Munitionsrationierung

  • Hallo.


    Auszug aus dem KTB 69.ID v. April ´43:


    ".....
    Der Russe schießt fortlaufend trommelfeuerartig auf das gesamte Hauptkampffeld unter besonders starkem Einsatz seiner mittl. und s.Gr.W. Die Truppe leidet besonders darunter,daß das Feuer von den eigenen schweren Waffen nicht erwidert werden kann........."


    am gleichen Tag:


    "....
    Abt. Ib/WGM meldet,daß wegen Transportschwierigkeiten für die Art. nur 45 t Munition täglich herangeführt und zum Verschuß freigegeben werden können. Für die schweren Inf.Waffen kann jedem Rgt. wöchentlich zum Verschuß nur frei gegeben werden für:
    s.Gr.W - 150
    le.I.G. - 50
    s.I.G. - 15
    s.Pak - 20
    Die Truppe erhält entsprechenden Befehl
    ......."



    ohne Kommentar.........



    Gruß
    Jan

    suche alles über das Gebirgs-Jäger-Regiment 756

  • Hallo,



    Du hast hier, ein für mich, sehr spannendes Themenfeld angeschnitten. Danke für deinen Auszug. Hierzu möchte ich ergänzend, in exkursiver Form, etwas beitragen.



    Meldung zur Munitionslage für August 1943:


    "Nachdem der Munitionsverbrauch im Juni durch zielbewusstes Sparen noch sehr niedrig war, ist er mit Beginn der Großkämpfe im Juli auf eine bisher noch nicht dagewesene Höhe emporgeschnellt. Dieser hohe Verbrauch ist nur möglich gewesen durch die vorhergehende Bevorratung der Truppe. Auch unter Heranziehung aller Reserven und Vorgriffe auf die Sepemberfertigung wird er bei Anhalten der schweren Kämpfe bestenfalls bis Mitte August gedeckt werden können. Die Fertigung kann mit einem solchen Verbrauch nicht Schritt halten."


    Die Zusammenfassung von 5.Juli bis 26.August bietet dann ein desaströses Bild:


    "Vom 5.Juli bis 26.August hat die Ostfront mehr als 90.000 t Munition mehr verschossen, als ihr zugeführt werden konnte. Damit ist die Front mit ihren Vorräten nahezu am Ende. Da also die Nachschubmenge im September geringer wird, ist in Zukunft die Deckung des hohen Munitionsbedarfes nicht mehr im gleichen Umfange wie bisher möglich. Der Verbrauch wird zwangsläufig sinken müssen und damit munitionsmäßig die Abwehrkraft der Front nachlassen."


    Vgl. hierzu, Hahn: "Waffen und Geheimwaffen".



    Die Meldung zur Munitionslage für Jänner 1944 ist beängstigend:


    "Die Mangellage bei der Infanterie-Munition nimmt jetzt katastrophale Formen an. Seit nahezu einem Jahr haben die nicht kämpfenden Fronten keinen nennenswerten Nachschub mehr erhalten. Bereits jetzt ist die Ostfront so ausgesaugt, dass ernste Krisen jeden Tag auftreten können. Nach wie vor kämpft das Feldheer ohne Reserven an Munition."


    Ebenda.




    Als Beispiel sei hier noch eine Situation am Nebenkriegsschauplatz Afrika erwähnt, die jedoch unter dem Gesichtspunkt der Transportlage gesehen werden muss und nicht auf Fertigungsengpässe zurückzuführen ist.


    So verfügte die Artillerie beim ersten Angriff auf Tobruk lediglich über zwei Munitionsausstattungen. Das Korps selbst sah als Mindestbedarf unmittelbar für den Durchbruch, fünf Ausstattungen vor. Die Bemerkungen des O.Qu.Afrika, verdeutlichen diese inakzeptable Diskrepanz, nur zu deutlich. So lautet die Meldung vom 24.4.1941: " Vorn fehlt Munition." , am 30.4. wurde notiert: "Zu wenig Munition nach vorn." Daher nimmt es auch nicht Wunder, wenn sich die Munitionslage nach kurzer Zeit derart verschärfte, dass man nicht einmal mehr die feindliche Artillerie bekämpfen konnte. Einem militärischen Erfolg war daher alleine schon dadurch die Grundlage entzogen.


    Vgl. Taysen "Tobruk" bzw. KTB DAK/O.Qu.



    Das alles muss selbstverständlich unter dem ohnehin schon restriktiven Einsatz vorhandener Munition, bei den fechtenden Teilen, gesehen werden. Besonders schwer wog daher die Tatsache, dass die operative Entwicklung der Jahre 1941/42, die Gefechtsstärken der Infanterie signifikant absinken ließ und daher die Artillerie 1943/44 eine maßgebliche Rolle im Abwehrkampf zu übernehmen hatte. Daher kommt etwa Donat, "Munitionsverbrauch im Zweiten Weltkrieg", zu dem folgerichtigen Schluss, dass bei akzeptabler Munitionslage, ein deutlich besseres Abwehrergebnis zu erzielen gewesen wäre. Diese Tatsache lässt sich als Beispiel auch auf die 6.Armee in Stalingrad anwenden. Der eklatante Munitionsmangel war, neben dem Mangel an sonstigen Versorgungsgütern, maßgeblich für die Lähmung dieser Streitmacht verantwortlich.



    De facto war es einzig und allein den beispiellosen Sparmaßnahmen der Truppe zu verdanken, dass überhaupt noch Widerstand geleistet werden konnte. So beschränkte man sich notgedrungen auf den "geringsten Verschuß" und erhielt dadurch ein Minimum an Substanz. Das diese Situation maßgeblich die Abwehrleistung der fechtenden Teile in negativem Sinne beeinflusste, erklärt sich von selbst. Auch wenn das von Jan präsentierte Beispiel wohl auf Transportschwierigkeiten zurückzuführen ist, war dies keineswegs der Grund für die Gesamtsituation am Munitionssektor. Theoretisch hätte es die Transportkapazität sogar ermöglicht, wesentlich mehr Munition zu liefern, als das tatsächlich der Fall war. Das Problem lag vielmehr an einer Planungsgrundlage, der schon 1941 der Boden entzogen wurde . So verschoßen z.B. die le.Fh. 1941 (Barbarossa), das 50 Fache der dafür vorgesehenen Produktion (vgl. "The Effects"). Durch diese Entwicklung wurde bereits am 1.4.1942 die unangreifbare Reserve um 11,9 % unterschritten. Im August 1944 betrug der Nachschubvorrat noch 10 Tage! Innerhalb von nur drei Jahren war die unangreifbare Reserve fast aufgezehrt, es waren lediglich 4% des Anfangsbestandes übrig geblieben. Damit auch der fachunkundige Leser versteht, um welch exorbitante Menge es hier geht, sei an dieser Stelle die Gesamtzahl des Verschusses an Munition der unangreifbaren Reserve von 1.3.1942 bis 1.12.1943 erwähnt, die gigantische 4.048,2 Millionen Schuß betrug.


    Da Munition ein elementarer Bestandteil der Kriegführung ist, zeugt die unter diesen Bedingungen dennoch vollbrachte Leistung der Einheiten, von ganz außergewöhnlichem Können.




    MfG

    Whoever saves one life, saves the world entire.
    Talmud Jeruschalmi

  • Hallo.


    Quote

    .....So verschoßen z.B. die le.Fh. 1941 (Barbarossa), das 50 Fache der dafür vorgesehenen Produktion (vgl. "The Effects"). Durch diese Entwicklung wurde bereits am 1.4.1942 die unangreifbare Reserve um 11,9 % unterschritten.....


    .....obwohl gerade diese Munition,zumindest laut o.g. KTB, gar nicht so daß Problem war,wie der Mangel an Munition für die schweren Infanterie-Waffen (Gr.W., Le.I.G., s.I.G.).Vielmehr deutet es für mich auch auf eine falsche Verteilung der Produktion hin.


    So wird im KTB am 12.04.´43 ( es ist der gleiche Tag,an dem o.g. Einträge gemacht wurden) festgehalten:


    ".... Verstärkte Fertigung und Heranführung von Munition für s.Inf.Waffen ist dringend erforderlich. Dies wird durch Kdr. und Ia dem Korps vorgetragen......"


    In den folgenden Wochen kommen zwar an einem Tag,22.07.`43, jeweils 30 t le.F.H und s.F.H. Munition, aber nur 168 Schuß für die s.I.G. zur Div. und am 23.07. lautet der Eintrag dann:


    "...
    WGM meldet: Munition für schw.Inf.Waffen kommt nicht mehr nach;es ist lediglich eine Zuteilung von 15 t für das ganze Korps gekommen.
    Die Nachricht kommt gerade in einem Augenblick,wo sich der Russe an mehreren Stellen auf Entfernungen heranschiebt,wo er nur noch mit Infanteriewaffen bekämpft werden kann.
    ...."


    An anderer Stelle heißt es dann, daß die Art.A.169 von den bereitliegenden 500 Schuß,200 an die beiden Gren.Rgt. abzweigen solle.


    Man kann auch lesen,daß sich mal eine Batterie verschoßen hatte.Dessen Abschnitt konnte aber dann von den benachbarten Batterien abgedeckt werden. Die Batterien waren aber im Hinterland aufgestellt während die s.Inf.Waffen direkt in der HKL lagen.
    Hat man also wirklich zuwenig Munition für die s.Inf.Waffen produziert,oder die falsche Munition transportiert ?



    Gruß
    Jan

    suche alles über das Gebirgs-Jäger-Regiment 756

  • Hallo,


    ein spannendes Thema! Aus den vorherigen posts ist schon einiges angesprochen worden, was ich aufgreifen und ergänzen möchte.


    1. Vorab würde ich - wie RK das schon getan hat - Sonderprobleme auf dem Kriegsschauplatz Nordafrika ausklammern. Hier ist die Transportfrage entscheidend gewesen, zunächst über See/Luft, dann aus den Häfen und Lagern an die Front. Bei Baum/Weichold sind Statistiken enthalten, die das große Problem darstellen, die Versorgungsgüter (u.a. Munition) an die Front zu transportieren. Die Lagerbestände in den Beispielen betragen ein Vielfaches der an der Front befindlichen Munitionsmengen. Vorher ist zu bedenken, dass Engpässe an Munitionsarten schon dadurch aufgetreten sind, weil bestimmte Schiffe versenkt wurden, die eben diese transportierten. Der Fuhrpark ist dann ein eigenes Thema.


    2. Betrachtet man im engeren Blick nur die Ostfront: Die produzierten Munitionsmengen, selbst wenn sie ausreichend waren, erforderten zunächst große Puffer auf der Transportstrecke und den Lagern, und das über die verschiedensten Munitionsarten. Diesen kontinuierlichen Zufluß an die Front sicher zu stellen, dürfte fast zu jedem Zeitpunkt, der mit größeren Kämpfen in Verbindung stand, zwingend zu Schwierigkeiten geführt haben. Das betraf neben der Munition auf Treibstoffe. Immer vor dem Hintergrund, dass die Transportkapazitäten (LKW+Eisenbahnen) wohl nie ausreichend gewesen sind.


    Beispiel:
    Für die Angriffsphasen 1942 ist das anhand der Treibstoffprobleme an der Südfront nachvollziehbar. Die Transportkapazitäten waren für den weitgreifenden Vormarsch unzureichend. Die 6. Armee z.B. wurde mW ab August 1942 über eine einzige Bahnstrecke versorgt, im wesentlichen lief jede Versorgung für die zwei Heeresgruppen über das Nadelöhr Rostow.
    Beispiel:
    Für die Großkämpfe in 1943 wirkten sich die hohen Verbräuche, dazu die Räumungen, Partisanenüberfälle etc. aus. Im Buch über den Partisanenkrieg 1941-1944 ist u.a. die Lage der Heeresgruppe Mitte vor Zitadelle angeführt, mit einer sehr hohen Zahl von Schienenunterbrechungen, über die jedes Material zunächst transportiert werden mußte. Ab Herbst 1943 kamen hier am Südflügel die Rückzüge erschwerend hinzu. Auch Lagerräumungen binden Transportkapazitäten. Zudem wurde nicht nur Munition zurück verlegt, die Bindung für Nahrungsmittel, sonstige Einrichtungen, Personal etc. dürfte erheblich gewesen sein. Leider fehlt hier eine Schüler (für 1941/42)entsprechende Monographie zum Thema: Logistik im Rußlandfeldzug 1942/43. Das - und die damit verbundenen Fragestellungen - wäre mal eine Anregung ans MGFA.


    Ich stelle mir das als gewaltiges logistisches Problem vor, die Lagerkapazitäten, Tranportkapazitäten und die Vorräte bei zurückgehenden Truppen und so unterschiedlicher Zusammensetzung der Waffenarten aufeinander abzustimmen, selbst wenn alles störungsfrei verlief. Hinzu traten aber im einzelnen nicht absehbare Verluste durch Partisanen, Havarien, Lagerräumungen im Rückzug etc. Und wahrscheinliche Störungen erfordern vorne wieder bei Heeresgruppenlagern etc. höhere Pufferbestände. Dazu ein starke Beanspruchung der Vorräte bei der in der Abwehr befindlichen Verbände, und das Ganze noch verteilt auf einen Mehrfrontenkrieg. Etwas vereinfacht würde ich unterstellen, dass ein Vielfaches an Munition "unterwegs" befindlich bzw. gelagert sein muss, um diese logistischen Probleme zu lösen.


    In der Gesamtschau wird sich über mittlere Zeiträume möglicherweise eine Deckung von Verbrauch und Produktion (aus "Heimatsicht") im wesentlichen darstellen lassen. Dass kann angesichts dieser Schwierigkeiten jedoch nicht auch auf größere Regionen oder ganze Heeresgruppen übertragen werden.

  • Immer wieder lese ich in Heften, Romanen und Büchern, dass die deutschen Soldaten zum Kriegsende hin (von mir aus auch schon ab 1943)... Munitionsmangel hatten, weil diese entweder nicht nach vorne geschafft werden konnte an die "Front" oder aus anderen Gründen nicht da war.


    Im gleichen Zusammenhang ließt man dann (gut das sind meist Romane, die ich lese, aber ist ja imho oftmals Tatsachenberichte-vemischt mit zusammengedichteten Sachen), dass immer wieder gegnerische Einheiten in Massen (Rote Armee) anstürmen, in den Gräben eindringen etc...


    ...und im nächsten Abschnitt heißt es dann, dass die Einheiten sich nicht mehr lange verteidigen können, weil ihnen die Munition für ihre Gewehre und Co. ausgeht.


    Gut, Panzer und Artillerie versteh ich ja, aber wie kann man denn die Munitionsknappheit bemessen? Dass die Russen nicht mit 1000 Schuss/Mann anstürmen ist mir auch klar, aber die haben doch alle samt Munition und Waffen am Leibe.


    Wenn ich dann sowas lese wie... "wir konnten 3 Angriffe abschlagen, sie waren sogar in unsere Gräben eingedrungen, aber den nächsten Angriff können wir nicht mehr abwehren, da uns die Munition ausgeht..."


    ...da frage ich mich doch, wieso nimmt man nicht die Munition und Waffen der Gegner?


    Die sind doch oftmals in Batallionsstärke angestürmt und wurden in MG-Hagel niedergeschreckt (ja ich lese zuviel Landser...*lach*). Da liegt doch imho genug Mun herum...(sei es in den Gräben) um sich mit dieser auszustatten.


    Betreff der Kaliber müsste ich mich grad mal schlau machen, aber Gewehre, Maschinenpistolen und Co wurden ja beim Angriff auch mitgeführt.



    Oder war es dem deutschen Soldat "verboten" seine Waffe wegzuschmeißen, um sich eine Beutewaffe zuzulegen?


    Man sieht ja öfters, aber mehr an der westlichen Front, dass dort deutsche Soldaten mit amerikanischen und britischen Waffen kämpften.


    Waren die russischen sooo schlecht? Weil imho dürfte es ja sogesehen an InfantrieMunition nicht mangeln...



    ODER?!

  • Guten Morgen !


    Also zu Deinen Fragen.


    Normalerweise wurden Beutewaffen ins Hinterland geschafft und dort an die Rückwärtigen Einheiten und Polizeiverbände abgegeben.
    Das erklärt auch Deine Frage bezüglich der Westfront, dort wurde z.B. brutal viele Beutegeschütze in den Atlantikwall eingebaut.


    Russische Waffen waren qualitativ "nicht so gut wie unsere", der Vorteil war bei diesen, das sie nicht so genau verarbeitet waren und so z.B. nicht gleich hemmten, wie die fein aufeinander abgestimmten deutschen Waffenteile (wie z.B. beim sehr anfälligen MG 34 im russischen Winter).


    Eigene Waffen durften natürlich nicht weg geworfen werden, aber Beute wawr natürlich stets willkommen.
    Sehr gefragt war bei den Ostkämpfern die russische PPsh 41 mit ihrer Zuferlässigkeit und einem enormen Munitionsvorrat.


    Hoffe ein Stück weiter geholfen zu haben.


    Rheinmetall

    "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
    (In Memorie of Jürgen Oesten † 05.08.2010)

  • Mit der Maschinenpistole (wusste die Bezeichnung nicht mehr) war mir klar, habe ich auch schon oft genug auf Bildern gesehen. Denke diesbezüglich war der Anteil der Soldaten, die damit "ausgestattet" waren (in den russischen Reihen) auch nicht so hoch, wie halt, dass Maschinenpistolen auch bestimmt eher Unteroffizieren "vorbehalten" waren oder?


    Ja die russische einfache Technik. Einfach aber dafür Zuverlässig.


    Nunja mir gehts in diesem Fall aber eher nicht um die "so schlimm ist es noch nicht und wir haben genug Zeit" - Situation... sondern halt eher um die Zeit, wo der Gegner die Deutschen versuchte "zurückzudrängen" ... sprich wo er Druck machte... (und die Deutschen Soldaten halt entsprechend gegnerischer Lufthoheit etc. keinen eigenen Nachschub mehr heranführen durften.)


    Oder war imho einfach gesagt PLÜNDERN verboten und wurde arg bestraft?


    Das die Leichen schnell steif wurden, logisch, bei Kälte, aber die Russen hatten ja Mäntel und was weiß ich sonst nicht alles.


    Verboten weil das Risiko zu hoch war, als Feind gedeutet zu werden?


    Verboten, weil man nicht in Feind"uniformen" kämpfen durfte?



    Wie gesagt Romane, aber wenn man dann liest... sie drangen in die Gräben ein, aber einen nächsten Angriff überleben wir nicht. Manche Schützen haben nur noch 10 Schuss oder gar weniger... (und in den Gräben liegen die toten Angreifer und überall ist Munition)



    (mal ganz von evtl. mitgeführten Lebensmitteln (hatten die sowas, die Russen?) abgesehen...)

  • Quote

    Original von 12sekunden
    (mal ganz von evtl. mitgeführten Lebensmitteln (hatten die sowas, die Russen?) abgesehen...)



    Ich denke doch, das die Brotbeutel hatten !



    Gruß Hannes

    Ich suche alle Informationen zum 3. Bataillon des Gebirgsjägerregiment 99 und alles zum 3. Bataillon des Gebirgsartillerieregiment 79 !

  • Hallo,


    hier gibt es ein Thema, das die deutsche Soldaten mit erbeuteten Waffen zeigt.


    Die Russen hatten natürlich ihre Munition an Mann und auch ihre Brotbeuteln.


    Link


    Raffael

  • Quote

    Original von 12sekunden
    ...dass immer wieder gegnerische Einheiten in Massen (Rote Armee) anstürmen, in den Gräben eindringen etc...


    ...da frage ich mich doch, wieso nimmt man nicht die Munition und Waffen der Gegner?


    Die sind doch oftmals in Batallionsstärke angestürmt und wurden in MG-Hagel niedergeschreckt (ja ich lese zuviel Landser...*lach*). Da liegt doch imho genug Mun herum...(sei es in den Gräben) um sich mit dieser auszustatten.


    Wenn der Gegner in Battallionsstärke im MG-Hagel niedergestreckt wird, liegen die Waffen nahezu unerreichbar im Niemandsland, der Gegner wird nicht einfach tatenlos zusehen wie man da Waffen und Muniton sammelt.


    Die Waffen/Munition der toten im eigenen Graben wird man wenn Zeit dazu blieb sicherlich eingesammelt haben, allerdings fanden die da Haupsächlich leichte Waffen (Gewehre und MP's), die Hauptabwehrwaffe war allerdings das MG und da passte die russische Munition nicht

  • Nunja man wird die Gegner ja oftmals nicht schon auf 500m niederschießen, sondern erst mal rankommen gelassen haben (? oder). Sodass a) eine Flucht nicht mehr möglich war und b) das Ziel durch die Nähe größer war und besser zu treffen. (denk ich mir jetzt einfach mal).


    Nunja verständlich :)


    Danke erstmal

  • Quote

    Original von 12sekunden
    Nunja man wird die Gegner ja oftmals nicht schon auf 500m niederschießen, sondern erst mal rankommen gelassen haben (? oder). Sodass a) eine Flucht nicht mehr möglich war und b) das Ziel durch die Nähe größer war und besser zu treffen. (denk ich mir jetzt einfach mal).


    Nunja verständlich :)


    Danke erstmal


    Hallo,
    der Zeitpunkt der Feuereröffnung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Feuererlaubnis und Feuervorbehalt, und das ist von Lage, Auftrag etc. abhängig.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo


    Trotz dem ständigen Munitionsmangel in Zeiten länger andauernder Gefechte wurden natürlich immer wieder irgendwie die letzten Reserven zusammengekratzt. Versorgungseinheiten mussten Mun abgeben, die "erste Munitionsausstattung" der Kompanien wurde extrem ausgedünnt etc.... Natürlich kam es aber auch oft dazu, daß verschossene Einheiten sich zurückziehen mussten. Vielleicht ist das nur nicht so oft in "speziellen" Romanen erwähnt.


    \Christoph

  • Die Deutschen hatten die besten KriegsWaffen der ganzen Welt...
    (mit wenigen Ausnahmen bzw. Überschneidungen...Mustang etc...)


    zb:
    Krupps: "Dora" oder dicker Gustav genannt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Dora_(Gesch%C3%BCtz)


    deutsche Panzer und U-Boote
    (Bismarck, eher veraltete Kriegstaktik-waffe)


    -
    Ist es möglich das die Deutschen zu wenig Munition produziert hatten?
    bzw. auf Vorrat gelagert haben??


    Im Gegensatz zu Benzin,konnte man doch im Vorfeld ,Munition ohne Ende machen??!


    mfg

    Edited 3 times, last by pimpmyride ().

  • Hallo pimpmyride,


    Zitat: Die Deutschen hatten die besten KriegsWaffen der ganzen Welt...
    (mit wenigen Ausnahmen bzw. Überschneidungen...Mustang etc...)


    wie kommst du zu dieser Aussage ?
    Auf Dora bezogen, Größe sagt nichts über Effizenz aus. Material, Kosten,Transport, Aufbau und Bedienung der Kanone im Vergleich zur Wirkung !


    Das mit der zuwenigen Munition hatte Munition hatte mehrere Ursachen z.B.
    Planung des Munitionverbrauch, zuwenig Rohstoffe, Fertigungskapazitäten.u.s.w.


    MfG Lemmy

    Edited 2 times, last by Lemmy ().

  • Hi Lemmy
    Tja, da wirst du wohl auf die Antwort von user pimpmyride 1 Monat warten müssen, ist gesperrt.


    Im übrigen sehe ich die "Kriegswendungen" für die deutsche Wehrmacht, nicht alleine in den Munitionsverbrauch oder der Herstellungskapazitäten an.
    Wie Lemmy schon geschrieben hat, gab es mehere Ursachen der Wendung.
    Welche, sind ja allgemein bekannt.
    Gruß, Itti

    Freiheit für die Avatare !!!

  • Hallo zusammen,


    wir können ja ein wenig vorarbeiten und lesen kann er ja. Wobei die Problematik der Munition bzw. Munitionsversorgung ja schon hinreichend
    diskutiert wurde, wie ich denke.


    Hatte denn das deutsche Reich die besten Waffen? Wie man in diesem Zusammenhang auf die Dora kommen kann, ist mir allerdings unverständlich.


    Mann muss wohl auch zeitlich unterscheiden.


    Ich fange mal mit meiner laienhaften Meinung an und bitte gleich um Nachsicht, ich bin wirklich nur interessierter Laie.


    Polenfeldzug: Hier waren die Deutschen wohl wirklich in allen Waffengattungen, außer vielleicht in der Ari, haushoch überlegen.


    Beim Westfeldzug sieht es meiner Meinung nach schon etwas anders aus.
    Hier spielte wohl eher die Taktik, Motivation und Ausbildung eine Rolle.


    Panzer: Der SOMUA S-35 war sicher von der Bewaffnung und der Panzerung jedem deutschen Panzer mind. gleichwertig, wahrscheinlich sogar überlegen. Andererseits hatte er nur einen Einmannturm, nur wenige hatten ein Funkgerät und vor allen Dingen wurden sie nie konzentriert eingesetzt.


    Der Char D war sicher auch dem Panzer III gewachsen, der Char B1 bis war wohl ein ganz harter Brocken, wurde aber auch nie in Gruppen eingesetzt.


    Was mich ein wenig verwundert: Eigentlich hätte man nach dem Westfeldzug erkennen müssen, dass ein schwerer Panzer mit besserer
    Bewaffnung für die Zukunft nötig sein wird.


    Wichtig ist wohl auch, dass die Deutschen in Frankreich ein hervorragendes
    Zusammenspiel zwischen den Waffengattung hatten. Wenn sie z.B. mal ein
    einen Char B1 trafen, musste eben die 8.8 oder die Stukas ran.


    So, das war es erst einmal. Ich sehe schon, dass ist ein ziemlich komplexes Thema.


    Jetzt seid ihr dran, wenn ihr möchtet.


    Grüße
    Andreas

  • Der Polen und Frankreichfeldzug war zu Schnell und einfach.Im gegensatzt zum ersten WK.
    Dadurch war man der meinung man müste nicht so viel Munition produzieren und die Panzer und Flugzeuge würden in ihrer Leistung reichen.
    Auserdem war deutschland immer von Rohstofflieferungen aus dem ausland angewiesen.
    Man hat twar vorgesorgt aber so gut kann man nicht planen.
    Andreas

  • Quote

    Original von Piratte
    Der Polen und Frankreichfeldzug war zu Schnell und einfach.Im gegensatzt zum ersten WK.
    Dadurch war man der meinung man müste nicht so viel Munition produzieren und die Panzer und Flugzeuge würden in ihrer Leistung reichen.
    Auserdem war deutschland immer von Rohstofflieferungen aus dem ausland angewiesen.
    Man hat twar vorgesorgt aber so gut kann man nicht planen.
    Andreas


    Hallo Andreas,


    Woher hast du denn diese Informationen ? Diese Begründungen kann ich so ja gar nicht Nachvollziehen.
    Keiner konnte vorher wissen das der Frankreichfeldzug schnell vorbei war... warum sollte man da schon gesagt haben es sei überall gleich, und wir brauchen kaum neue Munition... ?


    Und es ist ganz Normal das sich die Waffen weiter entwickelten. Man versuchte immer neuen Waffen etwas besseres entgegen zu setzen.
    Ganz egal auf welcher Seite.
    Auch beim Frankreichfeldzug Forschte man bereits an neuen Fahrzeugen für die Zukunft. Selbst in den ganz Kritischen Phasen dieses Krieges wurde weiter geforscht, kein Land hat sich das nehmen lassen bzw. war so Naiv zu glauben der Stand der Technik würde für Jahre ausreichen.


    Dazu gibt es übrigens ein paar Interessante Threads hier im Forum, die diese Sache behandeln. Da solltest du dich mal umschauen.


    mit freundlichen gruß Björn aus Wolfsburg


    P.S. Ich bin auch kein Rechtschreibkönig, aber trotzdem möchte ich Dir raten bevor du einen Beitrag absendest, mal eine Rechtschreibprüfung drüber laufen zu lassen. ;)

  • Sorry hat was gedauert.
    Fritz Hahn Waffen und Geheimwaffen Teil II Seite 205
    "Vom raschen Fortgang des Westfeldzuges Beeindruckt,hatte der Generalstab des Herres am 10 Juni dem OKW folgende Notiz vorgelegt :
    Die hohe Bevorratung bei den meisten Munitionsarten wird es daher notwendig machen, die Fertigung erheblich einzuschränken,wenn ein wesentlicher Verschuß nicht mehr zu erwarten ist.
    Dieser Hinweis sollte später verhängnisvolle Folgen haben"


    Damals konnte doch keiner offen sagen oder wusste es auch nicht das ganz Europa erobert werden sollte


    Natürlich wurde weiter nach neuen Waffen geforscht.
    Aber wie man am Panther sieht wurde dieser erst entwickelt nachdem man auf dem Schlachtfeld dem T34 begegnete
    Und waffen die der soldat brauchte wurden als nicht so dringend angesehen.Oder besser gesagt am Soldaten vorbeientwickelt.
    Oder meinst du das das K98 zu dieser Zeit noch aktuell war wo andere Staaten mit Halbautomatischen ausgerüstet wurden?


    Andreas


    PS Beiträge zusammen gefasst, Raffael