Posts by cmzander

    Hallo,

    der Schreiber der Eintragung in der Karte war offensichtlich mit medizinischen Diagnosen nicht erfahren. Bei „Angopiasmen“ soll es sich wohl um „Angiospasmen“ = Verkrampfungen von Gefäßen handeln, möglicherweise eine Minderdurchblutung von Hand und Arm als Folge der Verletzung; eventuell aber auch falsch bezeichnete Muskelkrämpfe als Folge einer Nervenschädigung.
    Ist bekannt, ob der Verletzte später weiterhin Beeinträchtigungen des Arms hatte?

    Gruß Christa

    Hallo jof,


    1. die Entfernung „18 km vor Tobruk“ auf der von Rolli eingestellten Bild-Rückseite beruht meines Erachtens auf einer Verwechslung von Meilen mit Kilometern. 18 Meilen sind 28,8 km. Ich bin davon überzeugt, dass die Erstgrablage Deines Onkels der Friedhof am Weißen Haus ist.


    2. Wenn Du Dir nochmal die von mir eingestellten Grabfotos ansiehst, erkennst Du auf Bild 9, rechts vom Monument, ein auffälliges Grabkreuz, das durchaus demjenigen von Oskar Fischer entsprechen könnte.


    pasted-from-clipboard.jpg


    Möglicherweise sieht man dieses Kreuz auch von hinten auf Bild 3.

    pasted-from-clipboard.jpg

    Liebe Grüße

    Christa

    Hallo Phil,


    Lass Dich bitte nicht entmutigen durch Deinen holprigen Start.
    Wie Jörg schon ausgeführt hat, wären Angaben über Ort und Zeit sehr hilfreich,

    motivierend wäre für den Leser zusätzlich, wenn Du angibst, warum Du auf der Suche bist.

    Und ändere bitte die Überschrift. Zum Beispiel: „ Kriegsgeschehen im Raum XY in der Zeit YZ“

    Es geht hier nicht um Fleischerei-Produkte.


    Liebe Grüße Christa

    Hallo As,

    willkommen im Forum der Wehrmacht.

    Erstmal die Transliteration, soweit es mir möglich ist.


    1.Scan: 1954 pers.

    3. Kp. H.U.Sch. F. Pio. Neubreisach 2/1 Kp. Pionier. Btl.23

    O.Pio./ Gefr.


    2. Scan :

    20.10.43/11.5.43 Res. Laz. I Freiburg in Br. LKB (Leichtkrankenbuch) 1? 2223

    4.5.43 Vergroß. d. Mandeln v? d. U. Schule

    =10.6.43 k.v. H (kriegsverwendungsfähig Heimat) Uffz. Sch. f. Pi. Neubreisach

    11.10.44 I 2.8.44 h? Silafporgi. schwerverw. Gr.Spl. (Granatsplitter) Kopf re.


    3. Scan:

    v.L. 69 lfd. Nr. 67

    17.1.45 I 5.10.44 Peude verw. I.G.(Infanterie Geschoss) Schuss rechtes Bein

    abgegeben. He. U. Pe lt. Meldg v. 18.10.44

    Bef. 3 lfd. Nr. 11 Pio. Btl.23



    Gruß Christa

    Hallo,

    falls es sich bei diesen beiden Kartenschnipseln um den gleichen Gefallenen handelt (?), könnte man auch erwägen, dass bei der Übernahme der ersten Angabe ein Lesefehler entstanden ist, dass aus einem Schuss in die Brust ein Schussbruch geworden ist.

    Zumal ein Schussbruch nur selten tödlich ist.
    Liebe Grüße Christa

    Hallo Stefanie,

    .

    kurz zu den eingegangenen Meldungen:

    V/2. 2.10.39 v(on) Tr(uppe) i(ns) R(eserve) Laz(arett) Köthen HKb? 163,

    V/2 12.10.39 ins Res(erve) Laz(arett) 3 Magdeburg I/1 Leipzigerstr 44, LKb.(Leichtkrankenbuch) Nr. 213, z. B. (zur Behandlung)
    27.11.39 dfg. (dienstfähig) z(ur) Tr(uppe).

    19.9.40. V/2 7.9.40 v(on) Tr(uppe) i(n) Res(erve) Laz(erett) Gießen, LKb.(Leichtkrankenbuch) 1654

    15.10.4. 26.9.40 dfg. (dienstfähig) erscheinungsfrei Flk E. A. 33, Weimar

    23.8.65 VI/8 Auf Antr(ag) d. M(utter?). 9.4.1965 Wehrmachtzugehörigkeit bestätigt


    Liebe Grüße

    Christa

    PS: Meine Antwort kann gerne gelöscht werden.

    Hallo Elena,

    Finde ich gut, was du geschrieben hast. Da ist ganz schön viel zusammen gekommen.
    Ich weiß nicht, ob das dem Kaiser Bill Toilettenpapier stimmt, wäre aber ein guter Gag.

    Man merkt and, dass du Spaß am Thema hattest.

    Liebe Grüße

    Christa

    Hallo Kaukasus,


    mein Onkel war im Januar 1943 in Armavir und schreibt am 23.01.1943 an seine Frau:


    "In Kropotkin 3 ½ Stunden nach Verpflegung angestanden, dadurch 2 Züge versäumt. Am nächsten Tag lange gewartet, schließlich gegen Abend in Armavir. Armavir ist eine mehr städtisch gebaute Stadt, die einmal große Hotels und dergleichen hatte (Ausgang des Erdölgebietes!) Die Stukas haben in Präzisionsarbeit Bahnhof und Hotels in Trümmern gelegt. Verbogene T-Träger sind heute Leitmotiv. Ein russischer Tiefangriff eines einzelnen Flugzeugs war völlig wirkungslos.

    Die Verpflegung war originell. Ohne irgendwelchen Nachweis wurden am Abend Würste, Keks (eiserne Ration) und Fruchtkonserven ausgegeben. Die 2 Pfund Reneclauden (Mirabellen) schmeckten vorzüglich. 2 Würste und Keks habe ich noch. – Offenbar um damit zu räumen.

    Die Rückfahrt war mehr als bescheiden. Zuerst auf der Treppe, dann zu 3 Mann im Bremshäuschen eines Güterwagens (Lazarettzug, der in die Waggons keine aufnahm). Dabei hatte ich noch nicht den schlechtesten Platz. Es wurde auch auf Puffern, auf dem Lok-Tender, auf dem Dache gereist – und das alles bei Frostwetter von 14 bis 23 Uhr, bei etwa 5 Stunden Halt, meist auf freier Strecke."


    Am 08.01.1943 schreibt er an seinen Freund:


    "Eine wilde Wehmut hat mich ergriffen, als ich im Januar auf einer Reise nach Armavir zum ersten Male den Rückzug in reinem, vollem Umfang sah. Tag um Tag, Nacht um Nacht bewegten sich dann die Kolonnen zurück in Richtung Krasnodar und weiter doch damals auch in Richtung Rostow. 2 km vor Ordschonikidse haben die Truppen gestanden. Damals ließ sich für die Führung vielleicht schon ein Ende des Kampfes um Stalingrad voraussehen und – ich schrieb es leider im Herbst schon meiner Frau – Stalingrad war unser Schicksal. Doch, wie von unserem Stellungswechsel, so habe ich auch dort den Eindruck des planmäßigen Rückzugs gehabt.

    Die den Russen wieder überlassenen Gebiete sind mit echt deutscher Gründlichkeit zerstört worden."


    Gruß Christa