Posts by Lobito060454

    Hallo Rote Kapelle,


    wie darf ich Dich ansprechen?



    Präzise wäre hier "in der Weisung" [...].

    aber damit hättest Du meine Frage beantwortet !


    Tatsächlich lässt sich den Akten entnehmen, dass der "Führer" noch Ende August 1941 der Inbesitznahme Leningrads eine höhere Bedeutung beimaß, als der Eroberung Moskaus. Doch schon zwei Wochen später folgte er schließlich der Forderung des Generalstabs, die Entscheidung im Zentrum der deutschen Front zu suchen (vgl. Hürter, 2009, 108f.). Damit war Leningrad endgültig in den Hintergrund der Überlegungen gerückt.


    Militärisch blieben diese Gedankenspiele ohnehin ohne jede Konsequenz. Obwohl Leningrad in der Weisung Nr. 21 Priorität eingeräumt wurde, sah der Generalstab im nördlichen Frontabschnitt nie mehr als einen Nebenkriegsschauplatz und dislozierte entsprechend. Daran vermochte auch Hitler nichts zu ändern.

    Mit Deiner abschließenden Schlußfolgerung bin ich nicht ganz einverstanden. Auch an der Südfront war Hitler partout nicht mit dem Kriegsziel des Generalstabes: Moskau.

    Immerhin wurde die Heeresgruppe Nord aus Spanien verstärkt, die Spanier wurden aus Grafenwöhr durch das Kampfgebiet der Heeresgruppe Mitte geführt,und dies Anfang September 1941*! Hitler hat sich da also gegenüber dem Generalstab durchgesetzt.


    Gruß Wolfgang


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    * KTB 250

    Hallo,


    nur Thilo und Dmitry (nach anfänglicher Eingehen auf die militärische Situation) haben hier Beiträge zu meiner Frage gebracht, habe ich die falsch gestellt, ist die Antwort Leningrad first im Verlauf der Bewegung an der Ostfront zu finden? Hat Adolf Hitler und sein Generalstab diesen Verlauf schon 1940 abgesehen? Daß Stalin eben gerade Moskau verstärkt verteidigen wird?


    Gruß Wolfgang

    Privet Dmitry,


    es sieht ganz so aus, als ob Finnland die treibende Kraft war und Hitler war natürlich daran interessiert, daß Finnland sich an der Ostfront beteiligte; daher musste Hitler der finnischen Forderung und zuerst Leningrad angreifen. Finnland ist in der Weisung Nr. 21 als am Kriege beteiligter Staat aufgeführt.

    Klingt alles ganz logisch, aber einen Beweis sehe ich in keinem der beiden Artikel, aber da müsste man ansetzen.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Thilo,


    vielen Dank, das liest sich sehr plausibel, aber gibt es Belege, daß diese Überlegungen hinter der Weisung Nr. 21 standen?


    Darf ich noch ergänzen? Leningrad konnte zudem aus der Ostsee von ausreichend stark bewaffnete Kriegsschiffe beschossen werden, auch um die Stadt auszuhungern, von Kiel bzw. Laboe auslaufenden Kriegsschiffe brauchten keinen britischen Angriff zu befürchten.


    Gruß Wolfgang


    P.S.: Auch wenn im ZDF-Info History auf der Linie Archangelsk - Astrachan herum genagelt wird, ich denke, man wird über Archangelsk hinaus Murmansk anschließen müssen.

    Hallo,


    das wie Leningrad angegriffen wurde ist mir bekannt, meine Frage richtete auf das warum, darauf sind keine der bisherigen Antworten eingegangenen!


    Gruß Wolfgang


    P.S.: Warum wurde Leningrad ausgehungert und nicht besetzt, das war aber nicht meine Frage.


    Gruß Wolfgang


    P. S.: Es muss vor der Weisung Nr. 21, also bis zum 18. Dezember 1940 eine Überlegung bezüglich Leningrad gegeben haben. Und die dürfte die Antwort auf meine Frage.


    Gruß Wolfgang

    Hallo,


    m. E. sah Hitler die Unterbindung der Nutzbarkeit des Eismeerhafen Murmansk für wichtiger als Moskau, aber dazu habe ich keinen Beleg. Wie ist seinerzeit die Diskussion über die Kriegsziele mit Blick auf Leningrad verlaufen? Zur Ukraine und das Donezbecken, den Ölvorkommen in Südrussland ist genug bekannt, nicht aber zu Leningrad.


    Immerhin wurde die spanische "Blaue Division" im September 1941 durch die Heeresgruppe Mitte nach Norden durch gewinkt (LdW), das ist m. E. signifikant für die Bedeutung von Leningrad, diese politisch billige Verstärkung der Ostfront wurde also nicht in Richtung Moskau gelenkt, sondern zur Belagerung von Leningrad eingesetzt.


    Gruß Wolfgang

    Hallo z. B. V.,


    ich sehe nach, die KTBs, der Blauen Division sind in spanisch verfasst.


    Die KTBs der 250. Infanterie-Division sind nach Monaten sortiert, im August 1941 kam die Division aus Spanien in Grafenwöhr an, ich hänge hier das erste August-Blatt an,

    Du mußt Dir das gesamte KTB für August so vorstellen, wie hier am 12. August 1941 steht, "Die Kräfte der Division befassen sich mit ihrer theoretischen und praktischen Einweisung, Schießübungen ... mit PAK die Aufklärungs-Abteilung 250 und mit Gewehr und MG das Pionier Bataillon und mit leichter 18 Haubitze das II und III/Artillerie-Regiment 250, irgend wo dazwischen müsste für Nahkampf "Combate de cuerpo a cuerpo" stehen, tutes aber nicht, ich bin durch bis 22. August 1941, an diesem Tag ist die Division nach Grodno abmarschiert.


    Tut mir leid, von Nahkampfübungen steht da nichts, die haben nur geschossen.


    Gruß Wolfgang

    Privet Dimitri,


    danke für die beiden Links, die muß ich mir online übersetzen lassen, so verstehe ich das alles nicht.


    Ja klar, Hitler mußte sich entscheiden seine Kräfte auf Moskau oder Leningrad werfen, aber meine Frage war doch warum Leningrad?


    Vielleicht um Russland von dem Eismeerhafen Murmansk abkoppeln. Güterverkehr war von Leningrad aus zu Lande von und nach Murmansk möglich.

    Während dem Lend and Lease Gesetz kam auf diesem Weg einige Rüstungsgüter nach Rußland.


    Gruß Wolfgang


    Hallo Nicco,


    ja, ja, aber warum Leningrad first?


    Gruß Wolfgang

    Hallo Uwe,


    nein, das war kein Verteidigungsbunker, geh hin, dann wirst Du das sehen.


    Und natürlich werde ich keinesfalls im Internet ausbreiten, wo genau ich einen Bunker mit Kampfmitteln gefunden habe. Obwohl ich annehme, daß die alten Sontheimer den Bunker kannten. Und die, die Kampfmittel aus der Stadt dahin getragen haben.


    Gruß Wolfgang

    Grüß Gott,


    seit der Weisung Nr. 21 hat Hitler die Einnahme von Leningrad für wichtiger, als die von Moskau, gehalten. Aber warum?



    Hat er hier die russische Seele erkannt? Der Errichter dieser Stadt, damals St. Petersburg, war immerhin Zar Peter der Große und war seine Hauptstadt.
    Oder spielte eine Rolle, daß Peter der Große damit ein Gebiet beherrschte an der Durchfahrt von der Ostsee in die Nordsee und Rußland konnte seine Häfen in der Ostsee nutzen und die dort. stehenden Flotten?


    Ich neige zu der ersten Hypothese; denn er ließ St. Petersburg verhungern und erfrieren, ich denke, damit wollte Hitler die Russen demütigen. Ich habe aber keinen Anhaltspunkt, weshalb Hitler Leningrad für wichtiger als Moskau gehalten hat.


    Für die Moderation: Herbert, Raúl und ich arbeiten an der Geschichte der "Blauendivision", die an der Belagerung von Leningrad beteiligt war und ich würde gerne diesen Aspekt einbinden. Mir geht derzeit lausig und ich kann nicht schlafen, wenn ich mich hinlege, daher der späte Post.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Thomas,


    in Heilbronn an einer sehr entlegene Stelle, aber an einer sehr schönene Wanderroute in Heilbronn gab es auch so einen Bunker. Den haben wir Buben gefunden und die dort auch gelagerten Waffen mit genommen, ich kam mit einer geladene Pistole und einem ebenfalls geladenem Karabiner nach Hause. Mein Vater war entsetzt zumal er feststellte, daß die Waffen geladen waren, er verstand nicht, warum die Waffen nicht entladen wurden vor dem Einlagern. Und fragte ob wir Handgranaten gefunden hätten, das haben wir, aber liegen gelassen, wir wußte wie gefährlich die Dinger sind, wenn man nicht weit genug werfen kann, oder die Granate unglücklich liegen bleibt.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Vagelis,


    der Herbert und der Raúl und ich schreiben gerade an der Divisionsgeschichte der "Blauen Division", wir haben die Rollen dafür und die Spanier haben sehr detailliert über deren Ausbildung in Grafenwöhr, ich werde besonderes Augenmerk auf Nahkampf legen. Die Spanier waren nicht alle Soldaten, außerdem mußte sie an die Abläufe in der Wehrmacht gewöhnt werde. Das soll heißen, daß die Ausbildung nicht anders war, als in der übrigen Wehrmacht.


    Gruß Wolfgang

    Hallo Frank,


    seit Deinem Beitrag halte ich nicht starr daran fest, daß im Rußlandkrieg Ortszeit stets Ortszeit (Moskauer Sommerzeit) verwendet. Das ging nicht für Unterstützung aus Deutschland, oder für Rückführung nach Deutschland (Verwundete Urlauber), es wurde so denke ich für private Tagebücher auch Ortszeit und deutsche Sommerzeit.


    Gruß Wolfgang