Adria Insel Rab

  • Hallo !!



    Ich bin habe diesen Artikel gefunden über Deutsche in Jugoslawien.
    Man hat wohl auf der Insel Rab 3500 Gefangene eingemauert.
    Mich würde Interessieren ob sie immer noch in diesem Bunker sind oder ob
    man sie vieleicht inwischen geborgen hat?Gibst vieleicht einen Gedenkstein?
    Oder wird der Mantel des Schweigens darübergebreitet um keine Touristen
    abzuschrecken?Auf der einen Seite könnte man ja sagen die Toten sollen ihre
    Ruhe haben,aber andernseits sind ja bestimmt viele Vermisste da drin.Wie verhält
    sich denn der Volksbund dazu?Der Artikel ist etwas länger,der Text zu der Insel steht unter Punkt 2.


    Gruß


    Tano


    http://www.read-all-about-it.o…anen/kriegsgefangene.html



    http://www.nieuwenationaleeenh…llenenvandeLageLanden.doc

    Gruß Martin > Interesse am Wehrkreis V<

    Edited 2 times, last by Tano ().

  • Hallo Tano,


    der Link funzt nicht und der Zweite ist auf niederländisch.


    Da kann man sich schwerlich eine Meinung bilden !

    Gruss Dieter

  • Hallo !!


    Sorry habe beim editieren was am Link beschädigt.jetzt gehts wieder.


    Beim Holländischen Artikel steht das Interessante komischerweise auf deutsch.Einfach im Inhaltsverzeichis Insel Rab anklicken.



    Gruß


    Tano

    Gruß Martin > Interesse am Wehrkreis V<

    Edited once, last by Tano ().

  • Hallo,


    ich habe schon darüber mal in Der Freiwillige gelesen (weiß nicht mehr die Ausgabe). Ich versuche es herauszufinden.
    Die Gefangene sollen wohl wirklich lebendig einbetoniert werden.
    Es soll dort jetzt ein Hotel darüber stehen.


    Würde auch gerne wissen ob das stimmt.


    Miro

  • Was soll ich euch sagen. Ich machte Urlaub auf Korcula, dort wurde mir das selbe berichtet. Auf der Insel würde es noch eine Schlucht geben in der die Überreste deutscher Soldaten liegen sollen. Es heißt die "Alten" wissen noch wo sie ist, sagen aber aus Angst nichts.
    Es gibt keine Beweise dafür, aber möglich ist alles.


    mfg matthias

  • War vor 2 Jahren auf Rab Urlaub machen ! Bin im Hotel Imperial abgestiegen was auf genau auf dem Hügel liegt wo dieses Verbrechen statt gefunden haben soll. Das komische ist das unterhalb des Hotels in einer Art Park ein Kriegerdenkmal mit vielen Innenschriften steht ! Leider natürlich nix in Deutsch ! Ich such mal ob ich ein Foto davon hab, glaube mich schwach daran zu erinneren das der Soldat ein Stahlhelm ähnlich unserer Soldaten hatte !

    Grüße

  • Hallo Geisterstadt,


    meinst Du dises Ehrenmal in Kampor? (Foto von 1979, Danke an meinen Papa)


    Es erinnert an die Inselbewohner, die ""während der faschistischen Besatzung in der 13. Division, der 13. Proletarischen Stossbrigade "Rade Koncar", der 6. Lika-Brigade und in der Partisanen-Marine "zweiter Küstensektor" kämpften""


    Des weiteren gibt es Mahnmale für das Konzentrationslager Rab/ Kampor.


    http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Kampor


    Grüße


    Thilo

    Files

    • img034.jpg

      (862.05 kB, downloaded 165 times, last: )

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo, ich bins "Ghosttown"!! Nein, das Denkmal steht in Rab keine 500 Meter unterhalb des Hotels Imperial

  • Hallo,


    schon mal auf Google Earth / Panoramio nachgeschaut?


    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    Leider natürlich nix in Deutsch !


    ... natürlich!


    Ich such mal ob ich ein Foto davon hab, glaube mich schwach daran zu erinneren das der Soldat ein Stahlhelm ähnlich unserer Soldaten hatte !


    Man wird dort wohl kaum ein Denkmal für einen Wehrmachtssoldaten errichtet haben. Das sind im Übrigen auch nicht "unsere" Soldaten ...
    Andererseits wurden erbeutete Helme der Wehrmacht auch von Partisanen benutzt. Auf Denkmälern zum Warschauer Aufstand 1944 sind auch solche Helme verewigt
    - allerdings nicht als Würdigung der Helme oder der Wehrmacht.


    Hallo, ich bins "Ghosttown"!


    ???



    Schönes Neues Jahr!


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 2 times, last by Joseph O. ().

  • Hallo zusammen,


    ich habe schon darüber mal in Der Freiwillige gelesen (weiß nicht mehr die Ausgabe). Ich versuche es herauszufinden.
    Die Gefangene sollen wohl wirklich lebendig einbetoniert werden.
    Es soll dort jetzt ein Hotel darüber stehen.


    unabhängig davon, ob man so ein Gräuel für möglich hält (und damals war auf allen Seiten sehr viel "möglich"), möchte ich doch darauf hinweisen, dass die hier von Miro zitierte Quelle doch ein wenig anrüchig ist:

    "Der Freiwillige ist nach eigenen Angaben eine Zeitschrift für ehemalige Angehörige der Waffen-SS. Das rund 36 Seiten starke Heft erscheint beim rechtsextremen Munin-Verlag aus Reinsfeld und wird über Versandhandlungen aus dem rechten Spektrum, wie dem Levensboom von David Petereit vertrieben."
    (nach Wikipedia)


    Auch, wenn es sich um eine Notiz aus Wiki handelt, sollte man doch mit Bezugnahmen zu dieser Gazette ein wenig vorsichtig sein.


    Die Behauptung, man habe auf diesem angeblichen Grab dann noch ein Hotel errichtet, könnte suggerieren, dass man das "denen" zutrauen könne. Wahrscheinlich ist mit diesem Hotel das "Imperial" gemeint, welches oberhalb (hangaufwärts) errichtet wurde - aber wohl kaum auf einem Grab mit 3500 Ermordeten.


    Die Frage, ob dort ein solches Grab existiert - und dann noch in dieser Größenordnung - müsste längst zwischen den deutschen und kroatischen Behörden geklärt worden sein.


    Vielleicht gibt es bereits hierzu vom VDK Erkenntnisse?



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 2 times, last by Joseph O. ().

  • Hallo Freunde der Adriaküste,


    durch bloßes systematisches Googlen kann man sich viele Hintergründe heutzutage ganz gut erschließen, auch den hier vorgestellten.


    Folgendes Ergebnis kann ich präsentieren.


    Der Hinweise auf dieses "Massengrab" im Bunker auf Rab geht zurück auf einen Artikel der Preußischen Allgemeinen vom 6.7.1985:


    http://archiv.preussische-allg…de/1985/1985_07_06_27.pdf.


    Ältere Hinweise ließen sich nicht ergooglen. Der Artikel erschien im Zusammenhang mit und nach einem Staatsbesuch vom damaligen Kanzler Kohl im damaligen Jugoslawien. Es wurde darauf verwiesen, dass Jugoslawien keine deutschen Kriegsgräber und Erinnerungsstätten zulässt. Interessant ist die alleinige Zeugenschaft eines Ex-Partisanen der Nationalen Befreiungsarmee. Es werden keine weiteren Quellen genannt.

    Das selbe Thema wird nochmals im Mai 1986 nochmals aufgenommen. http://archiv.preussische-allg…de/1986/1986_05_10_19.pdf
    Es werden einige Quellen genannt, jedoch auch hier bei genauerer Betrachtung kaum mehr als Mutmaßungen.


    Dass Thema geistert seit der ersten Meldung 1985 durch das WWW und tlw. die Literatur (u.a. Band 3 v. Der Große Wendig).


    Nirgendwo im Netz gibt es einen Hinweis auf dieses Kriegsverbrechen von vor 1985 und der Meldung der Preußischen Allgemeinen. Oftmals wird der Wortlaut der ersten Meldung ohne Zitation einfach weiter gegeben.


    Das Thema findet außerdem nur in rechten und völkischen Publikationen Beachtung, hauptsächlich und seit der ersten Veröffentlichung immer mit dem Aufruf an staatliche Stellen oder auch den VdK, doch endlich mal dies Verbrechen aufzuklären.
    Dabei wird so getan, als wenn dieses Verbrechen bereits bewiesen ist, aber die anstehende endgültige Aufklärung nicht erfolgt, weil dadurch die bisher soweit geglückte Umerziehung des deutschen Volkes durch die Amerikaner und Briten zerstört werden könnte.


    Also meine Freunde, ich habe hoffentlich ein wenig zur Aufklärung beigetragen und bin nicht einer riesigen Verschwörung im WWW aufgesessen (wer weiß).


    Ich wünschen allen ein gesundes, glückliches und erkenntnisreiches Jahr 2016.


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo Paul,


    dieses merkwürdige Thema ist bereits mehrfach im Forum angesprochen worden - ohne dass klare Antworten erarbeitet werden konnten.


    U. a. hier: Nur ein Gerücht?


    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited once, last by Joseph O. ().

  • Hallo Joseph,


    danke für den Link. Es ist leider so, dass bei diesen schwierigen und sensiblen Themen im Forum selten etwas von wirklicher Evidenz herauskommt, dafür umso mehr Gerüchte, Unterstellungen, Beschimpfungen usw..


    Ist trotzdem interessant zu sehen, wie sich solche Gerüchte z.B. per Zeitungsartikel verselbstständigen und irgendwann als unumstößliche Wahrheiten und Tatsachen in der Welt stehen bzw. hier im Forum auftauchen.


    Das ist die Kehrseite des Informationszeitalters.

    Beste Grüße


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo Paul,


    Das ist die Kehrseite des Informationszeitalters.


    umgekehrt wird ein Schuh daraus, wenn im "Informationszeitalter" die Menschen per Google in wenigen Minuten zum ausgewachsenen Balkanhistoriker
    und Spezialisten für Karsthöhlen und zubetonierte Grotten werden. Dein Google-Suchergebnis ist dann das Maß aller Dinge, deine Suchergebnisse erhalte ich
    merkrwürdigerweise nicht. Vielleicht weil Google bei mir schon gelernt hat, dass ich keine "Pöbel- und Verschwörungsblogs" oder Spiegelseiten als Ergebnisse mag.
    Sondern mir direkt Auszüge von Google Books liefert?


    Unabhängig vom Wahrheitsgehalt um Spekulationen über diese ominöse Insel solltest Du nicht leichtfertig den Scharfrichter spielen.
    Wenn Du Dich auch nur ein bisschen in die Materie zum Hauen und Stechen auf dem Balkan einlesen würdest, inklusive der Vergeltung nach Mai 45,
    dann würdest Du auch wissen, dass lebendiges Begraben durchaus als reguläre Bestrafung vorgekommen ist. Das der IS in Syrien nicht mal
    nach zehnjährigem Wirken so viele Köpfe abschneiden könnte, wie 41-44 auf dem Balkan gefallen sind. Tiefer gehe ich jetzt nicht ins Detail,
    bei Bedarf nenne ich weiterführende Literatur zum Thema Gewalt.
    Also besser das Thema dann doch ignorieren und nicht weiter über den fehlenden Informationsstand triumphieren, die ab und an aufgefundenen Höhlentoten
    und 800 Massengräber sollten reichen. Der Rest bleibt ein Tabu / ungelöst, oder im Beamtendeutsch ausgedrückt - der Sachverhalt wird geprüft...




    Gruß
    Udo

  • Hallo zusammen,


    Karls Hinweis zeigt, dass es noch großen Aufklärungsbedarf in vielen Ländern Europas gibt.


    Dass Partisanen Racheakte verübten, ist offensichtlich und in vielen Fällen belegt.


    Hier werden die Volksbefreiungs-Partisanen unter Führung Titos verantwortlich gemacht, was bei vielen auch heute noch lebenden Verehrern Titos heftigste Reaktionen hervorruft.
    Es ist immer schrecklich, wenn ein Idol vom Sockel geholt wird oder auch nur, wenn bestimmte Aktivitäten hinterfragt werden. Das zeigen ja die Leserbriefe in obigem Blog in aller Deutlichkeit.


    Im Falle des angeblichen Massengrabs auf Rab bestehen jedoch erhebliche Zweifel:


    1. Wenn es diese Verbrechen gegeben hat, konnten/mussten die Spuren bis zur Wende beseitigt worden sein - zumal in diesem touristisch interessanten Gebiet.
    2. Wenn es sie nicht gegeben hat, kann man dieses nicht dadurch beweisen, dass man den (nun?) leeren Bunker präsentiert.
    3. Rab liegt in Kroatien. Kroatien hatte nach der Wende zu Deutschland sehr schnell diplomatische und gute Beziehungen. Es hatte kein Interesse daran, die Taten von Tito zu vertuschen.
    Also gab es entweder nichts zu vertuschen, weil dieses Verbrechen nicht stattgefunden hat, oder, weil die Spuren bereits beseitigt waren. Es müsste jedoch möglich sein, ein
    solches pot. Vertuschungsunternehmen auch heute noch aufzuklären - wenn man will.


    Mir ist auch erst gestern aufgefallen, dass es sich hier um "Schnee von gestern" handelte, aufgetischt aus Gazetten von "Vorgestern".


    Insofern lohnt es nicht, das "Meer zu peitschen" - hier reicht eine kühle Notiz des VDK oder anderer offizieller Stellen, ob ein solches Grab auf Rab bekannt ist.
    Wenn behauptet wird, dass in einem sehr klar eingegrenzten Raum, einem Bunker, die sterblichen Überreste von 3500 deutschen Soldaten auffindbar sein sollen,
    muss jede verantwortliche Stelle tätig werden. Der Aufwand zur Überprüfung wäre ja unbedeutend - das Schicksal von vielen Opfern könnte ggf. unmittelbar geklärt werden.


    Ich schließe aus alledem, dass es sich um ein Gerücht handelt - jedenfalls hoffe ich es ...



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 2 times, last by Joseph O. ().

  • Hallo,


    zwischen Anfang und Mitte der 1970iger Jahre lebte ich einige Jahre auf dem "Balkan", sprich in Beograd, lernte ein wenig die Sprache und vor allem viele Leute kennen, auch echte Partisanen und ihre Geschichten. Und ich lernte, dass es in einigen Gegenden des Landes besser war, ich würde heute sagen, um Komplikationen zu vermeiden, nicht sofort als Deutscher erkannt zu werden. Aber ich war jung und unbeschwert, nach dem Krieg geboren, so dass mich die häufig erlebten Anklagen und Anschuldigungen, der Hass und die Ablehnung der Deutschen persönlich nicht sonderlich trafen, aber ich lernte auch gründlich in vielen Gesprächen, dass die mir bis dahin nahe gebrachte deutsche Sichtweise auf den damaligen Krieg alles andere als richtig war. Sie war schönfärberisch, verklärend, verlogen und rechthaberisch, aber nicht der Wahrheit zugetan.
    Und ich lernte weiter, dass dieser deutsche Überfall in dem Land ein Elend hervorrief, Kräfte der Vernichtung freisetzte und ein so umfassendes Trauma erzeugte, dass zwei Generationen später die Nachgeborenen immer noch darunter litten.


    Darum lieber Udo, brauche ich für den Balkan - so wie ich ihn kenne - keine kurze Geschichte bei Wikipedia.


    Im Anhang stelle ich ein Gedicht von Goran Kovacic - in deutscher Übersetzung - ein. Seine Biografie bei Wikipedia hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Ivan_Goran_Kova%C4%8Di%C4%87


    Es heißt: Jama, übersetzt Grube, manchmal auch als Karsthöhle angesprochen, in der deutschen Übersetzung mit Massengrab tituliert.
    Es entstand 1942/1943 und ist nichts für schwache Gemüter, war aber, zumindest damals, Pflichtlektüre in allen Schulen.


    Dieses Gedicht zeigt die ganze Grausamkeit des Krieges, aber in seiner letzten Strophe auch den ungebrochenen Anspruch auf Vergeltung.


    Die Karsthöhlen spielten in den Überlieferungen zum zweiten Weltkrieg im ehemaligen Jugoslawien eine bedeutende Rolle bei der Darstellung und Überlieferung von tatsächlichen oder erfundenen Grausamkeiten der jeweils anderen Seite.


    Das Gedicht ist recht lang, aber lest es, Celans Todesfuge ist lyrisch, Kovacic pesme Jama ist direkt und brutal.


    Beste Grüße


    Paul

    Files

    • Jama.pdf

      (31.96 kB, downloaded 41 times, last: )


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().