Posts by cmzander

    Hallo,


    Kaffee kochen in der

    Lybischen Wüste


    Weihnachten 1942


    Eine kleine Besprechung

    in der Wüste

    Im Dezember 1942


    Gruß Christa

    ... und Libyen ist mal wieder falsch geschrieben

    Hallo,

    meiner Meinung nach ist der Damm zu steil für einen Deich und außerdem "bebaut".

    Mein Vorschlag: Bahndamm, evt. Anfahrt zu einer Brücke.


    Gruß Christa

    Hallo Arnd, hallo Viktor,


    das würde aber darauf hinaus laufen, dass viele abgelegene Orte in Russland in den 40er Jahren zwar eine Stromversorgung und damit auch Stromleitungen hatten - wie es auf den Fotos zu sehen ist. Das Stromangebot wäre dann aber nicht ausreichend gewesen, um die Privathäuser in den Orten zumindest mit Licht zur versorgen. Der angebotene Strom wäre dann anderweitig verbraucht worden, z.B. Handwerk, Kleinindustrie, soziale und politische Projekte.


    Gruß Christa

    Guten Morgen ZAG,


    Interessante Diskussion, die sich hier entwickelt. Zu den Fakten kann ich nur einige Einzelheiten aus den Feldpostbriefen meines Onkels aus Südrussland beitragen.


    Er schreibt am 18.10.1942 aus Giaginskaja (nördlich von Maikop):

    "In Giaginskaja fand sich fast in jedem Haus ein Lautsprecher, die alle von einem Zentralempfänger betrieben wurden und natürlich das Reichseinheitsprogramm boten."

    Dass die Lautsprecher in den Häusern nur über Akkus funktionierten, erscheint mir unwahrscheinlich. Die Häuser im Ort müssten elektrifiziert gewesen sein. Aber wenn Strom zugänglich war, hieß das offenbar nicht, dass er auch genutzt wurde.

    Denn er schreibt im gleichen Brief:

    "Die Herde werden noch einmal angeheizt. Die Sonnenblumenstängel lassen die Flammen hell flackern, im Dunkel des Abends ein wunderbares Bild. Das leichte Blau des aufsteigenden Rauch es geht in das Blau der Dämmerung über, eines verstärkt das andere und das lodernde Rot des Feuers sowie das ruhige Violet des Abendhimmels lassen die Farbstimmung tief erleben.

    Später sitzt die ganze Familie im Dunkeln oder bei trüber, gemütlicher Petroleumlampe und knackt Sonnenblumenkerne..."


    Er schreibt am 09.12.1942 aus Paschkowskaja (östlich von Krasnodar):

    "Wir sitzen heute Abend wieder bei Kerzenlicht. Mein Kamerad B. hat zum Glück einige richtig lange Wachskerzen; meine Adventskerzen halten nicht lange und sind nur Luxus. Die Russen sitzen im Dunkeln (Kerosin = Petroleum ist alle) und spielen Laute, eine ganz weihnachtliche Stimmung.“

    und am 10.12.1942:

    "Licht ist eigentlich das größte Problem. Die kümmerliche Funzel reicht höchstens zum Lesen und Schreiben, nicht dazu, die Sachen in Ordnung zu bringen, die das wegen des vielen Schmutzes hier dringend nötig haben.“

    Es bleibt unklar, ob mit der Funzel eine Glühbirne gemeint ist, aber das gibt der Zusammenhang eigentlich nicht her.


    Für mich ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass eine Elektrifizierung auch in abgelegenen Gebieten von Russland häufig vorhanden war. Die Nutzung des Stroms im Privathaushalt war an diesen Orten aber aus vielen Gründen durchaus nicht selbstverständlich.


    Gruß Christa

    Hallo,

    kleine Korrektur:


    Jg. Ers. Btl. 49

    Jäger Sämtl. Pers(onalien). lt. St(andes). Amt.

    3.5.43. 2,5 km nördl. Mustolowo gefallen, I(Infanterie). G(schoss).

    Kopfschuß, Grablage: Heldenfr[ie]dh[of]. Snigri

    Reihe 4 Grab 10 v. li. , V. h.? 4 l[au]f[en]d[e], Nr. 5


    Gruß Christa

    Hallo many,


    Grablage: Heldenfriedh. Nowy-Rogatschik,
    35 km westl. Stalingrad,

    Grab Nr. 155, XIII Reihe

    der Heldenfriedh. liegt etwa 1 km südl. d. Eis.Bahnbr. über

    d. Tscherwlenaja (Karpowka) Bahnl. Werche Tschirskaja-Stalingrad,

    b. d. ehem. russ. Kinderheilstätte


    Liebe Grüße

    Christa

    Hallo,

    hier mal ein Anfang zur Entzifferung:


    Bild 1:

    Teilkräfte der Gend. Züge (mot)

    33,38 u. 40 ? #24300

    Wachtmstr. (Wachtmeister) d. Gend.


    Bild 2:

    1.4.43 Res.Laz. Mindelheim Teillaz. Bobhof/ Lobhof/ Lohhof ? LKB (Leichtkrankenbuch) 24 8.3.43, schw.

    Mittelohrentzdg. 28, Zust. nach Wolhyn. Fieber (12), v. LKZ (Leichtkrankenzug) 2116 ?

    30.4.43 k.v.z. Standortkommandantur Trier


    Gruß Christa

    Hallo Johann Heinrich,


    vielen Dank für Deine Recherche, die das Ganze für mich interessanter und natürlich auch schwieriger zu begreifen macht.

    Also nicht (nur) Reichsarbeitsdienst, sondern vielleicht auch (Zwangs)Arbeit.

    Ich bedaure sehr, dass ich mit meinem Onkel (der auch mit dem Wetterpeilzug in Russland war) nicht ausführlicher über sein Leben erzählt habe.


    Einmal hat er von sich aus angefangen. Ich muss 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein, sass auf einer dieser alten Metall-Mülltonnen, die es damals gab und pulte Sonnenblumenkerne aus einem Blütenboden, den ich organisiert hatte, um sie zu verknacken. Da kam er auf mich zu, lachte und sagte: "Genau wie damals im Krieg in Russland. Da habe ich auch mit den Leuten abends zusammengesessen und Sonnenblumenkerne gepult." Fand ich interessant und fing an nachzufragen. In dem Moment schoß aber meine Tante um die Ecke und verbot ihrem Mann, "mit Kindern über so etwas zu sprechen". Ich habe damals begriffen, dass dieses Thema tabu war und mich eigentlich nie mehr getraut, ein solches Thema und alles, was dazuzugehören schien, im Familienkreis anzusprechen.


    Es wäre schön, wenn Du die beiden Seiten der Abschrift hier einstellen könntest. Offenbar ist an diesem thread noch der eine oder andere interessiert.

    Liebe Grüße Christa

    Guten Tag und vielen Dank für Eure Vorschläge.


    Ich hatte Dieter schon per pn geschrieben, dass Sylt so gar nicht mein Gebiet ist

    und mein Interesse nur im Zusammenhang mit den Bildern aufgeflackert ist.

    Dass dieser Damm nicht nur durch Handarbeit des RAD sondern unter der Regie einer Firma (z. B. H. Möller) gebaut wurde,

    Ist wahrscheinlich. RAD 2/77 könnte auch nach meinen Recherchen passen. 1941 ist wohl etwas spät.

    Ich habe die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte angeschrieben, ob sie die Originalfotos übernehmen möchte.


    Liebe Grüße Christa

    Guten Abend,


    Zurzeit sichte und entsorge ich alte Familienfotos. Dabei sind mir Aufnahmen meines Onkels Kurt Johannsen in die Hände gefallen, der als Vermessungstechniker an den Baumaßnahmen des Rantumer Damms beteiligt war. Die Fotos sind von 1936, eines ist mit 1939 beschriftet (Versehen?). Die Qualität ist nicht sehr gut, vielleicht sind die Bilder für den einen oder anderen von Interesse.


    Mich würde interessieren, welche Gruppe des RAD hier eingesetzt war. RAD-Abt. 1/77 Tinnum/Sylt; RAD-Abt. 2/77 Matthias Claudius, Keitum/Sylt; RAD-Abt. 3/77 Eduard Jungmann, Archsum/Sylt oder?



    Weitere Angaben zum Rantumer Damm habe ich hier gefunden:

    – Quelle: https://www.shz.de/5451481 ©2020

    „Im Frühjahr 1936 begannen die Arbeiten an dem 5,2 Kilometer langen Damm, der auf eine Höhe von fünfeinhalb Metern aufgeschüttet wurde. Untergebracht waren die Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes im Lager Dikjen Deel südlich von Westerland, einer Ansammlung spartanischer Baracken. Zeitweise waren bis zu 700 Männer Tag und Nacht im Einsatz – und leisteten wahre Knochenarbeit. Ein Veteran erinnerte sich noch Jahre später: „Nach getaner Arbeit waren wir abends oft so erschöpft, dass einige von uns an einem Stock in die Baracken gingen.“

    Am 12. August 1937 wurde der Rantumdamm geschlossen. Der 560 Hektar große Seeflughafen mit einer Wassertiefe von bis zu drei Metern verfügte über Start- und Landebahnen von bis zu 3 000 Metern Länge. Doch bereits bei seiner Fertigstellung wurde der Fliegerhorst für Wasserflugzeuge als „nicht mehr kriegswichtig“ eingestuft – unter anderem deshalb, weil Wasserflugzeuge für die strategische Kriegsführung der Luftwaffe nicht länger Bedeutung hatten.“


    Gruß Christa