Posts by Wolfgang Grote

    Guten Abend Zusammen,

    In der Signatur RL7-6/9 gibt es ein paar Zusatzinformationen zu dem Volkssturmbataillon z.b.V. Hessen-Nassau:

    Anfang Februar 1945 war das Bataillon dem Kampfkommandanten von Pyritz unterstellt. Am 07.02.1945 traf das Bataillon mit 513 Mann in Pyritz ein; es bestand aus 3 Kompanien unter dem Kommando von Bataillonsführer Sturmbannführer Matthes. Das Bataillon wurde wie folgt verteilt: 1. Kompanie bei dem Bataillon "Schnocke", 2. Kompanie bei dem Bataillon "Putzmann" und die 3. Kompanie blieb in der Reserve.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,

    hinsichtlich der Auflösung des Rätsel in Bezug auf den Einsatz der 10. SS Panzerdivision "Frundsberg" im April 1945: Die Division kämpfte zum Teil im Raum Bautzen und war anschliessend bei Spremberg zusammen mit der Führer-Begleit-Division und der 344. Infanterie-Division eingesetzt. Danach zog sich die Division über Senftenberg und Dresden nach Teplitz-Schönau zurück, wo sie am 08./09.05.1945 ankam.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Ulrich,

    die meisten G2 Periodic Reports oder G2 Journals findest du bei der NARA; auch kannst du G2 Berichte in der Bibliothek des Museums der 1. US Infanterie-Division in Cantigny finden, aber dies beschränkt sich auf die Berichte der Einheiten (1. US Armee, US-Korps und US-Divisionen, die zusammen mit der 1. US Infanterie-Division gekämpft haben oder den die 1. US Infanterie-Division befehlsmässig unterstand.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Ulrich,

    es freut mich, dass ich dir weiterhelfen konnte; die Information, dass Teile der Kampfgruppe der 15. (Lettischen) SS Waffen-Grenadier-Division nicht nach Berlin sondern an die Elbe marschiert sind, stammt nicht aus dem Buch sondern aus den G2 Periodic Reports Nr. 216 vom 27.04.1945 der 83. US Infanterie-Division, die die beiden Bataillone der 15. (Lettischen) SS Waffen-Grenadier-Division am 27.04.1945 an der Elbe gefangengenommen hatten. Der Kommandeur der Kampfgruppe SS Standartenführer Janums wollte durch sein Handeln das Leben seiner Soldaten retten.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Ulrich,

    in dem Buch "Das Ende zwischen Oder und Elbe - Der Kampf um Berlin 1945" findest du die Einheiten, die effektiv an der Schlacht um Berlin teilgenommen haben:

    - Im Norden Berlins, die Reste der 9. Fallschirmjäger-Division zusammen mit dem Wachregiment "Grossdeutschland" (2 Bataillone);

    - Im Zentrum bzw. Osten von Berlin, die Panzerdivision "Müncheberg" (Verteidigungsabschnitte A und B) sowie 11. SS Panzergrenadier-Division "Nordland" (Neukölln);

    - Im Westen bzw. Südwesten Berlins, die 18. Panzergrenadier-Division (Grunewald-Halensee) und die 20. Panzergrenadier-Divsion (Wannsee); die 20. Panzergrenadier-Division schied aber später aus der Verteidigung Berlins aus und wurde zusammen mit der Infanterie-Divsion "Jahn" der Armee-Abteilung "Spree", unter dem Kommando von Generalleutnant Reymann, unterstellt.

    Die Divisionen unterstanden alle dem LVI. Panzerkorps unter dem Kommando von General Weidling, der auch der Kampfkommandant von Berlin war. Die Korpstruppen und der Artillerie-Kommandeur 125 (Oberst Wöhlermann) mit dem Volksartilleriekorps 408 befanden sich in Tempelhof und Steglitz.

    Folgende Einheiten wurden ebenfalls für die Verteidigung von Berlin hinzugezogen:

    - Ein Kampfbataillon der 33. SS Waffen-Grenadier-Division (Anhalter-Bahnhof), das aus den verschiedenen Kampfeinheiten der Division ausshalb von Berlin zusammengestellt wurde und dann nach Berlin geschickt wurde und sich noch durch die russischen Linien nach Berlin durchschlagen konnte.

    - Das 15. SS Füsilier-Bataillon, das Teil einer Kampfgruppe der 15. SS Waffen-Grenadier-Division war, die ebenfalls ausserhalb von Berlin zusammengestellt wurde. Von dieser Kampfgruppe erreichte nur das 15. SS Füsilier-Bataillon Berlin; die beiden übrigen Bataillone, die für die Verteidigung von Berlin vorgesehen waren und aus dem 32. bzw. 33. Waffen-Grenadier-Regiment gebildet wurden, ignorierten den Marschbefehl und marschierten an Berlin vorbei bis zur Elbe, wo sie sich den Amerikanern ergaben.

    - Die schwere SS Panzerabteilung 503 mit 6 Königstigern

    - Die Heeres-Sturmartillerieabteilung 249

    - Das Marine-Bataillon "Grossadmiral Dönitz"

    - Die Panzerkompanie "Berlin" mit 10 Kampfpanzer V (Panther) und 12 Kampfpanzer IV

    - Die HJ-Panzervernichtungsbrigade/HJ-Brigade "Reichsjugendführer Axmann" (HJ = Hitlerjugend), bestehend aus den HJ-Kampfgruppen "Pichelsdorf", "Heerstrasse" und "Reichssportfeld"

    - Der Verteidigungsabschnitt Z (Zitadelle)/Kampfgruppe Mohnke, zuständig für die Verteidigung der Regierungsbezirks im Zentrum und bestehend aus dem SS-Regiment "Anhalt" (2 Bataillone), dem SS-Wachregiment "Leibstandarte Adolf Hitler", dem Ausbildungs- und Ersatzbataillon "Leibstandarte Adolf Hitler", dem Reichführer SS Begleitbataillon.

    - Die 1. FLAK-Division, deren Gefechtsstand sich im Zoobunker befand und zu der alle Einheiten der FLAK in Berlin gehörten.

    - Zusätzlich gab es für die Verteidigung von Berlin noch 20 Volkssturm-Bataillon des 1. Aufgebots sowie 20 Volkssturm-Bataillon des 2. Aufgebots.

    Dies ist eine grobe Liste mit den in Berlin eingesetzten Einheiten.

    Beste Grüsse

    Wolfgang

    Guten Abend Dirk,

    ich schlage vor, dass du mir deine Email-Adresse schickst (eventuell über PN), dann schicke ich dir den G2 Periodic Report Nr 278 des V. US Korps vom 13.03.1945 mit dem Protokoll des Verhörs von Generalmajor Heilmann, da der Datenbestand zu hoch ist, um hier beigefügt zu werden.

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Abend Dirk,

    Danke für die Hinweise; leider sind mir die geographischen Gegebenheiten der Gegend um den Nürburgring nicht geläufig. In dem Protokoll des Verhörs von Generalmajor Heilmann ist der Ort Barweiler nicht erwähnt; in dem Protokoll sind lediglich die folgenden Orte erwähnt: Walsdorf (Einsatzort des Fallschirmjägerregiments 15 am 08.03.1945); Wimbach (Gefechtsstand von Generalmajor Heilmann) und Herschbach (Aufenthaltsort von Generalmajor Heilmann am 10./11.03.1945 als er den Gefechtsstand des 15. Fallschirmjägerregiments suchte).

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Dirk,

    zuerst möchte ich dir und deiner Familie ein gutes Neues Jahr wünschen. In Bezug auf die Gefangennahme von Generalmajor Heilmann habe ich das Protokoll des Verhörs bei dem V. US Corps in dem G2 Periodic Report Nr. 278 vom 13.03.1945 gefunden. Leider gibt es einige Ungereimtheiten. Die Amerikaner sprechen von Herschbach als Ort der Gefangennahme. dies ist aber nicht korrekt. In der Realität war es in Wimbach, laut der Aussage von Generalmajor Heilmann. Ausserdem liegt der Ort Herschbach auf der rechten Seite des Rheins. Wimbach dagegen liegt in der Gegend des Nürburgrings, also auf der linken Seite des Rheins. Ich denke, dass mit Herschbach die Orte Herschbroich oder Herresbach gemeint sind, die in einem Umkreis von etwa 5 Km östlich von Wimbach liegen.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Oliver,

    Ich denke, dass es hier um die Kämpfe am 08.10.1944 geht, als die Amerikaner (18. US Infanterie-Regiment der 1. US Infanterie-Division) von Eilendorf nach Haaren vorstiessen, um den Kessel um die Stadt Aachen zu schliessen. Die Amerikaner stiessen im Raum Eilendorf durch die Linien des Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon 453 (später Füsilier-Bataillon 246) und des II. Bataillon des Grenadierregiments 352.

    Beste Grüsse

    Wolfgang

    Hallo Zusammen,

    Anbei die bekannten Daten zu dem folgenden Volkssturmbataillon:

    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 1/57

    Aufstellungsort:

    Kolmar / Reichsgau Baden

    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt

    Einheitsführer: Stand: 10.12.1944

    Bataillonsführer: Wolfsperger

    Bataillons-Adjudant: Noess

    Stabsintendant: Huber

    Bataillons-Arzt: Dr. Villnitzer

    1. Kompanie - Kompanieführer: Nägele

    2. Kompanie - Kompanieführer: Arnold

    3. Kompanie - Kompanieführer: Haak

    4. Kompanie - Kompanieführer: Hass

    Einsatz:

    unbekannt

    Besonderheiten / Vermerk:

    Das Bataillon unterstand dem Kampfkommandant von Kolmar (Oberstleutnant Böhm)

    zusammen mit den folgenden Einheiten: (Stand 10.12.1944)

    - I. Bataillon des Sicherheitsbataillon 198 (Hauptmann Milz)

    - 2. Kompanie des Festungspionierbataillon 56 (Oberleutnant Kronester) zuständig für Brückensprengungen

    - Eisenbahn-Pionierkompanie 85 (Oberfeldwebel Brummel) zuständig für Eisenbahnsprengungen

    - 1. Kompanie des Technischen Bataillons 23 (Unteroffizier Drappatz) zuständig für Lähmungen.

    Verbleib:

    unbekannt

    Quelle:

    RH30/76

    Gruss

    Wolfgang

    Guten Morgen Olli,

    das KTB der Heeresgruppe G gibt einige Informationen zu dem Flak-Regiment 27, das zur Monatswende Februar/März 1945 im Raum Zerf (Tagesmeldung vom 01.03.1945) stand und Teile der 256. VGD unterstützte. Leider habe ich keine Informationen, ob das Regiment bereits Anfang Februar 1945 in der Gegend um Zerf lag.

    Ich weiss nun nicht, ob sich die Information mit der PN von Augustdieter überschneidet.

    P.S. Das KTB Der Heeresgruppe G ist von der BA-MA digitalisert worden und kann kostenlos unter RH 19-XII Oberkommando der Heeresgruppe G eingesehen werden.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Erwin,

    1944 wurden 3 Abschnitte der Maginotlinie von deutschen Einheiten besetzt, die im rückwärtigen Gebiet des 82. Armeekorps lagen:

    - Abschnitt Appach - Königsmacher

    - Abschnitt Königsmacher - Gelmingen

    - Abschnitt Gelmingen - Tetlingen

    Die dort stationierten Einheiten unterstanden dem Festungs-Pionierstab 31 - Aufstellung des Festungs-Pionierstabs 31:

    - Bataillon Hauptmann Hartig der Kampfgruppe Böhm mit Gefechtsstand in Lubele, im Abschnitt Niederwiese - Tetling:

    1. Kompanie in Baumbiederdorf-Lauterfangen; 2. Kompanie in Tetlingen und 3. Kompanie in Zimmingen.

    Das Bataillon besetzte die Anlagen 175, 204a, 230, 240, 170, 156, 205 und 254 mit jeweils 1 Unteroffizier und 5 Mannschaften.

    - Festungs-Infanterie-Bataillon 1419 mit einer Gesamtstärke von 600 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, unter der Führung von Major Steinert:

    Stab in Walsmünster; 1. Kompanie in Gelmingen; 2. Kompanie in Ottendorf; 3. Kompanie in Wierngen und 4. Kompanie in Bettingen.

    Das Bataillon wurde Ende Oktober 1944 nach Metz verlegt und der 462. Infanterie-Division unterstellt.

    - Sicherungsbataillon Friedrich Festungsregiments 28 als Infanteriebesatzung für die Werke Hachenberg, Michelsberg und Anzlingen:

    Werk Hachenberg: Bataillonsstab mit Teilen der 1. Kompanie

    Werk Michelsberg: 1. Kompanie ohne 1 Zug

    Werk Anzlingen: 1 Zug der 1. Kompanie

    Ab dem 01.11.1944:

    Werk Hachenberg: Stab mit 3 Offizieren, 13 Unteroffizieren und 64 Mannschaften

    2. Kompanie mit 2 Offizieren, 25 Unteroffizieren und 186 Mannschaften

    Werk Michelsberg: 5. Kompanie mit 1 Offizier, 23 Unteroffizieren und 113 Mannschaften

    Werk Anzlingen: 5. Kompanie mit 5 Unteroffizieren und 41 Mannschaften

    - Artillerie-Gruppe Klinkart mit ursprünglich 3 Offizieren, 19 Unteroffizieren und 81 Mannschaften; wurde am 01.11.1944 den 82. Armeekorps unterstellt.

    Die Artillerie-Gruppe die Werke Hachenberg, Michelsberg und Anzlingen; die Kampfstärke wurde auf 6 Offiziere, 61 Unteroffiziere und 205 Mannschaften erhöht.

    Quelle: T78 R246.

    Achtung: Die deutschen Ortsbezeichnung stimmen nicht mit den aktuellen französischen Ortsbezeichnung überein.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Andy,

    Es gibt keine Informationen über die Kämpfe, die direkt von der 347. Infanteriedivision kommen.

    Es gibt nur die Foreign Military Studies oder die G2 Berichte der amerikanischen Einheiten, die auf Gefangenenaussagen basieren.

    Beste Grüsse

    Wolfgang

    Guten Morgen Sandrine,

    es freut mich, dass ich helfen konnte und Vielen Dank für die Karteikarten, die für mich interessant sind, da sie die amerikanischen Informationen zum Teil bestätigen.

    Leider gibt es nur sehr wenige Informationen aus deutschen Quellen, auf die man zurückgreifen kann.

    Leider habe ich das Fort Driant noch nicht besichtigt; es ist aber gut zu wissen, dass es für Besucher zugänglich ist. Sollte ich nochmals in die Gegend von Metz kommen, werde ich einen Besuch bestimmt nicht versäumen.

    Beste Grüsse

    Sandrine

    Guten Morgen Sandrine,

    nachstehend die Fortsetzung:

    1) Am 16.10.1944 wurde eine Reorganisation des Regiments von Stössel befohlen:

    - Das I. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Voss war nicht mehr Bestandteil des Regiments und wurde dem Sicherungsregiment 1010 unterstellt

    - Das II. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Müller wurde in I. Bataillon umbenannt und war ausserhalb des Forts Driant eingesetzt.

    - Das III. Bataillon unter der Führung von Hauptmann Weiler wurde in II. Bataillon umbenannt und war im Anschluss ausserhalb des Forts Driant eingesetzt.

    - Es wurde die Festungsgruppe Driant (= Bataillon Seidel) unter der Führung von Hauptmann Seidel gebildet; diese Einheit umfasste die 9., 10., 11. und 12. Kompanie des Regiments. Am 17.10.1944 wurde Hauptmann Weiler von Hauptmann Seidel als Kommandant des Forts Driant abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Besatzung des Forts noch eine Gesamtstärke von 200 Mann.

    Am 09.11.1944 wurde das Regiment von Stössel in Volksgrenadierregiment 1215 umbenannt.

    2) Situation am 20.11.1944: Die Gesamtstärke des Forts Driant betrug 600 Mann und setzte sich aus verschiedenen Einheiten zusammen, die sich in den Sektor des Forts Driant zurückgezogen hatten. Lebensmittel und Munition gab es noch für mindestens 8 Tage und das Wasserversorgungssystem befand sich in Ars s/Moselle. Seit dem 18.11.1944 stand das Fort Driant unter dem Kommando von Oberstleutnant Richter (Kommandeur des Sicherungsregiments 1010 - Später Volksgrenadierregiment 1217).

    3) Am 21.11.1944 erreichten 160 Mann des Landesschützenbataillons 782 das Fort Driant.

    4) Am 29.11.1944 betrug die Gesamtstärke der Besatzung des Forts Driant 700 Mann, die sich aus den folgenden Einheiten zusammensetzte:

    - Festungsgruppe Driant unter dem Kommando von Hauptmann Seidel mit der 9. - 12. Kompanie des Volksgrenadierregiments 1215 (ehemals Regiment von Stössel)

    - Teile des Landesschützenbataillons 782 unter der Führung von Hauptmann Meyer (= Kampfgruppe Meyer)

    - Teile des Sicherungsregiments 1010

    5) Am 30.11.1944 wurde ein Verhandlungsangebot der Amerikaner abgelehnt; zu diesem Zeitpunkt war die Moral der Besatzung schlecht; es gab einen Mangel an Lebensmittel und einige Pferde wurden bereits geschlachtet. Die Bestände an Munition waren sehr gering und die noch verfügbaren Geschütze waren nicht mehr in einem guten Zustand.

    6) Situation der Garnison des Forts Driant am 01.12.1944:

    - Der Gefechtsstand von Oberstleutnant Richter (Kampfkommandant des Forts) befand sich in der Kaserne 2

    - Der Gefechtsstand von Hauptmann Seidel (Festungsgruppe Driant) befand sich in den Kasernen 3 und 4

    - Der Gefechtsstand von Hauptmann Meyer (Kampfgruppe Meyer - Landesschützenbataillon 782) befand sich in der Kaserne 5

    - Der Gefechtsstand von Leutnant Averbeck (1. Kompanie des Landesschützenbataillons 782) befand sich in der Kaserne 1

    Die Stärke der Besatzung lag zwischen 700 - 800 Mann und setzte sich aus den folgenden Einheiten zusammen:

    - 350 Mann der Kampfgruppe Meyer (Landesschützenbataillon 782); die Kampfgruppe kam am 24.10.1944 in das Fort Driant, um die Reste des Grenadier-Ersatzbataillons 208 abzulösen.

    - 100 Mann des Sicherungsregiments 1010 (später Volksgrenadierregiment 1217), die am 16.11.1944 in das Fort Driant kamen.

    - 100 Angehörige der Artillerie, die Artillerie stand unter dem Kommando von Hauptmann Schulz, Kommandeur der 2. Batterie des Küstenartillerieregiments 938; das Regiment stand unter dem Kommando von Oberst Vogel, der gleichzeitig Kommandant des Forts Plappeville war.

    - 150 Mann der Kampfgruppe Seidel (Festungsgruppe Driant)

    - 50 Angehörige der Pioniere

    - 10 Sanitäter

    Wäre der Gefechtsstand von Oberstleutnant Richter am 18.11.1944 nicht von Fort St. Quentin in das Fort Driant gewechselt, hätte der damalige Kommandant des Forts den Amerikanern bereits das Fort übergeben. Oberstleutnant Richter hatte aber die Absicht das Fort erst nach dem Aufbrauchen aller Vorräte aufzugeben (geschätzt am 09.12.1944). Die Moral der Besatzung war sehr schlecht und die meisten Soldaten wollten aufgeben, taten dies aber nicht aus Angst vor Repressalien gegen ihre Familien in der Heimat. Kommandant des Forts St. Quentin war nach dem 18.11.1944 Oberst von Stössel.

    7) Kapitulation des Forts Driant am 08.12.1944:

    Hinsichtlich des Zeitpunkts der Übergabe des Forts Driant an die 5. US Infanteriedivision gibt es unterschiedliche Angaben:

    Die Übergabe des Forts soll einmal um 15 Uhr 45 erfolgt sein und die Anzahl der Gefangenen wird auf 650 beziffert, darunter 20 Offiziere.

    Ein anderes Mal soll die Übergabe um 17.00 Uhr erfolgt sein und die Anzahl der Gefangenen wird auf 577 beziffert, darunter 23 Offiziere,, 128 Unteroffiziere und 426 Mannschaften - Folgende Zusammensetzung:

    - 98 Mann des Stabs des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Oberstleutnant Richter (Regimentskommandeur und Kommandant des Forts Driant), Hauptmann Thren, Hauptmann Punde und Hauptmann Quandt.

    - 280 Mann des I. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Hauptmann Seidel (Bataillonskommandeur)

    - 31 Mann des II. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217

    - 80 Mann des III. Bataillons des Volksgrenadierregiments 1217, darunter Hauptmann Meyer (Bataillonskommandeur)

    - 88 Mann des Küstenartillerieregiments 938, darunter Hauptmann Schulz (Kommandeur der 2. Batterie)

    Als Hauptgrund für die Übergabe gab Oberstleutnant Richter den Beschuss des Forts durch die schwere Artillerie der US Armee an, der erheblichen Schaden im Fort anrichtete.

    Soweit die Übersicht in Bezug auf die im Fort Driant eingesetzten deutschen Einheiten.

    Es hoffe sie hilft dir weiter.

    Gruss

    Wolfgang