Posts by Wolfgang Grote

    Guten Abend Zusammen,


    Nachstehend die bekannten Daten eines weiteren Volkssturmbataillons:


    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 38/1


    Aufstellungsort:

    Gronau / Reichsgau Westfalen-Nord


    Aufstellungszeitpunkt oder -raum:

    November 1944


    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    Das Bataillon wurde im November 1944 in Gronau und Umgebung aufgestellt, aber erst am 03./04.03.1945 einberufen; ausgerüstet war das Bataillon mit dänischen und italienischen Gewehren sowie mit einigen Karabinern K98. Das Bataillon wurde nach Wesel gebracht, um dort Schanzarbeiten und Wachdienst durchzuführen.


    Besonderheiten / Vermerk:

    keine


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    Intelligence Summary Nr. 626 des XXX. Britischen Korps vom 28.03.1945


    Gruss

    Wolfgang


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Hallo Zusammen,


    nachstehend noch ein paar Informationen zu dem Volkssturmbataillon 3/607, die ich in dem Findbuch 12463, Akte 217 des deutsch-russischen Archivs (CAMO) gefunden habe:

    1) Stellenbesetzung - Stand 06.03.1945:

    - Bataillons-Führer: Graupmann

    - Bataillons-Adjudant: Claus

    - Kompanie-Führer der 1. Kompanie: Dittschlag

    - Kompanie-Führer der 3. Kompanie: Strempler

    - Kompanie-Führer der 4. Kompanie: Böhm

    2) Gliederung der 1. und der 4. Kompanie am 06.03.1945:

    1 Kompanie-Trupp, 3 Schützenzüge und 1 Panzervernichtungszug;

    die 3 Schützenzüge bestanden jeweils aus 4 Schützengruppen mit je 1 Führer und 9 Mann;

    der Panzervernichtungszug bestand aus 8 Panzervernichtungstrupps mit je 1 Truppführer und 4 Mann. Der Truppführer und 2 Mann waren mit Panzerfäusten ausgerüstet während die übrigen 2 Mann für die Sicherung mit Handfeuerwaffen und Handgranaten ausgerüstet waren.

    3) Einsatzraum der Kompanien am 06.03.1945:

    - Die 1. Kompanie lag in Neubrück (Bataillonsabschnitt Mitte)

    - Die 3. Kompanie lag in Stolpe (Bataillonsabschnitt Nord)

    - Die 4. Kompanie lag in Heiligensee (Bataillonsabschnitt Süd)


    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Sven,


    bis zum 15.04.2021 (mindestens) wurden alle Dokumente von Graupmann als Bataillons-Führer unterschrieben; Leutnant Bretschneider hat höchstwahrscheinlich die Reste des Bataillons während der Kämpfe um Berlin übernommen.

    Das VS-Bataillon 3/607 bzw. das Kampfbataillon Graupmann bestand aus insgesamt 4 Kompanien und war im Verteidigungsabschnitt G eingesetzt.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Nic,


    Vielen Dank für die Zusendung des Dokuments; nach Durchsicht der gesamten Akte kann ich dir bestätigen, dass das Kampfbataillon Graupmann identisch mit dem Volkssturmbataillon 3/607 ist. Leutnant Bretschneider wird in der Akte auch genannt. Er war in dem Bataillon Ausbildungsoffizier z.b.V.; er war für die Schulung der Panzervernichtungszüge zuständig.

    Beste Grüsse

    Wolfgang

    Guten Morgen Nic,


    Oberst Schäfer war Kommandeur des Verteidigungsabschnitt G im Norden von Berlin und das Volkssturmbataillon 3/607 lag im Verteidigungsabschnitt F, der sich westlich neben dem Abschnitt G befand. Somit könnte es eine Übereinstimmung geben. Um dies aber korrekt überprüfen zu können, würde ich dich bitten die Nummer des Findbuchs sowie die Nummer der Akte zu nennen, denn neben den Volkssturmbataillonen waren auch Alarmbataillone in den einzelnen Verteidigungsabschnitten eingesetzt, die sich u.a. aus dem "überschüssigen" Personal der Verwaltungen von Wehrmacht und SS zusammensetzten.

    Beste Grüsse

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    nachstehend die bekannten Angaben zu dem folgenden Volkssturmbataillon:


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Ausbildungsbataillon Westmark


    Aufstellungsort:

    unbekannt / Reichsgau Westmark


    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt

    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    Das Bataillon bestand aus 7 Kompanien mit je 70 - 90 Mann; alle Angehörigen des Bataillons trugen eine Uniform. Der Gefechtsstand des Bataillons befand sich in Berschweiler. Am 21.12.1944 wurden Angehörige der 1. & 3. Kompanie von den Amerikanern bei Geislautern gefangengenommen.


    befand sich im Bereich der 347.Infanterie-Division


    Besonderheiten / Vermerk:

    keine


    Verbleib:

    unbekannt

    Quelle:

    G2 Periodic Report des XX. US Korps Nr. 136 vom 23.12.1944


    Gruss

    Wolfgang


    Edit: eingefügt / Ergänzungen eingefügt (Sven30)

    Hallo Zusammen,


    nachstehend die bekannten Angaben zu dem folgenden Volkssturmbataillon:


    Bezeichnung:
    I. Volkssturm-Bataillon Völklingen

    Aufstellungsort:

    Völklingen / Reichsgau Westmark


    Aufstellungszeitpunkt:

    11.11.1944

    Einheitsführer:

    Bataillons-Führer: Welsch (früher Schullehrer)


    Einsatz:

    Das Bataillon bestand aus 6 Kompanien mit je 60-70 Mann und hatte ursprünglich die Aufgabe Strassen und Brücken zu bewachen.

    Am 19.12.1944 befand sich der Gefechtsstand des Bataillons in Berschweiler.


    Besonderheiten / Vermerk:

    Angesichts der Tatsache, dass es sich bei dem Bataillons-Führer auch um den Bataillons-Führer Welsch handelt, kann davon ausgegangen werden, das es sich bei dem I. Volkssturmbataillon Völklingen, dem Volkssturmbataillon Welsch sowie bei dem Volkssturmbataillon 40/11 um das gleiche Bataillon handelt. Die Annahme, dass das Volkssturmbataillon Welsch mit dem Volkssturmbataillon 40/5 identisch ist, ist meiner Meinung nach falsch, da das Volkssturmbataillon 40/5 von dem Bataillons-Führer Hanus befehligt wurde.


    Verbleib:

    Es kann davon ausgegangen werden, dass das I. Volkssturmbataillon Völklingen im Januar 1945 in Volkssturmbataillon 40/11 umbenannt wurde.

    Quelle: G2 Periodic Report des XX. US Korps Nr. 137 vom 24.12.1944.


    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Versuchsdienst,


    bei dem abgebildeten Môrser 30,5 cm handelt es sich um einen der 3 Môrser der Heeres-Batterie 1100, die bei Wollseifen in der Eifel (Raum Einruhr) am 04.02.1945 aufgegeben wurden; die Batterie war mit 3 Mörsern ausgerüstet, die während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 den Angriff des LXVII. AK unterstützte.

    Wegen der Aufgabe der Mörser wurde der Kommandeur der Heeres-Batterie 1100 Oberleutnant Richard Betz am 14.02.1945 vor ein Kriegsgericht gestellt. Die Vorwurf lautete wie folgt: "Oberleutnant Betz hat offensichtlich bei dem ihm befohlenen Abtransport der Heeres-Batterie 1100 versagt. Nachdem das Arbeitsgeschütz wahrscheinlich infolge unzureichender Transportvorbereitungen abgerutscht war, hätte er nach Lage der Sache sofort versuchen müssen, die beiden anderen Geschütz abzuschleppen, auch wenn noch kein ausdrücklicher Befehl vorlag. Statt dessen sandte er die Zugmaschine ungenützt zurück."

    Quelle: RH26-62-81

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Bartmann,


    anhand der Karten von Robert-Jan konnte ich die im Raum Anholt-Dinxperlo eingesetzten britischen Einheiten ausfindig machen. Anhand der Intelligence Summaries des 30. Korps, der 43. & 51. Divisionen kann ich dir nun ziemlich genau eine Übersicht der dort eingesetzten deutschen Einheiten geben:


    28.03.1945:

    - Alle 3 Regimenter der 6. Fallschirmjäger-Division lagen zwischen dem Ort Megehelen und den Wäldern südlich von Anholt. Während der Kämpfe tagsüber verloren die 3 Regimenter insgesamt 260 Mann an Gefangenen und die Kampfstärke betrug dann zusammen nur noch 1.400 Mann.

    - Im Raum Isselburg lag das Fallschirmjägerregiment 24 (Hübner) zusammen mit den Resten des Fallschirmjägerregiments 32 und den Resten der Fallschirm-Aufklärungsabteilung 12. Während der Kämpfe tagsüber gingen insgesamt 140 Mann an Gefangenen verloren und die Kampfstärke betrug dann nur noch zusammen maximal 800 Mann.

    - Das Fallschirmjägerregiment 22 der 8. Fallschirmjäger-Division hatte sich auf eine Linie entlang der Ijssel bis Werth zurückgezogen und die Kampfstärke lag bei rund 800 Mann.

    - Von der 15. Panzergrenadier-Division lag am 28.03.1945 nur noch das II. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 104 zwischen der 6. und der 8. Fallschirmjäger-Division. Der Rest der Division, mit dem am 27.03.1945 der Kontakt verlorenging, wurde am Morgen des 28.03.1945 südlich von Bocholt wieder festgestellt.

    - Nordöstlich von Dinxperlo wurde die Artillerie von mindestens einer Division festgestellt.

    - In der Tagesmeldung der 8. Fallschirmjäger-Division an das II. Fallschirm-Korps ist vermerkt, dass die 8. Fallschirmjäger-Division vom Artillerie-Regiment 184 und vom Werfer-Regiment 21 unterstützt wird.

    Quelle: Intelligence Summary Nr. 626 des 30. Britischen Korps vom 28.03.1945 & Intelligence Summary Nr. 628 des 30. Britischen Korps vom 30.03.1945


    29.03.1945:

    - Die 6. und die 8. Fallschirmjäger-Division sind nicht mehr länger in der Lage ernsthaften Widerstand zu leisten. Nur noch das Fallschirmjäger-Regiment 22 hat noch einen gewissen Kampfwert.

    - Die 6. Fallschirmjäger-Division lag in der Linie von Gendringen (ausschliesslich) bis Dinxperlo (einschliesslich).

    - 2 Kompanien des II. Bataillons des Fallschirmjäger-Regiments 17 wurden bei Netterden festgestellt, während 100 Versprengte des Fallschirmjäger-Regiments 16 auf der Strasse zwischen Anholt und Dinxperlo gefangengenommen wurden. Das I. und III. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 17 wurden in Anholt festgestellt; beide Bataillone deckten den Rückzug der Fallschirmjäger-Regimenter 16 und 18.

    - Auf einer erbeuteten Meldung vom 28.03.1945 der 8. Fallschirmjäger-Division an das II. Fallschirm-Korps ist vermerkt, dass die 8. Fallschirmjäger-Division in der Linie von Dinxperlo (ausschliesslich) bis Werth mit den folgenden Einheiten liegt: Das Fallschirmjäger-Regiment 24 mit dem II. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 32, dem I. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 24 und der 12. Fallschirm-Aufklärungsabteilung sowie das Fallschirmjäger-Regiment 22 mit dem II. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 22 und dem I. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 32. Die Bataillone des Fallschirmjäger-Regiments 32 und das I. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 24 hatten nur noch eine Kampfstärke von jeweils 100 Mann.

    - Im Emmerich und in Netterden lag das Grenadierregiment 858 der 346. Infanterie-Division.

    - Die 2. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 741 lag mit 12 Jagdpanzern 38 nordöstlich von Dinxperlo.

    - Das Bataillon Gräfing des Fallschirmjäger-Regiments 32 hatte seinen Gefechtsstand in den südlichen Aussenbezirken von Dinxperlo.

    - Das Fallschirmjäger-Regiment 24 (Hübner) hatte seinen Gefechtsstand ebenfalls in Dinxperlo.

    Quellen: Intelligence Summary Nr. 627 des 30. Britischen Korps vom 29.03.1945; die Intelligence Summaries der 43. & 51. Britischen Division vom 29.03.1945.


    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Bartmann,


    bei der Karte handelt es sich eher um einen Teil der Skizze, die aus der Foreign Military Study B-453 (6. Fallschirmjägerdivision) stammt. Kopie der Skizze anbei.

    Rechts neben Emmerich sind die 6. Fallschirmjägerdivision sowie die 15. Panzergrenadierdivision in der Gegend von Anholt - Dixpernlo eingezeichnet.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Luggi2,


    aus den G2-Berichten des XIX. US Korps geht hervor, dass das Sicherungsbataillon 525 auch im Juni 1944 in Hasselt stationiert war, denn die 2. Kompanie des Bataillons war am 11.09.1944 in Genk (östlich von Hasselt) eingesetzt. Zwischen dem 11.09.1944 und dem 20.09.1944 war das Bataillon im Sektor des XIX. US Korps eingesetzt und kämpfte in diesem Zeitraum hauptsächlich gegen die 2. US Panzerdivision in den Provinzen Belgisch-Limburg und Niederländisch-Limburg, nördlich von Maastricht. Am 19.09.1944 war das Bataillon laut amerikanischen Angaben dem Fallschirmjägerbataillon "Hübner" (später Fallschirmjägerregiment 24) unterstellt. Zwischen dem 16.09.1944 und dem 20.09.1944 wurde das Bataillon zerschlagen; dies belegen die Zahlen der durch die 2. US Panzerdivision eingebrachten Gefangenen:

    - 16.09.1944: 20 Angehörige des Bataillons

    - 19.09.1944: 54 Angehörige des Bataillons

    - 20.09.1944: 128 Angehörige des Bataillons

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Luggi2,


    Das Landesschützenbataillon 525 unterstand dem Militärbefehlshaber Belgien-Nordfrankreich und war an den folgenden Standorten stationiert:

    - Am 01.10.1941 lag der Bataillonsstab sowie die 1. und 2. Kompanie in Antwerpen; die 3. Kompanie lag in Maria-ter-Heide und wurde am 09.03.1942 nach Antwerpen verlegt. Das Bataillon unterstand dem Landesschützenregiment 115 in Brüssel, das wiederum der Oberfeldkommandantur 672 in Brüssel unterstand.

    - Am 15.12.1942 lag der Bataillonsstab und die 1. Kompanie in Hasselt, die 2. Kompanie lag in Mechelen und die 3. Kompanie lag in Löwen. Das Bataillon unterstand direkt der Oberfeldkommandantur 672 in Brüssel.

    - Am 15.06.1944 unterstand das Bataillon weiterhin der Oberfeldkommandantur 672 in Brüssel; leider fehlen mir Angaben in Bezug auf Stationierungsorte.

    - Das Bataillon wurde im September 1944 während das Rückzugs der Wehrmacht aus Belgien zerschlagen.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Jan,


    eine 11.SS Panzerarmee hatte es tatsächlich gegeben. Diese Armee wurde Ende Januar/Anfang Februar 1945 in Pommern unter der Führung von Obergruppenführer Steiner (Kommandeur III. SS Panzerkorps) in Pommern aufgestellt. Das Kommando über das III. SS Panzerkorps übernahm Generalleutnant Unrein. Ia der 11. SS Panzerarmee war Generalleutnant Wenck.

    Die 11. SS Panzerarmee beteiligte sich an der Operation "Sonnenwende" in Pommern und ihr waren unterstellt:

    - Das XXXIX. Panzerkorps (General der Panzertruppen Decker) mit der Panzerdivision "Holstein" (Oberst Hesse), 10. SS Panzerdivision "Frundsberg" (SS Brigadeführer Harmel), 4. SS Polizeidivision (SS Oberführer Harzer) und der Kampfgruppe 28. SS Division "Wallonien" (SS Obersturmbannführer Degrelle)

    - Das III. SS Panzerkorps (Generalleutnant Unrein) mit der 11. SS Panzergrenadier-Division "Nordland" (SS Gruppenführer Ziegler), Kampfgruppe 27. SS Division "Langemarck" (SS Oberführer Müller), 23. SS Division "Nederland" (SS Gruppenführer Wagner) und der 281. Infanterie-Division (Generalleutnant Ortner)

    - Panzergruppe Munzel (Generalmajor Munzel) mit der Führer-Begleit-Division (Generalmajor Remer) und der Führer-Grenadier-Division (Generalmajor Mäder).

    Am 23.02.1945 wird der Stab der 11. SS Panzerarmee herausgelöst und übernahm einen Sonderauftrag (= Auskämmung im Heimatgebiet); die der 11. SS Panzerarmee unterstellten Truppen kamen unter das Kommando der 3. Panzerarmee.

    Am 05.04.1945 erfolgte die Befehlsübernahme der neu aufgebauten Front südlich der Weser durch die 11. Armee (in den amerikanischen G2-Berichten wird die 11. Armee zu diesem Zeitpunkt immer noch 11. SS Panzerarmee genannt). Kommandeur der 11. Armee war General der Artillerie Walter Lucht, ehemaliger Kommandeur des 66. Armeekorps. Der 11. Armee waren zu diesem Zeitpunkt das Stellvertretende VI. Armeekorps, das stellvertretende IX. Armeekorps, das 66. Armeekorps und das 67. Armeekorps unterstellt, zusammen 25.000 bis 30.000 Mann. Die 11.Armee zog sich anschliessend kämpfend in den Harz zurück. General Lucht und sein Stab wurden am 23.04.1945 südlich von Michaelstein (Raum Blankenburg) von der 8. US Panzerdivision gefangengenommen.

    Quellen: "Pommern 1945" von Helmut Lindenblatt; Gefangenenbefragungsbericht der 9. US Armee Nr. 236 vom 08.04.1945.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Sven,


    Die von mir zitierte Quelle basiert auf deutsche Dokumente, die von den Amerikanern erbeutet und übersetzt wurden. Weshalb sollten die Amerikaner diese Dokumente falsch übersetzen ? Es gab genügend Angehörige der US Armee die perfekt Deutsch sprachen.

    Ausserdem werden diese Informationen durch Aussagen deutscher Gefangenen gegenüber dem XXI. US Korps bestätigt und ebenfalls durch den Tagesbefehl Nr. 2 des Stellungsbataillons I/I (ehemals Festungs-Infanterie-Bataillon 1410 bzw. Sicherungsbataillon Friedrich) vom 14.01.1945. In diesem Befehl werden die Umbenennungen der folgenden Volkssturm-Bataillone bestätigt:

    - Volkssturm-Bataillon 27/377 (Saarlautern-Hanus) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/3

    - Volkssturm-Bataillon 27/379 (Saarlautern, Treseler) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/9

    - Volkssturm-Bataillon 27/287 (Saarbrücken, Neufang) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/17

    Dies hat nun tatsächlich nichts mit Volkssturm-Bataillonen in Sachsen zu tun oder mit der Verlegung von Volkssturm-Bataillonen aus dem Saarland nach Sachsen.

    Alle diese Informationen können somit nicht verkehrt sein, aber ich überlasse es dir an diese Umnummerierung zu glauben oder nicht.

    Vielleicht solltest du einmal in die Richtung recherchieren, ob es in Sachsen nicht ebenfalls eine Umnummerierung zur gleichen Zeit gegeben hat.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    Organisation des Volkssturms im Kreis Sankt Ingbert:

    Aus einem von den Amerikanern erbeuteten Dokument ergeben sich die folgenden Einzelheiten:

    1) Am 05.12.1944 existierten die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 27/409

    - Aufgebot II: 27/408, 27/410, 27/412, 27/414 & 27/416

    - Aufgebot III: 27/411, 27/413 & 27/415

    2) Nach der Reorganisation des Volkssturm im Reichsgau Westmark existierten am 20.01.1945 die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 40/27; das Bataillon rekrutierte sich aus den Einwohnern der Stadt Sankt Ingbert.

    - Aufgebot II: 40/408, 40/410, 40/412, 40/414 & 40/416; das Bataillon 40/408 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, während sich die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der Nachbargemeinden zusammensetzten.

    - Aufgebot III: 40/411, 40/413 & 40/415; das Bataillon 40/411 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, das Bataillon 40/413 rekrutierte sich aus den Einwohnern von Oberwürzbach, während sich die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der Nachbargemeinden zusammensetzten. Die Zusammensetzung der Bataillon lag zwischen 3 und 5 Kompanien.

    3) Am 20.02.1945 wurden die Bataillone in 2 Kategorien eingeteilt:

    - Das Bataillon 40/27 galt als ein mobiles Bataillon, von denen noch 2 weitere Bataillone aufgestellt werden sollten (vermutlich darunter auch das Bataillon 40/70).

    - Die übrigen Bataillone galten als statische Bataillone.


    Quelle:

    G2 Periodic Report XV US Corps Nr. 219 vom 21.03.1945


    Gruss

    Wolfgang



    Anmerkung:

    aufgurnd der Forumssoftware musste ich den Beitrag von Wolfgang kopieren und auf das Thema zuschneiden, damit dieser chronologisch an der ersten Position bleibt. Grüße Sven30