2. Bataillon "Spandau"

  • Liebe Forums-Teilnehmer


    Ich versuche ein bisschen Licht ins Dunkel ueber die Kriegszeit meines Grossvaters Karl Auriga ()zu bringen. Er selbst hat nach seiner Rueckkehr aus der russischen Gefangenschaft nichts oder nicht viel konkretes ueber diese Zeit berichtet.
    Die Nachfrage bei den Deutschen Dienststelle ergab nicht viel. Das wenige folgt weiter unten.


    Hier meine Fragen an das Forum:


    - Weiss jemand mehr ueber das 2. Bataillon "Spandau"? Was ist aus ihr geworden? Wo kamen Ihre Soldaten in Gefangenschaft?
    - Gibt es naehere Informationen zum Hauptverbandplatz Freienwalde?
    - Kann sich jemand erklaeren wie mein Opa vom Kurland in die Guestebieser Loose geraten sein koennte? Wurde er eventuell per Schiff evakuiert und dann in obiger Einheit wieder aufgestellt?


    Besten Dank schon in voraus und Gruss aus Brasilien




    Auszug aus der Antwort von der WAst


    [Zita]


    Aus sonstigem Schriftgut der ehemaligen Wehrmacht wird Folgendes bestaetigt:


    Erkennungsmarke: -2163-1.Stamm-Kp. G.E.B.57


    Truppenteile:
    laut Meldung vom 30.08.1943 1. Stammkompanie Grenadier-Ersatz- Bataillon 57. Standort: Siegen


    ab 11.09.1943 8. Kompanie Grenadier-Feldausbildungs-Regiment 639
    und am 25.11.1943


    ab 28.11.1943 8. (Maschinengewehr) Kompanie Grenadier-Regiment 273
    und am 05.08.1944
    Unterstellung: 93. Infanterie-Division
    Einsatzraeume:
    Nov./Dez. 43 Liwat, Cholm
    Jan.-April 44 Cholm, Pleskau
    Mai/Juni 44 Opotschka
    Juli 44 Lettland
    Aug. 44 Kurland (Mitau)*


    am 11.02.1945 2. Bataillon "Spandau"


    Schaedigungen/Lazarettaufentahlte


    04.11.1943 Feldlazarett Luga
    - wegen Erkarnakung -
    Zugang: von der Krankensammelstelle Luga
    Abgang: nicht verzeichnet


    05.08.1944 bei Mitau verwundet
    - Infanteriegeschossverletzung am Fuss -


    11.02.1945 bei Guestebieser Loose verwundet
    - Schussbruch am linken Unterschenkel -
    Abgang: zum Hauptverbandplatz Freienwalde


    Dienstgrade:


    laut Meldung vom 05.08.1944 Grenadier
    laut Meldung vom 11.02.1945 Gefreiter (kein Befoerderungsdatum)


    Die Ueberpruefung unserer Kriegsgefangenenunterlagen verlief ergebnislos.


    Aufzeichnungen ueber Orden-und Ehrenzeichen liegen nicht vor.


    [Zitatende]

  • Hallo Lauriga


    Herzlich Willkommen ins Forum


    Mein Vermisste Grossvater war am 31.10.1944 mit der Grenadier Regiment 272 der 93 I.D unterstellt im Kurland (Lettland)
    Lt Meldung vom 02.11.1944 (Vermisste Datum nach der Wast) bei der G.E.u.A Bataillon 203 Berlin Spandau,das waren alle auskunft der WAST,
    bei dem Krankenbucherlager kein erfolg.Sein letzter FP Brief war aber vom 09.11.1944 mit dem FPN°22240 der Grenadier Brigade Cottbus.
    Nach fast zwei Jahre suche in Kurland (den meine Grossmuter hatte immer behauptet das er in Lettland vermisst sein ) habe ich ein briefe vom einem Augenzeugue von 1945 nach gelesen das mein Grossvater auf der Front ein Kniedurchschuss hatte und nicht mehr zuruck in die Stellung kamm,und bin dann darauf gekommen das er warscheinlich per Schiff nach Deutschland in einem Reservelazarett evakuiert wurde und wieder von dort aufgestellt war.


    Grusse
    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • Hallo Lauriga,



    Das 2.Battailon Spandau war wahrscheinlich ein "Gneisenau Einheit "wie die Grenadier Brigade Cottbus
    leider gibt es nicht so viel auf diesen Einheiten.Schade das dein Grossvater nicht davon erzählt hatte.


    Vieleicht hilft dir dieser Link:
    http://www.vksvg.de/thread.php?threadid=1275&hilight=SPANDAU


    oder diesser


    Der Oder-Warthe-Bogen 1945


    http://www.militaria-fundforum.de/showthread.php?t=73252


    Grüsse
    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • Hallo Fredy


    Vielen Dank fuer die Informationen. Sie haben mir tatsaechlich weitergeholfen. Es scheint tatsaechlich der Fall zu sein, dass mein Grossvater (wie auch Dein Opa) dem Schicksal seiner Kameraden der 93. Infanterie-Division im Samland entkam, um dann bei dieser Gneisenau Einheit im Verbandsplatz Freienwalde an der Oder in russische Gefangenschaft zu geraten.
    Mir kommt es so vor, dass in den Monaten vor Kriegsende die Strukturen heftig broeckelten und deshalb die verlaesslichen Dokumente immer spaerlicher werden. Es muss ziemlich schwierig, zeitraubend und oft frustrierend sein, nach einem Vermissten zu suchen.
    Mein Grossvater ist ja nicht vermisst. Er kam schliesslich 1947 oder 1948 vom Lager zurueck. Nur fehlen halt 5 Jahre...


    Liebe Forums-Teilnehmer


    Gibt es einen Weg herauszufinden, wo die Landser, die in einer gewissen Region in einer gewissen Einheit oder einem gewissen Ort (Lazarettt oder Hauptverbandsplatz) in Gefangenschaft gerieten dann hingebracht wurden?


    Besten Dank nochmals und Gruss


    Luis