Posts by KapitänHaddock

    Moin,


    die Suche hier im Forum und im Netz haben mir keine Antworten gebracht.


    Über das Krankenblatt eines Obergefreiten bin ich auf die 5. Kommandantur Kompanie beim Befehlshaber des Ersatzheeres in Wittenberg gestoßen.


    Dazu habe ich die schlichte wie grundsätzliche Frage:

    Welche Aufgaben hatten diese Kdtr. Komp.?


    Sollte das hier im Forum schon einmal thematisiert worden sein, dann habe ich es leider nicht gefunden.


    Und die spezielle Frage:

    Hat jemand Infos oder Hinweise zum Befehlshaber des Ersatzheeres in der Lutherstadt Wittenberg, besonders im Zeitraum 1944/45?


    Danke und Grüße von

    Haddock

    Dieter, Matthias: Danke für Eure raschen Antworten.


    Der Link von Matthias auf die Übersichten ist sehr hilfreich.


    Der Frage von Edu kann ich mich anschließen. Ich dachte bisher, irgendwann ab 1942/43 wurden die Ersatz-Bataillone und die Ausbildungs-Bataillone zusammengelegt zu Ersatz- und Ausbildungsbataillone (?).


    Ahoi Haddock

    Moin,


    ich habe eine Frage zum Aufstellungsort von Genesenden-Kompanien.


    Wurden Genesenden-Kompanien grundsätzlich in den Heimat-Garnisonen/Standorten der Einheiten aufgestellt, denen sie dann später im Einsatzraum zugeführt wurden?


    Ich habe hier das Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 76, das ab September 1944 in Hamburg-Rahlstedt aufgestellt wurde. Befand sich eine Genesenden-Kompanie dieses Verbandes im Frühjahr 1945 vor ihrer Verwendung dann zwangsläufig ebenfalls in Hamburg-Rahlstedt?


    Danke und Grüße

    Haddock

    Hallo Det, hallo Nicco,


    danke für Eure Nachfragen.


    Es handelt sich bei dem Schriftstück um einen Brief an die Britische Militärregierung (BMG), genauer um die Anlage des Briefes. Es geht um die Genehmigung eines Gewerbes durch das BMG, daher ist das Datum 5.10.1945 schlüssig.

    Die Anlage ist eine einfache Namensliste der vorgesehenen Geschäftspartner, die mit ganz kurzen biographischen Angaben aufgeführt sind.

    Das ganze formlos mit Schreibmaschine getippt, ohne Briefkopf oder dergl.


    Bei der Person, deren militärischen Werdegang ich versuche nachzuvollziehen, steht leider nur: "Auch konnte er beweisen, daß er auf seiner Dienststelle des OKW., Abt., Mu., in Wittenberg sich an einer zersetzenden Antinazi-Ströumg beteilgt" habe. Wie glaubwürdig das ist, sei hier mal dahingestellt. Mehr steht da leider nicht. Auch nicht, wann das gewesen sein soll. Es gibt einen zweiten Satz, da geht es um seine NSDAP-Mitgliedschaft. Das wars.


    Lt. WAST war er am 9.9.1941 Dienstgrad Gefreiter, am 5.9.1942 in der 5. Kompanie Landesschützen-Bataillon 337 und am Kriegsende Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 76. Für 1943 und 1944 keine konkreten Angaben.


    Was für eine OKW-Stelle das auch immer gewesen sein mag, seine militäische Rolle dort war augenscheinlich unbedeutend.


    @det: Dieses Schreiben ist Teil einer Akte, deren Archivschutzfrist noch nicht abgelaufen ist, weshalb ich nur mit Ausnahmeantrag Einblick erhalten habe. Daher kann ich das hier nicht einfach reinstellen.


    Viele Grüße

    Haddock

    danke für die Antworten. Ich versuche den Ablauf und das Prozedere der Gefangennahme 1945 zu verstehen.

    Ja, die LSB Nr. bis 1942 liegen mir vor. Demnach war er für wenige Tage im Januar 1941 im Landesschützen-Ersatz-Bataillon 3 in Strausberg, und ab 8. Januar 1941 war er in der 5. Komp. Landesschützen Bataillon 337. Sein Dienstgrad: Gefreiter.

    Eingesetzt war die Einheit u.a. im Tiborlager, aus einem Thread hier im Forum geht auch hervor, dass diese Einheit in Ostpreußen eingesetzt war. Sehr wahrscheinlich aber auch irgendwo im Baltikum (möglicherweise Lettland), das geht aus seinem autobiographischen Bericht hervor, der 1944 als Buch erschien. Ein Brief seines Verlegers aus 1942 nennt Straußberg in Ostpreußen. Eine FPN habe ich nicht.
    Die letzte Meldung seines Truppenteiles im Krieg in der WAST-Auskunft ist vom 5.9.1942: nach wie vor 5. Komp. LSB Nr. 337. Für die Jahre 1943 und 1944 sind dort keine Angaben.


    Die WAST-Auskunft endet mit: "Am 10.01.1946 als ehemaliger Angehöriger der Einheit Genesendenkompanie Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 76 von einer britischen Entlasungsstelle registriert."

    Der Kerl war Jahrgang 1904, klein, stärkstens kurzsichtig und körperlich nicht wirklich fitt. Sein Versuch, 1940 als Wortberichter in die PK aufgenommen zu werden, scheiterte an seiner Konstitution und an seinen schlechten Augen. Sein Einsatz bei den Panzergrenadieren wird daher wohl im Rahmen des letzten Aufgebotes 1944/45 zu sehen sein, lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren. Als 76er Panzergren. geriet er dann in Gefangenschaft aus der er am 10.1.1946 enlassen wurde - so verstehe ich die WAST-Auskunft.


    So weit, so gut.


    Nun fand ich in einer Akte im Bundesarchiv Berlin (ehm. Bestand BDC) den Hinweis, dass er im August 1945 in Hamburg bei einer Befragung vor der englischen Militärregierung mit Dokumenten erschien, die ihn entlasten sollten, u.a. eine angebliche Austrittserklärung aus der NSDAP aus 1942. Sowas trägt man ja als Soldat nicht mit sich herum. Er muss also im August 1945 noch zu Hause gewesen sein. Wurde er also erst im August 1945 oder später in Gefangenschaft genommen? Und verbrachte er die Zeit bis August 1945 zu Hause in Hamburg-Uhlenhorst?


    Kleiner Hinweis noch dazu: als Autor von Büchern auch nationalsozialistischen und anglophoben Inhalts, hatte er nach seiner Entlassung noch 1946/47 mit britischen Entnazifizierungsstellen und der brit. Militärregierung in Hamburg zu tun.


    Danke und Grüße

    Haddock

    Guten Abend,


    ich bin gerade dabei den Lebenslauf eines Hamburger Schriftstellers zusammen zu puzzeln, der 1941 zu einem Landesschützen Ersatz Bataillon eingezogen wurde und wahrscheinlich sovj. Kriegsgefangene bewachte.


    Aus Unterlagen der britischen Militärregierung geht hervor, dass er im August 1945 von der englischen Militärregierung befragt wurde.


    Aus WAST-Unterlagen geht hervor, dass er am 10.1.1946 von einer britischen Entlassungsstelle registriert wurde.


    Wer kennt sich hier mit den Abläufen von Kriegsgefangenschaft gut aus? Bin für jeden Hinweis dankbar!


    Bedeutet dies, dass er erst im August 1945 in Gefangenschaft kam? Oder wurde er aus der Gefangenschaft zur Befragung gebracht - wobei er Unterlagen aus dem Jahre 1942 dabei hatte, die er kaum als Soldat mit sich rumtrug?


    Schöne Grüße

    Kapitän Haddock

    Guten Abend,


    in einem mir vorliegenden Schriftstück (datiert mit 5.10.1945) heisst es: "[...] daß er auf seiner Dienststelle des OKW., Abt. Mu., in Wittenberg [...]."


    Was genau war die "Dienststelle des OKW., Abt. Mu."?


    Die Person, um die es geht, war zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich im Rang eines Gefreiten und in einem Landesschützen-Bataillon oder Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon.


    Die Frage bezieht sich zwar auf das OKW, da es um einen Herresangehörigen geht, habe ich die Frage hier reingeschoben.


    Danke und Grüße von

    Kapitän Haddock

    Hallo zusammen,


    wer kann Informationen und Angaben zur FPN 09865 D machen?


    Eine google-Suche usw ergab nichts.


    Danke, schöne Grüße
    Haddock


    OK, Anfrage zurück. Habe diese FPN nun doch hier im Forum gefunden. Hatte mich bei der Suche wohl vertippt.

    Hallo bfg,


    ich habe in Literaturdatenbanken bisher keine Literatur speziell über die Feldwasserstrassen-Abteilungen gefunden. Wäre an Hinweisen aber sehr interessiert.
    Über das Transportwesen, zu denen die Feldwasserstrassen-Abteilungen scheinbar gehörten, sollte es aber Literatur geben.


    Von meinem Großonkel, der sehr jung im Krieg gefallen ist, weiß ich lediglich, dass er - wie sein Vater - Bauingenieur werden sollte. Einen Beruf hatte er noch nicht gelernt.


    Augustdieter: Danke für die weiteren Infos zur Feldwasserstrassen-Abteilung 2.


    Grüße
    Kpt. Haddock

    Hallo allseits,


    ich habe hier zwei Feldpostbriefe eines Großonkels vorliegen. Die Briefe sind auf den 16.06.1943 sowie auf den 09.09.1943 datiert.
    Über die Fpn 44365 habe ich folgendes gefunden:


    "(30.7.1941-28.2.1942) Feldwasserstrassen-Abteilung 2,
    (23.4.1944-24.11.1944) 6.10.1944 Feldwasserstrassen-Räumzug 3,
    am 18.10.1944 gestrichen."


    Kann mir jemand sagen, welchem Truppenteil die Fpn 44365 zwischen dem 28.02.1942 und dem 23.04.1944 zugewiesen war?


    Und noch ein Leseproblem: Was Bedeutet die Abkürzung hinter "Abs." auf dem Fp-Umschlag?


    Vielen Dank und Grüße
    Haddock

    Hallo zusammen,


    Michael: sehr interessanter Beitrag, ebenfalls der Deutungsvorschlag, den Wappenbalken als Geschichte der Abteilung zu interpretieren.


    Aufgrund der Landschaft vermutete ich das Lager auch schon im Emsland oder Elbe-Weser-Dreieck... Aber wo ist Witte - Kuhlen? Ich finds nicht.


    Noch eine Frage zu deinen Quellen: woher ziehst Du die Informationen über die Abt. 1/187 und deren Vorgänger-Abt. E/1?


    Beste Grüße
    Haddock

    Hallo,


    BRBG Danke für Deine Vorschläge, das werde ich mir mal genauer ansehen bzw. mich mal auf die Suche nach der Bedeutung der Runen innerhalb des NS/RAD machen.


    @ alle anderen Interessierten: Es wurden hier zwei Threads zusammengelegt, was selbstverständlich wegen der inhaltlichen Nähe kein Problem ist. Beim dem Lager mit dem Wappenbalken und bei jenem Lager mit dem Lagerschild der RAD Abt. 1/187 in Wahle handelt es sich jedoch sehr wahrscheinlich um zwei unterschiedliche Lager.


    Grüße
    Haddock

    Hallo,


    ich habe hier die starke Vergrößerung eines Bildausschnittes. Zu sehen ist das Schild vor einem RAD-Barackenlager. Unter dem Wappen von Brandenburg (korrigiert mich, wenn ich da irre) lese ich folgendes:


    RAD Abt. 1/187 ?????
    Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst



    Was steht hinter den Zahlen 1/187? Ich kann's nicht lesen....


    Danke und Grüße
    Haddock