Posts by suum cuique

    Hallo Wolfgang,

    ich wünsche Dir, dass alle Stücke mit der Stempelung Originale sind.

    Zu den Experten des Lugerforums, unter denen einige renommierte Fachleute und Autoren von Fachbüchern sind ist das Thema auch umstritten. Auch die mögliche Herkunft durch ein Freikorps ist lediglich eine These. Es gibt meiner Kenntnis nach keine Vorschrift oder offizielles zeitgenössisches Schriftstück, wo diese Stempelung als Markierung vorgeschrieben oder erwähnt ist.
    Auch wenn solche Stücke mal bei einem renommierten Auktionshaus mal angeboten wurden, so ist es kein sicherer Beweis für Originalität. Schließlich gehen dort auch immer wieder Bilder von einem braunauer Maler über den Ladentisch, die als Fälschungen angesehen werden.
    Nicht nur die Schönheit, manchmal liegt auch die Echtheit im Auge des Betrachters.
    Wünsche Dir viel Sammlerglück und Erfolg

    Andreas

    Hallo,

    die immer wieder auftauchenden 08 oder 98er mit dem ominösen Totenkopfstempel sind zu 99,99%iger Sicherheit Bastelobjekte, vorsichtig ausgedrückt. Es existieren einige 08, zum Beispiel “Erfurter 1917er” Modelle, die einen Totenkopf haben. Es wird davon ausgegangen, dass sie diese Markierung in der Zeit der Weimarer Republik bekommen haben von Freikorps Einheiten. Fachleute nehmen an, dass es sich um die Minenwerfer-Einheit Heuschkel gehandelt haben könnte. Ein Bezug zu SS-Einheiten ist nicht nachgewiesen, obwohl gerade dies mit den fake aufgebrachten Stempeln suggeriert werden soll. Es ist (meiner Kenntnis nach) kein einziger Fall bekannt, bzw. nachgewiesen, dass Waffen und Gerät der SS oder der Waffen-SS mit einem Totenkopfstempel markiert worden sind. Die Luger-Literatur gibt einige Hinweise zu frühen 08, die aber allesamt vor der NS-Zeit bereits Verwendung fanden. Dem interessierten Leser sei die Seite http://www.lugerforum.com nahegelegt. Wo unter dem Suchbegriff „death head“ Lugers etliche Fachdiskussionen von Fachkundigen geführt wurden. Darunter auch Verfasser einschlägiger Literatur. Dieses Thema „death head Lugers“ beschäftigt schon Luger-Sammler seit den 70er Jahren in den USA und anderswo.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass in den 60er Jahren mal einige „Luger“ von einem dt Büchsenmacher mit einem fake Totenkopfstempel markiert worden sind und in den Umlauf gebracht worden sind. So habe ich es mal gelesen vor Jahren. Wäre vielleicht auch mal eine Frage, die man mal dem DWJ stellen könnte.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Uwe,

    einer der Kommentare bei Spon nannte die genaue Artikelbezeichnung, die man dann googeln konnte. Und in der Tat, die Ähnlichkeit mit dem Körper einer Splitterhandgranate war frappierend. Rechnet man die Sicht durch eine Tüte und einen Abstand hinzu, kann man sich die Verwechslung erklären.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,

    ich habe mir so etwas als GrFhr oder ZgFhr nie an irgendeine Kopfbedeckung gepinselt, war bei uns nicht üblich. Dienstgrad- und Tätigkeitsabzeichen wurden umgedreht oder unkenntlich gemacht.

    Was allerdings gemacht wurde, war bei Spähtrupps nachts ein weisses Stoffstück oder selbstleuchtendes Band hinten an der Atbeitsmütze zu befestigen, damit besser Verbindung gehalten werden konnte.

    Gruss

    Rainer

    Hallo Rainer,

    bei US Helmbändern sind hinten seit den 70/80er Jahren zwei phosphorisierte „cat eyes“ aufgenäht, die diesen Zweck bei Bedarf erfüllen sollen. Ansonsten dreht man das Band um.

    Ansonsten kenne ich auch nur die von Dir beschriebene Variante für nächtliche Aktivitäten, Stück vom „Leuchtband“/ Trassierband nutzen.

    Gruss

    Andreas

    Hallo Andreas,

    der rechte Stempel neben Adler63 ist der Stempel für Neubeschuss.
    Die auf der Unterseite angebrachten Stempel sind mir unbekannt.

    Ich empfehle Dir die Frage zum ersten Foto im Spezialforum für Luger/P.08 zu stellen, die können Dir sicher fundiert diese Frage beantworten

    http://www.lugerforum.com

    (Dort muss man sich erst registrieren).

    Wäre schön, wenn Du uns dann auch das Ergebnis Deiner Recherche wissen lassen würdest.

    Viel Erfolg.


    Gruß

    Andreas

    Hallo Rainer,

    Hakenkreuz... das hört sich sehr martialisch an, Du meinst doch wohl eher die alten Abnahmestempelchen mit dem Micro-Reichsadler, oder? Die waren ja am MG1 kaum sichtbar. Der SPIEGEL hatte doch auch einmal berichtet, dass sich ein Angehöriger des Wach-Btl in Bonn darüber echauffiert hatte, dass einige Karabiner 98k, die dort in Verwendung waren, noch die alten Abnahmestempel mit dem HK hatten. Die Waffenmeisterei musste dann beflissentlich das HK aus der Stempelung entfernen.
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221356.html


    Mir ist z.B. mal jemand untergekommen, der einen Stempel des Standesamtes selber auf seiner Geburtsurkunde „entnazifiziert“ hatte. Mit einem Edding hatte er den Kranz mit dem HK geschwärzt. Als ich ihm sagte, dass es den Straftatbestand einer Urkundenfälschung erfüllen könnte, die Urkunde ggf. dadurch ungültig würde, da der Siegelabdruck manipuliert wurde, (Echtheitsmerkmal einer Urkunde), fand er seine Aktion nicht mehr so schlau. Aber das ist ein anderer Sachverhalt.

    Gruß

    Andreas

    Hallo G33/40,

    Name für Anrede wäre schön. Die Waffe sieht für mich nachbrüniert aus. Die „t“-Serie v 1937 müsste noch goldgelb angelassene Teile gehabt haben und hatten eine Salzbrünierung. Die Umstellung erfolgte bei der anschließenden Serie „u“, wo bei Fertigungen ca. im Bereich der Seriennr. 6000 - folgende, in der Übergangszeit beide Brünierungsmethoden parallel angewandt wurden. Interessant bei Dir ist, dass die Magazine beide Nummerngleich sind, sehr selten!!! Es müsste sich meiner Meinung nach um eine Polizei 08 handeln, falls die Magazine tatsächlich zu der abgebildeten Waffe „t“ 2700 gehören, da die Nummern am Magazinboden die Zusätze „1“ und die „2“ haben. Bei Wehrmachtsmodellen wurde das 2. Magazin mit einem „+“ gekennzeichnet. Das wurde im Holster verwahrt. Hier ein Beispiel einer P.08 1937/S42 für die andere Variante mit goldgelb angelassenen Teilen.

    Einige Polizei 08, (nur diese!), hatten auch noch eine zusätzliche seitliche Sicherung, eine Art „Metallbügelchen“ neben dem Patronenlager, die später erlassgemäss wieder entfernt werden sollten. (Ich glaube Es gab sogar ein Walther-Patent). Man erkennt die heute bei einigen Modellen an einer kleinen, verbliebenen Bohrung, die der Anbringung diente. Zweck der Zusatzsicherung war, dass sich im gespannten Zustand des Verschlusses, wenn sich noch eine Patrone darin befand, diese im zerlegten Zustand der Waffe nicht abfeuern kann, wenn dann der Verschluss entspannt wird. Das führte manchmal zu schlimmen Unfällen. Im Grunde unverständlich, dass vor Zerlegen der Waffe der Ladezustand nicht überprüft wurde.

    Falls Dein Englisch gut ist empfehle noch das http://www.lugerforum.com eine wunderbare Webseite/Fachforum.

    Gruß

    Andreas

    Hallo Bk0992,

    ich vermute es ist eine Eigenproduktion eines handwerklich Begabten gewesen. Die Arretiervorrichtung sieht eindeutig nach P.08 aus.
    Meiner Meinung nach ein Phantasieprodukt, siehe auch den „frei gestalteten“ Reichsadler.
    Mich wundert, dass ein fachlich versierter Sammler mit roter Karte für P.08 u. C96 dies nicht gleich erkannt hat.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,

    es sind auch schon in Somalia Sturmgewehre 44 aufgetaucht. Und in Vietnam gab es auch etliche deutsche WK II Waffen.

    Gruss

    Rainer

    Hallo, in der DDR wurde das StG44 teilweise bei der kasernierten Volkspolizei eingesetzt, später durch andere Waffen ersetzt. Die gingen dann wohl später in den Export. Vermutlich an sozialistische Bruderstaaten und nach Afrika.

    PS: Die Pistole 08 wurde ebenfalls noch lange Zeit in der DDR v d Volkspolizei genutzt, nach der Wende konnte man sie preiswert z.B. bei Frankonia Jagd kaufen. Die sogenannten VOPO 08 sind leicht an den spezifischen Kunststoffgriffschalen zu identifizieren, mit denen sie oft v den Waffenmeistereien nachgerüstet wurden. Auf der Vopo-Griffschale ist eine kreisrunde Markierung im Plastikguss zu erkennen.

    Gruß

    Andreas

    Hallo Funker Braun,

    gegen die Theorie eines sich in einer Bewährungseinheit befindlichen Soldaten, der natürlich mit einer solchen Fülle von Orden und Auszeichnungen aufwarten kann, spricht, dass ihm ein Fronturlaub gewährt worden wäre. Jedenfalls nicht vor Bewährung u Rückerlangung eines Dienstgrades. Für eine Trauung wäre ihm m.M. nach nur eine Ferntrauung möglich gewesen.
    Just my 2 cents.

    Gruß

    Andreas