Posts by Herbert

    Hallo Ralph !


    MaKGr bedeutet Masse Kampfgruppe. Diese Bezeichnung findet sich aber auf der Karte von Hinze in Verbindung mit der 9. PzDiv.

    Wo siehst du denn eine sowjetische Abriegelung nach Süden ? Es handelt sich doch wohl eher um einen Durchbruch nach Westen auf Nowy Bug mit weiterem Eindrehen und Vorgehen von dort nach Süden.

    Hallo Ralph !

    So ganz verstehe ich Deine Gedanken ("Gefühl") auch nicht... Es steht außer Frage, daß die 9. ID (GR 57) zusammen mit, und wahrscheinlich der 97. JgDiv unterstellt, an den Kämpfen um die Wiedergewinnung von Bolschaja Kostromka teilgenommen hat. Die 9. PzDiv (auf Karten steht bei Panzer-Divisionen neben der arabischen Zahl immer ein Pz dabei, röm. Zahlen bezeichnen dagegen immer Korps oder PzKorps oder auch Bataillone, aber nie Divisionen!)) stieß dabei von Norden aus Apostolowo, das sie nach schweren Verlusten am 5.2. aufgeben musste, auf Bol. Kostromka zu bzw. westlich am Ort vorbei und brachte damit natürlich eine spürbare Entlastung für die Infanterie im Ort und auch für das "Offenhalten" des weiteren Ausbruchweges der Gruppe Schörner nach Westen. In der Div.-Geschichte der 97.JgDiv wird als nördliche Stoßgruppe auf Bol. Kostromka übrigens nicht die 9.PzDiv sondern die die 24.PzDiv genannt.

    Zur Unterscheidung ID - PzDiv haben letztere in Zeichnungen unten am "Fähnchenmast" einen kleinen "Sockel" in Form eines Parallelogramms.

    Gruß Herbert

    Hallo Ralph !


    Am 8. 2. 44 nahmen Teile der 9.ID GR und 97.JgDiv an der Wiedergewinnung von Bolschaja-Kostromka teil und es gelang damit eine Öffnung des weiteren Rückzugweges nach Westen.

    Zugleich gelang es im weiteren Verlauf des Februars vorest eine Erweiterung der vom Feind gewonnenen BK auf Westufer des Dnjepr bei Lepaticha und Leontjewka zu verhindern. In schweren Kämpfen konnten feindliche Ausbruchsversuche immer wieder abgewiesen werden.

    DivGefStd am 25.2. in Ukrainka. 9.ID (in Unterstellung zum XVII.AK und nur noch als KGr geführt) erreichte in drei Sprüngen am 26.- 29. 2. die Linie Dudtschino bis Nowo Archangelskoje.

    Rechter Nachbar war südlich das XXXIV. AK und linker Nachbar das IV.AK.

    Am 3. März 1944 begann ein russ. Angriff, der letztendlich zum Durchbruch auf Nowyj Bug (hier HQu des AOK 6) führte. AOK 6 musste überstürzt Nowyj Bug am 7.3. im Eisb.-Transport verlassen und setzte sich nach Nikolajew ab. Nowiyj Bug ging am 8. März verloren. Damit war das AOK 6 quasi in eine Nord- und Südhälfte aufgespalten Die 9.ID befand sich - nach der Entscheidung der HGr A am 12. März, die Verteidigungsfront der 6. Armee unter Belassung der „Festen Plätze“ Wosnessensk und Nikolajew (hier auch Brückenköpfe) hinter den Bug zu verlegen - nach Absetzen in mehreren Sprüngen über diverse Stellungen am 12.3. im Raum Ljubomirowka (südöstlich Jawkino) und sollte sich weiter nach Westen zurückkämpfen.

    Sie erreichte und überschritt den Ingul bei Nowyj-Danzig am 13./14. März.


    Gruß Herbert



    Hallo Ralph !


    Eine Karte mit eingezeichneten Stellungen kann ich Dir leider nicht bieten. Aber hier

    http://igrek.amzp.pl/maplist.php?cat=ME300

    findest Du Heereskarten der damaligen Zeit. Für Dich interessabt ist die Karte X 48 (Kriwoi Rog) mit den jeweiligen Anschlußkarten.

    Ebenfalls sehr interessant für Dich dürften die Darstellungen des AOK 6 über diese Zeit sein. Zu finden unter CAMO 500 Findbuch 12472 Akte 309 und 310 unter

    https://wwii.germandocsinrussia.org/de/


    Übrigens: Mit Auflösung der Gruppe Schörner am 18.2.44 unterstand die 9.ID nach Umgruppierung der 6. Armee nun dem XVII. Armeekorps,


    Viel Spaß bei der weiteren Recherche !


    Gruß Herbert

    Hallo !

    Es fehlt noch die ganze Bug Situation


    Zur "Bug-Situation" ;


    21./22. März 1944


    KGr 9.ID liegt nördl. Nikolajew noch östl. des Bug.


    KGr 9.ID überquert als letzte Einheit (zusammen mit 335.ID) den Bug bei Trichaty nach planmäßiger Räumung des dortigen BK ( =Brückenkopf) und Sprengung der Eisenbahnbrücke. Sie bezog anschließend Stellung nördl. Nowo Grigorjewka in der Bug-Front


    Quelle:

    NARA, T 312 R 1469


    Gruß Herbert

    Hallo Ralph !


    Mit "Barbarossa" wird eigentlich nur der Russlandfeldzug ab 22. Juni 1941 bezeichnet.Der 2. Weltkrieg begann am 1. September1939 mit dem Einmarsch in Polen. Die Mobilmachung der 9. ID erfolgte am 26. August 1939 mit gleichzeitiger Verlegung in den Westen und damit war also die Division am Polenfeldzug nicht beteiligt. Irgendwie verstehe ich Deine Gedankengänge nicht...

    Da der Kachowkaer Staussee derst ab 1947 erstellt wurde (so steht es auch auf der von Dir eingestellten Karte!) hat er überhaupt keine Relevanz, was die Kämpfe am Dnjepr und den Djepr-Übergang der 9. ID 1943/44 betrifft.


    Was Sewastopol / Krim betrifft : Das IR 57 (vom 30.6. – 4.7. 1942 dem XXX.AK unterstellt) war an der Erstürmung der Befestigungswerke Maxim Gorki II (Festung Sewastopol) maßgeblich beteiligt.

    Am 7. Juli 1942 waren zudem große Teile der 9. ID (als Reserve in Unterstellung zur 1. Panzerarmee) auf der Krim stationiert (2 IR (57 und 116) mit insgesamt 4 Batl und dem Pi-Batl).


    Gruß Herbert

    Hallo Ralph !


    Als Hilfe für Dein Vorhaben habe ich mal eine Karte des Weges der 9.ID während Barbarossa angefügt. Ursprungsquelle der Karte dürfte wohl DRK-Divisionsschicksale sein.


    Gruß Herbert

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    Hallo Ralph !

    Vorsicht bei Carell...

    Die 9. ID kämpfte Anfang Oktober nicht südlich, sondern nördlich Melitopol mit DivGefStd in Wischnewskij und Winogradowka (östl Michailowka). Sie überstand dort einen russ. Großangriff (9.10.) mit heftigen Ortskämpfen (Kochanoje, Kanadskij) und konnte die HKL halten. Auch in der Folgezeit wurden sämtliche Feindangriffe auf ihren Stellungsabschnitt abgewiesen.

    Am 22. Oktober 1943 wurde die sogenannte „Franken-Sehne“, eine ausgebaute Stellung zwischen Bogdanowka und Wassiljewka (östlich Michailowka) mit

    neuem DivGefStd: Michailowka-Südost bezogen. Ab dem 26. 10. erfolgte dann der Rückzug auf den Brückenkopf Nikopol im Rahmen des XXIX. AK, dessen Divisionen nur noch Gefechtsstärken von 200 Mann besaßen.Bis zum Februar 1944 (Räumung von Nikopol) verteidigte die 9.ID den Brückenkopf im Raum südlich Nikopol bei Nikolajewka - Rubanowka - Jekaterinowka. Sie nahm nach Überschreiten des Dnjepr an den Kämpfen zur Wiedergewinnung des Rückzugweges nach Westen teil.

    Gruß Herbert

    Hallo Ralph !


    Die Zeit von der Versammlung bei Michailowka (September 1943) bis zun Einsatz am Dnjestr (Aprtil 1944) war ganz sicher nicht "gemütlich" ! Nach Einsatz bei Michailowka schon im Oktober folgte der Rückzug auf Nikopol mit Verteidigung des dortigen Brückenkopfes am Dnjepr (DivGefStd bei Mal. Lepaticha) im Nov. 1943. Auch im Dezember 1943 bis Anfang Februar 1944 stand die 9.ID weiterhin bei Rubanowka (südlich Nikopol) in schweren und sehr verlustreichen Verteidigungskämpfen mit letztendlichem Rückzug über den Dnjepr und damit Räumung des Brückenkopfes Nikopol. Es folgte die Winterschlacht mit weitereren Rückzugskämpfen nach Westen zwischen Dnjepr- Ingul – Bug (Überschreiten des Ingul und Bugs im März 1944 ) Nur noch als Kampfgruppe geführt konnte die stark dezimierte 9. ID im April 1944 bei Akkerman den Dnjestr überschreiten und dort Stellung beziehen. Hier verblieb sie dann bis zum Desaster in Rumänien im August 1944.


    Gruß Herbert




    Hallo Ralph !

    Die 9. ID verlegte bei der Räumung des Kuban im September 1943 mit Übersetzen nach Kertsch und wurde mit Masse im Landmarsch von Kertsch über die Krim in den Raum Michailowka (nördlich Melitopol) der 6. Armee zugeführt. Die Infanterieeinheiten verlegten im Lufttransport von Wladisslawowka (nördl. Feodossija) aufs Festland nach Melitopol.

    Stab und letztes Bataillon des GR 116 waren am 25./26. September abgeflogen. Der Einsatz der Division war erst nach vollständiger Versammlung in Michailowka erlaubt.


    Gruß Herbert

    Hallo und Willkommen in unserem Forum !


    Könnte es sein, dass der Todestag am 8.11. 1943 (nicht 1944) war? Die Ortsangabe "Nahe Pilipowitch, Ukraine (40km Nordwestlich von Kiew)" deutet nämlich auf einen Brückenkopf am Sdwish (Filippowitschi, auch Philipowitchi oder Pilipowitchi bezeichnet) hin, wo am 8.11.1943 die 208. ID über den Fluss setzte und dabei feindliche Angriffe abzuwehren hatte.


    Gruß Herbert

    Hallo Alexander !


    Die FPN 22283 war im genannten Zeitraum belegt:

    14. Kompanie Infanterie-Regiment 417. wobei die 14. Kp eines Regiments die Panzerjäger-Kompanie war.

    Die Ortsangaben "von Getloje nach Olschewka" passen sehr gut in das Geschehen des Ausbruchs am 20. Januar 1943, wenn auch der Ort Getloje auf der Heereskarte A 51 als Gniloje (?) eingetragen ist. Der Ort scheint mir als Ausgangspunkt für einen Durchbruch nach Olschewka (Injutino) Sinn zu machen. Wir wissen ja, dass am 20.1.43 ganz in der Nähe von Olschewka bei N. Olshan (Ostrand) Teile des Div.-Stabes der 168. ID (Ia, stv Ib, Ic u.a.) bei einem russischen Angriff gefallen sind. Offenbar hat es dort oder auf dem Weg dorthin deinen Opa erwischt. An einen Gang in russische Gefangenschaft kann ich nicht glauben...

    Gruß Herbert

    Hallo Mike (Division) !


    Meine obigen Infos stammen aus einer Regimentsmitteilung des GR 949 an (beurlaubte oder verwundete?) Offiziere des Regiments in der Heimat aus September 1944, die mir in Kopie bzw Abschrift vorliegt. Das Original sollte beim Bundesarchiv in Freiburg vorrätig sein.

    Für einen weiteren Austausch kannst Du mich anrufen. Meine TelNr findest Du in einer Nachricht an Dich über PN (=Persönliche Nachricht). Du solltest mich aber zeitnah anrufen, da ich ab Mittwoch ausser Landes bin; die Uhrzeit ist beliebig.

    Gruß Herbert

    Hallo !



    Hptm Wilhelm Hülse übernahm am 14. August 1944 die Führung des II. Bataillon des Grenadier-Regiments 949 der 359. ID.

    Zuvor war er Bataillonsführer des Bataillons Hülse bei der 361.ID. D. Mit desem Bataillon in Stärke von 5 / 30 /124 wurde das GR 949 zu dem genannten Datum aufgefüllt.

    Es besteht Grund zur Annahme, daß er auch noch bei den Kämpfen der 359. ID in Oberschlesien ( am Zobten bei Breslau) und auch weiterhin bis zum Kriegsende Kommandeur des II.Bataillon des GR 949 war.

    Gruß Herbert

    Hallo !

    Über seinen Aufenthalt in Dachau sicher nicht ! Aber er hat - wie viele Generäle - eine oder auch zwei (?) Abhandlungen für die Amerikaner verfasst, die man unter den FMS (=Foreign Military Studies) finden kann.


    Gruß Herbert

    Hallo !


    Die 9. ID hatte im September/Oktober 1942 harte Kämpfe im schwierigen Wald- und Bergelände des westlichen Kaukasus zu bestehen.

    Im Anhang ein kurzer chronologischer Abriss aus Fundstücken für den Zeitraum 25.9 - 15. 10.
    Gruppe Wetzel = V. Armeekorps

    Quellen: (3) Mehner. Geheime Tagesberichte

    (8) NARA, T 314 R 257



    Gruß Herbert

                                 

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    Hallo Sven !

    zuerst einmal meinen Respekt und Dank für Dein Projekt !


    Mir liegt das Werk " Breslauer Apokalypse" von H.G.W. Gleiss vor und dies ist ein "Fundus" für Volkssturm-Bataillone für die Stadt selber und Umgebung. Einige sind ja auch schon von Dir gelistet im Reichsgau Nieder-/Oberschlesien (21 und 23) Wo liegt hier die Grenze und wo stelle ich ein Bataillon ein, das aus einem Reichsgau stammt und in dem anderen eingesetzt wurde ?

    Ein weiterer Punkt ist die Bezeichnung "Volkssturm Breslauer Land 3 und III ". Wohin ? Mir sind auch schon bei 2 Bataillonen die Bezeichnung Volkssturm-Regiment unter einheitlicher Leitung untergekommen. Sind für die schon gelisteten Bataillone mit Infos momentan weitere Ergänzungen und/oder auch Korrekturen (Schreibweise der Führer wie z.B. Kaißling anstatt Kaiserling erwünscht ? Ist z.B. der Weg (ohne Kampf) vom Aufstellungsort zum Einsatz mit Datum der Stationen interessant ? Bewaffnung (z.B. 10 ital. Karabiner mit 15 Schuss pro Gewehr) erwähnenswert ? Verluste einzelner Personen (Dienstgrade) aufführen ? Sind auch Kp-Führer interessant ?

    Allgemeine Infos wie Aufruf des Volkssturmes in einem Gebiet sind auch interessant ?



    Als Quelle gibt Gleiss meist Berichte von Betroffenen an. Genaue Quelle (z.B. Mündlicher Bericht/ Brief des VSt-Mannes xy) angeben oder reicht das Werk und die Seite, wo dies ja aufgeführt ist ? Schick mir doch bitte (noch)mal über PN Deine TelNr...


    Gruß Herbert