Posts by Viktor7

    Und da werdet Ihr feststellen, dass es wahrscheinlich sehr sehr selten ist Bildmaterial von russischen Dorfhäusern, Blockhäusern usw.

    mit installiertem elektrichen Licht aufzufinden, was im Umkehrschluss bei mir dazu führte, dass ich fast nur Tagesbeleuchtung,

    Kerzenbeleuchtung (z.B. die Hindenburglichter) und Petroleum/Öllampen aller Art als Beleuchtung auf Bildern von deutschen Soldaten finden konnte.

    Hallo ZAG,


    ich denke, du unterliegst einem Irrtum. Zum einen gab es eine Weisung, alles, was nicht mitgenommen werden kann, sollte vernichtet werden. Die Kraftwerke zerstörte man eben deswegen, damit die Deutschen es zu bequem hätten. Zum anderen, bevor man die Lampe in der Stube benutzen konnte, musste man die Leitungen instandsetzen. Das war mit muss nicht die erste große Sorge.

    Dort hatten sich meine Großeltern nach der Flucht aus Schlesien niedergelassen

    Hallo Gerd,


    alle aus der sowj. Kriegsgefangenschaft Ankommenden wurden im Lager 69 in Frankfurt/O entlassen. Die aus den Schlesien oder Sudetenland Stammenden erhielten die Weisung und Passierscheine bis zu den Orten, wo die Züge mit den Vertriebenen aus dem Heimatort gelandet sind. Es war meisten eine reine Glückssache und oftmals nur Zufall, wo diese ankamen. Wünsche durften nicht geäußert werden.

    Als mein Schwiegervater 1949 im Lager Nr. 69 ankam, wusste er, dass sein gesamter schlesischer Ort nach Krs. Artern befohlen wurde. Er hatte sich dorthin zu begeben und bei den Behörden zu melden. Meines Erachtens funktionierte das System der Familienzusammenführung ziemlich reibungslos. An allen Orten wurden jeweils die Registrierung- und Meldelisten erfasst und an DRK weiter gemeldet.

    Hallo Andrè,


    die beiden kleineren Zettel haben identische Informationen, wie in der Hauptakte, keinerlei Abweichungen oder Zusatzinfos. Nur die Tatsache, dass er am Sterbetag beigesetzt wurde. Es gibt auch keine Hinweise auf die Waffen-SS Zugehörigkeit.

    Hallo André,


    anbei die Übersetzung der Kgf-Akte, der Rest dann demnächst...

    "Streng geheim


    MI der UdSSR Hauptverwaltung für Kriegsgefangene und Internierte


    Arch.-Nr. 379496

    Akte

    Für den Kriegsgefangenen Höfgen Heinz Kurt


    Akte geschlossen: am 04.04.1946 wegen Tod


    Bl.2

    Sowjetische Zone

    Hauptverwaltung der NKWD der UdSSR für Kriegsgefangene und Internierte


    Akte Nr. 9172 Lager Nr. 178 Lagerankunft: 16.09.1945


    Befragungsliste:


    1. Familienname: Höfgen

    2. Vorname: Heinz

    3. Vatersname: Kurt
    4. Geburtsjahr: 1920

    5. Geburtsort: Frankfurt (Main) Günterrode 7

    6. Letzter Wohnort vor Einberufung: ebenda

    7. Nationalität: deutsch

    8. Muttersprache: deutsch

    9. weitere Sprachen: keine

    10. Staatsangehörigkeit: deutsch

    11. Parteizugehörigkeit: keine

    12. Glauben: evangelisch
    13. Allgemeine, 4 Kl. Volksschule,

    Fach – 6 Jahre Berufsausbildung

    und Militärausbildung: keine

    14. Ausgeübter Beruf vor der Armeezeit: Bankbeamter

    15. Gesamte Jahre im Beruf: 3 Jahre

    16. In welcher Armee gedient: in der deutschen

    17. einberufen oder freiwillig eingetreten: einberufen
    18. Wann einberufen: 1939
    19. Waffengattung: Minenwerfer

    20. Letzte Diensteinheit vor der Gefangenanhme: 2 Korps., 503 Btl., 1. Kompanie

    21. Matrikelnummer: 2127

    22. Dienstgrad: Obergefreiter

    23. Ausgeübte Tätigkeit in der Einheit: Funker


    Bl. 3

    24. Auszeichnungen: Artilleristen-Medaille, Verwundetenabzeichen

    25. wurde in die Gefangenschaft genommen oder hat sich ergeben: hat sich den amerikanische Truppen ergeben

    26. wann wurde gefangen genommen: 27.04.1945

    27. wo wurde gefangen genommen: Heilbronn, Kr. Nürnberg, Bayern

    28. Familienstand: verheiratet

    29. Angaben zum Ehepartner: Jutta Höfgen, Tochter v. Karl; 23 Jahre alt; Tochter Ber…a 7 Monate

    Frankfurt/M Hartmann-Ibach-Str. 19

    30. Angaben zu den Eltern: Höfgen Kurt Ernst , 53 Jahre, Inspektor, Höfgen Martha Otto, Hausfrau

    Frankfurt/M Hartmann-Ibach-Str. 19

    31. Angaben zu den Geschwiestern: keine

    32. Soziale Herkunft von Vater: Arbeiter

    33. Soziale Lage des Vaters: Beamter

    34. Vermögensverhältnisse des Vaters: Mittellos



    Bl. 4


    35. Sozialer Stand und Vermögensverhältnisse des Gefangenen: Angestellter, Mittellos

    36. Hatte sich schon einmal in der UdSSR aufgehalten: nein

    37. Hat Verwandtschaft in der UdSSR: nein

    38. Wurde schon einmal verurteilt?: nein

    39. Hat sich schon einmal im Ausland aufgehalten? – nein

    40. Detaillierte Aufzählung der Tätigkeiten vor der Einberufung:

    Bankangestellter in der Kreisfiliale einer Bank



    Bl. 5.


    41. Unterschrift und Datum: Höfgen Heinz, Unterschrift Dolmetscher 19.09.1945


    Personenbeschreibung:

    Größe – 165

    Körperbeschaffenheit – normal

    Haarfarbe - braun

    Augenfarbe – blau

    Nase – Stupsnase

    Gesicht – oval


    Sondermerkmale – keine


    Befragung führte Ober Sergeant …durch


    Meldungen über Bewegung des Kgf.:

    Ankunft – 16.09.1945 aus dem Lager 69

    Ausgeschieden – 10.03.46 gestorben an Enterocolitis"

    Er war, laut Aussagen, in Amerikanischer Gefangenschaft, wurde irgendwann dort entlassen. Da seine Frau in Dresden, am 06.02.1945 seine Tochter geboren hat, machte er sich nach der Entlassung auf dem Weg nach Dresden. Und dort wurde er dann in Radeberg oder Radebeul bei Dresden von den Russen verhaftet.

    Hallo Andrè,


    solche Geschichten hatte ich schon einige gehört, auch in meinem Einzugsgebiet. In meinen Fällen wurde berichtet, dass die Amis die Männer nach der Entlassung vor der Rückkehr in die SBZ gewarnt hätten. Diese wurden jedoch mit dem Argument, sie hätten saubere "Alliierten Papiere" ignoriert. In allen mir bekannten Fällen mussten die Männer bei den Behörden melden, wurden danach von den sowj. Kommandanturen zwecks Überprüfung in die Speziallager überstellt, wo sie dann ca. ein halbes Jahr später verstarben.


    Als erstes habe ich Heilbronn gestrichen, weil es nicht in der Nähe von Nürnberg/Bayern ist, sondern ich nehme mal Heilsbronn

    ja, in Russisch steht Heilsbronn geschrieben.

    Weiter wundert mich, das er in Heilbronn in russische Gefangenschaft geriet

    Hallo André,


    deine Verwunderung ist gerechtfertigt, denn in der Akte steht, dass er sich am 27.04.45 den amerikanischen Truppen ergeben hatte.


    Ich habe jetzt alle von dir geposteten Dokumente einige Male hoch und runter gelesen, ich kann mir kein Reim drauf machen:


    - es wird nirgends die SS-Angehörigkeit erwähnt, auch wurde Dienstgrad mit Obergefreiter angegeben;

    - es taucht nirgend Langenbrück als Geburtsort;

    - es ist nicht nachvollziehbar, wie er in die russische KGF gekommen sein soll.


    Erst dachte ich, es liegt eine Verwechslung vor, aber die Angaben zu den Angehörigen stimmen mit denen aus anderen Quellen überein.


    Im Moment bin ich etwas ratlos...

    Hallo Karl,


    für mich stellt sich die Frage, ein Gebäudekomplex zu errichten könnte man nicht, ohne verwaltungstechnisch eine Spur hinterlassen zu haben. In den Archiven vor Ort gibt es keine Akten. Es gibt auch keine ähnliche Bauten in den benachbarten Orten.


    Die Stadt Mariupol diente 1942-43 zur Versorgung der Truppen in Stalingrad und auf dem Nord-Kaukasus aus der Luft. Ebenso befand sich ein Zentrum für die med. Betreuung der Verwundeten. Es gab zwar zwei kleinere Feldflugplätze, aber meine Theorie wäre, dass die Lw vor hatte, einen neuen Flugplatz mit Beton-Landebahn zu errichten. Dieser Wohnviertel wäre groß genug, um alle Dienste und ggf. auch einen Lazarett aufzunehmen.


    Nun ist die Frage, ob für so etwas die Planungsunterlagen zu finden wären.

    Hallo,


    auch wenn Peiper2 sich schon über 1 Jahr hat nicht mehr blicken lassen, poste ich mein Anliegen hierher, vlt. schaut er, oder jemand der sachkundig ist nach.


    In einem russischen Forum wird die Frage der Errichtung eines Häuserkomplexes diskutiert. Logischerweise wird den Deutschen keine Aufbau-, sondern vielmehr zerstörende Tätigkeit zugeschrieben. Ich habe eine Aussage, dass dieser komplex durch die Deutschen iniziiert und angeschoben wurde und zwar als Hospital der WH. Das Problem liegt darin, dass es überhaupt keine Unterlagen für diesen Komplex gibt, weder russische, noch deutsche. Vlt. hat man nicht gut genug gesucht? Auf einer Luftbildaufnahme der Lw aus dem Jahr 1944 ist fortgeschrittener Stand der Aufbau sichtbar. Die Kollegen vor Ort sind jedoch der Überzeugung, dass die Übergabe der Viertel bereits 1937 erfolgte. Es gibt aber weder Presseberichte, noch Bauunterlagen! Auch der Sinn des ganzen verstehe ich nicht, denn dieses wurde mitten auf dem Acker ohne jegliche Infrastruktur errichtet. Einen Ausschnitt des Objekts füge ich bei:

    es könnte eine IZH 49 sein

    Hallo Reinhard,


    danke für deinen Tipp! Ich habe gar keine Ahnung von Motorrädern, musste googeln und stellte fest, dass IZH-49 quasi un "uneheliches Kind" der DKW NZ 350. ist. Soll heissen, wurde nach den erbeuteten Dokumenten gefertigt. Jetzt ist natürlich die Frage, ob es ein WH-Original, oder ein Original-Nachbau ist. Das Bild vom Original aus dem Netz hänge ich zum Vergleich dran.


    Zumindest kann ich jetzt die Aufnahme auf 1946 bis 1947 eingrenzen. Das war die Zeit, als mein Vater von der Armee nach Hause kam und dann Jahr später zum Studium wegging. Das Bild wurde mit dem Haus meines Vaters im Hintergrund wurde zur Erinnerung gemacht. Damit müsste es klar sein, dass es sich um ein Original DKW NZ 350 handelt.

    Hallo zusammen,


    kann mir jemand helfen die beiden Motorräder zu identifizieren? Ich versuche damit auch den Zeitpunkt der Aufnahme zu bestimmen. Standort der Aufnahme - ein Dorf in Baschkirien am Ural. Bisher glaubte ich, die Aufnahme ist aus den 30-er Jahren. Gab es damals schon solche Maschinen?

    Das konnte ich mir bei dem Riesenland und bei der Armut der Zivilisten nicht recht vorstellen.

    Moin,


    das Land ist tatsächlich riesig! Das wurde mir 1981 deutlich, als ich von Moskau nach Irkutsk 7 Stunden flog, und drunter waren nur Wälder und die unendlichen Weiten...

    Und zu einem ist Armut relativ, zum anderen hat mit der Versorgung des Landes mit der Elektrizität nichts zu tun. Wenn ich die Erzählungen der in Deutschland und der in der Sowjetunion in den 20-er und 30-er Jahren Aufgewachsenen miteinander vergleiche, nimmt sich der Standart des Wohlstandes nicht viel. Es gab hier und da solche und solche.

    Ein Riesenofen, eine Petroleumfunzel, Samovar und draussen der Ziehbrunnen ist mir geläufig.

    Du hast noch Bastschuhe und Matrjoschkas vergessen!

    Nein, im Ernst, "jeder wird nach seinen Facon glücklich". Wenn es deine Vorstellungen und "geläufige" Kenntnisse des Landes sind, dann bist du keine Ausnahme, und gehörst der Mehrheit der Deutschen an. Und ein Versuch irgend etwas daran zu ändern bringt nichts, ausser Ärger. Wer braucht das?

    Hallo ZAG,


    ich durfte in Sommer 1977 den Staub schlucken, aber die Holzmasten auf dem Bild sind um einiges älter.


    Natürlich gab es zu jeder Birne einen Schalter. Vermutlich 90% davon waren kleine schwarze Drehschalter, es gab auch Zugschalter direkt an der Fassung. Es gab aber auch Fassungen, die eine Steckdose inne hatten. Ich gucke mal die Bilder meiner Ausflüge durch, vlt. finde ich noch etwas brauchbares.

    Hallo ZAG,


    natürlich kann ich nur darüber berichten, was ich selbst erlebt und gesehen habe. Das soll nicht heissen, dass es überall so war.

    Die Leitungen waren überall oberirdisch verlegt. Auch die Hausanschlüsse erfolgte mit Luftleitungen. Ich hab noch die Krallen, mit denen Monteure auf Masten kletterten, gut in Erinnerung.


    Generatoren gab es in völlig abgelegenen Gebieten. Ich hab jetzt in meinen Bildern nachgeschaut, auf einem Bild in einem Waldstück hatte ich von meinem Zug eine Aufnahme auf dem Marsch gemacht. Da sieht man im Hintergrund das typische Bild mit den Holzmasten.

    die Farm wirkt sehr deutsch. Es ist ein Misthaufen zu erkennen, dahinter eine Güllepumpe, denke nicht, daß es in Namibia Viehhaltung in massiven Ställen gab.

    Moin,


    da stimme ich dem Thilo zu und ergänzend noch eine Bemerkung:


    mir sind die relativ steile Dächer auf dem Bild aufgefallen, die nur für schneereiche Gegend typisch sind

    Ich hoff ich habe durch die Links auf Bilder keine Urheber-Rechte verletzt.

    Hallo Mansfeld,


    von den Moderatoren des Forums kannst du natürlich keine verbindliche Rechtsberatung verlangen/erwarten. Sie können, oder müssen nur bei eindeutigen und offensichtlichen Verstössen gegen das Urheberrecht tätig werden. Insofern hat Huba Recht, für die Inhalte deiner Posts bist du allein verantwortlich.


    Du hast die Hinweise in Form von Links verwendet, nicht aber die Bilder als dein Eigentum, in welcher Form auch immer dargestellt. Für meine Auffassung als Archivar, hast du keine Gesetze gebrochen. Selbst das Bundesarchiv toleriert die Verwendung dessen Bilder, sofern das Archiv als Quelle ersichtlich ist.


    Es gibt in Deutschland Foren, die Bilder aus aller Welt zusammen tragen und diese ohne Nennung der Quelle oder des Fotografen verwenden. Im Klartext, sie klauen meine Fotos aus dem russischen Netz, posten diese in ihren Foren und den Hinweis, sie würden Urheberrecht verletzen quittieren sie mit der Sperrung meines Accounts! Die Bilder ziehen sie aber weiter ein...


    Kurzum, ich sehe bei deinem Tun keinen Verstoß gegen geltenden Recht, was natürlich nur meine zu nichts verpflichtende Meinung ist.

    Die typischen Ziehbrunnen in den Dörfern sind Euch bestimmt bekannt.

    Hallo ZAG,


    mein Vater pflegte ein mal pro Woche mit dem Kofferraum voll mit Behälter aus einem ca. 30 km entfernt liegenden Ziehbrunnen Wasser zu holen. Die Wasserleitung hatten wir immer, dennoch... Vermutlich wurden irgendwelche Kräfte dem Wasser zugesprochen. Hat aber wenig mit dem el. Strom zu tun.


    Gestern war ein Fernsehbericht über Sibirien

    Hatte ich mir auch angeguckt und schweigend den Kommentaren meiner Gattin über die Naivität und Ahnungslosigkeit der Reporterin zugestimmt. Ihr Kommentar, "die Insassen der sibirischen Gefängnisse hatten die Perestroika genutzt, um zu fliehen", war schon am Rand der Satire.


    Mir geht es jedoch um die zehntausenene von verstreuten Dörfern in dem riesigen eroberten Gebiet der Sowjet-Union.

    Ob es Zufall war, vermag ich nicht zu urteilen, aber in den zahlreichen und weit abgelegenen Dörfern Russlands gab es Strom. In einem Dorf waren wir fast zwei Wochen wegen unpassierbarkeit der Strassen vom Aussenwelt abgeschnitten. Im Dorf gab es 4 Bewohner, aber die Strassenbeleuchtung gab uns immer Hoffnung, es ist noch nicht das Ende!


    Und nicht umsonst war die Sprengung der Lichtmasten die Lieblingsbeschäftigung der Partisanen.