Posts by Rainer

    Hallo Bert,

    leider nur prügelnde Geistliche

    so einen habe ich im 2. Schuljahr in der Volksschule erlebt, Mein Vater war im ersten Schuljahr mein "Religionslehrer" an der einklassigen Volksschule. Dann wurde er versetzt und seinen Nachfolger sah die Schule nur ein paar Tage, da angeblich krank. Meine Mutter(ausgebildete Volksschullehrerin) unterrichtete dann etwa einen Monat und hörte dann auf, weil die Bauern keine Lehrerin haben wollten. Resultat: über ein halbes Jahr keine Schule, aber jede Woche zwei Stunden Religionsunterricht. Die erste Stunde diente dem Abhören und Singen der drei von Woche zu Woche auswendig zu lernenden Kirchenlieder. An die zweite Stunde habe ich keine Erinnerung mehr, &n die Kirchenlieder auch nicht.

    Eines Tages wieder Religionsunterricht. Meine Mutter war irgendwo als Schöffin bei Gericht, meine Brüder im Gymnasium, mein Vater an seinem neuen Dienstort und daher das Schulgebäude, in dem wir wohnten, verschlossen. Pfarrer forderte mich auf Schlüssel zu besorgen, ich schaute ins Fallrohr, nichts da. Vor dem ersten Fenster stand eine Leiter, aber die erlaubte mir nur an den Rand der Fensterbank zu kommen. Ich sagte deshalb: Ich komme nicht auf die Fensterbank. Schlüssel lag tatsächlich da, was ich nicht wusste, und das brachte mir die Woche drauf eine furchtbare Verprügelung ein. Seit dem Tag habe ich mit Kirche, egal welche, so meine Probleme. Deshalb auch keine kirchliche Trauung und keineTaufe der Kinder.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    ich hatte 1968 einen(so wie das damals erzählt wurde) zum jüdischen Glauben übertretenen Offizier als KpChef. Ich habe in seiner Kp den U-Vorbereitungslehrgang gemacht. Es war Schleiferei und Schikane hoch drei. Für ihn war das normal, wie er mir später erklärte, nach dem Motto: Wer befehlen will, muss gehorchen lernen.

    Noch nach 200 nannten ihn ehemalige Kp-Angehörige Juden XXXXXXXX

    Seelsorge bei der BW habe ich nicht erlebt, ausser einem wütenden KASAK der eine Meldung gegen mich geschrieben hat. Grund: Ich erfuhr morgens um acht Uhr, dass er zu einem Lehrgang abkommandiert war und ich die Unterrichte "Feierliches Gelöbnis" und "Eid" um neun und zehn Uhr halten müsste. Ich wusste, dass es eine offizielle Unterrichtsvorbereitung dazu gab. KpTrpFhr hat mir die so gegen 08.15 überreicht und ich habe mir dann in 40 Minuten die zwei Unterrichtsvorbereitungen gemacht. Kasak passten meine Aussagen zu Eideszeugen nicht. BtlKdr schiss mich zuerst an, aber nach Vorzeigen der BW=Ausarbeitung zu den Unterrichten lachte er nur noch. ESAK lachte auch über KASAK.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    Die Trageweise des Patronengurtes, z. B. offen um den Hals und die Brust, verschmutze die Patronen beim hinliegen usw.

    bei trockenem Boden passierte nichts, jedenfalls hatte ich als MG-Schütze nie ein Problem.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    War vielleicht vorschriftswidrig, den Obergefreiten - kein Offiziersanwärter, aber sprachgewandt - mit Schulterschnur , "Wumme" und Offiziers-Pistolentasche als

    "Wachhabenden Offizier" ans Kasernentor zu stellen.

    ein OvWa spielt nicht Torposten, der hockt im Stab in einem Büro. War bei mir so, ich hatte einen OvD, der für die Wache und noch ein paar andere Sachen zuständig war. Allerdings bei meinem letzten OvWa in der General Heusinger Kaserne in Hammelburg war das ganz anders. Da war ich Telefonposten und Türschliesser. Zweimal am Tag durfte ich auch den Kasernenzaun ablaufen und zum xten Mal aufschreiben, wo Bäume den Kasernenzaun schon angehoben hatten. Flaggenparade durfte ich auch leiten am Kaserneneingang am Morgen. Nachmittags Flaggenparade mit so 15 bis 20 Flaggen. Die brach ich nach fünf Minuten ab, weil die Flaggendrähte nicht ausgedrillt waren. Arbeiter von der "Sitzende Tätigkeit Ohne Verantwortung" wechselten die Drähte aus. Neue Flaggenparade, gleiches Ergebnis, wieder abgebrochen. Endergebnis, Flaggen wurden morgens um vier formlos hochgezerrt und abends um zehn wieder runtergewürgt.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    Parteiuniform habe ich auch gedacht, aber mit Gefreitenwinkel?

    Erinnert mich an eine Gebirgsjägerjacke mit Sperrbrecherabzeichen hier irgendwo auf einem Flohmarkt vor Jahren gesehen.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    damals wurde viel Geld verschrottet. So nach dem Motto "ist eh nur Scheisse" brauchen wir nicht. Die Fallschirme der NVA waren besser als die T 10 Krücken der BW..

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    das waren diese Einheiten

    26432

    (Mobilmachung-1.1.1940) 4. Flughafen-Betriebs-Kompanie

    Kampf-Geschwader 53

    (10.2.1943-23.8.1943) 122. Flughafen-Betriebs-Kompanie

    (Quartiermeister)

    (10.11.1944-Kriegsende) 16.3.1945 29. Flugzeug-Wartungskompanie.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    Betanke noch ohne Auffangwanne.

    Ende der sechziger Jahre war es noch üblich ein Feuer mit Benzin etwas schneller zum Brennen zu bringen, wir hatten nur Unimogs als Fahrzeuge.. Und Anfang der neunziger Jahre wurde am Wochenende aus Kanister betankt, mit entsprechendem Verlust und Bindemitteleinsatz. Auffangwanne war sehr unbekannt.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    Weckmethoden beim Bund gibt es ja viele. In der Aga wurde das mal mit Trommel oder Trompete gemacht. An Geländetagen war der Wecker auch schon mal ein 50 Schuss Feuerstoss mit ManMun aus dem MG. Bei meiner einzigen WÜ bei der Marine wurde mit Musik geweckt.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    komme aus Krombach in Unterfranken.

    wenn ich dann lese


    von Nidda kommend nach Bad Kreuznach zum Einsatz fliegen.

    dann ist etwas seltsam. Bad Kreuznach liegt grob südwestlich von Nidda. Unterfranken aber südostwärts von Nidda.Nach "Niddaer Geschichtsblätter", Band 7, Seite 156 wurden die in Nidda stationierten Einheiten am 15.3.1945 nur in Luftkämpfe verwickelt. Vorherige Tage hatte es Einsätze gegen die Brücke in Remagen gegeben.

    Gruss

    Rainer