Posts by Chicagoland

    Hallo,


    dieser frühe Vertreter des so genannten Ordoliberalismus fiel 1944 als Regimentskommandeur an der Ostfront (siehe zum Zivilberuf auch https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Gro%C3%9Fmann-Doerth). Nachfolgend Angaben aus offiziellen Quellen:


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    Hans Gustaf Großmann-Doerth

    *09.09.1894 Hamburg-Altona, evangelisch-lutherisch

    Vater: Dr. Louis Adolf G., Assistent der Kaiserlich-Deutschen Seewarte (*24.09.1855, +05.02.1917)

    Mutter: Charlotte Henriette Louise Cornelie geb. Doerth (*18.07.1863, +30.01.1942)


    Ostern 1913:

    Abitur, Realgymnasium Altona.


    Sommersemester 1913 bis Sommersemester 1914:

    Studium, Universität München.


    18.08.1914:

    Kriegsfreiwilliger

    Leutnant d. R. seit Mai 1915;

    Im Felde: Infanterie-Regiment 26 Oktober 1914 bis März 1915.

    Infanterie-Regiment 46 August 1915

    Verwundung

    Infanterie-Regiment 50 Oktober 1915 bis Februar 1920

    April 1917 bis Februar 1920 in französischer Kriegsgefangenschaft

    Orden: Eisernes Kreuz II. Klasse


    Zwischensemester 1920 bis Wintersemester 1920/21:

    Studium, Universität Hamburg.


    Juli 1923 bis Ende 1925:

    Hilfsrichter bei der Hamburgischen Justiz.


    Wintersemester 23/24 bis WS 29/30:

    Hilfsassistent von Prof. Wüstendörfer am Seminar für Handels- und Seeschiffahrtsrecht, Universität Hamburg.


    23.04.1927:

    Heirat in Hamburg mit Ingeborg Volkersen (*27.01.1906);

    Heiratsregister Hamburg 21 Nr. 169/1927.

    [3 Kinder: *1928, 1931, 1934]


    Wintersemester 1928/29:

    Habilitation an der Universität Hamburg für Handels-, Arbeits- und bürgerliches Recht.


    27.12.1929:

    Änderung des Familiennamens von Großmann in Großmann-Doerth.


    01.05.1930:

    Beamteter außerordentlicher Professor an der Deutschen Universität Prag.


    15.02.1933:

    Persönlicher Ordinarius an der Universität Freiburg.


    November 1933:

    Mitglied im Stahlhelm bzw. Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund.


    01.04.1934:

    Grundgehalt von jährlich brutto 11.600 RM (Besoldungsgruppe A1, IV. Stufe) nebst dem Wohnungsgeldzuschuß der Tarifklasse 2 (1728).


    29.10.1934:

    Vereidigt.


    01.04.1935:

    Ernannt zum Ordinarius.


    01.03.1940:

    Als Hauptmann d. R. im Landwehr-Infanterie-Regiment 59 das Rangdienstalter 01.03.40(100) erhalten; WBK Freiburg, Friedenstruppenteil: Infanterie-Regiment 75


    30.01.1942:

    Versetzt von der 2./Infanterie-Ersatz-Bataillon 460 in den Stab des L. Armeekorps als IIb.


    13.02.1942:

    Eingetroffen beim Stab in Krasnogwardeisk.


    24.02.1942:

    Kommandiert zum II./Infanterie-Regiment 220 der 58. Infanterie-Division.

    19.03.1942:

    Versetzt in die 58. Infanterie-Division als Kommandeur des II./Infanterie-Regiment 220.


    01.08.1942:

    Rangdienstalter Major d. R.


    20.10.1943:

    Mit der Führung des Grenadier-Regiment 209 der 58. Infanterie-Division beauftragt. Nachfolger des verwundeten Oberst Ramoth.


    07.11.1943:

    Versetzt in die Führerreserve Wehrkreis X.


    01.01.1944:

    Rangdienstalter Oberstleutnant d. R.


    04.01.1944:

    Mit der Führung des Grenadier-Regiment 501 (290. Infanterie-Division) beauftragt. Nachfolger von Major d. R. Schwarlow.


    08.02.1944:

    Verwundet. In Verlustliste als Kommandeur des Grenadier-Regiment 501 bezeichnet.


    01.03.1944:

    Versetzt wegen schwerer Verwundung (Beinamputation links) in die Führerreserve Wehrkreis V. Nachfolger: Oberstleutnant Hölzel.


    05.03.1944:

    verstorben nach schwerer Verwundung in einem Lazarett in Königsberg;

    Sterberegister Freiburg im Breisgau Nr. 2549/1946.


    07.04.1944:

    Deutsches Kreuz in Gold (posthum)


    24.05.1944:

    Akademische Feierstunde im Kuppelsaal der Universität Freiburg;

    Ansprachen veröffentlicht bei Blümer/Freiburg, 27 Seiten, "angefertigt für die bei der Wehrmacht befindlichen Studierenden der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät"


    Bundesarchiv (invenio):

    R 4901/25925, Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

    R 4901/13264, Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung


    Quellen: NARA T314 R1235-0014/0026, T78 R917-1267, T77 R940-0368, T312 R624-0255

    =========================================


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    aus der Gräberkartei geht noch hervor:


    Erkennungsmarke: Landesschützen-Kompanie 2 XV/XVII (gemeint ist. 2./Landesschützen-Bataillon XV/XVII)

    Grablage: Heldenfriedhof Loknja, Grab Nr. 532


    Es scheint sich um Loknja (Pskow), Siedlung städtischen Typs in der Oblast Pskow, zu handeln.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier aus der o.g. Quelle der Wortlaut, der durch die Qualifizierung "einwandfrei" vielleicht doch etwas mehrdeutig erscheinen könnte:


    "Seit 1.5.41 wurde Major Rodig ... vermisst. Es wurden ausgedehnte Ermittlungen angestellt. Zunächst ohne Erfolg. Am 11.5.41 wurde die Leiche im Vadarfluss in Skopje gefunden. Es lag einwandfrei Unglücksfall vor."


    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier Angaben zu einem Offizier, dessen Tod durch Unglücksfall koinzident mit einer gerichtlichen Untersuchung war:


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    Franz Leonhard (Bernhard) Rodig

    *19.03.1899 Rawitsch, Posen

    Vater: Siegfried R., Hauptmann und Kompanie-Chef im III. Niederschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 50

    Mutter: Serne geb. Schweikhard

    Taufe am 16. April


    02.10.1925:

    Heirat in Liegnitz als Leutnant im Infanterie-Regiment 8, Ausbildungsbataillon Lübben

    Ehefrau: Marie Alice Hübener, wohnhaft Liegnitz, *25.12.1903 Dresden

    Kirchlich in der Peter- und Paul-Kirche zu Liegnitz


    06.10.1936 & 12.10.1937:

    erwähnt als Hauptmann (E) im Stab des V. Armeekorps (Stuttgart);

    RDA: 01.04.34


    03.01.1939:

    erwähnt in der Nachrichten-Abteilung 12


    25.04.1941:

    Als Major und Kommandeur Korps-Nachrichten-Abteilung 450 verurteilt vom Gericht des L. Armeekorps zu einer Strafe von 3 Wochen Stubenarrest

    Gerichtsherr: General der Kavallerie Lindemann

    Richter: Kriegsgerichtsrat z.V. Dr. Hoffmeister, Landgerichtsrat in Stuttgart

    Urkundenbeamter: Feldjustizinspektor Grutzka, Justizinspektor beim Amtsgericht Bochum


    xx.xx.1941:

    Strafverfahren wegen Arrestbruchs anhängig;

    Oberbefehlshaber der 12. Armee hebt das Urteil auf, "da nur eine disziplinäre Bestrafung möglich ist."


    01.05.1941:

    vermisst


    11.05.1941:

    Leiche im Vardarfluss in Skopje gefunden. Unglücksfall.


    Volksbund: namentlich auf der vom Volksbund hergerichteten Kriegsgräberstätte Prilep verzeichnet


    Bundesarchiv (invenio): Nein


    Quellen: Kirchenbuch der Militärgemeinde Rawitsch & Liegnitz, NARA T314 R1230-00711ff., T78 R511-0480

    ========================================


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    bei dem rot markierten Symbol in dem linken Bild handelt es sich um das taktische Zeichen für eine Kompanie, also Ersatz-Kompanie für Infanterie-Reiter-Züge 6 in Osnabrück (wegen des Doppelstriches links). Entsprechend gilt die Ordnungszahl für die Kompanie, nicht den Zug. Im Schreiben oben steht analog "Ersatz-Kompanie für".


    Grüße

    Jörg

    Hallo Thilo,


    es handelte sich um den späteren, posthum beförderten Generalleutnant Franz Krech, der ab 02.11.1940 in der Führerreserve des Wehrkreises XI (Hannover) war. Zuvor war er ab 26.08.39 Heeres-Abnahme-Inspektor XI. Die Familie wohnte bis Mai 1942 in Hannover und zog dann nach Görlitz.


    Grüße

    Jörg

    Hallo Stuart,


    ein Horst Enno von Moers, *05.09.1922 in Lagos/Brasilien, fiel am 04.12.1944 als Unteroffizier in der 2./Sturm-Artillerie-Abteilung 277 in Bartentein/Ostpreußen; Granatsplitter Rücken (Grab auf dem dortigen Ehrenfriedhof, Einzelgrab Nr. 34); EKM: A.E.A.26. Als Vater ist angegeben: "Dr. von Moers, Cuxhaven, Schliessfach 68". Quelle: Gräberkartei.


    Es könnte ein Sohn sein, falls der Vater vorher zeitweise in Brasilien wohnte, oder auf weitere Verwandtschaft in diesem Land hinweisen. Allerdings gab es mindestens einen weiteren promovierten Juristen von Moers.


    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier Daten zu einem recht früh verstorbenen Generalstabsoffizier:


    Herbert Hermann Jakob Ohrloff

    *04.09.1905 in Stuttgart

    Vater: Bruno Ohrloff, Zahnarzt

    Mutter: Frieda geb. Brunz


    28.09.1931:

    Heirat in Frankfurt am Main mit Ilse geb. Hermann (Standesamt Nr. 846)


    06.10.1936:

    in Stellenbesetzung erwähnt als Adjutant, Infanterie-Regiment 55;

    RDA: Hauptmann 01.08.36(42)

    [Quelle: NARA T78 R511-0170]


    12.10.1937:

    in Stellenbesetzung erwähnt als zur Ausbildung bei der Kriegsakademie in Berlin

    [Quelle: NARA T78 R511]


    1938:

    Adressbuch Berlin: Hauptmann, Reichsstr. 100


    26.08.1939:

    in Stellenbesetzung erwähnt als Hauptmann und Offizier der Kriegsakademie in der Dienstellung Ic, 46. Infanterie-Division

    [Quelle: NARA T78 R817-0025]


    25.11.1940:

    Ia, LII. Armeekorps

    [Quelle: NARA T78 R1276-0559]


    19.02.1941, 8 Uhr:

    in gleicher Stellung als Hauptmann i.G. verstorben in Hannover, Boedeckerstr. 1. d. (bei Bahlsen);

    Aufschlagen mit rechtem Hinterkopf auf die Kante der Badewanne nach Ausgleiten, Zerreißen der Hirnbasisschlagader mit Blutung in die Schädelhöhle

    Erkennungsmarke: Stab/46.I.D.

    Alte Grablage: Frankfurt am Main (Begräbnis 21.2.)

    Neue Grablage: Detmold/Lippe, Alter Friedhof (Urne überführt 25.2.)

    [Quelle: Gräberkarteikarte]


    20.02.1941:

    Mitteilung des Reserve-Lazarett I Hannover


    10.04.1941:

    Tod beurkundet beim Standesamt Berlin-Tiergarten Nr. 895

    Verstorben in Hannover, Bödeckerstr. 1d

    Todesursache: Entzündliche Erkrankung im Bereich der Hirnbasisarterien und der Gefäßwände mit Kompression des Hirnstammes

    Ehefrau: wohnhaft Frankfurt am Main, Annastr. 23

    Vater: wohnhaft Stuttgart, Langestr.


    Bundesarchiv (invenio): PERS 6/22359, Personalakte, Major

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    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    das Todesdatum in Wikipedia ist falsch. Hier die Angaben aus der Sterbeurkunde (Berlin-Kreuzberg Nr. 168):


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    Ernst Karl Paul Max Clausius

    Oberst außer Dienst und SS Brigadeführer, evangelisch.

    wohnhaft Berlin-Halensee, Cicerostr. 63.

    Verstorben am 15. Januar 1941 um 10 Uhr in Berlin im Urban-Krankenhaus; Todesursache: Schlagaderverkalkung, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Schlaganfall.

    Vater: Königlicher Oberförster Max C., verstorben, zuletzt wohnhaft in Sprakensehl in Hannover.

    Mutter: Klara Anna Wilhelmine Lina geb. Pöhn, verstorben, letzter Wohnort Hungen in Hessen.


    Sowie die Heirat:


    Heirat in Königsberg am 21.03.1899 als Leutnant im Infanterie-Regiment Freiherr Hiller von Gaertringen Nr. 59, wohnhaft zu Goldap, Schlesien.

    Ehefrau: Therese Auguste Luise geb. Kuckein, ohne Beruf, *10.03.1886 zu Rositten, Kreis Preußisch Eylau, wohnhaft zu Königsberg, Königstr. 62, Tochter des zu Königsberg verstorbenen Gutsbesitzers Eugen K. und dessen Ehefrau Auguste geb. Perl.

    Zeugen:

    Hauptmann im Füsilier-Regiment Prinz Heinrich Nr. 35 Gustav Perl, 45 Jahre, wohnhaft zu Brandenburg an der Havel

    Königlicher Forstmeister Eberhard Richtsteig, 44 Jahre, wohnhaft zu Kamentz in Schlesien

    ===================================


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier die Daten zum Bataillonsführer:


    Johannes Gerhard Bernhard Gensitz

    *17.02.1890 Guben, Niederschlesien

    Sohn des Konrektors i. R. August G. in Guben


    Ausbildung usw.:

    1896-1906: Volksschule und Realschule, Guben

    1906-1909: Lehrerseminar

    23.09.1909: Erste Volksschullehrerprüfung

    24.10.1912: Zweite Volksschullehrerprüfung

    16.12.1921: Prüfung für Turnen, Schwimmen, Reiten


    Beschäftigung:

    15.10.1909-30.10.1913: Vierklassige Volksschule

    01.12.1919-31.03.1920: Einklassige Volksschule

    01.04.1919: Lehrer an der 19. Gemeindeschule Berlin-Tegel

    01.10.1928: Oberschullehrer am Reform-Realgymnasium Berlin-Reinickendorf

    Militärverhältnisse:


    Seiner Dienstpflicht genügt als Einjährig-Freiwilliger vom 01.10.13 bis 31.07.14 in Frankfurt/Oder beim Leib-Grenadier-Regiment No. 8

    Beförderung am 22.03.15 zum Leutnant der Reserve

    Teilnahme an Feldzügen 01.08.14 bis 30.11.18

    Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse

    Verwundetenabzeichen in Silber


    Verheiratet, 3 Kinder


    Quelle: Personalbögen der Lehrer höherer Schulen Preußens


    Anschriften:

    1922: Lehrer, Tegel, Hauptstraße 27 [als Zeuge bei der Hochzeit des Bruders Friedrich Wilhelm Otto]

    1939: Studienrat, Tegel, Schlieperstr. 29

    1976: dito.

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    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    hier eine Ergänzung:


    Dr. Dr. Robert Mühl-Kühner

    *1908


    1935: Promotion, Universität Würzburg;

    Dissertation: Beiträge zur Heerespsychotechnik : Analyse und Prüfung der Tätigkeit des Melders, 41 Seiten


    1938: Promotion, Universität Würzburg;

    Dissertation: Die Amputation im Rahmen der Behandlungsverfahren der akuten eitrigen Gelenkinfektion / vorgelegt von Dr. phil. Robert Mühl-Kühner, Arzt aus Würzburg, 16 Seiten


    Gruß

    Jörg

    Hallo Det,


    jetzt habe ich oben doch tatsächlich bei Kohlhardt Hauptmann statt Oberleutnant geschrieben, wie es in der Stellenbesetzung richtig abgedruckt ist ;(


    Wichtig: Die angegebene NARA-Rolle T78 R511 enthält die vollständigen Stellenbesetzungen des Heeres vom 06.10.1936 und 12.10.1937 mit jeweils einem alphabetischen Namensregister. Die Seiten sehen aus wir oben, also immer mit dem RDA des aktuellen Dienstgrades.


    Noch etwas: Im LdW stehen viele Aussagen wie "am 12. Oktober 1937". Hierbei bin ich mir nicht sicher, ob dies wirklich Aufstellungsdaten sind oder nicht doch Falschinterpretationen aus der Stellenbesetzung. Google hat dazu mehr als 1.000 Treffer, siehe https://www.google.com/search?…FA&biw=1235&bih=918&dpr=1


    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo Det,


    gemäß Stellenbesetzung vom 06.10.1936 waren die Kraftfahrabteilungen wie folgt den Divisionen unterstellt:

    7 => 7. Division

    9 => 29. Division

    10 => 20. Division


    Und am 12.10.1937 dann:

    3 => 23. Division

    6 => 16. Division

    7 => 7. Division

    9 => 9. Division

    10 => 20. Division


    Siehe NARA T78 R511-0259/694.


    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    gesucht werden Ergänzungen zu diesem Reserveoffizier, der u.a. in der 340./377. Infanterie-Division tätig war. In die erstgenannte Division wurden die Reste des Artillerie-Regiment der zweitgenannten eingegliedert. Nach meinen sonstigen Aufzeichnungen entstammte er nicht dem AR 377:


    Hans-Gerhard Hermann Karow

    *15.08.1906 Lüdersdorf, Landkreis Oberbarnim


    1932:

    Promotion, Universität Tübingen

    Dissertation: Die Amortisation von Geschäftsanteilen bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, 66 Seiten


    28.12.1935:

    Heirat in Berlin-Zehlendorf

    Regierungsassessor, Doktor der Rechte, wohnhaft in Schleswig

    Ehefrau: Auguste Luise Elsbeth geb. Boluminski, ohne Beruf, *19.01.1909 in Bischofsburg, Kreis Rössel, Ostpreußen, wohnhaft in Ortelsburg, Mansteinstr. 1

    Trauzeugen:

    Emil Karow, Bischof im Ruhestand, Doktor der Theologie, 64 Jahre, Berlin-Zehlendorf, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Karow

    Johann Boluminski, Kaufmann, 62 Jahre, Bischofsburg


    1937:

    Tochter geboren, Standesamt Kiel I (Nr. 344)


    1940:

    Tochter geboren, Standesamt Berlin-Lichterfeld (Nr. 691)


    1941:

    Adressbuch Berlin: Regierungsrat, Zehlendorf, Berlepschstr. 36


    01.04.1941:

    im Artillerie-Regiment 193 vom Wachtmeister zum Leutnant d. R. befördert (RDA-Nr. 272); Fr.Tr.Teil: Artillerie-Regiment 3; WBK Berlin IX

    [NARA T77 R945-1182]


    15.03.1943:

    in Stellenbesetzung des Artillerie-Regiment 340/377 erwähnt als Leutnant d. R. und Führer der Stabsbatterie der IV. Abteilung; RDA 01.04.41(272), 36 Jahre, Beruf: Oberregierungsrat

    [NARA T315 R2121-00679]


    1956-1967:

    Adressbuch Hamburg: Verwaltungsgerichtsrat, Pommernstr. 24


    Bundesarchiv (invenio):

    R 9361-II/495680, Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP / Parteikorrespondenz, Sachakte

    R 9361-I/1547, Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP, Sachakte

    R 9361-III/568004, Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der SS und SA, Sachakte

    ================================================


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier mal einige Angaben aus amtlichen Unterlagen:


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    Julius Hermann Hans Clausius

    *06.05.1899 in Wittenberg (Geburtsregister Nr. 219/1899)


    RDA:

    Hauptmann 01.07.33(33)

    Major i.G. 01.01.37(30)

    Oberstleutnant i.G. 01.08.39(16)

    Oberst i.G. 01.02.42(280)


    18.10.1918:

    Verlustliste 1. Weltkrieg: Fahnenjunker, Unteroffizier, *6.5. Wittenberg, leicht verwundet


    17.09.30:

    Heirat in Altheide-Bad, Kreis Glatz (HeiratsregisterNr. 11/1930)

    Oberleutnant, wohnhaft in Dresden, Infanterieschule

    mit Elisabeth Anna Hertha Mary von Zydowitz, ledig, ohne Beruf, *05.02.1910 zu Schwetzin, Kr. Putzig, wohnhaft in Altheide-Bad

    Trauzeugen:

    Freudenheimbesitzer Hans von Zydowitz, 50 Kahre, Altheide-Bad

    Postdirektor Karl Clausius, 64 Jahre, Eisenberg, Thüringen


    xx.xx.xx:

    Eintritt in das 3. (Preußische) Infanterie-Regiment


    01.10.33:

    Offizierslehrgang III


    01.05.34:

    Ia/op., Wehrkreis VI


    01.05.35:

    Uniform des Generalstabs


    06.10.36:

    Chef 12./Infanterie-Regiment 17 in Goslar


    10.07.37:

    Ia, 32. Infanterie-Division in Köslin


    26.08.39:

    Ia, 32. Infanterie-Division


    25.11.40:

    Chef des Generalstabs, LII. Armeekorps


    31.05.41:

    Kriegstagebuch Ia, LII. Armeekorps:

    "Der Chef des Generalstabes ... hatte im Verlauf der letzten Woche einen überraschenden gesundheitlichen Zusammenbruch. Sein gesundheitlicher Zustand läßt es zweifelhaft erscheinen, daß er den erwarteten hohen körperlichen Anforderungen auf die Dauer gewachsen sein wird. Die G.Z. hat daher seine Versetzung befohlen.

    Das Generalkommando verliert mit dem Oberstleutnant Clausius seinen kriegserfahrenen Chef. Seit Beginn der Aufstellung des Generalkommandos ist Oberstleutnant Clausius als Offizier und Mensch mit den Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften seines Stabes eng verbunden."


    01.06.41:

    Kriegstagebuch Ia, LII. Armeekorps:

    "Chef des Generalstabes ... verläßt das Generalkommando."


    04.06.41:

    versetzt in die Führerreserve, Dienst regelt OKH (G.Z.)


    28.08.41:

    versetzt zum LI. Armeekorps


    Februar 1942:

    Beurteilung: Anständig, aufrichtig, fleißig, schnell...

    Eignung: Korpschef (schnelle Verbände)


    Quellen: NARA T78 R50-0075, T78 R511-0149/0470, T314 R1276-0072/0559

    ===================================================


    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    aus der Divisionsgeschichte (von Senger und Etterlin, 1962, S. 81):


    Auf eine Orientierung des Korps hin, daß die Division am 3.7.42 voraussichtlich nach Osten auf Ssinije Lipjagy vorgehen soll, wird die Gruppe v. Hellermann gebildet (K. 4, III./Panzer-Regiment 24, Artillerie, Flak, Pioniere, Panzerjäger).


    Es folgen dann Kampfberichte beider Gruppen (S. 81-88), in denen ein paar Offiziersnamen und Schwadronen genannt werden, aber die Truppenteile werden nicht klar benannt.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier wie zuvor weitere Ergänzungen aus den Akten des Wissenschaftsministeriums, in denen die betreffenden Personen die Karteikarten selbst ausgefüllten (oft handschriftlich) und ihr Engagement in der NS-Bewegung hervorhoben, mit Blick auf künftige Berufungen, Beförderungen und Pensionsansprüche:


    Peter Carstens

    Mitgliedschaft in nationalen Verbänden: SA von Oktober 1930 bis Oktober 1933, dann Übertritt zur SS. Dienststellung SS-Oberscharführer, Abschnittsschulungsleiter R.A.S.

    Mitglied des Reichsbauernthings, Landesbauernrates und Landesbauernthings.

    Politische Betätigung: Eintritt in die NSDAP April 1930. Aufnahmedatum 01.08.1930. Eintritt in die SA Oktober 1930. Stellvertretender Stabsführer des SA-Sturms 43, später 6/119 im Sommer 31. Gleichzeitig Bezirksleiter von Stuttgart-Amt und L.A.F. in aA. Bis Mai 33 Kreisleiter von Stuttgart-Amt. Wegen beruflicher Inanspruchnahme (Vertretung des Lehrstuhls für Tierzucht) Entlassung vom Amt des Kreisleiters. Oktober 33 Übernahme des Amtes als Abschnittsschulungsleiter in der SS (Rasse- und Siedlungsamt). Mitgliedsnummer NSDAP 285 696.

    Quelle: BArch R 4901/13260 (Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung)


    Max Theodor Rüdiger

    EK I (1. Weltkrieg)

    Mitgliedschaft in nationalen Verbänden: NS Lehrerbund, NSDFB, Reichsverband deutscher Offiziere

    Quelle: BArch R 4901/13274 (Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung)



    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    gesucht werden Ergänzungen zu diesem Reserveoffizier, der u.a. in der 340. Infanterie-Division tätig war:


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    Willy Ernst Max Schmedtje

    *14.09.1895 in Altona

    Eltern: Schlosser Johannes S. und Elise Maria Wilhelmine geb. Müllerstein (beide lutherisch)


    15.01.1915:

    Verlustliste 1. Weltkrieg: Einjährig-Freiwilliger Gefreiter Willy Schmedtje, *Altona, schwer verwundet

    6./Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 22, Gleiwitz (Gefechte am 30./31.12.1914)


    27.11.1926:

    Amtseinführung als Bürgermeister in Meldorf, Kreis Süderdithmarschen (zuvor: Stadtobersekretär), im Amt bis 1938


    15.03.1943:

    in Stellenbesetzung des Kommandeur der Divisions-Nachschubtruppen 340 erwähnt als Major d. R. und Abteilungskommandeur;

    RDA 01.04.42, 47 Jahre, Beruf: Bürgermeister und Studienleiter

    [Quelle: NARA T315 R2121-00684]


    21.07.1944:

    Verstorben, Sterberegister Heide, Kreis Norderdithmarschen


    1944:

    bestattet auf dem Ostfriedhof Husum

    https://de.findagrave.com/memo…4xLjE2NjI4ODYwMjguMC4wLjA.

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    Dies könnte ein Sohn gewesen sein:

    Steffen Richard Johannes Schmedtje, *18.11.1922 in Hamburg, +31.05.1943 im Reserve-Lazarett ??? an Diphterie, Lungenentzündung, Kreislaufstörung; Truppenteil: Stabsbatterie IV./Artillerie-Regiment Hermann Göring; Dienstgrad: Leutnant (Schüler); Sterberegister Heide Nr. 207/43 vom 22.09.43.

    [Quelle: Gräberkartei, ancestry.de] Grab: Heide Südfriedhof St. Johannes [Quelle: Volksbund]


    Grüße

    Jörg