Posts by suum cuique

    „Bei den 1941er byf gab es zuerst auch Holzgriffschalen, was später geändert wurde. Wohl ab der „Suffix Markierung“ / Serie „t“. In der Übergangsphase gab es es bei nahen Produktionsnunnern beides. Mann kann anhand der Seriennummern nicht innerhalb eines Zeitraums genau bestimmen welche Holz o. schwarze Bekelitgriffe hatten. Später gab es dann nur schwarze.“


    Es sollte nicht nur schwarze - sondern oft schwarze - heißen.

    Der Korrekturmodus geht nicht mehr. Holz- und schwarze Bekelitgriffschalen wurden beide werkseitig installiert. Die schwarzen ab ca. Juni 1941, Grund war Mangel an Holzgriffschalen, die Fertigung kam nicht hinterher.

    Grüsse

    Andreas


    Zitat gerichtet...Huba

    Hallo Kalli,

    der Begriff „Luger“ hat sich umgangssprachlich als Überbegriff im engl. Sprachraum für die Pistole Parabellum, „Navy Lugers“, „Marine 08“ oder „P.08“, die Pistole 08, etabliert. Ebenso der Begriff „Black Widow“ ist eine Wortschöpfung des renomierten US Sammlers und Fachmanns Ralph Shattuck, der den Begriff ca. Anfang der 70er Jahre geschaffen hat. Eine Black Widdow ist eine Byf mit schwarzen Griffschalen. Der Austausch der schwarzen für Griffschalen , insbesondere fake Holznachbauten wäre ein Sakrileg!!!
    Wenn Du allerdings öfters auf die GunRange gehst solltest Du die (originalen) schwarzen Bakelitgriffschalen nicht drauf lassen und vorsichtig lagern, sie sind sehr fragil ob ihres hohen Alters. Echte schwarze Bakelitgriffschalen werden mittlerweile um die 300 US$ aufwärts gehandelt, wenn man überhaupt welche bekommt. Eine Black Widow würde ich so belassen, wenn Du sie nicht schiesst. Gerade deshalb, da eine Byf mit schwarzen Griffschalen einen höheren Wert besitzt. Z.B. eine Mauser 1939 S/42 kann nie schwarze Griffschalen gehabt haben, nur eine byf der späteren SeienNr oder eine 1942 b yf. Lass es lieber sein. Bei den 1941er byf gab es zuerst auch Holzgriffschalen, was später geändert wurde. Wohl ab der „Suffix Markierung“ / Serie „t“. In der Übergangsphase gab es es bei nahen Produktionsnunnern beides. Mann kann anhand der Seriennummern nicht innerhalb eines Zeitraums genau bestimmen welche Holz o. schwarze Bekelitgriffe hatten. Später gab es dann nur schwarze. Wenn Du also beispielsweise die Nr 667 o hast, oder 1243 p hatten diese byf wohl Holzgriffschalen, lautet die Nr beispielsweise 783 v oder 1234 w hatten sie schwarze. Die byf Serie des Jahres 1941 startete mit „o“ wie Oskar. Das macht die Sache leicht im Zahlenmittelbereich zu faken und schwarze Griffschalen und Magazine mit schwarzem Magazinboden (die waren unnummeriert) auf eine Holzgriffschelen-byf anzubringen um den Wert zu steigern. Insbesondere dann, wenn die Byf schon kein nummerngleiches Magazin dabei hatte. Die Holzgriffschalen hatten zumeisst auch die letzten beiden Nummern der Waffe auf der Innenseite eingeprägt. Also bei Nr 1234 a dann die 34. Es gab ja ursprünglich auch etliche schwarze (originale) Griffstücke zu kaufen, Werkstätten hatten die. Heute extrem teuer!Sei also extrem vorsichtig beim Abschrauben der Griffschalen. Wäre schade um die schwarzen Griffschalen. Noch etwas. Gönne Dir lieber eine originale Koffertasche als Nachbaukrams. An der hättest Du dann auch wirkliche Freude. Wichtiger Pflegetipp: NIEMALS abet auch NIEMALS Öl oder Ballistol für antike Futterale benutzen. Nur Lanolin !!!! Öle dringen tief ein in das Leder und schädigen es. Wir sprechen jetzt hier von Antikholstern, nicht Verbrauchsware wie beim Militär, die Verbrauchsware ist. Also Holster die von 1914-1945 hergestellt worden sind niemals ölen, oder WW1 Holster z.B. sind schon über 100 Jahre alt. Die Koffertaschen wurden als nasses Leder auf Holzformen gespannt und so die Form hergestellt. Öle dringen tief ins Leder ein u zerstören sie Struktur der Fasern. So werden ölige Holster zu formlosen Wracks.
    Zur SerienNr. : Bist Du sicher dass vorne oben auf dem Abzugsbügel unter der Seriennummer kein Buchstabe steht? In kleiner Schreibschrift z.B. a oder b ? Sehr ungewöhnlich.

    Gruss

    Andreas

    Hallo!


    Quote

    Das Buch gibt's auf deutsch: "Der vergessene Soldat", Helios Verlag, 2016. Der Verfasser, Guy Sajer, geboren in Elsass als Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter. Herausgegeben ist das Buch auf französisch in 1967.


    Gruss


    Hans K


    Hallo, dieses Buch erschien schon Ende der 60er- Jahre in D unter dem Titel „Denn dieser Tage Qual war groß„

    Gruss

    Andreas

    Hallo Kalli,

    ich empfehle Dir auch für weitere 08-spezifische Fragen Dich an das http://www.lugerforum.com zu wenden, wo auch u.a. viele Luger-Fachbuchautoren aktiv sind.
    Die bereits ausgegebenen braunen Koffertaschen wurden nicht notwendigerweise alle nachträglich geschwärzt. Meine 1937er ist noch braun.
    Sind die Magazine Deiner byf auch nummerngleich? Siehe Magazinboden.

    Vorsicht bei diesen indischen Nachbauten, sie stinken oft stark nach Chemikalien und greifen die Oberfläche der Waffe an, wie schon oben von Thilo beschrieben. Kaufe Dir lieber mal eine Originaltasche, da hast Du dann auch mehr Freude dran.

    Ansonsten Glückwunsch zu dem Neuzugang!

    PS: Die Unkenntlichmachung der seitlichen SerienNr. kannst Du Dir sparen, die kam zig mal vor. Die vollständige ist vorne über dem Anzugsbügel angebracht. ZB „1234 a“

    Selbst innerhalb eines Jahres gab es öfters die gleiche Nummer an der Seite, da sich die vollständige SerienNr nämlich aus dem Zusatzbuchstaben ergibt für das jeweilige Herstellungsjahr a - z.

    Wurde Deine Serien-Nummer komplett in Deine Papiere eingetragen MIT „suffix“, also dem Buchstaben, oder ohne? Das führt oft zu Verwirrungen bei Behörden, da wie gesagt viele Luger die gleiche (reine) Nummer haben. Mach Dir mal den Spass und gib mal Deine reine Nr beim Lugerforum in das Suchfenster ein, vielleicht findest Du eine weitere mit der gleichen Nr.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,

    die fehlenden Umlautpunkte auf dem „ä“ der gedruckten Urkunde sind schon ein eindeutiger Hinweis auf eine Totalfälschung. Das „st“ im Siegelabdruck sieht auch seltsam aus. (Abstand). Ich gehe von einer Totalfälschung aus. Fehlende Umlautpunkte sind mir schon sehr oft in meiner beruflichen Praxis als Fälschungsmerkmale bei gefälschten Personenstandsurkunden vorgekommen. Evtl. ist auch die Monatsangabe als „9“ ein Indiz? Oft wurde für den Monat die römische Zahl verwendet. „IX“

    Gruß

    Andreas

    Hallo Peter, hallo Jim,

    was mich irritiert ist der Mützenadler. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein privater Werkschutz so einen Mützenadler verwenden durfte. Dieser Reichsadler impliziert doch auch eine hoheitliche Aufgabe, die ein Privatbetrieb nicht inne hat.
    Reichsbahn, Reichspost, etc. hatten z.B. eine hoheitliche Aufgabe. Vielleicht zeigt das Bild Bedienstete, die einer dt. Behörde/Organisation untergeordnet waren?

    Heutzutage kann sich ja auch kein privater Wachschutz einen Bundesadler an die Uniform pinnen.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Sören,

    schade, aber nicht verwunderlich. Viele versuchen mit Fake-Aufklebern, die dazu noch schlecht gemacht sind, den Helm aufzupeppen. Ich bin zwar kein Sammler von Wk2 Militaria, Dinge die ich habe sind mir im Bekannten/ Familienkreis zugefallen, aber wenn Du Dir mal was Vernünftiges zulegen willst geht kein Weg an seriösen Händlern vorbei. Ein Beispiel wäre z.B. Weitze.net

    Zwar nicht billig, aber mit Echtheitsgarantie und Rückgaberecht. Ebay empfinde ich als Militaria-Schrotthändler, wo sich viele Helmfälscher tummeln. Auch was an Dachbodenfunden und aus Haushaltsauflösungen angeblich stammt ist oftmals „Schrott“. Und jemand der nicht hinter seiner Ware steht, „keine Rücknahme“, den kann man gleich vergessen. Ich hatte mal vor 15 Jahren Dinge eingestellt mit dem Vermerk trotz Privatverkauf: 1 Monat absolutes Rückgaberecht und 100% Garantie auf Originalität. KEINER hat vom Rückgaberecht Gebrauch gemacht, da original. Im Gegenteil, per PN hatten sich Leute noch bedankt. Wenn man hinter seiner „Ware“ steht ist das Rückgaberecht auch kein Problem. Man achte auch auf die schwammigen Beschreibungen.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Sören,

    ich hatte mal vor vielen Jahren einige Polizei-Stahlhelme bestimmen lassen. Habe nachgesehen, es war im Militaria-fundforum. Hatte mir dann von der Expertise einen Screenshot gemacht als “Nachweisgutachten“ für meine Unterlagen.
    Ich war erstaunt von dem geballten Fachwissen, das einige Leute dort hatten.

    Ich glaube, dass diese Sammler Dir bestimmt gute Hinweise geben können.

    Gruss

    Andreas

    Hallo Sören,

    der vorschriftsmäßige Abstand ( gem. Erlass 64 c 32 V 3 VI a vom 5.4.1934) zur Niete sollte 3mm betragen, darunter müsste das Schild mittig sein. Über dem Schild wurde oftmals eine Lackschicht zum Schutz mit Kopal- oder Damar Lack aufgebracht.

    Empfehle unbedingt das Standardwerk: Der deutsche Stahlhelm von Ludwig Baer!

    Es liegt mir lediglich in der englischsprachigen Fassung vor.

    Unterschiedliche Variationen kamen vor. Bei den älteren M16 u M18 Modellen und auch bei den aus dem ungarischen Bestand der in der österreichischen Armee „aufgetragen“ wurde und dann nach dem Anschluss mit den dt. Hoheitsabzeichen versehen wurden kamen oftmals Stilblüten bezüglich Positionsabweichungen vor. Bei Deinen Modellen dürfte es nicht mehr so der Fall sein.

    Ich empfehle auch den Westfalia/ oder Waltex 8x Magifier, eine Lupe. Preiswerte Lupe und perfekt zur Betrachtung solcher Abzeichen. Axhte auch auf die Farbpigmente. Sind Punkte sichtbar, die billige Drucke oftmals haben? Eine saubere Verteilung von silbernen Farbpigmenten sind ein Anzeichen von Echtheit, keine Garantie. Diese Abzeichen-Aufkleber-Fälschungen gibt es mindestens seit den siebziger Jahren. Die besten Repros stellt eine Firma i d USA her, hatte ich mal vor rund 20 Jahren dort gesehen.

    Bin leider kein Fachmann auf dem Gebiet, da gibt es viele, die Dir da fundierter weiterhelfen können.

    Gruss

    Andreas

    Hallo Peter u.a.,

    was mir gerade dazu noch in den Sinn kommt. Wo kommt eigentlich die Bw-Bezeichnung „Rohr“ statt „Lauf“ her? Diese, sagen wir mal, fachfremde Wortschöpfung konnte ich mir nie erklären, da eine Rohrwaffe ja eine ganz andere Sache ist. Ist darüber was bekannt? Oje, wir schweifen ab.

    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Jostdieter,

    Klugscheißer-Modus an:

    Sollte es nicht konkreter Faustfeuerwaffe heißen? Eine Handfeuerwaffe ist m. E. auch ein MG42. (Im Englischen würde eine Pistole als Handgun bezeichnet werden).

    Im Deutschen jedoch spezifischer Faustfeuerwaffe, obwohl natürlich Faustfeuerwaffen unter Handfeuerwaffen fallen. Die Bezeichnung Faustfeuerwaffe dient daher als Abgrenzung von Pistolen und Revolvern von den anderen Waffen, die man in der Regel zweihändig hält/bedient.

    Im Waffenrecht finden sich eher die Begriffe Langwaffen und Kurzwaffen. Kurzwaffen sind z.B. rechtlich gesehen Faustfeuerwaffen und (nicht vollautomatische) Schusswaffen mit einer Gesamtlänge unter 60cm.

    Klugscheißer-Modus aus.

    Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht krumm.

    Beste Grüße

    Andreas

    Servus Bronte,

    die schwere Zeit nach 1945 hatten die Volksdeutschen in RO einzig und allein deshalb, weil sie keine rumänisch-stämmigen rumänische Staatsangehörige waren. In alten rumänischen Personalausweisen (Buletin) und Wehrpässen, Livret Militar, war nicht die Staatsangehörigkeit (citatenie) sondern die Volkszugehörigkeit (Nationalitate) des rumänischen Staatsangehörigen eingetragen. Bei den VD stand Germana, bei den „rumänischen“ Rumänen : Romana, bei den ethnischen Ungarn: Maghiara, usw.

    Sicherlich ist Dir auch bekannt dass Rumänien durch Stalin dazu verdonnert wurde tausende Arbeitskräfte für den Aufbau in der Sowietunion zu stellen. Sozusagen als Straftribut für die Teilnahme am Krieg gegen die SU. Der rumänische Staat es es dann so gedreht, dass er zwar seine rumänischen Staatsangehörigen der Zwangsarbeit ausgeliefert hat, aber die deutsche Minderheit! Sehr, sehr viele sind unter erbärmlichen Umständen umgekommen, viele Frauen darunter. Google mal das Thema, es gibt viele sachliche Bücher darüber. Dieses Trauma der Verschleppung zur Zwangsarbeit müsste aber den Nachkommen der VD aus RO bekannt sein. Insbesondere aus Siebenbürgen, dem Sathmarer Gebiet wurden unzählige Menschen verschleppt. Also, man musste keine „Nazi“-Vergangenheit haben um in RO verfolgt zu werden.
    Gibt es noch alte Verwandte von Dir, ggf in RO, die evtl. noch was wissen könnten?
    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo Maxe,

    vielen Dank für den Hinweis. Darauf wäre ich nie gekommen!


    Herzlichen Dank an alle, die mit Rat und Tat zur Aufklärung meiner Fragen beigetragen haben!


    Werde Zettel erstellen mit den Bezeichnungen und den Spangen beifügen, sodass meine Kinder später nicht erneut forschen müssen.

    Beste Grüße und ein schönes Pfingstfest

    Andreas

    Servus Bronte,

    (Vornamensnennung wäre hilfreich).

    Erst einmal herzlich willkommen im Forum.

    Hast Du auch einen Antrag bei der WAst gestellt? Aufgrund des Alters Deines Vaters ist nicht sicher, dass er überhaupt noch eingezogen wurde. Zu Beginn des WK2 war er ja schon bereits 37 Jahre alt. Angehörige der dt. Minderheit, „Volksdeutsche“, wurden eigentlich zur Waffen-SS eingezogen. Hatte Dein Vater oder Deine Familie eine „RU-Nummer“? Die bei der Deutschen Botschaft in Bukarest lief, bzw. beim BVA in Köln? Diese RU-Nummer war die Registriernummer für Volksdeutsche, die in Rumänien lebten und das Aufnahmeverfahren für die Aussiedlung in die Bundesrepublik durchliefen. Bist Du selber auch ausgesiedelt oder Familie?In Folge der RU-Nr gab es bei Anerkennung der Eigenschaft als Angehöriger der dt. Minderheit einen Aufnahmebescheid des BVA, der die Aussiedlung erlaubte und die Rechtsstellung als Deutscher i.S.d. GG nachwies.
    Worauf ich hinaus will:

    Die Aussiedlungswilligen hatten oft als Nachweis der dt. Volkszugehörigkeit nicht nur Geburts- und Taufnachweise, sondern oft auf Militärdokumente, Wehrpässe, etc. mit eingereicht. Bei der Botschaft Bukarest werden definitiv keine Unterlagen in diesem Fall mehr vorliegen, die Aufbewahrungsfrist ist schon lange abgelaufen, jedoch beim BVA in Köln.
    Ein Nachfrage dort könnte evtl. mehr Licht ins Dunkel bringen. Selbst wenn Dein Vater keine RU-Nr hatte, könnte es sein, dass seine Abkömmlinge einen Antrag gestellt hatten und dafür die o g Unterlagen einreichten oder darauf verwiesen. Aus meiner mehrjährigen Berufserfahrung in diesem Feld würde ich sagen, dass 98% der VD in RO eine RU-Nr beantragt hatten.

    Beste Grüße und ein frohes Pfingsfest

    Andreas