Posts by radio4wk

    Hallo Johann Heinrich,


    vielen Dank für den heutigen TV-Tipp zum Aufstieg und Fall der Roten Armee. Die Dokumentationen waren für mich sehr spannend, eine gute Zusammenfassung und zeigten sehr viel Filmmaterial, tw. in Farbe, was ich so noch nicht kannte.

    Beste Grüße,

    Wulf

    Hallo zusammen,


    das oben genannte YouTube-Video (Teil 1) und das sich anschließende Video

    "Augenzeugenbericht Fallschirmjäger im Kessel 1944 (Teil 2)": https://www.youtube.com/watch?v=qVtiFwqiE38

    passen sehr gut zum 77. Jahrestag des Kesselausbruchs aus Vilnius. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli 1944 begann unter denkbar ungünstigen Umständen der Rückzug tausender Wehrmachtssoldaten. Dabei musste die seinerzeit reißende Neris unter starkem feindlichen Beschuss zwei Mal überquert werden. Hitlers halbherziger Rückzugsbefehl kam so spät, dass der Ausbruch für Tausende zur tödlichen Falle wurde. Ein unglaubliches Chaos um Leben und Tod muss man sich für mehr als 10.000 Soldaten vorstellen, die übergroße Zahl davon ist in wenigen Stunden gefallen oder vermisst.


    Die Video-Beiträge sind interessant für alle, die bisher wenig oder gar nichts vom Wilna-Kessel 1944 gehört haben. Durchaus spannend gemacht, können sie ersten Zugang zu dem ansonsten sehr komplexen Thema bringen. An einigen Stellen wären genauere zeitliche An-gaben von Vorteil gewesen. Wer sich genauer zu den Wilna-Kämpfen informieren möchte – es sei heute hier nochmal vermerkt – kann die umfangreiche Dokumentation von Joseph aus 2015 verwenden. Dort werden die Ereignisse vom Juni/Juli 1944 in Wilna sehr präzise analysiert und mittels verschiedener Zeitzeugenberichte, Kriegstagebüchern (KTB) und Presseberichten dokumentiert:

    Buchtitel: „Vilnius Vilne Wilno Wilna 1944: Spurensuche“.


    Beste Grüße

    Wulf

    Hallo Karl und Joseph,


    aus dem Post vom Samstag 20:49 entnehme ich eine Frage an den Funker Hans L.

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass Hans L. dann Tastfunker war? Er müsste in dieser Stellung auch über ein Enigma Schlüsselgerät verfügt haben.


    Genau diese Frage hatte ich Hans in einem der letzten Telefonate gestellt. In meinem heutigen Beitrag für Hans habe ich die Antwort beiläufig genannt. Die Auskunft von Hans war, dass bei den Funktrupps der Artillerie seinerzeit ausschließlich Sprechfunk verwendet wurde, kein Tastenfunk. Folglich wird er nichts mit einer Enigma zu tun gehabt haben.


    Beste Grüße

    Wulf

    Hallo Ferdi,

    ich freue mich von dir hier zu hören. Da ich im letzten Jahr sehr viel mit Hans L. telefoniert und geschrieben habe, habe ich mir erlaubt, im Thema zu meinem Vater, der 1944 auf ganz ähnlichen Wegen wie Hans unterwegs war, ein paar Sätze zur Würdigung einzustellen. Auch einige Fotos sollen an Hans erinnern, wir ("IG Vlinius 1944") hatten die Freude, ihn 2014 persönlich kennenzulernen.


    Ihr könnt gerne hier reinschauen:

    Mein Vater - Vermisst in Wilna 1944


    Weitere Bilder auch hier:

    Mein Vater - Vermisst in Wilna 1944


    Beste Grüße

    Wulf

    Hallo zusammen,
    mir fällt gerade nochmal der Blick auf die sinnreiche Signatur von Thomas:

    Zitat:

    "Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!"

    Dazu gibt es eine tolle Geschichte vom Mathematiker George Dantzig (1914–2005).
    Sein Mathe-Professor schrieb seinerzeit zwei unlösbare Aufgaben an die Tafel. Dantzig, der regelmäßig zu spät kam, dachte dass es die Hausaufgabe war, schrieb alles ab. Zu Hause wunderte er sich, dass die vermeintliche "Hausaufgabe" "sauschwer" zu lösen war. Aber er löste sie beide und übergab die Beweise dem Professor. Das Professorengremium fiel aus allen Wolken über diese Leistung und wusste von nun an, dass sie einen genialen Mathematiker unter sich hatten.
    Ähnliches erzählt man von der gebogenen Glasscheibe, der Frontscheibe fürs Auto. Die Experten meinten: Unmöglich, geht nicht!

    Also, was 'lärmt' uns das? Ziel im Auge haben + nicht aufhalten lassen :):) !
    Beste Grüße Wulf


    Die Story vom Mathe-Studenten George Dantzig, der 20 Min. zu spät kam:
    https://www.youtube.com/watch?v=YOXzyMqDDxU

    George Dantzig in Wikipeadia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/George_Dantzig



    PS: Ich sehe übrigens die Signaturen nur noch, wenn ich im FdW NICHT angemeldet bin. Nach dem Login sehe ich auch meine Signatur nicht mehr. Kann man das einstellen?

    Hallo Heidy,


    als kleiner Grünstern habe ich sogar noch ein besseres Foto von Thomas entdeckt. :)
    Außerdem passt die Würdigung von Justus in diesem Beitrag prima hierher. Aus deiner Frage schließe ich, dass du den Beitrag auch noch nicht gesehen hast, ich hatte ihn auch erst heute gefunden. Justus hat wie immer zielgenau, gut + "zustimmungspflichtig" formuliert.


    Thomas Abschied als Admin


    Thomas, du darfst diese unisono Zuneigung so vieler User für deine Arbeit verdienter Maßen jetzt auch für dich einen langen Moment genießen :!::!:
    Beste Grüße Wulf

    Lieber Thomas, ahoi "Käpt'n Huba"!

    (a.D. schreibt man nicht, nicht bei Präsidenten auch wenn sie schon aus dem Amt sind!)


    Mit Verspätung habe ich die Stimmen von deinem Rückzug als jahrelangem Admin mit prägendem Einfluss gelesen. Man spürt die enorme Schockwelle, die durch die Reihen geht. Huba? Das ist doch der Chef-Admin im FdW und graue Eminenz.
    Oh Gott, der wird fehlen.

    Seit fast 10 Jahren bin ich im FdW mehr oder weniger regelmäßig dabei, habe keinen umfassenden Blick auf alle Seiten, aber eins weiß ich genau: Du Thomas warst die anerkannte Autorität im Forum. Du konntest diese große Userzahl zwecks friedlich-kreativer Arbeit im Zaum halten. Deiner klaren bisweilen drastischen Art verdankt das Forum, dass rote Linien eingehalten wurden, eine Übertretung schnell abgeblockt wurde. Wenn so viele Geister zusammen kommen, muss u.U. mit "eiserner Hand" für Ordnung gesorgt werden. Das hast du mit Herz, Bauchgefühl, Logik und Instinkt (deine Worte) "saugut" hingekriegt.


    Ich hoffe, dass sich deine Mitstreiter (Admins, Mods) bei dir vieles abgeguckt haben und die Lücke, die der "Admin-Abschied" hinterlässt, perfekt ausgefüllt werden kann. Gerade in letzter Zeit, wo sich viele als "Quer-Redner" in trumpesker Art aufmunitionieren, ist im Forum die klare Kante in politischer und menschlicher Hinsicht von großer Bedeutung, nur so bleibt die erworbene Akzeptanz langfristig erhalten.


    Aus meinem eher kleinem Blickwinkel möchte ich dir noch folgendes sagen: Wenn DU dich in ein Thema eingeschaltet hast, empfand ich das immer als wichtig, wie eine Aufwertung, dein Wort hatte und hat Gewicht. Manchmal durchsauste mich (bei eigenem Geschreibsel) zunächst blitzartig der Gedanke: Ups, hab' ich was falsch gemacht? Nö, ah gut so.

    Du hast unbedachte Geister auf die Spur gebracht, zu Einsichten verholfen, den notorischen Besserwissern und braunen Sympathisanten "eiskalt" den Marsch geblasen.

    Danke dafür! Mein Respekt für die jahrelange Arbeit mit viel Herzblut! :!: :)


    Eins Thomas nehme ich dir voll ab und kann es aus der Admin-Perspektive sehr gut nachvollziehen, wenn du sagst:

    "Als ich in der Software meinen Status geändert habe, glaubt mir, das war der schwerste Klick meines Lebens."

    Time Goes By! (s. https://www.youtube.com/watch?v=Do2olZ49M54 + Lyrics zum Lied von Dooley Wilson, 1942)


    Die Schockwelle der User ist noch in Ausbreitung. Durch deine Entscheidung, verschieben sich die verfügbaren Zeiten für dich, das ist sicher auch ein Freiheitsgewinn. Nun hast du den Rücken frei und mehr Zeit für thematische Arbeiten, ob nun im FdW oder in Haus und Hof. Ich denke schon, dass du dich deinem jahrelangen "Tatort" nicht völlig entziehen wirst und wir immer wieder was von dir hören bzw. lesen werden. ;)


    In diesem Sinne weiter gute Ideen und reichlich Gesundheit.

    Mit besten Grüßen

    Wulf


    PS: Hatte nicht die Zeit es kürzer zu fassen, sorry zusammen.

    Hallo Joseph und Vilnius Interessenten,


    Josephs Mitteilung zur DELTA-Stiftung von Dr. Scheuerle ist in der Tat ein Lichtblick zu dem an sich traurig-denkwürdigen Datum des Jahrestages, an dem vor 76 Jahren der Ausbruch, die Flucht, aus dem Kessel von Wilna erlaubt wurde (13.07.2020). Wie schon an anderer Stelle bemerkt, hatte ich mit meiner Familie die Gelegenheit, in genau dieser Zeit (05. bis 10.07.2020) einen Besuch in Vilnius zu machen. Es war ein Geschenk meiner großen Kinder, das Land und die Stadt u.a. auf den Spuren des vermissten Großvaters und Vaters zusammen zu besuchen.


    Hinter uns liegt eine Reise mit vielen beeindruckenden Stationen. Anhand von Josephs Dokumentation (Buchtitel: Vilnius, Wilna 1944 – Spurensuche) konnten wir quasi täglich die Geschehnisse des Jahres 1944 mitverfolgen. Das Buch war unser ständiger Begleiter. Wir haben versucht, uns in die Lage der ab 08.07.1944 eingeschlossenen Soldaten hineinzuversetzen, was aber nur sehr unvollständig gelungen ist. Dennoch hat die Reise viele Eindrücke vermittelt, um die Situation dieser Zeit besser zu verstehen. Der reale Anblick der historischen Orte bringt einfach vielmehr als die reine Lehre aus einem Geschichtsbuch oder Vortrag.


    Natürlich haben wir fleißig fotografiert. Als Beitrag zum 76. Jahrestag des Kesselausbruchs und um die (historisch) interessantesten Aufnahmen hier im Forum bereitzustellen, habe ich eine Serie von Beiträgen im Thread Mein Vater – vermisst in Wilna 1944 ** (Start: 08.04.2011) begonnen. Inzwischen wurden 10 Beiträge eingestellt, ein kleinerer Rest wird noch folgen. Wenn ihr Lust habt auf Fotos und zusammenfassend die Hintergründe, dann könnt ihr dem Link ** oben folgen.


    1.NerisÜbergang-amPkt84.2.jpg2.NerisÜbergang.beiValai.jpgDank der von den Recherchen her bekannten, genauen Positionen besuchten wir u.a. die beiden Übergangsstellen an der Neris, die hier im Thema schon eine große Rolle spielten. s. Fotos.



    Beste Grüße

    Wulf

    Hallo Christian, hallo zusammen,


    das ist vermutlich eine interessante Entdeckung und bestimmt gibt es im Forum Interessenten für dieses Foto-Konvolut. Wegen Zeit und Ort der Bilder solltest Du aber vielleicht einen eigenen Thread aufmachen. Hier geht es ja um Wilna 1944. Ein Link zum neuen Thema macht die Sache dann perfekt. Stell doch einfach die ersten 5 Bilder mal ein, dann wird sich die Reaktion des Forums schon zeigen.


    29.12.2017: Ein gutes Datum um allen Lesern und Autoren dieses Threads und des Forums insgesamt einen guten Endspurt in 2017 zu wünschen. Alles Gute für das neue Jahr 2018, beste Gesundheit, viel Humor (!) und Schaffenskraft.
    Vielleicht gibt es hier in 2018 neue Berichte über die aktuellen Explorationen in Litauen.


    Allen Mitstreitern einen guten Rutsch!
    Wulf


    PS: Den Admins und Moderatoren gilt auch am Ende dieses Jahres unser Dank, ja unsere Bewunderung für die gute und notwendige Arbeit im FdW.
    Herzlichen Dank!

    Hallo Joseph und alle,


    die Berichte der Partisanin R. Margolis zeigen die ganze Grausamkeit der Einzelaktionen der Partisanenverbände und der unglaublichen deutschen "Vergeltungsmaßnahmen" in dieser hasserfüllten Verbissenheit. Für mich ist es eine schreckliche Vorstellung, dass bei den Kämpfen um Wilna unsere vermissten und gefallenen Verwandten direkt oder indirekt beteiligt waren. Leider weiß die Enkelgeneration zum großen Teil schon nicht mal mehr, dass es solche Kämpfe um Vilnius überhaupt gegeben hat, dass es diesen Kessel um die Stadt gab, sinnlose Zerstörung, den Ausbruch usw. Alles Geschichte(n) von früher! Muss man denn heute noch so "rückwärtsgewandt" im Detail informiert sein, sagen viele und fragen nicht. Ihnen empfehle ich z.B. die Dokumentation "Wilna 1944" von Joseph.


    Sehr gut, dass immer wieder neue Informationen zum Wilna-Thema bei Joseph eintreffen, gesammelt und kompetent bewertet werden. Kein Wunder, dass es - bei Verlusten von bis zu 10.000 deutschen Soldaten - sehr viele Leute gibt, die an diesem Thema u.a. aus persönlichen Gründen interessiert sind. Wir sollten weiterhin dran bleiben! Und das FdW ist wirklich eine sehr gute Plattform dafür (manchmal auch dank der strengen Führung).


    Beste Grüße
    Wulf

    An alle, die Gintas kannten!

    Welch schwerer Schlag für die Familie und Freunde. Es ist wirklich sehr traurig, wenn sich ein so freundlicher, hilfsbereiter und vielfach aktiver Mensch mit 52 Jahren für immer verabschieden muss. Mit großem Interesse und Bewunderung verfolgte ich die Herausgabe des Buchs "Liepsnojantis Vilnius" von Gintautas Sironas in 2014. Es behandelt – wie auch Josephs Wilna-Buch von 2015 – mit viel Bildmaterial die Kämpfe um Wilna des Jahres 1944. In dem Zusammenhang ergab sich mit Gintas ein sehr anregender und persönlicher Mailaustausch. Und am Ende wurde sogar ein Bericht meiner Vilnius-Reise von 2009 als Schlusswort in das Buch (auf Litauisch) aufgenommen. Eine Ehre, die mir in diesem Moment nochmal ganz bewusst wird. Gintas, wenn Du uns hören könntest: Vielen Dank für alles!
    Justus hat es so treffend geschrieben. Wir wollen sein Andenken in Ehren halten und sein Anliegen zur historischen Aufklärung weiter verfolgen. Die "IG-Vilnius-1944" verliert mit Gintas einen wichtigen Mitstreiter und Freund vor Ort. Er wird uns sehr fehlen. Wir trauern mit der Familie.

    Mit herzlicher Anteilnahme
    Wulf

    Hallo zusammen,


    der Zeitungsartikel vom 14. Juli 1944, den Joseph wiedergefunden hat, ist teilweise wirklich lesenswert. Hier passt der Ausdruck "Lügenpresse" total, denn er spiegelt eine bodenlose Missachtung der Tausenden von Gefallenen, Vermissten und Verwundeten wider, die einfach verschwiegen werden. Allein am Beispiel des ersten Absatzes zu Wilna lässt sich zeigen, dass fast jeder Satz nur minimale Teilwahrheiten enthält, wodurch zweckgerichtet ein großes Lügengebäude aufgebaut wird. Eigentlich ist das für NS-Propaganda überhaupt nichts Neues, wie wir "Aufgeklärten von heute" längst wissen. Aber es schadet nicht, wenn man es an einem Beispiel nochmal hautnah nachvollzieht und innerlich wütend wird.


    "Die Besatzung von Wilna hat sich durchgeschlagen" – dieser Artikel erschien mehrfach, u.a. auch in den "Neuesten Nachrichten für Mittelschwaben", ein NSDAP-Organ, am 15. Juli 1944. Der wüst gelogene Absatz zum Wilna-Geschehen endet wie folgt:
    "Ebenso wie bei Wilna setzten sich auch an den übrigen Schwerpunkten der Abwehrschlacht das Können und die Tapferkeit unserer Truppen in wachsendem Maße durch."
    "In wachsendem Maße" und das auf dem Rückzug einer längst verlorenen Schlacht. Der Artikel ist Ausdruck einer völlig runtergekommenen Presse im Kriegsjahr 1944.


    Grüße, Wulf

    Hallo Christian,


    O.U. = Ortsunterkunft, Tarnkürzel, da konkrete Ortsangaben u.a. auch in FP-Briefen verboten waren.
    Wenn Du googlest, findest Du das z.B. hier, um mal eine bel. Quelle herauszugreifen:
    >> http://www.historicmedia.de/Briefe_Einfuehrung.htm
    Beste Grüße, Wulf


    P.S. Googlen, Posten, googlen -- ein gutes Verfahren! ;)
    Vgl. u.a. auch mal hier zum "Bundesarchiv Abteilung Militärarchiv (Abt. MA)":
    >> https://www.bundesarchiv.de/beratung/index.html.de

    Hallo Harald,


    das ist ja interessant, dass Dein Onkel (Erich) auch Wilna-Kämpfer war. Meine Frage wäre, ob die Familie neben den angesprochenen Fotos noch Feldpostbriefe oder andere Dokumente aus dieser Zeit besitzt? Zeitzeugnisse bringen immer die Chance mit sich, dass das Bild der Ereignisse von Wilna 1944 weiter vervollständigt werden kann. Gibt es vielleicht ein Schreiben aus der Einheit Deines Onkels, das als Vermisstmeldung für die Hinterbliebenen gedacht war? Schön, dass Du den Weg zu diesem Thread gefunden hast.


    Es ist heute Dein erster Beitrag, aha. Dann möchte ich Dich im Forum ganz herzlich begrüßen. Es gibt hier viel zu lesen und häufig auch sehr hilfreiche Antworten, sogar auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat. :)


    In diesem Sinne beste Grüße
    Wulf

    Hallo Christian,


    ich hatte es bei meinem Vater seinerzeit auch vergessen, das Kreuz an der richtigen Stelle bei der WASt-Anforderung. Die Auskunft MIT militärischem Werdegang dauerte dann nochmal zusätzlich 9 Monate, das war 2010. Ob die Antwortzeiten der DD heute kürzer sind, weiß ich nicht. Im Zweifelsfall nochmal auslösen und dann MIT.
    Beste Grüße
    Wulf

    Hallo Christian,


    ob eine Anfrage Sinn macht oder nicht, weiß man definitiv erst hinterher. Daher mein Tipp: Unbedingt anfragen! Neben dem DRK-Suchdienst, solltest Du auf jeden Fall auch bei der Deutschen Dienststelle (WASt) eine Suchanfrage einstellen, und zwar mit Anforderung des militärischen Werdegangs. Letzteres wird nicht automatisch mit ausgeführt.


    Beste Grüße
    Wulf

    Hallo Christian, hallo Joseph und die Anderen,


    wie man sieht, gibt es immer wieder Überraschungen. Ich habe das Weihnachtsfoto von 1943 mit Fotoprogramm etwas unter die Lupe genommen. Dabei komme ich auch zu dem Schluss, dass Haaransatz, Augenschatten, Gesichtsfalten und der ganze Ausdruck des fraglichen Soldaten (2. von links) neben Heinz Rüdiger sehr gut zu Franz O. passen, d.h. Volltreffer! So gibt es vom Vermissten, von dem in der Familie offenbar nur wenige militärische Fotos vorhanden sind, jetzt eins mehr. Immerhin, und die Person rückt (lächelnd) etwas näher, ich kann das sehr gut nachfühlen.


    Dieser persönliche Aspekt assoziiert für mich wieder die Frage, dass es für Angehörige von Vermissten des WWII i.a. keine Gedenkstellen gibt, so wie es konkrete Grabstellen oder Stelen für Gefallene gibt. Und das obwohl z.B. in Wilna so viele beim Kesselausbruch an der Neris als Verschollene spurlos ihr Leben ließen. Nichts dazu in Vilnius, nichts in Kaunas...


    Beste Grüße
    Wulf

    Hallo Joseph, hallo zusammen,


    Donnerwetter, da war Josephs Buchlieferant schneller als meiner, dabei hatte ich es noch ein paar Ticks vorher bestellt… :)
    Aber inzwischen habe ich die "Spurensuche" auch als Buch physisch in der Hand, Punkt 13 Uhr wurde es geliefert. Ein schöner Sieg – so mein Gefühl!


    Joseph muss man hier seit Beginn der Niederschriften einzelner Dokusegmente im August 2013 im Thema zu seinem Onkel Franz O. ein großes Steh- und Durchhaltevermögen attestieren. Durch das Korrekturlesen habe ich einen guten Eindruck von der Komplexität eines solchen Buchprojekts gewonnen und vor allem gesehen, wie viele tausend Fehlerquellen inhaltlicher und formaler Art auftreten können. Der Druckfehlerteufel schläft nie!


    Joseph hat immer die großen inhaltlichen Bögen geschlagen, was ihm "freigeisterhaft" ausgezeichnet gelungen ist, im Laufe der Zeit auch manchmal in Zickzack-Linien :evil: . Gemeinsam konnten einige Kurven geglättet werden, aber natürlich auch triviale Fragen der korrekten Zeichen-, Leerzeilen- und Abschnittsgestaltung etc. Nun ist es geschafft und die Interessenten zum Thema Wilna 1944, insbesondere auch die "IG-Vilnius-1944", können sich freuen, dass dieses in den letzten Jahren angehäufte und z.T. aufwendig zusammengetragene, sauber recherchierte Wissen erhalten bleibt. Es bleibt nicht nur im Kopf eines einzelnen Mitstreiters in konzentrierter Form vorhanden und wartet dort aufs Vergessenwerden, sondern steht allen als Dokumentation – just for ever – zur Verfügung. Damit wurde der Ebbingshaus'schen Vergessensfunktion ein klares Schnippchen geschlagen.


    Viel Aufwand und Mühe waren erforderlich, um die Zeitzeugenberichte, Rechercheergebnisse, div. Bilder und Auswertungen in eine passende Buchform zu gießen, ca. 540 Seiten. Die akt. Bezugsquelle ist kein Geheimnis, da könnt Ihr auch noch einiges mehr zum Buchinhalt lesen:
    http://www.amazon.de/gp/produc…oh_aui_detailpage_o01_s00


    Das Buch kommt vielleicht gerade richtig zum bevorstehenden Weihnachtsfest! Ein besonderes Dankeschön an Joseph, der viel Zeit und Nerven dafür geopfert hat. Ohne seine Ausdauer und Kraft alle 'Schaffenspausen' zu überwinden, gäbe es nicht diesen Erfolg. Nun kann man gespannt sein, ob sich diese Aussage auch in den Kommentaren der geneigten Leserschaft widerspiegeln wird. Vielleicht hören wir in einiger Zeit hier im Thema noch mehr dazu.


    Die "Spurensuche" zu Wilna 1944 könnten diejenigen spannend finden, die sich für die kriegstaktischen Abläufe im Baltikum interessieren und die gern etwas über die vielfältigen politischen Interessenlagen der div. Kriegsparteien erfahren möchten. Durch die Einbindung der authentischen Berichte zu Einzelschicksalen wird aber auch ein intensiver persönlicher Bezug zu den Akteuren dieser Zeit hergestellt. So können die Familien von Gefallenen und Vermissten erfahren, in welch schwierige Lage ihre Väter, Großväter oder Onkel gekommen sein könnten, was diese erleben und erdulden mussten. Gleichwohl wurden sie zu aktiven Bestandteilen dieser wahnsinnigen Kriegsmaschinerie, die Gewalt und Verbrechen zu legitimieren schien. Mein Vater gehörte zu den kurz vor Kesselschluss eingetroffenen Truppenteilen in Wilna, sein Vermisstenschicksal wird u.a. im Buch dargestellt, es steht für viele Tausend, denen es ganz ähnlich ergangen ist.


    Beste Grüße
    Wulf

    Hallo Volker,


    ich weiß nicht, ob es in Jöhvi nahe dem Finnischen Meerbusen auch im Winter "romantisch" ist. Aber ich würde eher bei sommerlichen Temperaturen dort hinfahren. Noch ein Tipp: Es könnte nützlich sein, wenn Du (systematisch) von allen Stelen des Soldatenfriedhofs ein gut lesbares Foto machst. Vielleicht sucht man selbst oder jemand aus dem Forum später mal einen Namen, der da vielleicht eingraviert ist. Es ist ja heutzutage eine kleine Mühe.


    Zur Frage "Partisanen = Banden" im Nazi-Propaganda-Deutsch kann man viel sagen und nachlesen. Nach meiner Kenntnis gab es irgendwann eine Sprachregelung in der WH, wonach Partisanen als (Terror-) Banden und nicht als reguläre militärische Truppen anzusehen waren. Damit unterstanden Gefangene dann "offiziell" nicht den Regeln der Haager Landkriegsordnung, vgl. => HIER, sie wurden entgegen diesen Grundsätzen rücksichtslos vernichtet. Ich habe gelesen, dass SD-Truppen die Erschießungen von Partisanen teilweise wie eine öffentliche "Schauveranstaltung" durchführten....


    Beste Grüße, Wulf