei der Mangelhaftigkeit der Vorkenntnisse der Anwärter weniger als ein Wiederholungslehrgang als eine kurzfristige Grundausbildung abgehalten werden müssen,
    für eine ordnungsmäßige Examensvorbereitung nach der übereinstimmenden Ansicht sämtlicher Lehrer der Schule nicht ausreichen. Ich bitte, unter Berücksichtigung der Tatsache, daß diese Lehrgänge an den Schulen anderer Zweige der Reichs-
    verwaltung zb. der Recihsverwaltungsschule in Pirna und der Reichsfinanz- und der Reichszollschule in Berlin mindestens 3 Monate dauern, auch die Lehrgänge der Polizeiverwaltungsschule in München Haar im Interesse einer ordnungsgemäßen
    Ausbildung der Anwärter auf 3 1/2 Monate festzusetzen. Hierfür sprechen auch schwerwiegende verwaltungsmäßige Gründe. Nach der getroffenen Regelung liegt zwischen dem 3ten und 4ten Lehrgang nur ein einziger Sonntag. Diese Lahrgangspause
    ist unzureichend. In ihr können bei der Knappheit des zur Verfügung stehenden Reinigungspersonals weder die Schul- und Wohnräume ordnungsmäßig gereinigt und instandgesetzt, noch die mit der Beendigung des alten und den Beginn des neuen Lehrganges verbundenen Verwaltungsgeschäfte ordnungsmäßig abgewickelt werden. Hinzu kommt, daß die Lehrer bei der getroffenen Regelung gezwungen sind , ihren Urlaub in der Zeit vom 23.Juni zum 22. Juli 1943 zu nehmen. Da die Lehrer
    fast ausnahmslos Kinder im schulpflichtigen Alter oder solche Kinder haben die sich in der Berufsausbildung befinden, deren Ferien erst in der zweiten Julihälfte beginnen und Anfang September endigen, ist es keinen der Lehrer möglich, die Ferien mit seinen Kindern zu Hause oder auf dem lande zu verleben, was um so schwerer ins Gewicht fällt, als die Lehrer hier in absehbarer Zeit keinerlei Möglichkeit haben eine Wohnung oder auch nur ein möbliertes Zimmer zu erhalten, in dem sich ihre Familie bei einem Besuche aufhalten könnte. Im Verhältnis zu anderen abgeordneten Beamten sind die Lehrer auch dadurch schlechter gestellt, daß der ihnen in Abständen von 2 Monaten zu gewährende Familienbesuch während der Lehrgänge kaum gewährt werden kann
    und ein Verbrauch des Resturlaubs aus dem Vorjahre bei der getroffenen Regelung nur unter großen Schwierigkeiten möglich ist. In Übereinstimmung mit dem Lehrerkollegium bitte ich daher, im Kalenderjahr 1942 nur noch 2 Kehrgänge von je 3 1/2-
    monatiger Dauer stattfinden zu lassen und die zur Prüfung anstehenden Anwärter auf diese beiden Lehrgänge zu verteilen. Ich bitte den Erla? vom 6.12.1941 dahingehend abzuändern, daß der zweite Lehrgang in der Zeit vom 10.April bis 31. Juli 1942 und der dritte Lehrgang in der Zeit vom 1. September bis zum 18.Dezember 1942 stattfindet. Diese Regelung würde auch räumlich nicht auf Schwierigkeiten stoßen, da die Wohn- und Klassenräume in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Eine Vermehrung der
    Lehrkräfte wäre durch die beantragte Regelung nicht notwendig, sie ist vielmehr im Interesse ihrer besseren Ausnutzung erwünscht. Auch die Einberufung der PI - Anwärter aus der Ostmark zu diesen Lehrgängen würde hierzu beitragen. Da der Reichs-
    innenminister die ostmärkischen Anwärter des gehobenen Dienstes zu den Lehrgängen der Reichsverwaltungsschule in Pirna einberuft, obwohl die Rechtsunterschiede auf dem Gebiet der allgemeinen Verwaltung weit größer sind als auf dem Gebiet des
    im wesentlichen verreichlichten Polizeirechts, dürften die noch bestehenden Unterschiede des materiellen Polizeirechts alleine eine im Interesse der Reichseinheit unerwünschte Sonderbehandlung der ostmärkischen Anwärter nicht mehr rechtfertigen, da auch bei den Anwärtern der anderen deutschen Länder auf die bisweilen kaum geringere landesrechtlichen Abweichungen keine Rücksicht mehr genommen wird. Zur Vermittlung der in der Praxis erforderlichen landesrechtlichen Spezailkenntnisse dürfte die Ausbildungszeit bei den Heimatbehörden ausreichen. Da ich mit der Aufstellung der Stundenpläne für den neuen Lehrgang beginnen muß, bitte ich um eine recht baldige Entscheidung.


    Zied. ORR


    ( weiteres folgt, ein Reisebericht in die Verwaltungsschule München für Herrn Ministerialrat Mei. gez. Bra.)


    Gruß Frank

    Hallo,


    weitere Schulen für die Polizeiverwaltungsbeamten sind mir ersteinmal auch nicht bekannt. Soweit ich weiß wurden der mittlere Dienst in den Polizeiverwaltungen ausgebildet und der gehobene Dienst in München Haar.
    Die Ausbildung dort wurde über mehrere Jahre durchgeführt, ich vermute die meisten der Verwaltungsbeamten erhielten dort ihre Ausbildung in 4-monatigen Lehrgängen.
    Die mündlichen Prüfungen fanden im Hauptamt der OrPo in Berlin Unter den Linden statt, war wohl sehr aufwändig.
    Die höheren Dienste könnten in Potsdam - Eiche und / oder Berlin Grünau ausgebildet worden sein???????
    Wenn weitergehende Info`s zur Schule in München - Haar gewünscht sind, könnte ich hier eine ganze Menge einstellen.
    Ich bin immer auf der Suche nach Informationen zur Landespolizeischule Sachsen in Meißen!


    Gruß Frank

    Hallo, danke für den Hinweis!!!!
    Natürlich muss es richtig Rudolf Dietzel heißen!!! Sein Bruder Fritz war bei der OrPo im Protektorat. Waren insgesamt 4 Brüder in der Familie, habe ich die beiden verwechselt, sorry!
    Wie weiter überliefert wurde, war er wohl dem Bodenpersonal zugehörig. Er kam aus dem Urlaub und meldete sich bei seinem Vorgesetzten ordnungsgemäß.
    Er wurde dann aber noch einmal dorthin beordert und wurde durch feindlichen Tiefliegerbeschuss tödlich getroffen, seine Frau starb 2013.
    Ein weiterer Bruder ist Werner Dietzel damals als Verwaltungsbeamter ( Polizeiinspektor ) bei der Orpo in Oberschlesien tätig gewesen.


    Danke für eure Hinweise und Erläuterungen!


    Gruß Frank

    Hallo Gemeinde,


    ich bin auf der Suche nach weitergehenden Informationen meinen Großonkel betreffend.
    Dabei handelt es sich um Herrn DIETZEL, Fritz 31.08.1917 in Ponitz, gefallen am 03.06.1944 bei Subiaco. Umbegettet wurde er dann auf den Friedhof in Pomezia / Italien Block U.
    Diese Infos`s habe ich vom Volksbund. Kann mir jemand von euch nähere Informationen liefern, bekannt ist weiter, dass er die EM -13-62782 hatte und der Stkp./Fsch.Pi.Btl. angehört hatte ( Oberfeldwebel ).
    Zu welchen Einheiten / Geschwadern kann er zugehörig gewesen sein, evt. Kreta? Nach Auskunft WASt und Bundesarchiv liegen keine weiteren Hinweise vor, da wohl der Großteil der Akten der Fliegereinheiten verloren gegangen sind, sehr schade!!!!!!!


    Für eure Bemühungen schreib ich schon einmal vielen Dank und wünsche ein schönes Rest - Wochenende.


    Gruß Frank

    Hallo und vielen Dank für den besonders letzten Eintrag zum PolBtl.22 vom Rolandus, wirklich sehr interessant wie der Werdegang und die Probleme des Btl. aufgezeigt werden.
    Hierbei tauchte auch ein für mich neuer Begriff auf " Polizei- Wirtschaftslager ". Bislang waren mir nur Beschaffungsämter und das Unterkunftswesen ein Begriff.
    Gibt es hierzu eine Auflistung wo es solche Wirtschaftslager gegeben hatte, sicher waren diese auch mobil unterwegs oder mussten zumindest ständig die Standorte wecheln.
    Schön das es hier solche Fleißmeisen gibt, prima!


    Gruß Frank