Posts by Tobias Giebel

    Hallo,


    also scheint sich leider noch keine komplette Auflistung in den Weiten des Internets zu finden?


    Anbei eine Auflistung der mir bekannten ersten zehn Hefte dieser Reihe:


    Beiheft 1: "Invasionen 1066-1944 - Eine Studie zur Geschichte des amphibischen Krieges" von Prof. W. Treue
    Beiheft 2: "Das Pripjetproblem - Eine Studie über die operative Bedeutung des Pripjetgebietes für den Feldzug des Jahres 1941" von Gen.Maj. a.D. A. Philippi
    Beiheft 3: "Das Ende der Entente Cordiale - Eine Studie zur Entwicklung der englisch-französischen Beziehungen während des Westfeldzuges 1940" von Dr. K. Müller
    Beiheft 4: "Wehrverneinung - Eine Studie zu ihrer Entstehung und ihren Erscheinungsformen" von G.L. Binz
    Beiheft 5: "Der unzeitgemäße Clausewitz - Notwendige Bemerkungen über zeitgemäße Denkfehler" von Major i.G. a.D. E. Nohn
    Beiheft 6: "Das amerikanische Leih- und Pachtgesetz - Entstehung und Bedeutung für den Ausgang des Zweiten Weltkrieges" von J. Carl
    Beiheft 7: "Die Gasschlacht in Flandern im Herbst 1917 - Eine Studie über den Einsatz einer neuen Großwaffe und ihre Auswirkungen auf den Kriegsverlauf" von Oberst W. Volkart
    Beiheft 8: "Die Ostsee ein rotes Binnenmeer? - Eine politisch-strategische Studie" von Dr. Wolfgang Höpker
    Beiheft 9: "Die Räumung der Krim 1944 - Eine Studie zur Entstehung der deutschen Führungsentschlüsse" von Dr. A. Hillgruber
    Beiheft 10: "Probleme der Naht - Eine Studie über die Koordinierung benachbarter Verbände" von J. Schwatlo Gesterding


    Alle erschienen zwischen 1956 und August 1959 im Verlag E.S. Mittler & Sohn.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    gibt es eine Übersicht über die erschienenen Titel der sogenannten Beihefte der Wehrwissenschaftlichen
    Rundschau? Habe gestern zwei Ausgaben erhalten und bin sowohl von den interessanten "Nischenthemen",
    die behandelt werden, die hauptsächlich von den Autoren als Quellen verwendeten Originalunterlagen, als
    auch von der Schreibweise bzw. Art der wissenschaftlichen Behandlung sehr angetan und würde mir eventuell
    weitere zulegen wollen. Jetzt würde ich natürlich gern wissen welche Titel noch so erschienen sind. Ich pers.
    habe über "google" leider keine Auflistung finden können.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    als Ergänzung noch die Verluste des Bataillons nach Verlustliste des XXXXVI. Armeekorps vom
    22.06.-25.07.41 (einschl.), abgedruckt ebenfalls im Weidinger, Band II:


    Offiziere
    2 Gefallene
    3 Verwundete


    Unteroffiziere und Mannschaften
    16 Gefallene
    30 Verwundete
    9 Vermisste


    Gruß
    Tobias

    Hallo Thomas,


    im genannten Buch sorgen Ausdrucksweise bzw. Schreibstil und Wortwahl Seidlers für eine klare pol.
    Tendenz. Es ist alles andere als politisch neutral geschrieben. Weiterhin hatte ich damals den Eindruck
    (das Buch müsste ich vor 3-4 Jahren gelesen haben), dass sich Seidler auch Literatur anderer Autoren
    bedient hat, die er nicht in seinen Quellen aufführt. Da ich es nicht belegen kann, will ich ihm jetzt lieber
    nicht unterstellen abgeschrieben zu haben. Er arbeitet in dem Buch mit Fußnoten, wobei sich Primärquellen
    und Nachkriegsliteratur ungefähr die Waage halten (mit Tendenz zur Nachkriegsliteratur). Gern führt er
    sich auch selber als Quelle an, was mir persönlich immer ein wenig unangenehm auffällt. Es gibt eine
    Reihe von Autoren (Hans Werner Neulen, Rolf-Dieter Müller u.a.), die ich Seidler im Themengebiet
    "Verbündete/Ausl. Freiwillige" in vielerlei Hinsicht vorziehen würde. Zudem liegt sein Schwerpunkt klar auf
    der W-SS, worüber der Buchtitel ein wenig hinwegtäuscht.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    leider habe ich allgemeine Zahlenangaben zum militärischen Potential der Volksdeutschen bis
    jetzt nur bei Franz W. Seidler* gefunden, die aber nicht über- oder untertrieben zu sein scheinen.
    Demnach gab es nach dem Ersten Weltkrieg 100 Millionen Menschen, die dem deutschen Volkstum
    zugeordnet werden können. Jeder Dritte lebte außerhalb der Reichsgrenzen, davon ca. 20 Millionen
    in Europa und 13 Millionen außerhalb Europas, 5,5 Millionen davon in den USA und Kanada. Nach
    dem Anschluss Österreichs sowie Böhmen und Mähren dürfte Europa weiterhin, vorsichtig geschätzt,
    ca. 8 Millionen Volksdeutsche zählen. Grundsätzlich ein beachtliches militärisches Potential.


    Quote

    der Hitler-Stalin-Pakt, geschlossen am Vorabend des Kriegs gegen Polen (1.9.1939) beinhaltete
    die Abmachung, dass Volksdeutsche aus den von der Sowjetunion besetzten Ländern, u.a. Ostpolen
    und den baltischen Ländern im Winter 1939/40 nach Deutschland übersiedelten und in einem bürokratischen
    Akt zu deutschen Staatsbürgern wurden oder wie man sagte zu Reichsdeutschen. Die Ausbeute für die
    Wehrmacht dürfte bei etwa 1-2 Divisonen gelegen haben, die meisten mit guten Sprachkenntnissen.


    Nur als weitere Ausführung (die Schätzung im Zitat dürfte so weit von der Realität nicht entfernt liegen):
    Das OKW legte am 17.04.1943 für Umsiedler die Bestimmung fest, dass die Geburtenjahrgänge 1900
    und älter nur bei freiwilliger Meldung berücksichtigt werden. Die Jahrgänge 1901 bis 1913 werden zur
    Wehrpflicht nur berücksichtigt wenn sie tauglich sind und gleichzeitig keine wirtschaftlichen oder beruflichen
    Schäden im Aufbau der Existenz zu befürchten hatten, sie waren für ein Jahr nach der Umsiedlung freigestellt.
    Die Jahrgänge 1914 bis 1918 durften nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen vom Wehrdienst
    zurückgestellt werden. Die Jahrgänge 1919 und jünger waren ohne jede Einschränkung einzuberufen.
    Ob und wenn ja wann eine Änderung dieser Bestimmungen stattgefunden hat ist mir bis jetzt nicht bekannt.


    *Franz W. Seidler, "Avantgarde für Europa - Ausländische Freiwillige in Wehrmacht und Waffen-SS"


    Gruß
    Tobias

    Hallo,



    ergänzend zum oben genannten Buch "Kampf im Gebirge" von Alex Buchner nachfolgend nochmal
    die beschriebenen und analysierten Kämpfe und die daran beteiligten Einheiten:


    - II./Geb.Jg.Rgt. 137 bei Stien in Nordnorwegen vom 14.-18. Mai 1940
    - Kampfgruppe von Stettner (III./Geb.Jg.Rgt. 91 und II./Geb.Jg.Rgt. 13) im Kaukasus 23.-30. August 1942
    - Kampfgruppe Eisgruber (I./Geb.Jg.Rgt. 98 und Hoch-Geb.Btl. 2) am Maruchskoj-Pass im Hochkaukasus vom 25. August bis 05. September 1942
    - Geb.Jg.Rgt. 91 in den Waldkarparten (Polen/Ungarn) vom 05.-14. August 1944
    - Verst. III./Geb.Jg.Rgt. 85 gegen das Festungswerk "Istibei" 04.-07. April 1941
    - 1./Geb.Jg.Rgt. 100 gegen den Mont Froid in den Westalpen am 12. April 1945
    - I./Geb.Jg.Rgt. 139 bei Elvenes in Nordnorwegen vom 23.-25. April 1940
    - Teile 4. Geb.Div. im Kaukasus vom 01.-10. Oktober 1942
    - Kampfgruppe von Stettner (III./Geb.Jg.Rgt. 91 und II./Geb.Jg.Rgt. 13) im Hochkaukasus vom 31. August bis 08. September 1942
    - Geb.Jg.Rgt. 91 auf den Hochpässen des Kaukasus im Spätherbst und Winter 1942
    - Verteidigung der Ossetischen Heerstraße im Hochkaukasus durch verst. I./Geb.Jg.Rgt. 99 im Dezember 1942
    - Versorgung der 4. Geb.Div. im Hochkaukasus im Sommer und Winter 1942


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    @Joseph


    Leider habe ich noch keine Unterlagen von der Familie meines Großonkel Heinz erhalten.
    In einem Telefonat wurde mir allerdings die FPN 16192 E 4.Korps genannt.
    Wenn ich richtig liege wurde diese ab November 1944 für die 399 er vergeben.
    Ich hoffe, dass noch interessante Dinge zum Vorschein kommen.


    16192 gehörte zum Stab SS-Pz.Pi.Btl. 3. Wird sich eventuell um einen Übermittlungsfehler handeln,
    da auch der Zusatzbuchstabe bei der Nummer keinen Sinn macht.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    Quote

    Frage 1: Wie viele Kompanien hatte die I. Panzer-Abteilung des Panzer-Regiments 31
    der Panzer-Brigade 8 der 5. Panzer-Division 1939 bzw. 1941? Laut der Skizze der Divisions-
    Chronik entnehme ich für 1939 (Polen-Feldzug) insgesamt 4 (1 Stabs-und 3 Panzer-Kompanien,
    davon 1Mittlere und 2 Leichte) und für 1941 (Russland-Feldzug) insgesamt 5 (1 Stabs- und 4
    Panzer-Kompanien, davon 1 Mittlere und 3 Leichte). Stimmt das so?


    Die Skizze ist so korrekt von dir interpretiert worden. Allerdings hege ich Zweifel an der Stabskompanie
    1939. Die Panzer-Abteilungen des Panzer-Regiments 31 dürften 1939 und Anfang 1940 noch keine
    Stabskompanie gehabt haben. So zumindest laut Thomas L. Jentz* und Kriegsgliederung vom 15.01.1940.


    Quote

    Frage 2: Wenn ja, welche Panzer waren 1939 und 1941 "leichte" und "mittlere" Panzerkampfwagen?


    Theoretisch oder praktisch? Theoretisch sollten PzKpfw I in den Panzerkompanien gar keine
    Frontfahrzeuge mehr sein und die PzKpfw II und III waren in den leichten Panzerkompanien
    und PzKpfw II und IV in den mittleren. Praktisch bestand die Ausstattung des PzRgt. 31 zu Kriegsbeginn
    bis auf 6 PzKpfw IV nur aus PzKpfw I und II*, sodass alle Kompanien mit diesen Mustern ausgestattet waren.


    *Thomas L. Jentz, "Die deutsche Panzertruppe 1933-1942"


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    Quote

    Die Mehrzahl der hier eingestellten Fotos dürfte aus der Phase des Vormarschs stammen,
    als man sich Großzügigkeit und -herzigkeit noch eher erlauben konnte


    dieser Schluss ist nachvollziehbar aber nicht wirklich sinnvoll. Zum einen ist es fraglich in welchem Umfang
    und ob überhaupt ein korrektes Verhalten eines Offiziers oder eines einfachen Soldaten gegenüber der
    Zivilbevölkerung sich mit schlechter werdender Kriegslage umkehrt (hier gemeint: Werte und moralische
    Vorstellungen einer Person gegenüber einer anderen). Zum anderen wurden von hohen militärischen
    Stellen und sogar von der Parteiseite, im fortgeschrittenen Kriegsjahren, in einigen Punkten gar zurückgerudert
    und ein besseres Verhältnis zu Zivilisten und Freiwilligen im deutschen Einflussgebiet angestrebt, da man
    den Vorteil einer positiv eingestimmten Zivilbevölkerung bzw. Freiwilligen bei verschlechternder Kriegslage
    teilweise erkannte. Von den Frontverbänden ganz zu schweigen, die haben das schon erheblich früher
    festgestellt. Dies ist sowohl in Primärquellen als auch in Sekundärliteratur immer wieder nachzulesen.


    Deshalb ist der Rückschluss :


    1941 am gewinnen -> großzügig und großherzig
    44/45 Rückzug -> kaltherzig und missachtend


    meines Erachtens so pauschal zu kurz gedacht und nicht haltbar.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    beim Planquadrat wirst du wohl die zugrunde liegende Karte benötigen, aber das ist dir wohl auch klar.


    Was den Rest angeht:


    Weichselbrückenkopf der Roten Armee 44/45 südöstlich Warschau. In der Literatur meist nur
    Baranow-Brückenkopf genannt, auch wenn der korrekte Ortsname Baranów Sandomierski lautet.
    So findet man ihn auch bei "google-maps". Ca. 20 km nordwestlich davon liegt Opatov bzw. Opatów.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    auch sehr empfehlenswert zum Thema:


    Alex Buchner, "Kampf im Gebirge - Erfahrungen und Erkenntnisse des Gebirgskrieges", Schild Verlag


    Der Autor behandelt anhand von Fallbeispielen deutscher Gebirgstruppenteile in Norwegen 1940,
    Griechenland 1944 und dem Kaukasus 1942/43 die Punkte Aufkämpfen einer Engenverteidigung,
    Frontalangriff, Umfassungsangriff, doppelter Umfassungsangriff, Angriff gegen befestigte Anlagen,
    Gegenangriff, Einkesselung, Verfolgung, Rückmarsch, Verteidigung und Versorgung.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    Nebelwerfer-Abteilungen, Werfer-Regimenter und schwere Werfer-Regimenter waren alle motorisiert.
    Allerdings kann man darauf nicht schließen, dass es sich bei dem Bild nicht um den Großonkel handelt.
    Zum einen könnten die Pferde zu einer anderen Einheit gehören, zum anderen kann das Bild vor seiner
    Verwendung im Werfer-Lehr-Regiment 1 entstanden sein.


    Gruß
    Tobias

    Hallo,


    es handelt sich um das Werfer-Lehr-Regiment 1. Nach Auffrischung im Raum Uelzen (ohne I. Abt.)
    wurde das Regiment ab dem 16.04.1943 an die Ostfront in den Raum Bjelgorod verlegt. Dort
    Abwehrkämpfe bis Anfang Juli.


    Aus: "Die Nebel- und Werfertruppe (Regimentsbögen)", Seite 5


    Gruß
    Tobias