Posts by Jafü Mittelrhein

    Hallo,


    von Kirchhellen aus operierten m.W. im Mai 1940 die Bf 110 der I./ZG 1 sowie die Ju 87 der IV.(Stuka)/LG 1. Beide Einheiten kann man dort durch Abstürze am 30.04. (eine Ju 87 der 10.(St.)/LG 1) sowie am 15.05. (zwei Bf 110 der 1./ZG 1) nachweisen.


    Wenn es Dir hilft: ich kann Dir die 18 Verluste und Beschädigungen des KG 4 inkl. der mir bekannten Namen ohne Aufwand heraussuchen - auch wenn diese nicht im Zusammenhang mit Kirchhellen stehen.


    An Avia B.33: unter Berücksichtigung der Nachmeldungen ist in den Primärquellen lediglich ein Eintrag zum Verlust von 22 Fi 156 der NAGr. 156 ("auf französischem Boden, durch Besatzungen verbrannt") sowie mindestens einer Ju 52/3m Transportstaffel des I. Fliegerkorps im Rahmen von "Niwi" und "Hedderich" am 10.05. ohne weitere Details aufgeführt. In der Tat traten alle diese Verluste aber in Luxemburg oder Belgien ein.

    Die Verlustangaben bei den beiden Operationen sind je nach Quelle sehr widersprüchlich. Der beteiligte Lt. Heinz Meier der 1.(H)/14 nennt in seinen Erinnerungen so z.B. die Zahl von 28 Fi 156, „...doch waren keine Gefallenen zu beklagen und die Zahl der Verwundeten und Verletzten blieb gering.“


    Gruß,

    Jafü

    Hallo zusammen,


    ich habe kürzlich das gerade erschienene Buch "Letzte Schlacht im Taunus, März / April 1945" von Dr. Roland Krebs gelesen, in welchem die Kampfhandlungen der "Gebirgsdivision Nord" sowie der Weilburger Fahnenjunker im Hochtaunus und im Raum Vogelsberg sehr ausführlich beschrieben sind. Im Anhang findet sich u.a. eine sehr umfangreiche namentliche Aufstellung der bei diesen Kämpfen gefallenen deutschen Soldaten inkl. Einheit, Heimatort, usw.


    Das Werk fand ich ausgesprochen lesenswert, es wurden z.T. bislang noch nicht berücksichtigte Quellen zu den Ereignissen dort herangezogen. Meiner Meinung nach hervorragend recherchiert, kann ich nur empfehlen.


    Gruß,


    Jafü

    Hallo Georg,


    Arthur Hermann war Angehöriger der I./ZG 26, er starb infolge einer unfreiwilligen Bodenberührung auf dem Platz Donaueschingen am 25.03.41 (Quelle: GQM der fliegenden Verbände vom 27.03.41) . Hermann flog mit einer Klemm Kl 35, Werknummer 1137, an der ein Schaden von 80% fetsgestellt wurde. Halter der Maschine war der Luftpark Erding (Quelle: GQM von Schulen usw. vom 27.03.41).


    Gruß,


    Jafü

    Hallo Frank,


    richtig ist, daß es sich dabei um eine He 111 des KG 4 handelt. Diese ging beim Versorgungseinsatz von Breslau in der Nacht vom 07. auf den 08.04.45 aus unbekannter Ursache verloren. Quelle ist der NARA-Film T321, Rolle 51, S.1959.


    Einen dazu passenen Abschuss kann ich leider weder unter den britischen Mosquito- noch unter den amerikanischen P-61-Einheiten finden.


    Gruß,


    Jafü

    Hey Hoe,


    keine Ursache - es würde mich freuen, wenn die Infos letzendlich nach so langer Zeit und anhand belegbarer Unterlagen Eingang in die lokale Geschichtsschreibung finden würden...mit ein wenig Hilfe von meiner Seite.


    Quote

    ... und Respekt für die Menschen empfindet, auch wenn sie selbst mit ihrer Fracht Tod und Leid gebracht haben.


    Tod und Leid haben alle involvierten Luftwaffen gebracht, da sollte man keine Unterschiede machen - die Mehrzahl der oft jungen Besatzungen aller Seiten flogen im Glauben, auf der "richtigen Seite" zu stehen. Selbst die deutsche Luftwaffe flog 1944 und vor allem 1945 noch befehlsgemäß Angriffe auf Städte und Ortschaften im heutigen Deutschland, welche durch alliierte Bodentruppen besetzt waren. Auch dabei gab es noch eigentlich überflüssiges "Tod und Leid" unter der Zivilbevölkerung. Hat damals niemanden interessiert...


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,



    ...Eintrags Nr. 76 - 4 Engländer - Flugzeug abgeschossen - am 21. Juni - beerdigt - Reihe 3 - Grabstelle Nr. 1,2,3,4. Ein Besatzungsmitglied wurde später dazu gebettet...)


    Das war die Whitley N1460 der 58.Squadron am 18./19.06.1940, Ziel war Castrop-Rauxel, Absturz bei Groppenbruch. Die Besatzung: F/O J.T. MacInnes, P/O C.N. Buist, Sgt. M.L. Dent, Sgt. L. Whittle, Sgt C.F. McKay: Grablage: Reichswald, Coll. grave 18. A. 7-10, Buist in 18. A. 11.
    Absturzursache ist mir nicht bekannt, aber Nachtjäger gab es noch nicht wirklich...



    ...In den Gräbern 6,7 und 8 hatte man 3 Besatzungsmitglieder eines Abschusses über Waltrop vom 30.Mai 1942 bestattet...)


    Das war die Wellington DV452 der 103.Squadron am 30./31.05.1942, ging beim ersten "Tausend-Bomber-Angriff" gegen Köln verloren. Absturz im Raum Waltrop. Die Besatzung: F/S W. Onions, Sgt. M.B. Rogerson, Sgt. H.R. Hallam, Sgt. W.K. Jones, Sgt. A. Leslie, Sgt. B.W. Sansom. Reichswald, Coll. grave 18. A. 1-6, wurden alle in Waltrop geborgen.



    ...Auch die ? Besatzungsmitglieder eines Abschusses vom 16.12.1944 wurden alle samt nach Reichswald überführt....)


    Da wir es etwas unklar, es sollte sich aber um die Toten gleich zweier Lancaster vom Tagesangriff auf Witten am 12.12.44 handeln:
    - die der HK697, 195. Sqdn., Absturz bei Oberwiese. F/O R.M.Herapath, Sgt. R.C. Starkey, Sgt. D.J.Job, Sgt. W.T. Hartland, P/O A.E. Halliwell, Sgt G. Creaser (gefallen), Sgt W.H.A. Horton (verletzt in Gefangenschaft) und
    - die der PB674, 218. Sqdn., Absturz in Holthausen. F/S R.E. Roberts, Sgt. W.J.R. Jeffree, F/S R.J. Ketley-Rolph, F/S E.D. Brick, Sgt. K. Jones, Sgt. J. Williams, Sgt. H.R.Williams (alle gefallen).
    Ich habe für diese Toten keine Erstgrablage, aber sie liegen völlig durchandergewürfelt in Reichswald im Coll. grave 17. G. 11-14, sowie in den Gräbern 17. G. 15, 15A, 16 und 17.


    ...Wie und Wo finde ich deine o.g Info zu der Besatzung vom 9.3.1945?


    In den National Archives of Australia, ist aber nicht ganz einfach zu finden. Schick' mir doch mal Deine Emailadresse via PN.


    Gruß
    Jafü

    Hallo Joe,


    zur Maschine am 12.12.44 kann ich nur sagen, daß die Trümmer nahe "Oberwiese on he Dortmund-Ems Canal" gefunden wurden; die Briten wurden in diesem Raum neben der üblich Flakabwehr auch in Luftkämpfe mit den Jagdgeschwadern 3 und 27 verwickelt.


    Zur Lancaster am 09.03.45 liegt ein recht ausführicher Bericht des "Missing Research and Enquiry Service" vor, der die Toten 1947 in Waltrop geborgen hat.


    Grundsätlich wäre es einmal interessant, wo Du die Teile gefunden hast, Waltrop, Datteln, Lünen - das liegt ja alles auf einem Haufen und da kam einiges herunter...


    Hast Du Infos zu den Engländern aus dem Jahr 1940? Wann sollen die denn heruntergefallen sein?


    @ Odenwälder Bub: "Franzosen" im Rhein-Main-Gebiet gab es nicht viele. Du meinst die Potez bei Gernsheim am 16.10.1939?


    Gruß,


    Jafü

    Hallo zusammen,


    ich begebe mich hier durchaus auf "dünnes Eis"; Bodenkrieg, 6.SS-Gebirgsdivision „Nord“, das hat herzlich wenig mit Luftwaffe und Flugzeugen zu tun... Da ich jedoch am Rande in ein paar Buchveröffentlichungen zu den Kamphandlungen unter Beteiligung der Nord" involviert war/bin, will ich meinen "Senf" hierzu abgeben, vielleicht hilt es ja in irgend einer Form weiter.


    Da von "Andernach" erwähnt: die Kämpfe vor/in/bei/ Pfaffenheck und anschließend im Vordertaunus werden recht ausführlich im Buch "Sturm am Mittelrhein" von S. Michels (erschien beim Helios-Verlag) abgehandelt, inkl. diverser O-Töne von Beteiligten der Division "Nord".


    So findet sich Darin auch folgendes Zitat: „In der Nacht vom 17.03. auf den 18.03.45 zogen sich die Reste der Div. „Nord“ vom Brückenkopf Boppard zurück auf das rechte Rheinufer. Das Übersetzen bei St. Goar/St. Goarshausen sicherten auf der linken Rheinseite 2 Jagdpanzer „Hetzer“. Als letzter Soldat der der 6.SS Geb. Div. „Nord“ verließ SS-Unterscharführer Sepp Ehl als Kommandant einer der beiden Hetzer das linke Rheinufer. Als Nachhut deckten wir den weiteren Rückzug unserer Einheit über Reichenberg und Reitzenhain in Richtung Taunus ab“


    Weiterhin gib es auch einige Berichte zu den anschließenden Kämpfen der 6.SS-Gebirgsdivision „Nord“ sowie den Männern der Fahnenjunkerschule Weilburg im Hochtaunus, welche bislang nur als Manuskript existieren und erst in Buchform "gepresst" werden müssen. Auch sind darin vereinzelt Kampfhandlungen unter Beteiligung deuscher Jagdpanzer (z.B. aus Weilrod) dokumentiert, wenn es auch leider keinen Hinweis auf den "Eigentümer" der Fahrzeuge gibt.


    Über die letzten Tage der "Nord" gibt es übrigens ein recht gutes Buch namens "In Final Defense of the Reich: The Destruction of the 6th SS Mountain Division "Nord" von Stephen M. Rusiecki, worin auch auf den Einsatz von Beutpanzern und -fahrzeugen bei den Endkämpfen der "Nord" eingegangen wird. Find ich durchaus empfehlenswert, wenn auch die "Experten" zum Bodenkrieg die eine oder andere Falschinfo entdeckt haben...


    Grundsätzlich lagen in den Tagen zuvor auch Teile der 2. Panzerdivision im Raum Friedberg, allerdings kann ich nicht viel zum weiteren Weg dieser Division beitragen.


    Vielleicht ist ja für Euch die eine oder andere Info verwertbar....


    Gruß,


    Jafü

    Hallo,


    die Idee mit der CWGC ist nicht schlecht; die Toten aus diesm Raum liegen in Reichswald, wenn Du die knapp 3900 Angehörigen der RAF dort alle auf die Erstgrablage überprüfst, findest Du auch Deine Lancaster...


    Nein, Quatsch: ich habe in meinen Listen eine Lanc in/um/bei Oberwiese am 12.12.44 (Tagesangriff auf Witten) und eine nahe des Bahnhofes am 09.03.45 (Tagesangriff auf Datteln). Welche darf es denn sein?


    Gruß,


    Jafü