Posts by Viktor7

    - Usel (Bahnhof)

    Hallo Kerstin,


    Uzel isti ein Begriff für einen Knotenpunkt. Als größte in der Ukraine werden folgende aufgezählt:

    Киев, Львов, Запорожье, Жмеринка, Дебальцево, Смела, Знаменка, Пятихатки, Лозовая, Фастов

    Kiew, Lviv, Zaporozhje, Zhmerinka, Debalzevo, Ssmela, Znamenka, Pjatichatki, Lozovaja, Fastow


    https://fb.ru/article/463871/u…-jeleznyih-dorog-ukrainyi


    Es wundert mich zwar, dass Jassinowataja nicht dabei ist, aber Prinzip dürfte klar sein.

    241. GAP - was ist GAP im Vergleich zu deutscher Einheitsbezeichnung?

    Hallo Gerhard,


    es kommt auf Kontext an. Es kann:


    - гвардейский авиационный полк ( Garde Luftwaffen-Regiment );


    - гаубичный артиллерийский полк (Haubitzen Artillerie-Regiment) - https://pamyat-naroda.ru/warunit/241%20гап/


    - главный артиллерийский полигон (Truppenübungsplatz für Artillerie)


    sein.

    Hallo Christa,


    die KMK (Kreismeldekartei) wurden zumindest in der DDR so geführt, dass die bis 1991 Lebenden alle bis dahin erstellten PKs beibehielten. Die Verstorbenen und Verzogenen wurden ausgesondert und in der Wendezeit meistens vernichtet.

    Die PKs wurden ab dem 14 Lebensjahr mit der Herausgabe des Personalausweises angelegt. Soll heissen, es gab nicht mehr sehr viele Unterlagen aus der alten Zeit. Mein Beispiel bezieht sich meiner Erinnerung nach wie folgt:


    30-er Ende der 40-er - Stöhser + Stoehser = in den 60-ern - Stösser + Stoesser = ab Anfang der 70-er -Stößer


    Für diese Entwicklung habe ich nur eine Vermutung - die Anträge mussten eigenhändig geschrieben werden. Die Angaben wurden dann einfach übertragen.

    Ihr seid auf dem Gebiet ganz bestimmt fitter keine Frage

    Hallo Thomas,


    geht es mir genau so. Die Erklärungen über "lange S" oder "kurze S" verstehen nur die geborenen Deutsche. Ich habe den Versuch so etwas zu begreifen aufgegeben.


    Ich kann nur aus meiner Praxis berichten, dass die Meldekarteien der deutschen Verwaltungen eine und dieselbe Person wie folgt geschrieben hatten:


    Stöhser = Stoehser = Stösser = Stoesser = Stößer

    August Willi Hoffmann, geboren am 16.12.1917.

    Hallo Ina,


    ein Kontakt mit dem Veteranen hat zunächst ein Negativergebnis gebracht. Er kann sich an niemanden mit dem Namen Hoffmann erinnern. Nun wartet er, ob er anhand möglicher Bilder diesen Mann identifizieren kann. Das Alter von 98 Jahren muss man berücksichtigen.


    Ich versuche ein Bild aus seiner Stube in Köthen zu laden...

    Der Veteran mit dem Namen Kötteritsch steht hinten rechts

    Files

    • Stube93a.jpg

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    mein Großvater ist nach der Gefangenschaft nach Köthen zurück gekehrt, weil dort bereits seine Familie aus Schlesien hin geflohen war.

    Hallo Ina,


    du hättest mehrere Ansatzpunkte für die Nachforschungen in Köthen. In Abhängigkeit davon, wann die Familie aus Schlesien nach Köthen kam, kann man die Listen der Flüchtlinge im Stadtarchiv überprüfen. Bei der Ankunft in Köthen mussten alle zunächst in die Quarantäne, wo alle registriert wurden. Die Daten gingen an den DRK und an die Suchdienste einerseits und an Speziallager für die Rückkehrer aus der Kriegsgefangenschaft andererseits. Zumindest kann man feststellen, wer sich alles auf dem Transport befand.


    Sofern dein Opa vor November 1947 in Köthen ankam und eine Arbeit aufnahm, könnte man im Kreisarchiv nach seinen Daten suchen. In einem Bestand der Finanzverwaltung sind Angaben zu allen Beschäftigten und zu allen Arbeitnehmer enthalten. Vor einigen Jahren wurden durch DISOS GmbH den beiden genannten Archiven die Personalunterlagen der DDR-Betriebe übergeben. Wenn du weißt, was er in Köthen gemacht hat, könnte man auch da nachforschen.


    Von Fliegerhorst selbst gibt es aus der Zeit einige Fotos, die zum Teil von einem Veteranen stammen, der mittlerweile rund 100 Jahre alt ist! Ob er sich noch an die Namen und Bilder erinnern kann, vermag ich nicht zu urteilen. Aber wenn du ein Bild von deinem Opa aus der Zeit hast, könnte ich mit den mir vorliegenden vergleichen.

    War es üblich, nicht weiter auf den Kriegsdienst einzugehen?

    Hallo Thilo,


    ich kann nur über die Handhabung im öffentlichen Dienst der SBZ - Verwaltungen, Krankenhäuser, Polizei u.a. berichten. Die Personalunterlagen enthielten allesamt sowohl ausgefüllte Vordrucke, als auch später folgende handschriftliche Lebensläufe.


    Die Vordrucke enthielten detaillierte Angaben zu Militärausbildung, Diensteinheiten, Einsatzorten, Verwundungen, Parteizugehörigkeit und Auszeichnungen. Naturgemäß fehlten die Angaben zum Dauer und Orte der Kriegsgefangenschaft auch nicht.

    Ließe sich mit diesen (zugebenerweise dürren) Angaben herausfinden, bei welcher Einheit er war?

    Hallo,


    es scheint so zu sein, dass dein Großvater auf dem Fliegerhorst in Köthen gedient hat. Mit FredT hätten wir hier einen kompetenten Ansprechpartner.


    Am 14.04.45 schlossen sich die in Köthen gebliebenen Angehörige der Luftwaffe den versprengten Einheiten der Wehrmacht. Soweit mir bekannt ist, bewegte sich ein Teil der Truppe Richtung Dessau und A9, die anderen dagegen Richtung Magdeburg. Die ersten Kämpfe um Köthen gab es bei Großpaschleben, dann bei Wulfen und Drosa. Schließlich gab es Gefechte beim Sachsendorf und Groß-Rosenburg. Vermutlich war auch dein Großvater dabei. Dabei waren auch die Zivilbedienste, die dann zum Volkssturm einberufen wurden.


    Wir haben hier schon ein Paar mal das Thema besprochen. Vlt. ist von Vorteil, nach Hinrich Bless, oder Fliegerhorst Köthen (Luftnachrichten-Abteilung, -Kompanie oder -regiment) zu suchen.

    80. Jahrestages des Pogroms in Babij Jar

    Lieber Justus,


    bei allem Respekt, es war kein Pogrom, es eine Massenerschiessung, besser gesagt es war eine geplante nd organisierte Hinrichtung wehrloser Menschen. Nicht die erste und nicht die letzte, aber Pogrom ist etwas anderes. Es waren die Anfänge der Vernichtung eines Volkes durch das andere aus rassistischen und ideologischen Gründen und mit allen Mitteln.

    Und da ist mir keine ohne Kriegsverbrechen bekannt!

    Hi Arnd,


    ich beziehe aktuell gerade in einem russischen Militärforum eine Tracht Prügel für meine Aussage, dass es in dem Krieg keine Regeln, Konventionen, Moral, Anstand Rücksicht u.a. gegeben hat und zwar auf allen Seiten... Sicherlich sind die Ziele des Krieges, das Ausmass der Verbrechen nicht zu vergleichen, oder gleichzusetzen, aber Kriegsverbrechen waren allgegenwärtig, alltäglich und wurden von allen Beteiligten schweigend zur Kenntnis genommen. Ich hatte vor reichlich 50 Jahren viele kräftige, hochdekorierte, gestandenen Kriegsveteranen gesprochen, die bei jedem abweichen ins persönliche und bei den Nachfragen, wie es damals war, zuklappten und fingen schweigend an zu heulen... Das sagt doch alles! Aber in dem Forum habe ich eine Mauer vor mir - "unsere Leute machen so was nicht!"

    jetzt musste aber noch was zum Bild beisteuern...................... :saint:

    Hallo Det,


    ich denke, es wurde schon alles gesagt und geklärt. Die Frage, warum der Beschrifter des Bildes den Pnkratz an die Grenze zu Slovakei setzt, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Vlt. war ihm die Tschechoslovakei einfach zu lang?

    also gibt es keine Anhaltinnerinnen.................

    Hi Det,


    es ist genau so, wie du das sagst! Anhaltinnerinnen gibt es in der Tat nicht. Selbst mit deiner Bemerkung "das führt nicht zur Lösung..." triffst du ins Schwarze!

    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren!

    Hallo Arnd,


    ich hatte mal mit einem Professor aus Australien zu tun, dessen Vater ein russischer Jude war, der in Deutschland studierte und eine Deutsche heiratete. Der Sohn nicht wissend, was er eigentlich ist und wie er sich verhalten soll, kam zu Wehrmacht und verbrachte den Krieg in Feldgrau. Das beschreibt er in seinen Memoiren "Die Erlebnisse des listenreichen Grenadiers Wowka" - https://www.booklooker.de/Bücher/Wowka+Die-Erlebnisse-des-listenreichen-Grenadiers-Wowka-Autobiographische-Notizen/id/A02gZ9L901ZZZ


    Zumindest damals war das Buch für mich eine Offenbarung. Ob ich heute das alles anders sehen würde, muss ich sehen, wenn ich das Buch wieder in die Hand nehme.


    Der "Wowka" starb 2009 - https://de.findagrave.com/memo…858493/wladimir-w_-krysko


    Die Korrespondenz mit einem damals 80-jährigen gehörte zu den angenehmeren Seiten meines Berufs.

    Hallo Anhalter oder Sachsen-Anhaltiner?

    Hallo Det,


    per Landtagsbeschluss vom 1993 wurde als korrekte Schreibweise "Anhalter" und "anhaltisch" festgelegt. Also Anhalter oder Sachsen-Anhalter wäre korrekt.


    Da nun Anhalter dein Bild nicht zu sehen bekommt, zeige ich statt dessen das Haus seiner Vorfahren in Köthen.