Posts by Viktor7

    für mich stimmt irgendetwas nicht mit dem Foto. Die Kontraste sind in unterschiedlichen Bereichen der Bildebenen nicht einheitlich, der Schattenwurf beim sitzenden Soldaten links vorne passt so gar nicht zum Ast davor und zu seinem Sitznachbarn bzw. den Personen weiter hinten

    Hallo Justus,


    also fotografisch habe ich da nichts zu beanstanden. Ich mache regelmäßig Mannschaftsfotos in unserem Waldstadion, dabei machen die Trainer Stress - mach schnell, das kriegst du schon hin. Dabei ist es denen egal, wie die Sonne steht und wer welchen Schatten im Gesicht hat. Zudem sieht man Fragmente einer Person ganz links und dann scheint es etwas größeres im Rücken des Fotografen zu sein - ein Fahrzeug oder Panzer?

    vielen Dank für Deinen Hinweis - ein nicht außer Acht zu lassendes Gegenargument!

    Hallo Stefan,


    es ist die eigene persönliche Erfahrung mit einem ähnlich gelagerten Fall. Wobei es in meinem Fall um einen immerhin KL-Buchenwald-Häftling, der als Lagerpolizist sein Schicksal aufbesserte, ging. Ob er einen Führer-Eid ablegte, ist mir nicht bekannt. Allein die Tatsache, dass er ein Helfershelfer der Deutschen war, reichte, um Verdikt herauszugeben, wenn die Deutschen ihn ehren wollen, sollen sie. Wir tun es auf keinen Fall.

    Es freut mich, dass die beiden auf dem Gedenkstein namentlich nicht genannten sowjet. Gefallenen nun wieder ihren Namen haben. Wäre natürlich schön, wenn der Gedenkstein z. B. durch Anbringung einer Plakette um die Namen der beiden Männer ergänzt würde.

    Hallo Stefan,


    bei der Verewigung des Andenkens der Landsleute ist die zuständige Büro der Russischen Botschaft in Berlin sehr agil und emsig. In diesem Fall aber werden sie die Füße still halten, denn es geht nicht um die russische Tote, sondern um die deutsche und dafür sind sie nicht zuständig. Es ist auch nicht unbedingt erwünscht, solche Einzelheiten über die Familienangehörige zu veröffentlichen - ist für die Nachfahren kein Ruhmesblatt! So sind die Realitäten...

    Hallo Stefan,


    beide waren Hiwis bei der Wehrmacht. In der Regel schworen sie einen Eid und legten den Status der Kriegsgefangenen ab.


    Auf der PK von Batjutin ist auch vermerkt "gefallen"


    https://obd-memorial.ru/html/info.htm?id=300604322&p=91


    Ob der man nun in Wirklichkeit nicht Watutin, wie eigenhändig unter Angehörigen eingetragen ist hieß, ist schwer zu sagen


    Die Einträge für Grinewitsch kannst du hier einsehen:


    https://obd-memorial.ru/html/search.htm?entity=000000011111110&entities=24,28,27,23,34,22,20,21&fulltext=Гриневич%20василий%201917

    Und das Schlimmste: Eine Lehrerin, die zum Bereich der rassisch Verfolgten zählte und uns schlug und schikanierte. Gott sei Dank verschwand sie nach einem Jahr aus unserem Gesichtskreis.

    Hallo Bert,


    ich traue mich kaum zu fragen, war sie etwa jüdisch?

    Nachdem man Lehrer, die PG waren, schon 1945 rausschmiss, hatten wir es auch mit schnell ausgebildeten Lehrern zu tun, die nicht einmal in der Lage waren, uns das Dividieren beizubringen.

    Zumindest in der SBZ war ein Teil der Lehrer, der Verwaltungsangestellten, Bankangestellten praktisch nahtlos in deren Beschäftigung geblieben. Ein der führenden US-Offiziere, der für die Entnazifizierung Bayerns zuständig war, hatte sich für seine alten Gymnasiallehrer verwendet und denen trotz NSDAP-Parteibuch eine demokratische Gesinnung bescheinigt.


    Ich warne nur davor, pauschal von "den Lehrern" u.a. zu sprechen. Es gab keine Schablonen und keine Rezepte für jeden und überall. In einem Fall bekam ein Auschwitz überlebter Jude sein Haus und Hab und Gut nicht zurück, obwohl er nachweisen konnte, dass der in Genuss von seinem Besitz gekommener, ein Träger des goldenen Parteiabzeichen war... Ich hatte auch einen Freund, der als KPD-Funktionär gegen die Enteignung von den NSDAP-Mitgliedern in den Kommissionen stimmte!

    Moin Paul,


    es muss doch mit Teufel zugehen, wenn unter uns keinen gäbe, der es Bescheid wüsste! Ich gehe davon aus, dass der Hauptauftraggeber irgendeine Struktureinheit irgendeiner Hauptverwaltung der Artillerie oder desgleichen gewesen sein könnte. Sprich, die militärischen Provenienzen wären wohl am ehesten in Freiburg zu vermuten.


    Meine Erfahrung besagt, ein Anruf ( 0761 478170 ) genügt, um das Problem zu klären... Die Kollegen dort sind sehr hilfreich.

    Bauakten gibt es entweder bei der Gemeinde oder beim Kreisbauamt, vermutlich sind diese aber bereits in den Archiven (Geneinde, Kreis, Land) abgelegt worden. Da hilft nur telefoniere, mailen oder persönliche Vorsprache.

    Hallo Paul,


    wenn diese Produktionsstätte von Anfang an für die Herstellung von Sprengstoff errichtet wurde, wären die von dir genannten Stellen für die Aufbewahrung von Bauakten nicht zuständig.

    Ist hier jemand der russischen Sprache mächtig, ich habe eine Postkarte eines ukrainischen Zwangsarbeiters aus Dreetz, geschickt nach Hause, vielleicht steht etwas über das Werk drin.

    Hallo Albert,


    Paul hatte mich auf diesen Thread aufmerksam gemacht. Die Postkarte ist komplett in der ukrainischen Sprache verfasst. In seinem Schreiben an seine Mutter und Schwester Raissa teilt er mit, dass es bei ihm alles gut und ruhig ist, dass es gar nichts zu berichten gibt. Zwei Wochen in Folge müssen sie als Vorbereitung auf Feiertage ohne freie Tage auch an den Sonntagen arbeiten. Er will auch wissen, was aus der Fabrik geworden ist. "Mutti, wenn möglich, schickt mir einige Päckchen mit dem Tabak. Aber nicht mit Bildern versehen, denn diese kommen immer beschädigt an..."

    Interessant finde ich die Anschrift. Es ist mir neu, dass ein Zwangsarbeiter eine Nummer hätte (2252) und in einem Lager lebte. Wobei die meisten Zivilisten lebten in den Barackenlagern der Werke...

    der Begriff Blutschande im NS-Sinne greift hier m.E. nicht. Es ging ideologisch darum, die Volksgemeinschaft vor "minderwertigen Produkten" aus deutschem und fremden/jüdischen Blut zu schützen.

    Hallo Thilo,


    ich glaube, der Begriff Blutschande weder an der West-, wie auch an der Ostfront kein Thema war. Es gab schließlich genügend Soldatenheime und Bordelle, wo die einheimischen Frauen ihren "Dienst" versehen hatten, ob nun in Frankreich, Russland oder Ukraine. Größtenteils waren dies die Wehrmachtseinrichtungen.

    Es geht hier um das Argument, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Zahl der verurteilten Sexualstraftäter (niedrig) im Rahmen eines riesigen Verbrechens gibt, dessen Größe durch die hohe Zahl der Zivilopfer versucht wird zum Ausdruck zu bringen. Da spielt die exakte Zahl, die sowieso keiner kennt, keine Rolle.

    Hallo Paul,


    wenn einer in seiner Argumentation auf konkrete Zahlen verweist, ist die Nachfrage nach deren Ursprung legitim, zumal wenn diese von vorn herein nicht stimmen. Es ging auch nicht um eine Abweichung von 0,X%.


    Wenn man mit den genannten Zahlen versucht einen Zusammenhang zwischen Vergewaltigungen und Gesamtzahl der Ziviltoten herzustellen, dann frage ich mich, nach welche Logik?

    Wir hier im FdW, mit unseren bescheidenen Kenntnissen, sollten dies zur Kenntnis nehmen, aber tunlichst aufpassen damit Propaganda zu betreiben, egal in welche Richtung.

    Die Geschichtswissenschaft war schon immer die Prostituierte der Herrschenden. Am weitesten brachten diejenigen, die den Auftrag am besten erfüllten. Die Gesamtzahl der sowj. Verluste im II. WK variiert zw. 7 und 56 Millionen - warum wohl? Unter den 56 Millionen ist auch meine Oma, bei 7 Millionen nur die durch Kriegshandlungen getöteten. Wie sagte Stalin einst, "es ist völlig egal, wer und wie wählt, entscheidend ist, wer und wie die Stimmen auszählt". Diesem Motto getreu wird seit 75 Jahren auch mit den Zahlen der Toten jongliert... alles im Dienste der Propaganda und immer nach Bedarf!

    Vor diesem Hintergrund ist es nämlich ziemlich belanglos fur die Richtigkeit der Argumentation von Snafu, ob er die Anzahl der sowjetischen Ziviltoten mit einer quellengestützten Zahl unterlegt oder nicht, denn es ist Allgemeingut, dass es bis heute stark divergierende Zahlen zu den sowjetischen Ziviltoten gibt, aber auch, dass die Ziviltoten, direkt oder indirekt durch den Krieg umgekommen, im zweistelligen Millionenbereich liegen

    Hallo Paul,


    genau das duldet die Geschichtswissenschaft absolut nicht! Entweder du weißt etwas und kannst dies belegen, oder du hältst dich raus... Als Allgemeingut die Zahl er Toten zwischen 17 und 28 Millionen zu beziffern, ist die Weisheit fürn Biertisch, nicht weiter! Ich hatte vor 47 Jahren mal in der Prüfung statt 434 Abgeordnete - 433 gesagt ... und das war meine einzige Wiederholungsprüfung!


    Wenn einer so locker mit den Millionen Toten herumfuchtelt und verweist als Rechtfertigung auf 24 Nennungen, wo sind wir denn gelandet und auf welchem Niveau unterhalten wir uns dann künftig überhaupt?


    Und für mich ist die Frage der Systematik schon von Belang. Auch wenn Statistiker und Ideologen auch meine Großmutter, die ihr Dorf am Ural nie verlassen hatte, aber 1943 gestorben ist (niemand weiß woran) und dadurch zu den Kriegsopfern zählen, welchem WH-Soldaten schieben wir das jetzt in den Schuh? Vlt. ist sie vor Kummer, dass ihr Sohn bei Kiev gefallen ist gestorben, oder sich das Leben genommen, ich weiß es nicht. Nur alles auf einen Haufen zu werfen kann ja nicht der Weißheit letzter Schluß sein!

    Hallo pvt.,


    mich hat die Quelle deiner Erkenntnis "Bei ~28 Millionen zivilen Opfern auf russischer Seite in nur 36 Monaten wage ich diese Behauptung aufzustellen." interessiert.


    Es ging mir nur um Belastbarkeit, Würdigung und Verlässlichkeit der Aussagen insgesamt.

    Die Rassenidiologie der Nazis ist verbrecherisch und falsch!

    Und, für mich, auch nicht wissenschaftlich zu diskutieren!

    Hallo Arnd,


    von Rassen und Rassenideologie sprichst nur du, ich hab dass weder erwähnt, noch daran gedacht.


    Anthropologie ist eine historische Hilfswissenschaft und hat mit deinem Pathos der Treue zum GG nichts zu tun. Alle deine Ausführungen sind nur deine eigenen, die ich mir nicht in den Schuh schieben lasse. Das nennt man Unterstellung... Soll ich mich jetzt für deine Gedanken auch noch rechtfertigen?