Posts by Chinanski

    Hallo Forum,


    ich habe die Diskussion eben vollständig gelesen und bin nicht sicher, was ich davon halten soll. Für die historische Forschung hat die Frage, ob Hitler sich vergiftet hat, sich erschoss oder erst Gift nahm und dann noch schoss nur geringen Wert. Allzuleicht rutscht man bei dem Thema aber in Verschwörungstheorien ab, was hier ja glücklicherweise nicht passiert ist.


    Was mich aber aufrichtig stört ist, Hitler als "Adi" oder "Atze" zu bezeichnen. Das ist unhistorisch und diesem Forum eigentlich nicht würdig. Das erinnert mich doch ein bisschen zu sehr an schlechte Satiresendungen, die Hitler als schreienden Dummkopf darstellen, der kaum geradeaus laufen konnte. Diese Art von Verniedlichung, wird vor allem den Opfern der Nationalsozialisten nicht gerecht. Jack the Ripper ist nicht "der alte Jacky" und Stalin ist nicht "Onkel Josef".


    Nur meine bescheidene Meinung.


    Gruß
    Jörg

    Hallo Dieter,


    vielen herzlichen Dank für die Mühe. Jede kleine Information kann die Tür zu einem ganz neuen Raum voller Informationen sein.
    Zuerst hatte ich das Gefühl, dass mit der Mitgliedschaft beim NSKK die Beteiligung an Kampfhandlungen oder gar irgendwelchen Übergriffen erst einmal ausgeschlossen ist. "Tatkräftiger Einsatz" und "rücksichtsloses Draufgängertum" klingen da natürlich ganz anders.
    Ich werde also - neben den Namen - bei der Motorgruppe Warteland ansetzen und weitersuchen.


    Gruß und Dank,
    Jörg

    Hallo Thilo,


    gleich vonrweg, ich kann die Frage leider auch nicht beantworten.
    Trotzdem sprichst Du etwas an, was ich auch neulich erst erfahren habe.


    Auf der Suche nach Daten zu einem vermeindlichen SS Mitglied hatte ich Kontakt mit einem Recherchedienst in Berlin. Der Herr wirkte nicht nur kompetent und freundlich, sondern war auch recht gesprächig. Er hatte scheinbar gerade etwas Zeit.. Obwohl klar war, dass ich keinen Auftrag erteilen werde, hat er mir dringenst ans Herz gelegt, bei meiner weiteren Suche unbedingt auch die möglicherweise vorhandenen Stasi Unterlagen der gesuchten Person zu berücksichtigen.


    Ich glaube diese Quelle für Informationen ist gar nicht allen Leuten bekannt und wird entsprechend zu wenig genutzt.


    Gruß
    Jörg


    Edit: Ich habe die email-Adresse des genannten Herrn. Per PN kann ich dir sicher die Kontaktdaten weitergeben. Vielleicht weiß er ja eine Antwort. Er ist promovierter Historiker und es scheint sein tägliches Geschäft zu sein.

    Hallo Oliver,


    wie gesagt, ich war in Eile und hatte den Beitrag von Eumex tatsächlich noch nicht gelesen. :)
    Natürlich meinte ich genau das.


    Meine Wartezeit kann, fürchte ich, nicht als Hinweis herhalten. Das war etwas umständlicher. In der Zusammenarbeit mit Archiven etc. ist - trotz der meist tollen und freundlichen Zusammenarbeit - etwas Geduld sehr wichtig.


    Gruß
    Jörg

    Hallo Oliver,


    bin grad etwas in Eile aber wollte doch kurz antworten ... bezüglich der Gefangenschaft gibt es die Möglichkeit, sich an das DRK zu wenden. Von denen habe ich die Gefangenenakte meines Großvaters erhalten.


    Gruß
    Jörg

    Hab das Thema eben gesehen und dachte - falls der Herr auf dem Foto tatsächlich Max Simon ist - ich ergänze vielleicht noch ein Nachkriegsbild.


    Und da saß er dann, der nette ältere Herr im Biergarten und (fast) keiner wusste wer er ist und wieviel Blut an seinen Händen klebte.

    Files

    • Max Simon.jpg

      (123.35 kB, downloaded 142 times, last: )

    Hallo.


    Ich surfe jetzt schon ne Stunde herum und dieses Transportkorps Speer scheint ein ganz merkwürdiges Konstrukt zu sein.


    Die Mehrzahl der Akten scheint in Berlin zu liegen. Publikationen gibt es wohl nicht viele.
    Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass für den Zeitraum März 1945 bis Juli 1945 folgender Eintrag zu lesen ist:


    Transportkorps Speer
    Unmittelbarer Dienstvorgesetzter: Gruppenkommandant Hopp
    Stellung/Dienstgrad: Oberstabskapitän
    Art der Tätigkeit: Ia Durchführung der Auflösung auf Befehl des 8. brit. Korps


    Falls jemand weiterführende Informationen hat, wäre ich für einen entsprechenden Hinweis dankbar.


    Gruß und Dank
    Jörg

    Hallo Forum,


    ich habe die nächsten Daten erhalten und spinne den Gesprächsfaden jetzt mal weiter ...
    Dank eines Tipps, kam ich auf die Idee, nach der Entnazifizierungsakte zu recherchieren. Ich wurde fündig und habe mir ein Exemplar auf DVD zukommen lassen. Das war eigentlich ziemlich unkompliziert und ging deutlich schneller als eine Anfrage bei der WAST.


    Natürlich sind die Angaben der Betroffenen mit Vorsicht zu genießen und ich habe schon beim ersten Überfliegen kleine "Unrichtigkeiten" gefunden. Ich denke aber, dass die Angaben auch nicht völlig aus der Luft gegriffen sein können. Zudem lässt es sich ja auch prüfen. Und genau darauf beziehen sich meine nächsten Fragen.


    Ingo lag vielleicht richtig.
    Nach eigenen Angaben war die gesuchte Person bis Februar 1939 Obersturmführer beim NSKK. Ich weiß noch nicht wo, aber dazu muss es ja noch Akten geben.


    Während des Krieges sei er Oberstabskapitän und Führer einer Transportabteilung des Transportkorps Todt / Speer gewesen.
    Einsätze:
    Mai 1940 - Februar 1941 Holland-Belgien-Frankreich
    Juli 1941 - Mitte 1944 Lettland-Estland-Russland


    (Straßen- und Brückenbau, sowie Verpflegung)
    Ab Mitte 1944 keine Angaben.


    Auszeichnungen
    Ostmedaille
    Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern I. und II. Klasse


    Zumindest das Kriegsverdienstkreuzes I. Klasse mit Schwertern wurde laut Wikipedia "nur" 140.000 mal verliehen. Gibt es da Ansätze zum prüfen den Angaben?


    Zudem war mir das Transportkorps Todt / Speer bisher völlig unbekannt. Hat da jemand einen Ansatz zur weiteren Lektüre / Forschung? Ist es realistisch, einen Oberstabskapitän zu finden?


    Gruß und Dank
    Jörg


    Edit: Groben Rechtschreibfehler verbessert

    Hallo.


    Ist die Frage ernst gemeint?
    Ich meine, einmal bei Wikipedia nachsehen, Bildersuche bei Google und dann dein Schild ansehen und es ist relativ klar, dass es nicht echt ist.
    Wobei, was ist schon echt? Vielleicht hat ein Soldat damals Langeweile gehabt und sich sein eigenes Lapplandschild gemacht. Dann isses ja irgendwie auch echt.


    Gruß
    Jörg

    Hallo Thomas,


    wenn du das hier ausdiskutieren wolltest, wäre das deutlich unpassend. Immerhin schrieb ich ja, dass die Angelegenheit für mich damit erledigt ist.
    Es liegt übrigens in der Natur der Sache, dass Anregungen nicht völlig durchdacht sind.
    Ich hab das mal für dich gegoogelt:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Anregung


    "Alles etwas krude, vielleicht, man mag es mir nachsehen,"


    Grüße Jörg

    Hallo,


    nur weil ich es schwer für mich behalten kann:


    "Und dann Jörg:
    Ich liebe solche Anregungen, ehrlich.
    Ein Sub "Russisches Archiv" , dann wieviele Untersubs?
    Auch hier wieder, damit das halbe Archiv hier eingestellt wird?"


    Diese Art von spitzfindiger Ironie schätze ich gar nicht und ich empfinde das als "oberlehrerhaft". Wenn man einerseits auf Anrede und Abschlussgruß wert legt, sollte man auf der anderen Seite auf so etwas verzichten.
    Es war eine Anregung. Wenn das nicht gewünscht oder nicht machbar ist, dann reicht eine einfaches "nicht umsetzbar".


    Auch inhaltlich sehe ich das anders. Ich stolpere immer wieder über Einzelschicksale, Namen und Informationen zu Einheiten bis runter auf Kompanieebene. Dazu kommen noch allgemein historisch interessante Themen. Diese Informationen sind nach dem derzeitigen System dieses Archivs eigentlich für die Mehrheit der Interessierten verloren. Wer blättert schon Akte für Akte durch? Zudem ist die Suchfunktion mehr als unzureichend.
    Ich erlebe es hier aber immer wieder, dass Leute nach dem Schicksal ihrer Großväter suchen. Weil das bei den Mannschaften kaum erfolgreich sein kann, begnügt man sich mit dem Schicksal der entsprechenden Einheiten und ist dankbar, für jede Information - selbst wenn es den Moderator nach zwei Seiten schon langweilt.
    Ob ich nun das Schicksal von Fritzchen Maier mit aufkläre, indem ich seine "Erstgrablage" ermittle, oder indem ich eine Aktennotiz seiner Einheit zu seinem Verschwinden einstelle, beides hat seine Berechtigung. Letzteres scheint mir historisch sogar noch interessanter zu sein. Immerhin haben wir es hier mit Primärquellen zu tun und nicht z.B. mit den literarisch aufgearbeiteten Räuberpistolen ehemaliger Ritterkreuzträger etc.


    Aber darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein. Ich vermute, dass die Fragen bezüglich einer möglichen Umsetzung rein rethorisch waren. Für mich ist es unerheblich, denn ich nehme mir tatsächlich die Zeit, möglichst viele Akten durchzusehen und decke meine Suchgebiete damit so gut es geht ab.
    Für mich ist der Fall damit abgeschlossen.


    Gruß
    Jörg

    Guten Morgen,


    es scheint so zu sein, dass einige Leute die Akten durchsehen und natürlich jeder erst einmal nach den Inhalten Ausschau hält, die für ihn relevant sind.
    Ich wäre schon bereit, Funde zu Personen, Einheiten und anderen Inhalten hier einzustellen, sobald ich da auf etwas stosse.


    Es wäre aber hilfreich, wenn es dafür eine Struktur im Forum gäbe, z.B. einen übergeordneten Punkt "Russisches Archiv" und dann eine Art Unterforum für die Einheiten etc.


    Weiß nicht, ob so etwas möglich ist.


    Gruß
    Jörg

    Hallo Philipp,


    hab das grad nochmal nachgesehen. Im Lexikon der Wehrmacht steht, dass die 15. (!) Flakdivision am 30.7.43 der 6. Armee unterstand und z.B. in Stalino-Nord eingesetzt war. Das dürfte dann wohl die 81te gewesen sein. Danach folgender Satz:
    "Die Division beteiligte sich an der Schlacht um Kursk im Sommer 1943 im Raum Warenowka - Kamenka."


    Auch das gehört dann wohl mit auf die Liste.
    Man müsste nur herausfinden, wann die Abteilung wieder an die 10. Flakdivision abgeben wurde.
    Laut meinen Unterlagen gehörte die Abteilung im November 1943 wieder zur 10. Flakdivision und war Teil des Flak-Regiments 99.


    Gruß
    Jörg