Posts by Flo

    PS:

    Mir sind nur zwei weitere Freisprüche polnischer Gerichte im Zusammenhang mit dem KZ Auschwitz bekannt:

    - SS-Uschaf Robert Linnert (23.5.1946, Bestätigung 29.05.1947)

    - Aufseherin Hedwig Kalus (14.08.1948)

    hier liegen die Prozeßunterlagen allerdings nicht vor oder sind nicht in gleicher Weise aussagekräftig.

    Hallo,


    möchte hier vielleicht noch an Richard Böck erinnern, der erst gar nicht angeklagt wurde.


    http://www.tenhumbergreinhard.…-4-bla/boeck-richard.html


    Hörenswert die Aussage im Frankfurter Auschwitzprozeß:


    https://www.youtube.com/watch?v=3pk8pkCb4XU


    LG

    Flo

    Hallo Sven,


    da dies meine Heimat ist, folgende Ergänzung:


    Einheitsführer:

    Philipp Hatz; stellvertretender Bürgermeister


    Einheitsbezeichnung:

    1/262 II. Aufgebot; Bataillon Eppingen


    Kompanieführer:

    Oberforstmeister Gerspach; Forstdirektion Karlsruhe


    stellvertretender Kompanieführer:

    zeitweise; Karl Wieser; Ratsschreiber


    Zugführer:

    zeitweise: Karl Wieser; Ratsschreiber


    Bewaffnung:

    30 italienische Infanteriegewehre

    4 Kleinkalibergewehre der SA

    3 Fliegerabwehr-MG

    mehrere 1.000 Schuss Munition


    Quelle: Rund um den Ottilienberg Band 2

    Artikel: Besatzung der Stadt Eppingen im April 1945 durch franz. Truppen - Erinnerungen an eine schwere Zeit


    Auszüge:


    "Hatz fragte mich auch, ob ich Vorschläge zur Besetzung des Bürgermeisterpostens zu machen hätte, da er als Bataillonsführer des Volkssturmes nicht in Eppingen bleiben könne. [...] Auf mein Drängen händigte mir Hatz als Bataillonsführer des Deutschen Volksturmes 1/262 II. Aufgebot, Bataillon Eppingen, einen Befehl, datiert vom 29. März 1945, aus mit folgendem Wortlaut:


    BEFEHL:


    Der Volkssturmmann Karl Wieser, Ratsschreiber, wird aus dienstlichen Gründen mit sofortiger Wirkung aus dem Deutschen Volkssturm entlassen.


    (Stadtsiegel) Hatz, Batl. Führer"



    [...]


    "Bei der Bildung des Deutschen Volkssturmes wurde auch mir ein Amt aufgehängt, obwohl ich durch einen schweren Sportunfall, den ich im Jahre 1938 erlitten hatte, gehbehindert war. Ich wurde zum Zugführer des 2. Aufgebots und später zum stellvertretenden Kompanieführer des 2. Aufgebots bestellt. Mein Kompanieführer war Oberforstmeister Gerspach von der Forstdirektion Karlsruhe, die nach Eppingen verlagert war. Alle versuche, das Amt wieder loszuwerden, schlugen fehl."


    [...]



    "Die von der Kreisleitung der NSDAP für den Volkssturm gelieferten Waffen brachte ich ebenfalls in den feuersicheren Raum des Grundbuchamtes. Ich verwahrte dort: 30 italienische Infanteriegewehre, 4 Kleinkalibergewehre der SA, 3 Fliegerabwehr-MG und einige 1.000 Schuss Munition. Zum feuersicheren Raum besaß nur ich den Schlüssel.


    Am Vormittag des 3. April 1945 erschien vor dem Rathaus ein politischer Leiter, der sich später in meinem Geschäftszimmer als Beauftragter des Reichsleiters der NSDAP Bormann auswies. In Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters Fritz Gebhard, des Bankdirektors Philipp Vielhauer und des Buchdruckermeisters Robert Höge verlangte er Angaben über die Stärke und die Bewaffnung des Volkssturmes. Bankdirektor Vielhauer gab ihm Auskunft über die Stärke des Volkssturms und sagte, dass keine Waffen und Armbinden vorhanden seien. Der fremde NSDAP-Mann befahl dann: "Armbinden mit der Aufschrift 'Deutscher Volkssturm' sind sofort zu drucken." Buchdruckermeister Höger sagte dies zu. Der NSDAP-Mann fuhr fort: "Die Schande von Heidelberg, wo die Amerikaner mit Booten des Ruderclubs über den Neckar gesetzt waren, darf sich nicht wiederholen. Eppingen ist so zentral und günstig gelegen, dass es unbedingt verteidigt werden müsse."


    [...]


    Um zu verhindern, dass sich durch die Herausgabe der Waffen in letzter Stunde ein sinnloser Widerstand organisiert würde, brachte ich mit anderen Volkssturmmännern die Waffen und Munition unter ein Gelaß unter der Rathaustreppe und lieferte diese nach dem Einmarsch französischer Truppen sofort ab. Ich war mir darüber im klaren, dass die oben geschilderte Handlung mir noch vor Kriegsende das Leben kosten konnte. Um jedoch namenloses Elend von meiner Vaterstadt abzuwenden, konnte ich vor meinem Gewissen nicht anders handeln."


    LG

    Flo

    Hallo,


    laut Bildunterschrift im "www" handelt es sich um "Wehrmachtssoldaten mit Ihren französischen Freundinnen".


    Denke mal nicht, dass sich dies verifizieren lassen kann - aber das Gegenteil ebenso wenig.


    LG

    Hallo zusammen,


    eine Frage, die bei mir aufgekommen ist:


    Für die "Blumenkriege" (Anschluss Österreichs, Böhmen & Mähren, Memelland) gab es Erinnerungsmedallien, die ja auch offenbar später gerne getragen wurden.


    Für die "Blitzkriege", die ja doch mit erheblichen Verlusten geführt wurden (Polen, Frankreich, Balkan, Griechenland) gab es - trotz Ordensflut im Dritten Reich - nichts.


    Vielleicht einmal abgesehen vom Ärmelband Kreta.


    Wie lässt sich das erklären?


    LG

    Flo

    Hallo,


    also diesbezüglich verstehe ich die Kritik an Schörner nicht.


    Wohl jeder Heeresgruppenführer hat peinlich darauf geachtet, dass ihm keine Verbände entzogen und anderen Heeresgruppen zugeführt wurden (

    die Befehle hierzu durften ja direkt von OKW gekommen sein?), selbst wenn klar war, dass an anderen Frontabschnitten die Lage schlimmer war.


    Wenn es irgendwo einen tiefen Einbruch gab, wurde ja der Sündenbock i.d.R. zunächst in Form des kommandierenden Generals gesucht - auch wenn offenkundig war, dass die personelle / materielle Lage nicht vorhanden war, um einen Großangriff aufzufangen.


    LG

    Flo

    Hallo zusammen,


    in der Wochenschau (699 / 6 / 1944) ist ein kurzer Beitrag zum NSKK in den Niederlanden.


    Der Ausschnitt beginnt bei 3:55


    https://www.youtube.com/watch?v=-mg2Ny2yL-Y&t=181s


    05. Junge holländische Rekruten einer NSKK-Staffel, Holland, 1944

    Schild: "NSKK-Staffel des W. BFH. NDL." Holländer rücken in die Kaserne der NSKK-Staffel des Wehrmachtsbefehlshabers Niederlande ein. Appell und Meldung auf dem Kasernenhof. Ärztliche Untersuchung. Uniformausgabe. Appell. Marsch der NSKK-Staffel zum Bahnhof in Utrecht. Verabschiedung von Familienmitgliedern und Ausfahrt des Zuges an die Ostfront.


    Ist dies ggf. die besagte Schule?


    LG

    Flo

    Hallo Atlantis,


    vielen Dank für den Hinweis. Hatte auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, mir dieses Buch zu kaufen.


    Was ich im Zusammenhang "Schlacht um Berlin" bis heute nicht verstehe:


    Unabhängig davon, dass der Krieg schon längst verloren war - wieso die weitgehende Entblößung von Berlin im Gegensatz zu anderen Frontabschnitten.


    Man erinnere an den "legendären" Streit mit Guderian im März. Wenn ich schon mit einem "Kampf um die Wagenburg" aus dem Leben scheiden will, dann versuche ich doch die kampfkräftigsten Truppen rechtzeitig um mich zu scharen... (auch wenn diese auch nur noch ein Schatten Ihrer Vergangenheit waren).


    LG

    Hallo Sven,


    ich will auch keine Verbrechen relativieren - mir erscheint die Zahl ebenfalls relativ hoch.


    Der Autor des Buches scheint zumindest recht angesehen zu sein.


    EDIT: laut dem selben Buch war die Vereidigung am 12. November 1944. Die "berühmte" Ansprache mit dem Verweis auf Sparta am 18. März 1945.


    Am 28. April 1945 der Befehl zu Wiedereroberung des Reichssportfeldes mit dem Resultat von 2.000 Toten.




    LG