Posts by nordfriese

    Moin!


    Auf der Suche nach der "Feste Horchstelle Cranz" stolperte ich in "Infos und Korrektur-
    vorschläge zum Lexikon" - "Bereinigte Korrekturhinweise" über den Thread "'Garnisons-
    stadt' Cranz".


    Die "Festen Horchstellen" gehörten zur Funkaufklärung des Heeres.
    Bei Kampe werden in Cranz (heute Selenogradsk) die folgenden Einheiten erwähnt:
    - Nachrichten-Aufklärungsstelle Cranz, Feldpostnummer 23716 (gültig ab 15.01.1942)
    - Nachrichten-Aufklärungskompanie 8 (Cranz), Feldpost 23716 (gültig bis Kriegsende)


    Bei den Kollegen von "Axis History" werden unter der Feldpostnummer 23716 die fol-
    genden Einheit gelistet:
    (Mobilmachung-1.1.1940) feste Horchstelle Cranz
    (15.2.1942-30.7.1942) feste Nachrichten-Aufklarungs-Stelle Cranz
    dann feste Nachrichten-Aufklarungs-Stelle B. (ist wohl ein Lesefehler und müsste "8"
    heissen.)


    Dienststellenleiter der Feste Horchstelle Cranz war Oberstleutnant Ernst von Richthofen
    (Zeitpunkt ist mir unbekannt),


    Eine "Funkaufklärungsanlage" in Cranz wird hier erwähnt:
    http://www.ostseebad-cranz.de/index.html?geschichte.html
    "Cranz wird 'Garnisionsstadt', gegenüber der Gasanstalt: Kasernenunterkunft und im
    Wald, Jagen 155/132, eine Funkaufklärungsanlage zur Peilung von "Feindsendern"


    "Jagen 155/132" findet man hier (am linken Rand):
    http://maps.mapywig.org/m/Germ…TK25/1089_Bledau_1936.jpg
    1089_Bledau_1936 - Horchstelle Cranz von mapywig.org.jpg


    In diesem Bereich findet man auf GE heute ein Gebäude, das anscheinend eine Funk-
    stelle (?) ist. Ob es sich bei diesem Gebäude um ein Gebäude aus dem Ende der
    1930er Jahre handelt, kann ich leider nicht 100%ig sagen.
    Feste Cranz-Selenogradsk.jpg


    Freundlicherweise wurden aber bei der Wehrmacht vielfach ähnliche oder sogar gleiche
    Gebäude für eine Aufgabe gebaut. So sind z.B. bei den Festen Horchstellen Euskirchen,
    Münster oder Husum T-förmige "Horch"-Gebäude gebaut worden.


    Das "U-förmige" Gebäude bei Cranz/Selenogradsk ähnelt stark dem der Horchstelle in
    Freudenstadt. Ich habe versucht das Dach zu vermessen und es unterscheidet sich nur
    um wenige Meter.
    Feste Freudenstadt.jpg


    Kampe:
    - Horch-Stelle Freudenstadt, Feldpostnummer 06104 (26.08.1939 - 27.01.1942)
    - Nachrichten-Aufklärungsstelle Freudenstadt, Feldpostnummer 06104 (ab 27.01.1942)
    - Nachrichten-Aufklärungskompanie 4 (Freudenstadt), 06104 (gültig bis Kriegsende)


    Hinweise auf die Horchstelle Freudenstadt:
    http://www.ev-kirche-hallwange…einde/chronik-hallwangen/
    "1939/41 - Teilweiser Bau der Funkerkaserne auf dem Pfahlberg durch Heeresverwaltung"


    Dornstetten, Aach, Hallwangen : das Heimatbuch zur 1250-Jahr-Feier
    http://d-nb.info/1127244779/04 (Inhaltsangabe)
    hier:
    "Die Vorgeschichte der Jugendherberge auf dem Pfahlberg: Funkerkaserne und Peilstation"


    Vielleicht ist dies ja etwas für das Lexikon...


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin Thomas!


    Gibt es Bildmaterial wie so eine Richtfunkstelle ausgesehen hat und mit welchen Geräten diese Bestückt war?


    Datenmaterial (ausser dem Hoffmann) ist mir nicht bekannt, was ja aber nichts
    heissen will, aber du hast deine Frage quasi selbst beantwortet... ;)


    Aus der Richtfunkkarte im Hoffmann mit Stand "April/Mai 1945" geht hervor, dass
    die Luftwaffe-Richtfunklinien in diesem Bereich von der "RV-Kompanie z.b.V. 4"
    mit Michael-Richtfunkgeräten betrieben wurde.


    Auf Seite 430 im Hoffmann Band 2, Teil 2, wird es näher beschrieben:


    "Vom Bunker Zoo, Höhe etwa 65 m, wurde eine RV-Linie zum 75 km entfernten
    Rhinow, nördlich Rathenow, eingerichtet. Über diese Station, die auf Höhe 119 m
    2,5 km südsüdostwärts Rhinow, stand, wurde einerseits Anschluß nach Quassel
    und Harnburg gefunden und andererseits über die eingesetzte Ln-RV-Betr.-Pers.-
    Kompanie z. b. V. 4 (Oblt. Schütz) ein neues RV-Netz in Mecklenburg mit Anschluß
    nach Voßkaten, in der Nähe des weiteren Luftflottengefechtsstandes Rehhorst-Voß-
    katen bei Lübeck.
    Die Ln-RV-Betr.-Pers.-Kompanie z. b. V. 4 war mit sogenannten Drachenanlagen
    ausgerüstet, das waren leichte Antennen, die, am Einrohrmast angebracht, wie
    ein Spielzeugdrachen aussahen. Diese Anlagen waren nicht motorisiert, sie hatten
    statt dessen zerlegbare RV-Hütten für den Aufbau der Geräte, Masten, Antennen,
    Aggregate und sonstiges Zubehör. Die z.b.V. 4 verfügte darüber hinaus über 50-m-
    Maste für alle Stationen, die eine größere Reichweite bei Einsätzen auf hohen
    Punkten erlaubten. Hier im flachen mecklenburgischen Gebiet gestatteten die
    hohen Masten wenigstens Verbindungen bis etwa 75 km.
    Von Rhinow aus war der 65 km entfernte, nördlich gelegene RV-Knoten für das
    mecklenburgische Gebiet in Freienstein angeschlossen. Hier befand sich die RV-
    Stelle auf einer Höhe (120m) am Gut Warnsdorf, 6 km südostwärts Freienstein.


    Vom RV-Knoten Freienstein gingen u. a. RV-Abzweige über Ruhn nach Schleswig-
    Holstein, nach Rechlin und Rheinsberg." (zu "u. a.": Es fehlt die nicht erwähnte Linie
    über Karow nach Parchim.)


    Der wahrscheinlich genutzte Mast mit Antenne ist hier zu sehen:
    http://www.gyges.dk/richtfunkverbindung.htm
    (Bild rechts: "A light type tower (mast) at FlH Tirstrup.")


    Leider kenne ich die Gegebenheiten im Bereich Gut Warnsdorf nicht, aber da sich
    der Richtfunktrupp wahrscheinlich immer die höchsten Geländepunkte ausgesucht
    haben dürfte, vermute ich hier einen kleinen Fehler im Hoffmann.
    Es ist von einer Anhöhe von 120m die Rede. Unmittelbar südöstlich des Gutes gibt
    es eine Anhöhe von etwas über 150m. Warum eine 120m-Anhöhe (die ich auf der
    Karte nicht gefunden habe) wählen, wenn es eine 150m hohe Anhöhe gibt?
    Je höher, umso mehr Kilometer kann man überbrücken...


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Zwei Randnotizen später wird die gleiche Signatur als das Lebenslauf von einem Oberleutnant Gerhard Chlubek zugleich als Lebenslauf von Major Windels genannt.


    Moin!


    Ich fand diesen Thread zufällig auf der Suche nach Hans Windels. Vielleicht
    ist es ja noch von Interesse...


    Da er zur Funkaufklärung gehörte, haben die Alliierten ihn vernommen und
    aufgefordert, seinen Lebenslauf und seinen Werdegang niederzuschreiben.
    Leider ist der Text auf Englisch, aber...


    "In autumn of 1944 I was the first, and until the present time the only officer
    of the SIS to receive the high distinction of the "German Cross" in silver ..."
    [SIS = Signal Intelligence Service = Funkaufklärung]


    aus:
    https://docs.google.com/file/d…p-yiJcXAwNVRJYUJQLXM/edit
    Lebenslauf: S. 11 + 12
    Werdegang: S. 13 - 17 (Text auf S. 17, erster Absatz)


    Auch Gerhard Chlubek gehörte zu den "Vernommenen".
    https://docs.google.com/file/d…p-yiJQkg0S1lOWGl0Q1U/edit
    Lebenslauf: S. 1 + 2
    Werdegang: S. 3 - 6


    Quelle: http://www.ticomarchive.com/th…air-force/related-reports
    (hier: TICOM IF-178)


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Aflubing hat die Position des Peilers ja schon eingestellt und ich bin mir sehr sicher, dass es sich um einen
    8-Mast Adcock-Peiler handelt. Das Gebäude, das sich etwa 450m ONO befindet, scheint die Unterkunft oder
    ähnliches gewesen zu sein. Das Ganze ist wohl "Nachkriegsware", denn wer bei Gockel-Erde einmal mit der
    Zeitleiste spielt und sie auf 1953 stellt, sieht, dass weder der Peiler noch das "Hauptgebäude" zu dieser Zeit
    vorhanden waren.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin Thomas!


    Interessant!
    Könntest du mir bitte sagen, wo du das Bild "K800_DSCI2940", das du am 3.9. gepostet hast,
    gemacht hast?
    War diese "Metallkonstruktion" noch fest im Boden oder sah es eher so aus als ob es, wie das
    andere "Metallstück", auch herausgezogen war?


    Ich habe die Vermutung, dass auf der Anhöhe, dort wo die zerstörte Betonplatte ist, der Wasser-
    mann gestanden hat. Die "Metallstücke" könnten von der Abspannvorrichtung oder vom Haupt-
    sockel selbst sein.
    Nur eine Vermutung...


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Da ich vom Spanischen Bürgerkrieg fast keine Ahnung habe, habe ich in
    Hoffmanns "Geschichte der Luftnachrichtentruppe" geblättert (dort steht
    auch etwas über die L.C.) und auch einmal "Wiki" befragt.


    Dein Vater soll bis September 1938 in Barcelona gewesen sein?
    Da passt anscheinend etwas nicht, es sei denn er kämpfte gegen die
    Nationalisten und somit u.a. die "Legion Condor".


    Barcelona fiel erst am 26. Januar 1939 in die Hände der Nationalisten.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanischer_B%C3%BCrgerkrieg


    Oder habe ich da etwas übersehen und einen Fehler gemacht?
    (Nobody is perfect...)


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Schöner Besuch!
    Nach Glashütte habe ich es damals bei meinem Besuch in Karow nicht mehr geschafft.
    Es steht aber noch auf meiner "To-do-Liste", da Herr Schultze in seinem Buch über den
    Parchimer Flugplatz schriebt, dass sich dort etwas befunden haben soll, das mit der
    Ln-Stellung EICHHÖRNCHEN zu tun gehabt haben soll.


    zu K800_DSCI2930.JPG
    Sehe ich das richtig, dass es sich um eine Betonplatte mit zwei abgesägten Bolzen handelt
    und von den Platten gibt es vier, die im Quadrat angelegt sind?
    Wenn du nochmal nach Glashütte fährst, könntest du bitte die Plattenabstände und die
    Bolzenabstände vermessen? Das sieht sehr nach den Sockeln für ein Freya aus....


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin Thomas!


    Karow, Kuwalk und Quitzow waren Funkmessstellungen der "Hellen Nachtjagdräume" 10 und 11.


    Jeder dieser Nachtjagdräume hatte (in der Regel) drei Funkmessstellungen, die auf einer
    Linie lagen und fast genau 30 km auseinander waren. Hinter jeder Funkmessstellung waren
    27 Scheinwerfer (jeweils nebeneinander drei 9er-Blöcke, wobei der mittlere Block direkt hinter
    der Funkmessstellung war). Jeder Helle Nachtjagdraum besass also 81 Flakscheinwerfer.


    Die Linie des Raum 10 soll mit einer Funkmessstellung bei Dalkendorf (die Bezeichungen
    der Stellungen waren damals die Raumnummer plus ein Buchstabe, beginnend im Norden
    mit A. Dalkendorf war also 10A) begonnen haben (noch nicht gefunden). 30 km weiter war
    die Stellung 10B bei Karow. Weitere 30 km weiter lag die Stellung bei Kuhwalk (10C).


    Der Helle Nachtjagdraum 11 schloss direkt an. 30km von Kuwalk lag die Stellung bei
    Quitzow (11A). Hier folgen noch die Stellungen Leppin (11B) und Faulenhorst (11C).


    Ich habe damals auf Geschichtsspuren meine Recherche gepostet:
    http://www.geschichtsspuren.de…htjagdraum-10-t18805.html
    http://www.geschichtsspuren.de…htjagdraum-11-t18806.html


    Während des Krieges wurden die Hellen Nachtjagdräume aufgelöst, da sie wohl zu ineffektiv
    waren. Alle Stellungen wurden aufgelöst. Lediglich die Stellung bei Karow, die die die Be-
    zeichnung "Eichhörnchen" erhielt, "überlebte" diesen "Kahlschlag".


    Die Barackenanlage des Eichhörnchens war direkt am Ortsausgang in Richtung der Funk-
    messgeräte. Dort stand vor ein paar Jahren noch ein Erinnerungsstein. (Sorry, habe kein
    besseres Foto.)
    Die Betonplatte beim Eiskeller soll teil eines Küchengebäudes gewesen sein.


    Zum Goldfasan:
    Auf der Anhöhe südwestlich von Below ist nicht mehr viel übrig. Ich habe da lediglich die
    ausgegrabenen Abspannsockel des Wassermann gefunden.


    Zum Hahn:
    Bei einer Besichtigung bitte äusserste Vorsicht!!! Ein Jäger warnte mich damals vor einem
    nicht abgedeckten Brunnen!!! Nach erfolgloser Suche nach den Antennensockeln traf ich
    damals einen Anwohner, der mir erzählte, dass alle Sockel nach dem Krieg zerstört wurden.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    ... und hier noch ein paar Funde zur MarFlakS II:


    Auszug aus "Geheimer Ostseetagesbefehl" vom 24.9.41


    - Verlegung Flakschule II.


    Stab Flakschule II wird planmäßig am 15.9.41 nach Frankreich verlegt. Eintreffen
    in Dax am 19.9.41.
    Fernschreibanschrift: Festungsbau-Dienststelle Biarritz für Flakschule II


    ----------------------


    Auszug aus "Geheimer Ostseetagesbefehl" vom 15.12.41:


    - Organisation der Marine-Flakschule II.


    I. Kommando mit Stab in Dax


    II. S. Flak-Ausbildung
    Schwere Flak-Ausbildungsstelle Moliets et Maa mit der 2. schweren Flak-Lehr-
    Kompanie.
    Ausbildung: f. Flak-Leiter-B-Land, G.F. Flak I, W.Lt.Bm (Flak) Lfb. XIV,
    Flak-E-messer (Lfb. I und XIV).
    Bewaffnung: Kommandogeräte Dreiwag, Kleinkog, 10,5 und 8,8 cm Geschütze.


    III. L. Flak-Ausbildung
    A. L. Flak-Ausbildungsstelle 1 Plage d'Ondres mit 5. und 6. l. Flak-Lehrkompanie.
    B. L. Flak-Ausbildungsstelle 2 Mimizan Plage mit 7. und 8. l. Flak-Lehrkompanie.
    Ausbildung: Flak-B-Bord und Flak-B-Land (Lfb. I und XIV.)
    Bewaffnung: 3,7 cm S.K. in Einzel- und Doppellafette
    4 cm Flak 28 Bofors
    2 cm Flak 30, Flak 38, Oerlikon.


    IV. Flak-Scheinwerfer- und Horchausbildung
    Flak-Horch- und Scheinwerfer-Ausbildungsstelle La Teste de Buch mit der 9. Flak-
    Horch- und Scheinwerfer-Lehr-Kompanie.
    Ausbildung: Scheinwerferoffiziere (Land), Scheinwerferführer, Scheinwerferleit-
    vorleute und Horcher (Lfb. XIV).
    Bewaffnung: 150 cm Scheinwerfer c/39
    Leitrichtgerät C/39
    Horchgeräte C/33, C/39, franz. Horchgerät Sauter Harlé.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    ... und hier ab ca. September/Oktober '43:


    Auszug aus "Geheimer Nordseetagesbefehl" vom 16.10.43
    [auch "Geheimer Ostseetagesbefehl" vom 17.9.43]:



    - Organisation im Bereich der Inspektion der Marineartillerie

    1. Mit dem 1.10.43 sind gemäß OKM Skl Qu A II Nr. 5505 geh. vom 10.9.43 aufzustellen:


    a.) aus dem Stabe der Schiffsartillerieschule
    das Höhere Kommando der Schiffsartillerieschulen (H.K.S.)
    b.) aus dem Stabe der Marineflakschule I
    das Höhere Kommando der Mar.Flak- und Küstenartillerieschulen (H.K.Flak/K)


    Dienststelleninhaber ist:
    zu a) Der Höhere Kommandeur der Schiffsartillerieschulen
    zu b) Der Höhere Kommandeur der Mar.Flak- und Küstenartillerieschulen.


    Standort: zu a) Saßnitz
    zu b) Swinemünde.


    2. Es sind unterstellt unter gleichzeitiger Umwandlung der KAL und der bisherigen
    Abteilungen der SAS und Flaksch. I in Schulen:
    a) Dem H.K.S.
    - 1. Die Schiffsartillerieschule I (artl.techn. Ausbildung) - SAS I - Standort Kiel,
    - 2. die Schiffsartillerieschule II (Schießausbildung) - SAS II - Standort Saßnitz,
    - 3. die Schiffsartillerieschule III (E-Meßausbildung) - SAS III - Standort Saßnitz,
    - 4. der Schulverband der Schiffsartillerieschulen, Hauptliegehafen Saßnitz.
    b) Dem H.K.Flak/K
    - 1. Die Marineflakschule I (Flak-Bordausbildung) Flaksch. I, Standort Ueckeritz,
    - 2. die Marineflakschule II (S. Flak-Land-, L. Flak-, Scheinwerfer- u. Horchausbildung
    für Dienststellen im Westraum) Flaksch. II, Standort Dax, Frankreich,
    - 3. die Marineflakschule III (L. Flakausbildung) Flaksch. III, Standort Misdroy,
    - 4. die Marineflakschule IV (Scheinwerfer- und Horchausbildung) Flaksch.IV,
    Standort Neuendorf/Usedom,
    - 5. die Marineflakschule V (Funkmeßausbildung) Flaksch. V, Standort Swinemünde,
    - 6. die Marineflakschule VI (artl.-techn. Ausbildung) Flaksch. VI, Standort Wesel,
    - 7. die Marineflakschule VII (U-Bootsflakausbildung) Flaksch. VII,
    Standort Swinemünde,
    - 8. die Marineflakschule VIII (S. Flak-Landausbildung) Flaksch. VIII,
    Standort Swinemünde,
    - 9. die Küstenartillerieschule (KAS), Standort Swinemünde,
    - 10. die Marine-Luftsperrschule, Mar.L/Sperrsch., Standort Brunsbüttelkoog
    - 11. die Marine-Artl.-Fernsprechschule, Mar.Fernsprsch., Standort Stohl,


    3. Fachlich sind unterstellt:
    a) Dem H.K.S.
    Artl.Ausbildungsstelle beim AdS, Harderwijk,
    Artl.Ausbildungsstelle beim BSW, Royan,
    Artl.Ausbildungsstelle beim BSN, Cuxhaven.
    Hinsichtlich leichte Flak-Ausbildung unter Beteiligung des H.K.Flak/K
    b) Dem H.K.Flak/K
    2. (leichte Flak-) Ausbildungsabteilung Wangerooge,
    4. (leichte Flak-) Ausbildungskompanie Duhnen,
    6. (leichte Flak-) Ausbildungskompanie Niens,
    8. (leichte Flak-) Ausbildungskompanie Schillig,
    Flak-Ausbildungsstelle, Drontheim,
    Küst.Artl.Lehrgruppe Norwegen, Ranö,
    Küst.Artl.Ausbildungsstelle beim Adm. Kanalküste (MAA 604),
    Artl.Ausbildungsstelle Schwarzes Meer,
    Artl.Ausbildungsstelle beim Admiral Aegäis.
    Hinsichtlich der Ausbildung im Seezielschießen der Schiffsartillerie
    unter Beteiligung des H.K.S.


    ----------------------


    Auszug aus "Ostseetagesbefehl" vom 30.11.44

    - Verlegung
    Die Marine-Flakschule VI ist von Wesel vorläufig nach Ückeritz auf Usedom verlegt
    worden.
    Neue Anschrift lautet:
    Kommando Marine-Flakschule VI (artl.techn. Ausbildung), Ückeritz auf Usedom.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Für die Zeit als die Einheit noch Flak-Kriegsschule hiess, fand ich diesen Eintrag:


    Auszug aus "Ostseetagesbefehl" vom 12.7.40:


    - Umbenennung der Lehrgangskompanien bei Fla.K.S.


    Lehrgruppe Schwere Flak-Bord-Ausbildung.
    alt: 2.(Schwere Flak) Lehrkomp. --- neu: 2. (Schwere Flak) Lehrkomp. --- Swinemünde
    alt: 10. (Flak E.Meß) Lehrkomp. --- neu: 3. (Flak E.Meß) Lehrkomp. --- Swinemünde


    Lehrgruppe Schwere Flak-Land-Ausbildung
    alt: Teil der 7./- für Flak-Land-Ausbildung --- neu: 4. (Schwere Flak) Lehrkomp. --- Swinemünde
    alt: 12. (Flak E.Meß) Lehrkomp. --- neu: 5. (Flak E.Meß) Lehrkomp. --- Neuendorf


    Lehrgruppe Schwere Flak-Front-Schießausbildung
    alt: 3. (Flak-Front) Lehrkomp. --- neu: 6. (Flak-Front) Lehrkomp. --- Zempin


    Lehrgruppe leichte Flak-Ausbildung
    alt: 4. (leichte Flak) Lehrkomp. --- neu: 7. (leichte Flak) Lehrkomp. --- Misdroy
    alt: 5. (leichte Flak) Lehrkomp. --- neu: 8. (leichte Flak) Lehrkomp. --- Misdroy
    alt: 9. (leichte Flak) Lehrkomp. --- neu: 9. (leichte Flak) Lehrkomp. --- Pillau
    alt: 14. (leichte Flak) Lehrkomp. --- neu: 10. (leichte Flak) Lehrkomp. --- Pillau


    Lehrgruppe Flak-Horch- und Scheinwerferausbildung
    alt: 6. (Flak-Horch- u. Scheinw.) Lehrkomp. --- 11. (Flak-Horch- u. Scheinw.) Lehrkomp. --- Neuendorf
    alt: 8. (Flak-Horch- u. Scheinw.) Lehrkomp. --- 12. (Flak-Horch- u. Scheinw.) Lehrkomp. --- Usedom
    alt: Horchzug Kaseburg --- 13. (Flak-Horch- u. Scheinw.) Lehrkomp. --- Kaseburg


    Artillerieversuchskommando Land
    alt: 7. (A.B.K.L) Kompanie --- 15. (A.B.K.L.) Kompanie --- Swinemünde


    ----------------------


    Auszug aus "Ostseetagesbefehl" vom 22.1.41:


    - Verlegung von Ausbildungsstellen der Fla.K.S.
    a) Leichte Marine-Flakausbildung.
    Die Ausbildungsstelle leichte Marine-Flakausbildung ist mit dem 7.1.41
    endgültig von Pillau nach Nest verlegt worden. [Info nordfriese: 9. und 10. Komp. der FlaKS]
    Die Postanschrift lautet: Nest über Köslin in Pommern.
    Bahnstation: Köslin.
    Bahnstation für Güterverkehr: Güdenhagen.


    b) 13. (Flak Horch- und Scheinwerfer) Lehrkompanie
    Die 13. (Flak Horch- und Scheinwerfer) Lehrkompanie der Fla.K.S. ist
    mit dem 3.1.41 von Gothen a. Usedom nach Wollin verlegt worden.
    Die Anschrift lautet: 13. (Flak Horch- und Scheinwerfer) Lehrkompanie Wollin
    Bahnstation: Wollin:


    ----------------------


    Auszug aus "Ostseetagesbefehl" vom 6.6.41:


    - Aufstellung neuer Fla.K.S.-Lehrkompanien.
    Mit dem 1.6.41 sind bei der Fla.K.S. die 1. (Art.Mech.) Lehrkompanie, Swinemünde,
    und die 16. (schwere Flak-Land) Lehrkompanie, Rügenwalde, neu angelaufen. Beide
    Kompanien sind der Lehrgruppe schwere Flak-Land-Ausbildung in Swinemünde unterstellt.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    erst ab Oktober 1943 wurde Augenscheinlich umgegliedert und neu ausgestellt.


    Vielleicht von Interesse...
    Um sicherzugehen, dass die Soldaten nach der "Umgliederung" auch richtig kommandiert würden, wurde in den "Geheimen
    Tagesbefehlen" ("Geheimer Nordseetagesbefehl" vom 28.8.43 bzw. "Geheimer Ostseetagesbefehl" vom 31.8.43) die Neu-
    organisation der Marine-Flakschule I abgedruckt.
    Hier der Auszug:


    "Kommandierungen an Marine-Flak-Schule I Swinemünde


    Der Marine-Flakschule I unterstehen die


    1. (Schwere Flak-Bord-) Lehrabteilung, Ueckeritz
    - 1. (schwere Flak-Bord-) Lehrkompanie, Ueckeritz,
    - 4. (Flak-Bord-E-Meß-) Lehrkompanie, Ueckeritz


    2. (Schwere Flak-Land-) Lehrabteilung, Swinemünde
    - Stabskompanie der Marine-Flakschule I, Swinemünde
    - 6. (schwere Flak-Land-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 7. (schwere Flak-Land-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 8. (schwere Flak-Land-) Lehrkompanie, Rügenwalde
    - 9. (Flak-Land-E-Meß-) lehrkompanie, Rügenwalde
    - 1. Marinehelferinnen-Lehrbereitschaft der 2. Lehrabteilung, Rügenwalde


    3. (Leichte Flak-) Lehrabteilung, Misdroy
    - 11. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Misdroy
    - 12. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Misdroy
    - 13. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Nest bei Köslin
    - 14. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Nest bei Köslin
    - 15. (leichte Flak-)Lehrkompanie, Fanö bei Esbjerg
    (bisher 1. leichte Flak-Ausbildungskompanie, Dänisch-Nienhof [Info
    nordfriese: Umzug lt GehOTB 23.7.43 abgeschlossen am 20.7.43]
    )


    4. (Flak-Scheinwerfer-) Lehrabteilung, Neuendorf bei Zinnowitz (auf Usedom)
    - 16. (Flak-Scheinwerfer-) Lehrkompanie, Neuendorf
    - 18. (Flak-Scheinwerfer-) Lehrkompanie, Wollin
    - 1. Marinehelferinnen-Lehrbereitschaft der 4. Lehrabteilung, Neuendorf


    5. (Funkmeß-) Lehrabteilung, Swinemünde
    - 21. Funkmesser (Flak-T-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 22. Funkmesser (Flak-G-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 23. Funkmesser (Flum-G-) Lehrkompanie, Neuendorf
    - 24. Funkmeßwart (T-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 25. Funkmeßwart (G-) Lehrkompanie, Swinemünde
    - 51. Funkmeß-Verfügungs- und Lehrkompanie, Glowe und Saßnitz (Rügen)
    - Ausbildungs- und Wachzug, Usedom
    - 1. Marinehelferinnen-Lehrbereitschaft der 5. Lehrabteilung, Usedom
    - 2. Marinehelferinnen-Lehrbereitschaft der 5. Lehrabteilung, Swinemünde


    6. (Art.techn.-) Lehrabteilung, Wesel a. Rh.
    - 26. (Artillerie-Mech.-) Lehrkompanie, Wesel
    - 27. (Artillerie-Mech.-) Lehrkompanie, Wesel
    - 28. (Artillerie-Mech.-) Lehrkompanie, Wesel
    - 29. (Artillerie-Mech.-) Lehrkompanie, Wesel
    - 1. Marinehelferinnen-Lehrbereitschaft der 6. Lehrabteilung, Wesel


    7. (Leichte Flak-) Lehrabteilung, Swinemünde-Eichstaden
    - 31. (leichte Flak-) Lehrkompanie auf Beischiff "Wangoni", Swinemünde-Eichstaden
    - 32. (leichte Flak-) Lehrkompanie auf Art.Schulschiff "Mars", Swinemünde-Eichstaden
    - 33. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Swinemünde-Eichstaden
    - 34. (leichte Flak-) Lehrkompanie, Swinemünde-Eichstaden


    Schulverband der Marine-Flak-Schule I, Swinemünde-Eichstaden.


    Alle Kommandos haben im Schriftverkehr und bei Überweisungen die genaue Bezeichnung
    der Lehrabteilung und ferner anzugeben, ob es sich um Stammpersonal oder Lehrgangs-
    teilnehmer handelt. Bei der Überweisung sind die Marschpapiere richtig auszustellen
    (genaue Abgabe der Lehrabteilung bzw Lehrkompanie).
    Die Soldaten und Marinehelferinnen sind eingehend zu belehren, zu welcher Lehrabteilung
    bzw. welchem Lehrgang sie kommandiert sind."


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!


    Die Flak-Batterie "Blücher" war westlich der Hafeneinfahrt, hat also mit den Resten, die heute
    östlich der Hafeneinfahrt im Wasser steht nichts zu tun..
    Der Sockel des "Würzburg-Riese" steht ja schon im Wasser, war also damals schon direkt an
    der Küste. Dies ist fast schon typisch für Marine-Funkmessgeräte zur see-taktischen Vorfeld-
    aufklärung und da es sich um ein Marinegerät handelt ist die genaue Bezeichnung in diesem
    Fall FuMO-214 (Ich glaube, die Marine nannte sie auch "See-Riese").
    Dieser steht vermutlich auf einem Marine-Regelbau V229. ;)
    Hier noch ein aktuelleres Bild von CoVoX:
    http://www.panoramio.com/photo/35773154


    Die vier Luftwaffen-Funkmessstellungen (Dobermann, Kondor, Stier und Leopard) entlang der
    Küste zwischen Swinemünde und Großendorf (Wladyslawowo) waren alle mindestens 1,5 km
    von der Küste entfernt.


    Gruss aus NF!
    Rolf

    Moin!

    Was heisst M.A.?
    Oberleutnant M.A. W....ling?


    Das MA hinter dem Dienstgrad bedeutet, dass es sich hierbei um einen Oberleutnant der Marineartillerie handelt.


    Dieses MA hat aber nichts mit der Einheitsbezeichnung "1. F.M.A." zu tun. Dies war die 1. Funkmess-Abteilung in
    De Haan (Belgien). Würde dann ja auch einen gewissen Sinn ergeben, wenn das Bild in Belgien hergestellt wurde.


    Gruss aus NF!
    Rolf