Posts by Wolfgang Grote

    Guten Abend Jan,


    eine 11.SS Panzerarmee hatte es tatsächlich gegeben. Diese Armee wurde Ende Januar/Anfang Februar 1945 in Pommern unter der Führung von Obergruppenführer Steiner (Kommandeur III. SS Panzerkorps) in Pommern aufgestellt. Das Kommando über das III. SS Panzerkorps übernahm Generalleutnant Unrein. Ia der 11. SS Panzerarmee war Generalleutnant Wenck.

    Die 11. SS Panzerarmee beteiligte sich an der Operation "Sonnenwende" in Pommern und ihr waren unterstellt:

    - Das XXXIX. Panzerkorps (General der Panzertruppen Decker) mit der Panzerdivision "Holstein" (Oberst Hesse), 10. SS Panzerdivision "Frundsberg" (SS Brigadeführer Harmel), 4. SS Polizeidivision (SS Oberführer Harzer) und der Kampfgruppe 28. SS Division "Wallonien" (SS Obersturmbannführer Degrelle)

    - Das III. SS Panzerkorps (Generalleutnant Unrein) mit der 11. SS Panzergrenadier-Division "Nordland" (SS Gruppenführer Ziegler), Kampfgruppe 27. SS Division "Langemarck" (SS Oberführer Müller), 23. SS Division "Nederland" (SS Gruppenführer Wagner) und der 281. Infanterie-Division (Generalleutnant Ortner)

    - Panzergruppe Munzel (Generalmajor Munzel) mit der Führer-Begleit-Division (Generalmajor Remer) und der Führer-Grenadier-Division (Generalmajor Mäder).

    Am 23.02.1945 wird der Stab der 11. SS Panzerarmee herausgelöst und übernahm einen Sonderauftrag (= Auskämmung im Heimatgebiet); die der 11. SS Panzerarmee unterstellten Truppen kamen unter das Kommando der 3. Panzerarmee.

    Am 05.04.1945 erfolgte die Befehlsübernahme der neu aufgebauten Front südlich der Weser durch die 11. Armee (in den amerikanischen G2-Berichten wird die 11. Armee zu diesem Zeitpunkt immer noch 11. SS Panzerarmee genannt). Kommandeur der 11. Armee war General der Artillerie Walter Lucht, ehemaliger Kommandeur des 66. Armeekorps. Der 11. Armee waren zu diesem Zeitpunkt das Stellvertretende VI. Armeekorps, das stellvertretende IX. Armeekorps, das 66. Armeekorps und das 67. Armeekorps unterstellt, zusammen 25.000 bis 30.000 Mann. Die 11.Armee zog sich anschliessend kämpfend in den Harz zurück. General Lucht und sein Stab wurden am 23.04.1945 südlich von Michaelstein (Raum Blankenburg) von der 8. US Panzerdivision gefangengenommen.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Sven,


    Die von mir zitierte Quelle basiert auf deutsche Dokumente, die von den Amerikanern erbeutet und übersetzt wurden. Weshalb sollten die Amerikaner diese Dokumente falsch übersetzen ? Es gab genügend Angehörige der US Armee die perfekt Deutsch sprachen.

    Ausserdem werden diese Informationen durch Aussagen deutscher Gefangenen gegenüber dem XXI. US Korps bestätigt und ebenfalls durch den Tagesbefehl Nr. 2 des Stellungsbataillons I/I (ehemals Festungs-Infanterie-Bataillon 1410 bzw. Sicherungsbataillon Friedrich) vom 14.01.1945. In diesem Befehl werden die Umbenennungen der folgenden Volkssturm-Bataillone bestätigt:

    - Volkssturm-Bataillon 27/377 (Saarlautern-Hanus) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/3

    - Volkssturm-Bataillon 27/379 (Saarlautern, Treseler) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/9

    - Volkssturm-Bataillon 27/287 (Saarbrücken, Neufang) umbenannt in Volkssturm-Bataillon 40/17

    Dies hat nun tatsächlich nichts mit Volkssturm-Bataillonen in Sachsen zu tun oder mit der Verlegung von Volkssturm-Bataillonen aus dem Saarland nach Sachsen.

    Alle diese Informationen können somit nicht verkehrt sein, aber ich überlasse es dir an diese Umnummerierung zu glauben oder nicht.

    Vielleicht solltest du einmal in die Richtung recherchieren, ob es in Sachsen nicht ebenfalls eine Umnummerierung zur gleichen Zeit gegeben hat.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    Organisation des Volkssturms im Kreis Sankt Ingbert:

    Aus einem von den Amerikanern erbeuteten Dokument ergeben sich die folgenden Einzelheiten:

    1) Am 05.12.1944 existierten die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 27/409

    - Aufgebot II: 27/408, 27/410, 27/412, 27/414 & 27/416

    - Aufgebot III: 27/411, 27/413 & 27/415

    2) Nach der Reorganisation des Volkssturm im Reichsgau Westmark existierten am 20.01.1945 die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 40/27; das Bataillon rekrutierte sich aus den Einwohnern der Stadt Sankt Ingbert.

    - Aufgebot II: 40/408, 40/410, 40/412, 40/414 & 40/416; das Bataillon 40/408 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, während sich die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der Nachbargemeinden zusammensetzten.

    - Aufgebot III: 40/411, 40/413 & 40/415; das Bataillon 40/411 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, das Bataillon 40/413 rekrutierte sich aus den Einwohnern von Oberwürzbach, während sich die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der Nachbargemeinden zusammensetzten. Die Zusammensetzung der Bataillon lag zwischen 3 und 5 Kompanien.

    3) Am 20.02.1945 wurden die Bataillone in 2 Kategorien eingeteilt:

    - Das Bataillon 40/27 galt als ein mobiles Bataillon, von denen noch 2 weitere Bataillone aufgestellt werden sollten (vermutlich darunter auch das Bataillon 40/70).

    - Die übrigen Bataillone galten als statische Bataillone.


    Quelle:

    G2 Periodic Report XV US Corps Nr. 219 vom 21.03.1945


    Gruss

    Wolfgang



    Anmerkung:

    aufgurnd der Forumssoftware musste ich den Beitrag von Wolfgang kopieren und auf das Thema zuschneiden, damit dieser chronologisch an der ersten Position bleibt. Grüße Sven30

    Hallo Zusammen,


    Anbei die bekannten Daten eines Volkssturmbataillons aus Sankt Ingbert:


    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 40/27 (I. Aufgebot)

    Aufstellungsort:

    Sankt Ingbert / Reichsgau Westmark

    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt

    Einheitsführer:

    unbekannt


    Organisation:

    unbekannt


    Einsatz:

    Das Bataillon kämpfte im Raum Niederwürzbach und stellte zusammen mit dem Volkssturmbataillon 40/413 (Oberwürzbach) 90% des Personals der Festungs-Artillerie-Abteilung 1313.


    Verbleib:

    unbekannt


    Organisation des Volkssturms im Kreis Sankt Ingbert:

    Aus einem von den Amerikanern erbeuteten Dokument ergeben sich die folgenden Einzelheiten:

    1) Am 05.12.1944 existierten die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 27/409

    - Aufgebot II: 27/408, 27/410, 27/412, 27/414 & 27/416

    - Aufgebot III: 27/411, 27/413 & 27/415

    2) Nach der Reorganisation des Volkssturm im Reichsgau Westmark existierten am 20.01.1945 die folgenden Volkssturm-Bataillone im Kreis Sankt Ingbert:

    - Aufgebot I: 40/27; das Bataillon rekrutierte sich aus den Einwohnern der Stadt Sankt Ingbert.

    - Aufgebot II: 40/408, 40/410, 40/412, 40/414 & 40/416; das Bataillon 40/408 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, während sich die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der

    Nachbargemeinden zusammensetzten.

    - Aufgebot III: 40/411, 40/413 & 40/415; das Bataillon 40/411 rekrutierte sich aus den Einwohnern der Vororte von Sankt Ingbert, das Bataillon 40/413 rekrutierte sich aus den Einwohnern von Oberwürzbach, während sich

    die übrigen Bataillone aus den Einwohnern der Nachbargemeinden zusammensetzten.

    Die Zusammensetzung der Bataillon lag zwischen 3 und 5 Kompanien.

    3) Am 20.02.1945 wurden die Bataillone in 2 Kategorien eingeteilt:

    - Das Bataillon 40/27 galt als ein mobiles Bataillon, von denen noch 2 weitere Bataillone aufgestellt werden sollten (vermutlich darunter auch das Bataillon 40/70).

    - Die übrigen Bataillone galten als statische Bataillone.


    Quelle: G2 Periodic Report XV US Corps Nr. 219 vom 21.03.1945


    Gruss

    Wolfgang


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Guten Morgen Sven,


    nachstehend noch ein paar zusätzliche Infos:

    Das Volkssturm-Bataillon 40/410 wurde im Kreis Sankt Ingbert aufgestellt und gehörte zum II. Aufgebot; es bestand bereits am 05.12.1944 als Volkssturm-Bataillon 27/410 und wurde im Rahmen der Reorganisation des Volkssturms im Reichsgau Westmark am 20.01.1945 in Volkssturm-Bataillon 40/410 umbenannt.

    Quelle: G2 Periodic Report Nr. 219 XV. US Korps vom 21.03.1945

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Sven,


    ich vermute, dass wir nicht das gleiche Neunkirchen meinen; das Neunkirchen, das ich im Zusammenhang mit dem Volkssturm-Bataillon 40/29 meine, liegt im Saarland, nordöstlich von Saarbrücken und Sankt Ingbert. In dem von mir genannten G2-Bericht des XV. US Korps werden nur die Volkssturm-Bataillone aufgezählt, die das Korps in seinem Einsatzbereich vorgefunden hatte.

    In dem erbeuteten Befehl des AOK 1 Ia Nr. 982/45 vom 24.02.1945 findet man das Volkssturm-Bataillon 40/29 zurück; zu diesem Zeitpunkt unterstand das Bataillon zusammen mit dem Volkssturm-Bataillon 40/11 der 19. Volksgrenadierdivision. Der Befehl des AOK 1 sah vor, dass 25% des Personals verschiedener Volkssturm-Bataillon dem jeweiligen Feldersatzbataillon der Division, der die Volkssturm-Bataillone unterstanden, zugeführt werden sollte zwecks Ausbildung und späterer Eingliederung.

    Das Volkssturm-Bataillon 40/29 hatte zu diesem Zeitpunkt eine Gesamtstärke von 365 Mann, davon sollten 91 Mann dem Feldersatzbataillon der 19. Volksgrenadierdivision zugeführt werden. Bei dem Volkssturm-Bataillon 40/11 sah die Personallage anders aus; das Bataillon hatte nur eine Gesamtstärke von 90 Mann, von denen 22 Mann dem Feldersatzbataillon der 19. Volksgrenadierdivision überstellt werden sollten.

    Quelle: G2 Periodic Report Nr. 228 vom XX. US Korps vom 25.03.1945

    Somit steht meiner Meinung nach fest, dass das Volkssturm-Bataillon 40/29 zumindest zwischen Mitte Februar 1945 und Mitte März 1945 im Saarland eingesetzt war.

    Zu deiner Frage kann ich dir noch mitteilen, dass es um den 20.01.1945 eine Reorganisation des Volkssturms im Reichsgau Westmark gab, die auch der Änderung in der Nummerierung der Bataillone zur Folge hatte; vielleicht ist dies auch die Ursache für die "Wiedergeburt" des Volkssturm-Bataillon 40/29.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    Anbei die bekannten Daten eines Volkssturmbataillons aus Zweibrücken:


    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 40/65 (I. Aufgebot)


    Aufstellungsort:

    Zweibrücken / Reichsgau Westmark

    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt

    Einheitsführer:

    unbekannt


    Organisation:

    unbekannt


    Einsatz:

    Das Bataillon gehörte zum I. Aufgebot und kämpfte im Raum Saarbrücken.


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    • G2 Periodic Report XV US Corps Nr. 217 vom 19.03.1945

    Gruss

    Wolfgang


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Hallo Zusammen,


    nachstehend noch ein paar weitere Informationen zum Volkssturmbataillon 40/25:

    - Das Bataillon wurde aufgestellt in Homburg (Saarland) und lag am 18./19.03.1945 im Westwall zwischen Langerberg und Ripperviller, südwestlich von Pirmasens.

    - Der Bataillonsführer hiess Fey und das Bataillon hatte eine Gesamtstärke von 320 Mann

    Quelle: G2 Periodic Report Nr. 217 des XV. US Korps vom 19.03.1945 und Nr. 219 des XV. US Korps vom 21.03.1945.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    Anbei die bekannten Daten eines Volkssturmbataillons aus dem Kreis Sankt Ingbert:


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon 40/70


    Aufstellungsort:

    Sankt Ingbert / Reichsgau Westmark

    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt

    Einheitsführer:

    Bataillonsführer: Major Schwalbach


    Organisation:

    Das Bataillon bestand aus 4 Kompanien mit einer Gesamtstärke von insgesamt 400 Mann; die Bewaffnung bestand aus Karabinern, einem französischen MG und einigen Panzerfäusten.


    Einsatz:

    Ab dem 16.03.1945 lag das Bataillon in der zweiten Westwalllinie im Raum Sankt Ingbert.


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle: G2 Periodic Report XV US Corps Nr. 217 vom 19.03.1945


    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    nachstehend findet ihr die Fortsetzung zu meinem ersten Beitrag:


    Nachdem die Division 905 dem XXXIX. Panzerkorps unterstellt war, kämpfte die Division im Raum Hagenau zusammen mit der 7. Fallschirmjägerdivision (Erdmann).

    Am 26.10.1945 erfolgte die Ablösung des Stabes der 553. Volksgrenadierdivision durch die Division 905; ebenso übernahm die Division 905 den Abschnitt der 553. Volksgrenadierdivision. Taktisch und versorgungsmässig wurde die Division 905 der Panzerdivision 21 unterstellt. Zur Division 905 gehörten zu diesem Zeitpunkt die folgenden Einheiten:

    - Kampfgruppe Giesecke

    - Kampfgruppe Marbach

    - Panzerjäger-Abteilung 405

    - Pionierbataillon 405

    - Festungs-Artillerie-Abteilung 1514

    - Festungs-Artillerie-Abteilung 1539 ab dem 30.01.1945

    Zur Monatswende Januar/Februar 1945 wurde die Division 905 dem XC. Armeekorps unterstellt. Die Division blieb diesem Armeekorps bis zum 27.03.1945 unterstellt.


    Gliederung der Division 905 am 12.03.1945:

    1) Regiment Giesecke (SS Polizeiregiment 2) mit:

    - II./SS Polizeiregiment 2 Sarnow

    - Landesschützenbataillon 1095 Weigand

    2) Regiment Marbach (Grenadierregiment 3 Oberrhein) mit:

    - Grenadierbataillon VI Oberrhein

    - I. Grenadierbataillon HUS Ettlingen Treutler

    - Grenadierbataillon WKUL XIII Schmidt

    3) Divisionseinheiten:

    - Grenadierbataillon IV Oberrhein Wagner

    - Pionierbataillon 405

    - Panzerjäger-Abteilung 405

    4) Artillerie-Regiment 621 z.b.V. mit:

    - Leichte Artillerie-Abteilung 905

    - Heeres-Artillerie-Abteilung III/139

    - Festungs-Artillerie-Abteilung 1514 Schmitz

    - Festungs-Artillerie-Abteilung 1539 Zantop

    - 2. Batterie/Artillerie-Abteilung 628 mit 2 Môrsern 21cm


    Am 20.03.1945 lag die Division 905 im Westwall südlich und südwestlich von Landau und hatte dort den Abschnitt des Festungs-MG-Bataillon 58 und des Grenadierregiments 466 übernommen; die Division wurde verstärkt durch die Festungs-Artillerie-Abteilungen 1503 und 1507 und jedem Regiment wurde jeweils ein ortskundiges Volkssturmbataillon unterstellt. So wurde dem Regiment Giesecke das Volkssturmbataillon 40/3 und dem Regiment Marbach das Volkssturmbataillon 40/19 zugeteilt.


    Am 27.03.1945 wurde die Division 905 in die 16. Volksgrenadierdivision eingegliedert zur Neuorganisation der 16. Volksgrenadierdivision. Oberstleutnant Giesecke übernahm im Anschluss in der neugebildeten 16. Volksgrenadierdivision das Kommando über das Grenadierregiment 225 und Oberstleutnant Marbach übernahm das Kommando über das Grenadierregiment 221. Aus den Resten des SS Polizeiregiment 2 wurde das II./Grenadierregiment 225 gebildet; zur Aufstellung des Feldersatzbataillons 1316 (unter dem Kommando von Hauptmann Weigand) wurden die Reste des Grenadierbataillon IV Oberrhein (Wagner) sowie die Reste des Landesschützenbataillons 1095 herangezogen.

    Aus der Panzerjäger-Abteilung 405 wurde die Panzerjäger-Abteilung 1316.


    Quelle: KTB der Division 905


    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Javier,


    Vielen Dank für die beiden Gefangenenaussagen; die genaue Gliederung der Division im Monat März 1945 werde ich noch in das Forum setzen.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    in Anlehnung an den Thread in Bezug auf die 553. Volksgrenadierdivision eröffne ich hier einen Thread hinsichtlich der Division 905, die zwischen dem 11.01.1945 und dem 27.03.1945 im Einsatz war.

    Die Division 905 hatte ihren Ursprung am 11.01.1945 in der Umbenennung der Division von Witzleben in Division 905; die Division unterstand zu diesem Zeitpunkt dem XIV. SS Armeekorps.


    Gliederung der Division von Witzleben am 07.01.1945:

    1) Grenadierregiment 1 Oberrhein (Oefele) mit:

    - I. Badisches Volkssturmbataillon (Mäder)

    - II. Badisches Volkssturmbataillon (Kirchmann)

    - IX. Badisches Volkssturmbataillon (von Neuenstein)

    - I. Landesschützenbataillon Oberrhein (Buchner)

    2) Grenadierregiment 2 Oberrhein (Zeifang) mit:

    - III. Zollgrenzschutzbataillon (Kursava)

    - IV. Badisches Volkssturmbataillon (Stürmlinger)

    - IV. Grenadierbataillon Oberrhein (Wagner)

    3) Grenadierregiment 13 Oberrhein (Remischberger) mit:

    - III. Badisches Volkssturmbataillon (Huber)

    - V. Badisches Volkssturmbataillon (Schmidt)

    - XXI. Badisches Volkssturmbataillon (Fiehler)

    4) Divisionsreserve mit:

    - I./Grenadierregiment Oberrhein (Rossner) = Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 435

    - Festungs-Artillerie-Abteilung 1539 mit 2 Batterie mit jeweils 4 Geschütze 12,2 cm rus.


    Am 22.01.1945 wurde die Division 905 dem XXXIX. Panzerkorps unterstellt und es erfolgte eine Umorganisation der Division, bei der die Volkssturmbataillone der Division 405 unterstellt wurden. Die Division 405 war zu diesem Zeitpunkt dem XIV. SS Armeekorps unterstellt und lag zwischen Bruchsal und Elzach.


    Zur Information, nachstehend die Gliederung der Division 405 am 21.01.1945:

    1) Grenadierregiment 1 Oberrhein mit:

    - I. Badisches Volkssturmbataillon

    - II. Badisches Volkssturmbataillon

    - IX. Badisches Volkssturmbataillon

    2) Grenadierregiment 12 Oberrhein (ex. Grenadierregiment B) mit:

    - III. Badisches Volkssturmbataillon

    - V. Badisches Volkssturmbataillon

    - XXI. Badisches Volkssturmbataillon

    3) Grenadierregiment C mit:

    - IV. Badisches Volkssturmbataillon

    - III. Zollgrenzschutzbataillon

    4) Grenadierregiment 10 Oberrhein mit:

    - VI. Badisches Volkssturmbataillon

    - X. Badisches Volkssturmbataillon

    - II. Landesschützenbataillon Oberrhein

    5) Grenadierregiment 14 Oberrhein mit:

    - Landesschützenbataillon 406

    - 1 Kompanie/VII. Badisches Volkssturmbataillon

    - II. Zollgrenzschutzbataillon

    6) Grenadierregiment 4 Oberrhein mit:

    - Landesschützenbataillon Weigand (Landesschützenbataillon 1095)

    - I/131/Badisches Volkssturmbataillon

    - VIII. Badisches Volkssturmbataillon


    Gliederung der Division 905 am 25.01.1945:

    1) Grenadierregiment 2 Oberrhein - Zeifang - mit:

    - Grenadierbataillon XIII Oberrhein (Künstlin)

    - Grenadierbataillon XVI Oberrhein (Thomas)

    - Grenadierbataillon XVII Oberrhein (Hurst)

    - Grenadierbataillon IV Oberrhein (Wagner)

    2) Grenadierregiment 13 Oberrhein - Remischberger - mit:

    - Grenadierbataillon I Oberrhein (Störr)

    - Landesschützenbataillon III Oberrhein (Metzger)

    3) Pionierbataillon 405 (Terjung)

    4) Landesschützenbataillon I Oberrhein (Mund) als Divisionsreserve


    Fortsetzung folgt.


    Quelle: KTB der Division 905

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Jan,


    ich weiss zwar nicht was du unter einer Informationssammlung verstehst, aber ich werde heute in einem neuen Thread eine Übersicht hinsichtlich der Gliederung und des Unterstellungsverhältnisses in das Forum setzen. Die Division 905 hat aber nichts mit dem AOK 19 zu tun sondern war 1945 hauptsächlich im Bereich des AOK 1 im Einsatz.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Jos,


    wie Sven bereits geschrieben hat, befinden sich die Befragungsberichte der deutschen Kriegsgefangenen in den Nationalen Archiven (NARA) in Washington.

    Die Berichte der 1. US Armee sind klassiert unter 101-2.13. Leider gibt es keinen freien Zugang, um diese Berichte einzusehen. Alle Unterlagen müssen offiziell bestellt werden.

    Zusätzlich zu der Referenz muss ebenfalls der Zeitraum (Bsp. März 1945) angegeben werden.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Jan,


    für mich ist es kein Problem Informationen zu dem Thema in einem neuen Thread beizusteuern; du müsstest mir aber etwas genauer die Informationen nennen, die dich interessieren, da das KTB sehr umfangreich ist und den Zeitraum zwischen Herbst 1944 und März 1945 abdeckt.

    Gruss

    Wolfgang