Posts by Wolfgang Grote

    Guten Morgen Sven,


    Da nach dem 16.11.1944 der Volkssturm in Jülich erneut aufgestellt werden musste, ist aller Wahrscheinlichkeit nach das Volkssturmbataillon 12/50 als Volkssturmbataillon "Jülich" neu aufgestellt worden. Da die Gebiete links der Rur grösstenteils bereits von den Amerikanern besetzt waren oder zum direkten Kampfgebiet gehörten, beschränkte sich die Rekrutierung auf die Gebiete rechts der Rur. Somit wurde auch nur noch ein Volkssturmbataillon in Jülich aufgestellt.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Sven,


    Das Buch von Josef Rahier "Jülich und das Jülicher Land in den Schicksalsjahren 1944/45'' gibt einen guten Überblick über die Geschichte des Volkssturms im Raum Jülich :

    Im Oktober 1944 war die Aufstellung von 2 Volkssturmbataillonen im Raum Jülich vorgesehen :

    - Das Bataillon 12/50 mit einer Stärke von 1.000 Mann

    - Das Bataillon 12/51; zu diesem Bataillon gibt es keine Informationen. Somit ist es fraglich, ob dieses Bataillon wirklich aufgestellt wurde.

    Durch den verheerenden Bombenangriff auf Jülich am 16.11.1944 gingen alle Unterlagen hinsichtlich der Aufstellung des Volkssturms verloren und es musste erneut mit der Aufstellung begonnen werden. Es konnte somit nur noch ein Bataillon aufgestellt werden (Volkssturmbataillon "Jülich"), das sich wie folgt zusammensetzte :

    - Stab und Stabskompanie in Titz

    - Eine Kompanie mit 100 Mann in Titz

    - Eine Kompanie mit 100 Mann in Ameln

    - Eine Kompanie mit 100 Mann in Steinstrass unter der Führung von Ortsgruppenleiter Röhlig, der am 25.02.1945 verwundet in Lich in amerikanische Gefangenschaft geriet.

    Als die Amerikaner am 23.02.1945 den Übergang über die Rur erzwangen wurden die 3 Volkssturmkompanien, die noch durch 2 Volkssturmkompanien aus dem Bergischen Land verstärkt worden waren, zwar alarmiert, aber erhielten den Befehl die bereits bezogenen Stellungen aufzugeben. Man sah ein, dass die Ausbildung der Volkssturmmänner unzulänglich war und dass die meisten noch nie Soldat gewesen waren.

    Die Kompanie in Titz konnte in letzter Minute ihre Stellungen räumen, aber der Befehl zur Aufgabe der Stellungen erreichte die Kompanien in Ameln und Steinstrass nicht mehr, da diese beiden Kompanien bereits abgeschnitten waren. Der grösste Teil dieser Kompanien geriet somit in amerikanische Gefangenschaft.

    In dem Bericht des Kreisleiters von Jülich Kessel findet man noch die folgenden Informationen zu dem Volkssturmbataillon "Jülich":

    Das 81.Armeekorps hatte dem Volkssturmbataillon "Jülich" die Verteidigung der Panzersperren mit je 1 Kompanie in Lich-Steinstrass, Rödingen und Titz bei einer örtlichen Unterstellung unter den Befehl des jeweiligen Ortskommandanten der Wehrmacht übertragen.

    - Die Kompanie in Lich-Steinstrass wurde bei tagelangen Kämpfen um den 25.02.1945 vernichtet.

    - Die Kompanie in Rödingen zog sich nach dem Angriff der Amerikaner am 23.02.1945 mit Einheiten der Wehrmacht kämpfend in den Kreis Bergheim zurück.

    - Die Kompanie in Titz lag nach dem amerikanischen Angriff am 23.02.1945 etwa 2 Tage in der zwischen Rur und Erft verlaufenden C-Stellung und wurde zurückgenommen nachdem sich rechts anschliessende Teile der 59. Infanterie-Division auf rückwärtige Stellungen zurückgezogen hatten.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Lastenausgleich,


    Das Buch "Oradour-sur-Glane - récit d'un survivant" ist mir nicht bekannt; mir liegen nur Unterlagen der Division zu den Vorgängen in Oradour-sur-Glane vor sowie 2 Bücher über die Ereignisse in Tulle, die in einem Regionalverlag in meiner Gegend veröffentlicht wurden.

    Ich denke aber, dass Berichte von Zeitzeugen immer die nüchternen Akten und offiziellen Unterlagen gut ergänzen.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Lastenausgleich,


    Nach einem genaueren Durchlesen meiner Quellen muss ich eingestehen, dass ich die Massaker von Tulle und Oradour-sur-Glane verwechselt habe. Laut den Aussagen von Oberscharführer Otto Hoff wurde er auf Befehl seines Kompanie-Chefs, Obersturmführer Karl Wagner, mit einem Zug der 3. Kompanie nach Tulle zur Unterstützung der Aufklärungsabteilung beordert, und nicht, wie ich irrtümlich geschrieben hatte, mit einem Zug der 4. Kompanie nach Oradour-sur-Glane.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Sven,


    Die Infos zu den Volkssturmbataillonen stammen aus dem Buch "April 1945 Das Kriegsende im Raum Regensburg".

    Im Moment habe ich leider nur sehr wenig Zeit; daher würde ich dich bitten die Eröffnung eines eigenen Threads für die anderen von mir aufgeführten Volkssturmbataillone zu übernehmen. Danke.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Sven, Hallo Charly,


    Ich kann noch in diesem Zusammenhang die folgenden Infos hinzufügen :

    Der Gau Bayreuth hatte 5 Volkssturm-Bataillone z.b.V. aufzustellen :

    1) Volkssturm-Bataillon z.b.V. 2/1 in Bayreuth mit den folgenden Kompanien :

    - Kompanie 2/1/1 in Bayreuth

    - Kompanie 2/1/2 in Bamberg

    - Kompanie 2/1/3 in Coburg

    - Geschütz-Kompanie in Hof

    Das Bataillon wurde am 24. und 25.01.1945 per Bahn nach Frankfurt/Oder gebracht und war ab dem 31.01.1945 im Raum Zielenzig eingesetzt.

    2) Volkssturm-Bataillon z.b.V. 2/2 in Regensburg unter dem Kommando von Major d.R. Max Scheidler

    Das Bataillon bestand aus einer Stabskompanie und 3 Kompanien

    3) Volkssturm-Bataillon z.b.V. 2/3 in Hof

    4) Volkssturm-Bataillon z.b.V. 2/4 in Amberg

    5) Volkssturm-Bataillon z.b.V. 2/5 in Deggendorf

    Die Volkssturm-Bataillone z.b.V. konnten auch ausserhalb ihrer Heimatgaue eingesetzt werden.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Daughter, Hallo Eumex,


    Das verstärkte Regiment "Der Führer" wurde am 06.05.1945 nach Prag beordert mit dem Auftrag :

    - Den Weg nach Prag freizukämpfen;

    - Bei der Niederwerfung des Aufstands der Tschechen mitzuwirken;

    - Verbindung mit dem Wehrmachtsbefehlshaber von Prag, General Toussaint, aufzunehmen und weitere Befehle von ihm entgegenzunehmen.

    Ein Befehl von GFM Schörner, Befehlshaber der Heeresgruppe Mitte, erreichte ebenfalls an diesem Tag das Regiment, in dem das Regiment aufgefordert wurde bis zum 07.05.1945 die Innenstadt von Prag zu erreichen.

    Ab dem 06.05.1945 abends griff das Regiment in die Kämpfe in Prag ein. Am 08.05.1945 um 19.00 Uhr meldet das Regiment an die Division und GFM Schörner, dass es von Prag in Richtung Pilsen marschieren wird, um sich dort in amerikanische Gefangenschaft zu begeben. Der Abmarsch in Prag erfolgte am 08.05.1945 um 21.00 Uhr; das Regiment hatte den Auftrag auf dem Marsch nach Pilsen so viele Frauen und Kinder als irgendwie möglich mitzunehmen. An der Stadtgrenze wurde das Regiment aufgefordert aufgrund der Waffenstillstandsbedingungen alle Waffen abzugeben. Am 09.05.1945 um 10.00 Uhr erreichten die Spitzen des Regiments bei Rokiczany die 2.US Infanterie-Division. Im Anschluss ging dort das gesamte Regiment im Laufe des Vormittags in amerikanische Gefangenschaft. Eine Ausnahme bildeten die 3. und 4. Kompanie, die aus Mangel an Fahrzeugen im Raum Dresden zurückgeblieben waren; beide Kompanien sollten zwar im Fussmarsch dem Regiment nachgeführt werden, aber sie erreichten erst am 12.05.1945 Teplitz-Schönau; die beiden Kompanien lösten sich dort auf und bildeten kleine Gruppen, die versuchten sich westwärts "nach Hause" durchzuschlagen.

    Das Regiment hat sich während seines Einsatzes in Prag keinem Kriegsverbrechen zu Schulden kommen lassen.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Daughter,


    Es ist bereits ausgeschlossen, dass das Regiment "Der Führer" am 09.06.1944 an der Hinrichtung von 99 Franzosen als Strafe für die Erschiessung von 64 Angehörigen des Sicherungsregiments 95 durch französische Widerstandskämpfer in Tulle teilgenommen hatte, denn die SS-Panzeraufklärungsabteilung 2 bekam nach Erhalt der Anfrage vom Feldkommandant Brive den Auftrag das von Partisanen in Tulle eingeschlossene Bataillon des Sicherungsregiments 95 freizukämpfen. Es erreichte Tulle am 08.06.1944 um 21.00 Uhr. Am gleichen Abend richtete ebenfalls die 2.SS Panzerdivision ihren Divisionsgefechtsstand zusammen mit der Divisions-Nachrichtenabteilung in Tulle ein.

    Dagegen war das Regiment "Der Führer" an den Repressalien für die Entführung des Kommandeurs des III. Bataillons des Regiments "Der Führer", Sturmbannführer Kämpfe, aktiv beteiligt :

    - Repressalien durch das III. Bataillon des Regiments "Der Führer" am des 09.06.1944 in dem Ort La Bussière, in dem Sturmbannführer Kämpfe von französischen Widerstandskämpfer entführt wurde.

    - Die Zerstörung der Stadt und die Hinrichtung der Bevölkerung von Oradour-sur-Glane am 10.06.1944 durch die 3.Kompanie, verstärkt durch einen Zug der 4. Kompanie, des I. Bataillons des Regiments "Der Führer". In diesem Fall ging man seitens des Regiments davon aus, dass sich sowohl Sturmbannführer Kämpfe als auch ein Stab des französischen Widerstands in Oradour-sur-Glane aufhielten. Ebenfalls wurde davon ausgegangen, dass sie Bevölkerung der Stadt eng mit den Partisanen zusammenarbeitete. Der Kommandeur des I. Bataillons, Sturmbannführer Diekmann, erhielt die Erlaubnis des Regiments mit einer Kompanie nach Oradour-sur-Glane zu marschieren, um den dort vermuteten Sturmbannführer Kämpfe zu befreien oder falls der Gefangene dort nicht gefunden würde hörere Führer des Widerstandes gefangen zu nehmen um sie dann gegen den Gefangenen austauschen zu können. Nachdem Sturmbannführer Diekmann den Gefangenen in Oradour-sur-Glane nicht fand, liess er eigenmächtig ohne Befehl des Regiments oder der Division die Stadt niederbrennen und die Bevölkerung erschiessen.

    Sturmbannführer Kämpfe, der von der französischen Widerstandsbewegung in Cheyssous gefangen gehalten wurde, wurde nach dem Massaker von Oradour-sur-Glane aus Rache hingerichtet.

    Sturmbannführer Diekmann wurde wegen seines eigenmächtigen Handelns mit einem kriegsgerichtlichen Verfahren gedroht.

    Daher würde es mich wundern, wenn dein Vater als Funker bei dem Regiment von alldem nichts gewusst haben soll.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Jan,


    Keine Ursache; ich muss nur die nötige Zeit haben, um alle Information herauszusuchen.

    Vielleicht ein kurzer Nachtrag zum Einsatz der Division in Ungarn und Österreich :

    - In der ersten Hälfte des Monats März 1945 war die Division im Raum Stuhlweissenburg im Einsatz.

    - In der zweiten Hälfte des Monats März 1945 kämpfte die Division bei Komorn und war dem XXXXIII.AK unterstellt.

    - Zur Monatswende März/April 1945 kam die Division unter das Kommando des I. SS Panzerkorps Sie blieb anschliessend unter dem Kommando des I. SS Panzerkorps bis zur Kapitulation am 09.05.1945; zu diesem Zeitpunkt befand sie sich südlich von St.Pölten. Die Division wurde aber dann nur noch als Kampfgruppe geführt.

    Gruss


    Wolfgang

    Guten Abend Jan,


    Die 356. Infanterie-Division wurde Ende Januar 1945 in Italien aus der Front gezogen :

    - Das Infanterie-Regiment 869 unter dem Kommando von Oberst von Salden sowie das Füsilierbataillon 356 unter dem Kommando von Major Haars und Teile des Artillerie-Regiments 356 (8. & 9. Batterie) kamen zur Auffrischung nach Schwarzenborn; die Auffrischung war bis zum 01.05.1945 vorgesehen. Dort standen die Einheiten unter dem Kommando des Wehrkreises IX (Kassel).

    Das Infanterie-Regiment 869 bestand aus 2 Bataillonen mit einer Stärke von jeweils 500-600 Mann.

    - Die Infanterie-Regimenter 870 & 871 sowie der Divisionsstab und die übrigen Divisionstruppen wurden direkt von Italien nach Ungarn verlegt; somit wird es sich um die Reste dieser Einheiten handeln, die im April 1945 in Österreich im Einsatz waren.

    Wegen des raschen Vormarsches der Amerikaner konnte die Auffrischung des Infanterie-Regiments 869 und des Füsilierbataillons 356 nicht abgeschlossen werden und die beiden Einheiten wurden bereits nach 4-6 Wochen Ausbildung gegen die vorrückenden Amerikaner eingesetzt :

    - Das Füsilierbataillon 356 wurde am 28.03.1945 nach Kirchhain in Marsch gesetzt; hier gehen die Gefangenenaussagen etwas auseinander :

    Einerseits soll aus dem Füslierbataillon 356 eine Alarmkompanie von +/- 90 Mann gebildet worden sein, die dann unter dem Bataillonskommandeur Major Haars am 28.03.1945 nach Kirchhain geschickt wurde. Dort konnte die Kompanie nichts mehr ausrichten, da das Gebiet bereits von den Amerikanern kontrolliert wurde, und die Kompanie wurde somit wieder nach Oberaula zurückgezogen.

    Ein Angehöriger des Bataillons, der am 29.03.1945 von den Amerikanern in Kirchhain gefangengenommen wurde, sagte dagegen aus, dass das gesamte Bataillon mit einer Stärke von 300 Mann und unter der Führung von Rittmeister Lux am 28.03.1945 nach Kirchhain in Marsch gesetzt wurde und dort am Morgen des 29.03.1945 ankam. Da sich in Kirchhain zu diesem Zeitpunkt bereits amerikanische Panzer befanden, griff das Bataillon nicht in die Kämpfe ein, da es gegen die amerikanischen Panzer keine Chancen hatte, und zog sich wieder zurück.

    Das Bataillon bestand aus 3 Infanterie-Kompanien mit leichten Waffen und 2 leichten MG je Kompanie und einer schweren Kompanie mit 4 schweren MG, 8 Granatwerfern 81 mm und 4 Infanterie-Geschützen 75 mm.

    - Zusätzlich wurde aus dem I. & II. Bataillon des Infanterie-Regiments 869 ein Alarmbataillon in Stärke von 300 Mann gebildet und unter der Führung von Major Koeberich (Kommandeur des I. Bataillons) nach Kirchhain geschickt; es soll dort vernichtet worden sein.

    - Eine Kampfgruppe des Infanterie-Regiments 869 bestehend aus dem Regimentsstabn der 2., 8., 13. & 14. Kompanie sowie der Stabkompanie unter der Führung des Regimentskommandeurs Oberst von Salden kämpfte am 30.03.1945 in Alsfeld; die Kampfgruppe wurde von der 8. Batterie des Artillerie-Regiments 356 unterstützt. Die Batterie hatte eine Stärke von 90 Mann und verfügte über 2 Geschütze 105 mm. Die Geschütze wurden gesprengt und die Batterie wurde im Anschluss als Infanterie in Alsfeld eingesetzt.

    Die 13. Kompanie, die mit Infanterie-Geschützen ausgerüstet war, wurde bei den Kämpfen vollständig vernichtet, da das Personal die Geschütze nicht bedienen konnte.

    Die Stärke der 2. Kompanie wurde mit 170 Mann beziffert und die Kompanie verfügte über 2 PAK-Geschütze, 9 schwere MG und italienische Granatwerfer.

    Ein Teil des Regiments verblieb in Schwarzenborn und konnte aus Mangel an Waffen nicht eingesetzt werden.

    Die 9. Batterie des Artillerie-Regiments 356 verfügte ebenfalls über 2 Geschütze 105 mm; über den Einsatz der Batterie liegen mir keine Informationen vor.

    Oberst von Salden nahm sich am 31.03.1945 mit Hilfe einer Panzerfaust das Leben, da zu diesem Zeitpunkt das Regiment von amerikanischen Panzern zerschlagen war.

    Die Reste der beiden Bataillone des Infanterie-Regiments 869 sowie das Füsilierbataillon 356 wurden im Anschluss im Raum Oberaula eingekesselt. Einem Teil der Soldaten gelang die Flucht, zum Teil in Zivilkleidung.

    Bis zum 10.04.1945 wurden von dem VIII. US Korps immer noch Angehörige des Infanterie-Regiments 869 gefangengenommen :

    - Am 06.04.1945 Angehörige der 5. Kompanie

    - Am 09.04.1945 Major Haars; Major Haars war ein Fanatiker der letzten Stunde; er schlug während der Einkesselung bei Oberaula den Soldaten vor im Rücken der Amerikaner Angriffe und Sabotageakte durchzuführen, aber seine Idee fand bei den Soldaten kaum Zuspruch.

    Soweit die Informationen, die ich in den G2 Berichten des III., V. und VIII. US Korps sowie in den G2 Berichten der 80.US Infanterie-Division finden konnte.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Jörg,


    Nachstehend noch paar Details aus amerikanischen Quellen :

    Die 4. & 5. Batterie/II.Abteilung/Werferregiment 54 waren die einzigen Einheiten des Regiments, denen es gelang sich über den Rhein zurückzuziehen.

    Die I. & III.Abteilung sollten wieder aufgestellt werden; da das Regiment ständig verlegt werden musste, war dies nicht mehr möglich.

    Die 4. Batterie hatte ihren letzten Einsatz östlich von Ilmenau, anschliessend ist über deren weiteren Verbleib nichts mehr bekannt. Die 5. Batterie, mit rund 70 Mann und 4-5 Werfer 150 mm war am 12.04.1945 im Raum Schwarza im Einsatz

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Mirko,


    Direkt habe ich nichts zu Dirmingen; soweit ich aber sehen kann, liegt Dirmingen in der Nähe von Toley und es könnte sich somit um eine Feuerstellung des Geschützes K5 der Eisenbahn-Artillerie-Batterie 765, das im Raum Toley im Einsatz war.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Mirko,


    Wenn der Sachverhalt so feststeht, wie du ihn zitiert hast, dann ich dir leider bei der weiteren Identifizierung des Eisenbahn-Geschützes nicht weiterhelfen, denn laut meinen Unterlagen waren nur 2 Geschütze K5 glatt an der Westfront im Einsatz; diese Geschütze gehörten zur Eisenbahn-Artillerie-Batterie 749, die zuerst im Dezember 1944 von der Eifel aus die Ardennenoffensive unterstützte und sich 1945 östlich von Köln im Bergischen Land befand.

    Gruss


    Wolfgang

    Hallo Benjamin,


    Bei den genannten Werkstattpanzer handelte es sich um Panzer, die sich in der Instandsetzung befanden und zur Verteidigung bei Laubach eingesetzt wurden; die genaue Anzahl ist mir leider nicht bekannt und ich glaube nicht, dass diese Panzer einen Gegenangriff geführt haben. Diesen Panzern gelang aber der Abschuss von 4 amerikanischen Panzern.

    Bei der Flak in Kehrig wird es sich sicherlich um die die Flak-Abteilung 501 gehandelt haben, da sich die zweite Flak-Einheit, die für die Verteidigung herangezogen wurde, im Raum Büchel befand.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Thomas,


    Mir ist nur die Anwesenheit von insgesamt 5 Eisenbahn-Geschützen zur Jahreswende 1944-1945 in der Südpfalz bekannt, d.h.

    - 1. Batterie der Eisenbahn-Artillerie-Abteilung 725 mit 3 Geschützen

    - Eisenbahn-Artillerie-Batterie 765 mit 2 Geschützen

    Keines dieser Geschütze war in dem Tunnel von Annweiler eingesetzt. Kann es nicht sein, dass es sich dabei nicht um ein Eisenbahn-Flak-Geschütz handelt ?

    Vielleicht könntest du ein paar Einzelheiten zu diesem Geschütz aus deiner Literatur geben.

    Gruss

    Wolfgang

    Hallo Mirko,


    Zu dem genannten Zeitraum (März 1945) gab es gemäss meinen Informationen nur 2 Geschütze K5 zwischen der Mosel und der französischen Grenze; diese Geschütze gehörten zur Eisenbahn-Artillerie-Batterie 765; laut der Aussage eines von den Amerikanern gefangengenommenen Angehörigen dieser Batterie befand sich ein Geschütz in Tholey und das zweite Geschütz in einem Tunnel im Norden von Pirmasens (Stand Februar 1945). Die Geschütze K5 dieser Batterie hatten normalerweise aber nur eine Reichweite von 59 Km. Es stellt sich somit die Frage, ob diese Geschütze effektiv die Stadt Luxemburg oder nur das Staatsgebiet Luxemburg beschossen haben.

    Gruss

    Wolfgang