Posts by Gerd Wolf

    Hallo Zusammen,


    heute jährt sich der Angriff und die Zerstörung des Viaduktes in Bielefeld Schildesche.


    Am 14.03. 1945 um 16:28 Uhr Ortszeit explodierte die damals größte konventiuelle Bombe der Welt erstmalig an einem Ziel.

    Der Viadukt wurde auf einer Länge von ca. 160 Metern zerstört.

    Zu beachten ist: es gab zwei parallele Viadukte; Einer von 1847 (Personenbahn) und der Andere von 1917 (Güterbahn).


    1947 wurde die Güterbahn mit einer Schaper-Reichsbahn-Krupp (SKR) Brückenkonstruktion auf Befehl der britischen Besatzungsmacht behelfsmässig befahrbar gemacht.

    Das Ruhrgebiet lag in der britischen Besatzungszone und der Kohleverkehr zu den deutschen Nordseehäfen nach Großbritanien sollte so sichergestellt werden.

    Bereits ab November 1944 wurde der Personenverkehr über die sogenannte "Gummibahn" umgeleitet.


    1964 wurde der Personenbahn Viadukt mit einer Spannbetonkonstruktion neu aufgebaut.

    Die SKR Konstruktion hielt sich bis 1983, ehe sie durch eine neue, der von 1964 angeglichenen Brücke, weichen mußte.


    Es gab 1983 Bestrebungen, den SKR Einschub museal zu erhalten.
    Weder die Bundeswehr, noch die Stadt Bielefeld, zeigten Interesse.


    Die Bilder zeigen den SKR Einschub von 1947, und den Viadukt Heute.

    Rund um den Viadukt wurde ein Naherholungsgebiet mit einem Stausee angelegt.

    Hallo Christiane,


    zu Deinen Fragen:

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    Wie wurden die Verwundeten versorgt , bzw. woher kamen die Rettungskräfte?

    Die Verwundeten wurden an Ort und Stelle erstversorgt. Jede Einheit führte Truppensanitäter mit, die die Erstversorgung übernahmen.

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    Wie kamen die Überlebenden weiter an ihr Ziel?

    Wo kamen die Verwundeten hin? Und wo die Toten?

    Sie wurden ins Hinterland zu einem Hauptverbandsplatz (HVP) gebracht, dort soweit stabilisiert, dass sie transportfähig waren, um mit einem Lazarettzug

    zum nächsten Lazarett oder sogar ins Reich gefahren zu werden.

    Zu Beginn der "Operation Barbarossa" wurden die Gefallenen auch ins Reich transportiert, später an Ort und Stelle begraben.

    Viele Soldatengräber wurden beim Rückzug der Wehrmacht, von den eigenen Truppen eingeebnet.


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    Wie wurde die Strecke wieder befahrbar gemacht, und wie lange dauerte das?

    Zuerst wurden entgleiste Loks und Waggons zur Seite geräumt. Anschliessend wurden die Gleisanlagen wieder befahrbar gemacht.

    Es kam darauf an, wieviel von der Strecke in Mitleidenschaft gezogen war; die Eisenbahnpioniere benötigten von ein paar Stunden, bis mehrere Tage.


    Ich hoffe, Dir ein wenig weiter geholfen zu haben.

    Eventuell kann ja noch Jemand ergänzen.

    Hallo AD Hermens,


    wie ich in Post 5 bereits geschrieben habe, hingen die Sabotageakte mit der Operation "Market Garden zusammen;

    die niederländische Regierung hatte unter anderem zu einem Eisenbahnerstreik aufgerufen.


    Handelt es sich um den Lazarettzug 617 ?

    Haben Sie schon das "Niederländische Institut für Kriegsdokumentation" kontaktiert ?

    Vielleicht gibt es dort Material zu dem Sabotageakt.


    Hallo Christiane,


    dann war deine Mutter wahrscheinlich bei der GEDOB. wie ich schon geschrieben habe, war der Hauptsitz der GEDOB in Krakau.

    Zur GEDOB wurde sie wahrscheinlich dienstverpflichtet (Kriegshilfsdienst).

    Hallo Christiane,


    Lublin gehörte zum Bereich der GEDOB (Generaldirektion der Ostbahn) im besetzten Polen.

    Hauptsitz war Krakau, in Lublin eine Zweigstelle.

    Bei den Gesprächen mit Deiner Mutter, fiel vielleicht der Begriff "GEDOB" ?

    Eventuell hilft das Foto von 1941 weiter.

    Hallo Zusammen,


    zum RAD wurde zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr eingezogen.

    Das wäre im Falle von Christianes Mutter spätestens 1939 gewesen.


    @ Christiane, hatte Deine Mutter nach der RAD Zeit eine Ausbildung bei der Reichsbahn begonnen?


    PS: es kann auch sein, dass sie den Kriegshilfsdienst bei der Reichsbahn begann.


    Zitat Christiane:

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    Könnte es sein, dass Frauen auch als Zugbegleiterinnen während des Kriegs gearbeitet haben?

    ja, diese Möglichkeit bestand, es wurden auch Frauen beim Fahrkartenverkauf und zu Büroarbeiten eingesetzt.

    Hallo, zusammen,


    @ Herrn Aders: ich habe mir schon gedacht, dass Sie sich hier "einklinken", danke !


    Zitat Aders:

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    Es ist also anzunehmen, dass der Urlauberzug vor dem Angriff von der Strecke in den Bahnhof des Ausbersserungswerks Nippes umgeleitet worden ist.


    Und der Bahnhof Nippes besass auch einen Luftschutzbunker.

    Deswegen gehe ich davon aus, dass der (die ?) Luftschutzbunker in Köln Hbf schon geschlossen war/en und auf dessen Gleisen sich Züge stauten.

    Darum die Umleitung nach Nippes.

    Guten Abend,


    er muß nicht zwangsläufig über Koblenz gefahren sein; falls er aus dem Urlaub kam:


    Limburg - Wetzlar - Dillenburg - Siegen - Kreuztal - Altenhundem - Finnentrop - Werdohl - Hagen.


    Dort umsteigen in den EmW 66 nach Köln Hbf (Ankunft 0:35), also 10 Minuten nach auslösen des Fliegeralarms.

    Guten Tag,


    falls der Großonkel aus dem Urlaub kam, hätte ich eine Verbindung gefunden, zu der die Zeit zwischen 01:00 und 02.00 Uhr passt:

    EmW (Eilzug mit Wehrmachtsabteilen) 66 von Hamburg Hbf (ab: 16:32 Uhr) - Münster Hbf - Hamm Hbf - Schwerte - Hagen - Wuppertal - (...) - Köln Hbf (an 0:35).

    Dann wäre er wahrscheinlich auf einem Unterwegsbahnhof in den EmW 66 zugestiegen (eventuell Hagen Hbf).


    Zitat Diana:

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    Kann man davon ausgehen, daß der Fliegerangriff ausschließlich den Bahnhöfen und Gleisanlagen galt?

    Hallo Diana, Rangierbahnhöfe waren bevorzugtes Ziel der Alliierten, vor allem den Briten ging es auch darum, die Moral der Bewohner zu brechen (was letztendlich nicht gelang), deswegen wurden auch Wohngebiete getroffen.