Posts by IronPig

    Hallo zusammen.


    Es ist schon ein wenig her,da wurde in diesem Threat die Frage gestellt,ob die Bordkanone des Leopard 2 zum laden gezurrt wird.
    Der Ladeschütze hat an seinem Ladeschützenbediengerät (aus Richtung Turm 12 Uhr rechts hinten,etwas nach hinten versetzt oberhalb des Bodenstücks der BK) ein Rädchen,mit dem er die sogenannte Ladeposition der Bordkanone einstellen kann. Kämpft der Panzer in STAB EIN (der höchsten von 3 Betriebsstufen) so geht die Kanone nach jedem Schuß automatisch in diese Ladestellung zurück und bleibt auch dort,bis der Ladeschütze nach erflogtem ladevorgang am Ladeschützenbediengerät "FEUER" tastet...ab da hat der Richtschütze wieder die Kontrolle über die BK,und selbige wird entsprechend dem benötigten Aufsatzwinkel der Optik nachgeführt. Ergo ist es schon soetwas wie eine Zurrung,nur eben auf elektronischer Basis.



    MfG
    das Eisenschwein

    Hallo Hoth.


    Erst einmal danke für die schnelle Antwort. ;)


    Also zuerst einmal,ein "Glanzstück" soldatischer Leistung war es allemal,darüber muß man sicherlich nicht diskutieren. ;)



    Mich interessieren halt die Umstände. Du hast als Möglichkeit die Verwirrung beim Gegner angesprochen. Eben das wäre ein Punkt,der für mich mangelnde Erfahrung/Besonnenheit der Führung sowie Fehlen des "entschlossenen Zupackens" dokumentieren würde,dar man sehr schnell hätte feststellen können,dass nur wenige Waffen schießen. Zumindest gibt das meine zum Glück nicht-ernstfallerprobte Manövererfahrung wieder. ;)

    Guten Abend zusammen.


    Ich lese gerade das Buch "Die deutsche Fallschirmtruppe 1936-1941" von Karl Heinz Golla,und bin da über folgende Textpassage auf Seite 396 gestolpert:


    "Der Lastensegler mit dem gefallenen Zugführer an Bord landet an einer Wegekreuzung nahe am Südrand von Chania. Er geht dabei jedoch zu Bruch,wobei bis auf einen Fallschirmjäger alle noch übrigen Insassen mehr oder weniger stark verletzt werden. Während die Verletzten, sich gegenseitig unterstützend, auf den Kampflärm aus der Gegend der Flak-Batterie zugehen,deckt der unverwundete Soldat ihren Rücken erfolgreich gegen eine auf LkW aus Chania zum Entsatz der Batterie herankommende Kompanie des Gegners und zwingt diese schließlich zur Aufgabe ihres Vorhabens."



    Ich wundere mich ehrlich gesagt ein wenig über diese Begebenheit,und wollte daher fragen,ob jemand von euch bestätigende Quellen,oder sogar detaillierte Kampfberichte dazu kennt,da ich erstens gerne wissen würde ob dies wirklich so geschehen ist,und wenn ja,wie der Mann das angestellt hat.



    Danke für euer Gehör




    MfG
    Das Eisenschwein



    Edit: Rechtschreibfehler beseitigt

    Quote

    wobei ich gerade ein Heft lese in dem steht das Panzer gar explodieren können, wenn Mäuse und Nagetiere die Verkabelung anfressen (-> Kurzschlüsse usw


    Theoretisch is sowas schon möglich....beim Panzer genau so wie beim eigenen Auto. ;) Nur die Wahrscheinlichkeit dessen ist die Frage. Es muß sich ja ein zündfähiges Gemisch in der Nähe einer Zündquelle,für welche ich mal die Batterie veranschlage,befinden...dann muß die Maus das Kabel anknabbern,die beschödigte Stelle benötigt Kontakt zu einem leitenden Teil UND die Batterie muß auchnoch Saft haben. Das sich die Maus da drin ne Kippe anmacht und deshalb mit dem Bock durchzündet halte ich fast für wahrscheinlicher. :D


    Quote

    Aber ob da überhaupt noch was rauszuholen sind? Die sind doch schon arg verrostet und bei einigen fehlt doch etliches, zumindestens was man auf den Bildern sehen kann. Wenn da natürlich noch welche in Hallen etc. stehen würden?!


    Also die Elektrik dürfte bis auf die grundlegensten Systeme Kernschrott sein. Was die Stahl/Metallteile angeht,würde ich dem Rost nicht allzu viel zutrauen. ich glaube,das meiste von dem,was wirklich durch Rost unbrauchbar wird,kann auf Dreh- und Fräßmaschine relativ leicht nachgebaut werden.

    Die "Spitzmauspanzerung" des Leopard2A5/A6 schützt auch vor Hohlladungsgeschossen,das ist ihr einziger Zweck. Gegen jede Art anderweitiger in Verwendung befindlicher Panzer oder Panzerabwehrmunition ist das Teil auch vollkommen nutzlos.

    Hier sprechen alle von der Versenkung eines Schiffes. Wenn ich das Trägerdeck jedoch so treffe,dass keine Maschinen mehr starten b.z.w. landen können,habe ich das Schiff ersteinmal kampfunfähig gemacht. Das brennende Flgzeugwrack muß dann ersteinmal vom Deck befördert werden,bevor wieder an Flugoperationen zu denken ist.



    MfG
    Das Eisenschwein

    Hallo Tobias


    Quote

    zugegebenermaßen weiß ich nicht ob wirklich verboten, aber obwohl ich die 2. und 3. Strophe des "Panzerliedes" nicht wirklich schlimm finde, sind auch diese bei der Bundeswehr unerwünscht.


    Woher hast du das denn nun? Ich war vom 1.1.04 bis zum 31.12.06 Panzermann,und habe sowohl das Panzerlied als auch "Schwarz ist unser Panzer" gelernt,und häufig gesungen...auch beim Formaldient im Zug oder Kompanierahmen. Mir is dabei nie etwas negatives entgegen geschlagen...außer vielleicht von den Logistikern,mit denen wir uns die Kaserne teilten. :D


    MfG
    Das Eisenschwein.

    Sieht mir ganz danach aus. Zumindest wüßte ich nicht,was es sonst darstellen sollte. Grundsätzlich wäre es natürlich möglich,das das Geschütz vom Transportwaggon entladen werden konnte,um dann irgendwo soetwas wie eine Feuerstellung zu beziehen. Hierbei würde ich mich allerdings nach dem Sinn dessen fragen. Ergo tippe ich auf ein Eisenbahngeschütz.



    Gruß
    Das Eisenschwein

    Für den "Laien": "Bekämpft" ist ein Ziel bereits dann,wenn ich darauf geschossen habe. Das heißt noch lange nicht,dass ich es auch getroffen habe,oder das mein treffer sogar Wirkung gezeigt hat. (Was bei einem Ari-Volltreffer jedoch so gut wie immer der Fall gewesen sein dürfte ;) )

    Hallo zusammen.


    Erst einmal einen Dank an Andreas für dieses interessante Thema. ;)



    Mir stellen sich bei diesen Überlegungen folgende Fragen:


    1. War die französische Armee 1939 überhaupt mit den nötigen Führungsmitteln ausgestattet,um einen schnellen Vorstoß zu führen? Ich erinnere mich bei Guderian (Erinnerungen eines Soldaten) gelesen zu haben,dass es z.b. in den Panzerverbänden Funkgeräte nur bis runter zur Kompanieebene gab.


    2. Wie hätte die Luftlage über dem mutmaßlichen Operationsgebiet ausgesehen? Welche Jagd und Stukaverbände hätten im Raum Ruhrgebiet-Saarland zur Verfügung gestanden,b.z.w. schnell zum Einsatz kommen können? Wäre der franz. Brückenkopf eventuell Gefahr gelaufen,durch die Luftwaffe zerschlagen zu werden?


    3. Welches operative Ziel wäre sowohl sinnvoll,als auch realistisch gewesen? Das Hauptziel eines Vorstoßes hätte es ja sein müssen,die deutschen Truppen zum Einstellen des Angriffes,oder sogar zum Rückzug aus Polen zu bewegen. Um dies zu erreichen muß ich hart,aber auch dauerhaft zuschlagen. Sobald auf deutscher Seite der Eindruck entstanden wäre,dass der franz- Vorstoß nicht schnell genug Raum gewinnt,um vor Abschluß der Operationen gegen Polen zu einem ernsten Problem zu werden,hätte dieser damit sein Zeil schon verfehlen können. Erweitere ich jedoch meinen brückenkopf,brauche ich auch immer mehr Truppen,um diesen gegen Gegenangriffe zu schützen,und ihn weiter speisen zu können. Diese hätten wahrscheinlich aus der Magonotlinie heraus gezogen werden müssen.


    3.1. Hätte sich die franz. Führung dazu durchringen können,die Maginotlinie,die sie ja als "Lebensversicherung" Frankreichs sah,weiter zu schwächen?


    3.2 Wären diese Verbände in ihrer Ausrüstung und Gliederung überhaupt für diese Art der Operationen geeignet gewesen?


    4. Über welche logistischen Möglichkeiten konnte Frankreich Verfügen,um einen eventuell schnell wachsenden Brückenkopf zu versorgen?


    5. Wie definiert sich in diesem Zusammenhang überhaupt "schnell"? Da die Infanterie des franz. Feldheeres meines Wissens nach kaum bis garnicht motoriesiert war, wäre ihre ereichbare Geschwindigkeit das Maß der Dinge gewesen. Gibt es Richtwerte,welche Tagesleistung eine französische Infanteriedivison 39 erbringen konnte?


    6. Gab es zu der Zeit französische Luftlandeverbände,die einen Vormarsch durch wegnahme wichtiger Ziele hätten beschleunigen können?


    7. Welche Sperrmöglichkeiten ergaben sich sowohl in Form des Geländes als auch in Form von im Bereich vorhandenen Sperrmitteln und eventuell vorbereiteten Sperren für die Wehrmacht?


    8. Wie weit konnten allierte Bomberverbände über deutsches Gebiet vorstoßen (Stichwort Reichweite),um eventuell im Anmarsch befindliche deutsche Verbände frühzeitig zu hemmen?


    9. Hätte man im Raum Saarland eventuell mit begrenzter Hilfe durch Italien rechnen können? (Truppenverlegungen über Österreich-Südbayern-Stuttgart an das östliche Rheinufer, begrenzte Angriffoperationen über den Mont Blanc, ect.)


    Das wärs fürs erste von mir. ;)


    MfG
    Das Eisenschwein

    Hallo Morgane


    Eventuell wäre noch das Buch von Karl Heinz Golla, "Der Fall Griechenlands", hinzuzufügen. Ich selber bin leider noch nicht dazu gekommen, es zu lesen, beschäftige mich aber gerade mit seinem Buch "Die Geschichte der deutschen Fallschirmtruppe 1936-1941", das in meinen Augen wirklich gelungen ist.


    Hier einmal der Amazon-Link:
    http://www.amazon.de/Fall-Grie…oks&qid=1207481504&sr=1-1


    Vielleicht hat jemand hier das Buch ja bereits gelesen und kann genauer Auskunft darüber geben.


    MfG
    Das Eisenschwein.

    Hallo allerseits



    Es ist doch Fakt,das es (Kriegs)verbrechen während des 2. Weltkrieges gab. Sie nicht zu behandeln hieße,einen Themenbereich dieses Krieges auszusparen. Daher halte ich persönlich diese Rubrik für sinnvoll.
    Es sollte nur darauf geachtet werden,die hier laufenden Diskussionen ohne Wertigkeit zu führen. Wenn sich daran jeder hält,steht dem Gelingen dieses Versuchs wohl nichts im Wege.



    MfG
    Das Eisenschwein.

    Is doch kein Problem,dafür is das hier nen Forum. ;)
    Ich selbst bin auch noch lange nicht auf dem Kenntnissstand (man, sieht die "neue" Rechtschreibung mies aus ^^ ) vieler Mitglieder des Forums. Und ich möchte einfach mal behaupten, dass hier jeder immer wieder was dazu lernt.
    Solange man einen gewissen Umgangston, eine einigermaßen saubere Rechtschreibung und vor der Fragestellung die Eigenrecherche an den Tag legt, wird dir hier keiner für deine Fragen den Kopf abreissen. ;)


    Also, nur keine Hemmungen ;)


    MfG
    Das Eisenschwein

    Daran hat sich bis heute noch nichts geändert. Die Fliegerabwehrschule in Todendorf wird mit alten, "ausgelutschten" MG-Rohren versorgt,mit denen dort dann geschossen wird. Die Rohre sind auch nichtmehr Waffen gebunden. Zum reinigen alle in ein großes Bad und fertig.^^



    MfG
    Das Eisenschwein

    Wozu es erklärt wurde und was es millitärisch wirklich war, sind 2 verschiedene paar Schuhe. Als die Sowjets reichsdeutschen Boden erreichten, wurde vieles von Hitler selbst zur Festung erklärt. Diese "Festungen" waren aber erstens mehr oder minder willkürlich, auf jeden Fall aber ohne millitärische Gesichtspunkte bestimmt,z weitens waren sie weder dementsprechend ausgebaut noch ausgerüstet.


    MfG
    das Eisenschwein

    Ich kenne den Verlauf der dortigen Kampfhandlungen nicht, allerdings glaube ich sagen zu können, dass man das mit der Intention,die ich aus deinen Worten heraus zu lesen, glaube, nicht so sagen kann. Wo man Truppen zusammenzieht, abzieht u.s.w. diktiert ja nunmal die millitärische Lage. Wenn der Sowjet seinen Angriffsschwerpunkt gegen Fürstenwalde richtete, oder Fürstenwalde aufgrund des Geländes, der Bebauung oder anderer Faktoren leichter zu verteidigen war, werden dort die eigenen kräfte angesetzt.
    Dies hat mit der Größe eine Ansiedlung nicht direkt etwas zu tun.


    MfG
    Das Eisenschwein.

    Hallo zusammen.


    Ich schreibe hier jetzt aufgrund meiner Ausbildung und Erfahrungen in der BW. Natürlich müssen diese auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein. ;)



    Quote

    Ich kann mich an Textstellen erinnern wo er von heißem Lauf schreibt,das ein genaues Schießen nicht mehr möglich war , als sich die Züge und


    Felder im Lauf verzogen; bzw. wegglühten.


    Ein weiteres Problem besteht darin,das sich über dem Rohr ein Hitzeflimmern bildet,wodurch das Zielen noch mehr zur Glückssache wird.



    Quote

    mittlerweile werden bei der Bundeswehr Polygonrohre verwendet, die haben keine Felder und Züge mehr!Das heißt du hast eine höhere Kadenz, und ein längere Lebensdauer der Rohre.


    Das Rohr ist mehr Oval als Rund, und kann sich so
    optimal Ausdehnen.


    Es kann sein das ein Polygonrohr eine höhere Kadenz vertragen würde, faktisch ist die Kadenz des heutigen MG3 durch die sog. "Natobremse", die Feder im inneren des Verschlußes jedoch um etwa 300 Schuß niedriger als die des MG42.
    Und soweit ich weiß ist die Ovale Form des Rohres hauptsächlich dazu da,um dem Projektil trotz fehlen der Züge und Felder einen Drall zu geben.



    Quote

    habe noch mal in der ZDv 3/14 der Bundeswehr nachgesehen, dort wird ein Rohrwechsel vorgeschrieben wenn,
    - es verschmutzt oder beschädigt wurde,
    - eine Patrone oder Patronenhülse im Patronenlager steckengeblieben ist,
    - 150 Patronen ohne längere Unterbrechung verschossen worden sind.
    Ein heißgeschossenes Rohr darf der MG-Schütze erst wieder verwenden, wenn es auf Handwärme abgekühlt ist.



    Zum einen sind das reine "Friedenswerte", die einer möglichst hohen Lebenszeit des Rohres dienen sollen,zum anderen bezieht sich dieser Wert auf Manövermunition. bei Gefechtsmunition beträgt der Richtwert 1500 Schuß oder ein Gefechtstag.
    Nice to know...Handwarm heißt nach Vorschrift der Bw,das ich es mit der bloßen Hand 30 Sekunden lang schmerzfrei anfassen kann. *Klugschiss aus* :D




    Ich selber habe Gefechtsschießen mit dem Panzer erlebt, bei dem das Öl,welches fürs das Blenden-MG immer sehr großzügig verwendet werden mußte,Feuer fing,worauf hin man die gesamte gegurtete Munition durchschießen musste. Soweit ich mich erinnere waren das noch etwa 350 Schuß. Zumindest das hat das Rohr ohne größeres murren ausgehalten.




    MfG
    Das Eisenschwein