Posts by Herbert

    Hallo !


    Da scheint mir doch zur Fragestellung das Buch "Die Schlacht um Budapest 1944/45" von Krisztian Ungvary die bessere Alternative zu sein... Es werden darin in zwei Tabellen die Stärken der ungarischen und deutschen Verteidiger aufgeführt, dabei sogar eine Einheit mit Verpflegungsstärke von ca 100 Mann.


    Gruß Herbert

    Hallo Stefan !

    Zuerst einmal eine Verbesserung : Die Auflösung der Division und der Regimenter erfolgte zum 1. November 1943 (nicht 1942) ! Dies dürfte schon mal einiges an Irritation aufheben !


    Auf Grund hoher Verluste bei der 327. ID wurde am 1.11. 1943 aus den Resten der Division und aus den Resten der ihr unterstellten Regimenter eine Divisionsgruppe 327 gebildet und die Division dabei dann aufgelöst. Die Divisionsgruppe 327 hatte nur noch die Stärke eines Regiments Der Stab der DivGr 327 wurde gebildet aus dem Stab des GR 597. Ihr unterstanden die Regimentsgruppen (nicht Regimenter) 595 und 596 in Bataillonsstärke. Mit Auflösung des Grenadier-Regiment 597 wurden die Reste des Rgts u.a. als I.Bataillons zusammengefasst. Dieses Bataillon bildete die Regimentsgruppe 595. Weitere Reste u.a. wurden als II. Bataillons zusammengefasst und dieses Bataillons bildete die Regimentsgruppe 596. Eine Regimentsgruppe 597 gab es nicht.

    Auch hier ist also eine Verbesserung beim (GR 597) im Lexikon vonnöten : Stab und Reste des GR 597 kamen als Stab zur DivGr 327 und bildeten zusammen mit weiteren Teilen der anderen Regimenter die RgtsGr 595 und 596.


    Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich ist ?(

    Gruß Herbert

    Hallo Alebo !


    Das von Dir erwähnte Buch liegt mir nicht vor und ist mir auch inhaltlich nicht bekannt. Wie weiter oben schon beschrieben ist diese Art der Literatur nur mit großer Vorsicht und Skepsis zu lesen... Wenn auch einige Ortsangaben für den Raum und die Einkesselung bei Ostrogoshsk "stimmen" könnten, so habe ich doch erhebliche Zweifel bei den Einheiten und besonders bei den Zahlen der Gefangenen und Gefallenen. Zudem kann ich die Nennung von Krementchug nicht einordnen...

    Wie in diesem Thread ja schon herausgearbeitet, teilt sich die Geschichte der 168. ID Anfang 1943 in zwei Stränge auf : Während die Masse der Division bei Beginn des russischen Großangriffs mit Durchbruch bei Uryw und Schtutschje (östlich Sswoboda) ab dem 12.1. bei Ostrogoshsk kämpfte und nahezu eingeschlossen wurde, wurde das weiter nördlich bei Uryw eingesetzte GR 429 nach Norden abgedrängt und konnte sich der Gruppe Siebert (in Unterstellung zur 68. ID) anschließen und mit dieser Gruppe - möglicherweise auch mit der Gruppe Beukemann - über Kastornoje sich nach Westen durchschlagen. Diese "Absetzbewegung" in 3 Gruppen erfolgte aber völlig unabhängig und zeitlich einiges später als das Durchschlagen der 168. ID (mit GR 417) aus der Umklammerung bei Ostrogoshsk.

    Gibt das Buch konkret an, bei welchen dieser zwei Operationen wieviele Gefangene und Gefallenene angefallen sind ? Die genannten Zahlen nur für Ostrogoshsk sind ansonsten auch unter Berücksichtigung der Verluste ungarischer Verbände zu hoch gegriffen.

    Dein Großvater war ja Angehöriger des GR 417 und auch hierzu gibt es ja schon einige Angaben in diesem thread. Dabei sind die Angaben des Vaters von Nordmende weitaus glaubwürdiger und auch plausibler als die aus dem Buch ! Eine Gefangennahme des Großvaters ist wohl tatsächlich unter Berücksichtigung der damaligen Situation eher auszuschließen.

    Im Übrigen halte ich Deine Annahme der Grablage von Friedas Verwandten bei "Dogulewka" und Höhe für sehr spekulativ. Der Ort wurde von Jürgen korrekt lokalisiert. Auch Daenert nennt ihn ja in Zusammenhang mit Nowo Uspenka. Der Todestag war der 2. 11.1942; die Kämpfe und russ.Einnahme der Höhe aber erst ab dem 12.1.1943....

    Interessanterweise schreibt Daenert ja für Anfang Dezember auch seinen Weg bei Krankheit auf: Über Nowo Uspenka nach Platawa (HVPl)--> (per Sanka) Ostrogoshsk (Armee-Lazarett) und weiter nach Charkow.


    Bevor jetzt wieder der thread (wie schon bei den WASt-Infos etc).neuerlich "zerschossen" wird: Die von mir benutzten Schreibweisen der Ortsangaben sind von der (zeitgenössischen) Heereskarte Woronesh a 52 Ausg. 3 und a51 Ostrogoshsk übernommen und wurden nicht angepasst, weichen also von heutiger Schreibweise deutlich ab !


    Gruß Herbert

    Hallo Frieda !


    Wie oben schon mal angeführt habe ich zur 168. ID einiges an Fundstücken aus Primär- wie Sekundär-Quellen zu einer Art "Chronologie" zusammengeschrieben, die jedoch noch nicht veröffentlichungswürdig ist. Gerade die ja hier gesuchte Zeit der (Unterstellung zur ungarischen Armee) ist sehr schwach ( nur deutschsprachig?) dokumentiert. Nach den schweren Kämpfen im September 1942 war es bis zum Angriff im Januar 1943 in diesem Raum ja auch "nur" ein Stellungskrieg mit örtlichen Kampfhandlungen, da sich der Feind - außer der zähen Verteidigung seiner Brückenköpfe - im allgemeinen passiv verhielt. Im einzelnen waren es an Quellen die NARA-Rollen T 312 R 1203 und T 314 R353. Dazu stammen einige Angaben aus dem Buch von

    Adonyi-Naredy: Ungarns Armee im 2. WK, WiK Bd 47, Scharnhorst Buchkameradschaft, Neckargemünd 1971.

    Mit Sicherheit wird es im Kampfraum des GR 429 Sanitätseinrichtungen zur Versorgung von Verwundeten etc. gegeben haben. Ob diese unter deutscher oder ungarischer Führung standen, ist mir leider nicht bekannt, wie mir auch keinerlei Infos über Hauptverbandsplätze oder sogar Feldlazarette der dort eingesetzten Divisionen (deutsch / ungarisch) vorliegen. Da der Ort Ostrogoshsk ein wichtiger Versorgungsstützpunkt mit guter Eisenbahnanbindung war, liegt die Vermutung nahe, dass dort auch ein Lazarett eingerichtet war (Spekulation !)


    Gruß Herbert


    Hallo Frieda !


    Während die Masse der 168. ID am 2. November 1942 südöstlich Ostrogoshsk bei Kamenka lag, war das GR 429 -abgesetzt von der Division- weiter nördlich am Don nördlich Uryw (südlich Woronesh) als "Korsettstange" zwischen ungarischen Truppen der 2.ung. Armee eingeschoben und sollte diesen einen gewissen Rückhalt geben. Bei Uryw war der Roten Armee die Bildung eines kleinen Brückenkopf gelungen und damit ein kritischer Raum entstanden, der einerseits immer wieder erweitert werden sollte, bzw auf deutscher Seite abgeriegelt oder sogar eingedrückt

    werden sollte. Bei diesen Kämpfen ist der Cousin Deiner Oma dann wohl gefallen. Der russische Großangriff und Durchbruch an dieser Stelle erfolgte erst später (am 12. Januar) . Damit kommt der in den vorausgegangen posts schon beschriebene Ausbruch aus der Einkesselung nicht mehr in Betracht. Den Ort Storoshewoje 1 findet man auf der Heereskarte Woronesh a 52 (s. Anhang).


    Gruß Herbert

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    Hallo Xenox !


    Meines Wissens gibt es weder eine Regimentsgeschichte/Chronologie des GR 892 noch Chronologien anderer Divisionsteile der 264. ID. Auch zur Division selbst sucht man - abgesehen vom Eintrag im Lexikon - eine Divisionsgeschichte (weltweit auch im Netz) vergebens.Das heisst dann für Dich tatsächlich Archiv-Arbeit ...


    Interessant erscheinen in diesem Zusammenhang die "Erzählungen", gemäß denen die Kompanie beim Rückzug in einen Angriff geriet. Woher stammen diese Angaben? Gab oder gibt es dazu Zeitzeugen ? Gibt es ein genaueres Vermissten-/Todesdatum ?

    Am 28. 10. 1944 erfolgte im Rahmen der Räumung der dalmat. Küste auch die Verlegung des Regimentsstabes GR 892 von Klis nach Trogir. Über Kämpfe bei diesem Rückzug oder auf dem Weg liegen mir aber leider keine Infos vor.


    Gruß Herbert

    Hallo und Willkommen in unserem Forum !


    Ein paar weitere Angaben zum Uropa wären schon hilfreich ... Hat er den Krieg überlebt oder ist er gefallen/ verwundet/ vermisst/ in Gefangenschaft geraten oder...?

    Nachdem Du ja schon nach eigenen Angaben viele Stunden recherchiert hast (was und wo ?), solltest Du die dabei gewonnenen Ergebnisse auch mitteilen ! Die doch schon recht genauen Infos aus unserem Lexikon zur Einheit konntest Du dadurch ergänzen/verbessern/korrigieren ? Sind schon Anfragen an die obligatorischen Stellen (DRK, WASt, Volksbund u.a.) gestellt worden? Antworten liegen vor ? Was genau liegt denn im Dunkeln ?

    Gruß Herbert

    Hallo zusammen !


    Und schon wieder kann ich nur ein herzliches Dankeschön vorbringen für die vielen z.T. auch neuen Infos !

    Langsam nimmt auch der Weg der 168. ID Gestalt an, sodass eine Divisionsgeschichte fürs LdW erstellt werden kann. Allein, mir fehlt momentan die Zeit... Diese Zusammenfassung fürs LdW wird sicher nicht mit all den vielen "kleinen" Begebenheiten erstellt werden, sondern dem Lexikon entsprechend nur einen großen Überblick beinhalten. Dennoch werde ich dafür zur Absicherung einiger Fakten noch Bestätigungen gebrauchen und ich wäre sehr verbunden, wenn ich weiterhin Fragen stellen darf. Gerne nehme ich dabei jede Hilfe an und akzeptiere auch ebenso gerne Ergänzungen und Korrekturen. auch Bei den Quellen aus russischer Sicht bin ich grundsätzlich äußerst skeptisch, habe ich doch mit solchen schon die "tollsten" Erfahrungen gemacht...

    @ nordmende: über PN habe ich Dir meine TelNr zukommen lassen. Über weiteren Austausch freue ich mich sehr...


    Gruß Herbert

    Hallo Bordmende !


    Wiederum vielen Dank für deine Ausführungen und den echt guten Karten-Link ! Die Infos sind vorzüglich und erstaunlich detailgenau. Es ist bewundernswert, dass dein Vater dies alles noch so rekapitulieren konnte. Meine gesammelten Infos sind dagegen einfach nur zusammengetragen und sicher je nach Quelle nicht immer unbedingt schlüssig. Die Angaben zum 21. Januar stammen dabei aber aus Originaldokumenten (NARA-Rollen). Ich werde diese noch einmal auf Angaben der gefallenen Offze bei N.Olschan etc. durchsehen. Gut möglich, dass bei den übergeordneten Korps aus einem "ausgefallen" ein" gefallen" geworden ist... Die Zahlenangaben für den Ausbruch und das Erreichen von Belgorod sind doch sicher -obwohl realistisch erscheinend - nur geschätzte Angaben ?Oder hast Du dafür noch eine Quelle aufgetan ? Interessant auch die Infos zum GR 442 am Potudan. Das GR 429 lag ja etwas weiter nördlich am Brückenkopf von Uryw. Dazu noch das Vorwerfen des GR 417 am 13.1. auf Beresowo ergibt dann einen doch sehr aufgesplitterten Einsatz der Division. Weitere kleinere Teile sollen auch zu den Ungarn zwecks Ausbildung abgestellt worden sein ? Die Führung und weitere Teile der Division lagen um den 13.1. im Raum ostwärts Ostrohoshsk im Raum Jewdakowo - Kamenka ? Hat Dein Vater vielleicht dazu auch etwas hinterlassen ?


    Gruß Herbert

    Hallo Nordmende !


    Vielen Dank für die detailreiche Schilderung des Ausbruchs aus Ostrogoshsk! Alles passt sehr schön in die bislang von mir recherchierte Chronik. Ich habe es aber noch nicht eingearbeitet... Da Du ja schon in dieser Gegend warst und offenbar auch die dortige Geographie gut kennst, möchte ich Dich fragen, ob Du den Ort N. Olschan genau lokalisieren kannst ? Gibt es dort eine Eisenbahnbrücke einer Nebenbahn über den Fluss? Kennst Du einen Fluss Potudan, auf dessen Südufer das GR 442 bei einem russ. Panzerangriff aufgerieben worden sein soll (15. Januar 1943) ?


    Auszug aus meiner Chronik:


    20. Januar 1943


    Teile des Div.-Stabes (Ia, stv Ib, Ic u.a.) fielen bei gegnerischem Angriff am Ostrand von N. Olschan. Neuer DivGefStd in Kollunowka , später in Ilowskoje. (20)

    Es konnte Verbindung mit der 26.ID aufgenommen werden. (20)


    21. Januar 1943


    Div konnte sich der feindl. Einschließung unter hohen eigenen Verlusten entziehen und befand sich auf Weg nach Budjennyj. Vordere Teile trafen um 3:00 Uhr bei Ilowka ein. (8, 20)

    Division schlug sich mit Restteilen der 10.ID und 13.(lei)Div nach Südwesten durch. (3)



    22. Januar 1943


    Ausbruch aus Ilowskoje und Marsch auf Budjennyj (10-FdW)

    Ung 1.PzDiv konnte Budjennyj nicht halten und wurde der 168.ID unterstellt (Gruppe Kraiß) und hatte Marschziel Nowyj Oskol. (8)


    23. Januar 1943


    Nowy Oskol nach 48km -Marsch erreicht. (10-FdW)



    24. Januar 1943


    Beginn der russ. Offensive der Woronesch-Kastornoje Operation.

    Aufgabe des BK Woronesh

    Korps Cramer ab 12:00 Uhr von ung. 2.Armee dem AOK 2 unterstellt. (15, 51)

    168.ID mit unterstellter ung.1. PzDiv traf bei Korps Cramer in Nowy Oskol ein. (15, 51)

    Obstlt Proff (Kdr AR 248) übernahm die Geschäfte des gefallenen Ia Major Pitschmann. (20)

    Befehl für das Sammeln von Versprengten der 168. ID in Belgorod außer GR 429 in Kursk Anschließende Zuführung zu Stammeinheiten war vorgesehen. (51)



    Anm. :Die (Zahl) zeigt mir dabei nur die jeweilige Quelle an. Ortsschreibweisen sind den damaligen Heereskarten 1 : 300000 entnommen und weichen von heutiger Schreibweise ab.


    Gruß Herbert

    Hallo !

    Mit den von Jörg eingestellten Dokumenten:thumbup::thumbup::thumbup: und dem Gutachten des DRK (Danke fürs Einstellen !) ist damit das Schicksal des Dr F. Kügler ja wohl weitestgehend geklärt (verstorben in Gefangenschaft).Was gibt denn noch die Aussage des russ. Gefangenen bezüglich Weiterführung des Lazaretts her ?

    Zu Ternowaja:

    Das IR 429 war mehrmals anderweitig unterstellt. Schon zum Jahreswechsel 1941/42 war es bei der 221. ID bis zum 17.2.1942 im Einsatz. Nach hohen Verlusten war das Regiment mit 7.AR 248 anschließend zur frontnahen Auffrischung beim XXXXVIII. PzK unterstellt.

    Am 30. April 1942 wurde das IR 429 dann der 79. ID zugeführt und mit allen 3 Batl. dieser Division unterstellt. Diese Unterstellung dauerte dann bis zum 6. Juni 1942. Während dieses Zeitraumes löste es die 3. PzDiv aus der Front ab (10. Mai) und wurde beim russ. Angriff auf Charkow um den 12. Mai als Gruppe Gruner (Oberst Gruner =Kdr des IR 429) in Ternowaja eingeschlossen. Das Halten des Stützpunktes Ternowaja war nicht zuletzt entscheidend für den erfolgreichen deutschen Gegenangriff, der letztendlich zur sogenannten Vernichtungsschlacht von Charkow führte und bei dem Ternowaja um den 20. Mai entsetzt werden konnte. Welche Vorgänge dabei im Detail zur Verleihung der Anerkennungs-Urkunde (AU) führte, konnte ich (bislang?) leider noch nicht eruieren. Es dürfte sich aber bestimmt nicht nur um eine "generelle" Auszeichnung eines San-Offz für die Teilnahme an der Kesselschlacht Ternowaja handeln...


    Gruß Herbert

    Hallo !

    Es dürfte somit feststehen, dass das GR 429 im gefragten Zeitraum der 68. ID (diese bei Gruppe Beukemann 75.ID) unterstand.

    Fest steht wohl auch (FPN), dass Dr Felix Kügler dem Stab des III./GR 429 angehörte und mit dieser Einheit in Ternowaja die besagte Auszeichnung (AU) erhielt.

    Weiterhin wissen wir, dass der Proband sich um das Datum 6.-8. Februar 1943 in Tim befand, (nachdem er vorab in Kursk war) und dort mit weiteren Verwundeten in russischen Gewahrsam geriet. Hier ist jetzt die Frage, um welches Lazarett (FLaz 168??) es sich handelt und welcher Einheit/Verband es unterstellt war. Die Aufgabe des Ortes Tim ist ja auch zum Zeitpunkt gesichert und die Flucht/Rückzug aus dem Ort bei Zurücklassen von Verwundeten ist zumindest plausibel und beileibe kein Einzelfall.

    Interessanterweise gab es am 24.1. schon (vorausschauend) einen Befehl vom AOK 2, wonach die Versprengten der 168. ID in Belgorod zu sammeln waren mit Ausnahme derer vom GR 429, die in Kursk sammeln sollten, um ihren Stammeinheiten wieder zugeführt zu werden. Dies würde zumindest schon mal den Aufenthalt in Kursk erklären und eventuell auch den weiteren Weg nach Tim.


    Im Übrigen ist die 168. ID (mit GR 429) mehrmals zerschlagen worden und wurde jeweils wieder aufgefrischt. Erst nach Zerschlagung/Vernichtung 1945 (Baranow) war eine Neuaufstellung der Division erfolgt. Das GR 429 ging tatsächlich schon im November 1943 nach Auflösung mit den Resten im GR 442 auf.


    Gruß Herbert

    Hallo Volker !

    Danke für die ersten Einzelheiten, die meine obigen Theorien abwegig erscheinen lassen und recht schlüssig sind...

    Zum 15. Mai 1942 habe zur Zeit ich nur:


    IR 429 war als Gruppe Gruner (Oberst Gruner Kdr des
    IR) in Ternowaja beim LI.AK wohl eingeschlossen und sollte durch 23.PzDiv entsetzt werden.


    Hierzu wird sich aber sicher noch etwas finden lassen. (Ternowaja liegt ca 40km südlich Belgorod).


    Zur FPN 27641 A: Stab III. Batl. Infanterie-Regiment 429


    Die Namen der Kameraden Deines Großvaters sagen mir momentan leider noch nichts.


    Der Oberbaustab 7 wird im LdW aufgeführt: http://www.lexikon-der-wehrmac…StabOber/BauStabOber7.htm


    Soweit in Kürze

    Gruß Herbert




    Hallo Volker !


    Ort Tim am gleichnamigen Fluss ist mir ein Begriff. Es gibt aber keinen Bezug bei Weg und Datum zur 168. ID. Sehr wohl aber gibt es einen Zusammenhang mit der mittleren Ausbruchsgruppe "Beukemann" (General und DivKdr 75.ID) aus der Einkreisung bei Woronesh, der auch Truppenteile der 68. ID angehörten, bei der wiederum ich ja das GR 429 unterstellt vermute. Diese Gruppe - zusmmengewürfelt aus diversen Einheiten war ungefähr 7-8000 Mann stark und sollte auf verschneiten Wegen über Prilepy Tim erreichen, das anfänglich Februar noch von der 4. PzDiv gehalten wurde. Von Tim aus sollte die Gruppe dann nach Manturowo (südlich Tim) weitergeleitet werden. Am 6. Februar abends wurde Tim wohl aufgegeben und die Ausbruchsgruppe musste sich ihren Weg über Repezkaja Plota nach Manturowo erkämpfen. Auch Kursk ging am 8.2. 43 verloren. Alles in Allem macht der Ort Tim damit als Versorgungsstützpunkt für rückwärtige Einheiten (mit Trossen und Lazarett) schon Sinn und auch das angegebene Datum der Übergabe des Lazaretts passt ziemlich gut. Ich bin sehr gespannt auf weitere Einzelheiten... Bestimmt war das Lazarett doch einem größeren Verband als dem Regiment 429 zugeteilt ? Gibt es eigentlich eine genaue Bezeichnung für das Lazarett ?

    Gruß Herbert

    Hallo Volker !


    Ein Gedanke von mir...

    Kann es sein, dass mit der o.a. Übergabe das Feldlazarett 168 gemeint ist ? Dieses war zusammen mit der San-Kp 168 um den 10. Februar 1943 in Obojan und hatte den dortigen San-Betrieb bis zur Räumung und Abtransport aller Verwundeten (15.2.) aufrechtzuerhalten. (NARA T 315 R 1154)

    Diese genannten San-Einheiten waren aber der 68. ID zugehörig und hatten insofern mit der 168. ID nichts zu tun.

    Gruß Herbert

    Hallo Volker und Willkommen in unserem Forum !


    Eine hochinteressante Info hast Du da mit der Übergabe des Lazaretts eingebracht ! Ist bekannt wo dieses Lazarett lag und wie gesichert ist das Übergabedatum ? War das GR 429 zu diesem Zeitpunkt eventuell anderweitig - also nicht mehr der 168. ID zugehörig - unterstellt ? Um den 8. Februar 1943 befand sich die Division (168.ID) in Belgorod und kämpfte sich dort (belegt sind dort Straßenkämpfe) den Nordostteil des Ortes frei, um einen Durchbruch nach Südwesten zu erzwingen.Am 10.2 wurde Tomarowka erreicht. (hier DivGefStd). Bei einer Aufstellung der Gefechtsstärken vom 13.2. ist das GR 429 nicht aufgeführt, wohl aber ein GR 246 (unterstellt von 88.ID).

    Am 16. März erst wurde das GR 429 der 168. ID im Rahmen der Auffrischung bei Mirgorod von der 68. ID wieder zugeführt und das GR 246 wieder an die 88.ID zurückgegeben.

    Hast Du Infos, dass die Übergabe des Lazaretts im Rahmen des Rückzugs der Divisionen (hier auch 68. ID) aus der Einkesselung bei Woronesh erfolgte oder doch eher beim Ausbruch der 168. ID aus Ostrogoshak (19. Januar) ?

    Leider passt alles für mich zeitlich (noch) nicht so richtig zusammen...


    Gruß Herbert

    Hallo !


    Vielen Dank an rado1 für die sehr aufschlussreiche Berichtigung hinsichtlich des Ortes Smolnik. Der Ort auf dem von mir weiter oben eingestellten Kartenausschnitt ist damit definitiv nicht unser gesuchter Ort!

    Nach den Hinweisen von rado 1 muss es sich bei dem gesuchten Smolnik um den Ort Ujszomilnok an der Czirokatalpaßstraße handeln, der auf den damaligen Heereskarten auch in Klammern mit Sinolnik bezeichnet wurde. Die Ähnlichkeit mit Smolnik ist dabei unverkennbar und es sollte sich bei dem "in" um einen Ablesefehler/ Übertragungsfehler handeln. Weiterhin spricht für diesen Ort, dass er nahtlos in die Reihe der anderen Orte passt, die auf Grund des Stausees Starina und der Ausweisung als Wasserschutzgebiet nicht mehr existieren ( Dara = Czirokaofalu = Starina, Vel. Polana = Nagypolana, Zvala = Zellö u.a.). Zudem stimmt das Datum (18.10.1944) mit den schweren Kämpfen der 168. ID - wie auch von rado1 bemerkt - , die in dieser Zeit stattfanden, überein und die auch in den Tagesberichten der Wehrmacht mit Angabe des Ortes Nagypolani Erwähnung finden. Damit deutet alles daraufhin und ich bin überzeugt, dass also das hier gesuchte Smolnik von Uli nur das Ujszomilnok auf der Heereskarte sein kann !

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    Hallo Steini !


    Ein interessantes Dokument hast Du da nachtäglich noch eingestellt !

    In meinen Augen ist es ein Erinnerungsblatt des IR 202 für die Regimentsangehörigen - ausgestellt/verteilt im August 1942 im Raum Belgorod - mit Aufzeichnung des Weges und Auflistung der stattgefundenen Gefechte, wie auch der handschriftliche Eintrag aussagt:

    "Zur Erinnerung an das erste Kriegsjahr in Rußland" unterschrieben von einem Obltn Magdeburg (?).

    Bestimmt werden sich noch Mitglieder des Forums melden, deren Angehörige zumindest bei der 75. ID waren...

    Zur Division habe ich für mich mal vor ein paar Jahren eine chronologische Aufstellung von Fundsachen aller Art erstellt, die aber noch keine Veröffentlichung wert ist und beileibe nicht vollständig ist... Dabei kommt leider das IR (oder besser GR) 202 nur rudimentär vor und namentliche Erwähnungen von Angehörigen fallen dabei unter "Fehlanzeige". So kann ich Dir mit Angaben über Kameraden Deines Opas leider nicht helfen. Dennoch bin ich an einem weiteren Austausch von Infos zur Erstellung einer Div.-Geschichte fürs Lexikon sehr interessiert!

    Netter Gruß Herbert

    Hallo Steini und Willkommen in unserem Forum !


    Wenn ich Dir jetzt die Frage stelle, was für Informationen Du suchst, erhalte ich bestimmt die nichtssagende Antwort "alle Infos".:D Daher erst einmal der Hinweis auf unser Lexikon zur 75. ID: http://www.lexikon-der-wehrmac…nteriedivisionen/75ID.htm

    mit Literaturangaben.

    Weiter findet man dann (wenn auch nur geringe) Angaben zum IR 202, das später (1942) in GR 202 und 1943 in Füselier-Regiment 202 umbenannt wurde.

    Suchst Du also wirklich nur Angaben zum Infanterie-Regiment zwischen August 1939 und Oktober 1942 ? Oder liegt Dein Interesse doch eher im gesamten Werdegang des Regiments bis Kriegsende? Generell kann man sagen, dass der Verlauf der Geschichte des Regiments bis 1945 mit der Geschichte der 75. ID eng zusammenhängt.

    Hast Du darüber schon Infos? Welche ? Suchst Du etwas über einen Angehörigen des Regiments ? Oder eher eine Stellenbesetzung ? Interessiert Dich der Aufbau (Kriegsgliederung) des Regiments oder doch mehr der chronologische Ablauf mit geographischen Schwerpunkten oder doch mehr einzelne Gefechtstätigkeiten innerhalb eines Zeitraumes oder sogar Zeitpunktes ? Du solltest also Dein Anliegen schon etwas mehr spezifizieren, denn eine komplette Regimentsgeschichte würde hier den Rahmen sicherlich sprengen!

    Netter Gruß Herbert