SEENOTDIENSTES_Combat Search and Rescue der Luftwaffe

  • Ich beziehe mich auf folgenden Artikel:



    Hat jemand nähere Informationen über diese "Kampfretter" der Wehrmacht? Ich hab nichts darüber gefunden, leider. Namen von Einheiten, Bilder, mögliche Einsätze, Ausbildung?


    Ich danke euch!

  • Danke für den wertvollen Hinweis, Rainer. Hab mich gerade schlau gemacht über diese Staffel:


    [Blocked Image: http://img512.imageshack.us/img512/3576/seenoteb9.jpg]


    Scheint ausschließlich ziviler Natur zu sein. Aber vielleicht war dies der Ursprung für spätere Rettungsmissionen, auch unter Einsatz von militärischen Mitteln (Kampftruppen, etc.)


    Vielleicht finde ich ja noch mehr Infos im www!

    Edited once, last by funker ().

  • Guten Morgen !


    Vorallem bei der Luftschlacht um England kam der deutsche Seenotrettungsdienst zum Einsatz, um abgeschossene und im Kanal treibende Piloten zu bergen.


    Zunächst waren sie mit dem Roten Kreuz versehen und unbewaffnet, jedoch kam es mehr und mehr in Mode auf diese Maschinen zu schießen, woraufhin die normale Tarnbemalung und Bewaffnung wieder eingeführt wurde.


    Hab hier ein Bild einer Heinkel He 59 des Seenotrettungsdienst



    [Blocked Image: http://i36.tinypic.com/mm13s.jpg]




    Edit: zu dem Thema gibt es noch ein gutes Buch, welches von einem ehemaligen Rettungsflieger verfaßt wurde.
    Hier der Link zu Amazon.de
    Rettung zwischen den Fronten


    Gruß und gute Nacht. :)


    Rheinmetall

    "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
    (In Memorie of Jürgen Oesten † 05.08.2010)

    Edited once, last by Rheinmetall ().

  • Das genannte Buch kann ich auch empfehlen. Es gibt einen guten Einblick in das Tagesgeschäft und überhaupt die ganze Entwicklung des ganzen Systems. Dort ist auch verzeichnet, warum diese "Weisses Flugzeug mit Rotem Kreuz"-Sache scheiterte und man wieder zu militärischer Bemalung und Bewaffnung überging.

    Life is not a Ponyhof...

  • Hallo,


    Quelle: "Verbände der Luftwaffe" von W.Dierich:


    ORGANISATION DES SEENOTDIENSTES


    Bei jeder Luftflotte:
    Ein Seenotdienstführer mit Stab und den Befugnissen eines Regimentskommandeurs.


    Diesem unterstellt:
    Ein oder mehrere Seenotbereichskommandos, geführt von einem Seenotbereichskommandeur mit dem Befugnissen eines Bataillonskommandeurs.


    Bei Bedarf zusätzlich unterstellt:
    eine Seenotstaffel mit Staffelkapitän,
    eine Seenotflottille mit Flottillenchef,
    ein Nachrichtenzug mit Zugführer.


    Bei Bedarf zusätzlich unterstellt:
    Seenotkommandos mit Kommandoführer, mit Nachrichtenpersonal sowie von Staffel und Flottille abgestellten Einsatzmittel.
    Luftflotten, die nicht unmittelbar an der Küste liegen, erhalten, sofern erforderlich, ein selbstständiges Seenotbereichskommando.


    Verteilung der Seenotbereichskommando (S.B.K.), Seenotstaffeln und
    Seenotflottillen im Jahre 1942


    S.B.K. Seenot- Seenot- Luft- Stationiert in
    staffel flottillen flotte


    I 1. 1. 3 Brest (Bretagne)
    II 2. 2. 3 Cherbourg (Normandie)
    III 3. 3. 3 Boulogne- Wimereux (Kanalküste)
    IV 3. 4. 3 Utrecht-Schellingwoude (Holland)
    V 4. 5. Reich Wilhelmshaven-Sengwarden (Nordsee)
    VI 9. 6. Reich Bug auf Rügen (Ostsee)
    Kiel-Holtenau/Swinemünde
    VII 9. 7. 1 Riga (östliche Ostsee)
    VIII 5. 8. 5 Stavanger (Südnorwegen)
    IX 10. 9. 5 Tromsö/Kirkenes
    (Nordnorwegen/Finland)
    X 6. 10. 2 Taormina/Syrakus (Mittelmeer)
    XI 7. 11. 2 Athen-Phaleron/Herakleion (Ägäis)
    XII 8. 12. 4 Kostanza/Krim (Schw. Meer)
    XII 3. 13. 3 Berre/Südfrankreich
    (westliches Mittelmeer)
    PERSONAL UND MATERIAL DES SEENOTDIESTES


    Fliegendes Personal:
    Das Personal wurde besonders ausgewählt. Sie eine kurze militärische Grund- ausbildung, um dann in einem besonderen Seenot- Gruppenkommando in Bad Zwischenahn zu Seenot-Flugzeugführern und –Beobachtern usw. umgeschult zu werden. Das Kommando war später in Norderney, Schellingwoude und Kiel-Holtenau stationiert. Das notwendige technische und seemännische Personal ist aus dem Kommando hervorgegangen.


    Seemännisches Personal:
    Im Friede waren alle Schiffe und Boote der Seeluftflotte in der „Gruppe Schiffe und Boote“, zusammengefasst, das nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Besatzungen stellte. Die Flugsicherungsschiffe waren mit zivilen Personal besetzt und führten die Reichsdienstflagge, auch die ersten Fl.B.-Boote hatten zivilen Besatzung. Als im späteren Kriegsverlauf auch eine größere Anzahl von Behelfsfahrzeuge eingesetzt werden musste, half die Marine zunächst mit seemännische Personal aus. Auf die Dauer musste sie ihr Personal selber ausbilden. Dies geschah in der Seefahrtschule der luftwaffe, die zunächst in Pütnitz und später in Lobbe auf Rügen stationiert war.
    Nachrichtenpersonal:
    Jedem Seenotbereichskommando war mindestens ein Zug Nachrichtenpersonal mit zwei Nachrichtenoffizieren zugeteilt. Es betreute den Seenotsender, die nachrichtentechnischen Einrichtungen, besetzte die Einsatzzentrale mit Nachrichtenpersonal und stellte für die Seenotflugzeuge und –fahrzeuge die notwendigen Bordfunker.


    Waffenpersonal:
    Alle Waffen auf Schiffen, Booten und Flugzeugen des Seenotdienstes waren mit Soldaten der Luftwaffenflak besetzt.


    Sanitätspersonal:
    Auf allen Booten und Seenotflugzeugen befand sich im Einsatz mindestens ein Sanitätsgast, auf Flugsicherungsschiffen zwei. Bei wichtigen Einsätzen flog oder fuhr oft auch ein Sanitätsoffizier mit.


    MfG Lemmy

  • Hallo,


    nach längerer Zeit hier noch mal ein kurzer PK-Bericht aus dem Jahr 1939 zum Seenotdienst und den verschiedenen Organisationseinheiten.

    Quelle: Wiener Neueste Nachrichten Nr. 6109 vom 13.November 1939, Seite 3


    Gruß, J.H.

    Files

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Augustdieter

    Changed the title of the thread from “Combat Search and Rescue - Wehrmacht” to “SEENOTDIENSTES_Combat Search and Rescue der Luftwaffe”.