Posts by Jafü Mittelrhein

    Hallo Lothar,


    eine recht verzwicke Sache; laut William R. Chorley: „Royal Air Force Bomber Command Losses“ Vol. 1, 1939 - 1940 soll es sich um die Blenheim N6199 von F/O Emden der 110. Sqdn. gehandelt haben.


    Dem hingegen steht der Eintrag aus den "Air Crashes by date"-Listen aus Beständen der NARA; in diesen Unterlagen - auf übersetzten deutschen Dokumenten basierend - lautet es: "2-engined craft, 107 B Group, Base Ipswich, near ship "Emden", Wilhelmshaven." Also dürfte es eine Blenheim der 107. Sqdn. gewesen sein, N6188 oder N6189. Die N6199 hingegen wurde duch Flak der Hipper abgeschossen und stürzte ins Hafenbecken, aus der N6184 konnten sich zwei Mann mit dem Fallschirm retten; daher gehe ich davon aus, dass es sich auch nicht um diese Maschine gehandelt haben kann.


    Das Kriegstagebuch der Seekriegleitung enthält keine weiteren Infos zur Identität der Maschine; nur den später gestrichenen Eintrag, dass "Emden" noch Treffer durch eigene Flak von Land erhielt.


    Vielleicht hilft das weiter...


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    Der Abschuss wurde allen drei genannten Einheiten zuerkannt ?

    Korrekt - jedoch NICHT der 2./lei. Flak Abt. 956 (E).

    Ich könnte mit gut vorstellen das das hier angesprochene Verfahren "Flakfalle" auch in diesem Fall angewandt worden ist.

    Definitiv nicht. Die "Flakfalle" ist mir zwar geläufig, jedoch wird ein solches Verfahren in keinem der vom mir ausgewerteten 4.000 Seiten an Abschussmeldungen der Flak erwähnt. In diesem Fall wurde ganz einfach in einer mondhellen Nacht auf das Mündungsfeuer der angreifenden Maschine geschossen.

    Die Kommentierung soll zeigen das die "verschlafener Voreifel" ein verkehrstechnischer Hotspot, zumal zu der Zeit, war.

    Nahezu ganz Westdeutschland wurde im Zuge des raschen alliierten Vormarsches bis an die Reichsgrenzen ab Herbst 1944 zum Einstzgebiet der Tactical Air Commands - nicht nur die Voreifel. Hotspots waren alle nach Westen führenden Bahnlinien und Verkehsknotenpunkte.


    Gruß,


    Jafü

    Guten Tag zusammen,


    interessante Sache: im BA/MA Freiburg ist unter der Signatur RL 5/411 die Meldung der der 2./lei. Flak Abt. 956 (E) überliefert.


    Jedoch: der Abschuss erfolgte ausweislich der Abschussmeldungen aus Beständen der NARA nicht (nur) durch diese Einheit. Am 14.11.44 wurde dieser durch den Chef für Auszeichnung und Disziplin der 3./lei. Flaksturmabt. 90 (Sf), der 2. und 4./lei. Flak Abt 821 (E) und der 5./lei. Flak Abt. 839 (v) um 23.37 Uhr anerkannt, der Absturzort lag zwischen Dürscheven und Enzen.


    Die angegeben Quellen liegen mir wie auch der MACR als Kopie vor, bei Bedarf bitte via PN melden.


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    das war vermutlich die P-51D-10-NA mit der Serial No. 44-14625 "Paulina", 359.FG, 369.FS am 28.02.45, um 10.13 Uhr, Ortsangabe "Weidachswald, 3 km W Adelsheim bei Osterburken". Maj. Edwin Felix Pezda sprang mit dem Fallschirm ab in ging in Gefangenschaft. Die Ursache geht aus dem MACR nicht eindeutig hervor, man ging von Flakbeschuss oder aber technischen Problemen aus. Zumindest wurde der Herr durch Angehörige der 1./le. Flak Abt. 952 (E.Tr.) gefangengenommen.


    Quelle ist der MACR 12801 zu dieser Maschine sowie jener mit der Nr. 12795. In letzterem sind versehentlich die 5 relevanten Seiten zu Pezdas Verlust archiviert.


    Das ist zumindest der einzige US-Verlust in dieser Gegend im Januar/Februar 1945.


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    es könnte entweder die

    -Lancaster ED624 der 622. Squadron vom Angriff auf Berlin in der Nacht vom 27. auf den 28.01.44 gewesen sein.Die fünf toten der Crew waren in Ebersdorf bestattet.

    odar aber die

    -Lancaster ME333 der 35. Squadron vom Angriff auf Chemnitz in der Nacht vom 05. auf den 06.03.45 gewesen sein. Die siebenköpfige Crew gilt offiziell noch als vermisst, laut einer Quelle soll die Maschine jedoch bei Chemnitz-Sonnenberg abgestürzt sein.


    Vom letztgennten Angriff gibt es noch zwei Maschinen, die vermutlich ebenfalls im Großraum Chemnitz herunterkamen: die Lancaster PD403 der 576. Squadron (ein Toter in Chemitz bestattet) sowie die Lancaster PB921 der 635. Squadron. Aus dieser sind 6 Mann noch Suchfall, 1 Crewmitglied konnte sich mit dem Fallschirm retten.


    Gruß,

    Jafü

    Hallo,


    ich gehe hier definitiv nicht von einem Verlust des FlÜG 1 aus - die "weiße 7+I" gehörte anhand der Kennung der III. Gruppe eines Jagd- oder Schlachtgeschwaders an, wobei der sehr kurze und dazu noch umrandete "Gruppen-Balken" eher unüblich ist. Ist denn bekannt, wannn und wo wo das Foto entstanden sein soll?


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    Beese gehörte der 9./JG 26 an und flog eine „gelbe 2+I“, Er kam W Chauny zu Boden und geriet in Gefangenschaft. Oblt. Alfred Pomaska fällt ebenfalls weg (da beim Absturz ums Leben gekommen) und auch Lt. Paul Keller sprang offenbar nach Luftkampf mit Hurricanes ab. Allerdings legten an jenem Tag auch zwei unbekannte Flugzeugführer der 6./JG 26 ihre Bf 109 E bei Langemarck auf den Bauch; eine davon soll die Bf 109 E-3, Werknummer 1937 „braune 9+ -“ gewesen sein, Bauchlandung nach Luftkampf mit Hurricanes, 10% Schaden.


    Quellen:

    -die GQM-Akten (leider aus diesem Zeitraum sehr rudimentär und recht unvollständig)

    -Peter D. Cornwell: „The Battle of France: Then and Now“, After the Battle, 2008

    -Jochen Prien, Gerhard Stemmer, Peter Rodeike, Winfried Bock: „Die Jagdfliegerverbände der Deutschen Luftwaffe 1934 bis 1945 Teil 3: Einsatz in Dänemark und Norwegen / Der Feldzug im Westen“, Struve-Druck, 2001


    Gruß,


    Jafü

    Hallo zusammen,


    ich möchte das Thema nochmals aufgreifen; zu den Ereignissen am 09.02.45 und den Verlusten von Volprecht Riedesel Freiherr zu Eisenbach wie auch Capt. James W. Browning wurde viel publiziert, aber wenig belegt.

    Mein Frage wäre:

    hat jemand schon einmal ein Dokument aus einer Primärquelle bezüglich des Todesortes und den Umständen des Todes von Freiherr zu Eisenbach gesehen?

    De facto kam er bei den Luftkämpfen im Raum Bad Camberg - Idstein ums Leben, wobei der begründete Verdacht besteht, dass er noch aus seiner Me 262 mit dem Fallschirm ausstieg bzw. es zumindest versuchte.


    Der von "West" angegeben Link (http://www.cebudanderson.com/j…owning%20crash%20site.htm) ist zwar durchaus interessant, jedoch sind die Schlussfolgerungen der beiden wohl recht unbedarften "German police officers" mit Sonde völliger Quatsch. Bei dieser Absturzstelle handelt es sich in der tat um jene einer P-51, die dort jedoch bereits Ende November 1944 abstürzte. Der exakte Verlustort, die Umstände des Todes sowie der Verbleib der sterblichen Überreste von James W. Browning sind auch heute noch nicht bekannt, der Mann ist demzufolge immer noch ein Suchfall.


    Gruß,


    Jafü

    Hallo Dieter,


    ich fange hinten an: über Scheinflughäfen und- anlagen in dieser Ecke ist mir kaum bis gar nichts bekannt. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es dazu einigen wenige Unterlagen im BA/MA, die ich selbst jedoch nicht eigesehen habe.


    Die Bergung von Flugzeugwracks viel definitiv in den Zuständigkeitsbereich der Luftwaffe. Handfestes Aktenmaterial liegt mir jedoch nur vereinzelt vor.


    Die Bergungen fielen definitiv in den Zuständigkeitsbereich des betreffenden Luftgaues. Im Jahr 1939/1940 - also vor und während des Westfeldzuges - wurden diese z.B. den jeweilien Flughafenbereichskommandos übertragen übertragen. Die FBKds Kastellaun, Wiesbaden und Mannheim usw... sendeten in dieser Zeit entsprechende Bergunsgberichte an den Luftgau XII in Wiesbaden.


    Bis Mitte 1943 wurde das zumindest in diesem Raum noch über Wiesbaden-Erbenheim abgewickeltn, wobei auch noch Brüche im Raum Siegen durch Erbenheim geborgen wurden.


    Ab mitte 1943 liegen mir nur noch Aktenschnipsel vor; wobei die Bergungen von Brüchen offenbar jedoch wie bisher bei den FBKds lag. Linkrheinisch bis in den Hunsrück war z.B. oftmals Neustadt a.d.W.zuständig, warum auch immer....


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    der Schriftwechsel vom 19.08.43 ging vom Gend.Gr.Posten Waldalgesheim an die Gendarmerie des Kreises Bad Kreuznach in Bad Kreuznach. Gemeldet wurde der Absturz von drei US-Bombern im Bereich des Postens Stromberg gegen 12.00 Uhr und gegen 15.30 Uhr unter Angabe der o.g. genannten Absturzorte.


    Die später nicht anerkannte Abschussmeldung der Flak datiert den Abschuss in Daxweiler/Emmerichshütte auf 12.10 Uhr, also muss sich um eine Maschine des Regensburg-Verbandes handeln und das das kann nur die 42-30017 gewesen sein - die beiden anderen genannten Maschinen gehörten der Schweinfurt-Gruppe an, die etwa 3 Stunden später einflog.


    Nach diesem Bericht wurden 5 namentlich genannte Crewmitglieder der 42-30017 sowie zwei weitere unbekannte Flieger gefangengenommen und von der Luftwaffendienstelle Bingen abgeholt.


    Aus Dörrebach wurden 5 Tote gemeldet - also eine B-17 vom Schweinfurt-Verband und demnach die 42-29830 der 379.BG (tasächlich kamen jedoch alle 10 Crewmitglieder ums Leben).


    Die Boeing am Forsthauses Lauschhütte kann also nur noch die 42-3230 (ebenfalls vom Schweinfurt-Verband) gewesen sein, bei der alle Crewmitglieder in Gefangenschaft gerieten.


    Wer hier nun wen abgeschossen hat, kann aufgrund dier vielen (Doppel-)Meldungen im gleichen Zeitraum sowie in der gleichen Gegend m.E. nicht ohne viel Spekulation angegeben werden.


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    bei der Boeing südlich des des Forsthauses Emmerichshütte handelte es sich ohne Zweifel um die 42-30017 der 390.BG am 17.08.43 - das geht aus einem Schrifwechsel zwischen der Gendarmerie Waldalgesheim und der in Bad Kreuznach hervor. Wer diese Maschine abgeschossen hat, kann nur Spekulation bleiben. Nicht verantwortlich war jedenfalls die Flak - die 1., 2., 3. und 4./schw. Flak Abt. 322 beanspruchte diesen Abschuss ebenfalls, das wurde aber von der Abschusskommission abgelehnt.


    Eine zweite Boeing (42-3230) kam nahezu zeitgleich zur o.g. nahe des Forsthauses Lauschhütte bei Weiler herunter, und vom Regensburger Verband erwische es etwa 3 Stunden zuvor bereits die 42-29830 der 379.BG. Deren Absturzort lag in der nähe des Füllenbacher Hofs bei Dörrebach.


    Gruß


    Jafü

    Hallo,


    von Kirchhellen aus operierten m.W. im Mai 1940 die Bf 110 der I./ZG 1 sowie die Ju 87 der IV.(Stuka)/LG 1. Beide Einheiten kann man dort durch Abstürze am 30.04. (eine Ju 87 der 10.(St.)/LG 1) sowie am 15.05. (zwei Bf 110 der 1./ZG 1) nachweisen.


    Wenn es Dir hilft: ich kann Dir die 18 Verluste und Beschädigungen des KG 4 inkl. der mir bekannten Namen ohne Aufwand heraussuchen - auch wenn diese nicht im Zusammenhang mit Kirchhellen stehen.


    An Avia B.33: unter Berücksichtigung der Nachmeldungen ist in den Primärquellen lediglich ein Eintrag zum Verlust von 22 Fi 156 der NAGr. 156 ("auf französischem Boden, durch Besatzungen verbrannt") sowie mindestens einer Ju 52/3m Transportstaffel des I. Fliegerkorps im Rahmen von "Niwi" und "Hedderich" am 10.05. ohne weitere Details aufgeführt. In der Tat traten alle diese Verluste aber in Luxemburg oder Belgien ein.

    Die Verlustangaben bei den beiden Operationen sind je nach Quelle sehr widersprüchlich. Der beteiligte Lt. Heinz Meier der 1.(H)/14 nennt in seinen Erinnerungen so z.B. die Zahl von 28 Fi 156, „...doch waren keine Gefallenen zu beklagen und die Zahl der Verwundeten und Verletzten blieb gering.“


    Gruß,

    Jafü

    Hallo zusammen,


    ich habe kürzlich das gerade erschienene Buch "Letzte Schlacht im Taunus, März / April 1945" von Dr. Roland Krebs gelesen, in welchem die Kampfhandlungen der "Gebirgsdivision Nord" sowie der Weilburger Fahnenjunker im Hochtaunus und im Raum Vogelsberg sehr ausführlich beschrieben sind. Im Anhang findet sich u.a. eine sehr umfangreiche namentliche Aufstellung der bei diesen Kämpfen gefallenen deutschen Soldaten inkl. Einheit, Heimatort, usw.


    Das Werk fand ich ausgesprochen lesenswert, es wurden z.T. bislang noch nicht berücksichtigte Quellen zu den Ereignissen dort herangezogen. Meiner Meinung nach hervorragend recherchiert, kann ich nur empfehlen.


    Gruß,


    Jafü