Posts by cmzander

    Hallo Thomas, nichts für ungut, aber: ein Riß, ein Knick, ungleichmäßige Ränder (3 x gerissen, 1 x fast glatt), teilweise etwas vergilbt, so stellt man sich ein altes Foto vor.
    Und seinen TK kann man über Fotos versilbern.

    Hallo, Kaspar
    Ich weiß zwar nicht, was dein „Held“ im Zivilberuf ist, aber erkönnte sich
    in der Ausbildung in Fotogrammetrie befinden oder befunden haben und wird nach Berlin gerufen, weil die dort einen der neuen Stereoplanographen bekommen haben und er die Technik der Stereoplanographie erlernen soll. Das Gerät steht ihm nur zu bestimmten Zeiten im Institut zur Verfügung (die Arbeiten daran sind streng geheim), die im voraus nicht planbar sind und so gewinnt er hinreichend freie Zeit.
    Bei seinem Einsatz im Osten soll er dann mit herkömmlichen Methoden bestimmte Gebiete vermessen und so die Einsatzfähigkeit der neu erstellten Karten überprüfen.


    Ähnliches läßt sich sicher auch mit irgendwelchen anderen militärischen Dingen konstruieren.

    Zu U 26 aus: http://www.u47.org/
    „Während dess darauf folgenden Jahres wurde er als IWO auf dem Erprobungstyp U-26 unter Kapitänleutnant Werner Hartmann eingesetzt, wobei er während des Spanischen Bürgerkrieges wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.“


    Wikipedia: „Nach der Indienststellung am 11. Mai 1936 gehörte das Boot bis zum 31. Dezember 1939 als Kampf-, Schul- und Frontboot zur U-Flottille "Saltzwedel" in Wilhelmshaven bzw. zur U-Bootschul-Flottille.“


    Weiß jemand Genaues über den Einsatz von U26 während des Spanischen Bürgerkrieges?
    Was haben die da gemacht und wo hielten sie sich auf? Bei Operation Ursula waren ja wohl nur U33 und U34 beteiligt ?(

    Hallo, Tbird,
    deine Bilder müßten aus dem Marinelazarett in Kiel Wik sein. Siehe den typischen Fußboden und die Wandkacheln.
    Ich war im letzten Jahr dort. Die Häuser waren leergeräumt, konnten besichtigt werden, stehen wohl zum Abriss. Ich will versuchen, dieses Jahr nochmal hinzukommen und Fotos zu machen, falls das Wetter je besser werden sollte.
    Dann könnten wir vielleicht eine Reihe "vor 66 Jahren" und "heute" auflegen.
    [Blocked Image: http://img487.imageshack.us/img487/3377/marinelazarettkielwik19fn4.th.jpg]
    [Blocked Image: http://img487.imageshack.us/img487/1685/marinelazarettkielwik19kw1.th.jpg]

    Hallo Klimo, interessante Bilder, besonders das zweite.
    Weißt du, auf welcher Strecke sie gemacht sind?
    Leider helfen die Schilder "Raucher" und "Nicht öffnen, bevor der Zug hält" nicht weiter  :(

    Hallo,
    Wetterpeilzug 514 Feldpostnummer 45173; Genaueres weiß ich nicht. Google verweist auf die 17. Armee, was auch stimmen könnte, denn irgendwo in den Briefen taucht auch der Rückzug auf die Krim auf.
    Er wurde mit 3 Kameraden als Ersatz runtergeschickt, mußte in Krasnodar erstmal lange suchen, bis er jemanden fand, der seinen Zug zumindest kannte.
    Einen Auszug kann ich noch kopieren. Ich nehme an, daß sich die Schilderung auf Krasnodar bezieht, bin mir aber nicht ganz sicher:


    Vorher war ich auf dem Zentralmarkt von K. Hier wird tatsächlich fast alles feilgeboten: ich sah u.a. auch Grammophone, auf denen irgendwelche russischen Platte seltsame Geräusche machten, wunderbar hergestellte Milchkannen sogar mit Kupferboden. Wieder auch: alte Nägel, Schrauben, Handwerkzeug.
    Ich suchte vor allem Obst und dergleichen, habe jedoch keine Äpfel gekauft: sie kosteten per Stück 5 – 7 Rubel = 0,50 – 0,70 RM, Birnen bis 1,25 Stück. Einen ganz winzigen Apfel habe ich irgendwo für 0,20 RM erhalten. Billig waren Radieschen, Bund 0,30 RM. Für 5 Bnbon gab ich 0,50 RM, Stück 1 Rubel, für eine kleine Melone RM 2.-, doch ist die Zeit eigentlich längst vorbei. Birnen kosten kg 5.- RM. Verhältnismäßig „billig“ sind getrocknete Äpfel. Für 2 RM habe ich eine ganze Päckchenschachtel voll erhalten. Ich werde sehen, mir davon noch einen anständigen Wintervorrat aufzubauen.


    Nachdem ich dann eine Meldung fortgebracht hatte, ließ ich mich in einer der vielen Restaurationen nieder. Es gibt russische, in der teils oder hauptsächlich die Kundschaft aus Soldaten besteht und solche, die nur für Wehrmacht bestimmt sind. Meines hatte sogar Konzert, allerdings mehr laut als schön, 5- 6 Mann. Die russischen Kellnerinnen kennen natürlich alle Fachausdrücke schon deutsch. Die Preise waren erträglich, besonders für hiesige Verhältnisse. Ich aß einen Entenflügel zu RM 4.- (alles ohne Marken, versteht sich, denn woher sollten wir Marken haben) mit etwas Gemüse (Rotkohl, Apfelmus, eine Gurke und Kartoffelmus in einer Menge, die gerade noch mit dem bloßen Auge zu sehen war). Kartoffeln sind sehr selten. Eine Portion Tomatensalat kostete 0,70, eine kleine Portion Brot 0,60 und eine Birne als Nachtisch 0,70.-RM. Fleisch ist noch am preiswertesten: deutsches Beefsteak usw. war von 2.- bis zu 3.- RM zu haben. Jedenfalls ist das einmal etwas anderes und gänzlich ungewohntes.
    Das Kaffeetrinken war nicht so erfolgreich. Ein kleiner, belanglos schmeckender Kuchen kostete 0,70 RM, da ist ein Pfannkuchen mit Apfelmus für 1,50 schon besser. Nachdem ich einmal so alles probiert habe, bin ich dann wieder nach „Hause“ gewandert.

    Weiter gehts mit Rostov am 17.09.1942:
    R. hat eine Bedeutung für ein Riesenhinterland wie Hamburg für Deutschland. Für RM 4.- (hier sind Inflationspreise, ein kg Butter 8.- Liter Öl 20.-RM) erstanden wir uns die erste Melone, die vorzüglich mundete.


    19.(?)09.1942


    Die Bewohner scheinen den Deutschen hier freundlich gegenüber zu stehen. Eine Frau warf uns Zweige auf den Wagen, die wie Weiden aussehen, doch kleine graugrüne Früchte tragen (natürliche Größe ) mit einem nicht saftigen, aber sehr süßen Fruchtfleisch und einem glatten, aber gestreiften Kern (welche Pflanze?), der auch länglich, eiförmig ist.
    Vor einigen Stationen konnten wir Melonen kaufen, diesmal für RM 1.-. Melonen wachsen hier wie Mais und Sonnenblumen auf den Feldern. Wir haben uns bereits ordentlich satt gegessen und ich 2 schöne (?) Aufnahmen gemacht (daher obige Anschrift). Die vorige ist vom Volksmarkt in Rostow, davor am Asowschen Meer.


    28.09.1942 auf dem Weg nach Krasnodar:
    Wir haben die Zeit indes gut genützt: Unkraut (Melde) ausgerissen und Maisstroh organisiert, um uns ein Lager zurecht zu bauen, gut gefrühstückt usw., denn noch hatten wir Vorräte aus der Marschverpflegung, wenn wir auch, wie alle anderen, festgestellt haben, daß sie um so dürftiger wird, je näher man sich der Front nähert. In K. gab es z.B. warmes Essen nur bei der wesentlich geringeren Tagesverpflegung.


    Am Tag nach unserer Ankunft ging ich morgens vor dem Dienst auf den Markt. Deutsches der habe ich das nicht ausgenutzt. Hier auf dem Markt (in unserem neuen Ort) kann man nur tauschen. Immer begehrt ist Saccharin, allerdings weiß ich den Wert nicht. Solltest Du etwas entbehren können, so sende einmal ein solches Geld. Bei den Preisen muß man bedenken, daß auch ein Feuerzeug den Wert von 20.- RM hat. Seife scheint hier nicht so gefragt zu sein wie in Mittelrußland und Polen, auch um Brot wird wesentlich weniger gebettelt. Ich habe mich mit Melonen eingedeckt (RM 0,50 bis RM 2.-), doch ist die Zeit leider vorbei. Hier in G. habe ich noch keine gesehen. Nur einen großen Haufen Kürbisse sieht man, die als Viehfutter verwendet werden. Sie sind oft kaum zu unterscheiden. Am letzten Abend wollten 3 Mann (darunter ich) sich noch einige Melonen organisieren. Wir kannten den Kram noch nicht so genau und kamen mit je zwei Kürbissen unter dem Arm zurück. Die Stubenkameraden kugelten die Dinger durch geöffnete und geschlossene Fenster wieder nach draußen.


    Schilderung aus einer kaukasischen Kleinstadt im Oktober 1942:
    Der Bazar ist in vollem Gange. Frauen mit weißen Kopftüchern und sonst teilweise recht bunt, teils auch recht einfach gekleidet, suchen die Waren, die sie brauchen, zu tauschen oder durch Rubel zu kaufen. Die Auswahl ist nicht sehr groß. An Lebensmitteln sind Mais und Weizen, seltener mal Mehl zu kaufen. Sonnenblumenkerne bilden auf manchem armen Bazar die Hauptsache. Sie fehlen auch hier nie. Es gibt totes und lebendiges Geflügel, auch wohl Ferkel. Soldaten kaufen Quark und fragen nach Mesco = Butter und Honig, der aber sehr selten ist. Kürbisse werden als Schweinefutter gehandelt, Melonen sind jetzt vom Markt verschwunden. Viel gehandelt werden auch grüne und reife Tomaten. Ganze Wagenladungen kommen von der Umgebung. Die Bewohner säuern die Tomaten in einer Tonne ein und verbrauchen sie dann im Laufe des Winters. Getrocknete Birnen sind die unappetitlich aussehenden kleinen schwarzen Dinger. Sie sind klein und saftlos, weil wir auch die ungetrocknete Frucht kaum als Birne ansprechen würden, so winzig und unansehnlich nehmen sie sich aus. Vielleicht ist es die unveredelte Urfrucht unserer Birne, vielleicht läßt die Trockenheit nichts anderes aufkommen.
    Sonst gibt es wenig: einige Kleider oder Stoffe, einige gebrauchte und verrostete Eisensachen, auch Nägel werden angeboten. Seife wird teilweise angeboten, teils als Zahlung gern in Kauf genommen. Einer hat vielleicht 2 bis 3 Paar Stiefel, ein anderer wenige Mützen zum Verkauf.
    Dieser Bazar ist die einzige Möglichkeit etwas zu kaufen, denn Läden oder Geschäfte gibt es nicht. Auch am Werktag hat das Leben überall seinen Anfang genommen.


    PS Bitte die Beiträge in einem Stück schreiben und dann abschicken, Raffael

    weiter am 16.09.42:
    Seit zwei Tagen fahren wir jetzt ununterbrochen durch eine der fruchtbarsten Gegenden der Erde. Die schwarze Erde wird durch keinen Sand, durch keinen Fels abgelöst. Unendliche Mengen Getreide müßten hier wachsen können und sind wohl auch gewachsen, weil überall die großen Strohdiemen von der Arbeit der Dreschmaschinen Zeugnis ablegen.
    Gestern kamen die Ukrainer häufig an den Zug, um Eier gegen Seife zu tauschen. Es gibt meistens 5 Eier für ein Stück Seife (Kriegsseife). Jedoch ist die Marschverpflegung so reichlich, daß ich die Fleischration kaum aufessen kann. Besonders so fettes Essen ist man nicht mehr gewöhnt. Butter kann ich gut verbrauchen. Ich erhalte für zwei Tage meine kleine Dose voll (150g?).


    Am 17.09.1942 aus Dnepropetovsk:


    Vom Heldenfriedhof hat man einen vorzüglichen Überblick über die Stadt. Alle Gräber haben Kreuze mit Namen, sodaß die Angehörigen später die Gräber besuchen könnten. Nachdem wir als Marschverpflegung noch ein gutes Stück durchwachsenen Speck und einen Klumpen Butter für den nächsten Tag erhalten hatten, begaben wir uns auf den Bahnhof, um einen Güter- oder sonstigen Zug in Richtung Osten zu suchen.


    Dann geht’s durch den Teil, der im Winter russisch war. Unbestellte Steppen voll Unkraut soweit das Auge reichte, sehr zerstörte Ortschaften beiderseits der Bahn. Im deutschen Teil war immerhin das meiste bestellt. Je weiter wir nach Süden kamen, um so mehr treten Mais, Sonnenblumen und als Gartenfrucht Tomaten und Melonen auf. (Trotzdem werden für Tomaten Wucherpreise verlangt, und eine Melone habe ich bisher nicht ergattern können.)


    PS Beiträge zusammen gefasst, Raffael

    Mein Onkel (damals Wetterpeilzug 514) fuhr von Jüterbog über Lemberg in den Kaukasus. Er berichtet am 11.09.1942:
    Der Zug hat eine Küche. Wir erhielten außerdem reichlich Marschverpflegung ( 1 Wurst, 1 Stück (1 - 1 1/2 Pfund) durchwachsenen Speck und 1 1/2 Brot für 3 Tage, 1 Brot = 1500 g), am Abend eine Kohlsuppe, anschließend Kaffee und heute morgen wieder Kaffee. Es fehlt eben nur die Marmelade.


    Folgende Beschreibunf kommt am 13.09.1942 aus Lemberg:
    Dann gerieten wir durch Zufall gegenüber der Oper auf einen Markt.
    Erstaunlich, was dort alles angeboten wird. Rostiges Werkzeug, alte Schrauben, Lebensmittel in kleinsten Mengen und zu erstaunlichen Preisen. So wird z.B. mit ausgepalten Bohnen, die in einem kleinen Haufen auf einem schmutzigen Tuch liegen, vielleicht sogar stückweise gehandelt. Äpfel werden einzeln oder pfundweise verkauft 1 Pfund = 1 RM (2 Zloty) und mehr. Bohnen Pfund 2 RM. Offenbar wegen der Brotknappheit werden auch Maiskolben (die noch ganz unreif waren) und eine Art Kartoffelpuffer gehandelt. Die Größe dieser Dinger entsprach etwa unseren Kartoffelpuffern, von Fett war keine Spur zu entdecken (oder nur kaum spürbare Mengen) der Geschmack ist ziemlich nichtssagend, trocken. Vielleicht werden die Kartoffeln mit irgendeinem Mehl gemischt. Als ich einen solchen (Preis 1 Zloty = 0,50 RM) probeweise futterte, meinte ein Pole (Ukrainer) in reinem, gebrochenen Deutsch: „nix, Sie Brot und Butter“. Also ich hätte doch Brot und Butter und bräuchte diese Dinger nicht zu essen. Da hat er natürlich recht, denn unsere Marschverpflegung ist so gut, daß man kaum dagegen an essen kann. Selbst für meinen Hunger reicht das Brot (750g/Tag)
    Während des Mittagessens konnte man in der Kantine Keks und Zigaretten kaufen und dann bin ich mit dem Ostpreußen wieder in die Stadt geturnt.


    Falls Interesse besteht und ich diesen Thread wiederfinde, kann ich in diesem Stil noch so einiges posten.
    Ich möchte euch aber nicht langweilen, daher würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.


    PS Beiträge zusammen gefasst. Raffael

    Übernommen aus Uniformen und Aufzeichnungen unter: www.afrika-korps.de


    Ärmelband Afrika: ist eine Auszeichnung und die Optik mit den zwei Palmen war bei allen Truppengattungen gleich. Es gab nur herstellerbedingte kleinere Abweichungen bezüglich der Fertigungsart.


    Ärmelstreifen Afrika: ist das Band für die Truppenzugehörigkeit.
    Bei Ausführung Heer stand "Afrikakorps", bei den Bänder der LW u. Marine stand in der Regel nur "Afrika" ohne die beiden Palmen.


    Hier die Kopie eines Ärmelbandes:


    [Blocked Image: http://img168.imageshack.us/img168/967/rmelband1cw2.th.jpg]
    [Blocked Image: http://img294.imageshack.us/img294/2066/rmelbandfn5.th.jpg]

    Hier zwei der Uniformen, die die DRK-Schwestern im Kriegseinsatz trugen:
    1. Rock und Jacke aus grauem (?) Loden (Einsatz 1940 in Frankreich),
    2. Rock und Windjacke der Afrika-Uniform (wurde erst im Verlauf des Afrika-Feldzuges zur Verfügung gestellt. Anfangs trugen die Schwestern auch Lodenuniform in Afrika)


    [Blocked Image: http://img73.imageshack.us/img73/8805/lodensf8.jpg]


    und hier die Tropenuniform:
    [Blocked Image: http://img73.imageshack.us/img73/6641/tropenuniformul3.jpg]



    PS Beiträge zusammen gefügt, Raffael
    Bitte die Beiträge in einem Stück schreiben. Das erleichtert das lesen.