Posts by Herbert

    Hallo Andreas !

    Wie aus dem angehängten Gutachten des DRK (?) hervorgeht, war es wohl nicht der Baranow-Brückenkopf, sondern der etwas weiter nördlich liegende und kleinere BK bei Pulawy.

    Wie hieß der Onkel und woher stammt die Angabe "Lazarett Breslau" ? Breslau war ja im Januar noch nicht eingekesselt und es gibt Listen in dem Werk "Apokalypse Breslau" über Lazarette und Beerdigungen in dieser Zeit, die ich gerne nach dem Namen durchsuchen möchte...


    Gruß Herbert

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    • 214.doc

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    Hallo Fredl und Willkommen in unserem Forum !


    Zu einer korrekt zu entschlüsselnden FPN gehört in den meisten Fällen auch ein Datum !

    Da hier kein Datum genannt die komplette Belegung der FPN 18924


    (1.2.1941-11.7.1941) Stab I Artillerie-SS-Kampfgruppe Nord,


    (12.7.1941-26.1.1942) Stab III Artillerie- SS-Division Nord,


    (15.7.1942-24.1.1943) SS-Lager Kuusamo SS-Gebirgs-Division Nord,


    (25.1.1943-31.7.1943) SS-Pferdelager Kuusamo.


    Die Daten in Klammern geben dabei nicht die Dauer der Belegung an, sondern nur den Zeitraum der Vergabe der FPN an !


    Damit sollte die Angabe Angehöriger der SS und Stationierung in Norwegen gesichert sein. Es deutet alles auf die 6. SS-Gebirgs-Division "Nord" hin.

    http://www.lexikon-der-wehrmac…sdivisionenSS/6GebDSS.htm


    Hier finden sich auch Literaturhinweise.


    Gruß Herbert

    Hallo Frank !


    Das IR 226 in Unterstellung zur 79. Infanterie-Division trat Ende Juni 1942 im Rahmen der Operation "Fall Blau" bei der 6. Armee zur deutschen Sommeroffensive an, mit Ziel den Don zu erreichen, dort Abwehrstellung zur Sicherung der Flanke der Armee zu beziehen und weiter entlang des Flusses auf Stalingrad vorzugehen.

    Dabei stieß die Division aus dem Raum Charkow - Belgorod vor und überschritt den Fluss Oskol bei Waluiki. Von hier marschierte sie mit ihren Regimentern (Zitat) "weiter auf Rowenki zu, das nach Westen hin stark befestigt war und auch äüßerst zäh verteidigt wurde. Dem IR 208, das mit Lastkraftwagen herangeführt wurde, gelang es am 9.7. von Norden her Rowenki zu nehmen. Dreizehn Kampfstände wurden vernichtet. Eine unversehrte Brücke über den Aidarbach fällt in die Hände des Regiments." (Zitatende). Mehr gibt die Divisionsgeschichte der 79. ID von Hans Sänger zu den Ereignissen bei Rowenki leider nicht her. Es liegt aber die Vermutung nahe, dass der Onkel mit seinem Regiment zu den Truppen gehörte, die den Ort von Westen her stürmen sollten und dabei vor der starken Verteidigung liegen geblieben sind.


    Gruß Herbert

    Hallo Michael !


    Die FPN 42428 war zum genannten Zeitraum belegt mit


    2. Kompanie Technisches Bataillon 19


    Die Einheit war Heerestruppe bei der HGr B (Niederrhein) und lag 1945 tatsächlich in Hengelo. Diese Angaben stammen aus dem Werk von Tessin. Weitere Details sind mir leider nicht bekannt.


    Gruß Herbert

    Hallo !


    Danke für die weiteren Angaben! Die FPN 33881 ist nicht stimmig (war gültig für Luft-Nachrichten-Regiment)! Es sollte wohl die FPN 33883 sein, die zum Zeitpunkt für die 2. San-Kompanie 359 gültig war. In Kozowa wurde von ihr ein Hauptverbandsplatz betrieben und macht somit Sinn !


    Die Frage wo und wie der Onkel seine Verwundung erlitten hat, kann momentan leider noch nicht geklärt werden. Als Artillerist am Geschütz kämen da diverse Möglichkeiten in Frage, je nach Standort und Auftrag. Ich tendiere z.Zt zu einem (unterstützuns-)Einsatz zur Befreiung/Entsatz des eingeschlossenen Tarnopols enteder beim Brückenschlag Straße Kozowa-Tarnopol oder weiter nördlich bei Kozlow/ Slobodka

    Gruß Herbert

    Hallo Matthias und herzlich Willkommen in unserem Forum !


    Da hat sich wohl ein kleiner Fehler bei der FPN eingeschlichen ?? Die 2./AR359 hatte die FPN 41638 !!

    Das AR unterstand der 359. Infanterie-Division. Die Angaben aus unserem Lexikon der Wehrmacht setze ich als bekannt voraus !?

    Es gibt leider nur sehr wenig Dokumente zur Division und damit auch zum Artillerie-Regiment. Auch Namenslisten gibt es nicht und auch bei Fotos vom AR 359 muss ich leider passen.

    Kozowa als Bestatungsort ist plausibel, Der Ort lag zur besagten Zeit an der für die Division einzig verfügbaren Rollbahn( sprich Versorgungsstraße) von Brzezany zur Front nahe des Divisionsgefechtsstandes (Helenkow) und hatte einen Bahnanschluss. Vermutlich lag dort auch eine San-Einrichtung (Feldlazarett ?). Ist bekannt, ob er in einer solchen Einrichtung verstarb ?

    Die genaue geographische Lage von Kozowa auf einer Karte (Heereskarte T 50 - Tarnopol) ist Dir bekannt ? Gibt es nähere Angaben zu den Umständen seiner Verwundung (wo?) und seiner Verwendung ( Artillerist, Kraftfahrer oder sogar Infanterist o.a.)? Die Erstgrablage dürfte spätestens beim Rückzug Juli 1944 von den eigenen Leuten zur Verschleierung eingeebnet worden sein und ist heutzutage sehr wahrscheinlich nicht mehr auffindbar.-möglicherweise sogar überbaut.. Hinzu kommt noch die Möglichkeit einer schon damals durchgeführten Umbettung auf einen vom DivKdr am 10. Juni 1944 eingeweihten, größeren Heldenfriedhof bei Brzezany, für den das gleiche gilt, wie schon bei der Erstgrablage beschrieben.

    Zu Kampfhandlungen am 17.4.44 werde ich noch etwas schreiben - heute ist es schon recht spät...

    Ansonsten melde ich mich morgen mal übers Telefon !


    Gruß Herbert

    Hallo !


    Da scheint mir doch zur Fragestellung das Buch "Die Schlacht um Budapest 1944/45" von Krisztian Ungvary die bessere Alternative zu sein... Es werden darin in zwei Tabellen die Stärken der ungarischen und deutschen Verteidiger aufgeführt, dabei sogar eine Einheit mit Verpflegungsstärke von ca 100 Mann.


    Gruß Herbert

    Hallo Stefan !

    Zuerst einmal eine Verbesserung : Die Auflösung der Division und der Regimenter erfolgte zum 1. November 1943 (nicht 1942) ! Dies dürfte schon mal einiges an Irritation aufheben !


    Auf Grund hoher Verluste bei der 327. ID wurde am 1.11. 1943 aus den Resten der Division und aus den Resten der ihr unterstellten Regimenter eine Divisionsgruppe 327 gebildet und die Division dabei dann aufgelöst. Die Divisionsgruppe 327 hatte nur noch die Stärke eines Regiments Der Stab der DivGr 327 wurde gebildet aus dem Stab des GR 597. Ihr unterstanden die Regimentsgruppen (nicht Regimenter) 595 und 596 in Bataillonsstärke. Mit Auflösung des Grenadier-Regiment 597 wurden die Reste des Rgts u.a. als I.Bataillons zusammengefasst. Dieses Bataillon bildete die Regimentsgruppe 595. Weitere Reste u.a. wurden als II. Bataillons zusammengefasst und dieses Bataillons bildete die Regimentsgruppe 596. Eine Regimentsgruppe 597 gab es nicht.

    Auch hier ist also eine Verbesserung beim (GR 597) im Lexikon vonnöten : Stab und Reste des GR 597 kamen als Stab zur DivGr 327 und bildeten zusammen mit weiteren Teilen der anderen Regimenter die RgtsGr 595 und 596.


    Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich ist ?(

    Gruß Herbert

    Hallo Alebo !


    Das von Dir erwähnte Buch liegt mir nicht vor und ist mir auch inhaltlich nicht bekannt. Wie weiter oben schon beschrieben ist diese Art der Literatur nur mit großer Vorsicht und Skepsis zu lesen... Wenn auch einige Ortsangaben für den Raum und die Einkesselung bei Ostrogoshsk "stimmen" könnten, so habe ich doch erhebliche Zweifel bei den Einheiten und besonders bei den Zahlen der Gefangenen und Gefallenen. Zudem kann ich die Nennung von Krementchug nicht einordnen...

    Wie in diesem Thread ja schon herausgearbeitet, teilt sich die Geschichte der 168. ID Anfang 1943 in zwei Stränge auf : Während die Masse der Division bei Beginn des russischen Großangriffs mit Durchbruch bei Uryw und Schtutschje (östlich Sswoboda) ab dem 12.1. bei Ostrogoshsk kämpfte und nahezu eingeschlossen wurde, wurde das weiter nördlich bei Uryw eingesetzte GR 429 nach Norden abgedrängt und konnte sich der Gruppe Siebert (in Unterstellung zur 68. ID) anschließen und mit dieser Gruppe - möglicherweise auch mit der Gruppe Beukemann - über Kastornoje sich nach Westen durchschlagen. Diese "Absetzbewegung" in 3 Gruppen erfolgte aber völlig unabhängig und zeitlich einiges später als das Durchschlagen der 168. ID (mit GR 417) aus der Umklammerung bei Ostrogoshsk.

    Gibt das Buch konkret an, bei welchen dieser zwei Operationen wieviele Gefangene und Gefallenene angefallen sind ? Die genannten Zahlen nur für Ostrogoshsk sind ansonsten auch unter Berücksichtigung der Verluste ungarischer Verbände zu hoch gegriffen.

    Dein Großvater war ja Angehöriger des GR 417 und auch hierzu gibt es ja schon einige Angaben in diesem thread. Dabei sind die Angaben des Vaters von Nordmende weitaus glaubwürdiger und auch plausibler als die aus dem Buch ! Eine Gefangennahme des Großvaters ist wohl tatsächlich unter Berücksichtigung der damaligen Situation eher auszuschließen.

    Im Übrigen halte ich Deine Annahme der Grablage von Friedas Verwandten bei "Dogulewka" und Höhe für sehr spekulativ. Der Ort wurde von Jürgen korrekt lokalisiert. Auch Daenert nennt ihn ja in Zusammenhang mit Nowo Uspenka. Der Todestag war der 2. 11.1942; die Kämpfe und russ.Einnahme der Höhe aber erst ab dem 12.1.1943....

    Interessanterweise schreibt Daenert ja für Anfang Dezember auch seinen Weg bei Krankheit auf: Über Nowo Uspenka nach Platawa (HVPl)--> (per Sanka) Ostrogoshsk (Armee-Lazarett) und weiter nach Charkow.


    Bevor jetzt wieder der thread (wie schon bei den WASt-Infos etc).neuerlich "zerschossen" wird: Die von mir benutzten Schreibweisen der Ortsangaben sind von der (zeitgenössischen) Heereskarte Woronesh a 52 Ausg. 3 und a51 Ostrogoshsk übernommen und wurden nicht angepasst, weichen also von heutiger Schreibweise deutlich ab !


    Gruß Herbert

    Hallo Frieda !


    Wie oben schon mal angeführt habe ich zur 168. ID einiges an Fundstücken aus Primär- wie Sekundär-Quellen zu einer Art "Chronologie" zusammengeschrieben, die jedoch noch nicht veröffentlichungswürdig ist. Gerade die ja hier gesuchte Zeit der (Unterstellung zur ungarischen Armee) ist sehr schwach ( nur deutschsprachig?) dokumentiert. Nach den schweren Kämpfen im September 1942 war es bis zum Angriff im Januar 1943 in diesem Raum ja auch "nur" ein Stellungskrieg mit örtlichen Kampfhandlungen, da sich der Feind - außer der zähen Verteidigung seiner Brückenköpfe - im allgemeinen passiv verhielt. Im einzelnen waren es an Quellen die NARA-Rollen T 312 R 1203 und T 314 R353. Dazu stammen einige Angaben aus dem Buch von

    Adonyi-Naredy: Ungarns Armee im 2. WK, WiK Bd 47, Scharnhorst Buchkameradschaft, Neckargemünd 1971.

    Mit Sicherheit wird es im Kampfraum des GR 429 Sanitätseinrichtungen zur Versorgung von Verwundeten etc. gegeben haben. Ob diese unter deutscher oder ungarischer Führung standen, ist mir leider nicht bekannt, wie mir auch keinerlei Infos über Hauptverbandsplätze oder sogar Feldlazarette der dort eingesetzten Divisionen (deutsch / ungarisch) vorliegen. Da der Ort Ostrogoshsk ein wichtiger Versorgungsstützpunkt mit guter Eisenbahnanbindung war, liegt die Vermutung nahe, dass dort auch ein Lazarett eingerichtet war (Spekulation !)


    Gruß Herbert


    Hallo Frieda !


    Während die Masse der 168. ID am 2. November 1942 südöstlich Ostrogoshsk bei Kamenka lag, war das GR 429 -abgesetzt von der Division- weiter nördlich am Don nördlich Uryw (südlich Woronesh) als "Korsettstange" zwischen ungarischen Truppen der 2.ung. Armee eingeschoben und sollte diesen einen gewissen Rückhalt geben. Bei Uryw war der Roten Armee die Bildung eines kleinen Brückenkopf gelungen und damit ein kritischer Raum entstanden, der einerseits immer wieder erweitert werden sollte, bzw auf deutscher Seite abgeriegelt oder sogar eingedrückt

    werden sollte. Bei diesen Kämpfen ist der Cousin Deiner Oma dann wohl gefallen. Der russische Großangriff und Durchbruch an dieser Stelle erfolgte erst später (am 12. Januar) . Damit kommt der in den vorausgegangen posts schon beschriebene Ausbruch aus der Einkesselung nicht mehr in Betracht. Den Ort Storoshewoje 1 findet man auf der Heereskarte Woronesh a 52 (s. Anhang).


    Gruß Herbert

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    • Uryw.PNG

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    Hallo Xenox !


    Meines Wissens gibt es weder eine Regimentsgeschichte/Chronologie des GR 892 noch Chronologien anderer Divisionsteile der 264. ID. Auch zur Division selbst sucht man - abgesehen vom Eintrag im Lexikon - eine Divisionsgeschichte (weltweit auch im Netz) vergebens.Das heisst dann für Dich tatsächlich Archiv-Arbeit ...


    Interessant erscheinen in diesem Zusammenhang die "Erzählungen", gemäß denen die Kompanie beim Rückzug in einen Angriff geriet. Woher stammen diese Angaben? Gab oder gibt es dazu Zeitzeugen ? Gibt es ein genaueres Vermissten-/Todesdatum ?

    Am 28. 10. 1944 erfolgte im Rahmen der Räumung der dalmat. Küste auch die Verlegung des Regimentsstabes GR 892 von Klis nach Trogir. Über Kämpfe bei diesem Rückzug oder auf dem Weg liegen mir aber leider keine Infos vor.


    Gruß Herbert

    Hallo und Willkommen in unserem Forum !


    Ein paar weitere Angaben zum Uropa wären schon hilfreich ... Hat er den Krieg überlebt oder ist er gefallen/ verwundet/ vermisst/ in Gefangenschaft geraten oder...?

    Nachdem Du ja schon nach eigenen Angaben viele Stunden recherchiert hast (was und wo ?), solltest Du die dabei gewonnenen Ergebnisse auch mitteilen ! Die doch schon recht genauen Infos aus unserem Lexikon zur Einheit konntest Du dadurch ergänzen/verbessern/korrigieren ? Sind schon Anfragen an die obligatorischen Stellen (DRK, WASt, Volksbund u.a.) gestellt worden? Antworten liegen vor ? Was genau liegt denn im Dunkeln ?

    Gruß Herbert

    Hallo zusammen !


    Und schon wieder kann ich nur ein herzliches Dankeschön vorbringen für die vielen z.T. auch neuen Infos !

    Langsam nimmt auch der Weg der 168. ID Gestalt an, sodass eine Divisionsgeschichte fürs LdW erstellt werden kann. Allein, mir fehlt momentan die Zeit... Diese Zusammenfassung fürs LdW wird sicher nicht mit all den vielen "kleinen" Begebenheiten erstellt werden, sondern dem Lexikon entsprechend nur einen großen Überblick beinhalten. Dennoch werde ich dafür zur Absicherung einiger Fakten noch Bestätigungen gebrauchen und ich wäre sehr verbunden, wenn ich weiterhin Fragen stellen darf. Gerne nehme ich dabei jede Hilfe an und akzeptiere auch ebenso gerne Ergänzungen und Korrekturen. auch Bei den Quellen aus russischer Sicht bin ich grundsätzlich äußerst skeptisch, habe ich doch mit solchen schon die "tollsten" Erfahrungen gemacht...

    @ nordmende: über PN habe ich Dir meine TelNr zukommen lassen. Über weiteren Austausch freue ich mich sehr...


    Gruß Herbert

    Hallo Bordmende !


    Wiederum vielen Dank für deine Ausführungen und den echt guten Karten-Link ! Die Infos sind vorzüglich und erstaunlich detailgenau. Es ist bewundernswert, dass dein Vater dies alles noch so rekapitulieren konnte. Meine gesammelten Infos sind dagegen einfach nur zusammengetragen und sicher je nach Quelle nicht immer unbedingt schlüssig. Die Angaben zum 21. Januar stammen dabei aber aus Originaldokumenten (NARA-Rollen). Ich werde diese noch einmal auf Angaben der gefallenen Offze bei N.Olschan etc. durchsehen. Gut möglich, dass bei den übergeordneten Korps aus einem "ausgefallen" ein" gefallen" geworden ist... Die Zahlenangaben für den Ausbruch und das Erreichen von Belgorod sind doch sicher -obwohl realistisch erscheinend - nur geschätzte Angaben ?Oder hast Du dafür noch eine Quelle aufgetan ? Interessant auch die Infos zum GR 442 am Potudan. Das GR 429 lag ja etwas weiter nördlich am Brückenkopf von Uryw. Dazu noch das Vorwerfen des GR 417 am 13.1. auf Beresowo ergibt dann einen doch sehr aufgesplitterten Einsatz der Division. Weitere kleinere Teile sollen auch zu den Ungarn zwecks Ausbildung abgestellt worden sein ? Die Führung und weitere Teile der Division lagen um den 13.1. im Raum ostwärts Ostrohoshsk im Raum Jewdakowo - Kamenka ? Hat Dein Vater vielleicht dazu auch etwas hinterlassen ?


    Gruß Herbert

    Hallo Nordmende !


    Vielen Dank für die detailreiche Schilderung des Ausbruchs aus Ostrogoshsk! Alles passt sehr schön in die bislang von mir recherchierte Chronik. Ich habe es aber noch nicht eingearbeitet... Da Du ja schon in dieser Gegend warst und offenbar auch die dortige Geographie gut kennst, möchte ich Dich fragen, ob Du den Ort N. Olschan genau lokalisieren kannst ? Gibt es dort eine Eisenbahnbrücke einer Nebenbahn über den Fluss? Kennst Du einen Fluss Potudan, auf dessen Südufer das GR 442 bei einem russ. Panzerangriff aufgerieben worden sein soll (15. Januar 1943) ?


    Auszug aus meiner Chronik:


    20. Januar 1943


    Teile des Div.-Stabes (Ia, stv Ib, Ic u.a.) fielen bei gegnerischem Angriff am Ostrand von N. Olschan. Neuer DivGefStd in Kollunowka , später in Ilowskoje. (20)

    Es konnte Verbindung mit der 26.ID aufgenommen werden. (20)


    21. Januar 1943


    Div konnte sich der feindl. Einschließung unter hohen eigenen Verlusten entziehen und befand sich auf Weg nach Budjennyj. Vordere Teile trafen um 3:00 Uhr bei Ilowka ein. (8, 20)

    Division schlug sich mit Restteilen der 10.ID und 13.(lei)Div nach Südwesten durch. (3)



    22. Januar 1943


    Ausbruch aus Ilowskoje und Marsch auf Budjennyj (10-FdW)

    Ung 1.PzDiv konnte Budjennyj nicht halten und wurde der 168.ID unterstellt (Gruppe Kraiß) und hatte Marschziel Nowyj Oskol. (8)


    23. Januar 1943


    Nowy Oskol nach 48km -Marsch erreicht. (10-FdW)



    24. Januar 1943


    Beginn der russ. Offensive der Woronesch-Kastornoje Operation.

    Aufgabe des BK Woronesh

    Korps Cramer ab 12:00 Uhr von ung. 2.Armee dem AOK 2 unterstellt. (15, 51)

    168.ID mit unterstellter ung.1. PzDiv traf bei Korps Cramer in Nowy Oskol ein. (15, 51)

    Obstlt Proff (Kdr AR 248) übernahm die Geschäfte des gefallenen Ia Major Pitschmann. (20)

    Befehl für das Sammeln von Versprengten der 168. ID in Belgorod außer GR 429 in Kursk Anschließende Zuführung zu Stammeinheiten war vorgesehen. (51)



    Anm. :Die (Zahl) zeigt mir dabei nur die jeweilige Quelle an. Ortsschreibweisen sind den damaligen Heereskarten 1 : 300000 entnommen und weichen von heutiger Schreibweise ab.


    Gruß Herbert

    Hallo !

    Mit den von Jörg eingestellten Dokumenten:thumbup::thumbup::thumbup: und dem Gutachten des DRK (Danke fürs Einstellen !) ist damit das Schicksal des Dr F. Kügler ja wohl weitestgehend geklärt (verstorben in Gefangenschaft).Was gibt denn noch die Aussage des russ. Gefangenen bezüglich Weiterführung des Lazaretts her ?

    Zu Ternowaja:

    Das IR 429 war mehrmals anderweitig unterstellt. Schon zum Jahreswechsel 1941/42 war es bei der 221. ID bis zum 17.2.1942 im Einsatz. Nach hohen Verlusten war das Regiment mit 7.AR 248 anschließend zur frontnahen Auffrischung beim XXXXVIII. PzK unterstellt.

    Am 30. April 1942 wurde das IR 429 dann der 79. ID zugeführt und mit allen 3 Batl. dieser Division unterstellt. Diese Unterstellung dauerte dann bis zum 6. Juni 1942. Während dieses Zeitraumes löste es die 3. PzDiv aus der Front ab (10. Mai) und wurde beim russ. Angriff auf Charkow um den 12. Mai als Gruppe Gruner (Oberst Gruner =Kdr des IR 429) in Ternowaja eingeschlossen. Das Halten des Stützpunktes Ternowaja war nicht zuletzt entscheidend für den erfolgreichen deutschen Gegenangriff, der letztendlich zur sogenannten Vernichtungsschlacht von Charkow führte und bei dem Ternowaja um den 20. Mai entsetzt werden konnte. Welche Vorgänge dabei im Detail zur Verleihung der Anerkennungs-Urkunde (AU) führte, konnte ich (bislang?) leider noch nicht eruieren. Es dürfte sich aber bestimmt nicht nur um eine "generelle" Auszeichnung eines San-Offz für die Teilnahme an der Kesselschlacht Ternowaja handeln...


    Gruß Herbert

    Hallo !

    Es dürfte somit feststehen, dass das GR 429 im gefragten Zeitraum der 68. ID (diese bei Gruppe Beukemann 75.ID) unterstand.

    Fest steht wohl auch (FPN), dass Dr Felix Kügler dem Stab des III./GR 429 angehörte und mit dieser Einheit in Ternowaja die besagte Auszeichnung (AU) erhielt.

    Weiterhin wissen wir, dass der Proband sich um das Datum 6.-8. Februar 1943 in Tim befand, (nachdem er vorab in Kursk war) und dort mit weiteren Verwundeten in russischen Gewahrsam geriet. Hier ist jetzt die Frage, um welches Lazarett (FLaz 168??) es sich handelt und welcher Einheit/Verband es unterstellt war. Die Aufgabe des Ortes Tim ist ja auch zum Zeitpunkt gesichert und die Flucht/Rückzug aus dem Ort bei Zurücklassen von Verwundeten ist zumindest plausibel und beileibe kein Einzelfall.

    Interessanterweise gab es am 24.1. schon (vorausschauend) einen Befehl vom AOK 2, wonach die Versprengten der 168. ID in Belgorod zu sammeln waren mit Ausnahme derer vom GR 429, die in Kursk sammeln sollten, um ihren Stammeinheiten wieder zugeführt zu werden. Dies würde zumindest schon mal den Aufenthalt in Kursk erklären und eventuell auch den weiteren Weg nach Tim.


    Im Übrigen ist die 168. ID (mit GR 429) mehrmals zerschlagen worden und wurde jeweils wieder aufgefrischt. Erst nach Zerschlagung/Vernichtung 1945 (Baranow) war eine Neuaufstellung der Division erfolgt. Das GR 429 ging tatsächlich schon im November 1943 nach Auflösung mit den Resten im GR 442 auf.


    Gruß Herbert

    Hallo Volker !

    Danke für die ersten Einzelheiten, die meine obigen Theorien abwegig erscheinen lassen und recht schlüssig sind...

    Zum 15. Mai 1942 habe zur Zeit ich nur:


    IR 429 war als Gruppe Gruner (Oberst Gruner Kdr des
    IR) in Ternowaja beim LI.AK wohl eingeschlossen und sollte durch 23.PzDiv entsetzt werden.


    Hierzu wird sich aber sicher noch etwas finden lassen. (Ternowaja liegt ca 40km südlich Belgorod).


    Zur FPN 27641 A: Stab III. Batl. Infanterie-Regiment 429


    Die Namen der Kameraden Deines Großvaters sagen mir momentan leider noch nichts.


    Der Oberbaustab 7 wird im LdW aufgeführt: http://www.lexikon-der-wehrmac…StabOber/BauStabOber7.htm


    Soweit in Kürze

    Gruß Herbert