Posts by suum cuique

    Servus Bronte,

    die schwere Zeit nach 1945 hatten die Volksdeutschen in RO einzig und allein deshalb, weil sie keine rumänisch-stämmigen rumänische Staatsangehörige waren. In alten rumänischen Personalausweisen (Buletin) und Wehrpässen, Livret Militar, war nicht die Staatsangehörigkeit (citatenie) sondern die Volkszugehörigkeit (Nationalitate) des rumänischen Staatsangehörigen eingetragen. Bei den VD stand Germana, bei den „rumänischen“ Rumänen : Romana, bei den ethnischen Ungarn: Maghiara, usw.

    Sicherlich ist Dir auch bekannt dass Rumänien durch Stalin dazu verdonnert wurde tausende Arbeitskräfte für den Aufbau in der Sowietunion zu stellen. Sozusagen als Straftribut für die Teilnahme am Krieg gegen die SU. Der rumänische Staat es es dann so gedreht, dass er zwar seine rumänischen Staatsangehörigen der Zwangsarbeit ausgeliefert hat, aber die deutsche Minderheit! Sehr, sehr viele sind unter erbärmlichen Umständen umgekommen, viele Frauen darunter. Google mal das Thema, es gibt viele sachliche Bücher darüber. Dieses Trauma der Verschleppung zur Zwangsarbeit müsste aber den Nachkommen der VD aus RO bekannt sein. Insbesondere aus Siebenbürgen, dem Sathmarer Gebiet wurden unzählige Menschen verschleppt. Also, man musste keine „Nazi“-Vergangenheit haben um in RO verfolgt zu werden.
    Gibt es noch alte Verwandte von Dir, ggf in RO, die evtl. noch was wissen könnten?
    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Maxe,

    vielen Dank für den Hinweis. Darauf wäre ich nie gekommen!


    Herzlichen Dank an alle, die mit Rat und Tat zur Aufklärung meiner Fragen beigetragen haben!


    Werde Zettel erstellen mit den Bezeichnungen und den Spangen beifügen, sodass meine Kinder später nicht erneut forschen müssen.

    Beste Grüße und ein schönes Pfingstfest

    Andreas

    Servus Bronte,

    (Vornamensnennung wäre hilfreich).

    Erst einmal herzlich willkommen im Forum.

    Hast Du auch einen Antrag bei der WAst gestellt? Aufgrund des Alters Deines Vaters ist nicht sicher, dass er überhaupt noch eingezogen wurde. Zu Beginn des WK2 war er ja schon bereits 37 Jahre alt. Angehörige der dt. Minderheit, „Volksdeutsche“, wurden eigentlich zur Waffen-SS eingezogen. Hatte Dein Vater oder Deine Familie eine „RU-Nummer“? Die bei der Deutschen Botschaft in Bukarest lief, bzw. beim BVA in Köln? Diese RU-Nummer war die Registriernummer für Volksdeutsche, die in Rumänien lebten und das Aufnahmeverfahren für die Aussiedlung in die Bundesrepublik durchliefen. Bist Du selber auch ausgesiedelt oder Familie?In Folge der RU-Nr gab es bei Anerkennung der Eigenschaft als Angehöriger der dt. Minderheit einen Aufnahmebescheid des BVA, der die Aussiedlung erlaubte und die Rechtsstellung als Deutscher i.S.d. GG nachwies.
    Worauf ich hinaus will:

    Die Aussiedlungswilligen hatten oft als Nachweis der dt. Volkszugehörigkeit nicht nur Geburts- und Taufnachweise, sondern oft auf Militärdokumente, Wehrpässe, etc. mit eingereicht. Bei der Botschaft Bukarest werden definitiv keine Unterlagen in diesem Fall mehr vorliegen, die Aufbewahrungsfrist ist schon lange abgelaufen, jedoch beim BVA in Köln.
    Ein Nachfrage dort könnte evtl. mehr Licht ins Dunkel bringen. Selbst wenn Dein Vater keine RU-Nr hatte, könnte es sein, dass seine Abkömmlinge einen Antrag gestellt hatten und dafür die o g Unterlagen einreichten oder darauf verwiesen. Aus meiner mehrjährigen Berufserfahrung in diesem Feld würde ich sagen, dass 98% der VD in RO eine RU-Nr beantragt hatten.

    Beste Grüße und ein frohes Pfingsfest

    Andreas

    Servus Viktor,

    vielen Dank für Deine Mühewaltung, ich weiß auch nicht sicher ob das Bild in Köthen entstanden ist, ich gehe nur davon aus, da es a) Wohnort und b) Dienstort war.
    Dank und Gruß

    Andreas

    Hallo Viktor,

    eine Frage an Dich, der sich doch wohl wie kein anderer hier in Köthen auskennt. Kannst Du die Örtlichkeit auf dem Winterfoto erkennen, wo die Aufnahme entstanden sein kann? Ein Park? Am Schloss gegebenenfalls? Im Hintergrund ist ein großes Gebäude unscharf zu sehen. Könnte es ggf. das Reservelazarett in Köthen sein? Ist nur eine Vermutung. Aufgrund des Gesundheitszustandes und hageren Aussehens müsste das Foto von ca. 1916 stammen. Franz wurde aufgrund Typhus 1916 „ausgemustert“.
    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Viktor,

    Dr. Hengst scheint aber auch den WK2 wohl überstanden zu haben. Nach dem Kriege schrieb er mal eine Bescheinigung für Friedrich, dem Polizeibeamten aus Köthen, die er für eine Behörde brauchte.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Eumex, Volker u.a.

    Dein Link ist hervorragend, ich konnte dadurch vieles jetzt klären. Dass zB das eine das Friedrichskreuz von Anhalt für Nichtkämpfer ist, das nur 1174 mal vergeben wurde.(Grünes Band mit weißem Rand). An beiden Spangen hat die Nachschau ergeben, dass es die anh. Verdienstmedaille in Silber sein muss, nicht die Rettungsmedaille, siehe Rückseite. Habe ein Foto von der einen Medaille von 1866 angefügt, sonst wohl kein Text. Es steht zwar etwas auf der linken Seite des Kreuzes, aber nicht lesbar(?) Ansonsten war noch viel Kleinkrams in der Kiste, eine Friedrich Herzog v Anhalt Medaille für treue Arbeit, auch allgemein Bekanntes. Hindenburgkreuz f Wk1 Nichtkämpfer, ein WK1 EK 2.Klasse, Besitzer mir unbekannt, Mutterkreuz, viele Sängerabzeichen aus Köthen u Anhalt uvm. , darunter ein Blechabzeichen mit rotem Kreuz.
    Was das wohl ist?

    Vielleicht ein Treffen-Abzeichen? Dann noch ein Knopf mit Ordensbändern, trug man wohl dezent am Anzug.

    Kann man aufgrund des Fotos der Rückseite des einen Ordens mit der Jahreszahl sicher davon ausgehen, dass es sich um den Orden für Königsgräz handelt? Lt. Auskunft war der Georg dort.

    Hat jemand einen Tipp wo man ggf. die fehlende Schwertauflage für das Band zur silbernen Verdienstmedaille bekommen könnte?

    Dank und Gruß

    Andreas


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    Hallo Viktor,

    dann habe ich mich doch richtig erinnert. Beim Bombenangriff am 20.7.44 auf Dessau fiel der Stein um. Das Datum war ja gut zu merken. Soweit ich weiß, bin mir aber nicht ganz sicher, sind Teile des Friedhofs in der Heidestrasse unter Denkmalschutz. Der Friedhof wird der Nachwelt dann wohl erhalten bleiben. Er hat sich auch gemausert, wird heute deutlich gepflegter als noch vor 10-15 Jahren.
    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Johann,

    mit der KK Alexander hatte ich vor geraumer Zeit mal versucht Kontakt aufzunehmen, über die Kommentar/Gästebuchfunktion, aber nie Antwort erhalten, egal. Bei der KK Alexander handelt es sich wohl nur noch um ein paar ganz wenig Mitglieder. Übrigens bin ich im Besitz des Fahnenbuchs der alten KKA, der Berliner Kameradschaft der ehem Unteroffiziere des KAGGR1. In der Kladde sind noch etliche Beisetzungen und andere Ereignisse aufgeführt, bis dann das Fahnenbuch Anfang 1945 endet...

    Habe das Reservistenbild und andere A-Dinge aus dem Nachlass des letzten Fahnenträgers in meinem Besitz, auch etliche A-Dinge aus dem Nachlass von einen der Viebahns. Der bekannteste, der die Mobilisierung 14 ausrief, Bild ist in Geschichtsbüchern oft zu sehen, ist leider gleich 14 gefallen. Andere überlebten den Krieg und machten zT in der RW u WH Karriere. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Übrigens, hast Du Dir mal die Wiki-Seite der d KAGGR1 einmal angeschaut?

    Einen Besuch auf dem neuen Garnisonsfriedhof mit seinen Denkmälern in Berlin am Columbiadamm kann ich bei einem Berlinbesuch nur empfehlen.
    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Johann,

    habe viele Alexander-Dinge, darunter dies (gerahmt). Evtl. etwas für Dich und andere Alexander -Interessierte. Übrigens es war der Feldwebel des Inf Regt 93 in Königsgrätz, nicht sein Sohn der Alexandriner.
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    Das eine Bild zeigt einen Prachtpokal, der nach Wk2 verloren ging

    69F5F10E-B837-46A1-A7B5-7246CDA34A9A.jpeg(Auf der Rückseite die Sitzordnung bei der Festivität)


    Beste Grüße

    Andreas

    Servus Viktor,

    vielen Dank für die Aufklärung. Dann werde ich bei meinem nächsten Köthenbesuch dort mal hingehen und mir diesen „Frevel“ anschauen.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Viktor,

    der Stein in Köthen wurde wohl in den 60ern gesetzt, müsste ich erfragen. Die Gold-Schrift wurde vor einiger Zeit erneuert. Der Stein in Dessau fiel beim grossen Bombenangriff am 20.7.44 (Datum korrekt?) um, Bombensplitterschäden noch vorhanden. Zum 100. Todestag von Georg im Jahre 2005 690B0C8E-6EAA-4160-868F-EE01C6E00C57.jpegwurde der Stein renoviert, Gold-Schrift erneuert und neu mit Edelstahlstiften gesetzt.
    Normalerweise bin ich 1x im Jahr mindestens dort.
    Beste Grüße

    Andreas

    Servus Viktor,

    ja der Justizinspektor Franz R.

    Der wurde in der damaligen Friedhofsführung ebenfalls vorgestellt. Stimmt, die Dame ist Stadtarchivarin. Von ihr erhielt ich damals das Heftchen, das damals als Begleitheftchen zur Friedhofsführung erschien. Der im Foto oben Gezeigte, ist sein Vater.
    Im Anhang der Justizinspektor Franz, drei mal in Jungen Jahren, dann mit dem Team des Reservelazarett in Cöthen, dann nochmals 1916 in Cöthen. Habe noch ein anderes Bild von 1914, das aber in meiner Whg in D hängt, da komme ich jetzt nicht ran.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Volker,

    Habe durch meine Frau fragen lassen, der Besagte war tatsächlich auch in Königsgrätz dabei. Bei der anderen Spange müsste es sich lt. Vergleichsbildern der von Peter genannten Webseite nicht um die Medaille zur „Rettung aus Gefahr“ handeln sondern um die silberne Verdienstmedaille. Die Buchstaben am Rand treffen anders auf das „Innenbild“. Detailfotos will mir meine Frau später zuschicken. Ich bin auch gespannt wie ein Flitzebogen!

    Ich sehe auch gerade, dass ein Miniatur-Orden-Kettchen am Bild dran ist, das dann wohl die gleichen Orden in Miniaturform darstellt. Werde es nochmal gleich genau beäugen.


    Beste Grüße

    Andreas

    PS: Ich hoffe, dass ich mit dem dann doch WH-fremden Thema niemand auf die Füße trete und „spamme“...


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    Hallo Volker,

    Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung. Dank des Links von Peter, oben, hatte ich schon versucht etwas herauszufinden. Aber es ist schwer diese Infos zuzuorden ohne das spezifische Fachwissen meinerseits. Ob unser Georg auch 1866 „dabei“ war ist mir bislang nicht bekannt gewesen, werde durch meine Frau in D bei der Familie nachfragen. Unser „Familienpedia„ ist 86 Jahre alt und ein Unerschöpflicher Quell vieler Informationen. Er war Pastor in DE-Kochstedt und kam aus Köthen. Meinst Du es besteht eine Chance die fehlende Schwertauflage wieder mal zu finden um die Spange zu komplettieren? Zur 2. Spange. Ich hatte ja bereits gesagt, dass ich aufgrund des Links mal nachgeschaut habe. Rettungsmedaille erscheint mit nicht schlüssig. Franz der „Alexandriner“, der später in Köthen lebte bekam mal einen „Orden“, da er einen Marsch komponiert hatte und dem Herzog gewidmet hatte. So wurde mir gesagt. Ob es eine Verleihungsurkunde gibt weiss ich nicht, muss ich nachfragen. Später war er ja1914-1916 Verwaltungsleiter im Reservelazarett Köthen. Vielleicht hat er auch dafür das andere Kreuz bekommen. Meine Frau ist z.Zt. Noch in Deutschland bei der Familie. Ich schreibe ihr gleich mal dass sie nachfragen soll. Auch bitte ich sie um ein Bild der Rückseite der Spange. Übrigens: Die Grenadiermütze mit rotem Puschel auf der Spitze existiert ebenfalls noch und ist mir vor einigen Jahren übergeben worden. Ich bin froh dass diese Dinge noch erhalten sind obwohl sie so viele stürmische Zeiten erlebt haben. 1945 waren erst amerikanische Offiziere in der Wohnung in Köthen einquartiert, dann russische. Weder die Grenadiermütze, noch die Orden kamen abhanden. Die Degen der beiden mussten dann mal bei der russ. Kommandantur abgegeben werden. Der Gardehelm und die Alexanderuniform waren ebenfalls noch vorhanden, wurden dann aber bei der Haushaltsauflösung 1962 weggegeben. Es war einfach zu viel da. Schade, aber es lässt sich nicht ändern.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,

    erdt einmal vielen Dank für die Antworten.

    Den interessanten Link habe ich erkundet, einiges wird klar, leider nicht alle anhaltinischen Orden konnte ich dort identifizieren. Der ganz linke von der Spange mit der „Paris“-Spange zB nicht. Die, wo die Schwertauflage fehlt.
    Gruss

    Andreas

    Hallo,

    meine Frau hat nun einige Spangen anlässlich eines Familienbesuchs überreicht bekommen. Die untere ist von einem Feldwebel des Inf Regt 93 in Dessau, (+1905), die obere von seinem Sohn, der Hoboist u Sergeant beim Kaiser Alexander Garde Grenadier Regiment Nr 1 zu Berlin war, danach Justizinspektor in Köthen, (*1872 +1962). Beide Gräber existieren noch. Das eine in der Heidestrasse in Dessau, das andere in Köthen. Viktor, Du kennst es sicherlich von der Führung durch die Stadthistorikerin von Köthen ;)

    Der Hoboist von den

    Alexandern wurde 1914 wieder einberufen und war dann Verwaltungsleiter im Reservelazarett in Cöthen. 1914-1916. Meine Frage: Welche Orden sind zu erkennen? Insbesondere die obere Spange wirft mir Rätsel auf. Auf dem Familienfoto ist noch eine Schwertauflage erkennbar, die fehlt leider nun. Ich hoffe sie ersetzen zu können wenn sich eine auftreiben lässt. Dafür müsste ich aber erst einmal wissen um was genau es sich da handelt.

    Jeder Tipp ist willkommen.

    Dank und Gruss

    Andreas

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