Posts by robkon

    Grüß dich Kay,

    danke für deine Rückfrage.


    Ich muss mal in meinen Unterlagen nachschauen, an welchen Standorten die Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 12 disloziert war.

    Der Heimatkraftfahrpark Mannheim hatte ja Zweigstellen in Landau und Kaiserslautern. Deshalb ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass auch Teile der Ersatzabteilung in einem oder beiden Standorten /Städten war.
    Im Augenblick finde ich in meinen Bergwerken nicht mal mehr die Unterlage bzw. Quelle, aus der ich den Ausschnitt über den HKP Mannheim herauskopiert habe. Ich geh nochmal auf die Suche und melde mich dann zeitnah über PN bei dir. Möchte diesen Threat nicht als Chat mißbrauchen. Es sei denn, unser Moderator möchte es hier sehen (na, wie schaut´s aus Dieter?)


    Schönen Grüß

    Robert

    Grüß dich Edu,


    deine Antwort ist eine richtige Überraschung. Habe im Stillen befürchtet, dass sich wenig bis gar nichts tut.

    Ich danke dir für deine Rückmeldung.

    Da hat sich mein Verdacht in Bezug Feudenheim also bestätigt. Der Diskrepanz zwischen "Heimatkraftfahrpark" und "Heereskraftfahrpark" messe ich mal weniger Bedeutung bei. Passiert bei Büchern immer wieder mal, dass Begriffe verfälscht oder nicht richtig angewendet werden. Mir kommt es so vor, als ob der Eifer im Stadtarchiv Mannhein bei meiner Anfrage nicht berauschend war.

    Mal sehen, ob ich das von dir zitierte Buch irgendwie auftreiben kann. Interessiert mich auch deswegen, weil ich einige Jahre in Mannheim (Seckenheim) stationiert war und im Feudenheimer Flakbunker einige Stabsrahmenübungen überstanden habe..

    Also nochmals: herzlichen Dank.


    Gruß

    Robert

    Hallo zusammen,


    ich versuche schon seit geraumer Zeit etwas über den Heimatkraftfahrpark Mannheim zu erfahren.

    Vor allem geht es mir um den Standort. Wo in Mannheim war dieser Kraftfahrpark?

    Es könnte sein, dass der Standort in Mannheim-Feudenheim war, da dort auch Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 12 stationiert war. Diese Abteilung ist im August 1941 aus der Kraftfahr-Ersatz-Kompanie 12 entstanden.

    Eine Nachfrage beim Stadtarchiv Mannheim brachte ein negatives Ergebnis. Dort sind keine Unterlagen über den Standort des HKP Mannheim vorhanden.


    Ich bin mir dessen bewußt, dass die Erfolgschance meiner Suche/Nachfrage sehr gering ist. Aber einen Versuch ist es sicherlich wert.


    Gruß

    Robert

    Grüß dich Thilo,

    so manches ändert sich fast nie.
    Es bietet sich an, die heutige Dienstfahrerlaubnis der Bw sofort umschreiben zu lassen. Denn mit dieser dürfen nur Dienst-Kfz (im dienstlichen Auftrag) im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.

    Ich hatte das Glück, dass ich noch einen "Führerschein der Bundeswehr" hatte. Mit dem durfte man auch zivile Kfz im öffentlichen Verkehr bewegen. Galt allerdings nur im Inland.
    Das war sehr angenehm, denn es ersparte die Kosten für das Umschreiben einzelner, nacheinander im Lauf der Dienstzeit erworbenen Klassen. Man konnte es kurz vor Dienstzeitende in einem Rutsch erledigen und musste nur einmal zahlen..


    War nur eine kurze Anmerkung

    Gruß robkon

    Hallo,


    da ich vorstehend auf die Verladungspflicht von Kettenteilen auf die Bahn hingewiesen habe, hier noch ein Auszug aus einem älteren Beitrag.

    Grüß dich Karl,

    sehr gute Darstellung einer Eisenbahnverladung.

    Bei der Verladung über Seitenrampe wurde fast immer ein Leerwagen an den Schluß des Wagenzuges gestellt, über den das Auffahren und Drehen einfacher war. Wenn der Zug abfahrbereit war, wurde dieser Leerwagen einfach zurückgelassen.

    Wir hätten dich sehr gut bei den Verkehrskommandanturen (Dezernat Eisenbahn) zur Einlade- oder Ausladeüberwachung gebrauchen können (solange diese bestanden)


    Gruß

    Robert

    Ein Gruß an die Mitglieder des Forums,


    aus keiner der mir zugänglichen Unterlagen geht hervor, dass die Gebrüder Horten ein Tarnkappenflugzeug bauen wollten. Die Brüder, die auch eine kleine Flugzeugfabrik besaßen, hatten sich der Konstruktion von Nurflügelflugzeugen verschrieben. Ein für die damalige Zeit sehr anspruchsvolles Unterfangen. Die Ho 229 war als Jagdflugzeug konzipiert und niemand hat in der damaligen Zeit irgendeine Idee an "Stealth-Eigenschaften" verschwendet.Die schwere Kanonenbewaffnung des Flugzeugs weist auf den primären Einsatzzweck als Jäger hin.


    Es soll aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Flugzeugkonstuktionen aus Holz (z.B. die de Havilland DH 96 Misquito) von dem damaligen Radar schlechter zu erfassen waren als Metallkonstruktionen


    Erst mit dem Erscheinen der etwas geschönten Autobiografie von Reimar Horten und dem Auftauchen des B2-Bombers entwickelte sich ein wahrer Hype um die Maschine, speziell als bekannt wurde, dass die Ho 229 V3

    (H IX V3) noch existierte und in Silver Hill eingelagert war.

    Anfang des Jahres 2009 wurde bei Northrop im Rahmen einer Dokumentation für den National Geographic Channel ein nicht flugfähiges 1:1-Modell der Ho 229 V3 angefertigt. Mit der aus Holz und Plastik gebauten Attrappe, deren Stahlrohrgerüst, Tanks, Triebwerke und sonstige Ausrüstung durch angeblich gleichermaßen reflektierenden Silber-Spezialanstrich simuliert wurden, machte man Tests bezüglich Radar-Reflexion.


    Im Vergleich zu den konventionellen Bombern, die in der Luftschlacht um England in den 1940er-Jahren eingesetzt waren, ergab sich eine um etwa 20 % reduzierte Erfassungsreichweite für die Radaranlagen der Chain Home. In Verbindung mit der höheren Fluggeschwindigkeit hätte sich die Vorwarnzeit von 19 Minuten auf höchstens 8 Minuten verkürzt, bei einer Anflughöhe von rund 15 Metern über See hätte sie vermutlich nur 2,5 Minuten betragen.

    (Quelle: Wikipedia)


    Über den Nachbau bei Northrop gab es vor einigen Jahren eine Dokumentation, die ich im Fernsehen gesehen hatte. Northrop machte auch Versuche zur Radarerfassung und gewann dabei die Erkenntnisse, welche im vorherigen Absatz beschrieben sind. Leider kann ich den Beitrag auch in der "Wayback-Machine" nicht mehr finden.


    Gruß

    robkon


    Grüß euch zusammen,

    ich weiß jetzt nicht, ob ich amüsiert oder verwundert sein, oder einfach nur resignieren soll.

    Es gibt doch im Forum eine Suchfunktion.

    Wenige Spalten unter diesem Threat ist genau das, was hier gesucht wird:

    Karabiner 98k - Abnahmestempel und Herstellercodes

    Na ja,

    Grüße

    robkon

    Grüß euch zusammen,


    in verschiedenen Threads wurde immer mal nach den Stempelungen von Karabinern 98k gefragt.

    Ich habe mich erinnert, dass das DWJ vor Jahren mal einen sehr guten Bericht über diese Karabiner gebracht hatte.

    Anbei sind zwei Aufstellungen über Abnahmestempel und Herstellercodes. Die Aufstellungen erheben keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, sind aber hoffentlich eine Hilfe für die Bestimmung der Stempel.


    Gruß ans Forum

    Robert

    Grüß euch,


    aus der eigenen Familiengeschichte weiß ich, wie Soldaten aus Norwegen in französische Kriegsgefangenschaft landen konnten:

    Mein Schwiegervater war mit der 6. Geb.Div. in Norwegen eingesetzt, wurde Anfang 1945 im Raum Narvik verwundet und landete in einem Lazarett in Speyer. Von dort kam er in franz. Kriegsgefangenschaft, aus der er relativ schnell entlassen wurde.


    In meinem Besitz sind sein Soldbuch sowie der Entlassungsschein aus der Kriegsgefangenschaft. Leider sind die beiden Unterlagen zur Zeit nicht auffindbar. Nachdem die Bundeswehr die 1. Geb.Div und später das Wehrbereichskommando VI / 1. Geb.Div auflöste, wurde das Gebirgsjägermuseum von München zur Brig 23 abgegeben. Als ich die Dokumente dort anbot, war man gelangweilt desinteressiert. Daraufhin habe ich die Unterlagen anscheinend so gut "aufbewahrt", dass nicht mehr weiß, wo sie sind.

    Sollte ich sie wieder finden, werde ich sie im Forum einstellen. Gerade aus dem Soldbuch geht sein soldatischer Weg lückenlos hervor.


    Grüße ans Forum

    robkon

    Hallo zusammen,

    nachdem ich den gesamten Threat durchgelesen habe, komme ich zu dem Ergebnis, dass das Tragen einer Brille etwas überbewertet bzw. dramatisiert wurde. Wie Dr. Rudolf auch so richtig geschrieben hat: Brillenträger ist nicht mit "blind wie ein Maulwurf" gleichzusetzen. Das galt auch in der Wehrmacht.

    Übrigens war ich als Brillenträger (allerdings mit geringer Kurzsichtigkeit) 1977 in Altenstadt und habe den Springerlehrgang mitgemacht (Brille sowohl auf dem Lehrgang als auch bei den späteren über 50 Sprüngen nicht getragen) und meine goldene Schützenschnur habe ich als Brillenträger (-1,75/-1.3) in der Waffenkombination Pistole und Maschinengewehr geschossen.

    Gruß

    Robert

    Einen schönen guten Abend,


    die sogenannten "Abkürzungen" waren die Fernschreibadressen.

    Man schickte ein FS nicht z.B. an die "110. InfDiv, Ia", sondern an die Adresse "HXGGF".

    Diese Adressen lagen in den Fernschreibstellen vor und waren im FS-System hinterlegt.

    Wurde z.B. ein Fernschreiber im Netz angemeldet, erfolgte das über diese eindeutig zuordenbare, zentral vergebene Adresse.

    Eine langschriftliche Adresse wäre in den Netzwerkknoten für das System technisch nicht zuordenbar gewesen.


    Im vorliegenden Fall wurde die Adresse im Spruchkopf von der tatsächlich absendenenden Nachrichtenstelle handschriftlich eingetragen (HHZIA). Fast alle diese Nachrichtenstellen setzten auch für andere Abteilungen FS ab. Deshalb wurde der eigentlich Absender (HINX) ebenfalls im FS aufgeführt. HHRXA war im vorliegenden Fall der Netzwerkknoten, über den das FS in das Netz bis zum nächsten Netzwerkknoten eingespeist wurde.


    Bei der Bundeswehr wurden diese Adressen bzw. dieses System (da jetzt "Router" genannt) ebenfalls verwendet. Man musste da die Übermittlungswege und die Geheimhaltungsstufe durch verschiedene Kombinationen des Routers bestimmen.

    So war z.B. für die FS-Stelle (Comcenter) von COMLANDSOUTHEAST in der Türkei für offene und VS-NfD Fernschreiben der Router UXHGF zu verwenden.

    Ab der Stufe VS-Vertraulich war das U durch ein R zu ersetzten (RXHGF).

    Beim Geheimhaltungsgradzusatz "ATOMAL" wurden nach dem Router noch "AAA" hinzugefügt (=SPECAT ROUTER)

    Das mit dem "U" und dem "R" ist mir auch nach über 35 Jahren noch in Erinnerung, weil ich einmal während einer Übung ein NATO SECRET ATOMAL über einen offenen Router abgesetzt hatte. Der Stress hinterher war enorm.


    Schönen Gruß

    robkon

    Hallo zusammen,


    ist ja schön, die teilweise sehr gegensätzlichen Statements zu lesen.

    Ich für meinen Teil habe keinerlei Veranlassung, an den Darstellungen meiner Mutter und meiner Tanten zu zweifeln (die männlichen Familienmitglieder waren alle eingezogen).

    Die Familien sowohl meiner Mutter als auch meines Vaters hatten Höfe in der Nähe zweier Flugplätze (Giebelstadt bwz. Gelchsheim - beide in Unterfranken).

    Nicht jeder allierte Pilot machte Jagd auf Zivilpersonen. Trotzdem kam es immer wieder vor, dass sowohl die Bauern auf den Feldern als auch Radfahrer von Tieffliegern angegriffen wurden. Solche Angriffe hat meine Mutter genau zwei Mal erlebt und überlebt. Am meisten hat der französiche Kriegsgefangene geflucht, der als Erntehelfer mit dabei war.


    Gruß

    Robert

    Hallo,
    ich muss die Kasette zwar erst wiederfinden, besitze jedoch ein Video im VHS-Format über Eisenbahnverladungen.
    Das Video wurde in den 1980er Jahren von der Verkehrskommandantur 762 (Dez Eb) hergestellt und dürfte inzwischen ein Unikat sein.


    Wenn eines der Mitglieder unseres Forums die Möglichkeit/Technik/Fähigkeit hat, diese VHS Kasette zu digitalisieren, könnten eine Menge Bilder von Panzerverladungen der Bw und der US-Army eingestellt werden.
    Vielleicht kann man beim Digitalisieren auch den Ton wieder synchronisieren. Denn der stimmt ab Mitte des Videos nicht mehr mit den Bildern überein.


    Wäre eine sicherlich lohnende Aufgabe dieses wahrscheinlich letztes Video zu retten.
    Bitte bei Interesse PN an mich


    Gruß
    Robkon

    Hallo Kay,


    Mein Großvater (Albert Schmauder) war erst bei der Kraftfahr-Ers.-Abt. 12 Kaiserslautern, Wobei er wohl auch irgendwie dem Heim. Kraftf.-Park Kassel unterstellt war? (denke ich zu mindestens wegen den Stempeln in seinem Wehrpass).


    Als ich dies gelesen hatte, war meine Neugier geweckt. Denn mein Onkel war im Heimat-Kraftfahrpark Mannheim, der auch eine Zweigstelle in Kaiserslautern hatte. Deswegen habe ich in der Kriegsgliederung des Ersatzheeres (Stand: Nov. 1942) mal nachgesehen.


    Die Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 12 mit Standort in Kaiserslautern ist beim Ersatzheer W.K. XII (Wiesbaden) zu finden und unterstand der Div.Nr. 172 (siehe Anhang).
    Allerdings mit keinem Veweis auf den Heimat-Kraftfahrpark Kassel.
    Im Gegenzug hatte der Heimat-Kraftfahrpark Mannheim eine Zweigstelle in Kaiserslautern.


    Als ich soweit war, habe ich mal die Gliederung des Ersatzheeres im Wehrkreis IX (Kassel) angesehen (siehe Anhang).
    Wenn du dort unter dem "Heim-Kraftf.Bez.Kassel nachsiehst, kannst du erkennen, dass der Standort Kaiserslautern dort nicht zu finden ist (klar - anderer Wehrkreis und dem stellv. GenKdo IX unmittelbar unterstellt).


    Wenn also in seinem Wehrpass ein Dienststempel des Heimat-Kraftfahrparks Kassel zu finden ist, spricht das eher für eine Versetzung als einer Unterstellung.der Kaiserlauterner Kraftfahr-Ersatz-Abteilung.
    Vielleicht ist es auch ganz hilfreich, wenn du die entsprechende Seite des Wehrpasses hier einstellst. Dann könnten wir dieses Detail besser aufklären.


    Freundlicher Gruß
    Robert

    Hallo IR75,
    ich war auch mal neugierig und habe mich etwas im Net umgesehen.
    Dabei bin ich auf folgendes gestoßen:
    http://wwii.germandocsinrussia…age/1/mode/inspect/zoom/3


    Schließe mich der Ansicht von Matthias bezüglich Gefechtstroß an.
    Falls eine Bezeichnung bzw. Nummer der Einheit gibt, scheint sie vom Bügel des Beiwagens verdeckt zu sein.


    Zu den Buchstaben "HN" habe ich leider nicht finden können.


    Gruß
    Robert

    Hallo Dieter und alle interessierten Forenmitglieder,


    deine "Öffnung" hinsichtlich Bahntransport hat mich an alte Zeiten erinnert.
    Als beorderter Reservist bei einer Verkehrskommandantur, Dezernat Eisenbahn, der Bw habe ich unzählige Eisenbahntransporte bearbeitet, Einlade- und Ausladeüberwachungen auf Bahnhöfen vor Ort durchgeführt und konnte sagar einmal bei einer Lehrvorführung "Notausladung" teilnehmen.


    Eine Ausladung über behelfsmäßige Rampen sieht für den Laien schlimmer aus, als sie in Wirklichkeit ist.
    Voraussetzung: erfahrene Fahrzeugführer und striktes Einhalten der Vorschrift.


    Obwohl nicht Wehrmacht, habe ich mal meine (aus eben diesen alten Zeiten) noch bei mir lagernde ZDv 42/20 hervorgeholt und einige zutreffende Seiten eingescannt.


    Die Verfahren dürften bei der Wehrmacht nicht grundlegend anders gewesen sein.
    Ich stelle die Seiten der ZDv zum besseren Verständnis mal ein.
    Allerdings wg. der max. Anzahl an Anhängen auf zwei Mal.


    Gruß
    Robert

    Hallo zusammen,
    obwohl 1952 geboren, erinnere ich mich an so manche Begebenheiten.
    Mein Opa hatte z.B. einige Äcker gleich neben dem Zaun des Flughafens Giebelstadt. Als "Stadtkind" verbrachte ich viel Zeit bei ihm und durfte schon im Alter von 12 Jahren mit seinem Lanz-Traktor pflügen. Ich erinnere mich, dass er mich jedes Mal "vergatterte", dass ich aufpassen und wie ich mich verhalten solle, wenn dabei mal wieder eine Bombe zum Vorschein kam.
    Das war regelmäßig der Fall, obwohl die Pflugschaare der damaligen Zeit bei weitem nicht so tief in die Erde gingen als in der heutigen Zeit.
    Ich habe in zwei Jahren drei Fliegerbomben an die Oberfläche geholt. Wenn das passierte, wurde die Bombe liegen gelassen und darum herum weiter gepflügt. Wenn wir nach Beendigung der Arbeiten wieder nach Hause fuhren, wurde der Fund bei der Gemeindeverwaltung gemeldet und das war es. Manchmal lagen die Dinger 2-3 Tage herum bis das Räumkommando kam und die Hinterlassenschaft der Luftwaffe beseitigt hatte.


    Die Bauern wussten, dass in den letzten Kriegstagen und nach der Kapitulation Bombenstapel gesprengt wurden. Sie waren zwar vorsichtig, jedoch nicht übermäßig besorgt. Übrigens ist gilt das Gebiet bis heute als nicht vollständig geräumt und immer wieder kommen die Hinterlassenschaften der Luftwaffe beim Pflügen ans Tageslicht.


    Ein Onkel hatte einen Hof ebenfalls in Untefranken. Einer seiner Äcker grenzte an einen ehemaligen Feldflugplatz. Abgesehen davon, dass sich die Bauern nach Kriegsende alles verwertbare holten und ausbauten (Fenster, Türen, Geschirr, Anhänger, Stromaggregate, usw.), hatte mein Onkel bis Mitte der 60er Jahre vier Kästen gegurtete MG-Munition sowie einige K98 (alles in gutem Zustand), die er dort gefunden hatte, in einer Ecke seiner Scheune liegen bis die Sachen bei den zuständigen Stellen "entsorgt" wurden.


    Die damalige Generation und auch wir Kinder machten nicht viel Aufheben um solche Funde. Sie waren schon fast normal. Entscheidend war - und das wurde uns Kindern immer wieder ganz deutlich gemacht - dass diese Dinge gefährlich und auf keinen Fall als Spielzeug anzusehen waren. Ich weiß selbst nicht warum, aber wir haben uns daran gehalten.


    Gruß an alle
    Robert