Posts by Lobito060454

    Hallo Kordula,


    wenn Du Dir anschaust, wie die Alliierten eine Schneise vom Anhalter Bahnhof bis zum Blumenmarkt in Kreuzberg gepflügt haben, alles mitten in der Stadt, Ziel war das ehemalige Regierungsviertel, getroffen haben die allerdings nur das frühere Rasse- und Siedlungshauptamt in der Hedemannstr..


    Gruß Wolfgang

    Hallo Daniel,

    Wer kennt überhaupt eine authentische filmische Umsetzung des direkten Vergasungsvorganges, z.B. in Auschwitz-Birkenau?


    Die meisten Filme oder Dokumentationen brechen spätestens ab, wenn die Stahltür der Gaskammer zu ist. Warum eigentlich? Eine Ruine, ein Foto, ja sogar teilweise Zeitzeugenberichte sind zu plastisch, zu unbeweglich, um bei Jedem hängen zu bleiben. Man kann so kein wirkliches Gefühl entwickeln für die Opfer (ganze Familien, Kinder etc.), was sie in den letzten Minuten und Sekunden ihres Lebens durchgemacht haben.


    Mir ist bis heute nur eine einzige durchaus authentische filmsche Umsetzung zum Thema in Erinnerung geblieben. Sie wurde an den Originalschauplätzen gedreht, die Gaskammer bzw. das Krematorium wurde anhand von Bauplänen nachempfunden.

    wozu brauchst Du das? Um Dir das Unvorstellbares vorzustellen?


    Gruß Wolfgang

    Hallo Thilo,


    ich denke schon, daß man die für den jeweiligen Ort gültige Zeitzone verwendete, weil sonst die Uhrzeit nicht meht mit dem Tagbogen der Sonne übereinstimmt.

    wohl schon, wenn es auf den Tagesbogen ankam, gewiss, wenn es aber Unterstützung aus Deutschland gebraucht wurde, wohl kaum.


    Es ging ja nicht an von der amerikanische Ostküste bis der Ostfront bei dem OKW die jeweilige Ortszeit verwendet wurde.


    Gruß Wolfgang

    Hallo,


    das "Nichtgewußthaben" hängt zusammen mit dem nach dem Kriege bekannt geworden Ausmaß des Holocaust, das damals wie heute unglaublich erscheint. Leider hatten die Rußen, die Engländer und die Amerikaner nicht genügend Befehltshaber vom "Kaliber" Patton, hätte man mehr Deutsche durch die KZs geschickt worden wären, wäre gar nicht erst das "Nichtwissen" aufgekommen.


    Nun macht leider das Holocaustverleugnen weltweit Mode.


    So etwas Ungeheueres konnte gar nicht geschehen sein; also ist es nicht geschehen, so die einfache Logik, der "Nichtwissern" und der "Verleugner". Es ist doch aber geschehen und Auschwitz existier,


    Guß Wolfgang

    Hallo,


    mein geschätzter Strafrechts-Professor kam in einer Vorlesung auf "Mord und Totschlag" und weil er kurz vorher in Auschwitz gewesen ist, berichtetete er darüber und setzte seine Vorlesung fort mit der Verjährung.


    So erbärmlich es aussehen mag, wenn wir alte Männer auf die Anklagebank setzen, aber diese alte Männer hatten keine Gnade ebenso alte Männer zu sehr schweren Arbeit zu prügeln.

    Wir müssen diese Verbrecher anklagen!


    Gruß Wolfgang

    Grüß Gott Bert,


    wie ich selbst gesehen habe, ließ die Nationalsozialisten die alten Grundbucheinträge stehen. Mit der "Arisierung" wurde das "Deutsche Reich" als Eigentümer eingetragen.


    Die Nationalsozialisten sind hier also sehr korrekt, zur Enteignung habe ich einen unglaublichen Schriftwechsel zwischen dem Finanzam Hannover und der GESTAPO, Hintergrund war, daß ein jüdischer Grundstückseigentümer für seine "Reichsfluchtsteuer" bei seinem Vater eine Briefhypothek aufnahm.

    Da der Sohn ausgewandert ist, wurde er enteignet, nun gehört das Grundstück dem "Deutschen Reich", den Finanzbeamten in Hannover störte allerdings die Briefhypothek; da der Vater in "Schutzhaft" in Theresienstadt genommen wurde, gehörte die Hypothek nun auch dem "Deutschen Reich", jedoch gehört bei einer Briefhypothek die Hypothek dem jenigen, der den Brief vorlegen konnte, sonst, nach § 1177 I, war die Hypotheh in eine Eigentümergrundschuld umgewandelt, die dem Grundstückseigentümer zu stand, also dem "Deutschen Reich", trotzdem verlangte das Finanzam Hannover die Herausgabe des Hypothekenbriefes.


    Dieser Schriftwechsel zeigt mir, daß nicht nur die Täter wußten, was mit den Juden geschehen war.


    Für mich, lügt jeder, der behauptetet, von alle dem nichts gewußt zu haben die Wahrheit weg. Gewiß, Auschwitz war so unvorstellbar, daß jeder damals weggehört hat.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Enigma-Gemeinde,


    Einen größeren Blödsinn hätte ich nicht posten können, entschuldigt bitte!


    Dieser Funkspruch ist nicht so strukturiert, wie die von den Polen dechiffrierten.


    Gruß Wolfgang

    Lieber Karl,


    Enigmakonnte nicht immer und sofort durch die Engländer entschlüsselt werden.

    Ganz selten sofort, also zeitnah, sonst wäre der II. WK in Kürze zu Ende gewesen, sondern Tage oft erst Wochen danach. Dann waren die Meldungen oft schon überholt oder fast wertlos, dienten lediglich zur "Fütterung" , also zum Zweck der weiteren Entschlüsselungsmölichkeiten der Rechner etc.

    die technischen Entschlüsselung-Möglichkeiten reichten nicht weiter, als den aktuellen Tag. Blechley-Park lebte also sowieso in der Vergangenheit, bzw. der Gegenwart, das englische Militär und die englische Politik mußte damit auskommen.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Peter,


    Wir streiten nur über die Anzahl der tatsächlich Unwissenden in der Kriegsgeneration. Ich hatte angestoßen durch ein Kommentar von Bert den Eindruck, dass hier alle der Kriegsgeneration über einen Kamm geschoren wurden, was ich nicht richtig finde.

    das ist doch aber die zentrsle Frage, die jedoch nicht ab schließend beantwortet werden kann.Meine Mutter äußert sich Mitte der 60er ganz eigenartig pro Adolf Hitler, auf meine Rückfrage, erwiderte sie vieles, was Hitler getan hätte, sei gut gewesen, was er allerdings mit den Juden gemacht habe, sei nicht gut gewesen. Inzwischen hat sie eingestanden, Parteimitglied gewesen zu sei, sie zählte zu den Wissenden, sie hat selbst erlebt, daß Juden in Deutschland malträtiert wurden.


    Daß Juden nach und nach verschwunden sind hat jeder in Deutschland gemerkt, das war doch der Lebensmittelhändler, der Doktor, der Notar und der Nachbar.


    Von den Massenerschießungen, der Einsatzgruppen, will keiner gewußt haben, ich habe zur Division meines Vaters untersucht, wo und wann, sie zu Zeiten, zu denen die Einsatzgruppe C Massenerschießungen, ich kam auf 3 Male.


    Mein Vater hat viel vom Krieg erzählt, jedoch keiner weißiß, ob er auf Heimaturlaub, damals doch etwas davon erzählt hat.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Petzi,


    bitte entschuldige meine völlig falsche Antwort S. 6/P. 112 vom 6.12.2019 auf Deine Frage 6/110 vom 5.12.2019, ich war ganz euphorisch, durch Weihnachen, und habe eine Ansicht völlig entgegen, allem was ich bis dahin und später vertreten habe. Möglicherweise, weil ich bis dahin, teilweise erfolglos, an die Entschlüsselung von historischen Funksprüche aus dem Internet, da ich keine "Bombe" hatte, war ich auf "Tagesschlüsseltafeln", des Zeitraum, des Funkspruches, daher mein völlig falsches "Nein".


    Zur richtigen Antwort vgl. mein Post 6/118 v. 13.12.2019; die Enigma ist eine Rotor-Chiffriermaschine, Enigma = Rotor-Chiffriermaschine, dies erkannte der polnische Mathematiker Marian Rejewski erkannte das zyklische Auftreten von Buchstabensequenzen und entwickelte zur messung der Zykluslänge ein Zyklometer, mit dessen Hilfe die 3 Mathematiker einen Charakteristiken Katalog für jede der 3 möglichen Walzenlage, ich riskiere einen lauten Aufschrei im Lager der "Hardware- und Verdrahtungs-Vertreter".


    Was hatte die Mathematiker mit den Katalogen auf ihren Zettel geschrieben?: Die Verdrahtung der 3 Walzenlagen! Die brauchten sie aber nicht zu ermittelt; mit den Kataloge konnte sie jeden Funkspruch, auch die, die sie aus"gewertete hatten um die Kataloge zu erstellen. Und das ging so:

    1. Feststellen, welcher Charakteristika entsprach die Nachricht,

    2. Entschlüsseln der ersten 6 Stellen, das war der Tagesschlüssel 2 x hintereinander, es war also der 1. und der 4. Buchstabe eines Funkspruch identisch, eben so der 2. und der 5., schließlich der 3. und der 6. Marian Rejewski im Entschlüsselungsbüro.


    Die drei Mathematiker kamen direkt von der Uni und eine Rotor-Chiffriermaschine war damals die neues Technik, sie hatten die Chance mit ihrem Decodierungverfahren (Charakteristik-Kataloge) bekannt zu werden und beruflich weiter zu kommen. Ich verstehe deshalb die "Hardware-Fraktion" allen voran Schorsch nicht, warum sie den jungen Leuten nicht zutrauen wollen, den Code auf mathematischem Weg geknackt zu habe.


    Turing hatte mit ganz anderen Probleme zu kämpfen Bericht. Zu der Zeit war aber die Funksprüche anders aufgebaut, schau mal in Gustavs Video https://www.youtube.com/watch?v=7pOsBhwwmhI rein, oder hier.


    Turing schrieb, daß er ein Steckerbrett aus einem Beuteschiff brauchte. Ansonsten konnte er die Funksprüche ohne Enigma mit seiner Turing-Bombe entschlüsseln, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Die Turing-Bombe half bei der Deciffrierung nach einem anderen Prinzip, damit wurde nach typischen Textstücken, den sogenannten "crib", die mußten keinen sprachlichen Sinn ergeben, sollten aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten, wenn ich mir den Beispielhaften Spruch ansehen, dann mußte man da hinein nicht viel Phantasie stecken, wenn man durch Peilung wußte, woher der Spruch gefunkt, so konnte man abschätzen, welcher "crib" auftauchen wird und wenn man vorher schon einen Spruch dieses Sender entschlüssen konnten, so hat man ja bereits den wahrscheinlichen "crib".


    So lieber Petzi, nun weißt Du, daß ich kein Katholik bin, am Allerheiligen-Vormittag so einen umfänglichen Post abzusetzen, heißt, daß ich heute frü nicht in der Kirche war. Ich nehme an, daß Du aus Polen bist. Ich war zu Weihnachten in den 80ern in Zakopane zum Skilaufen, sehr schön, die armen Leute haben zur Christmesse bei eisiger Kälte bis vor die Kirchentür gestanden.


    Gruß Wolfgang



    Gruß Wolfgang

    Hallo Jostdieter,


    darf ich aus Deinem Post # 187 zitieren?

    Die "Unverständlichkeit" möchte ich bezweifeln

    mein Post # 182 hatte einen finalen Absatz, der sich damit beschäftigte, daß das Alemannische sehr gut als "Geheimsprache" eignen würde und ich beschrieben, daß meine im Schwarzwald aufgewachsene Cousine meine Heilbronner Familie kaum verstanden, das geht so: Von einem Umlaut wird nur nur der zweite Buchstabe gesprochen, also "Hol a mol dr Imr i" der Klartext dazu lautet "Hole einmal den Eimer rein" der Rest ist ein sehr konsonanten bestimmtes Oberschwäbisch die Vokale eines Wort wird nicht gesprochen, nicht "der" sondern "dr", wobei das R auf der Zungenspitze, wie in Bayern gesprochen und wie in Spanien manchmal gerollt, "pero" aber, hingegen "Perro" Hund (gerolltes R), das "Schwizrdütsch" also nicht "Schweizerdeutsch" ist ein Alemannischer Dialekt und an der Schweizer Grenze müsst ihr nicht "den Ausweis" vorlegen, sondern "dr Us wis", die Unverständlichkeit ergibt also nicht durch andere Wortwahl, sondern daraus, daß das gesprochene Wort verstümmelt ist.


    Ich habe den Absatz vor dem Posten herausgelöscht, weil das mit dem Threat-Thema nichts zu tun hat.


    Gruß Wolfgang

    Lieber Justus,


    ja schon, aber die Form, war nicht nötig, ich werde weiterhin im Interesse einer sachlichen Diskussion, wie damals, wenn ich mich persönlich angegriffen fühle.


    Ich bin nach wie vor gerne bereit, hier moderierend mitzuhelfen.

    Danke!


    schön, dass Du wieder zu "Deinem" Enigma-Thread gefunden hast.

    Damit beziehst Du Dich auf meinen Post # 180, bis dahin hatte Schorsch sich über die Historie der Entschlüsselung ausgebreitet, das Threat-Thema lautet aber "Enigma - knackbarkeit" und nicht "Enigma - Geschichte der Entschlüsselung", die unbestritten über die knackbarkeit was aussagt, aber nicht so sehr in den Vordergrund gerückt werden sollte, als besagte die Historie exclusiv über die knackbarkeit.


    Viel Erfolg weiterhin beim Entschlüsseln der Enigma-Geheimnisse.

    Danke! Bald gibts eine Windows-App zum Decodieren Enigma-Sprüchen, ich muß nur noch mein "vergurgtes" C++ herrichten und die App in eine Webspace hochladen, dann publiziere ich hier den Link, meine Webspace hat die Telekom leider gesperrt, ich muß mir daher woanders eine Webspace suchen, mit dem programmieren, da ich mich zu der weniger aufwendiger Methode, den Tagesschlüssel mittels


    Gruß Wolfgang

    Hallo Gustav,


    ich habe mir Dein Video angesehen, sehr schön, nur Deine Anmerkung "Die Turing-Welchman-Bombe wird umgeben mit einem Hauch von Mythen, der größte Mytos ist dabei die Mathematik, die angeblich hinter allem steckt. Wenn man aber erst einmal das komplette Dechiffrierungsverfahren begriffen und nachvollzogen hat, ist der Mythos "Mathematik" verschwunden. Was übrig bleibt ist eine komplexe technische Apparatur und ein komplexes rein auf Logik aufbauendes Verfahren. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Viele Autoren, die sich mit Allan Turing und seinen Arbeiten an der Turing-Welchman-Bombe haben, betonen immer sehr eindring, den Mathematiker, der Allan Turing durch seine Universitätsausbildung nun einmal war, aber die Turing-Welchman-Bombe und auch das ganze Entschlüsselungverfahren hat nur sehr eingeschränkt etwas mit Mathematik zu tun, wenn man von den Grundrechenarten absieht, für diese Entwicklungsarbeiten braucht man ein sehr ausgeprägtes logisches Denkvermögen. Heute bezeichnet man solche Menschen als Logiker.", will ich (teilweise) widersprechen: Der Logik bedienen sich alle Wissenschaftszweige, ich kenne die Logik, wie Du aus der Elektronik, aber auch aus der Rechtswissenschaft, Turing beherrschte die Logik aufgrund seines Mathematikstudiums, insofern ist der Verweis darauf im Zusammenhang mit seiner Decodiertätigkeit nicht falsch und Du beschreibst doch vor dieser Anmerkung einen sehr logischer Denkprozess von Turing, da sich Militärs stets gleiche Ausdrücke verwenden, ist es erfolgversprechend nach solchen Formulierungen im Code zu suchen, mit dem in der Nachricht enthaltenen "Spruchschlüssel", aber verschiedene Grundstellung, ergibt das Decodierungsergebnis den erwartenden Ausdruck (Crib), so hat man mit dieser Grundstellung den Tagesschlüssel, der für alle an diesem Tage erstellten Codes verwendet werden konnte.


    Das ist doch eine sehr schöne logische Schlußfolgenkette, kaum zu unterscheiden von den aus der Mathematik bekannten.


    Wenn das stimmt, daß das OKW seine Funksprüche mit "Das Oberkommando der Wehrmacht, gibt bekannt" eingeleitet hat, dann hätte ausgerechnet die höchste Dienststelle der Wehrmacht, eine kryptologische Sünde begangen hätte, so eine lange Textpassage an einem festen Ort in allen Funksprüche zu setzen, bei der Vielzahl von Funksprüche die das OKW abgesetzt hat.


    Vielen Dank für Dein Beitrag! Zu dem ich von Elektroniker zu Elektroniker mir den Hinweis erlaube, es ist nicht die "intrigierte Schaltung", sondern die "integrierte Schaltung".

    Ich kenne übrigens den Eintrag des "Spruchschlüssel" anders, so wie hier dargestellt, dort wird der "Spruchschlüssel" als "Nachrichtenschlüssel" bezeichnet, er wurde durchaus verschlüsselt gesendet, aber mit dem Tagesschlüssel und stand zu Beginn des Codes; mithin konnte man den Tagesschlüssel auch durch decodieren der ersten 6 Stellen der Nachricht, dabei mußte die 1. und die 4. Stelle, sowie die 2. und die 5. Stelle, sowie die 3. und die 6. Stelle identische Ergebnisse liefern.



    Gruß Wolfgang

    Hallo Eberhard,


    allerbesten Dank für die Info. Ja, es macht Sinn, den Einsatz von U-Boot-Einheiten aus der Biskaya, statt aus Berlin oder Kiel oder Laboe zu führen.


    Hallo Bert,


    die Amis waren dann doch etwas schlauer und raffinierter, als die Deutschen.

    nicht nur schlauer, sondern begünstigter, die Navajo sind Ureiwohner der USA, der Stamm umfasst gut 300.000 Menschen, deren Sprache so komplex, daß sie schwer zu erlernen ist siehe hier. An Ureinwohner in Deutschland fällt mir nur die Wenden ein, jedoch aus deren Sprachfamilie bleibt nur das Sorbisch, das wir aber nicht als "Geheimsprache" verwenden könnten es ist dafür zu ähnlich dem Polnisch und dem Tschechisch.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Gustav,


    vielen Dank, ich werde mir das dieser Tage ansehen, zumal ich früher Elektronikbastler, damals gab es nicht so viele IC, wir haben alles noch mit einzelnen Transistoren aufgebaut.


    Wie lange lief Deine "Bombe" je Spruch, um den Tagesschlüssel zu ermitteln?


    Gruß Wolfgang

    Lieber Justus,


    zu Deinem Post #163:

    ich ärgere mich durchaus nicht, daß ein wohl informiertes Mitglied in diesem Threat mit macht und weitest gehend andere Ansichten ist, als ich, nur über dessen Diskussionsstil, in einer sachlichen Diskussion ist kein Raum, für einen Post, wie der #145 von Schorsch.


    Bei Abfassung meines Posts #164 habe ich Schorschs Post #161 völlig falsch verstanden, nämlich in dem Sinne, daß er die Marine DV wonach, Entschlüsselungsunterlagen am Mann zu tragen war, die gibt es natürlich nicht.


    Nun verstehe ich seinen Post, ich bin allerdings zu spät dran, die verlangte Auflistung nachzu reichen, ich kann nur mit Schorsch über seine Liste Post #166, wobei ich die Liste der Marine-DV hier nach gegangen bin.


    So, der Abgleich hat folgendes ergeben:


    1 Übereinstimmung 32/1 "Schlüssel M – Allgemeine Bestimmungen"

    2 Habe ich nicht 32/2

    3 Habe ich nicht 949

    4 Übereinstimmung 114 Signalschlüssel f.d. Funksignaldienst

    5 Habe ich nicht 97 "Ständige Kriegsbefehle des B.d.U."

    6 Habe ich nicht 443 Wetterkurzschlüssel

    7 Habe ich nicht 98 Kenngruppenbuch

    8 Habe ich nicht Doppelbuchstabentauschtafel für Kenngruppen - Mündung

    9 Habe ich nicht Doppelbuchstabentauschtafel für Kenngruppen - Quelle

    10 Übereinstimmung 96 Kurzsignalheft

    11 Habe ich nicht 86 Kenngruppenhef Nr. 5 (1 - 4, 6 ff. ?)

    12 Habe ich nicht Spruchschlüssel f.d. Wetterkurzschlüssel

    13 Habe ich nicht Adreßbuch (M.DV?)

    14 Habe ich nicht Schlüsselheft F, 49

    15 Habe ich nicht Schlüssel Triton, Juni 44

    16 Habe ich nicht Schlüsseltafeln M-Off.

    17 Habe ich nicht 3 geheime Briefbücher U505 (DV?)


    Dafür habe ich


    1 M.DV 534 "Allgemeine Schlüsselregeln f. d. Wehrmacht"

    2 M.DV 390 "Die Wehrmachtschlüssel"

    3 M.DV 545 "Frequenz- und Wellenübersicht der eigene und beobachteten Funkmeßgeräte"


    In Summen: Schorsch führt 17 M.DV, davon sind 2 keine M.DV, verbleiben 15, davon habe ich 12 nicht, aber 3 die Schorsch nicht aufführt.


    Da Schorsch eine Vielzahl M.DVs aufführt, die ich nicht habe, deren Anwendung mir aber einleuchtet. Neige ich dazu, von 15 M.DV auszugehen und diese Anzahl um jene 3 die Schorsch nicht hat, erhöhen, macht 18 M.DV.


    Ob nun allerdings die Nr. 5, M.DV 97 "Ständige Kriegsbefehl des B.d.U." wirklich mit auf See muß, da habe ich meine Zweifel eine Brusttasche geleert und es bleibt 14 M.DV.


    Und nun zum Auswendiglernen: die Nr. 1 sind z. B. allgemeine Bestimmungen, also keine Schlüsseltabelle, eine Hosentasche geleert, wir sind nun bei 13 M.DV aber mit so einer Unglückzahl kann man nicht auf See, also suchen wir in den Schlüsseltafeln, diejenigen, die man häufig braucht weil da der Coder schon "Vorkenntnisse" hat, ich würde mich für meine Nr. 2, M.DV 390, "Die Wehrmachtschlüssel" entscheinden und mit 12 DV am Mann an Bord gehen und die Hosen wird vorlauter M.DVs nicht auf Halbmast gehen und ich komme durch jede Schott. Der Coder muß allerdings, ehe er eine Tabelle angeht, abschätzen, ob er die ganze Tabelle schafft, sonst entsteht beim Auslaufen Unsicherheit, ob die Tabelle mit muß und wenn die Tabelle an Land geblieben ist, auf See, ob das eine richtige Entscheidung war, außerdem kann sich dort falsche Erinnerungen verfestigen. Tabellen auswendiglernen kann aber trainiert werden Tipps.


    Eine ganz wichtige "Entschlüsselungunterlage" die ich hauptsächlich im Auge hatte bei meinem Post #151/PS, das Codebuch mit den Tagesschlüssel (auch für die Zukunft) hier, ich würde also mit 13 "Entschlüsselungunterlagen" an Bord gehen, das geht nicht, ich muß also noch eine M.DV auswendig lernen, da würde ich mich für Schorsch's Nr. 6, M.DV 443, "Wetterkurzschlüssel". Also gehe ich an Bord mit 12 "Entschlüsselungunterlagen" und habe genug Platz für eine Taschenlampe geschaffen.

    Hallo Schorsch,


    nun alle Informationen beisammen?


    Können wir zu der Liste auf meinen Vorschlag verständigen?


    und nun gehen wir gemäß Justus's Anregung Punkt für Punkt durch, ich will nicht nachtreten, aber Nicco Post #8 war doch wohl wie hier unter 1. wiedergegeben


    1. Hatten die polnischen um Marian Rejewski bei ihren Entschlüsselungen eine Enigma? Ja, natürlich.

    das die Geräte erbeutet wurden, war ja, soweit ich weiß, nicht ganz so schlimm. Gefährlich wurde es doch erst, wenn dazu die entsprechenden Chiffrierunterlagen erbeutet wurden. Oder liege ich da falsch? Genackt wurden die Enigma-M3 bzw. Enigma-M4 doch erst, als die Unterlagen, in den U-Booten die durch die Engländer aufgebracht wurden, nicht vernichtet wurden. Oder verwechsele ich das jetzt mit der kompletten Vernichtung des Gerätes?

    Wenn Du die ersten drei Sätze anschaust, das ist nicht die Frage, ob die Decoder eine Enigma historisch tatsächlich hatten. Und sie hatten, das war doch aber sehr einfach, eine zu beschaffen, die Alliierten brauchten nicht nur auf den Schlacht des Westfeldzuges und auf den eigenen, die liegengebliebenen Enigmen aufzusammeln, wie man hier lesen kann, hat Scherbius seine Enigma gar auch dem amerikanischen Militär (erfolglos) angeboten.


    Ich bin auf Nicco's eigentliche Frage eingegangene, während Du auf die Historie der Entschlüsselung eingegangen bist, aber nicht weit genug zurück, begonnen haben die 3 Decoder mit Zettel und Stift hier wird dies nicht ausdrücklich erwähnt, aber der Darstellung, warum und wofür der Zyklometer entwickelt wurde, läßt sich schließen, daß vor dem Zyklometer, den die 3 entwickelt haben, keinerlei maschinelle Hilfe vorhanden war, um den Tagesschlüssel auf zu decken, das wäre das Codebuch.


    2. Kann man enigmaverschlüsselte Code auf rein mathematischem Wege entschlüsseln. Ja, natürlich; denn es ist eine Rotor-Chiffriermaschine hier, der Buchstabentausch geschieht nach einem starren Algorithmus. Ist also berechenbar, wie man hier sehen kann, gelang das auch umgekehrt, die Deutschen konnten in die amerikanische M 209 einbrechen, wie man sieht, auch eine Rotor-Chiffriermaschine.


    Den Einbruch erleichtern Codierungfehler, die die Deutschen auch begangen haben, es wurde zu Beginn des Code zwei Mal hintereinander die Walzenlage (Spruchschlüssel) angegeben, ein katastrophaler Fehler, man braucht nur abzählen, und hat für den nachfolgenden Code den walzenbedingt Buchstabenvertauschungsprung, nach diesem Sprung (Zyklus) wird derselbe Buchstabe durch einen anderen verschlüsselt. Ebenso Anwendungsfehler konnten katastrophale Auswirkungen haben, etwa den gleichen Text bei unveränder Walzenlage an verschiedene Empfänger zu senden, oder eine Nachricht zu lang lassen, statt sie aufzuteilen.


    3. Eine Touring-Maschine ist natürlich was anderes als eine Touring-Bombe, aber damit könnte man Decodierungsversuche zu den vielen historischen Sprüche, die im Internet zu finden sind, versuchen, das tut ja nicht weh!


    Diese Liste muß nicht abschließend sein.



    Gruß Wolfgang