Posts by Chicagoland

    Hallo Scarlett,

    die Ordnungsnummer 463 verweist auf die Division 463 in Potsdam, das passt örtlich:
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/D…sionNr463-R.htm

    Außerdem deutet die Ordnungsnummer 76 auf das Infanterie-Ersatz-Regiment 76 hin, das ursprünglich in Brandenburg beheimatet war:
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…fErsRgt76-R.htm

    Die Bezeichnung Infanterie-Nachrichten-Ausbildungs-Kompanie ist so zuverstehen, dass in dieser Kompanie Soldaten für die Verwendung in Infanterieeinheiten ausgebildet wurden, also nicht für so genannte Nachrichten-Abteilungen. Beispiele sind Nachrichtenzüge von Regimentsstäben und Nachrichtentrupps von Bataillonsstäben oder Kompanien.

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    im Zusammenhang mit dem Einsatz von Tigern im Januar 1943 in der Zweiten Ladoga-Schlacht (siehe RE: Der erste erbeutete Tiger), fand ich eine Verlustmeldung der schweren Panzerabteilung 502 für den 12.-19.01.1943 [NARA T213 R859-950] mit folgenden Offizieren:

    • Oberleutnant d. R. Bodo von Gerdtell, Chef 1., gefallen
    • Leutnant d. R. Alfreed Peetz, Zugführer 1., gefallen
    • Oberleutnant Herbst, Zugführer Bergezug/Werkstatt-Kompanie 502, schwer verwundet

    Hier belegte Daten zur ersten Person:

    ================================================
    Bodo Theodor Richard Fritz Kurt von Gerdtell
    *30.06.1901 Kröben, Kr. Gostyn (Posen)
    evangelisch
    Vater: Theodor
    Mutter: Margarethe geb. Morowitz

    30.01.1925:
    Heirat in Gruna, Kr. Görlitz
    Ehemann: ohne Beruf, wohnhaft Pausin Kr. Saatzig in Pommern
    Ehefrau: Marie Luise Lewine Adelheid Davida Theodora geb. von Witzleben, *31.10.1902 in Görlitz, wohnhaft Kieslingswalde Gutsbezirk [+10.12.1927 Berlin-Lichterfelde]
    Zeugen:
    - Rittergutsbesitzer und Rittmeister Willy von Witzleben, 53 Jahre, Kieslingswalde Gutsbezirk
    - Kammerherr Ullrich von Puttkammer, 62 Jahre, Pausin

    14.02.1925
    in einer Anzeige in der "Berliner Börsen-Zeitung" ist die Ehefrau mit wohnhaft Garmisch bei Partenkirchen angeben

    1930:
    Adressbuch Görlitz: Landwirt, Kieslingswalde

    Sterberegister Darmstadt Nr. 1753/1943
    +16.01.1943, 3:30 Uhr, Marjino bei Posselok/Schlüsselburg
    - Hauptmann
    - SS-Sturmbannführer
    - wohnhaft Darmstadt, Liebigstr. 30
    - Vater verstorben, zuletzt Kröben
    - Mutter verstorben, zuletzt Berlin-Schöneberg
    - WASt-Meldung vom 08.10.1943

    Volksbund: https://www.volksbund.de/erinnern-geden…d3d7c0b932e60e4
    - Posselok 5 km südostw. Marjino
    - "noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Gory / Leningrad - Russland"

    Bundesarchiv (invenio):
    R 9361-II/288017, Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP / Parteikorrespondenz
    R 9361-III/52955, Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der SS und SA
    ================================================

    Grüße

    Jörg

    Hallo,

    auf der Gräberkartei des Bruno Moskalik sind 2 Erkennungsmarken verzeichnet:

    3./Infanterie-Ersatz-Bataillon 27
    siehe https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…fErsBat27-R.htm
    =>örtlich passend zur Heirat in Rostock

    Stammkompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 18
    siehe https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…fErsBat18-R.htm

    Aus der Heiratsurkunde vom 21.06.1940 in Rostock ergibt sich ferner:
    - (bereits damals) Obergefreiter
    - Bergmann
    - wohnhaft Rostock, Füsilier-Kaserne
    - Randvermerk vom 09.04.1947: Tod beurkundet beim Standesamt Bochum-Weitmar Nr. 18/1947

    Grüße

    Jörg

    Hallo Dieter,

    Deine Ergänzung kann ich bestätigen. Nachfolgend ein paar Angaben aus dem Kriegstagebuch der 24. Infanterie-Division, worin sich u.a. eine Offiziersstellenbesetzung des II./IR 102 befindet (NARA T315 R797-118/188, R798-314):

    15.10.1935:
    Zugang zum IR 102

    30.06.1940 [abweichendes Datum zu oben]:
    EK I

    11.05.1941:
    erwähnt als Chef der 8./IR 102

    25.07.1941:
    Abgang vom II. zum Res.Btl.

    25.09.1941:
    Zugang vom III. zum II. Btl.

    01.10.1941:
    Abgang zur 13./IR 102 (Chef)

    22.11.1941:
    erwähnt als Führer der Aufklärungs-Abteilung 24 (Kampfstärke: 298 Mann)

    01.01.-01.07.1942:
    in summarischer Verlustliste erwähnt als
    - Führer AA 24, verwundet, bei der Truppe verblieben
    - Führer II./IR 102, verwundet
    =============================================

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    hier ein weiterer Zufallsfund in den Entnazifizierungsakten, die bei Archive NRW einsehbar sind (https://www.archive.nrw.de/ms/search?link…d2-9441a0137689). Vielleicht sind die Daten zu diesem gefallenen Major aus Dresden mal interessant; ansonsten fand ich im Netz nur eine rudimentäre Seite (https://www.tracesofwar.com/persons/20289/Warnatz-Heinrich.htm). Es handelt sich, soweit nicht anders verzeichnet, um Angaben der Witwe von 1949.

    =========================================================================
    Hans Heinrich Warnatz
    *16.04.1914 Dresden

    1920-24:
    Volksschule Dresden

    1924-33:
    Höhere Schule, Dresden, Reifeprüfung Ostern

    1933-34:
    Fahnenjunker, Infanterie-Regiment 10, Dresden
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…nter/IR10-R.htm

    1934-37:
    Fähnrich, kommandiert zur Kriegssschule Dresden

    -31.03.35:
    kommandiert zum Waffenlehrgang für Fähnriche, Döberitz

    01.04.35:
    Leutnant und Zugführer, Infanterie-Regiment 30 in Plauen; Vorgesetzter: Oberstleutnant Reuner
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…nter/IR30-R.htm

    1936:
    Versetzung zum Infanterie-Regiment 102 in Chemnitz (24. Infanterie-Division); Vorgesetzter: Oberst von Knobelsdorff
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…enter/IR102.htm

    06.10.1936:
    in Stellenbesetzung erwähnt in 4. Kompanie (MG); RDA 01.04.35(197)
    [Quelle: NARA T78 R511-0187]

    12.10.1937:
    in Stellenbesetzung erwähnt in 13. Kompanie (IG)
    [Quelle: NARA T78 R511/0579]

    1938:
    Beförderung zum Oberleutnant, Infanterie-Regiment 102 in Altenburg; Vorgesetzter: Oberst von Knobelsdorff

    1939-43:
    ins Feld, zuletzt Hauptmann, Infanterie-Regiment 102

    1940:
    Beförderung zum Hauptmann

    1943:
    Beförderung zum Major

    1943 bis Januar 1944:
    infolge Verwundung als Taktiklehrer an die Infanterie-Schule Döberitz kommandiert; Vorgesetzter: Oberst Hagemann
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Karte/Truppenu…InfSchule-R.htm

    August 1944 bis Januar 1945:
    Adjutant, 548. Volks-Grenadier-Division; Vorgesetzter: Generalmajor Sudau
    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/V…en/548VGD-R.htm

    Auszeichnungen usw.:
    01.10.39: EK II
    27.06.40: EK I
    23.02.42: Infanterie-Sturmabzeichen Silber
    12.03.42: Verwundetenabzeichen Schwarz
    07.07.42: Deutsches Kreuz in Gold
    20.08.42: Medaille Winterschlacht im Osten
    30.12.42: Krimschild

    Feldzüge:
    Polen, Herbst 1939
    Holland, Belgien, Frankreich, 1940
    Russland, 1941/42
    Italien, Frühjahr 1944
    Russland, Winter 1944/45, Tod in Ostpreußen

    Grundstücks- oder Hausbesitz:
    "Ein den Eltern gehöriges 1/2 Grundstück und 1/2 Wohnung in Dresden-Loschwitz, Glattleiter 14 von den Großeltern 1945 ererbt."

    Volksbund [https://www.volksbund.de/erinnern-geden…51dbbf4af62bd85]
    Todesdatum: 27.01.1945
    Todesort: Westl. d. Daimebaches zw. Labiau und Tapiau
    Dienstgrad: Major
    "Hans-Heinrich Warnatz wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Polessk - Russland"

    10.01.1949:
    Fragebogen von der Witwe, Brigitte geb. Schumann (*08.05.21), ausgefüllt. Wohnhaft Bielefeld, Am Schildhof 25 bei Grieskamp. Wohnhat 1948 war in München, Giselastr. 1/2.

    25.01.1949:
    Anspruch auf Unterhaltszahlung anerkannt, "Witwe des ehemaligen Majors"
    =========================================================================

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo Tropen,

    die Bildung von Alarmeinheiten wurde vom OKH am 8. Oktober 1942 befohlen. Siehe beigefügte Abschrift "Grundlegender Befehl Nr. 1 (Hebung der Gefechtsstärke)" im Abschnitt I unter Nr. 4.

    Zitat: "Bei sämtlichen nicht unmittelbar in der Front eingesetzten Einheiten und Verbänden (z.B. höheren Stäben, Beobachtungs-Abteilungen, Nachrichtentruppen, Versorgungstruppen und -Einrichtungen) sind Alarmeinheiten zu bilden." (Quelle: siehe Dateiname)

    Demnach sollten "alle vorübergehend entbehrlichen" Soldaten in diese Alarmeinheiten eingestellt und kompanieweise infanteristisch ausgebildet werden. Die Alarmeinheiten waren auf Dauer angelegt.

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo E.,

    das Pionier-Bataillon 196 (https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/P…at/PiBat196.htm) unterstand der 96. Infanterie-Division (https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/I…onen/96ID-R.htm).

    Zu dieser Division sind zahlreiche Kriegstagebücher der Abteilung Ia von September 1939 bis September 1943 online bei der sog. NARA abrufbar: https://catalog.archives.gov/search-within/…sort=naId%3Aasc

    Eine Inhaltsangabe ist hier abrufbar: https://www.maparchive.ru/division/part5…ie-Division.pdf

    Gebe im Suchfeld "Search within this Series" nacheinander ein:
    - Number 1181
    - Number 1182
    - Number 1183
    - Number 1184

    Dann kannst Du jeweils PDF-Dateien mit mehreren Hundert Seiten downloaden.

    In den Vermisstenbildlisten des DRK finden sich Einträge im Band FV auf Seite 451. Verwende dieses Online-Formular: https://vbl.drk-suchdienst.online/Feldpostnummer/FPN.aspx

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo zusammen,

    habe mal etwas geblättert und vielleicht die Bedeutung von NS-W entdeckt:

    Fritz Lindemann ("vom Ehrenhof des Deutschen Heeres aus der Wehrmacht ausgestossen!")
    Friedrich Olbricht ("vom Ehrenhof des Deutschen Heeres aus der Wehrmacht ausgestossen!")
    Fritz Thiele ("vom Ehrenhof des Deutschen Heeres aus der Wehrmacht ausgestossen!")

    Allerdings fehlt bei von Witzleben das NS-W.

    Hier weitere Kennzeichnungen und Namen (unvollständig):

    ============================
    NS-PW
    Heinz Guderian => Mitglied des "Ehrenhof"
    Walter Krüger
    Hans Traut =>in Gefangenschaft
    Karl Wilhelm Specht => Mitglied des "Ehrenhof"

    NS-PW,3.S.
    Otto Tiemann
    Wilhelm Thomas

    NS-2.S.
    Karl Kriebel => stellv. Mitglied des "Ehrenhof"
    Ludwig Kübler
    Helmut Thumm
    Siegfried Thomaschki
    Wolfgang Thomale

    NS-3.S.
    Henning von Tresckow => Suizid
    Ernst-Anton von Krosigk

    NS-4.S.
    Heinrich Thoma
    Erich Schroeck

    ============================

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    hier weitere Details:

    06.10.1928:
    erwähnt als Vorsitzender des Evangelischen Volksvereins, Moers

    1928/29:
    erwähnt als Mitglied der Deutschen Volkspartei, Moers

    1932:
    Wahl zum stellvertretenden Mitglied des Provinzial-Kirchenrates der Rheinischen Provinzial-Synode

    1920/30er Jahre:
    Vorsitzender des Kreiskriegerverbandes Moers

    1938:
    Sohn Walter Heinz besteht das Abitur am Adolfinum "mit Auszeichnung"

    13.09.1938:
    Tod der Mutter Elisabetha Karolina Auguste, *13.05.1888 Becherbach, Kr. Meisenheim
    Angehörige:
    - Friedrich Heinz [=Mann]
    - Wolfhelm Heinz [=Sohn]
    - Walter Heinz [=Sohn]
    Wilhelm-Schröder-Str. 4

    Gemäß einer Meldung in "Der Grafschafter" vom 25.05.1940 übernahm am 21.05.1940 der Studienrat Hiller die Leitung des Adolfinums "als Vertreter des im Wehrmachtsdienstes stehenden Oberstudiendirektors Professor Heinz", nachdem die Leitung vertretungsweise durch den Studienrat Gebühr erfolgte. Somit war Heinz spätestens seit Mai 1940 Soldat.

    1952 [sic!]:
    Promotion, Dr. phil., Universität Kiel
    Dissertation: Zur Geschichte der Reformation und Gegenreformation im Kurerzstift Trier : ein Beitrag zur rheinischen Geschichte im 16. Jahrhundert (133 Seiten)

    Quellen: "Der Grafschafter", 31.05.1929, 19.09.1932, 03.03.1938 & 14.09.1938; Sterberegister Moers

    Grüße

    Jörg

    Hallo Atlantis,

    danke fürs Nachschauen in der Literatur!

    Mittlerweile habe ich zwei Zeitungsartikel im "Mannheimer Morgen" (05./23.04.1960) entdeckt, die die Person als "Hermann Heinrich Heidkamp aus Bremen" bezeichnen.

    Im Adressbuch Bremen sind aufgeführt:
    - 1958: nichts
    - 1959/60: Heidkamp, Herm., Werbeagentur, Utbremer Str. 125
    - 1961: Heidkamp, Herm., Werbeagentur, Hermannsburg 13 (Frau Anna Fußpflege)
    - 1962: Heidkamp, Herm., Hermannsburg 13 (Frau Anna Fußpflege)
    - 1967: Heidkamp-Burfeind, Anna, Frau, Fußpflege, Heidkamp Herm., Hermannsburg 13 [=>diese Anna hieß 1959/60 noch Burfeind, Eintrag als "Fußpflege, Hohenhorster Weg 2"]

    Außerdem suchte ich OKH-Personenkarteien ohne Treffer: T78 R898, 899, 906, 917, 921, 928, 940, 944

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    anbei ein Zufallsfund aus der Honnefer Volkszeitung vom 25.04.1960. Demnach wurde der frühere Oberleutnant Heinrich Heidkamp, der ein notorischer Viehdieb;) war, in Bremen verhaftet. Ein Wohnort ist nicht angegeben, nur das Alter 38 Jahre, der Beruf Kaufmann und die Auszeichnung mit "Deutsches Kreuz in Gold". Vielleicht weiß ja jemand mehr?

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    hier folgen belegte Daten zu einem frühen NSDAP-Mitglied und hohen NS-Funktionär, der später als Soldat der Waffen-SS fiel. Im Zivilberuf war er wohl zunächst Mittelschullehrer. Auf einem Grab- oder Gedenkstein auf dem Johannisfriedhof in Bielefeld steht verschleiernd der Dienstgrad Leutnant geschrieben ("Ltn. Dr. phil. Rudolf Tack", siehe https://de.findagrave.com/memorial/263024662/rudolf-tack).

    Vielleicht kann jemand die Tätigkeiten bei der SS weiter ausführen und den letzten Truppenteil benennen?

    ====================================================================
    Rudolf Friedrich Theodor Tack
    *19.05.1906 Magdeburg
    Vater: Hermann Friedrich Eugen Erwin T.
    Mutter: Martha Hulda Elisabeth geb. Droop

    Studium an den Universitäten Rostock, Kiel und Wien
    Vater: Kaufmann, wohnhaft Herford, Waltgeristr. 12

    1929:
    Promotion, Dr. phil., Universität Rostock
    Dissertation: "Bornholms Besiedlung : eine siedlungsgeographische Inselstudie" (131 Seiten)

    16.07.1937:
    Heirat mit Elisabeth Anna Ida geb. Redecker in Winsen (Aller)

    März 1941:
    erwähnt als SS-Hauptsturmführer und Leiter der Abteilung R im SS-Hauptamt, der als "Eignungsprüfer (Rassereferent)" für finnische Freiwillige in Stockholm eintraf (SS-Musterungskommission)
    [Quelle: Stein, G. H., & Krosby, H. P. (1966). Das finnische Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS: Eine Studie zur SS-Diplomatie und zur ausländischen Freiwilligen-Bewegung. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 14(4), 413-453]

    05.02.1943:
    Gefallen in Velykyi Burluk, Kupiansk Raion, Kharkivska, Ukraine
    [Quelle: https://de.findagrave.com/memorial/263024662/rudolf-tack]

    27.03.1943:
    Todesanzeige in "Westfälische Neueste Nachrichten"
    - SS-Sturmbannführer im Stab des Rasse- und Siedlungs-Hauptamtes
    - SS-Untersturmführer in einem Panzer-Grenadier-Regiment der Waffen-SS
    - Inhaber des Goldenen Parteiabzeichens, des Verdienstkreuzes mit Schwertern und des finnischen Ritterkreuzes 1. Klasse mit Schwertern
    - "mein geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner vier kleinen Kinder, unser lieber ältester Sohn und Bruder, mein guter Schwiegersohn"
    - Angehörige:
    -- Elisabeth Tack, geb. Redeker [=Ehefrau]
    -- Detlef, Hartwig, Gudrun und Hildburg [=Kinder]
    -- Hermann Tack und Frau Martha geb. Droop [=Eltern]
    -- Oskar Tack, z.Zt. Fähnrich zur See, und Frau Gerda geb. Mittag [=Bruder]
    -- Fritz Tack, Obergefreiter der Luftwaffe, z.Zt. im Felde und Frau Ursula geb. Knocke [=Bruder, 1942 in einem Sturzkampfgeschwader]
    -- Familie Wilhelmine Redeker geb. Moritz [=Schwiegermutter]
    - Stettin, 17.03.1943, Brinkmannweg 20

    01.10.1943:
    Tod beurkundet beim Standesamt Stettin
    - 05.02.1943, Stunde unbekannt
    - SS-Hauptsturmführer, gottgläubig
    - wohnhaft Stettin-Kreckow, Brinkmannweg Nr. 20
    - Gefallen in Gniliza, südlich Tschugujew, südostwärts Charkow
    - Vater wohnhaft in Wennigsen (Deister)
    - Mutter wohnhaft in Bielefeld
    - Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Auskunftsstelle für Kriegerverluste der Waffen-SS vom 27.05.1943

    Eintrag beim Volksbund:
    - Hauptsturmführer
    - Todesort: Gniliza ca. 10 km südl. Tschugujew süd- Ostw. Charkow
    - "Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Gnilitza - Ukraine"

    Bundesarchiv (invenio):
    R 9361-II/1005578, Personenbezogene Unterlagen der NSDAP, Sachakte
    R 9361-III/205041, Personenbezogene Unterlagen der SS und SA, Sachakte
    R 9361-III/559256, Personenbezogene Unterlagen der SS und SA, Sachakte
    ====================================================================

    Viele Grüße

    Jörg

    Hallo,

    hier ein Zufallsfund, der vielleicht mal von Interesse ist:

    =============================================================
    Georg Ernst Scherer
    *1911 Walldorf
    evangelisch
    Vater: Georg S.
    Mutter: Anna Magdalena geb. Nauert

    1938:
    Promotion, Universität Freiburg
    Dissertation: Über Formveränderungen der Wirbelsäule, die keine Beschwerden machen (32 Seiten)

    29.08.1939:
    Heirat mit Annelies Friederike Lisette Martha geb. Westerhoff in Karlsruhe

    28.07.1944:
    gefallen auf der Straße Majdan-Mislaw/Galizien, 1 km westlich Majdan
    wohnhaft Karlsruhe, Sophienstr. 57
    Eingetragen auf schriftliche Anzeige des Kommandeurs des Artillerie-Regiment 1 vom 30.07.1944
    Oberstabsarzt
    [Sterberegister Karlsruhe 13.04.1946]

    02.09.1944:
    Todesanzeige in "Westfälische Neueste Nachrichten"
    - Stabsarzt d. R.
    - Inhaber des KVK. 2. Klasse mit Schwertern
    - "über alles geliebter Mann, der glückliche Vati seiner Kinder, mein treusorgender Sohn, Bruder, Schwiegervater, Enkel, Vetter, Neffe und Onkel"
    - Angehörige: Annelies Scherer, Dieter und Barbara. Freiburg im Breisgau, Tivolistr. 22, z.Zt. Walldorf, Goethestr. 12

    Bundesarchiv (invenio): Nein

    =============================================================

    Grüße

    Jörg

    Hallo,

    hier ein paar Ergänzungen:

    Heinrich Wilhelm N.
    Beruf Handelsschüler, wohnhaft Langendorf Haus Nr. 31
    Eingetragen auf Anzeige der WASt vom 30.11.1943
    Erkennungsmarke 11.Gren./F.A.Kp.617
    => gemeint ist die 11. Kompanie des Grenadier-Feldausbildungs-Regiment 617, siehe https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/G…ter/GR617-R.htm
    Todeszeit: 1.00 Uhr
    Todesursache: Gr.Spl.Verl.Lunge

    Quellen:
    Sterberegister Wohra, Landkreis Marburg, Nr. 19 vom 12.12.1943
    Gräberkartei (bei ancestry)


    Grüße

    Jörg