Posts by MarcusK

    Hallo Leute,
    auch wenn dieses Thema schon fast kalter Kaffee ist (von 2010), habe ich vielleicht noch etwas zum Thema beizusteuern.


    Wie schon weiter vorne zu lesen war gab es hier in Neumünster einen so genannten Industrie-Jagd-Schwarm Neumünster. Aufgestellt wurde er am 21.Februar 1944 vom Reparaturwerk Land & See Leichtbau GmbH Berlin, Werk Neumünster. Diese kleine Truppe wurde aber schon ende März 1944, nach gerade einmal einem Monat, wieder aufgelöst. Die Piloten waren Werkinterne Einflieger für die reparierten Bf 109 Jagdflugzeuge. Diese Einflieger waren zum teil abkommandierte Flugzeugführer der Luftwaffe. Ausgerüstet war dieser Schwarm (höchstens vier Maschinen) vermutlich mit dem Muster Bf 109 G. Stationierungsort war der Fliegerhorst Neumünster wo die Abteilung Endmontage/Einfliegerei (Werk Nr.3N) der Land & See lag. Diese Halle steht übrigens heute noch.
    Die Quellenlage dazu ist wirklich sehr, sehr dürftig. Die Einheitsbezeichnung habe ich von einer Dislozierungskarte aus dem Bundesarchiv Freiburg.


    Von einigen wenigen Einfliegern sind auch die Namen bekannt. Einflieger waren:


    Oberfeldwebel Hermann Guhl (ex I.(J)/LG2)
    Bruno Fransen
    Ernst Voß
    Freitag (Vorname unbekannt)
    Brutscher(Vorname unbekannt)
    Unteroffizier Hans Volland (am 21.Juli 1941 beim Testflug mit einer Bf 109 E in den Barkauer See gestürzt, niemals geborgen).


    Ob überhaupt und wer von den ersten fünf genannten im Industrie-Jagd-Schwarm Neumünster flog ist nicht bekannt.
    Von Interesse für mich wäre die Herkunft der Bezeichnung Industrieschutzstaffel Ludwig Hansen, Neumünster (vielleicht war ja Ludwig Hansen auch als Einflieger bei der Land & See ???)

    Hallo Twilight,


    auf den ersten beiden Bildern steht am Giebel des Tores: RAD Abteilung 1/282 Westgotenkönig Lurich.


    Auf dem dritten Bild kann man lesen: Meine Dienstzeit vom 3.Oktober 1939 bis 29.März 1940. Den letzten teil deute ich als Awersdorf, die drei Buchstaben dahinter als abkürzung für Ostfriesland.

    Hallo flugschüler61,


    zu der Nummer der Hundemarke kann ich folgendes sagen:


    4. Kompanie des Flieger-Ausbildungsregimentes 41, Standort Frankfurt/Oder. Dort erhielt Dein Vater seine Infanteristische Grundausbildung. Die vierstellige Zahl davor ist seine individuelle Nummer.
    Welche Maschine hat er denn beim JG 5 geflogen, die einmotorige Bf 109 oder die zweimotorige Bf 11o (bei der Zerstörerstaffel)?
    Falls Du noch Fotos oder das ganze Album hast dann könntest Du anhand der Bilder und der eventuell abgelichteten Maschinen rückschlüsse auf die Staffel, bzw. Gruppe ziehen (stichwort Wappen). Das erleichtert die rückverfolgung seiner Einsätze ungemein.
    Wie es aussieht hat es aber in seiner Fliegerischen Laufbahn einen drastischen Einschnitt gegeben. Denn man landet als ausgebildeter Flugzeugführer nicht so ohne weiteres an einer Schule für Fallschirmjäger. Wie Du schreibst, wurde er zweimal abgeschossen. Man kann nur vermuten das er beim zweiten abschuss so erheblich verwundet wurde das eine rückkehr in den Pilotensitz einer Bf 109 oder Bf 110 nicht mehr möglich war.
    Ferner gibt es im Motorbuch Verlag eine Chronik des JG 5 von Werner Girbig. ISBN 978-3-613-03228-6.

    Hallo Leute,


    lang, lang ist es her das ich mich im Forum mal wieder blicken ließ. Zum Thema Lager Risum der Abteilung 2/ 150 des weiblichen Arbeitsdienstes habe ich den RAD Paß mal abgelichtet. Siehe Dateianhänge.


    Sorry ! Ich habe die Bilder leider etwas zu klein gemacht. Ich werde sie noch mal neu bearbeiten und nach reichen!


    Sooo mit o. Erledigt. Ich glaube hier kann mann mehr sehen.

    Hallo Liebe Forumsbesucher,
    ich habe vor vielen Jahren bei einem Besuch des Stadtarchivs meiner Heimatstadt einen älteren Herren kennergelernt der mir ein paar fotos von seinem Vater zeigte. Ich durfte mir diese Bilder kopieren. Zu sehen war dieser Mann der als Zahlmeister bei einem Ostvölkerverband diente und später zur Waffen-SS übertrat noch in Heeresuniform mit seinem Burschen Achmorar oder Achmosar. Dieser trug aber als Asiat schon SS Uniform. Auf dem nächsten Bild sieht man diesen Offizier bereits in SS-Uniform. Bei diesem Ostvölkerverband der komplett der SS überstellt wurde handelt es sich wohl um das Turkestanische Grenadier Bataillon 450 der Turkestanisch-kaukasisch-mokamedanischen Legion. Wirklich interessant ist das diese Männer an ihren SS Uniformen nach dem übertritt von der Wehrmacht zur Waffen-SS noch immer das Emblem der Turkestanischen Legion trugen. Nun meine fragen:
    a. Wann erfolgte der übertritt zur SS?
    b. Welcher SS Einheit war diese Turkestanische Einheit unterstellt?
    c. Wie lange blieb die Einheit in den reihen der SS bestehen?
    d. Welche Bezeichnung erhielt diese Einheit innerhalb der SS?
    e. Kam diese Einheit noch in den Fronteinsatz, wenn ja wo?


    Viele, viele Fragen für deren Hilfe ich mich schon mal im voraus bedanke. Anbei zwei Fotos.

    Hallo FredT, Hallo Jafü,
    herzlichen Dank für Eure Hilfe. Leider habe ich heute erst wieder rein geschaut. Ich habe mal auf der seite spurensuche sh von N.Hempel nachgeschaut. Dort schreibt er zur 42-29940 nordwstlich von Neumünster abgestürzt. Ein Crewmitglied überlebte. Aber der Rosenhof bei der Gemeinde Padenstedt liegt genau südwestlich von Neumünster knapp paar hundert meter nördlich der Bahnlinie von Neumünster nach Hamburg. Und dort lagen alle zehn Mann Mausetot in der Feldmark verteilt. Also bewusste falsche Ortsangabe um Hobbybuddler fernzuhalten??? Kann man verstehen. Da soll der gute Herr Hempel aber ganz pingelich mit sein (was man auch verstehen kann).


    In der Stadtchronik von Neumünster beschreibt der Stadtchronist Karl Barlach die Luftkämpfe von Pfingsten 1943 (13.Juni). Während der Luftkämpfe über der Stadt hat es in den Straßen von Neumünster durch herabfallende Hülsen, Geschosse und Geschossfragmente mehrere verletzte Passanten und sachschäden an Hausdächern und geparkten Autos gegeben. Gestellt wurde der auf Kiel fliegende Bomberverband gegen 9.20 Uhr im Raum Neumünster von Teilen des JG 11(II:Gruppe) und der Jagdstaffel Helgoland (mit Bf 109 T) von den Plätzen Jever und Husum gestartet. (Quelle Rodeike/Prien: Chronik JG 1 und 11 Band 1)


    Hallo Jafü gern würde ich Dir meine e-mail zukommen lassen, aber ich habe keinen blassen Dunst wie das mit dem PN funktioniert!!

    Seit langem arbeite ich an einer Dokumentation zum Thema Fliegerhorst Neumünster. Vor kurzem fiel mir das Buch Unternehmen Weserübung von Walther Hubatsch (erschienen 1959) in die Hände. Darin wird erwähnt (in den wiedergegebenen Luftwaffendokumenten) das die KGr.z.b.V. 101 von Neumünster aus ab dem 9.April 1940 operierte. Im Lexikon der Wehrmacht steht aber das diese Einheit im März von Neumünster nach Dortmund verlegte.
    Ich hab schon mal Leserbriefe an Jet & Prop und Flugzeug Classic geschrieben die aber nie gedruckt wurden. Vielleicht kann mir ja einer der Forumsteilnehmer bei der Lösung dieses Rätsels helfen?


    Laut Hubatsch sah der Einsatz der KGr.z.b.V.101 von Neumünster am 9.April so aus:


    Start von Neumünster mit 53 Maschinen, befördert wurden:
    a. 1./ FBK des ZG 76 mit Mun und der 1.Zug der 2./FBK R VIII nach Aalborg
    b Betriebsstoff nach Stavanger
    c. Betriebsstoff nach Oslo-Fornebue
    b. 11./ IR 324 nach Oslo-Fornebue

    Hallo Jafü Mittelrhein,
    habe mich seit langem mal wieder ins Forum eingelockt und dabei diese Beiträge gefunden. In Deiner Auflistung über die B-17 Verluste vom 13.06.1943(Pfingsten, was Kalendarisch selten vorkommt) über Schleswig-Holstein habe ich auch die Serial 42-29940 einer B-17 gefunden die bei Padenstedt (bei Neumünster) herunter kam. Dieser Absturz wird auch in der Dorfchronik Padenstedts vom Autor Max Butenschön (2006) kurz erwähnt. Demnach hat sich die B-17 in der Feldmark von Padenstedt (beginnend beim Rosenhof) gleichmäßig verteiltIch versuche schon lange herauszufinden welche Maschine da herunter kam, da ich schon länger an einer Dokumentation zum Thema Neumünster im Luftkrieg arbeite. Hast Du zufällig zu dieser Maschine weitere Daten wie Einheit, Kennung und die Crewliste?
    Das würde sehr weiter helfen!!!
    Einen herzlichen Dank sagt schon mal der Marcus

    Hallo Klaus,
    na mein lieber. Da hast du uns ja eine ganz harte Nuss zum knacken gegeben.
    Also Do 26, BV 138 usw. passt von der KTB beschreibung her (150 Personen an Bord) überhaupt gar nicht. Ich tendiere auch eher zur BV 222. Denn was wäre wenn sich der gute Mann beim schreiben des KTB Eintrages einfach nur bei der Angabe der Motorenzahl verschrieben oder sonst wie vertan hat??
    Wäre doch auch eine möglichkeit, oder?


    Schöne Grüße


    Marcus

    Hallo Rolf aus Nordfriesland,
    danke das Du Dir die Mühe gemacht hast das RAD Handbuch von 1936 abzutippen. Die Infos haben mir bei der zuordnung einer Bilderserie der RAD Abteilung 3/74 sehr geholfen.


    Hier noch ein paar Infos zum RAD Schleswig-Holstein aus meiner Sammlung:


    Die RAD Abteilung 4/74 lag 1936 im RAD Barackenlager auf dem Exerzierplatz am Ehndorferweg (heute Ehndorferstraße) in Neumünster. Belegt ist dies durch eine alte Ansichtskarte auf deren vorderseite unter dem Bild des Lagers aufgedruckt steht: "Nationalsozialistischer Arbeitsdienst Abt. 4/74". Offenbar verlegte diese Abteilung noch 1936 von Neumünster nach Hohenwestedt.


    Etwa zur gleichen Zeit wird in diesem Barackenlager aber auch eine Abteilung des weiblichen RAD geführt. Die bezeichnung lautete "Lager 25" bzw. "7/151". Diese soll bis etwa September 1939 in diesem Lager geblieben sein.


    Danach wurde das RAD Lager Neumünster bis 1945 zu verschiedenen zwecken genutzt. Unterbringung von Kriegsgefangenen & Zwangsarbeitern, Quartier für Einheiten von Wehrmacht, Feuerschutzpolizei und Schutzpolizei. Nach dem Krieg Zuflucht für Tausende Heimatvertriebene aus dem Osten.


    Vor einiger Zeit fand ich auf einem Flohmarkt Fotos und den RAD Pass einer wohl zuvor verstorbenen älteren Dame. Sie diente vom 15.April 1942 bis zum 31.März 1943 beim weiblichen RAD in der Abteilung 2/150 Lager Risum bei Schleswig. Einsatz im KHD bei der reichspost in Kiel. Nach ende des RAD kam die gute Frau (Jahrgang 1923) zur SS-Reichsschule Oberehnheim/ Elsass, danach Einsatz als SS-Nachrichtenhelferin in Heidenheim /Dezember 1944) und Erfurt (ab Januar 1945) alles durch Fotos belegt.


    Schöne Grüße aus Neumünster
    Marcus

    Hallo RolandP,


    als neuling in diesem Forum habe ich deine Frage erst jetzt gesehen. Folgendes kann ich zum Polizei-Objektschutzbataillon X sagen:


    Wie Du schon richtig sagst, taucht es im April 1944 in Neumünster auf. Es ist nicht identisch mit dem Polizei-Wach-Bataillon X. Das Pol.-Objektschutzbataillon X wurde aus der seit 1940 in Neumünster befindlichen Reserve Kompanie/ Motorisierte Gendarmerie Neumünster, mit sitz in der 1939 erbauten Polizeikaserne an der Altonaerstraße, gebildet. Dieses Pol.- Objektschutzbataillon X taucht zum ersten mal im Mai 1944 in den Zwangsarbeiterakten des Stadtarchivs in Neumünster auf. Als Aufgabe wird dort "Ausländer Kontrollen" genannt. Was aus dieser Einheit wurde ist nicht überliefert.
    Es soll aber der SS unterstellt gewesen sein und soll sogar Wachpersonal für das KZ Neuengamme gestellt haben. Ob diese angabe aber stimmt, konnte ich bisher nicht herausfinden.


    Zum Polizei-Wach-Bataillon X kann ich noch folgendes sagen:
    Die ersten Hinweise zu dieser Einheit tauchen ebenfalls in Dokumenten aus den Zwangsarbeiterakten der Stadt Neumünster im Stadtarchiv Neumünster auf. Datiert 1.April 1945. Dort wird ein IV. Polizei-Wach-Bataillon X erwähnt. Als Aufgabe dieser Abteilung werden "Passkontrollen von Ausländern & Zwangsarbeitern" genannt. Was aus dieser IV. Pol.-Wach-Btl. X wurde ist nicht bekannt.
    Was die III. Pol.-Wach-Btl. X betrifft, so ist diese am 22.Januar 1945 von Flensburg aus nach Neumünster verlegt worden. Die Personalstärke betrug 57 Mann die von der Schutzpolizei, Luftschutzpolizei und der Feuerschutzpolizei kamen. Am 24.Januar 1945 folgten dann gesondert nach Neumünster die Pferde der Polizei Reiterstaffel mit Ausrüstung, 2 Feldküchen und 6 Maschinenpistolen (Typ unbekannt). Das Quartier der Pol.-Wach-Btl. X Abteilungen war das alte RAD Barackenlager auf dem Ehndorferplatz in Neumünster.
    (Quelle hierzu: Stephan Linck: "Der Ordnung verpflichtet- Die Deutsche Polizei 1933-45 anhand des Falles Flensburg")
    Das Polizei-Wach-Bataillon X soll im April 1945 von der Roten Armee an der Oderfront komplett vernichtet worden sein.


    Vor einigen Jahren fiel mir dann eine verdammt große Feldkiste in die Hände. Über einen Meter lang und fast einen Meter hoch. Auf der Kiste stand folgendes:
    1. III./Pol.W.Btl X
    Im Deckel der noch original Grau lackierten Kiste war noch ein Stempel des Vorbesitzers Eingebrannt: Motorisierte Gendarmerie Schleswig. Hätte ich schon vor drei Jahren gewusst das diese Kiste zu diesem Polizei-Wach-Bataillon gehörte, hätte ich sie vermutlich nicht an einen Bekannten weiter verschenkt. Aber leider passte dieser Riesen Klopper nicht in meine Butze. Aber es schwirren noch irgendwo ein paar Negative herum auf denen die Kiste abgelichtet ist.