Posts by Gerd Wolf

    Hallo Lars,


    das Flak-Regiment 50 bildete ab Oktober 1940 die "Flak-Gruppe Ostfriesland", ab Mai 1942 war es als "Flak-Gruppe Lübeck" im Einsatz.

    Ab Frühjahr 1944 bildete es die "Flak-Gruppe Moorland" im Emsland.

    Das Regiment unterhielt keine Abteilungsstäbe, sondern nur einzelne Batterien und Abteilungen.

    Dem Regiment unterstanden zu diesem Zeitpunkt 10 schwere und 8 mittlere, bzw leichte Batterien.


    Im Juni 1944 wurde der Regimentsstab aus dem Einsatz gezogen. Der Stab war für die Führung von leichten Eisenbahn-Flakabteilungen vorgesehen,

    dem späteren Flak-Regiment 50 (E.Tr.)



    Quelle: Hummel, Karl-Heinz: Die deutsche Flakartillerie 1935-1945

    Hallo Matthias,


    ist Dir bekannt, dass als "Entlausungswagen" auch mobile Gaskammern aus Tarnungsgründen genannt wurden?

    Im Herbst 1944 gab es im KZ Stutthof Versuche, Vergasungen in einem umgebauten Güterwagen durchzuführen.


    Deswegen machte mich der Eintrag beim "Entseuchungszug 612" stutzig: er wurde am 05.06. 1943 nach Brassowo überführt zum Zwecke der Entlausung der Zivilbevölkerung.

    Hallo Zusammen,



    ich hab noch eine neue Idee:

    im TV lief die Tage eine Doku über den 2.Weltkrieg. RAF und USAAF machten Millionen Fotos u.a. vom Deutschen Reich.

    Der Film zeigte auch die Bearbeitung der oben genannten Fotos: die Fotos befanden sich in einem runden Behälter, ähnlich dem Gerät von Dieter

    In diesem Behälter rotierten die Fotos im Kreis.

    Könnte es sich um ein Fixierbad handeln?

    Guten Abend,


    könnte es sich um einen Destillierapparat zur Herstellung von Glycerin handeln?

    Ich bin der französischen Sprache zwar nicht mächtig, meine aber dass die Fa. Barbet&Fils in der chemischen Branche tätig war(bzw. vielleicht noch ist).

    Hallo Thomas,


    Barthelmäs war im weiterem Sinn am Holocaust beteiligt


    Auszüge aus seiner Vernehmung durch Beamte des LKA Baden-Württemberg, 1967, zeigen seine Haltung nach 1945.

    Die Rolle und Person Barthelmäs's sind in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt.


    Das war mein Grund, auf Barthelmäs noch einmal gesondert aufmerksam zu machen.

    Hallo,


    ich möchte auf Reichsbahnoberinspektor Adolf Bartelmäs hinweisen.

    Von Oktober 1939 bis Mai 1945, war Barthelmäs Vorsteher der Güterabfertigung im Bahnhof Auschwitz

    und dafür verantwortlich, dass die Deportationszüge ins KZ Auschwitz-Birkenau gebracht wurden.


    Seine Biographie findet sich im Personenlexikon der ARGE Eisenbahn

    Barthelmäs, Adolf; Reichsbahnoberinspektor


    Vorwort:


    Normalerweise schreibe ich zu den Biographien der Personen kein Vorwort.

    Aufmerksam geworden durch einen Eintrag in „Das Personenlexikon zum Dritten Reich – wer war was vor und nach 1945“ von Ernst Klee*, begann ich

    weiter zu recherchieren.

    Laut seiner Nichte, war der Mann um den es in dieser Biographie geht, ein „ weicher und gutmütiger Mensch, der keiner Fliege etwas antun konnte“

    Von Oktober 1939 bis zum Ende des 2. Weltkrieges, war die Person als Reichsbahner in Polen eingesetzt.

    Zu seinen Aufgaben gehörte es, Waggons und Züge von einem Nebengleis zu seinem Bestimmungsort zu befördern.

    Der Mann um den es geht, hieß Adolf Barthelmäs und war Vorsteher der Güterabfertigung im Bahnhof Auschwitz.

    Das Ziel der Waggons und Züge mit deportierten Juden, war das KZ Auschwitz-Birkenau.


    1967, bei einer Vernehmung durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg,

    gab sich Barthelmäs „als pflichtbewussten und vollkommen harmlosen Beamten.

    Mit dem, was sich im KZ Auschwitz abspielte, hatte er nichts zu tun, denn sein Arbeitsgebiet lag ausserhalb der Zäune.“

    Obwohl Barthelmäs durch das Landeskriminalamt vernommen wurde, kam es nie zu einer Anklage.


    * Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich - wer war was vor und nach 1945, Fischer Taschenbuch-Verlag 2011


    Biographie:


    * 21.05 1900 Schrozberg , gest. 12.02. 1976 Stuttgart

    1906 – 1914: Volksschule Schrozberg

    1914 – 1917: Verkehrsbeamtenschule Mügglingen

    1918: Eisenbahner

    1939 – 1945: Vorsteher der Güterabfertigung im Bahnhof Auschwitz

    1945 – 1965: Bahnhof Nürnberg


    Im Bahnhof Auschwitz hatte B. die Aufgabe, die ankommenden Waggons mit den deportierten Juden auf ein Nebengleis des Bahnhofs zu lenken.

    Bevor die Waggons in das KZ geschoben wurden, bekamen sie noch eine neue Lokomotive.

    Bis zu vier Bahnbedienstete begleiteten den Zug auf seinem 1937 Meter langen Weg nach Auschwitz –Birkenau.

    Dort konnten sie beobachten, wie die Deportierten aus den Waggons und zur sogenannten Selektion getrieben wurden.

    Nach kurzer Zeit rollten die leeren Waggons zurück in den Bahnhof Auschwitz, wo sie von Zwangsarbeitern gereinigt werden mussten.


    Nach 1945 behauptete B. „nie an den Ausladungen zugegen gewesen zu sein“

    Dennoch wusste er, dass in den Waggons etwa 60 Personen untergebracht waren.

    Während des Auschwitz-Prozesses 1964, gab B’s. Stellvertreter Willhelm Hilse zu Protokoll, das diese Zahlen wichtig für die Abrechnung (Ermittlung der Transportkosten) gewesen wären.


    1967 wurde Barthelmäs im Zusammenhang mit dem Holocaust von der Kriminalpolizei vernommen.

    Originalton B. während der Vernehmung:

    Nach ihrer ‚Entladung auf der Rampe im Lager seien die Wagen vom Rangierdienst herausgezogen und zur Entseuchung bezettelt und abgefertigt worden.“

    Auf die Frage des Polizeibeamten:

    "Stand den Opfern in den Waggons eine Toilette zur Verfügung?"

    Antwort B.:

    "Die Juden waren in geschlossenen Güterwagen untergebracht, in denen bekanntlich keine Klosette eingebaut sind. Inwieweit möglicherweise Fäkalienkübel in den einzelnen Waggons aufgestellt waren, ist mir nicht bekannt."


    Eine weitere Frage bezog sich auf die Verpflegung und die Dauer der Fahrten.

    Hierauf antwortete B:

    "Was auf dem Transport geschah, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn ich aber nach meiner Meinung gefragt werde, so muss ich sagen, dass es technisch kaum möglich gewesen sein wird, die in den einzelnen Güterwagen zusammengepfechten Personen ordnungsgemäß zu versorgen. Wenn ich gefragt werde, wie lange ein Transportzug von seinem Ausgangsbahnhof bis nach Auschwitz unterwegs war, so schätze ich, dass ein Transport von Frankreich nach Oberschlesien etwa vier Tage gedauert haben dürfte."

    Adolf Barthelmäs muss sich über die Zustände in den Deportationszügen im Klaren gewesen sein:

    "Wie schon erwähnt, dürfte die Todesursache der unterwegs verstorbenen Personen in der damals herrschenden großen Hitze gelegen haben. Im Winter dürfte Kälte die Todesursache gewesen sein. Ich habe nicht beobachtet, dass Öfen installiert waren. Auch dürfte die unzulängliche Unterbringung Grund für das Sterben auf dem Transport gewesen sein. Ich habe einmal einen Leerzug angesehen. Dabei musste ich feststellen, dass der Wagenboden etwa 10 cm mit Menschenkot und Unrat bedeckt war. Diese Beobachtung erfolgte von der Türe aus, ohne den Wagen zu betreten."

    Diese Antwort ließ eine gewisse Distanzlosigkeit erkennen.



    Seit 1937 war B. Mitglied der NSDAP.

    Gleich nach dem Überfall auf Polen, wurde B. dorthin abkommandiert.

    Die Frage, ob er eine andere Verwendung außerhalb Polens beantragte, muss offen bleiben.


    In Auschwitz lebte B. mit seiner Familie in einem großen Haus mit mehreren Zimmern und polnischem Personal.

    Von diesem Haus musste B. die rauchenden Schornsteine der Krematorien gesehen haben.

    Er bemerkte an seinen Fenstern jedenfalls „süßlichen Geruch“ und „bläuliche Farbe“


    Bei seiner Vernehmung 1967 durch das Landeskriminalamt, erklärte Barthelmäs:

    "kein persönliches Interesse" an einer weiteren Klärung des Schicksals dieser Menschen gehabt zu haben.“


    Quellen: Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich – Wer war was vor und nach 1945

    Swp.de



    Hallo Zusammen,


    was die Kämpfe im Raum Bielefeld angeht, möchte ich auf die Kriegschronik "Die Kämpfe in und um Bielefeld im März und April 1945"

    von General a.D. Friedrich Kühlwein hinweisen.

    Erschienen im 56. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Jahrgang 1950/51.


    Das Original befindet sich im Stadtarchiv Bielefeld

    Hallo Zusammen,


    @ Karl: nach meiner Erinnerung, war meine Mutter im Bethesda Krankenhaus Breslau.

    Ab wann Breslau bombardiert wurde (wenn überhaupt?) kann ich leider nicht sagen.

    Das wird auch der Grund sein, warum die beiden "Luftschutzmaiden" (noch) so gelassen sind.