Posts by radio4wk

    Hallo Joseph,


    da hast Du ja ein paar interessante Raritäten aufgestöbert, das Material kannte ich größtenteils noch nicht. Die Filme spiegeln sehr eindrucksvoll die Situation nach bzw. während der Einnahme von Vilnius durch die RA wieder, und die Bevölkerung jubelt zwar im Film öffentlich, war aber auch sicher zwischen den Fronten und selbst in großer materieller Not.


    Deinen Beitrag mit den Links habe ich erst heute "gefunden", da die eingestellte Mailbenachrichtigung bei mir nach wie vor nur sporadisch, sprich unzuverlässig funktioniert... keine Ahnung was die Ursache sein könnte...


    Besten Dank für die Links,
    Grüße zum Wochenende,
    Wulf



    Schriftgrößen "repariert"; kkn

    Gedenkstätte "Blaue Datsche"


    Hallo
    Gerhard (Themenstarter), Justus, Horst und die anderen,
    anscheinend gibt es seit Nov. 2013 keine Neuigkeiten in Sachen "Blaue Datsche". Sollte hier weiterhin (finanz.) Hilfe erforderlich sein, um die Gedenkstätte zu erhalten, würde ich mich gern anschließen. Horst erwähnte am 23.10.2013 ein Buchprojekt zum Wachhalten der Erinnerung an die Geschehnisse (ein Traum von Ludmilla) , wofür ca. 3.000,- Euro erforderlich wären.


    Wie ist inzwischen der Stand? Gibt es Neuigkeiten? Gibt es überhaupt weitere "Sponsoren", d.h. interessierte Unterstützer?
    Gebt doch mal ein Signal, ob die Frage noch aktuell ist -- damit sich vielleicht weitere Unterstützer hier melden !!
    Und an Joseph auch die Frage, ob sein Brief an die "Aktion Sühnezeichen" inzwischen eine Antwort bekommen hat.


    Beste Grüße,
    Wulf

    Hallo Jürgen,


    besten Dank für Deine so geduldige und sachliche Antwort! Und nun muss ich alle Asche der Umgebung auf mein Haupt streuen, ich war in der Tat - wie schon im eigenen Post befürchtet - von "Blindheit" geschlagen. Ich hab' die Lupe nicht für voll genommen, die oben rechts ganz dick auf Bedienung wartet, sorry. Jürgens Antwort bringt aber so nebenbei auch noch ein wichtiges Feature der Such-Lupe, nämlich dass man über alle Beiträge oder nur in Unterforen suchen kann - je nachdem wo man sich aktuell befindet. Gut zu wissen.


    Und, hallo cabron,
    Du hast schon richtig vermutet Deinen (unscheinbaren) Link hatte ich als solchen nicht gleich erkannt, wohl aber den spaßig spöttischen Kick aufs Lesen im allgemeinen.... Sonst hätte ich auch die Frage seinerzeit nicht in aller Ausführlichkeit notiert und mit Beispielen belegt. Erst der kompetente + hilfreiche Hinweis von Uli H. war für mich dann die Lösung.
    Cabron, Du hast alles richtig gemacht und doch haben wir uns (damals) nicht 100% verstanden. Auf dieser simplen Basis des Missverständnisses sollen schon Kriege entstanden sein.... Mir fällt dazu ein Spruch von Georg Christoph Lichtenberg ein, er schreibt sinngemäß: " Man muss sich den Leuten auf ihre Art verständlich machen, nicht auf die eigene...."


    Nun wissen wir wenigstens, dass thread-interne Links anders dargestellt werden, als Links, die den Thread verlassen - nur letztere haben den grünen Pfeil. Auch gut.
    Besten Dank,
    Wulf

    Hallo zusammen,


    die neue Forensoftware ist toll, keine Frage!
    Aber Fragen, auch vielleicht ganz simple, gibt's trotzdem.
    Immerhin habe ich auf dem TAB "Mitglieder" den Button "Mitgliedersuche" gefunden.


    Was ich nicht gefunden habe, was früher deutlich sichtbar war, ist eine Möglichkeit, nach Themen oder Schlagworten im gesamten Forum zu suchen . Wo hat sich das versteckt? Das gibt es doch, oder?
    Ja, wenn ich auf einer Seite bin, kann ich das übliche STRG+F zum Suchen verwenden.... Aber, was mache ich, wenn ich die Seite noch nicht habe??


    Jetzt könnte wieder der schlaue Hinweis kommen, ich solle doch mal eben alle denkbaren Postings dazu lesen, denn wer liest, hat Vorteile im Leben..... Eine praktische, schnelle (kollegiale) Hilfe wäre das für mich leider nicht. :) ca.
    So hoffe ich auf meine "Blindheit", den richtigen Button und einen netten Hinweis,
    danke schon mal,
    Grüße,
    Wulf

    Quellenfund zum Artikel "Der Durchbruch der Besatzung von Wilna"

    Hallo zusammen,
    bisher war immer noch die genaue Quelle des von Joseph aufgespürten Artikels "Der Durchbruch der Besatzung von Wilna" unklar. Um der Vermutung von Wolfgang (Lobito060454) nachzugehen, habe ich mich an die Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin gewandt. Im Lesesaal der Zeitungsabteilung im ehemaligen Getreidespeicher (Westhafenstr.1) können die Bestände (meist auf Mikrofilm/-fiche) nach bestimmten Regularien eingesehen werden.


    Mit freundlicher Unterstützung der Zeitungsabteilung konnten einigen Frage geklärt werden, die hier von Interesse sind.
    1. Neben dem "Völkischen Beobachter" kommen im Jahr 1944 potentiell auch die folgenden Zeitungen für solche Kriegsberichte in Frage:

    - Wilnaer Zeitung, ZDB-ID: 11789335, Signatur: Ztg 2569 MR (Mikrorollfilm), in Stabi nur bis April 1944 vorhanden.
    - Preußische Zeitung, Königsberg, ZDB-ID: 1000562-6, Ztg 1982 MR (Mikrorollfilm), in Stabi nur bis März 1944 vorhanden.
    - Berliner Illustrierte Nachtausgabe | bis 1945 Ztg 784 e MR
    - Berliner Lokal-Anzeiger | bis 62.1944,Sept Ztg 1957 MR
    - Berliner Morgenpost |bis 47.1945,98(25.Apr.); Ztg 789 b MR
    - Berliner Volks-Zeitung | bis 92.1944,30.Sept.; Ztg 724 MR
    - Das 12-Uhr-Blatt | bis 27.1945 Ztg 788 a MR
    - Der Angriff |bis 1945 Ztg 1577 MR
    - Deutsche Allgemeine Zeitung | bis 84.1945,96(22.Apr.)


    2. Die Chiffren mit "VB., Berlin SW 68" im Anzeigenteil auf der Artikel-Rückseite waren ein deutlicher Hinweis auf den "Völkischen Beobachter". Der VB diente der NS-Führung als Propagandainstrument, die Glorifizierung der NS-Herrschaft und später es Krieges waren Programm. Die Zeitung erschien in fünf verschiedenen Ausgaben: Berliner, Norddeutsche, Münchener, Süddeutsche und Wiener Ausgabe. Zum alten Berliner Postbezirk "SW 68" (Südwest: Linden- Ecke Ritterstraße) gehörte auch das alte Zeitungsviertel rund um die Kochstraße.


    3. Der Artikel "Der Durchbruch der Besatzung von Wilna" erschien in der Norddeutschen Ausgabe des Völkischen Beobachters am Mittwoch, dem 26. Juli 1944 auf Seite 6, vgl. Bild 1. Die Rückseite (Seite 5) des Artikels unterscheidet sich aber von dem Zeitungsausschnitt, den Joseph erhielt. Lediglich die Todesanzeige des Heinz Brandt, der in der Folge des Attentats auf Hitler ums Leben kam, ist identisch, vgl. Bild 2. Daraus ergibt sich, dass der (Bild-)Artikel in mindestens zwei verschiedenen VB-Ausgaben erschienen ist.


    4. Text des Artikels:
    "Unsere Soldaten waten durch die Wilija. Es ist das zweite Mal, daß sie unter dem wütenden Feuer der Sowjets den Fluß durchqueren und mit ihren Handfeuerwaffen den Übergang erzwingen, Verwundete in ihrer Mitte."
    Dieser Text und die Fotos erschienen in der Norddeutschen Ausgabe zynischerweise nicht im Nachrichtenteil, sondern im Unterhaltungsteil der Ausgabe.


    5. Im VB wurden in der Zeit bis Ende Juli kaum Berichte über die Ostfront gefunden. Dennoch würde sich eine weitere Sichtung in Frage kommender Druckerzeugnisse vielleicht lohnen.


    Beste Grüße,
    Wulf

    Super Trick: lexikon ==> forum - so funktionieren die alten Links[/size]


    Hallo Uli,
    das ist doch mal eine echt gute Nachricht - Du hast mich verstanden. Besten Dank!


    Quote

    Das generelle Problem liegt aber woanders. Habe da einen Verdacht, werde das mal mit dem
    Support unseres Hoster besprechen.


    Wenn Deine Vermutung zu einer Lösung führt, hat sich meine über-ausführliche Darstellung ja wenigstens gelohnt.
    Du wilst weitere Beispiele, ok. s. HIER oder HIER - aber das ist immer dasselbe Schema...
    und mit Deinem Trick da funktioniert's. :thumbup:

    Grüße, Wulf

    Die alten (LdW-) Links funktionieren bei mir nicht...


    Hallo Thomas und die andere Forum-SW-Spezialisten,


    leider bin ich immer noch etwas ratlos und gefrustet, wenn ich bei "alten Links", die früher funktionierten mit "Error 404", s. SreenShot Anlage 1, abgestraft werde. Ich hatte die Frage schon mehrfach gestellt, keine praktisch verwertbare Antwort erhalten und bin nun seit längerem wohl in der Warteschleife (PN oder wie das jetzt heißt) gelandet. Die Frage müsste von allg. Interesse sein!


    Beispiel 1:
    HIER (letzter Thread auf Seite 7): Im dritten Absatz von oben und im dritten Absatz von unten ist jeweils ein Link enthalten. In beiden Fällen komme ich auf "Error 404". Link1Link2


    Beispiel 2:
    Ich suche über Google z.B. "Onkel Franz Oevermann" + finde Einträge, schwups lande ich bei "Error 404", allerdings nicht immer, vgl. HIER und ggf. den ScreenShot von Anlage 2. Nach meiner Vermutung funktioniert der Link, wenn er auf eine URL im FdW zeigt und er funktioniert nicht, wenn er auf eine URL im (alten) LdW zeigt. So geht der erste Link in Ordnung, aber der zweite (s. Anlage 2) eben nicht, s. HIER.


    Es gibt diverse andere Beispiele für diesen Fehler. Ist das jetzt eine Konsequenz der neuen Forum-Software? Müssen wir damit leben? Oder gibt es einen Trick, um mit den alten Links doch noch etwas anfangen zu können. Noch hoffe ich.... denn das macht ja im großen Google-Umfeld auch keinen guten Eindruck.
    Sorry, wenn ich nicht alle Beiträge zu Lob und Kritik der neuen Software gelesen haben sollte, incl. einer Antwort auf meine Frage. In dem Fall bitte ich um einen hilfreichen (+ funktionierenden Direkt-) Link zur Antwort.


    Vielen Dank schon mal,
    Grüße, Wulf

    Hallo Gintas und alle,


    herzlichen Dank für den Wochenend-Einsatz an der Neris bei noch eisigem Wetter (s. Eisschollen im Fluss). Das Foto von dieser Stelle - dem wahrscheinlichen Ort der zweiten Flussüberquerung beim Ausbruch - ist vielleicht noch interessanter, wenn die Bäume grün sind, wie es im Juli so üblich ist. Es könnte aber auch sein, dass dann der freie Blick auf das andere (südwestliche) Ufer fotografisch nicht mehr so gut ist... ?


    Nicht ausgeschlossen ist, dass mein Vater an diesem Ort um sein Leben kämpfte, es verlor und weggespült wurde, vermisst. Bei dieser Vorstellung kommt man echt ins Grübeln....


    Grüße, Wulf

    Zeitzeugen immer gesucht!

    Hallo zusammen,
    beim Nachlesen älterer Posts hier im "Kesselthema" kam ich auch an Josephs Post vom 11.11.2013 vorbei. Der Hinweis auf den Zeitzeugen Dieter Bonk als Angehörigen der 170. I.D. geht mir nicht aus dem Kopf. Der Hinweis kommt aus dem 2013 erschienenen poln. Buch "Wilno 1944" von Jeszek Kania. Ich wollte nur noch mal die Anfrage zu Dieter Bonk auffrischen. Vielleicht hat jemand "einen Draht".
    Beste Grüße,
    Wulf

    Hallo,


    wenn Josephs "Spekulation" stimmt, dann müsste die "Ia-Tagesmeldung an Obkdo.H.Gr.Mitte" des 13.07.44 frühestens nach dem 18.07.44 (Tag der Ordensverleihung) geschrieben worden sein, 5 Tage später also. Die Beförderung (zum Gen.Ltn.) selbst war erst am 22.07.44. Das wäre für eine Tagesmeldung vom Zeitablauf m.E. schlecht vorstellbar. Vielleicht eine Nebenfrage.


    Bleibt aber die Haupt-Frage, warum vor dem 13.07.44 meist von >> General Stahel << gesprochen (+ geschrieben) wurde - und nicht von Gen.Major?


    Grüße, Wulf

    Rainer Stahel (1892–1955)
    Generalmajor (GenMaj) – Generalleutnant (GenLt)

    Hallo Joseph und die anderen,


    jetzt zu einer (ernsten!) Frage der Dienstgrad-Bezeichnung von R. Stahel, der am 08.07.1944 Stadtkommandant von Wilna wurde.


    Im LdW und anderswo findet man zu R. Stahels militär. Laufbahn u.a. folgendes:
    . Beförderung zum Generalmajor: 21.07.1943
    . Beförderung zum Generalleutnant: 22.07.1944 (nach dem Kesselausbruch)
    In verschiedenen Original-Dokumenten, z.B. KTB Pz.AOK3, und Zeitzeugenberichten wird in der Zeit (bis 13.07.44) desöfteren von "General Stahel" gesprochen, so z.B. in Anlage 1 (die hatte Joseph früher schon hier im Thread gepostet), Funkspruch vom 11.07.1944 an General Stahel.


    Warum General? Stahels Dienstgrad zur Wilnaer Zeit war doch Generalmajor.
    Ist General hier vielleicht eine Art Dienststellung?
    Wer weiß was Genaues (Vermutungen habe ich natürlich auch…. ) ?


    Um die Sache noch verwirrender zu machen, auch noch die Anlage 2, ein seinerzeit geheimes Dokument vom Pz.AOK3 vom 13.07.1944 ("Ia-Tagesmeldung…") aus den NARA-Rollen. Dort wird von Gen.Lt. Stahel gesprochen – also Generalleutnant, obwohl die Beförderung zum Gen.Lt. erst am 22.07.1944 stattfand (nach der Ordensverleihung am 18.07.1944).


    grübel, Grübel,
    Beste Grüße, Wulf

    Hallo Martin und die anderen,


    vielen Dank für Deinen plausiblen Kommentar mit Bild zum Begriff "Tragrist" - das ist sicher sehr nahe dran. Komisch ist nur, dass man das Wort genauso geschrieben in anderen Abhandlungen (bisher) nicht findet. Vielleicht ist es eine mundartliche Version (oder trivial nur ein Tippfehler??) für das Wort Traggerüst.


    Nochmaliger Suchversuch brachte mich auf einen Artikel zu Uniformen des Österreichischen Bundesheeres, vgl. HIER. Zitat aus dem Artikel:
    "Das Traggerüst M 57 war wie der Leibriemen aus schwarzem Leder gefertigt. Es bestand aus dem Traghakenstück, den beiden Tragriemen mit je einem Hilfstragriemen und der mit Se­gelstoff überzogenen Filzunterlage der Tragriemen. Die Schnallhaken wurden entweder in die Halbringe der Patronentaschen oder in die der Aufschiebeschlaufen eingehängt, der Traghaken am Rücken hingegen in den Leibriemen.
    Die kleinste Packtasche war der Brotsack. .... ...Der Brotsack hatte innen eine Zwischenwand und an den schmalen Außenseiten je eine aufgenähte Patronentasche. Er konnte mittels zweier Karabiner am Traggerüst angehängt werden. ..."


    Vielleicht sagt ja der Österreicher Tragrist für Traggerüst ? Gibt's hier Österreicher? :)


    Grüßli,
    Wulf

    "Der Durchbruch der Besatzung von Wilna"


    Hallo Joseph,


    willkommen zurück beim Thema "Kesselausbruch Wilna 44", das nenne ich eine gute Nachricht! Wir brauchen schließlich immer engagierte Leute, die die Dinge hier mit den guten Möglichkeiten des Forums vorantreiben. Außerdem jährt sich in diesem Jahr am 12./13. Juli zum 70. Mal der Tag des für Tausende schicksalhaften Ausbruchs, viel, viel seltener Durchbruchs.


    Dass Du zu Deinem "Restart" gleich noch ein Geschenk mitbringst, ist auch eine gute Nachricht. Ich hatte ja versucht, über die etwas schwach aufgelösten Fotos bei dem eBay-Zeitungsartikel weiter zu kommen. Da warten wir jetzt gespannt auf Dein posting. Dann wird man besser beurteilen können, ob Text und Bilder real sind oder ob "Uzupis" mit der Vermutung einer gestellten Szene für einen Propagandafilm recht hat.


    Beste Grüße,
    Wulf


    Auf "vernünftige" Schriftgröße gebracht...Huba

    Hallo zusammen,
    willkommen Uzupis,


    vielen Dank für die Beiträge im "Kesselthema" und die interessanten Bilder. Den russischen Brief könnte ich nur mühselig mit dem Google-Übersetzer o.ä. versuchen zu übersetzen. Vielleicht kann uns ein Sprachkönner hier weiterhelfen, das wäre super.


    Nun noch eine andere Bitte. Gestern wurde bei eBay ein alter deutschsprachiger Zeitungsartikel (für 24 Euro) versteigert. Der Artikel hatte eine sehr interessante Überschrift und einige Bilder dabei: Überschrift: Der Durchbruch der Besatzung von Wilna


    Leider ist es mir nicht gelungen, das Teil zu ersteigern, bin mir auch nicht sicher ob der wirklich echt ist. Die Auflösung wurde absichtlich so gewählt, dass man Text und Bilder nur schemenhaft erkennen konnte. Trotzdem hier mal die Bilder, vielleicht hat jemand eine Idee, wie man da rankommen könnte.


    Kann der Bibliotheks-Spezialist eventuell anhand der Artikelüberschrift etwas in speziellen Datenbanken finden? Wichtig wäre schon mal in welcher Zeitung dieser Artikel erschienen ist. Für das Thema hier wäre der Inhalt ja genau das Richtige !!! Wenn es denn kein Fake ist.


    Zum Schluss noch eine wahrscheinlich einfache Frage - Tippfehler oder militärischer Terminus??:
    In einem Zeitzeugenbericht eines Fallschirmjägers kam ein Begriff vor, der mir (und Google) leider nichts sagt. Der Begriff heißt "Tragrist".
    Im Bericht heißt es:
    "Die Maschinenpistole mußte ich fallen lassen, den Stahlhelm vom Kopf reißen, Koppel mit Pistole, Brotbeutel, Tragrist mit den Magazinen, der Rock mit der Brieftasche, alles verschwand, dann endlich konnte ich auftauchen und Luft schnappen. " Wer kennt sich aus?



    Übrigens war ich 2009 zu einem Besuch in der völlig selbständigen (!) Republik Uzupis und habe die an der Wand ausgehängte Verfassung/Constitution fotografieren und lesen können. Leider habe ich seinerzeit keine UZ-Briefmarke gekauft....


    Beste Grüße
    Wulf

    Hallo Justus, liebe Mitleser,


    der Beitrag fügt die Reisebegebenheiten objektiv aneinander und ist doch emotionell wieder sehr berührend. Ich kann da 100% mitfühlen, wie Euch zumute war, was Euch bewegt hat als Ihr einen Platz für das Holzkreuz gesucht habt. Das geht so tief rein, weil es wohl ein "Urwunsch" ist, sich von lieben Menschen in würdiger Form verabschieden zu können. Du hast es für Opa Arno geschafft!


    Ihr habt einen wirklich gut passenden Ort für dieses letzte Zeichen gefunden, jetzt hast Du die Erinnerungsfotos, auch das ist für immer. Arnos Kreuz ist schlicht und sagt doch so vieles – an dieser jungen Zwillingsbirke. Nicht jeder hat die Kraft und die Möglichkeit so weit zu gehen (im doppelten Sinne des Wortes). Deshalb, toll, dass Ihr das für alle hier so eindrucksvoll nachvollziehbar dargestellt habt, so menschlich und ergreifend für jeden, der einen Moment innehält, darüber nachdenkt und mitfühlt. Ganz allgemein und im besonderen für Gefallene und Vermißte gilt wohl: Erst ein würdiger Abschied bringt Ruhe und neue Zukunft!


    Hoffen wir auf möglichst viel Aufklärung, dort wo es noch möglich ist. Internet und einschlägige Foren können dabei sicher eine großartige Hilfe sein, die WIR nutzen sollten. Wären WIR in diese Kriegszeit hineingeboren worden, und wären WIR dabei kaputt gegangen, wie die Soldaten dieser Zeit, würden wir uns sicher auch wünschen, dass unsere Kinder und Enkel alle Möglichkeiten nutzen, um Klarheit zu gewinnen.


    Beste Grüße,
    Wulf

    Hallo Uwe und alle,


    Deine Interpretation der Seite aus dem KTB mit Eintrag zur Art. Gruppe Tietz wird wohl stimmen. Mir fehlt leider das militärische Hintergrundwissen. Wie sah eine Einheit für leichte Feldhaubitzen (le.F.H.) und eine Einheit für schwere F.H. praktisch aus? Allg. und im Wilna-Chaos? Geschützbedienungen plus kleiner "Tross"….?


    Bisher nahm ich an, dass der Abt.führer Hptm. Hermann Tietz nur der II. Abt. mit den Batterien 4, 5 und 6 vorstand. Vielleicht gibt es eine Aussage darüber, ob Tietz in Wilna auch andere Teile des AR 240 (170. ID) befehligte? Du schreibst, dass die IV. Abt. mit den s.F.H. gemeint ist. Hast Du event. noch Hinweise dazu?


    Vielleicht habe ich es übersehen, trotzdem gefragt. Steht irgendwo, dass die drei Batterien der II. Abt./AR 240 ausschließlich mit le. F.H. bewaffnet waren? Nach Tessin *) hätten sie normalerweise 11 Geschütze gehabt, in Wilna offenbar nur 9. Und die schwere Art. Abt. hätte nach Tessin 9 Geschütze haben sollen, in Wilna laut KTB aber nur [noch] 6.


    Wenn man die Angaben nach Tessin "umrechnet" stimmt Deine Schätzung (ca. 350 Leute) für die II. Abt./AR 240 annähernd überein. Dank Dir für den Hinweis!


    Grüße zum WE,
    Wulf


    *) Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7. Die Landstreitkräfte 131 – 200. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1173-0.; S. 165f.

    Truppenstärke und Bewaffnung vor Kesselausbruch


    Dank der FdW-Kontakte konnte ich Material übernehmen, das aus dem Kriegstagebuch (KTB) des Pz.AOK III stammt. Es betrifft die fragliche Zeit bis zum Kesselausbruch. Die Quelle ist, wie das Deckblatt schon zeigte, im Militärarchiv Freiburg (RH21-3/v. 347) zu finden.


    Das KTB enthält eine interessante Übersicht über die Stärke und Bewaffnung der zur Verteidigung von Wilna eingesetzten Kräfte, Stand 07.07.1944, 19 Uhr. Anlage 1 zeigt eine Abschrift der Originalseite (bessere Lesbarkeit) und Anlage 2 die eingescannte Originalseite dazu.


    Da mein Vater zur "Art.Gruppe Tietz" (170. ID, AR 240, II. Abt., 4. Batt.) gehörte, ist jetzt klar wie viele Leute Anfang Juli 1944 zu dieser Einheit real gehörten. Es waren insgesamt 587 Leute, davon haben 115 Männer der II. Abt. den Ausbruch erfolgreich überstanden, knapp 20 %.


    Genau die Frage nach der Einheitenstärke hatte ich schon am 28.06.2011 gestellt, dann kamen wir auf offizielle (theoretische) Aufstellungen und Mutmaßungen, dann auf Angaben nach Tessin bzw. dem LdW. Jetzt haben wir das KTB.


    Viele Grüße,
    Wulf

    Hallo zusammen,


    wie man sieht, ist Themenstarter Joseph O. inzwischen "Gast27". Offenbar hat sich Joseph entschlossen, hier im Forum eine "Verschnaufpause" einzulegen. Das ist ein Verlust, denn Joseph ist ein ausgezeichneter Kenner der Thematik um den sog. Festen Platz Wilna. Dank seiner fleißigen Recherchen und guten Kontakte haben viele Zeitzeugenberichte hier das Forums-Licht erblickt und damit größere Öffentlichkeit erreicht.


    Viele Initiativen liefen parallel dazu, um weitere Erkenntnisse zu sammeln. Viele Betroffene, Mitstreiter oder einfach Interessenten zu "Wilna 1944" haben sich daher um diesen Thread versammelt und verdient gemacht. In der Summe wurde viel Wissen zusammengetragen, was ich bei den ersten Kontakten mit dem Forum und dem Thema überhaupt nicht erwartet hatte. Das genauere Wissen um die Kämpfe vom 01. - 14. Juli 1944 in und um Wilna erleichtert - wie in meinem Fall - das Verständnis eines Vermisstenschicksals sehr. Für die bisherige Arbeit von Joseph bin ich daher sehr dankbar.


    Das Thema bleibt wichtig, da es noch viele ungeklärte Fragen gibt. An erste Stelle sehe ich da die bereits intensiv diskutierten Grablagen in Vilnius, die vom Volksbund noch nicht erschlossen wurden. Hier sollten wir unbedingt unseren Einfluss bzw. Wünsche geltend machen. Wer den Thread verfolgt hat, kennt die möglichen "Baustellen".


    Deshalb möchte ich alle Interessenten und "Mitstreiter" aufmuntern, das Thema weiterhin zu "bevölkern" und mit Erkenntnissen zu beliefern, so sie denn auftreten und von allgemeinem Interesse sind.


    Im Anschluss kommt ein Dokument aus dem KTB des Pz.AOK III vom 7.7.44, Deckblatt s. Anlage.


    Beste Grüße,
    Wulf

    ...ein Schloss für die jungen Paare...
    Wo wir schon dabei sind, diesen Brauch für frisch Vermählte gibt es auch in Vilnius. Das anliegende Bild konnte ich im Aug. 2009 an der "Staatsgrenze" von Užupis aufnehmen. Užupis, die Künstlerkolonie von Vilnius, liegt jenseits des Flusses Vilnia oder Vinele, dem Namensgeber der Stadt.
    Schöne Schlösser-Grüße,
    Wulf

    Hallo Justus,


    eine faszinierende Geschichte, die Du da aufschreibst. Ich bewundere Deine "Forschungsenergie" und den tollen Schreibstil, geradlinig, spannend, ohne einseitige Einblendungen – für viele einfach gut zu lesen. Die Bilder belegen + beleben die Beiträge natürlich sehr. Ganz große Klasse der Geburtstagstext zum 100. von Opa Arno. Er würde sich darüber freuen.


    Dieses aktive Erinnern und Aufklärungsbestreben kann ich sehr gut verstehen, denn ich habe hier vor einiger Zeit auch Themen zum vermissten Vater und Onkel gestartet. Irgendwann entwickelt sich dabei eine Eigendynamik, die unglaublich motivierend für alles Weitere ist. So habe ich im Vater-Thema zum Tag des Kesselausbruchs begonnen, seinen Reiseweg an die Ostfront anhand von Feldpostbriefen nachzuzeichnen. Hinkommen sehr persönliche Notizen aus der Heimat und Nebenthemen, die das Bild der Zeit illustrieren. Beinahe wäre mein Vater auf dem Weg zu seiner Einheit auch im Raum Newel gelandet, aber die Umstände brachten ihn nach Wilna. Vielleicht schaust Du in einer Schreibpause dort mal vorbei.


    Als Leser bleibe ich Dir auf jeden Fall erhalten, denn das hier ist nicht nur guter Schreibstil, sondern auch tiefgründig nachgedacht und eine sympathische "Philosophie" zwischen den Zeilen.
    Besten Dank für die mühvolle Kleinarbeit.


    Viele Grüße, Wulf
    P.S. Einen Gedenkort "Blaue Datsche" würde ich bei Erfolgsaussicht ebenfalls unterstützen.