Posts by Chicagoland

    Hallo,


    ein Hauptmann d. R. Hans Neumann war längere Zeit bei der 227. Infanterie-Division tätig und ist dort für Anfang 1944 als gefallen verzeichnet.


    Allerdings fand ich keinen direkt passenden Eintrag beim Volksbund?


    Viele Grüße

    Jörg


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    25.10.1941: [1]

    Zurückversetzung des Haupmann Neumann, I./Infanterie-Regiment 328, zum Infanterie-Regiment 412.


    27.10.1941: [2]

    Beauftragung des Hauptmann Neumann mit der Führung des II./Infanterie-Regiment 412.


    17.12.1941: [3]

    Ernennung des Hauptmann Neumann zum Kommandeur des II./Infanterie-Regiment 412.


    12.11.1942: [4]

    Deutsches Kreuz in Gold, Major, II./Grenadier-Regiment 412


    05.12.1942: [5]

    Versetzung vom Grenadier-Regiment 412 in den Stab der 227. Infanterie-Division als IIa (Karteikarte: Major d. R., Hans)


    27.02.1944: [6]

    „Armeegruppenkommando Narwa, Gesamtverluste der unterstellten Divisionen,

    Korps- und Heerestruppen für die Zeit vom 14. Januar bis 20. Februar 1944“

    Anlage zu 227.Inf.Div., Abt. IIa, Nr. 182/44 geh. v. 26.02.44

    Gefallen: Major d. R. Neumann, Adjutant, 227.Infanterie-Division.



    Quellen:

    [1] http://wwii.germandocsinrussia…ge/35/mode/inspect/zoom/5


    [2] http://wwii.germandocsinrussia…ge/45/mode/inspect/zoom/5


    [3] http://wwii.germandocsinrussia…e/132/mode/inspect/zoom/5


    [4] https://www.tracesofwar.com/pe…H-Infanterie-Regiment.htm


    [5] NARA T78 R912-2355


    [6] NARA T312 R1629-00715/00729

    Hallo Thilo,


    danke für Deine Hinweise.


    Ich hoffte, es gäbe nur Einen/m von Einem ;-)


    Hier nun eine noch frühere Verbindung ins Ruhrgebiet:


    Adressbuch Mülheim an der Ruhr 1930:

    von Einem genannt von Rothmaler:

    - Carl, Staatsminister, Generaloberst a.D., Aktienstr. 75

    - Günther, Kaufmann, Aktienstr. 75


    Der dortige Carl ist der von Dir genannte, der am 07.04.1934 in Mülheim verstarb. Grabstelle in Münster: https://de.findagrave.com/memorial/186396011


    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    gesucht wird ein Hauptmann d. R. von Einem in der 227. Infanterie-Division. Folgendes ist bekannt:


    04.11.1939: [1]

    genannt als Hauptmann d. R. und Kommandeur des I./Infanterie-Regiment 412


    25.10.1941: [2]

    Major von Einem, I.R. 412, tritt mit sofortiger Wirkung als Führerreserve zum Div.Nachsch.Fhr. 227 (Mga).


    In der Personalkartei des OKH fand ich nur einen Eintrag: [3]

    Major d. R. von Einem, am 05.02.1942 versetzt als Bataillons-Führer zur 716. Infanterie-Division.


    Dies könnte passen, da die 716. ID ebenfalls aus dem Wehrkreis VI stammte und sich bei der 15. Armee im Westen befand (von wo aus die 227. ID im Herbst 1941 an die Ostfront abtransportiert worden war).


    Über google-books findet man ein Buch [4] , in dem für die Nachkriegszeit ein ehemaliger Oberstleutnant Günther von Einem als Vorsitzender des Landesverbands Nordrhein-Westfalen der „Deutschen Partei“ erwähnt wird. Ein solcher Name steht auch im Adressbuch Essen der 1950er als „Kaufmann“. Es würde von der Region her passen. Aber genaues weiß man nicht.


    Für Hinweise wäre ich dankbar!


    Gruß

    Jörg



    Quellen:

    [1] http://wwii.germandocsinrussia…e/569/mode/inspect/zoom/6

    [2] http://wwii.germandocsinrussia…ge/35/mode/inspect/zoom/5

    [3] NARA T78 R909-2126

    [4] Michael Lausberg (2012). Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 1946-1971. Tectum Verlag, Marburg. Zugl. Diss. RWTH Aachen 2011.

    Hallo,


    hier ein weiterer Lebenslauf zur 227. Infanterie-Division.


    Gruß

    Jörg


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    Gottfried Kehrig

    *06.11.1900 in Obermendig, Kreis Meyen

    Standesamt Niedermendig Nr. 371/1900


    19.04.1930:

    Heirat in Wiesbaden als Polizeioberleutnant, wohnhaft in Münster

    Ehefrau: Maria Rullich, *20.12.1902 in Koblenz;

    Trauzeuge und Brautvater: Polizeimajor a.D. Hermann Rullich, 62 Jahre, Wiesbaden-Biebrich, Nassauer Str. 26


    Friedenstruppenteil: Infanterie-Regiment 78


    04.11.1939: [5]

    in Stellenbesetzung genannt als Hauptmann und Kommandeur des I./Infanterie-Regiment 366 (227. Infanterie-Division)


    01.04.1942:

    Rangdienstalter Oberstleutnant (734)


    15.04.1942:

    mit der Führung des Infanterie-Regiment 501 (290. Infanterie-Division) beauftragt


    16.05.1942:

    zum Kommandeur des Infanterie-Regiment 501 (290. Infanterie-Division) ernannt;

    bisher Kommandeur I./Infanterie-Regiment 366


    23.06.1942: [4]

    Deutsches Kreuz in Gold, Infanterie-Regiment 501


    05.10.1942:

    zum Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiment 536 ernannt


    27.10.1943:

    Versetzung in Führerreserve OKH (WK VI), Nachfolger ist Oberst Schaffranek (FR OKH VI)


    05.11.1943:

    mit dem 15.11.43 Ernennung zum Kommandeur des Grenadier-Regiment 366, Nachfolger von Oberst d.R. Wengler


    07.12.1943:

    Nicht wirksam geworden. Mit dem 18.12.43 zum Kommandeur des Grenadier-Regiment 328 (227. Infanterie-Division) ernannt. Nachfolger von Oberst Lamey


    01.02.1944:

    Meldung 227. Infanterie-Division: am 28.01.44 schwer verwundet


    01.02.1944:

    Rangdienstalter Oberst (32e)


    07.03.1944:

    Mit dem 10.03.44 Versetzung in Führerreserve OKH, Dienst regelt W.Kdo. VI wegen Verw. Nachf.: Oberstleutnant Refior


    10.03.1944:

    Meldung 227. Infanterie-Division: am 04.02.1944 verstorben


    14.03.1944:

    Nachf.: Oberst Maeder


    Volksbund:

    Oberst Gottfried Kehrig ruht auf der Kriegsgräberstätte in Düren-Neuer Friedhof Düren-Ost. Endgrablage: Feld X Grab 5


    Quellen:

    [1] Standesamt Wiesbaden, Heiratsurkunde Nr. 300/1930

    [2] NARA T312 R825-1402, AOK 18, Abt. IIa

    [3] NARA T78 R917-1908/1909, OKH, Infanterie-Kommandeure

    [4] https://www.tracesofwar.com/pe…9547/Kehrig-Gottfried.htm

    [5] http://wwii.germandocsinrussia…e/569/mode/inspect/zoom/6

    [6] https://www.volksbund.de/graeb…82bfdfe1d49dd27e94d8e0631

    Hallo Diana,


    danke nochmals. Leider kann ich es oben nicht mehr korrigieren.


    Die Hochzeit war dann am 22. Oktober 1938:


    Garnisonsgemeinde Berlin:

    Karl-Heinrich Armand Werner Gustav Keitel

    *02.01.1914 in Wolfenbüttel, evangelisch, ledig

    Leutnant im Kavallerie-Regiment Nr. 3 in Göttingen

    Dorothee Hannah Erna Elisabeth von Blomberg

    *28.06.1917 in Hannover, evangelisch, Fräulein

    Vater: Generalfeldmarschall Werner von Blomberg u. Charlotte geb. Hellmich, Mutter verstorben

    Standesamt: Berlin-Tiergarten Nr. 892

    Kirchlich: 22.10.1938


    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    hier die nächsten drei Briefe. Im ersten und zweiten Brief geht es um die Hochzeit der Tochter Blomberg mit Sohn Keitel. Der dritte Brief ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Blomberg nicht zur Hochzeit nach Deutschland reisen durfte.


    Gruß

    Jörg


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    [48-49]

    Bristol & Albergo Palazzo, Fioroni, Genova (Central)

    08.06.1938


    Lieber Keitel! Ich halte mich kurz, denn Ihre

    Zeit ist belastet. Ich weiß, wie sich für Dorle

    die Sommermonate abspielen werden.

    Es kommt dann der Herbst und ich komme

    damit auf meinen Wunsch zurück, daß

    dann die Hochzeit stattfinden möge.


    Wenn ihrem Sohn einige Lebensmonate

    fehlen, so ist zu erinnern, daß die Bestim-

    mung ja Ausnahmen zuläßt und hier

    ja wohl wirklich ein Ausnahmefall

    besonderer Art vorliegt. Bitte geben Sie

    mir Ihre Meinung. Ich kann nur wieder-

    holen, daß es aus ernsten Gründen mein

    besonderer Wunsch ist, daß die jungen

    Leute im Herbst heiraten. Ich wäre sehr

    dankbar, wenn Sie sich zur gleichen

    Auffassung bekennen würden.


    Mit herzlichem Gruß und Heil Hitler!


    Ihr Blomberg


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    [39-40]

    Grand Hotel Menaggio, Lac de Como

    28.06.1938


    Lieber Keitel!


    Sehr herzlichen Dank für Ihren

    Brief vom 22.VI.


    Ich freue mich sehr, daß Sie

    für den Oktober zustim-

    men. An sich würde ich sagen:

    je früher im Oktober, um

    so besser; aber wirklich kann

    die Hochzeit nicht erst in

    der 2. Okt.hälfte stattfinden,

    denn schließlich muß Ihre ver-

    ehrte Gattin doch Luft schnappen

    können zwischen den beiden

    Festen. Es beglückt mich natür-

    lich, daß Sie die Hochzeit aus-

    richten wollen, da ich dazu ja

    nicht in der Lage bin. Aber

    wollen wir uns nicht über

    die geldliche Seite dieser

    Belastung auseinandersetzen.


    Ich glaube zu wissen, daß

    der Führer erwartet, daß ich

    im Oktober zurück kehren

    will. Ich glaube nicht, daß es

    erforderlich ist, daß ich offiziell darum anfrage. Eine rechtzeitige

    Meldung, um die ich Sie seiner Zeit bitte werde, wird wohl

    das Richtige sein.


    Daß Dorle sich bei Ihnen und im Kreise Ihrer Familie sehr

    wohl und vertraulich fühlt, beglückt mich sehr. Ich bin

    Ihnen Allen von Herzen dankbar dafür.


    Mit besten Grüßen und Empfehlungen


    getreulichst


    Ihr Blomberg


    =============================


    [101-102]

    Parc-Hotel Merano, Maia-Alta, Cav. O. Panzer

    05.09.1938


    Lieber Keitel!


    Ich bestätige Ihre Nachricht, daß

    meine Verbannung nicht vor

    Januar beendet werden

    kann und daß nachdrücklich

    gemachte Zusicherungen hin-

    fällig geworden sind. Ich

    vergesse, irgendein Wort

    hierzu zu sagen. Auch denke

    ich nicht daran, Jemanden um

    Dieses oder Jenes zu bitten.


    Es tut mir leid, daß Sie genötigt

    werden, mir mitzuteilen,

    was allerdings nicht nur über-

    raschend und schmerzlich, sondern

    ein Stoß ins Lebenszentrum ist.


    Ich denke, unser beider Verhältnis

    zu einander wird darunter nicht

    leiden.


    Mit herzlichem Gruß und

    vielen guten Wünschen


    Ihr Blomberg

    Hallo,


    hier noch ein paar Ergänzungen aus den bay. Kriegsstammrollen.


    Gruß

    Jörg


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    10.08.-13.08.1914: Gefechte bei Badenviller

    14.08.1914: Gefecht an der Vezouse

    18.08.-19.08.1914: Gefecht bei Saarburg

    20.08.-22.08.1914: Schlacht in Lothringen

    22.08.-08.09.1914: Schlacht vor Nancy - Epinal

    23.09.-06.10.1914: Schlacht an der Somne

    15.02.-06./17.10.1915: Stellungskrieg an der Somne

    08./19.10.1915-13.05.1916: Stellungskrieg im Artois

    23.01.-28.01.1916: Gefechte bei Neuville - St. Vaast

    25.05.-11./12.06.1916: Kämpfe bei Verdun


    Übernimmt ab 12.06.1916 Flügeladjutantur S.M. des Königs von Bayern


    12.11.-02.12.1917: in Behandlung im Res.Lazarett Flandria

    12.02.-28.02.1917: Erholungsurlaub


    26.07.-03.08.1918: Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und vesle

    Gefechte des Regiments:

    Nr. 21 ab 01.06.1917

    Nr. 22 mit 36

    Nr. 37 bis 10.06.1918

    Hallo Diana,


    besten Dank! Ich konnte Deine Ergänzungen/Korrekten jetzt noch oben übertragen und entsprechend markieren.


    Es folgt direkt der nächste Brief.


    Viele Grüße

    Jörg



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    [56-59]

    Bristol & Albergo Palazzo, Fioroni, Genova (Central)

    Genua

    05.04.1938


    Lieber Keitel!


    Herzlichen Dank für Ihren

    Brief. Sehr einverstanden,

    daß Sie meinen Austritt

    aus dem Schlieffen-Verein

    erklären. Hartmann hatte

    die Vereinigung wohl über-

    sehen; ich bat ihn, meinen

    Austritt aus allen Vereinen

    u.s.w. zu veranlassen.

    Ich werde ihm schreiben, daß er auch

    meinen Regts.-Verein 73

    kündigt. Übrigens muß doch

    irgendwie meine Chef-Stellung

    beim Regt. 73 liquidiert wer-

    den.


    Für 1938 ist ja nun

    die Geldfrage geregelt. Ich

    bin dankbar dafür, weil

    ich ja nun für dieses Jahr wenig-

    stens meine Kinder weiter

    unterstützen, Dorle und viel-

    leicht auch Bille aussteuern

    und meine einbezahlten

    Ausstände bezahlen kann.


    Hoffentlich findet man eine

    Lösung für die Zukunft; ich kann mir eigentlich nicht denken,

    daß der Führer seine Zusicherung von damals fallen läßt!

    Bitte danken Sie Dorle für ihre Zeilen. Ihr versprochener

    Brief wird mich wohl erst auf meiner Rückreise erreichen.

    Sie glauben nicht, wie dankbar ich Ihnen und Ihrer

    Gattin für Ihre Fürsorge bin! Ja, das Wunder

    um Österreich und der Führer, der Mann des deutschen

    Schicksals! Gottlob, kann ich auch als Betrachter das

    große Geschehen tief miterleben.


    Herzlichste Grüße und alle guten Wünsche!


    Heil Hitler!


    Ihr Blomberg

    Hallo,


    hier geht es weiter, diesmal chronologisch von vorne.


    Gruß

    Jörg


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    [78]

    Berlin, 25.01.1938


    Mein Führer!


    Ich melde, daß ich erkrankt

    bin.


    Zugleich bitte ich um Auslands-

    urlaub. Abreise möglichst 27.I.


    Ich bitte zu meiner Abmel-

    dung befohlen zu werden.


    v. Blomberg


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    [73-77]

    Hotel Excelsio-Napoli

    auf dem Wege nach Capri, Hotel Quisisana

    30.01.1938


    Lieber Keitel! Heute Morgen

    überraschte mich Wa. in Rom.

    Es war eine sehr peinliche Szene.

    Er wollte mir eine Pistole in

    die Hand drücken. Ich lehnte

    ab, da ich offenbar schon in einer

    anderen Ebene dieses Lebens

    bin, als seine Welt aus der

    er sprach. Wer hat ihn beauf-

    tragt, wer gab ihm die Erlaub-

    nis? Ich bitte Sie nun, nach

    diesem schweren Erlebnis, um

    Folgendes: Gehen Sie, baldmög-

    lichst, zum Führer und auch

    zu Göring. Ich frage beide

    ob sich etwas geändert hat

    in ihrer Auffassung und

    ihren Zusicherungen. Wenn

    das der Fall wäre, würde

    für mich und meine Frau

    der Weg zum Ende klar, und

    dann wohl auch unbestritten

    sein. Die Meinung von Wa.

    und den „höheren Offizieren“

    in deren Namen er anscheinend sprach (er deutete an, daß ein höherer

    Offizier mich aufsuchen wollte?!) Kann mich nicht beeinflussen.

    Ich könnte mir denken, daß der Führer durch einen Druck von

    Seiten der Wehrmacht es besser finden würde, mich meines

    Ranges u.s.w. zu entkleiden; es würde mich treffen, aber

    nach einem bestimmten Maße des Leidens, können sie

    nicht gesteigert werden. Ich erkläre nochmals, daß ich meine

    Frau nicht im Stich lasse und ich bitte den Führer um

    Schutz für sie. Wir wollen nicht herumreisen, bevor nicht

    etwas Gras gewachsen ist. Ich will in Italien, so unauf-

    fällig wie möglich leben, bis ein Reisen dann vielleicht

    zweckmäßiger erscheint, und bis schließlich – vielleicht –

    der Führer bestimmt, daß wir in Deutschland unauf-

    fällig leben können. Bitte sehen Sie meine Lage und

    meine Betrachtungen sehr ernst

    an und geben Sie mir schnell volle Klarheit.


    Ihr Blomberg


    ====================================================


    [64-65]

    Quisisana Grand Hotel Capri

    03.02.1938


    Lieber Keitel!


    Herzlichen Dank für Ihr schnelles Han-

    deln und rasche Benachrichtigung.

    Auf das Geschehen will ich nicht ein-

    gehen. Das mag in Berlin seine

    Erledigung, oder nicht, finden.


    In einigen Tagen werden wir nach

    Sizilien gehen – Adresse gebe ich noch.

    Vorläufig ist es auch hier ganz leer.

    Ich werde in Italien bleiben, bis

    auch in Berlin ein Reisen für zweck-

    mäßig angesehen wird. Der Ent-

    scheidung des Führers sehe ich mit Ruhe

    entgegen; ich weiß, daß er sie so formen

    wird, wie die staatliche Forderung und

    sein Gefühl es nötig machen.


    Grüßen Sie meine Kinder, soweit Sie

    glauben, daß diese Wert darauf legen.


    Getreulichst und dankbar

    Ihr Blomberg


    ====================================================


    [61-63]

    Sorento

    15.03.1938


    Lieber Keitel!


    Heute will ich nur sagen, wie

    heiß und gespannt ich diese Schick-

    salstunden Deutschlands mit

    erlebe. Ich kann mich noch nicht

    überwinden, die nicht zu beneiden,

    die mittuen dürfen, aber im

    Ganzen konnte ich doch im

    großen Geschehen das eigene

    Schicksal vergessen.


    Ich drahtete an den Führer.

    Er wird wohl keine Kennt-

    nis davon bekommen.


    Aber ich wollte doch

    zeigen, daß ich wenigstens

    innerlich nicht beiseite stehe.


    Von Dorle hatte ich einen Brief.

    Das beglückte mich sehr.


    Heil Hitler!


    Ihr Blomberg


    ====================================================