Posts by F.B.

    Hallo zusammen,


    nochmal was zu den Dieseltanks. 1987 hat die NVA einen T-54AM mit einen 125mm und einer 100mm Panzerkanone beschossen. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen: Wird ein gefüllter Kraftstoffbehälter von der Granate direkt getroffen, so entzündet der Kraftstoff explosionsartig durch die enorme Hitzewirkung des Geschosses. Der Kraftstoff führt sofort zu einem ausgedehnten Brand, der mit Handfeuerlöschern nicht zu löschen ist. Ist der Panzer aufmunitioniert , so kommt es durch die Hitzewirkung bereits nach wenigen Minuten zur Explosion der Kartuschladungen sowie von Sprengsätzen in den Granaten, was zur totalen Zerstörung des Panzers führt. Größere Brände im bzw. am Panzer könnten nur scnnell und wirkungsvoll bekämpft und gelöscht werden, wenn sofort auf dem Gefechtsfeld Großraum-Schaumlöscher eingesetzt würden.
    1988 wurde eine anderer T-54AM mit einer 152mm Haubitzen beschossen. Eine der Erkenntnisse war: Die Entstehung von Bränden in, an und in unmittelbarer Umgebung der Panzertechnik ist bei Beschuss mit beliebiger Munition außerordentlich groß, und sie breiten sich sehr rasch aus. Werden Entstehungsbrände nicht sofort gelöscht, führen sie zum Ausbrennen des Panzers und damit zum Totalausfall. Eine explosionsartige Brandentwicklung entsteht in der Regel nur, wenn Kraftstoffbehälter oder Granaten einen Volltreffer erhalten.
    Beim Beschuss eines PT 76 ist ein durch auslaufenden Treibstoff entstandener Brand von selbst erloschen.
    Möglich ist also alles. Es können aber auf jeden Fall Panzer durch brennendes Dieselöl zu Totalverlust werden.


    MfG


    Frank

    Hallo zusammen,


    nur mal als Beispiel für den Beschuß eines Panzers mit einer Splitter-Sprenggranate. 1987 hat die NVA einen T-72 mit einer 125 mm Splitter-Sprenggranate beschossen. Der Schuss traf die vierte Laufrolle auf der linken Fahrzeugseite. Geschossen wurde aus 500m Entfernung. Es kam zu erheblichen Beschädigungen am Laufwerk, an der Kettenabdeckung und an der darauf befestigten Ausrüstung. Die Splitterwirkung erstreckte sich sogar unter der Wanne hinweg in das rechte Laufwerk. Der Treffer könnte durch die Druckwirkung auf die Innenräume zu leichten Verletzungen bei der Besatzung führen. Panzerung nicht durchschlagen aber Fahrzeug ausser Gefecht gesetzt.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    Was den Vergleich zwischen sowj. und deutscher Luftwaffen betrifft, mal folgende Überlegungen.
    Zu Beginn des Feldzuges hatte die sowj. Luftwaffe noch viel veraltete Maschinen bei den Frontverbänden (Doppeldecker wie die I 15, I 153 & Eindecker wie die I 16) ausserdem hatten ihre Piloten wenig Kampferfahrung und wurden oft schlecht geführt. Die deutsche Luftwaffe hatte die moderneren Flugzeuge und ihre Piloten und auch die Führung hatten viel mehr Erfahrung. Deshalb waren die Verluste der sowj. Luftwaffe so hoch.
    Im Laufe des Krieges erhielten die Verbände der sowj. Luftwaffe immer modernere Maschine die dann auch konkurrenzfähig waren. Die Piloten bekamen mehr Kampferfahrung und auch die Führung zog ihre Lehren aus den Erfahrungen. Bei der deutschen Luftwaffe gab es gleichzeitig immer weniger gut ausgebildete und erfahrene Piloten da die Ausbildung bedingt durch z. b. die Triebstofflage immer mehr verkürzt werden musste und diese Piloten oft genug fielen bevor sie Kampferfahrung sammeln konnten.
    Ich würde meinen das dies einiges erklärt.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    soweit mir bekannt wurden Zusatztanks für die Bf 109 bei der Legion Condor erprobt aber nicht eingeführt. Das mag daran gelegen haben das ja eigentlich die Bf 110 die Rolle als Langstreckenbegleitjäger ausfüllen sollte. Das sie dies nicht konnte hat sich ja erst während der Luftschlacht um England so richtig heraus gestellt, als diese sich nicht gegen die englischen Jäger durchsetzen konnte und oft selbst Jagdschutz benötigten.
    Ob ein mehr an Kampfzeit der Bf 109 alleine etwas am Ausgang der Luftschlacht geändert hätte sei dahin gestellt. Es gibt mehrer Gründe dafür das die Luftwaffe die Schlacht nicht für sich entscheiden konnte. Ich denke da vor allem an strategische Fehlentscheidungen.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    vor 1943 gab es verschiedene Feldmützen und die Bergmütze. 1943 wurde eine Einheitsfeldmütze eingeführt welche der Bergmütze stark ähnelte und alle vorherigen Feldmützen und die Bergmütze ersetzte, bzw.ersetzen sollte. Ausserdem gibt es viele Mützen welche von Schneidereien der Fronttruppe angefertigt wurden und manchmal im Schnitt etwas unterschiedlich waren.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    "Danke für den Hinweis, da aber der Benzintank abwerfbar war und die T34 Diesel-Tanks nicht, unterstreicht es ja nur die Gefahr die von Hochentzündlichen Betriebstoffen ausgeht."


    Habe inzwischen in zwei Büchern gelesen das die Tanks beim T-34 doch
    abwerfbar waren.


    Edit:Es ist aber doch so das diese Quellen unrecht haben. Zumindest ist dies nach Infos aus anderen Foren so. Bücher irren halt auch mal.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    die Bilder zeugen aber doch auch davon das ein Vollkettenschlepper nicht besser als eine deutsche Halbkettenzugmaschine vorwärts gekommen ist. Sonst müssten die Landser ja nicht schieben. Nur mal so als Hinweis weil manche meinen in der Wehrmacht hätte es nichts ähnliches gegeben. Eine andere Frage ist die der Quantität.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    Es hatten fast alle Infanterie-Divisionen eine berittene Aufklärungs-Abteilung, die sogenannte " weißen Reiter ". Nur mal so als Beispiel das es nicht nur bei der Kavallerie selbst berittene Truppenteile gab.


    MfG


    Frank

    Hallo,


    die Kavallerie der Wehrmacht führte bis zum 20.12.1940 den Säbel. Die Kosaken-Regimenter führten den Säbel bis Kriegsende. So wurde noch in der Nacht vom 22.03. zum 23.03.1945 eine erfolgreiche Attacke mit blanker Waffe gegen bulgar. Artillerie vorgetragen.
    Bei deinen vielen Fragen zur Kavallerie empfehle ich mal das Buch " Die Geschichte der Kavallerie 1919-1945 " von K.C.Richter.


    Edit: Es ist falsch zu sagen das die Kavallerie der Wehrmacht nur im Hinterland eingesetzt wurde. Sie wurde als berittene Infanterie eingesetzt und musste als "Feuerwehr" herhalten. Auch wurde sie oft zur Aufklärung eingesetzt und hatte somit oft als erste Kontakt mit dem Gegner. In Frankreich kam es sogar noch zu überholenden Verfolgungen.

    MfG


    Frank

    Hallo,


    hier ein Auszug eines Schreibens von Exxon. Da geht es zwar um Heizöl aber das ist Diesel ja sehr ähnlich.


    "Ungewöhnliche Brand- und Explosionsgefahren: Der Stoff ist brennbar.
    Die Flüssigkeit kann Dämpfe freisetzen, die bei Temperaturen
    um den Flammpunkt oder darüber entzündliche Gemische bilden.
    Das Produkt kann sich statisch aufladen und so Feuer oder
    Explosion verursachen."



    Edit:Noch ein Auzug aus dem gleichen Schreiben:


    "WARNUNG für leere Behälter: Leere Behälter enthalten Rückstände
    (Flüßigkeit und/oder Dämpfe) und können gefährlich sein. NICHT
    UNTER DRUCK SETZEN, SCHNEIDEN, SCHWEIßEN, LÖTEN, BOHREN,
    SCHLEIFEN. SOLCHE BEHÄLTER NICHT HITZE, STATISCHER
    ELEKTRIZITÄT ODER ANDEREN ZÜNDQUELLEN AUSSETZEN; SIE KÖNNTEN
    EXPLODIEREN UND VERLETZUNG ODER TOD VERURSACHEN."


    MfG


    Frank

    Hallo,


    zu Thema T 55 und seine Schwachpunkte siehe aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Clausewitz". Zum Thema Beschußempfindlichkeit und Verwundbarkeit des T 80 U siehe "Kampfpanzer heute und morgen" von Hilmes. Und das NVA-Forum kann man googlen. Alle diese Quellen nenne das Unterbringen von Treibstoff (Diesel oder Kerosin) in externen Tanks als Schwachpunkt.


    MfG


    Frank

    Hallo stahlblut,


    das der Wert gegen Hohlladungsgeschosse zweifelhaft ist habe ich weiter oben schon erwähnt!!!! Im "Oswald" steht schon das man sich diesen Schutz irrtümlich erhofft hat. Soviel zur Mär.


    Und hier noch mal was zu den Zusatztanks:


    Dazu traten bei der Auswertung von Panzergefechten Schadensbilder auf, für die man lange nach Erklärungen suchte. So wurden massenhaft T-34 Wracks gefunden, die völlig zerrissen waren, wo aber an dem Innenanstrich kaum Brandspuren zu finden waren, ja sich in manchen Fällen nicht einmal die im Panzer befindliche Munition umgesetzt hatte!
    Nach Beschußversuchen mit mit deutschen Beutewaffen, mit Hartkern- und Hohlladungsmunition, kristallisierten sich die Dieseltanks als Ursache heraus. Es wurde herausgefunden, daß bei teilweise entleerten Behältern und vor allem bei Restmengen von nur noch 10-15% die Effekte an schlimmsten waren. Man erließ dann Empfehlungen füt die T-34 Einheiten, wonach vor Eintritt in das Gefecht die Behälter aus den Resevefässern aufzufüllen seinen, gänzlich leergefahrene Behältergruppen mit Wasser aufzufüllen seien, oder die Tanks mit CO² (Feuerlöscher?) zu spülen, wenn nicht anders dann mit Abgasen.
    Einleuchtend, wenn man die an nahezu der gesammten Wannenlänge, in den Nischen zwischen den Federschächten befindlichen Dieseltanks betrachtet.
    Das deckt sich wiederum mit deutschen Erkenntnissen, bezüglich der Verwundbarkeit von Flugzeugen mit Dieselmotoren, wo sich bei Treffern in die Tanks (+Sauerstoffzufuhr durch Fahrtwind) der Diesel wider erwarten schlimmer verhielt als Benzin!



    MfG


    Frank

    Hallo,


    das mit dem Diesel stimmt natürlich. Trotzdem gilt diese Art von Treibstofftank als Schwachpunkt. Habe gerade Bericht über T 55 gelesen, bei welchen diese am Heck angebracht wurden. Auch dort giilt der ungschützte Tank als Schwachpunkt. Den ein Brennen reicht schon. Ist dann ein riesiges Molotov-Cocktail.
    Und beim T 80 U hat man Kerosin in externen Tanks untergebracht. Dies war nötig weil die Gasturbine dieses Models so einen hohen Verbrauch hatte. Dies brennt deutlich leichter als Diesel.


    MfG


    Frank