Posts by Viktor7

    Mein Opa erzählte davon, Verwundete aus dem Kessel Stalingrad geflogen zu haben und zwar mit Ju-52. Welche Einheiten/Geschwader sind damals zu diesem Zweck in den Kessel geflogen?

    Hallo Dirk,


    aus diversen Quellen hatte ich erfahren, dass Flugplatz in Mariupol eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Stalingrad aus der Luft und bei der Evakuierung von den Verwundeten gespielt hat. Parallel dazu wurde auch von dort die Luftunterstützung für die Truppen im Nordkaukasus geflogen.


    Es kann sein, dass eine Recherche nach der Lw in Mariupol einiges an Bildmaterial bringt.

    Hallo Matthias,


    vielen Dank für die Übersichten, leider hatten die Vernehmer diese in den Stalags nicht gehabt, sonst hätten sie gleich nachgefragt.

    Leider hatte meine Schwiegermutter alle Dokumente und Fotos ihres Mannes kurz vor ihrem Tod verbrannt. Es waren drei Fotoalben, wo auch er in Uniform zu sehen war. Diese Bilder sah ich zum ersten mal ca. 1985 und fragte danach meine Frau, ob sie wüsste, dass ihr Vater bei der W-SS war. Sie wusste von nichts, war geschockt, aber es wurde danach nicht mehr darüber gesprochen.

    Ich unterstelle dem Vater nicht, seinen Vernehmer gezielt in die Irre zu führen. Es wird schon eher aus dem Kapitel sein, wer hat was gesagt, und wer hat was verstanden. Zumindest bei beiden Vernehmungen gibt er identische Rgt.-Bezeichnungen an. Bei der 2. Aufnahme kam wahrscheinlich seine W-SS Angehörigkeit heraus, das auch seine Verlegung in den anderen Lager erklären würde.

    Hallo Alex,


    mein Schwiegervater kam aus Schlesien. Als er de facto 1950 entlassen wurde, war seine Familie längst in Thüringen. Bis dahin hat man von ihm nichts gehört. Ich vermute, dass aufgrund seines Alters - mit 18 eingezogen und mit 19 schon in Kgf eine Entnazifizierung nicht an der Tagesordnung stand, zumal wer 5 Jahre als Kgf in Russland verbracht hat, hatte schon seinen "Persil-Schein" in der Tasche.

    In der DDR wurde kein Lastenausgleich gezahlt und wenn, den hätte diesen sein Vater beansprucht, der bis Ende der 60-er in der Familie lebte.


    Ich werde jetzt die Augen bei den Publikationen oder Quellen zu Geschichte des Kreises Fraustadt, speziell des Gutes Geyersdorf aufhalten. Ich weiß nicht, warum er im Februar 1944 18 Jahre alt wurde und erst im Juni einberufen. Ist es kein Widerspruch, einberufen zu sein und in der 18. Freiwilligen W-SS Division zu landen? Oder war er doch ein Freiwilliger? Gibt es womöglich Quellen, die irgendetwas über Geschichte der SS im Kreis Fraustadt aussagen?

    ich gehe davon aus, es heißt nicht


    Kavallerie-Regiment 139 und Kavallerie-Btl. 176


    sondern


    I./SS-Regiment 39 (Horst Wessel) Pferdebestand gesamt der Division: ca. 500 (?)
    und
    I./SS-Regiment 76 (31. SS-Division) - Pferdebestand gesamt der Division: ca. 3400

    Hallo Uwe,


    anbei stelle ich die Auszüge aus der Kgf-Akte ein. Es sieht schon sehr nach der Aussage:

    139 Kavallerie-Regiment der Div. "Horst Wessel"

    aus. Ich glaube btl. Nr. kann man vernachlässigen...

    für Schriftliche Auskünfte oder Ermittlung von Archiv- und Bibliotheksgut je angefangener halben Stunde 15,34€ fällig sind, was mir relativ viel erscheint bei aufwendigeren Recherchen.

    Hallo,


    ein Stundensatz von ca. 30,-€ erscheint dir zu viel? Das Archive mit einer Kostendeckung von ca. 3% arbeiten, muss man nicht wissen, das ist aber so. Den Rest zahlt die Allgemeinheit. Wenn du in einem Archiv eine Leistung in Auftrag gibst, kannst du dies ruhig mit Ölwechsel in einer Autowerkstatt oder putzarbeiten an deiner Fassade vergleichen. Bei meinem Autohändler zahle ich 65,-€ Stundenlohn. Die Bauhandwerker-Leistungen sind auch nicht günstiger. Wenn du qualifizierte Mitarbeiter veranlasst, auschließlich für dich tätig zu werden, nur um deine Bedürfnisse zu befriedigen, warum soll deren Arbeit minder bewertet werden?


    Hinzu kommt, dass es keine Kann-, sondern eine Muss-Bestimmung ist.

    Frei nach dem Motto ,, Wenn zwei das Gleiche tun ,ist es noch nicht dasselbe ''

    Hallo Wolfgang,


    oder wie auch immer du in Wirklichkeit heißt, wenn du in deinem diese Diskussion ausgelösten Beitrag ungeschminkt die Fahne aufgehoben und mit den Worten, leicht übertrieben, "Wir werden weiter marschieren!" dich in eine Reihe mit Huba stellst, dann nutzt dir auch deine Salto Rückwärts zum Heger und Pfleger der Kriegsgräber gar nichts. Es sind halt grundverschiedene Dinge, die Geschichte bis ins Detail aufzuarbeiten und die alten Parolen aus der Mottenkiste heraus zu holen in der Hoffnung Gleichgesinnte zu finden.

    verschiedene Meinungen gehören zu einer Demokratie dazu, die es auch zu respektieren gilt.

    Es wäre schön, wenn es immer so wäre! Aber wenn ich sowas höre, dann kenne ich schon die Fortsetzung, "das gilt natürlich nur, bis wir an der Macht sind!"

    deutsche Gefallenengräber egal in welchem Land sie sich befinden , sind Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland

    Glaubst du im Ernst, dass irgendwo in Kaliningrader Gebiet, Rossoschka oder Charkow noch ein Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland gibt?

    Hallo Dieter,


    die Sonderführer wurden zu Erfüllung einer zeitlich begrenzten Aufgabe einberufen. Das Beamtenverhältnis dürfte dabei insofern eine Rolle gespielt haben, das diese Person eine Uniform zw. Unteroffizier und Major tragen durfte, ohne dafür erforderliche Militärische Laufbahn aufweisen zu können. Ob das nun Verwaltungs-, Finanz- oder sonstigen Beamten betraf dürfte unerheblich gewesen sein. Entscheidend war die Funktion, die man dann ausübte.

    Die zeitlich befristete Beamtung erlaubte ihm u.a. das Tragen der Uniform mit den entsprechenden Tätigkeits und Dienststellungsabzeichen (Kragenspiegel und Schulterklappen). "Meister" entspricht hier dem Feldwebel.

    Hallo Uwe,


    das war die Dienstelle eine Sonderführers O, und die Uniform unterschied sich lediglich durch spezifische Kragenspiegel.

    Hallo ZAG,


    es ist die Überschrift aus der Zeitung:

    "Französisch-englische und deutsche Aeroplanverluste an der Westfront.

    - feindliche Verluste

    - deutsche Verluste

    Zahlen über die Spalten bedeuten die Gesamtzahl der im laufenden Monat abgeschossenen Apparate"

    Also doch ein Feldfriedhof in Frankreich???

    Hallo Stefan,


    die Bedachung der Häuser ist nicht für die Gegend um Leningrad und Umgebung typisch. Solch flache Dächer sah ich zum ersten mal tatsächlich erst in Frankreich, später dann in Italien. Allerdings sind die Dachpfannen nicht unbedingt typisch für Italien. Ich denke, das Bild wurde nicht in Russland gemacht.

    anbei ein Pressebericht zu der Erschießung des Gefr. Alfred Kemmer, der dem Bericht nach als Angehöriger des Inf.-Rgt. 546 nach einer Verwundung in russische Kriegsgefangenschaft geriet und dort erschossen wurde.

    Hallo Johann,


    es scheint für dich alles so zu stimmen, wie es in der Zeitung von 1943 gestanden hat. Mein erster Gedanke war dagegen, ein drei-viertel Jahr nach dem Tod ein Artikel über die dazu gehörige "Umstände" so zu präsentieren, ist für mich eher propagandistisch bedingt. Gerade die Beschreibungen über die bestialische Taten jeweils anderer Seite waren beliebte Methoden für die Stärkung der Kampfmoral der eigenen Truppe.