Welche Flak-Einheit????

  • Hallo allerseits,

    anlehnend an den Threat "Flak-Gruppe Dorsten" möchte ich einen separaten Threat eröffnen, der mir eventuell helfen kann, die Einheit meiner Mutter zu erkennen!

    Sie war in der Zeit zwischen Nov. 44 und Ende April 45 vorwiegend im Raum Niedersachsen, Sachsen, Thüringen u. Westfalen unterwegs.

    14.Nov. - 21.Nov.1944 in Gotha (eine Kaserne)
    21.11. - 22.11.1944 Sammeltransport nach Hannover
    22.11. - 24.11.1944 in Hannover
    24.11. - 25.11.1944 nach Gotha ins Lazarett (warum???)
    25.11. - 02.12.1944 im Lazarett Gotha
    02.12. - 07.12.1944 Heimaturlaub
    08.12. - 12.12.1944 in Gotha
    13.12. - 15.12.1944 Transport nach Hilden (in eine Kaserne)
    15.12. - 17.01.1945 Hilden, anscheinend Ausbildung
    18.01. - 21.01.1945 in Dorsten (anscheinend ein Besuch im dortigen Lazarett).
    22.01. - 25.01.1945 wieder in Hilden
    25.01. - 27.01.1945 ausgerückt in Stellung nach L33669 (Unna??)
    28.01. - 30.01.1945 in Dorsten (anscheinend ein Besuch im dortigen Lazarett).
    30.01. - 31.01.1945 in Gahlen bei Bekannten übernachtet.
    31.01.1945 Von Gahlen nach Brückhausen gelaufen.
    02.02.1945 Uniform bekommen
    05.02.1945 In der Stellung
    09.02.1945 In Richard Zugdienst
    09.02. - 23.03.1945 In Stellung
    23.03.1945 schweres Arifeuer der Engländer
    24.03.1945 24 Std. im Wall unter Beschuß. 10.00 Uhr aus der Stellung geflüchtet. Jabo's über Jabo's. Nach Kirchhellen gelaufen und von dort nach Essen-Werden einen Wagen bekommen.
    26.03.1945 Mit dem Wagen nach Paderborn. Von dort mit der Strassenbahn nach Detmold in die Kaserne.
    26.03. - 31.03.1945 In Fliegerhorst Detmold.
    31.03.1945 Mit dem Auto nach Bad Salzufeln, mit dem Zug nach Lemgo. Im Bahnhofswartesaal geschlafen.
    01.04. - 02.04.1945 Weiter nach Hameln, abends nach Hannover.
    03.04.1945 Weiter nach Uelzen und nach Ludwigslust.
    04.04.1945 Nach Lübz in ein Arbeitsdienstlager, wieder Ludwigslust und weiter nach Schwerin. Dort entlassen!

    Ihre Heimreise ging vom 06.04.1945 - 11.04.1945 über Ludwigslust, Neustadt a.d. Posse(?), Jüterbog (?), Wittenberg, Bitterfeld, Halle, Schkeuditz, Leipzig nach Aßlar/Wetzlar.

    Es ist zwar keine eindeutige Linie zu erkennen, aber vielleicht kann sich doch jemand einen Reim darauf machen und kann erahnen, welche Flakabteilung hier unterwegs war? Oder wurden Flakhelferinnen überall eingesetzt und unterstellt?

    Gruß Jürgen,
    der129er

    Wer nicht die eigenen Toten zu betrauern vermag, dem glaubt niemand die Trauer um die anderen!

    Edited 2 times, last by der129er (August 20, 2008 at 1:04 PM).

  • Hallo Jürgen,

    wenn ich mit den Werdegang anschaue komme ich unwillkürlich

    zum RADwJ. Er ist irgendwie typisch. Zumal zu dem späten Zeitpunkt die

    Scheinwerfer nur noch von "Hilfspersonal" besetzt waren, Luftwaffenhelfer

    RADwJ usw. Das sie regulär bei der Luftwaffe war, d.h. Luftwaffenhelferin,

    würde ich fast ausschliessen das diese fast ausschliesslich bei Luftnachrichten

    Einheiten eingesetzt waren.

    Die andere EMK passt nicht in´s Bild

    Gruss Dieter

  • Hallo Jürgen,

    mein Großonkel Werner Kreutzmann wurde am 20. Juni 1942 zu einer Messbatterie der Heeres-Flak-Artillerie-Ersatz-Abteilung 279 nach Gotha einberufen. Also Flak in Gotha haut hin. Postkarten der Kaserne findet man unter https://www.forum-der-wehrmacht.de/www.ansichtskartenversand.de
    Die Kaserne existiert heute noch und wird von der Bundeswehr genutzt.

    Ich nehme an (verbessert mich!), dass eine Messbatterie die Aufgabe hatte, mit Hilfe von optischen Instrumenten (Feuerleitgeräten), die mit ziemlicher Sicherheit bei Zeiss Jena produziert wurden, Anflughöhe und Fluggeschwindigkeit feindlicher Flugzeuge zu berechnen. Nach diesen Messwerten richtete sich dann der Schusswinkel der Flugabwehr-kanonen. Ende Oktober 1942 war die Ausbildung meines Onkels in der Gothaer Kaserne beendet.
    Am 10. November 1942 wurde er zur Stabsbatterie der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 292 versetzt, welche zur 18. Panzer-Division gehörte, und der Heeresgruppe Mitte im Raum Woronesch unterstellt war.

    Gruß Jörg

  • Hallo miteinander, das kann auch die Frage der Erkennungsmarke einigermaßen beantworten, denn die RADwJ auschließlich an Scheinwerfer hatte keine EKM, während jedoch Flakwaffenhelferinnen Aussendienst an Waffen und Geräten(Eingeführt ab Frühjahr 1944) zu den Luftwaffenhelferinnen gehörten. Diese trugen eine gesonderte Dienstbekleidung und besaßen in der Regel Erkennungsmarken.

    Das jetzt abschließend zu klären scheint jedoch schwer...

    Kernfragen jedoch:

    RADwJ Zugehörigkeit oder Flakwaffenhelferinn oder beides nacheinander?

    Dienstbekleidung: RADwJ oder Luftwaffenhelferinnen?

    MfG
    Andreas

    Immer auf der Suche nach Daten, Bildern und Material über die 32. Infanterie Division, sowie über Straf,- und Bewährungseinheiten.

    Edited 2 times, last by 32. Infanterie Division (August 21, 2008 at 12:36 AM).

  • Hallo Jürgen,

    noch eine Nachricht, diesmal in deinem Thread. Nachdem ich jetzt die Einträge aus dem Tagebuch deiner Mutter gelesen haben, kann ich dir sagen, dass sie wahrscheinlich nicht auf meinem Bild zu sehen ist. Dieses ist wahrscheinlich im Sommer 1943 (event. Juni) in Dorsten aufgenommen worden. Auch war meine Großmutter im Meßzug wohl des 46. Flak-Regiments eingesetzt, also nicht an Scheinwerfern. Ich nehme daher an, dass die jungen Damen auf dem Bild alle im Meßzug tätig waren.

    Schönen Gruß,
    Buddy.

    P.S.: Zu Jörg, apropos Meßzug.

    Ein Meßzug war die Einheit auf Regimentsebene, die, wie du richtig bemerkst, für die Feuerleitung zuständig war. Hierbei kamen optische Geräte wie Teodolithen und Ferngläser, aber auch sogenannte Kommandogeräte zum Einsatz, mit denen schweren Falkbatterien Anflughöhe, Geschwindigkeit und alle wichtigen Größen für den Anstellwinkel der Geschütze und für die Zeitzünder auf den Granaten vorgegeben wurden. Die Nachfolger der Meßzüge sind die E-Meßzüge, die dann mit Radars arbeiteten.

    Es gibt ferner noch sog. V0 (sprich vau null) Meßzüge, die zur Justierung schwerer Geschütze eingesetzt wurden. V0 steht für die Austrittsgeschwindigkeit der Geschosse.

    Dann gab es noch Auswertungszüge, die - und hier waren ab 1943 viele Frauen beschäftigt - die Trefferquoten der Flakeinheiten dokumentierten.