Posts by Wolfgang Grote

    Guten Morgen Sandrine,


    es freut mich, dass ich helfen konnte und Vielen Dank für die Karteikarten, die für mich interessant sind, da sie die amerikanischen Informationen zum Teil bestätigen.

    Leider gibt es nur sehr wenige Informationen aus deutschen Quellen, auf die man zurückgreifen kann.

    Leider habe ich das Fort Driant noch nicht besichtigt; es ist aber gut zu wissen, dass es für Besucher zugänglich ist. Sollte ich nochmals in die Gegend von Metz kommen, werde ich einen Besuch bestimmt nicht versäumen.

    Beste Grüsse


    Sandrine

    Guten Morgen Sandrine,


    nachstehend die Fortsetzung:

    1) Am 16.10.1944 wurde eine Reorganisation des Regiments von Stössel befohlen:

    - Das I. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Voss war nicht mehr Bestandteil des Regiments und wurde dem Sicherungsregiment 1010 unterstellt

    - Das II. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Müller wurde in I. Bataillon umbenannt und war ausserhalb des Forts Driant eingesetzt.

    - Das III. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Weiler wurde in II. Bataillon umbenannt und war im Anschluss ausserhalb des Forts Driant eingesetzt.

    - Es wurde die Festungsgruppe Driant (= Bataillon Seidel) unter der Führung von Hauptmann Seidel gebildet; diese Einheit umfasste die 9., 10., 11. und 12. Kompanie des Regiments. Am 17.10.1944 wurde Hauptmann Weiler von Hauptmann Seidel als Kommandant des Forts Driant abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Besatzung des Forts noch eine Gesamtstärke von 200 Mann.

    Am 09.11.1944 wurde das Regiment von Stössel in Volksgrenadierregiment 1215 umbenannt.

    2) Situation am 20.11.1944: Die Gesamtstärke des Forts Driant betrug 600 Mann und setzte sich aus verschiedenen Einheiten zusammen, die sich in den Sektor des Forts Driant zurückgezogen hatten. Lebensmittel und Munition gab es noch für mindestens 8 Tage und das Wasserversorgungssystem befand sich in Ars s/Moselle. Seit dem 18.11.1944 stand das Fort Driant unter dem Kommando von Oberstleutnant Richter (Kommandeur des Sicherungsregiments 1010 - Später Volksgrenadierregiment 1217).

    3) Am 21.11.1944 erreichten 160 Mann des Landesschützenbataillons 782 das Fort Driant.

    4) Am 29.11.1944 betrug die Gesamtstärke der Besatzung des Forts Driant 700 Mann, die sich aus den folgenden Einheiten zusammensetzte:

    - Festungsgruppe Driant unter dem Kommando von Hauptmann Seidel mit der 9. - 12. Kompanie des Volksgrenadierregiments 1215 (ehemals Regiment von Stössel)

    - Teile des Landesschützenbataillons 782 unter der Führung von Hauptmann Meyer (= Kampfgruppe Meyer)

    - Teile des Sicherungsregiments 1010

    5) Am 30.11.1944 wurde ein Verhandlungsangebot der Amerikaner abgelehnt; zu diesem Zeitpunkt war die Moral der Besatzung schlecht; es gab einen Mangel an Lebensmittel und einige Pferde wurden bereits geschlachtet. Die Bestände an Munition waren sehr gering und die noch verfügbaren Geschütze waren nicht mehr in einem guten Zustand.

    6) Situation der Garnison des Forts Driant am 01.12.1944:

    - Der Gefechtsstand von Oberstleutnant Richter (Kampfkommandant des Forts) befand sich in der Kaserne 2

    - Der Gefechtsstand von Hauptmann Seidel (Festungsgruppe Driant) befand sich in den Kasernen 3 und 4

    - Der Gefechtsstand von Hauptmann Meyer (Kampfgruppe Meyer - Landesschützenbataillon 782) befand sich in der Kaserne 5

    - Der Gefechtsstand von Leutnant Averbeck (1. Kompanie des Landesschützenbataillons 782) befand sich in der Kaserne 1

    Die Stärke der Besatzung lag zwischen 700 - 800 Mann und setzte sich aus den folgenden Einheiten zusammen:

    - 350 Mann der Kampfgruppe Meyer (Landesschützenbataillon 782); die Kampfgruppe kam am 24.10.1944 in das Fort Driant, um die Reste des Grenadier-Ersatzbataillons 208 abzulösen.

    - 100 Mann des Sicherungsregiments 1010 (später Volksgrenadierregiment 1217), die am 16.11.1944 in das Fort Driant kamen.

    - 100 Angehörige der Artillerie, die Artillerie stand unter dem Kommando von Hauptmann Schulz, Kommandeur der 2. Batterie des Küstenartillerieregiments 938; das Regiment stand unter dem Kommando von Oberst Vogel, der gleichzeitig Kommandant des Forts Plappeville war.

    - 150 Mann der Kampfgruppe Seidel (Festungsgruppe Driant)

    - 50 Angehörige der Pioniere

    - 10 Sanitäter

    Wäre der Gefechtsstand von Oberstleutnant Richter am 18.11.1944 nicht von Fort St. Quentin in das Fort Driant gewechselt, hätte der damalige Kommandant des Forts den Amerikanern bereits das Fort übergeben. Oberstleutnant Richter hatte aber die Absicht das Fort erst nach dem Aufbrauchen aller Vorräte aufzugeben (geschätzt am 09.12.1944). Die Moral der Besatzung war sehr schlecht und die meisten Soldaten wollten aufgeben, taten dies aber nicht aus Angst vor Repressalien gegen ihre Familien in der Heimat. Kommandant des Forts St. Quentin war nach dem 18.11.1944 Oberst von Stössel.

    7) Kapitulation des Forts Driant am 08.12.1944:

    Hinsichtlich des Zeitpunkts der Übergabe des Forts Driant an die 5. US Infanteriedivision gibt es unterschiedliche Angaben:

    Die Übergabe des Forts soll einmal um 15 Uhr 45 erfolgt sein und die Anzahl der Gefangenen wird auf 650 beziffert, darunter 20 Offiziere.

    Ein anderes Mal soll die Übergabe um 17.00 Uhr erfolgt sein und die Anzahl der Gefangenen wird auf 577 beziffert, darunter 23 Offiziere,, 128 Unteroffiziere und 426 Mannschaften - Folgende Zusammensetzung:

    - 98 Mann des Stabs des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Oberstleutnant Richter (Regimentskommandeur und Kommandant des Forts Driant), Hauptmann Thren, Hauptmann Punde und Hauptmann Quandt.

    - 280 Mann des I. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Hauptmann Seidel (Bataillonskommandeur)

    - 31 Mann des II. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217

    - 80 Mann des III. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Hauptmann Meyer (Bataillonskommandeur)

    - 88 Mann des Küstenartillerieregiments 938, darunter Hauptmann Schulz (Kommandeur der 2. Batterie)

    Als Hauptgrund für die Übergabe gab Oberstleutnant Richter den Beschuss des Forts durch die schwere Artillerie der US Armee an, der erheblichen Schaden im Fort anrichtete.

    Soweit die Übersicht in Bezug auf die im Fort Driant eingesetzten deutschen Einheiten.

    Es hoffe sie hilft dir weiter.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Sandrine,


    wie versprochen, habe ich nun einen grossen Teil der Unterlagen des XX. US Korps für den Zeitraum September 1944 - Dezember 1944 durchgearbeitet und konnte anhand der G2-Berichte (Feindaufklärung) und der Aussagen von deutschen Kriegsgefangenen die folgenden Informationen hinsichtlich der im Fort Driant eingesetzten deutschen Truppenverbände finden:

    Ab dem 29.09.1944 lag das Fort Driant im Kampfgebiet des XX. US Korps. Anfang Oktober bestand die deutsche Besatzung des Forts Driant aus:

    1) der 5., 9. und 10. Inspektion (= Kompanie) der Fahnenjunkerschule VI Metz, die zusammen mit dem Grenadier-Ersatzbataillon 208 im September 1944 die Kampfgruppe Stössel bildete. Diese Kampfgruppe stand unter dem Kommando von Oberst Stössel, der das Kommando über die Fahnenjunkerschule VI von Oberst Siegroth übernahm. Insgesamt befanden sich Anfang Oktober 1944 ca 250 Mann im Fort Driant unter dem Kommando von Hauptmann Weiler, der ebenfalls Kommandeur des Forts Driant war.

    Die 5. Inspektion (Kompanie) unter dem Kommando von Oberleutnant Dellinger verteidigte den südwestlichen Teil des Forts während die 10. Inspektion (Kompanie) zusammen mit dem 3. Zug der 9. Inspektion (Kompanie) den nordwestlichen Teil des Forts verteidigte. Der Rest der 9. Inspektion (Kompanie) war zwischen Gravelotte und dem Fort Driant eingesetzt.

    Die Kampfgruppe Stössel gliederte sich in 3 Bataillone:

    - I. Bataillon unter dem Kommando von Hauptmann Voss (ausserhalb des Forts Driant eingesetzt)

    - II. Bataillon unter dem Kommando von Hauptmann Müller (ausserhalb des Forts Driant eingesetzt)

    - III. Bataillon unter dem Kommando von Hauptmann Weiler im Fort Driant

    2) der 3. Kompanie des Grenadier-Ersatzbataillon 208: Am 03.10.1944 wurden 2 Züge mit LKW zum Fort Driant gebracht.

    3) der Einheit Peterson: Die Einheit Peterson wurde zwischen dem 25.09. und dem 01.10.1944 aus der 4. Inspektion (Kompanie) der Fahnenjunkerschule VI sowie mit 21 Mann des Festungs-Infanteriebataillon 1419 gebildet. Die Gesamtstärke dieser Einheit betrug 80 Mann, die über insgesamt 8 leichte Maschinengewehre verfügte. Die Einheit kam am 03.10.1944 im Fort Driant an und wurde in 2 Züge aufgeteilt.

    4) ca 30 Mann der 3. Inspektion (Kompanie) der Kampfgruppe Stössel (Fahnenjunkerschule VI)

    5) Füsilierkompanie 119 der 19. Infanterie-Division: Die Füsilierkompanie wurde am 04.10.1944 mit LKW von Metz zum Fort Driant gebracht, um die Besatzung des Forts zu verstärken. Diese Kompanie hatte eine Gesamtstärke von 95 Mann und verfügte über 3 schwere und 9 leichte Maschinengewehre sowie über 9 Panzerfäuste. Teile der Kompanie waren in der Kasematte 4 des Forts eingesetzt. Wie lange diese Kompanie im Fort Driant eingesetzt war, kann ich leider nicht sagen. Die Kompanie ging später wieder zur 19. Infanterie-Division zurück und war im Rahmen dieser Division ausserhalb von Metz im Einsatz.

    Soweit der erste Teil - wird fortgesetzt.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Sandrine,


    Das Fort Driant wurde vom II. Bataillon des Grenadierregiments 1217 verteidigt; das Grenadierregiment 1217 wurde aus dem Sicherungsregiment 1010 gebildet und unterstand Oberst Richter. Genauere Informationen zu den Besatzungen des Forts für den Zeitraum September 1944 - Dezember 1944 kann ich dir in den kommenden Tagen geben; hierfür muss ich aber vorher die Unterlagen des XX. US Korps durchsehen. Das XX. US Korps unterstand der 3. US Armee und war mit der Einnahme von Metz beauftragt.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo KS,


    im dem Führervortrag vom 02.04.1945 gibt es ein paar Einzelheiten zum Einsatz der der Königstiger der 3. Kompanie/Schwere Panzerabteilung 510 und der 3. Kompanie/Schwere Panzerabteilung 511 im Raum Kassel:

    Beide Kompanien waren mit jeweils 7 Panzern ausgerüstet, die zusammen mit der Heers-Unteroffiziersschule Eisenach der 326. Volksgrenadierdivision unterstellt waren und im Raum Wollrode südlich von Cuxhagen eingesetzt waren. Die 326. VGD unterstand dem 67. Armeekorps.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Paul,


    in den G2 Berichten der 84. US Infanterie-Division und des VII. US-Korps sowie in den Berichten der 1. US-Armee hinsichtlich der Gefangenbefragungen sind folgende Offiziere als Kommandeure für die 3 Regimenter der 560. Volksgrenadierdivision genannt:

    - Oberstleutnant Schmidt als Kommandeur für das Volksgrenadierregiment 1128

    - Oberstleutnant Schumann als Kommandeur für das Volksgrenadierregiment 1129

    - Oberstleutnant Arentz für das Volksgrenadierregiment 1130 am 23.12.1944

    - Oberst Border für das Volksgrenadierregiment 1130 am 01.01.1945

    - Major Haberkamp für das Volksgrenadierregiment 1130 am 05.01.1945

    - Major Otto für das Volksgrenadierregiment 1130 am 17.01.1945

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Zusammen,


    nachstehend findet ihr die Gliederung der Division Nr. 464 aus dem Jahr 1945:


    Stab Division Nr. 464:

    Kommandeur: Generalleutnant Pilz

    Ia: Major Schulz

    Ib: Hauptmann d.R. Wedde


    1) Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsregiment 14 in Leipzig - Kdr. Oberst Clausanitzer

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 14

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 53

    - Reserve-Offizier-Bewerber Wehrkreis IV in Dresden

    - Infanterie-Nachrichten-Ersatz- und Ausbildungskompanie 14

    - Infanterie-Geschütz-Ersatz- und Ausbildungskompanie 14

    - Infanterie-Panzerjäger-Ersatz- und Ausbildungskompanie 14

    - Infanterie-Pionier-Ersatz- und Ausbildungskompanie 14


    2) Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsregiment 534 in Plauen - Kdr. Oberst Kunow

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 31 in Plauen

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 102 in Chemnitz

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 185 in Zwickau

    - Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 414 in Plauen

    - Infanterie-Nachrichten-Ersatz- und Ausbildungskompanie 24

    - Infanterie-Nachrichten-Ersatz- und Ausbildungskompanie 209

    - Infanterie-Geschütz-Ersatz- und Ausbildungskompanie 56

    - Infanterie-Panzerjäger-Ersatz- und Ausbildungskompanie 87/24


    3) Folgende Einheiten wurden nicht eingesetzt und blieben in den Heimatstandorten zurück:

    - Feld-Eisenbahn-Ersatz- und Ausbildungsabteilung Zeitz - Kdr. Major d.R. Schunk

    - Nebel-Ersatz- und Ausbildungsregiment 1 in Hainichen - Kdr. Major d.R. Busch:

    Werfer-Ausbildungsabteilung 1 in Rosswein; Werfer-Ausbildungsabteilung 2 in Burgstädt;

    Werfer-Ausbildungsabteilung 3 in Ortrand; Werfer-Ausbildungsabteilung 4

    - Pionier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 14 in Weissenfels - Kdr. Major d.R. Pitz

    - Pionier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 253 in Wittenberg - Kdr Major Laeuen

    - Bau-Pionier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 4 in Oschatz - Kdr. Major d.R. Behler

    - Kraftfahr-Ersatz- und Ausbildungsabteilung 4 - Kdr. Oberstleutnant d.R. Pehnt

    - Landesschützen-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 4 - Kdr. Major d.R. Weinecke


    Unterstellung und Einsatz der Division:

    22.03.1945 - 31.03.1945 - Unterstellung: Stellvertretendes Generalkommando IV (Kommandeur General der Infanterie von Schwedler)

    Einsatz: Ausbau der Verteidigungsstellung an der Elbe

    01.04.1945 - 15.04.1945 - Unterstellung: 4. Panzer-Armee (Kommandeur General der Panzertruppen Grasser)

    Einsatz an der Ostfront

    16.04.1945 - 19.04.1945 - Unterstellung Panzer-Korps "Gross-Deutschland" (Kommandeur General der Artillerie Jauer)


    Quelle: "Foreign Military Study" B-153


    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Jan,


    leider habe ich in den G2-Berichten der 2. US-Infanteriedivision keine Gliederung hinsichtlich der Division Nr. 464 gefunden; die Gliederung habe ich dagegen in der "Foreign Military Study" B-153 gefunden. Da die Gliederung keinen Bezug auf das hier behandelte Thema hat, eröffne ich bei Einheiten des Heeres ein neues Thema in diesem Zusammenhang.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,


    nachstehend die verfügbaren Informationen zu dem folgenden Volkssturmbataillon:


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon 27/455


    Aufstellungsort:

    Grimma / Reichsgau Sachsen

    Aufstellungszeitpunkt:

    12.04.1945


    Einheitsführer:

    Unbekannt


    Einsatz:

    Das Bataillon war Teil der 464. Division und war entlang der Mulde eingesetzt.

    Das Bataillon unterstand der Kampfgruppe Bunk, die ihren Gefechtsstand in Grechwitz hatte; Kommandeur der Kampfgruppe war Major Bunk, der selbst Kommandeur des 51. Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon war. Die Kampfgruppe Bunk setzte sich aus den folgenden Einheiten zusammen:

    - 2 Kompanien des 51. Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon (1 Marschkompanie & 1 Stammkompanie)

    - 1 Kompanie vom 4. Transport-Ersatz- und Ausbildungsbataillon

    - 6 Kompanien vom Volkssturmbataillon 27/455, davon waren aber nur 4 Kompanien von den Amerikanern identifiziert worden. Abgesehen von der 4. Kompanien handelte es sich bei den übrigen Kompanien um schwache Kompanien mit einer Stärke von nur jeweils 30 bis 40 Mann. Die 4. Kompanie hatte eine Stärke von 105 Mann und verfügte über 70 Maschinenpistolen sowie über 15 bis 20 Panzerfäusten.


    Besonderheiten / Vermerk:

    keine


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    • G2 Periodic Reports Nr. 301 vom 22.04.1945 & Nr. 302 vom 23.04.1945 der 2. US Infanterie-Division
    • VBL (Band VC 101)

    Gruss

    Wolfgang


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Guten Abend Jan,


    die Einheiten, die zur Kampfgruppe Bohlmann gehörten:

    - Panzergrenadier-Ausbildungs-Regimentsstab 2

    - Panzergrenadier-Ausbildungs-Bataillon 60

    - Panzergrenadier-Ausbildungs-Bataillon 361

    - Panzer-Ausbildungsabteilung 11

    - Panzeraufklärungs-Ausbildungsabteilung 6

    wurden am 31.03.1945 in die 15. Panzergrenadierdivision eingegliedert; die Kampfgruppe Bohlmann unterstand aber bereits am 29.03.1945 versorgungstechnisch der 15. Panzergrenadierdivision.

    Teile der panzerlosen Besatzungen der Panzer-Ausbildungsabteilung 11 wurden in die 116. Panzerdivision eingegliedert.

    Quelle: RH10-342

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Jan,


    Die Division 469 z.b.V. bestand bis zum 13.04.1945 und die Division 469 wurde am 13./14.04.1945 unter Verwendung des Stabs der Division 469 z.b.V. verwendet, d.h. die beiden Divisionen haben nicht gleichzeitig sondern nacheinander bestanden.

    Die Bücher von Jürgen Möller habe ich auch, aber Jürgen Möller basiert sich nicht nur auf die amerikanischen G2-Berichte sondern auch auf verschiedene "Foreign Military Studies", die von deutschen Offizieren in den Jahren 1946/1947 für die Amerikaner erstellt wurden. Es ist nämlich interessant, dass die Korps-Gruppe Uckermann in keinem einzigen amerikanischen G2-Bericht der in Thüringen eingesetzten amerikanischen Divisionen / Korps erwähnt wird.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Jan,


    leider liegt mir das deutsche Orginaldokument mit der Aufstellung der Division 469 z.b.V. nicht vor.

    Das Thema 469. Division ist nicht so einfach, da zwischen der Division 469 z.b.V. und der Division 469 unterschieden werden muss.

    Gemäss den Angaben, die Generalleutnant von Uckermann den Amerikanern nach seiner Gefangennahme am 11.04.1945 machte, übernahm er am 01.12.1944 das Kommando über die Division 469 z.b.V. und behielt das Kommando bis zu seiner Gefangennahme am 11.04.1945. Die Division unterstand zusammen mit der Division 409 z.b.V. (Kampfgruppe Feller) dem LXXXV. Armeekorps. Die Aufgabe von Generalleutnant von Uckermann war es Verzögerungsaktionen durchzuführen, um die Möglichkeit für den Aufbau einer Hauptkampflinie entlang der Saale zu geben. Die Division 469 wurde am 13./14.04.1945 unter Verwendung des Divisionsstabs z.b.V. 469 aufgestellt und dem XC. Armeekorps unterstellt. Ab dem 14.04.1945 stand die Division unter dem Kommando von Generalmajor Eugen Theilacker.

    Quelle: G2 Periodic Report Nr. 220 der 80. US Infanteriedivision vom 13.04.1945.

    Gruss

    Wolfgang