Posts by Chicagoland

    Hallo,


    anhand der Personalakte in NARA A3356 R931.6 kann u.a. ergänzt werden:


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    RDA:

    Oberstabsveterinär 01.03.36(5)

    Oberfeldveterinär 01.04.41(6)

    Oberstveterinär 01.12.42(3)


    Friedensdienststelle: Kdtr.-Vet. der Kommandantur Berlin


    1914-1920:

    Fachausbildung mit Kriegsunterbrechung


    1920:

    Bestallung als Tierarzt


    01.09.1934:

    Reaktiviert


    26.08.1939:

    Führer Armee-Veterinär-Park 530


    11.02.1940:

    Divisionsveterinär 293. Infanterie-Division


    20.06.1940:

    Spanke EK II


    11.04.1941:

    Divisionsveterinär 333. Infanterie-Division


    09./11.03.1942:

    Divisionsveterinär 377. Infanterie-Division


    01.09.1942:

    Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern


    15.12.1942:

    Führer Armee-Pferde-Lazarett 581


    30.01.1943:

    Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern


    02.03.1943:

    Beurteilung durch den Armeeveterinär Panzer-AOK 3 u.a. "Beurteilungsnotizen liegen nicht vor, die im vorliegenden Falle besonders wichtig sei könnten, weil sich nicht ohne weiteres eine Erklärung dafür findet, daß ein Oberstveterinär, der 2 3/4 Jahr Divisionsveterinär war, plötzlich wieder als Führer eines Armeepferdelazaretts eingesetzt wird."


    05.08.1944:

    Beurteilungsnotizen anläßlich der Versetzung zur Veterinär-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 3

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    Gruß

    Jörg

    Hallo Silvio,


    meine Annahme ist, dass solche Karteikarten nicht zentral, sondern beim Ersatztruppenteil oder Wehrbezirkskommando geführt wurden. Es gibt im Forum sicher Sachkundige dazu.


    Anhand der Handschrift würde ich sagen, dass die Eintragungen auf der Vorderseite von derselben Person vorgenommen wurden, auch die Ergänzung "leicht verw." sowie die Nummerierung der Truppenteile, Dienstgrade und Verwundungen (um die zeitliche Abfolge klar zu machen, in roter Farbe). Der Stempel vom Bundesarchiv und die M-Nummern sind dann aus der Nachkriegszeit (wohl bei Übernahme der Akten von der WASt). Die Ergänzungen "Kamenz" und "b.w." (=bitte wenden) ebenfalls Nachkriegszeit. Die erste Spalte der Meldungen enthält das Datum, wann die Meldung eingetragen wurde.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,


    hier die Daten zu den 3 Lehrern:


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    Friedrich August Wilhelm Kerfers

    *11.12.1893

    katholisch


    16.02.1914: erste Lehrerprüfung in Elten

    xx.xx.1918: zweite Lehrerprüfung in Goch

    14.03.1919: Lehrer, I. katholische Bezirksschule, Goch, Kreis Cleve

    01.04.1919: endgültig im Volksschuldienst angestellt


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    Josef Herzog

    *28.12.1894

    katholisch


    10.05.1920: erste Lehrerprüfung in Kempen (Rheinland)

    01.06.1922: II. katholische Bezirksschule, Goch, Kreis Cleve

    24.03.1923: zweite Lehrerprüfung in Goch

    01.04.1924: endgültig im Volksschuldienst angestellt


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    Wilhelm Vitz

    *25.08.1900 in Rheydt

    Eltern: Johann Heinrich V., Webermeister) und Maria Louise geb. Stephani

    evangelisch


    26.-28.01.1920: erste Lehrerprüfung in Rheydt

    07.01.1923: evangelische Volksschule Goch, Kreis Cleve

    14.03.1924: zweite Lehrerprüfung in Goch

    01.04.1927: endgültig im Volksschuldienst angestellt

    xx.xx.1927: Heirat in Goch (Standesamt Nr. 20/1927)


    Quelle: Preußische Volksschullehrerkartei, Regierungsbezirk Düsseldorf

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    Gruß

    Jörg

    Hallo,


    hier ein paar Personendaten:


    Gerhard Gottfried Waldemar Lips

    *10.08.1898

    evangelisch


    Ostern 1916: eingetreten San. Thorn, Heeresdienst ab 20.11.16

    15.06.21: erste Lehrerprüfung in Bütow/Pommern

    19.01.28: zweite Lehrerprüfung

    19.01.28: im Volksschuldienst endgültig angestellt

    01.02.31: evangelische Volksschule, Kreis Neustettin

    01.12.33: Hauptlehrer, Glowitz, Kreis Stolp

    01.04.36: Großjestin, Kreis Kolberg-Köslin

    01.03.40: Kulmsee, Regierungsbezirk Bromberg


    Quelle: Preußische Volksschullehrerkartei, Regierungsbezirk Köslin


    Gruß

    Jörg

    Hallo, Christian,


    drei Personen konnte ich finden.


    Grüße

    Jörg


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    Alexander Gunowski

    *30.06.1909

    Friedenstruppenteil: Infanterie-Regiment 47 [Wehrkreis X]

    RDA: Hauptmann, 01.06.38, Major 01.02.42(73)


    1939: Adressbuch Hamburg, Hauptmann, Uelzener Str. 24

    03.01.39: erwähnt als Chef 4. Kompanie, Ersatz-Bataillon/Infanterie-Regiment 47

    13.11.42: "Deutsches Kreuz in Gold", I./Infanterie-Regiment 489

    xx.xx.xx: Kommandeur I./Infanterie-Regiment 489, laut St. bis zum 15.11.42

    xx.xx.xx: Sonderführerreserve OKH, Zossen

    08.11.43: zur Schule IV Thorn versetzt als Lehr-Offizier

    xx.xx.xx: Führerreserve OKH (WK XII), Teilnehmer des 18. Regimentsführer-Lehrgangs

    01.09.44: versetzt in 569. Volksgrenadier-Division zur Verwendung als Rgt.Fhr.

    23.09.44: mit dem 01.09. mit der Führung des Grenadier-Regiments 953 (361. VGD) beauftragt

    25.09.44: mit dem 27.09. mit der Führung des Grenadier-Regiments 671 (371. ID) beauftragt. Nachfolger von Oberst Heilmann

    04.10.44: vorstehende Versetzung und Beauftragung nicht wirksam

    04.10.44: mit dem 01.10. mit der Führung des Grenadier-Regiments 284 (96. ID) beauftragt

    27.11.44: 96. ID Beurteilungsnotizen übersandt

    12.12.44: noch nicht zur vorzugsweisen Beförderung geeignet

    15.12.44: Zeitpunkt, zu dem G. zum Rgt.Kdr. ernannt werden kann, ist zu melden

    18.12.44: vom OB der 17. Armee von der Dienststellung enthoben. Aufgrund Tatbestandes jetzige Stellung ausgeschlossen.

    19.12.44: an 96. ID Personalpapiere zur weiteren Bearbeitung übersandt

    24.12.44: Heeresgruppe A meldet, wann über G. verfügt werden kann, sowie Gründe die zu einem kriegsgerichtlichen Verfahren geführt haben.


    Bundesarchiv (invenio): Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht, Major, PERS 6/273903


    Quellen: NARA T78 R906-2114, R917-1307f, T78 R921-1734, https://www.tracesofwar.com/pe…21/Gunowski-Alexander.htm

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    Fastenau

    Hauptmann d. R., Major d. R.


    12.06.42: Kommandeur Infanterie-Ersatz-Bataillon 154 [Wehrkreis X]

    01.11.42: Kommandeur Infanterie-Ausbildungs-Bataillon 154

    01.05.43: Kommandeur Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 154


    Quelle: NARA T78 R909-2450

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    Rieckhoff

    Oberleutnant d. R., Hauptmann d. R.


    20.12.41: Versetzung in die 30. Infanterie-Division [Wehrkreis X] bleibt bestehen

    15.06.44: Führerreserve Wehrkreis X, Btl.Kdr.


    Quelle: NARA T78 R913-1546

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    Hallo,


    Robert: Hoernlein wurde bereits am 15.8.43 vom OB 4. Panzerarmee (Hoth) negativ beurteilt, u.a.: "Er ist seiner ganzen Persönlichkeit nach der gegebene Kommandeur einer Elitedivision. Es ist aber nicht zu verkennen, daß es ihm an der Schulung im Führen von Panzerverbänden völlig fehlt. Er ist seiner ganzen Vorbildung und Veranlagung nach ausgesprochener Infanterist und Exerziermeister. Die schwierige Zusammenfassung aller Teile einer Pz.Division für eine bewegliche Kampfführung beherrscht er nicht. An die Spitze einer Division mit so vorzüglichem Menschenmaterial und mit so guten Waffen gehört eine Persönlichkeit, die mit starker erzieherischer Wirkung große Erfahrungen im Führen von Pz.Verbänden hat. In der Hand eines solchen Führers würde die Division bei geringeren Verlusten größere Erfolge erzielen. Steht eine solche Persönlichkeit zur Verfügung, am besten ein bisheriger Kommandeur einer Panzerdivision, so befürworte ich die Ablösung nach Abschluß der jetzigen Kampfhandlungen. Generalleutnant Hoernlein wird einer sehr guter Kommandeur einer Inf.Div. werden. Ich würde aber es aber nicht für richtig halten, diese wertvolle Division einem Kommandeur anzuvertrauen, der erst Erfahrungen in der Führung einer Pz.Division sammeln müßte. Dem gegenüber würde ich die Beibehaltung des jetzigen Kommandeurs mit seinem jetzigen Ia eine immer noch bessere Lösung halten." Zitat aus Brief an OB Heeresgruppe Süd (BArch PERS6/199, S. 131). Dieser hatte sich am 18.8. dem Urteil angeschlossen (S. 133).


    Noch ein Detail die Nachkriegszeit betreffend. In der Witzleben-Biografie von Georg von Witzleben (Osburg-Verlag, S. 396) heißt es: "Es kam auch vor, dass vermeintliche Zeitzeugen Vorgänge einfach verwechselten oder frei erfanden. Ein Beispiel ist General Hermann Balck, der nach dem Krieg Äußerungen über Witzleben in seinem Werk veröffentlichte, die frei erfunden waren*. Von Witzlebens Tochter mit einer Richtigstellung konfrontiert, erklärte Balck, es täte ihm leid, sie hätte recht, aber nun könne er nach dem Druck ja nichts mehr ändern.**"

    *Balck, H. (1981). Ordnung im Chaos, S. 265.

    **Interview mit Edelgarde Reimer, 4.12.2006.


    Grüße

    Jörg

    Hallo Markus,


    Unterstellungen unter andere Einheiten kamen bei sowjetischen Angriffen ständig vor, bis hin zum Zusammenkratzen von Infanterie-Bataillonen bei anderen Armeekorps. Ähnliches galt für Aufklärungs-, Panzerjäger- und Artillerieabteilungen.


    Beigefügt mal die Lagekarte des XXVI. Armeekorps vom 25.4.1942, d.h. nach Auslaufen der sowjetischen Angriffe des Winters. Die beiden östlichen Divisionen, 96. und 269. ID, erhielten über mehrere Monate ständig Infanterie-Bataillone von Divisionen des Korps sowie vom Oranienburger Kessel zugeführt. Von West nach Ost waren dies die folgenden "fremden" Bataillone:


    1. Infanterie-Division:

    - II./IR 374 [207. Sich.Div., rückwärtiges Heeresgebiet Nord]


    227. Infanterie-Division:

    - keine


    223. Infanterie-Division:

    - keine


    96. Infanterie-Division:

    - III./IR 385 [223. ID]

    - I./SR 25 [12. PD, zur Verfügung 18. Armee]

    - II./IR 412 [227. ID]

    - I./IR 490 [269. ID]

    - I./IR 344 [223. ID]

    - II./IR 425 [223. ID]

    - I./IR 374 [207. Sich.Div., rückwärtiges Heeresgebiet Nord]


    269. Infanterie-Division:

    - I./IR 311 [217. ID, XXVI. Armeekorps]

    - II./IR 346 [217. ID, XXVI. Armeekorps]

    - III./IR 316 [212. ID, XXVI. Armeekorps]

    - II./IR 311 [217. ID, XXVI. Armeekorps]

    - III./IR 344 [223. ID]


    Außerdem waren eigene Bataillone an Divisionen des I. Armeekorps abgegeben worden. Das "Ordnen" der Verbände war bereits befohlen bzw. im Gange und dauerte mehrere Wochen.


    Gruß

    Jörg

    Hallo Silvio,


    mir liegt leider nur das KTB des XIII. Armeekorps bis 31.3.44 vor. Darin werden Neuzuführung und erster Einsatz der Division wie folgt erwähnt (Quelle: NARA T314 R524-0408ff.):


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    15.3.43, 19.45 Uhr:

    K.G. unterrichtet O.B. über die Lage... O.B. kündigt Einsatz einer neuen Division (361.) sowie der Sturmgesch.Brig.322 (Unterstellung unter XIII.A.K.) zum Einsatz am rechten Flügel des Korps an.


    16.3.43, 12.30 Uhr:

    Lage in Krzemieniec soll durch 361.I.D. gefestigt werden. Z.Zt. jedoch nur 1 Btl. mit Teilen II./A.R.361 ohne Nachrichtenmittel eingetroffen.


    16.3.43, 17.10 Uhr:

    K.G. hält die Verteidigung von Krzemieniec auf die Dauer ohne Zuführung von Kräften nicht möglich und schlägt vor, mit Masse der neu ausgeladenen 361.I.D. nach Krzemieniec hineinzugehen und von dieser "Faust" aus nach Süden durchzustoßen und mit dem anderen Drittel der Division aus dem Raum Poczajow Nowy antretend, den Feind über die Ikwa nach Osten zu werfen. O.B. lehnt diesen Vorschlag stricktestens ab und befiehlt 2/3 der Division nach Poczajow Nowy, 1/3 nach Krzemieniec (siehe Armeebefehl).

    Im Laufe des Gesprächs wird auch vom K.G. vorgeschlagen, einen Teil der 361.I.D. zur Schließung der Lücke zwischen Pelcza und Wolkowyje einzusetzen. Der Vorschlag wird sofort vom O.B. abgelehnt, da er gegen den Befehl verstößt, die Division unter allen Umständen zusammenzuhalten. Den geschlossenen Einsatz der 361.I.D. bei der 340.I.D. hält der K.G. für unmöglich, weil dadurch die einzige Nachschubstraße des ganzen Korps (Brody - Radziwillow) gefährdet würde.


    16.3.43, 18.30 Uhr:

    O.B. befiehlt für den Aufmarsch der 361.I.D. 2/3 nach Poczajow Nowy, 1/3 nach Krzemieniec. Füs.Btl.361 ist über Brody nach Podkamien zu führen mit dem Auftrag, Verbindung zwischen XXXXVIII.Pz.Korps und XIII.A.K. herzustellen und den Raum zu überwachen. Nach Eintreffen des Füs.Btl. ist das Armee-Sturm-Rgt. abzulösen.

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    Gefechtsstärke 12.3.44: 3.200 Mann


    Verluste 12.-25.3.44:

    Gefallen: 9 Offz., 107 Uffz. und Mannsch.

    Vermisst: 5 Offz., 362 Uffz. und Mannsch.

    Verwund.: 10 Offz., 385 Uffz. und Mannsch.

    Gesamtverluste: 878 Mann


    Wochenmeldung 25.3.44:

    1 starkes Btl. (II./G.R. 952)

    3 mittelstarke Btl. (II./951, I./952, II./953)

    2 durchschnittl. Btl. (I./951, I./953)

    1 starkes Feldersatzbtl.

    abgestellt an Kampfkommandant Brody: 1 mittelstarkes Füs.Btl.

    1 mittelstarkes Pionier-Btl.

    9 Bttr. le.F.H. 18 mit 31 Geschützen (I.-III./A.R.361)

    3 Bttr. s.F.H. 18 mit 11 Geschützen (IV./A.R.361)

    12 s.Pak 7,5 cm Mot Zug

    Zur Abwehr geeignet


    Paklage:

    26.3.: 12

    30.3.: 11 davon 9 bewegungsfähig

    31.3.: 8 s.Pak

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    Es gibt auch kurze Tagesmeldungen der Division bis 31.3.


    Grüße


    Jörg

    Hallo Karin,


    die Personalakte im Bundesarchiv ist über Invenio digital einsehbar:

    PERS 6/73 Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht.


    Darin findet sich u.a. diese negative Beurteilung (Seite 65):

    "In seiner Härte fehlt es ihm bisweilen an Herz für seine Untergebenen. Sein Regiment empfand diesen Mangel schmerzlich... Sein erzieherischer Einfluss auf das Offizierskorps für das Verhalten außer Dienst und in der Öffentlichkeit ist unzureichend... Am 28.1.41 sind dem Oberst Balck die oben genannten Ausstellungen von mir eröffnet worden." [Veiel, Kommandeur 2. Panzer-Division]


    Seite 126 ist ein Brief an Schmundt (Heerespersonalamt) vom 14.6.43, worin Balck sich zwischen den Zeilen beklagt, dass er kurz vor dem Unternehmen Zitadelle die Führung der Division Großdeutschland abgeben muss.


    Seite 148 ist eine Beurteilung vom 6.4.44, insgesamt "Überragend", durch Raus (OB 4. Panzerarmee) mit:

    "Schwache Seiten: Neigt manchmal zu übertrieben günstiger Lagebeurteilung, die dann zu Enttäuschungen führt."


    Sowie Zusatz von Model vom 4.5.44 (Seite 149): "Auf Grund meiner bisherigen Eindrücke als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nordukraine kann ich ... die Eignung zum Armeeführer noch nicht zusprechen. Ihm fehlt noch der grosse Überblick."


    Weiter dann in der Beurteilung durch von Rundstedt (OB West) vom 1.1.45 (Seite 153):

    "Schwache Seiten: Die Beurteilung vom 6.4.44 sagt 'Neigt manchmal zu...'. Dies hat sich auch als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe gezeigt."


    Viele Grüße


    Jörg

    Hallo Helmut,


    die Antwort ist:


    Motorisierte Infanterie-, Panzer- und Kavallerie-Divisionen: Doppellinie

    Infanterie-Divisionen: Einfachlinie (bzw. gefüllte Doppellinie)

    Ungarische Divisionen: Doppellinie mit abwechselnder Füllung

    Italienische Divisionen: Doppellinie mit nicht gefüllten Punkten (bzw. Doppelstrichen)

    Rumänische Divisionen: Doppellinie mit Strichen


    Ob dies die Fachbegriffe zur Bezeichnung der Linientypen, kann ich allerdings nicht sagen;)


    Gruß


    Jörg

    Marschbataillon z.b.V. 7


    28.05.1940:

    Verladung in München nach dem Westen zur 7. Infanterie-Division


    29.05.1940:

    Ankunft in Maastricht, ca. 23.00 Uhr Marsch nach Munsterbilsen (Limburg, 12 km)


    30.05.1940, 9.00 Uhr:

    Verladung in Munsterbilsen in Gütertransportwagen


    31.05.1940:

    Aufenthalt in Nivelles


    07.06.1940:

    Rückkehr nach München zum Infanterie-Ersatz-Regiment

    Btl.-Führer: Hauptmann d. L. Alfred Haug (*16.04.1898), Infanterie-Ersatz-Bataillon 61

    Btl.-Adjutant seit 14.5.: Oberleutnant Wilhelm Sebald (*07.07.1912), Infanterie-Ersatz-Bataillon 61

    Führer 1. Kompanie: Leutnant d. R. Wilhelm Liebig (*09.06.1896), Infanterie-Ersatz-Bataillon 61

    Zugführer in 1. Kp.: Leutnant d. R. Dr. Heinrich Kraft (*23.02.1909)


    Quelle: NARA A3356-1082 (Personalakte)


    Für Hinweise, Diskussion, Ergänzung etc. Bitte hier : klick

    Hallo Anton,


    nochmal eine Ergänzung:


    Am 01.06.42 wurde Rittmeister Karl Freiherr von Seckendorff-Aberdar in die 377. Infanterie-Division versetzt, zur Verwendung als "Chef der selbstständigen Radfahr-Schwadron 377" (wörtliches Zitat). Dieser war dann vom 8.8. bis 30.10. Kommandeur des III./GR 770, ab 1.11. Kommandeur des Ski-Bataillon 377.


    Quelle: NARA A3356-1585ff (vollständige Personalakte).


    Grüße


    Jörg

    Hallo Anton,


    ja, dies war der Führer der Schwadron (Quelle: T312 R1200-1222, Verlustmeldung 2. Armee). Aufgrund des seltenen Nachnamens und könnte es sich handeln um:


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    Oberleutnant von Alvensleben

    RDA 01.02.43(823)

    Friedenstruppenteil: Kavallerie-Regiment 3

    xx.xx.xx: Kavallerie-Ersatz-Abteilung 100

    01.01.44: Führerreserve WK XVII

    Quelle: T78 R898-2321

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    Grüße


    Jörg


    Zur Radfahr-Schwadron 377:


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war vor 19.9.42 "Leutnant von Alvensleben" der Führer der Schwadron. (Ist diese Info in T315 R2174 zu finden?) Und zur Bezeichnung: Was die Unterstellung angeht, war die Radfahr-Schwadron 377 also 1./Pz.Jg.Abt 377, wurde aber in Dokumenten immer mit der ersten Bezeichnung angeführt.

    Hallo Anton,


    zum "Vogelwäldchen": Von der Division liegt mir das KTB der Abteilung Ia leider nicht vor. Allerdings findet sich eine Darstellung der Ereignisse u.a. bei der Abteilung Ic des XIII. Armeekorps (T314 R518). Der Wald wurde erstmals am 19.9. erwähnt (siehe Anlage), wobei der Angriff am 15.9. begann.


    Hier noch ein paar Infos von der Abteilung Ia des XIII. Armeekorps:

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    05.10.42:

    Korpsreserve II./IR 168 löst in der HKL nördlich Olchowatka das III./IR 188 und die Gruppe Flohr, bestehend aus II./IR 539, II./IR 768 und Radf.Schw.377 ab. Gefechtsstärke der abgelösten Btl.:

    - II./IR 539: 2 Offz., 7 Uffz., 32 Mann

    - II./IR 768: 1 Offz., 8 Uffz., 39 Mann

    - Radf.Schw.377: 1 Offz., 1 Uffz., 13 Mann

    - III./IR 188: 5 Offz., 18 Uffz., 88 Mann

    A.O.K.2 führt als Armee-Reserve I./Pz.Gren.Rgt. 140 (11. Pz.Div.) in den Raum der 377.I.D. (Medweshje) zu.


    10.10.42:

    Armee teilt mit, das der geplante Angriff zur Verlegung der HKL unterbleibt. I./Pz.Rgt. 140 wird zum VII.A.K. in Marsch gesetzt.


    23.10.42:

    Unterstellung des III./IR 188 und des II./IR 539 unter 377.I.D. wird aufgehoben.

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    Grüße

    Jörg