Posts by 1241

    Hallo,

    ich möchte an dieser Stelle darum bitten, unsere Kinder und Schulen zu etwas mehr Aufmerksamkeit bezüglich Fundmunition zu animieren.


    Warum? Mir persönlich ist da im Sommer ein Erlebnis der 3.Art untergekommen.


    Unsere Gewässer haben z.T. erheblich geringere Wasserstände als einst. So auch hier. Was einst weit drin lag, findet man jetzt am Rand:


    Eines schönen Tages überreichte mein Filius mir Fundmunition aus seinem Rucksack... Spannend fand ich seine Ansicht, daß er das Zeug bewußt nicht in die Hosentasche gesteckt hatte, weil es ja hochgehen könnte. Mein Schreck war enorm. Im See um die Ecke hatte eines meiner Kinder das Zeug gefunden und heimlich dem Filius überreicht, damit genau ich es bekomme. Vom kindlichen Standpunkt aus gesehen war das gar nicht schlecht, unabhängig von meinen und den berechtigten Kritikpunkten der Leser hier. Gott sei Dank handelte es sich ihm Infanteriemunition und nicht um irgend eine Granate... Wie ihr Euch vorstellen könnt, ging bei mir der übliche Ablauf los. Pol/MbD informieren, Kinder belehren, Schule informieren und um Belehrung bitten.

    Der Fund wurde hier dann vom entsprechenden Dienst abgeholt und im See ohne großes Tamtam mit Tauchern nachgesucht. Auch eine der Schulen hier reagierte sofort mit einer entsprechenden Belehrung, wofür ich sehr dankbar bin. Trotzdem gehen mir bei der Erinnerung noch immer die Nackenhaare hoch...


    Laßt uns auch in dieser Hinsicht besser auf unsere Kinder aufpassen.


    Gruß,

    1241

    Hallo,
    auch ich glaube nicht, daß man von den Bildern auf ein Muster geschlossen werden konnte.


    Aus den Erzählungen zu dem Thema weis ich von oftmals erfolgreichem Ausbooten, wenn der Panzer
    kampfunfähig geschossen war. Nach Möglichkeit wurden abgeschossene eigene Panzer später auch
    geborgen um sie instand zu setzen. Nicht zu bergendes oder aus Zeitgründen zurückzulassendes
    Gerät wurde gesprengt. An der Bergung waren oft auch Angehörige der Einheit selbst und nicht nur der I-Zug beteiligt.


    Immer wieder hörte ich die Geschichte, daß ein in Brand geschossener Panzer IV von allen verlassen worden ist,
    bis auf den Funker oder Fahrer. Der arme Kerl kam wegen der Stellung der Kanone (und klemmenden Turmes) nicht
    mehr raus. Er bekam den Schnaps der ganzen Besatzung, ehe diese sich in Sicherheit brachte.
    Später kam dieser Mann gut abgefüllt mit zerfetzten Sachen und Verbrennungen im Biwak an. Der Panzer war hochgegangen.
    Wann und wie er raus kam, war nicht genau bekannt.


    Könnte Hiwi damals mit dem "fehlenden Teil am Heck" den Auspuff des Hilfsaggregates zur Stromerzeugung gemeint haben?


    Ich meine auch auf einem Video von der War and Peace Show ein iv-er Fahrgestell (Gerät Wespe oder Ostwind) mit
    asymmetrischer Anordnung der Stützrollen gesehen zu haben.


    Zur Literatur (neben Spielberger):
    Waffenarsenal Band 104 "Die Panzer IV-Familie"
    Panzer IV Le "poing blindé" de la Wehrmacht
    Kompendium Modelling Manuals 21 (zeigt z.T. sehr schöne Details, wenn auch oft an Modellen)
    Ich möchte keines der Werke missen - und das, obwohl ich kein Französisch spreche und kein Dioramabauer bin.


    Gruß,
    1241

    Hallo,


    als ich in unserer Ortsbibliothek nach Literatur zum Kriegsende in unserer Region (Berlin/Brandenburg) fragte,
    wurde ich auf das Buch "Die Russen sind da" von Peter Böthig und Peter Walther aufmerksam gemacht.
    Hier sind Aufzeichnungen von 32 Personen zwischen 1945 und 1949 zusammengetragen und, soweit möglich, nach Datum
    zusammengestellt worden. Zu den Tagebuchschreibern gibt es auch jeweils eine kurze Information.
    Die Tagebuchdaten umfassen etwa 500 Seiten und geben ein für mich interessantes Bild von der damaligen Zeit.
    ISBN 978 3 86732 079 5


    Gruß
    1241

    Hi Chemnitzer,
    es wäre hilfreich, wenn Du Inhalte der Wast-Auskunft (ohne Namen des Bearbeiters)bitte einstellen würdest.
    Auch die offenen Fragen - in Satzform ausformuliert und evtl. auch auf ein bestimmtes Datum/einen kurzen Zeit-/Kampfraum bezogen, machen eine Hilfestellung einfacher. Zum PzReg24 habe ich Material.


    Die Teileinheiten der 24.PzDiv wurden viel verlegt. Manchmal tauchten sie mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten im gleichen Einsatzgebiet auf.


    Die Neuaufstellung erfolgte im Raum Falaise, Lisieux, Bernay. Die 1. Abteilung bekam dort Panther und blieb im Westen. Die 2.Abteilung erhielt Pz IV lang und die 3. Stug III lang. 2. und 3. Abteilung wurden nur zur Hälfte aufgestellt und erhielten je eine Flammpanzer-Schwadron. (Quelle: Dr.F.M.v.Senger u. Etterlin "Die 24.Panzerdivision". S. 152f).


    Einen reinen MG-Schützen auf dem Panzer gab es meines Wissens beim Panzer III / IV nicht. Das eingebaute MG lag vor dem Funkerplatz. Ob Flammpanzer bis zum Schluß im Einsatz waren vermag ich aus dem Hut nicht zu sagen. Da müßte ich in den Büchern suchen.


    Am 10.1.45 erhielt die 24.PzDiv in Ungarn den Befehl, alle Panzer, gepanzerten Fahrzeuge und Zugmaschinen abzugeben. Sodann sollte sie ins Reichsgebiet zur Auffrischung und Neuausstattung transportiert werden. Am 12.1. begann die Verladung. Im Divisionsausladeraum Morschen erhielt das PzReg neue Panzer - zuerst die 10.& 11. Schwadron. Alle anderen Panzer kamen zur 5.PzDiv, da noch nicht alle verladenen Teile der 24. da waren. So gingen 2 Schwadronen sowie die Stabsschwadron leer aus und wurden infanteristisch eingesetzt. (Quelle: Dr.F.M.v.Senger u. Etterlin "Die 24.Panzerdivision" S. 285f) Laut Weidmann "Unser Regiment" S. 281 bekam die Stabsschadron doch Panzer. Er beschreibt auf bis S.290 das Ende in Ostpreußen. 250 Mann sollten ins Reichsgebiet zur Neuaufstellung, alle Anderen sollten Ostpreußen verteidigen..


    Gruß,
    1241

    Hallo,


    ich würde das nicht auf die HJ beschränken. Das von mir o.g. Ausbildungsbuch (geschrieben von Dr.med Richard Krüger, SS-Standartenführer, Oberstarzt d.R.)* dient "...somit der Grundausbildung für die Angehörigen der männlichen und weiblichen Bereitschaften des des Deutschen Roten Kreuzes....". Im Vorwort nimmt der Reichs- und Preußische Minister des Inneren, Frick, Bezug auf eine "Vereinheitlichung des gesundheitlichen Hilfs- und Rettungswesens" nach dem Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom 9.12.37 und einem Erlaß vom 10.2.38.


    Beim Thema Desinfektion wird auf S. 115" Formalin 1% oder Chloramin 0,5% d.h. 10g Formalin oder 5g Chloramin auf 1l Wasser..." genannt. Das paßt auch zum Aufdruck des Röhrchens oben.
    Im Rahmen der Desinfektion gab es noch einen Apparat, der das Zeug verdampfen konnte (Desinfektionsapparat von Flügge, auch Breslauer Desinfektionsapparat). Dieser kam bei der sog. Schluß-Desinfektion mit Formalin-Dämpfen zum Einsatz. Während dieser sollten ganze Räume desinfiziert werden.


    @da_hias
    In wie weit ein Museum Interesse hat, kann ich nicht sagen - da hilft nur "Klinken putzen". Aber auch diese haben Lager in denen vieles verstaubt...
    Manchmal ist so eine Schublade gar nicht schlecht, denn wie die eigenen Kinder einmal darüber denken ist nicht vorher zu sagen. Erst wenn das klar ist, würde ich über das Weggeben nachdenken.
    Ich selbst verwende gerne "antiquarisches Material", wenn ich etwas Zeit bei der Ausbildung habe und dem Auditorium etwas näher bringen möchte, als es das aktuelle Ausbildungsmaterial ermöglicht.


    * Warum haben eigentlich der Verfasser und 2 Vorwortschreiber eines DRK-Buches SS-Ränge? Nur Herr Frick hatte wohl keinen.


    Gruß,
    1241

    Hallo, Guten Abend, Moin.....


    aAWahnsinn, ich bedanke mich recht herzlich für die ganzen aufschlussreichen Beiträge und Antworten! Jetzt muss ich nur mal schauen was ich mit dem Teil mache, meine Freundin will so etwas eigentlich nicht im Haus haben...leider...ist ja doch ein kleines Stück Geschichte mit der ich mich doch sehr gerne befasse. Hab schon ne kleine Büchersammlung über die Thematik bis 1945 daheim...


    Grüße.....


    Hallo,
    falls ich etwas raten darf - behalte das Röhrchen. Falls Du unsicher bist, schweiß es in Folie. Der Grund, warum Du nix davon im www fandest ist, daß solche kleinen, aber
    wichtigen Dinge kaum Beachtung finden und als "unwichtig" entsorgt werden. Im Rahmen der Geschichte des Sanitätsdienstes sieht das etwas anders aus...


    Martin,
    Helfer gibt es so lange wie Geschädigte. Die einen Helfer bleiben namenlos, die Anderen haben eine Bezeichnung oder Rang. Wie man sie nennt ist egal - die Leistung sollte nicht durch neuzeitliche Verblendung geschmälert werden. Metzelei gab es weit länger als die von Dir genannten 600 Jahre. Ärzte auf dem Schlachtfeld gab es schon bei den alten Ägyptern, Römern und anderen damaligen Kulturen. Das Gemetzel wurde weder schöner noch für die Getroffenen angenehmer, nur weil man sich heut mehr um sie sorgt. Spätestens bei der Triage sind wir nämlich wir nämlich auch heute wieder bei den Verlassenen wie denen, die Du ansprichst.


    Gruß,
    1241

    Hallo,
    das Röhrchen oben müßte Formaldehyd-Tabletten enthalten. Inwieweit die inzwischen unbrauchbar sind kann ich jedoch nicht sagen.
    Ihre Anwendung war/ist recht universell. Je nach Konzentration wurden sie aufgelöst und zur feuchten Sterilisation genutzt - oder aber die Tablette wurde nach dem Sterilisieren von Instrumenten mit in das Aufbewahrungsgefäß gegeben. Ziel dessen war, die beim Öffnen des Deckels und der Entnahme eines Instrumentes zugewanderten Erreger zu töten. Das war bei Verwendung von Glasspritzen in Ambulanz und Krankenhaus zumindest in der DDR bis in die 80er Jahre üblich.


    Mir liegen diverse Unterlagen zur EH-Ausbildung und auch etwas Literatur zur Wehrmedizin im Kaiserreich vor. U.A. auch das "Amtliche Unterrichtsbuch über Erste Hilfe" von 1944.
    Für mich ist es sehr interessant zu sehen, wie weit die damalige Ausbildung ging.
    Wie auch heute enthält es Anatomie, Verbandlehre, EH bei Verletzungen & lebensbedrohlichen Umständen. Wie später auch in der DDR wurde auf Schussverletzungen eingegangen.
    Manche EH-Maßnahme von damals taucht auch heute noch in der militärischen Ausbildung auf, nicht jedoch in der zivilen.
    Zusätzlich waren aber auch Todesfeststellung, Hilfeleistung im Krankendienst (Heute Teil des Betreuungsdienstes) und Gesundheitsdienst (Seuchen & Desinfektion) Thema.
    Für mich erstaunlich ist, wie weit das Thema Desinfektion damals gesteckt war.
    Weiterhin gibt es ein intensives Thema über Gaserkrankungen, das mir auch sehr bekannt vorkommt. (Rauch, CO/CO2, nitrose und Kampfgase)
    Es sind auch Angaben über die Gasschutzausrüstung vorhanden - gesplittet in eine Tasche für Ärzte und eine für Gasschutztrupps.
    Was ganz anders gelehrt wurde als heute ist die künstliche Beatmung. Hier wurden lediglich mechanische Maßnahmen gelehrt. Auch die heute übliche Reanimation
    taucht nicht auf.
    Bei der breite der EH-Ausbildung wird die des Feldschers ein ganz anderes Kaliber sein. Da habt Ihr mich richtig neugierig gemacht.


    Gruß,
    1241

    Hallo,


    Hallo,


    diesen Leuten kann man wirklich wünschen, daß ihr nächster Fund der Knaller sein wird.


    der eine im Bloomberg-Artikel hat es ja fast geschafft, den Knaller zu landen und ein warnendes Beispiel zu werden:
    "Andris Lelis responds to a strong signal from his metal detector. The moment he pulled his hand out of the water, he realized he had ripped the safety lever off a Soviet F-1 hand grenade. Fortunately, it did not detonate."


    Gruß,
    1241

    Hallo J.H.


    Hallo,


    kann man dann davon ausgehen, das sich die Fahrausbildung für Panzerfahrer beim NSKK rein auf die allgemeinen Grundlagen wie Handhabung und Führen des Fahrzeugs und ggf. noch die erforderliche Vermittlung der Technikgrundlagen (wie Motor/Antrieb, Kette, Turm, Pflege und Wartung usw.) der Panzer beschränkte und die Ausbildung im taktischen Fahren (z.B. Überwinden von Sperren/Hindernissen oder Fahren in schwerem Gelände) und der Bedienung/Instandhaltung unter Gefechtsbedingungen für die zukünftigen Panzerfahrer dann später bei der Truppe gelehrt wurden? Erst bei der Truppe bestand dann ja auch die Möglichkeit, eine zukünftige Panzerbesatzung gemeinsam als "Team" auf einem bestimmten Panzertyp Auszubilden?


    Gruß, J.H.


    zum NSKK kann ich nichts sagen, denn beide, die ich oben nannte, machten ihre Ausbildung erst nach der Einberufung beim Militär.
    Armin Böttger wohl bei der Panzerabteilung 7, mein Vorfahr sowie 2 Bekannte von ihm bei der Panzer-Ersatz-Abteilung 1.
    "Geländespiele" gehörten da schon zur Ausbildung.
    Das mit den Panzertypen würde ich nicht so eng sehen. Mit dem Schein für Kettenfahrzeuge über 10t kam erst einmal jedes Fahrzeug auf Kette als Einsatzgerät in Frage.
    Beide berichten davon, daß sie in Frankreich zuerst mit Stug III fuhren. Später wurden die abgegeben und die Pz.IV kamen. Böttger, "Ich kam durch", S.53: "...Man konnte sich über den
    Sinn unserer bisherigen Ausbildung wundern, deren der Panzer IV war ganz anders konstruiert als das Sturmgeschütz, mit dem wir gerade exerziert hatten..."


    Allerdings wurde in Frankreich die Truppe neu aufgestellt, so daß sich die Angehörigen der Einheit kennenlernen konnten und miteinander trainierten.
    Später im Krieg war das dann anders. (Besatzungen wurden gemischt, Neuzugänge auf die Fahrzeuge verteilt.)


    Gruß,
    1241

    Hallo,


    zu der Frage bzgl. der Panzerfahrschule kann ich Folgendes beisteuern:
    In Böttgers "Ich kam durch"(S.24f) berichtet er, daß er den Kettenführerschein während der Grundausbildung auf LAS I (Pz. I Fahrgestell) gemacht hat.
    Danach kam ein 4-Wochen-Lehrgang für Kettenfahrzeuge über 10t. Armin Böttger fuhr als Funker.
    Mein Vorfahr durchlief eine ähnliche Ausbildung, kam also mit dem Panzerführerschein zur Truppe. Dort wurde er als erst Richtschütze eingesetzt, später, nach der Beförderung zum Uffz. je nach Bedarf als Richtschütze oder Kommandant.


    Gruß,
    1241

    Hallo,


    danke Viktor - so hat auch meine Wortsuche ein Ende.



    auf dem Dokument steht geschrieben "Unterotenburgtsch" (ich hoffe, ich habe den letzten Buchstaben richtig interpretiert".


    Diana, ich glaube, da steht kein Zischlaut am Ende, sondern ein Weichheitszeichen. Schau mal bitte auf das Wort davor- dort kann man
    gut vergleichen. Das "изь" haben das etwas moderner mit nur zwei Buchstaben gelernt (из).
    Den Fund von Karat suche ich gerade - die Flüsse hab ich, aber das Dorf noch nicht. Für mich hört sich das gut an.


    Gruß,
    1241

    Hallo,
    Diese Recherche wird bestimmt spannend.
    Ich habe solche Dokumente im Rahmen der eigenen Ahnenforschung gesehen.
    Daher möchte ich darauf verweisen, daß der in der Urkundegenannte Ort "Unterotenburg" nicht unbedingt der Herkunftsort des Karl Ranke sein muß. Es kann auch der letzte Ort in Preußen sein, an dem er registriert war oder wo Teile seiner Familie zeitweilig lebten.


    Ich meine daher, daß eine Suchen ach Karl Ranke in Archiven des ehemaligen Gouvernements erst einmal besser ist. Eventuell finden sich in einem Kirchenbuch, Heirats-, Geburts- oder Sterberegister weitere Daten zu ihm. Damit kann man dann besser suchen.
    Da die Urkunde aus Saratow stammt, könnten auch die Daten der Wolgadeutschen interessant sein.


    Rein von den Ortsnamen meine ich, daß Ortenburg, Rotenburg und Rothenburg ebenfalls in Frage kämen. Allerdings fand ich dort keinen heutigen Ortsteil "Unter-".
    Neben Änderungen der Schreibweise bei der Umschreibung in das Kyrillische machen auch eventuelle Schreibfehler und die Tatsache, daß bis heute mancher Ort nicht mehr existiert oder (mehrfach) umbenannt wurde, die Suche schwierig. Zu bedenken ist ebenfalls, daß zu Preußen damals auch Regionen gehörten, die heute in anderen Ländern liegen.


    Ortenburg bei Passau
    Rotenburg/Wümme
    Rotenburg a.d. Fulda
    Rothenburg ob der Tauber
    Rothenburg a.d. Saale (hier gibt es auch Einträge für den Namen Ranke)
    Rothenburg in der Lausitz
    Czerwiensk (Rothenburg a.d. Oder), ehemals Niederschlesien
    Rothenburg in Mecklenburg Vorpommern (bei Krugsdorf)
    Rotenburg in Tschechien


    Gruß,
    1241

    Hallo,
    auch ohne die Relikte zu kennen gehe ich davon aus, daß sie aus dem 2. Weltkrieg sein könnten.


    Hennigsdorf lag im Bereich der Linie Oranienburg-Spandau, der zu verteidigen war (Befehl v. 21.4.45 an Steiner*)
    HG Weichsel sollte auch Kräfte nach Hennigsdorf verlegen (23.4.45)*.
    Zudem gab es am Stadtrand ein Einzelgrab eines deutschen Soldaten, das zu meiner Jugendzeit von einer alten
    Dame gepflegt wurde und unter vorgehaltener Hand die Aussage, daß auch "bei Hennigsdorf gekämpft worden ist"


    Im Gegensatz zu Kremmen oder Oranienburg habe ich aber nichts offizielles zu Kriegsgräbern dort.
    Mein Vorschlag wäre, mal beim Heimatverein Hohen Neuendorf oder in den Ämtern von Hennigsdorf vorbei zu schauen.


    Gruß,
    1241



    *Schäufler/Tieke: "Das Ende zwischen Weichsel und Elbe 1944/45"

    Hallo,
    das könnten schon Stiefeleisen sein. Allerdings werden diese hier dann um die Sohle herum herumgetragen und dienen als Stoßschutz (Randstoßplatten). Heute gibt es so etwas noch bei Motorradstiefeln. Absatzeisen werden eigentlich von unten genagelt. Sollten das welche für die Kappe sein? Die Lochung ist interessant.


    Gruß,
    1241

    Nabend,
    ich bin wohl auch etwas OT...
    Der monetäre Preis heute ist doch egal. Ist es ein Fund aus der Familie, ist das ein wertvolles Erinnerungsstück.
    Stammt es von wo Anders her, ist ein (Heimat-)Museum ein guter Ansprechpartner.


    Den Preis, den mancher Träger so eines Blechdingens gab, ist unermesslich und für uns, die wir in Frieden leben
    dürfen, kaum nachvollziehbar...


    Gruß,
    R80GS

    Hallo Muskat,
    wir sprechen ja hier über einen Zeitraum, der vor der Entwaffnung der italienischen Armee liegt. Da wird es noch erheblich ruhiger gewesen sein, als danach.


    Aber bewegt man sich als junger Soldat, wenn auch event. bei dienstfrei alleine in einer Stadt?


    Deine Frage würde ich anhand der hier liegenden Bücher und des Tagebuches mit "Ja und nicht nur bei dienstfrei" beantworten.
    Veteranen mit denen ich sprach erwähnten öfter und unabhängig vom Eisatzland, daß Einzelpersonen oder 2er-Grüppchen zu irgendeiner Aufgabe (Ersatzteilbeschaffung, Technikübernahme, Einweisung von Kräften, Organisieren etc.) losgeschickt wurden. Melder waren oft solo, auch wenn sie ein Beiwagenkrad hatten.


    Leider kann ich nur auf Vergleichsdaten von der 24. Panzerdivision zurückgreifen. (Hier waren die Kragenspiegel übrigens gelb paspeliert.)
    Teile der 24. waren von Ende August bis in den Oktober in Italien und es sieht anhand der Veröffentlichungen sehr nach der "ruhigen Kugel" aus. Meist gute Unterkünfte, z.T in Hotels und Weingütern und keine Berichte über Kampfhandlungen. Dafür gibt's immer wieder Berichte über Ausflüge in die Städte, zur Jagd oder zum Baden. Auch über nette kleine Erlebnisse in 2er-Grüppchen gibt es Berichte. Meldefahrer fuhren oft solo.
    Technischer Dienst und Panzerschießen auf verschiedene Ziele sind im Tagebuch meines Vorfahren genannt. Daneben mehrfache Verlegungen in Italien. Die Entwaffnung er italienischen Armee wird in allen Unterlagen hier recht friedlich beschrieben.


    In den mir vorliegenden Literatur berichtet nur Hubertus Schulz (" Die Aufklärer", S.105) von einem Partisanenangriff während des Transportes nach Italien Mitte August, der abgeschlagen wurde.


    Für den Zeitpunkt der Entwaffnung steht bei Böttger "Ich kam durch", S.66:"Wir beobachteten dabei den schnellen Wandel und in den Reaktionen der Italiener, die uns in der ersten Zeit überall zugejubelt und uns Blumen und kleine Fasces (kleine Rutenbündel mit Beil) mit der Aufschrift "Vincere" angesteckt hatten, nun aber nach der Kapitulation plötzlich feindselig am Straßenrand standen und auch manchmal auf unsere Panzer spuckten."
    Trotzdem findet sich für den gleichen Zeitraum bei Weidmann "Unser Regiment" S.186 folgender Passus: "Der Regimentsadjutant, Rittmeister Rinke, saß nachts auf dem Marktplatz von Padua und und arbeitete Befehle für den nächsten Tag aus...".
    Selbst ein Strandbild mit jungen Damen findet sich in Böttger/Münch "Die 12.Schwadron/Panzerregiment 24 im Einsatz 1943-45" S.158.


    Bei Weidmann S.185 findet sich der Hinweis auf die Aufgaben der nach Italien Versetzten:
    - Übernahme und Abtransport einer großen Anzahl italienischer und von Afrika herübergebrachter englischer Kriegsgefangener
    - Sichern gewaltiger Bestände und Lager militärischer und wirtschaftlicher Güter
    - Regeln der Zivilverwaltung
    (alles noch vor der Entwaffnung)


    Alles in Allem bleiben aus meiner Sicht der Einsatz auf Sizilien während der Operation Husky, Absturz oder Versenkung auf einem Transport, Bombenopfer oder ein Unfall.


    Ich hab mal geschaut, ob ich etwas über Schiffs- oder Flugzeugverluste in dem Raum am 9.7. finde. Denn so etwas käme ja bei "vermisst" auch noch in Frage.
    Allerdings gab das www bisher nichts brauchbares her.


    Gruß,
    1241

    Hallo,
    wie der Mann zum Todeszeitpunkt eingesetzt wurde, ist meiner Meinung nach nicht an diesem Foto festzumachen.


    Ich möchte keine unzulässige Verallgemeinerung einbringen, aber Aufzeichnungen aus meiner Familie belegen,
    daß beim Ausstieg aus dem Panzer die schwarze Uniform abgegeben und Feldgrau angezogen wurde. Ging es zurück
    in den Panzer, wurde wieder getauscht. Mit dem Ausstieg meine ich den Eintritt in eine andere Verwendung wie z.B.
    als Kradmelder oder Infanterist.
    Ebenso vermeine ich, daß mit Schütze ist nicht unbedingt der Richtschütze gemeint sein muß. O.g. Aufzeichnungen
    enthalten auch den Vermerk: "Oberschütze H..." gefallen".


    Ich würde dazu tendieren, daß der Herr Recktenwald den Dienstgrad Schütze hatte und Panzermann war.


    Sofern für den fraglichen Zeitpunkt keine Kampfhandlungen/Angriffe bekannt sind, käme auch ein Unfall in Frage.
    Am 21.9.43 wurden (o.g. Aufzeichnungen zufolge) alliierte Angriffe auf Livorno geflogen.
    Gibt es evtl. Aufzeichnungen, die so etwas auch für den 9.7.43 belegen?


    Gruß,
    1241

    Hallo cdoell,
    unabhängig von einem Foto kann ich berichten, daß sich im Kriegstagebuch eines Vorfahren mehrere Hinweise auf Umuniformierungen befinden.
    Er wurde in feldgrau eingekleidet und bekam schwarz, als er auf den Panzer kam. Zwischendurch ging es innerhalb der Einheit wieder aufs Krad und
    er bekam wieder feldgrau. Dann wieder auf den Panzer - erneute Einkleidung in schwarz. Dieses fand mehrfach statt.


    Ich schließe daraus, daß bei Versetzung zwischen den Waffengattungen ebenfalls Uniformwechsel stattfanden.


    Dieser Schluß wird auch durch ein anderes, mir bekanntes Soldatenschicksal gestützt. Dieser Mann wurde zur SS gezogen und trug diese Uniform nur kurz, da er
    dann in verschiedenen Einheiten der Wehrmacht eingesetzt war (belegt durch Auskunft der WASt). Selbst sein letztes Foto aus Kriegszeiten zeigt ihn in feldgrau.


    Gruß,
    1241