Posts by Sven30

    Hallo!


    Zuerst einmal herzlich Willkommen hier im Forum! :thumbsup:


    Die Belegung der Feldpostnummer war wie folgt:


    03295

    (Mobilmachung-1.1.1940) 4. Kompanie Infanterie-Regiment 2,

    (2.1.1940-27.4.1940) gestrichen, wurde Fp.Nr. 16650 E,

    (28.4.1940-14.9.1940) Leichtkranken-Zug 704, u. gestrichen,

    (12.7.1941-26.1.1942) Stab u. 1.-3. Kompanie Kriegsgefangenen-Glaser-Bataillon VI,

    (15.7.1942-24.1.1943) gestrichen,

    (1.8.1943-23.3.1944) 25.9.1943 Stab u. 1.-4. Kompanie Bataillon D III.


    Zu der markierten Einheit konnte ich jetzt nichts finden auf die Schnelle :(


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Anbei ein Auszug der Kriegsgliederung der Pz.Aufkl.Abt.125 vom 01. Feburar 1945. Von rechts nach links sind die einzelnen Kompanien zu erkennen (1.-4. + Kolonne). Die 1./Pz.Aufkl.Abt.125 war mit Panzerspähwagen (KLICK) ausgestattet, mit welchem Moell entzieht sich leider meiner Kenntnis.


    Grüße

    Sven

    Files

    N´Abend!


    Sobald ich heute Mittag zurück bin, werde ich die mal suchen und auswerten. Vielleicht finde ich was Hilfreiches ...


    Es wurde bei mir jetzt ein wenig später, musste aber noch ein paar Sachen erledigen sowie die Briefe heraussuchen und lesen ...


    Also der Soldat meiner Feldpostbriefe kam erst ab dem 23. Dezember 1944 von dem Ersatztruppenteil mit seiner Marschkompanie zur 2./Pz.Aufkl.Abt.125. Hiernach habe ich auch nur wenige Briefe mit milit. Inhalt gefunden, da der Soldat bereits ab Mitte Januar 1945 als vermisst galt, und sämtliche Briefe seiner Familie zurückgesandt wurden. Aber vielleicht kann ich dir trotzdem ein wenig weiterhelfen mit dem u.g. Auszug aus einem seiner Briefe …


    05.01.1945: „... Das diesjährige Weihnachtsfest war nicht schön für mich, am 2. Weihnachtstag sind wir in Wildflecken mit unseren Fahrzeugen verladen worden und sind mit dem Zug gefahren bis nach Lingenfeld, da wurden wir dann ausgeladen weil keine Bahnverbindung weiter bestand zur Front. Von da aus sind wir dann mit den Fahrzeugen weiter fahren. Wir liegen unmittelbar hinter der Front als Eingreifreserve im Raume von Bitsch. Eingesetzt worden sind wir noch nicht bis jetzt. […] Am Tage hat man hier von den Jabos keine ruhige Minute. Gestern hat er uns erst wieder ein paar Sachen vor unsere Unterkunft gesetzt, aber zum Glück ist nichts passiert. Und dann schießt er mit seiner Ari [Anm.: Artillerie] täglich ein paar Stunden hier herein, da gewöhnt man sich schon so langsam dran. ...


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Zuerst einmal herzlich Willkomme hier im Forum! :thumbsup:


    Laut Antwort der WAST war dein Großvater 1./Panzer-Aufklärungs-Abteilung 125 und somit bei der 25.Pantergrenadierdivision: KLICK.


    Wenn mich nicht alles täuscht, müsste ich noch Feldpostbriefe eines Soldaten haben, der in der Nachbarkompanie deines Großvaters war, sprich in der 2./Pz.Aufkl.Abt.125. Sobald ich heute Mittag zurück bin, werde ich die mal suchen und auswerten. Vielleicht finde ich was Hilfreiches ...


    Kurze Frage, aber was genau möchtest du wissen?


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Die von mir online zur Verfügung gestellten Berichte stammen aus einer vom Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg zusammengestellten Sammlung von Offizieren der W-SS stammt (sogenannte Moore-Liste). Ein Scharführer entspricht dem Dienstgrad Unterfeldwebel und ist leider keine Offiziers-Dienstgrad und somit ist deine Großvater nicht in den Listen enthalten.


    Truppenteile:

    Lt. Meldung vom 21.05.1942: 3./SS-Regiment „Langemarck“

    Lt. Meldung vom 31.10.1942 und 07.04.1943: Stab/SS-Panzerregiment 2 „Das Reich“

    Lt. Meldung vom 20.08.1943: 7./SS-Panzerregiment 2 „Das Reich“

    Lt. Meldung vom 08.05.1945: 6./SS-Panzerregiment 2 „Das Reich“


    Des Weiteren möchte ich dir noch Verleihungsvorschläge der Ehrenblattspange der folgenden Offiziere der 7./SS-Pz.Rgt. “Das Reich” empfehlen ("abgespeckte" Form), um über die Kompanie, an die Erlebnisse deines Großvaters heranzukommen:


    - SS-Untersturmführer Mathias Alexy (siehe Anhang1-3)

    - SS-Untersturmführer Ulrich Kruse (siehe Anhang4-5)


    Das SS-Regiment „Langemarck“ versuche ich derzeit noch einzuordnen ... :/


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    ... und Anhang 6! Musste gerade systembedingt 1180 Sekunden warten.


    Des Weiteren stell ich den Verleihungsvorschlag für SS-Untersturmführer Adolf Reeb hoch hier herein, der das Ritterkreuz zur gleichen Zeit erhalten hatte, jedoch nicht alle Seiten, da hier der Anhang begrenz ist.


    Grüße

    Sven

    Hallo!

    Wie kann ich nun den Zug/Trupp meines Großvaters herausbekommen?

    Wahrscheinlich nur über Feldpostnummern, oder?

    Sehr schwierig und nur zum Verständnis, wozu brauchst du die Untereinheit? Sämtliche Infos sammelten sich auf Kompanie- bzw. Batterie-Ebene ab, sei´s die Feldpostnummer, Einträge im Kriegstabebuch, Verleihungslisten, etc. ... besonders bei den Rückzugskämpfen aus der Normandie (Juni bis September 1944) waren sämtliche Einheiten so stark dezimiert, so dass man selbst auf Bataillions- oder Abteilungs-Ebene eher nur noch von von Kompanie-Stärke gesprochen hatte und einsatzbedingt daher auch lieber alles zusammengewürfelt hatte, um irgendwie noch eine kampfkräftige Einheit zu bekommen. Die Untereben herauszubekommen ist möglich, aber nicht zielführend. Problematisch ist hier u.a. auch, dass auf diesen Rückzugskämpfen sehr viele Unterlagen vernichtet sowie zerstört wurden, verloren sind oder durch alliierte Truppen erobert und später nicht zurückgegeben wurden, die Aktenlage ist daher sehr gering.


    Anbei ein Auszug der Kriegsgliederung des SS-Pz.Rgt. 2 "Das Reich" vom 03.06.1944, grün markiert ist die 7./SS-Pz.Rgt. 2 "Das Reich" (siehe Anhang 1).


    Des Weiteren habe ich einen Verleihungsvorschlag für das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für SS-Obersturmführer Karl Kloskowski, der Kompanieführer von deinem Großvater war und somit kannst du direkt in Erfahrung bringen, was dein Großvater erlebt hatte (siehe Anhang 2-5).


    Grüße

    Sven

    Hallo!

    Die WASt, bei der ich anfragte, teilte mir nur mit, dass es noch lebende direkte Verwandte gibt, die wir aber leider nicht kennen.

    Hast du jetzt in dem Schreiben noch sonstige Hinweise zu der gesuchten Person bekommen, oder kann ich das als eine Auskunftssperre werten? Woher hat die WASt den Hinweis auf noch lebende Verwandte?


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Anbei ein paar Ergänzungen und eine Korrektur zum Sicherungs-Regiment 192:


    Ergänzung: "Am 19. Mai 1944 wurde ein Bahnhof im Raum St.Amand-Montrod (Département Allier) durch alliierte Bomber angegriffen. Hierdurch hatte u.a. das III./Sich.Rgt.192 an Verlusten sieben Tote sowie einige Verwundete zu belagen. Auch kamen durch den Angriff ein nicht bekannte Zahl an französischen Zivilisten ums Leben. Am 28. Juni 1944 war in St.Amand-Montrod der Stab des Sich.Rgt.192 sowie die 7., 8. und 13./Sich.Rgt.192 stationiert. Am 07. Juli 1944 verlegte die Gruppe Burkhart von St.Amand mit III./Sich.Rgt.192 (7., 8., 13. Komp.) nach Montluçon (Stab und 2 Kpe.) sowie nach Chatel-Guyon (1 Kp.). Ein Zug Sich.Rgt.192 verblieb in St.Amand. Beim Banden-Unternehmen in der Gegend von Commentry (ca. 14 km südöstlich von Montluçon) am 23. Juli 1944 wurde das II./Sich.Rgt.192 eingesetzt, u.a. bei der Durchkämmung zusammen mit dem II./Gend.Btl. (sic!!!). Hier wurde u.a. ein Bandenlager im Waldgebiet Bellmaves (ca. 40 km südöstlich Montluçon) erobert, wobei neun Wehrmachtsangehörige befreit werden konnten. Nach dem Unternehmen verlegte die Gruppe Burkhart mit allen Teilen zurück nach Montluçon. Am 10. August 1944 kam das III./Sich.Rgt. 192 südlich St.Amand-Montrod in einen Hinterhalt von französischen Partisanen. Hierbei fiel u.a. der Kommandeur des Btl. (Hauptmann Gustav Burkart) sowie ein Unteroffizier. Vier weitere deutsche Soldaten wurden hierbei verwundet, die Verluste der Partisanen konnten durch die deutschen Truppen nicht mehr festgestellt werden. Am 19. August 1944 wurde das III./Sich.Rgt.192 am Standort Montluçon alarmiert, da es im Raum Ahun-St.Martial-Chamberaud (Creuse) zu feindlichen Aktivitäten kam, durch französische Partisanen. Ab dem 20. August 1944 gingen die französische Partisanen in den offenen Kampf über und griffen u.a. die deutschen Standorte und Kasernen an, so hieß es u.a. in der Lagemeldung vom 21. August 1944: "Abendmeldung Gruppe Ottenbacher: III./192 (2 Schtz. u. 1 schw. Kp.) seit 20.8., 16:30 h in Kaserne Montluçon umstellt. Liegt unter sMG- u. Gra.Wf.Beschuß.". Es kam hier zu erbitterten Kämpfen um den Kasernenblock. Am 23. August 1944 wurden zum Entsatz das II. und III./Pol.Rgt.19 aus dem Einsatz bei Aixe sur Vienne herausgelöst und nach Montluçon herangeführt. Am gleichen Tag erging der folgende Befehl für die eingeschlossenen Kräfte: "Kdt. verliest Lageunterrichtung von General Ottenbacher vom 21.8, die betont, daß Stand zu halten ist, auch wenn der Standort vorübergehend eingeschlossen ist. Es besteht immer noch die Moglichkeit, die Eingeschlossenen herauszuhauen. Die wichtigste Aufgabe besteht darin, daß die Hauptverbindungstraßen im Besitz der Besatzungsmacht bleiben. [...] Aufgabe der Schwerpunkte Clermont u. Montluçon ist Offenhaltung der Rückmarschstraßen." Ab Dezember 1944 galt das Sich.Rgt.192 als aufgelöst."


    Korrektur: "Das Regiment selbst wurde im Juni August / September 1944 bei den Invasionskämpfen Rückzugskämpfen aus Mittel-Frankreich vernichtet und aufgelöst."


    Quellen:

    -         private Dokumente (Soldbuch / Feldpostbriefe)

    -         Kriegstagebuch der Feldkommandantur 588 bzw. Hauptverbindungsstabes 588

    -         Volksbund


    Derzeit erarbeite ich noch die Stellenbesetzungsliste des Regimentes, ein paar Namen suche ich aber noch ...


    Grüße

    Sven

    N´Abend!

    Wobei die von dir fett markierte Anschrift der 37.SS-Standarte zuzuordnen ist, nicht der 89.SS-Standarte.

    Hatte gestern mehrere Tabs offen, da kam dann wohl eine Verwechslung zustande. Könntest du den Thread bitte zur 37.SS-Standarte verschieben? Danke!


    Grüße

    Sven

    Hallo allerseits!

    Man liest wirklich von rechts nach links. Warum eigendlich??????

    ... das habe ich mich auch immer gefragt?!


    könnte es wohl doch sein dass mein Opa irgendwie in das Ost-Bataillon 797 bzw. GrenRgt 739 geraten ist.

    Hierauf ein klares Nein, denn nach dem aliierten Durchbruch durch die Halbinsel Cotentin (17.06.1944) wurden die deutschen Verbände in zwei Gruppen aufgeteilt: Hellmich (Südteil) und von Schlieben (Nordteil). Anfangs sollten noch alle Einheiten in die Festung Cherbourg sich zurückziehen:


    "709. ID (Teile, soweit nicht bereits in der Festung), 243. ID, 91. ID , 77. ID (Teile 1) mit einer voraussätzlichen Stärke von 28.000 Mann."


    Später wurden zwei Gruppen gebildet:


    "Zur einheitlichen Befehlsführung ist für die Nordfront beiderseits Montebourg der Kommandeur der 709.ID, Generalleutnant v. Schlieben, für die Westfront ab Urville der Kommandeur der 243.ID, Generalleutnant Hellmich, bestimmt."


    und....

    "Die befohlene Trennung an der Nordfront wurde durchgeführt. Gr. Hellmich ist durch das vollkommene Abreißen der Versorgung und die außerordentliche materielle Überlegenheit des Gegners stark beeindruckt und vollkommen abgekämpft. Eine Haltung der Stellung in diesem Abschnitt kann nur noch eine Frage von Stunden sein. Gr. v. Schlieben ist in günstigerer Verfassung. Trotzdem wird ein Aufreißen der Front zwischen den beiden Gruppen nicht verhindert werden können."


    Bei der Gruppe von Schlieben (Nordteil) befanden sich ab dem 18.06.1944 hauptsächlich die 709.Inf.Div., sowie eine Kampfgruppe der 319.Inf.Dvi. und Splitterteile der restlichen Großverbände der Gruppe Hellmich (77., 91., 243. und 265. / Südteil). Des Weiteren noch Teile von Marine und Luftwaffe (Marine-Artillerie, Luftnachrichten, FLAK, etc.). So hieß es u.a. über die endgültige Besatzung von Cherbourg:

    • Splitterteil 91.ID 30 Mann
    • 77.ID Reste 60 Mann
    • 243.ID , 1 Rgt. 721 Mann
    • weitere Einzelheiten fehlen.

    So komme ich zu dem Entschluss, dass dein Großvater sehr wahrscheinlich als Versprengter oder Teile seiner Einheit als Splitterteile in eine andere Einheit in der Gruppe Hellmich übernommen wurden, womit er erst Ende Juli in amerikanische Kriegsgefangenschaft kam. Ich würde mich sogar auch auf eine Einheit festlegen, das wäre aber rein spekulativ.


    Grüße

    Sven

    N´Abend allerseits!


    Habe was zur o.g. Standarte gefunden:


    Adresse: Linz an der Donau, Auf der Gugl 3, Tel.: 70-33


    Quelle: Jahrbuch der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe - Anschriftenbuch 1940 - Kreisgruppe Gau Wien


    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Habe was zur o.g. Standarte gefunden:


    Adresse:Wien, XVIII, Lannerstraße 36, Tel.: A-14-5-71


    Quelle: Jahrbuch der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe - Anschriftenbuch 1940 - Kreisgruppe Gau Wien


    Grüße

    Sven

    Hallo allerseits!


    Sobald ich wieder zuhause bin, stell ich gerne eine deutsche Heereskarte von dem besagten Tag einmal ein.

    Anbei ein Ausschnit der Lagekarte vom 30.07.1944, grün umrandet ist die Küstenortschaft Granville.


    Er wurde am 30. Juli 1944 bei Granville von den Amerikanern gefangen genommen.

    Anbei noch ein paar Auszüge über die Ereignisse am 30.07.1944 bei und um Granville:


    "Die Lage an der eigenen Front wurde nun kritisch, da die Gren.Rgt. einen Personalbestand von kaum 200 Mann hatten und nur eine stuetzpunktartige Besetzung der HKL moeglich war. Zur Verdichtung der Front wurde auf dem linken Fluegel ein Wolga-Tatarenbtl. eingesetzt. Allenthalben wurde das Auftreten von Panzern gemeldet. Die Division verfuegte in der Fruehe dieses Tages noch über 2 Sturmgeschuetze, die in den Kämpfen in Cerenees im Laufe des Vormittags abgeschossen wurden. Um einen fdl. Panzerdurchbruch im eigenen Abschnitt zu verhueten, befahl die Div. den Einsatz der IV./Art.Rgt.191 (8,8 cm) in offener Feuerstellung zum Schutze des Straßenkreuzes Le Repas (35 km nordwestlich Granville). Gegen Mittag ging von einem zum Korps-Gefechtsstand entsandten Ord. Offz. die Meldung ein, dass fdl. Panzer sich in dem Raum La Haye Pesnel bewegten. Zum Schutz der Flanke durch eine Fues.Kp. mit 2 I.G. Geschuetzen befohlen. (sic) Zwischenzeitlich musste die HKL, um einer voelligen Zersplitterung der geringen Kraefte zu begegnen, in hinhaltendem Kampf Schritt für Schritt zurueckgenommen werden und stand am Nachmittag ohne jede Anlehnung nach rechts hart noerdlich der Straße Beauchamps – Granville. Zur Verschaerfung der Lage trug auch das Wolga-Tatarenbatl. dadurch bei, dass es gegen 13 Uhr geschlossen zum Feinde ueberging und eine Luecke von 3 km Breite in der Front aufgerissen wurde."


    Quelle: FMS B-010



    "Daraufhin erhielt die 91.L.L.Div. den Befehl, sich auf jeden Fall im Raum suedostw. Granville zu halten. Sie hatte inzwischen gemeldet, dass sie auf den Hoehen westl. La-Hay-Pesnel eine Abwehrflanke nach Osten gebildet habe. Die Staebe von 2 im Raum suedl. Avranches liegenden, voellig zerschlagenen Divisionen (77.Inf.Div. und 5.Fallschirmjaeg.Div.?) erhielten den Auftrag, die Suedufer des See, des La Selune und L´Oir mit allen irgendwie greifbaren Truppen zu besetzen und zur Verteidigung einzurichten. Alle verfuegbaren Offz. des Korpsstabes wurden ausgeschickt, um alles, was an deutschen Truppen (Trosse usw.) zwischen dem Korpsgefechtsstand und Avranches zu finden war, zu alarmieren und eine Art Sperrlinie gegen ein Eindrehen des Gegners nach Osten zu schaffen.."


    Quelle: FMS A-968



    "Am Nachmittag brach der Feind mit Panzern von Cerences nach S durch, überrollte bei Le Repas das dort sich sammelnde Pi.Batl. der 5.Fallsch.Jg.Div. und stieß im Zuge der Straße auf Avranches weiter vor, ohne auf Widerstand zu treffen. 91.LLD, die bei ihrer Ausdehnung und schwachen Besetzung die plötzliche Entwicklung der Lage gar nicht erkennen konnte, erhielt durch Funk Befehl, mit den noch verfügbaren Teilen sich auf Granville zurückzuziehen und dort zu halten. Bevor dieser Befehl durchgeführt werden konnte, war Granville, das von deutschen Truppen entblößt war, von den Osttruppen übergeben worden."


    Quelle: Die Sturmflut und das Ende


    "91.LLD verteidigt nordöstlich von Granville bei Brehal; gegen Abend ist der Rest der 91.LLD, sowie die ihr unterstellten Einheiten, von den restlichen deutschen Truppen aufgrund der Einnahme von Avranches durch amerikanische Truppen abgeschnitten; nur wenige Teile der 91.LLD können noch vor der Einnahme der Stadt Avranches, zusammen mit der KGr Bacherer; über den Landweg nach Süden ausbrechen. Oberst König entscheidet sich, aufgrund der Einkesselung, daher erst in der Nacht unbemerkt einen Ausbruch über die Bucht von St. Michel zu versuchen. Bei Ebbe überqueren die infanteristischen Reste der 91.LLD die Bucht über die Landzunge bei St.-Leonard zu Fuss. Nur wenige Geschütze des Art.Rgt. können gerettet werden. Oberst Bacherer wurde durch OB West (Gen.Feld.Marsch. von Kluge) ein Gegenangriff auf Avranches befohlen. Auf Anmerkung von Oberst Bacherer wurde ihm die Vollmacht gegeben, zurückströmende deutsche Einheiten um sich zu sammeln, um den Gegenangriff durchzuführen. Hierdurch wurden ebenfalls Teile der 91.LLD der Kampfgruppe Bacherer unterstellt und kamen später in den Kessel von St. Malo."


    Quelle: Die 91.Luftlande-Division



    "Abendmeldung der HGr B vom 31.07.1944:

    Meldung Mar.Gruppe West, das Kdeur.91.LL-Div. befohlen hat, militärische Anlagen in Granville zu zerstören und dass sich Marine-Einheiten von Granville nach Avranches durchzuschlagen haben. Marine-Funkstelle Granville hat sich um 20.34 Uhr abgemeldet. Ein aufgefangener Funkspruch des LXXXVI.AK übermittelt Meldung der 91.LL-Div., dass Georg. Batl.787 bis auf 50 Mann aufgerieben. Die Reste des Batl.s stehen an der Südfront Granville. Für Feind Weg nach Granville frei."


    Quelle: NARA T311 R16


    Lagedarstellung der HGr. B am 31.7.1944:

    "Die in der allgemeinen Linie Percy-West – südl. Gavray – Brehal in Aufbau befindliche stützpunktartige Verteidigungslinie des LXXXIV.AK wurde am Nachmittag westl. Gavray mit Panzern und Inf. durchstoßen. Fdl. Panzerspitzen haben Raum La-Haye-Pesnel erreicht. Die Lage zwischen Gavray und dem Meer ist ungeklärt. [...] Gegner hat anscheinend Front beiderseits Sourdeval und beiderseits Cerences durchstoßen und ist im Vorgehen auf Villedieu und Granville. Feind in Avranches eingedrungen. Verstärkeramt eingeschlossen. Kämpfe im Gange. Lage im einzelnen völlig ungeklärt, da keinerlei Verbindung zu vorgeschobenen Gefechtsstand AOK 7 mehr vorhanden."


    Quelle: NARA T311 R16



    Grüße

    Sven

    Hallo!


    Bei der Karte sind mir ein paar kleine Fehler aufgefallen, u.a. dass es keine 521."Division" unter von Kessler gab, lediglich das von Andre genannte Gren.Rgt.z.b.V. 752 (vorher Ost-Rgt.Stab.z.b.V. 752 ) unter Oberst Kessler. Sobald ich wieder zuhause bin, stell ich gerne eine deutsche Heereskarte von dem besagten Tag einmal ein.


    Grüße

    Sven