Posts by cmzander

    „Artilleristische Wettereinheiten des Heeres und der Einsatz des Wetterpeilzuges 514“


    Hallo,

    zu dem weiteren Buch von Uwe Kleinert, das als Zusatzband zu seiner

    „Organisationsgeschichte der deutschen Heeresartillerie im II. Weltkrieg“

    gedacht ist, möchte ich zuerst eine zusammenfassende und erläuternde Inhaltsangabe geben:


    ·        Kurze Hinweise zu den Heeres-Wettereinheiten im I. Weltkrieg (Seite 13)

    ·        Aufgaben der Wetterpeiltrupps/Wettereinheiten (Seite 14 bis 18)

    ·        Übersicht über die Ersatztruppenteile für Wetterpeilzüge (Seite 19 bis 35)

    ·        Ausführliche Zusammenstellung von Daten, Dokumenten, Fotos und Literatur zu den Wettereinheiten des Heeres 501 bis 545 im Einzelnen sowie zu 4 unbenannten Wetterzügen und dem Versuchswetterzug Fledermaus sowie dem Wetterzug Würzburg (Seite 36 bis 146)

    ·        Zusammenstellung von Dokumenten und Informationen, die sich auf die Wettereinheiten des Heeres insgesamt beziehen (Seite 147 bis 207)

    ·        Kriegsstärkenachweisungen der Wettereinheiten (Seite 208 bis 225)

    ·        Kurzchroniken von 40 Beobachtungsabteilungen mit verstärkten Wetterzügen (Seite 226 bis 312)

    ·        Daten und Dokumente zu 10 Wasserstoffbereitungstrupps (Seite 313 bis 320)

    ·        Veröffentlichung der Feldpostbriefe von Kurt Johannsen, der von September 1942 bis Kriegsende dem Wetterpeilzug 514 angehörte, der zeitweise der leichten Beobachtungsabteilung (mot.) 27 unterstellt war. (Anhang: Seite 1 bis 121)



    „So kleine Einheiten und so ein dickes Buch“

    war mein erster Gedanke, als ich 450 Seiten Hardcover in meinen Händen hielt. Uwe hat in der für ihn typischen Art mit großer Sorgfalt eine Vielzahl von Unterlagen zu den Wettereinheiten zusammengetragen. Das Buch besticht durch die große Zahl von Kopien der Originaldokumente, die in der Regel chronologisch geordnet sind. Die straffe Gliederung des Buches ermöglicht eine gezielte Suche nach Angaben zu den einzelnen Wettereinheiten. Darstellungen und Erläuterungen zu den Beobachtungs­­abteilungen, denen die Wetterzüge zeitweise unterstellt waren, bieten ergänzende Informationen zu den Einsätzen.

    Interessant und auch für den Laien gut zu lesen sind die ausführlichen Zusammenstellungen zur Ausstattung, dem Einsatz, den Funktionen, den Ergebnissen und Problemen der Wettereinheiten.

    Im Anhang wurden die Feldpostbriefe, der Wehrpass und andere Unterlagen meines Onkels Kurt Johannsen veröffentlicht, die aus dem Nachlass seiner Ehefrau Herta stammen. Leider wurden fast alle Briefe mit persönlichem Inhalt vernichtet. Erhalten sind die Briefe, die in Form eines Reiseberichts an Verwandte und Bekannte abgefasst wurden. Warum aber über mehrere Monate die Berichte vollständig fehlen, ist nicht mehr nachvollziehbar. Vielleicht war es Kurt zeitweise nicht möglich, seine Erlebnisse in Worte zu fassen. Aufgrund schwerer Schlafstörungen wurde er in der Nachkriegszeit frühberentet.


    Gruß Christa

    Hallo Dieter,


    die Kriegs-Lazarettabteilung 680 wurde zusammengestellt im Juni 1940 im Reservelazarett II, Hamburg Friedrichsberg
    (Anschrift: Hamburg-Barmbek, Dehnhaide 120;
    Fotos unter: http://hamburg-bildarchiv.de/0…3054a07f0f4f31b/index.php ).


    "Doch sitze ich noch quietschvergnügt in Hamburg, Friedrichsberg, Reservelazarett II. Ein ganzer Sanitätszug wird hier zusammengestellt von 50 Schwestern (Hamburg, Altona, Lübeck, Kiel) –zig Sanitätssoldaten, 16 Pastoren, 10 Zahnärzten und allerlei Internisten und Chirurgen."
    Zitat aus den Feldpostbriefen meiner Tante, die etwa ab 20./21.06.40 beim Stab der Kriegslazarett Abteilung 680 als Krankenschwester arbeitete: Feldpostnummer 08 544

    Etwa 29.06.40 bis 15.07.40 lag sie mit dem Lazarett in Reims (Frankreich); danach bis 10.08.40 in Hasselt (Belgien).
    Ab 13.08.40 in Auxi-le-Château (Frankreich), dort im 1/680 (1. Leichtkranken Kriegslazarett 680 Feldpostnummer 10258) bis zum Urlaubsbeginn um den 20.10.40.
    Nach dem Urlaub, ab 15.11.40, hat sie dann in La Pitié in Paris gearbeitet, das Lazarett hatte aber schon zuvor dorthin verlegt.
    Ab 16.03.41 sollten die Briefe über die Feldpostnummer 09091 gehen. "Das geht schneller."

    Am 23.03.41 erhielt sie den Marschbefehl nach Berlin, das Lazarett blieb wohl weiter in Paris.


    Gruß Christa

    Hallo Christian,

    Ich bin der Meinung, dass es sich bei den Buchstaben um kv und nicht kr handelt. Das wäre in diesem Fall wahrscheinlich kriegsverwendungsfähig.

    Zeile 3 wäre dann: 2. Feld Ers(atz) Batl. SS Div(ision) Wiking kv 7/42


    Gruß Christa

    Hallo:


    "Ein trauriges Exempel

    europäischer Kultur

    im 20. Jahrhundert.

    Das Innere der Kirche

    nach einem Volltreffer

    während des Gottesdienstes.

    (Photographische

    Aufnahme)"


    Gruß Christa

    Hallo Nico,


    ich halte den "Zettel" für eine Tischkarte, bei der eine Ordensverleihung (vom oder am 28.01.43)

    gefeiert wurde, möglicherweise die Verleihung der Medaille für den itaienisch-deutschen Feldzug in Afrika

    (wobei korrekterweise ein zusätzlicher schwarzer Streifen am Ordensband fehlt).


    Liebe Grüße Christa

    Guten Tag,


    ganz vielen Dank für die interessanten Informationen.

    Ich hätte kaum damit gerechnet, dass man den Hauptmann Wagner identifizierten kann!

    Vielleicht findet jemand sogar noch das Todesort und Todesdatum.

    Ich bin leider außerhalb, habe zurzeit die Originalbriefe nicht zur Hand.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mein Onkel "Ortskommandant von Kamenka" geschrieben hat.

    Möglicherweise war es ein Hörfehler von ihm.

    Auf jeden Fall lag sein Wetterpeilzug zum Zeitpunkt des Besuchs des Hauptmanns in einem Kamenka (2× in den Briefen genannt).


    Thilo, der fehlende Bahnhof ist schon ein schlagendes Argument!


    Liebe Grüße

    Christa

    Hallo Bernhard, hallo Avia,


    die Angaben zu Hauptmann Wagner stammen aus den Feldpostbriefen meinen Onkels, der mit seinem Wetterpeilzug 514 ab September 1943 im Raum Dnjepropetrowsk, Solonoje, Kamenka eingesetzt war.

    Weitere Angaben zur Person des Hauptmanns habe ich nicht.


    Ich glaube auch inzwischen das "richtige" Kamenka (grün) gefunden zu haben. Nach der Kurzchronik "Hans Joachim Froben" (Danke an Uwe) lag die leichte Beobachtungsabteilung 27

    Weihnachten 1943 ca 50 km ostwärts Kriwoi Rog beiderseits der Bahnlinie von Apostolowo nach Dnjepropetrowsk. Somit nicht gegenüber von Nikopol (rot).

    Ich hoffe, dass jemand entweder den Mann oder die Ortkommandatur zu einem Kamenka zuordnen kann.

    Genauere Angaben zu Hauptmann Wagner würden mich zusätzlich interessieren.


    Avia, das RB-Betriebswerk würde erklären, warum ein Mann mit diesen Qualifikationen Ortskommandant in Kamenka war.
    Aber welches Kamenka hatte nun das Reichsbahn-Betriebswerk?


    Liebe Grüße Christa

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    Guten Tag,


    unter all den Orten mit dem Namen Kamenka in der Ukraine suche ich das Kamenka, in dem zumindest im Dezember 1943 ein Hauptmann Wagner Ortskommandant war.
    Im Zivilberuf war er höherer Bahnbeamter, saß im Aufsichtsrat der Reichsbahn und hielt Vorlesungen an der Wiener Hochschule.


    Ich vermute, dass sich dieser Ort Kamenka gegenüber von Nikopol am Dnjepr befindet, bin mir aber nicht sicher.

    Kann von Euch jemand das bestätigen oder widerlegen?

    Liebe Grüße Christa