24 V.D. Reiterschwadron der Waffen-SS

  • Hallo allerseits,


    wenn einer oder der andere über Information zu den volksdeutschen Reiterregimenter verfügt, so schreibt mir bitte.
    Mir liegt eine kurze Antwort des Historicky ustav Armady CR, Praha (das Militärhistorische Archiv in Prag) zu dem Volksdeutschen-Reiterregiment.


    "... Im Jahr 1942 hat man die Werbung in den volksdeutschen Dörfern in der Ukraine durchgeführt. Die ursprüngliche 24. V.D. Reiterschwadron, die der Ordnungspolizei unterstand und zuerst der 19. Panzer-Division zugeteilt wurde. Auf Befehl des Reichsführers SS im Januar 1943 aus dem Rahmen der Orpo herausgenommen und unter die Waffen-SS befohlen. Ihre vorgesetzte Dienststelle war Höhere SS- und Polizeiführung in Russland- Süd in Kiew.
    Die Reichstandarte, umbenannt in das SS-Volksdeutsche Reiterregiment, hatte den Sitz in Halbstadt. Der Führer war SS-Hauptsturmführer CRAASS. Das Regiment hatte etwa 565 Reiter. Unterkunft war in der Torpedofabrik in Tokmak (Ukraine, mein Kommentar). Die Männer wurden neben der Ausbildung zur Frühjahresbestellung und zum Ernteeinsatz abgestellt. Außerdem wurden sie 3x zur Partisaneneinsatz abgestellt und mehrfach dazu herangezogen, die örtliche Sicherung zu gewährleisten.
    Im Oktober 1943 wurde das Regiment geschlossen nach Warschau überführt und nach Tauglichkeits- und Ausbildungsstand dann ausgemustert.
    Diese Informationen wurden den originellen Unterlagen des Rgt. entnommen ..."
    (Rechtschreibung wie im Original)


    Also hat die Einheit im Oktober 1943 aufgehört zu existieren? Die Tauglichketsberichte wird man wohl nicht finden können?
    Möglicherweise verfügt jemand über mehr Information zu dieser Einheit und ihrer Geschichte.


    Über WAST konnte ich leider nichts gescheites bekommen.
    Eine Personenliste zu bekommen, wäre aber sehr hilfreich. Angeblich sollen dort mehrere meiner Verwandten ihren Dienst getan haben.


    Danke an alle die mir antworten werden.
    Alex

    Geschichte der Volksdeutschen-Reiterregimente

    Edited once, last by Reiter ().

  • Hallo Uwe,


    vielen Dank für die Mitteilung. Ich werde versuchen die genannten Quellen zu studieren.
    In einer Urkunde von meine Großmutter aus dem Jahr 1944 steht folgende Angabe zu ihrem Ehemann (meinem Großvater):


    Ehemann Franz Rehband, geb. am 02.02.1916 in Sibirien (?), bei der Waffen-SS, 24. V.D. Reiterregiment (wahrscheinlich bereits 1915, also nach dem Beginn des WW I wurden meine Ur-Großeltern aus der Ukraine nach Sibirien deportiert)


    Es ist weiterhin bekannt, dass bei der selben Einheit der Bruder von meiner Großmutter, der Arnold Herold/Herhold, geb. 1923 in Blumental/Wolhynien diente.
    Selbst nach der Geschichte in Warschau (eventuell Auflösung der Einheit) blieben die beiden (Franz Rehband und Arnold Herold) zusammen.
    Erst bei den Kämpfen bei/in Prag im Mai 1945 trennten sich ihre Wege. Seit dem wird Arnold Herold vermisst und alle Anfragen bei dem Suchdienst des RK, WAST, etc. blieben erfolglos.
    Mein Großvater geriet in russische Gefangenschaft, wurde am 15.08.1946 vom Militärgericht zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt und am 14.07.1954 vorzeitig entlassen. Er verstarb am 29.06.1986. Jedoch bereits davor verschwanden alle seinen Unterlagen und Fotos (evtl. vernichtet?). Bis zu seinem Ableben hat keiner in unserer Familie über seine Wehrmachtzugehörigkeiet gesprochen.
    In den Aufzeichnungen meines Vaters fand ich folgende Nummer - 266/E273.
    Könnte dies eine Personennummer der SS-Angehörigen gewesen sein?


    Eine weitere Person aus dem engen Familienkreis, Ewald Bleich, geb. am 14.11.1926 in Liski/Zhitomir wurde 1944 zur Waffen-SS einberufen. Eine Eintragung in Personalunterlagen - Waffen-SS-F P.Nr. 23474
    Weder von WAST noch von RK eine positive Nachricht erhalten.
    Es müsste doch eine Kennkarte bei WAST vorliegen, oder?
    Bestehen andere Möglichkeiten zu den genanten Personen weitere Recherchen einzustellen?


    Gruß
    Alex

    Geschichte der Volksdeutschen-Reiterregimente

  • Hallo Alex,


    Ewald Bleich, geb. am 14.11.1926
    FPN: 23474


    (24.8.1943-5.4.1944) 1.3.1944 Stab III u. 9.-12. Kompanie Panzergrenadier-Regiment 20
    = 9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen"


    ---


    266/E273 ist eine Erkennungsmarkennummer...
    die 266 ist die persönliche Nummer, E273 ist vermutlich die Einheitenbezeichnung nach Liste der landeseigenen Verbände der Ordnungspolizei.


    Mir liegt leider nur eine Liste von 4'1944 vor, dort taucht eine solche Einheit nicht auf. (es gibt hier zB. E203 = Schutzmannschaftsbataillon)


    Falls jemand eine Liste von 1942 , dem Zeitpunkt der EKM-Ausgabe, hat, immer her damit.


    Gruss Uwe

  • Hallo Alex,
    den einzigen Hinweis auf Volksdeutsche SS-Reiterschwadronen habe ich in den Buch von Friedrich Breiß, Haß und Liebe, Eigenverlag, 1978, gefunden.
    Breiß war ukrainischer Volksdeutscher, am 2.3.1908 geboren in Sarrybulak. 1941 war er nach eigenen Angaben Lehrer in Rosowka in der Ukraine und erlebte dort am 21.10.1941 den deutschen Einmarsch.
    Er schreibt: „ … Im Januar 1942 kam SS-Obersturmführer Frank zur Inspektion. Der Obersturmführer warb für eine SS-Reiterschwadron. Aus Rosowka erklärten sich dreiundzwanzig Mann für die Ausbildung in der Reiterschwadron bereit, darunter auch ich.
    Meine Ausbildung wurde im Mai 1942 unterbrochen, weil man mich als Leiter des Stadtgutes nach Orechowo, 40 Kilometer von Rosowka entfernt, abkommandiert hatte. …“ (S. 118)


    Sonst keine Details über diese Schwadron. Auch der Ostuf Frank ließ sich nicht weiter identifizieren …


    Erst wieder im Herbst 1943 erwähnt er: „ … Wir Deutschen waren gerade mit dem Ausheben von Schützengräben und Panzerabwehrmaßnahmen auf der Linie Saporoshje – Melitopol fertig, da erreichte uns der Evakuierungsbefehl des Oberstumführers Frank. Mit unseren Familien mussten wir im Oktober 1943 auf Fuhrwerken in Richtung Kochanowka flüchten. …“ (S. 119)
    „ … Und um acht Uhr am 13.Oktober 1943 begann unsere Flucht. 108 Fuhrwerke, begleitet von zwanzig SS-Reiterschwadron-Soldaten und zwei reichsdeutschen Krankenschwestern, setzten sich unter Führung von SS-Sturmführer Müller in Bewegung in Richtung Kochanowka. ..“ (S. 121)


    Hinter dem Dnjepr blieb der Treck dann einen Monat in Dörfern einquartiert, „in der zweiten Monatshälfte des November 1943“ sollte er nach Rumänien weiter zurück, und wurden über Gorodok dann am 1.3.1944 mit der Eisenbahn in den Warthegau abtransportiert. „ … Wir landeten im Dorfe Scharfenort, wo man uns in polnische Häuser einquartierte. Am 22.3.1944 wurden wir in der Stadt Samter feierlich eingebürgert. SS-Standartenführer Sterner überreichte jedem einzelnen, als Bürger Großdeutschlands, mit einem Händedruck die Ausweise. Im Juni 1944 wurden unsere Familien nach Schwäbisch Gmünd unweit von Stuttgart gebracht. … „ …. (S. 122-123)


    Es scheint sich bei dieser „SS-Reiterschwadron“ um eine Art Selbstschutz gehandelt zu haben, weitere Angaben, zur eigentlichen Unterstellung oder über die Eingliederung in die Waffen-SS liegen nicht vor.


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo an alle,


    vielen Dank für die Information, die ich leider erst jetzt lesen konnte.
    Zuerst beruflich viel Unterwegs gewesen und danach Familienurlaub ... muß auch sein.
    In der Tat gibt es aber nicht viel über die V.D. Regimenter zu lesen :-(
    Möglicherweise wird die Nachfrage beim Bundesarchiv in Berlin mehr zu Tage fördern?


    Gruß
    Alex

    Geschichte der Volksdeutschen-Reiterregimente

  • Quote

    ... Möglicherweise wird die Nachfrage beim Bundesarchiv in Berlin mehr zu Tage fördern? ...


    Hallo Alex,
    möglicherweise, eine Anfrage würde ich versuchen, mehr als ein "Nein, wir haben nichts darüber" kannst Du nicht riskieren ... und solltest Du was erfahren, wäre es schön, wenn Du Dich dann hier noch mal meldest, denn interessieren würde mich das auch, andere sicherlich auch ... ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo,


    gerne würde ich einige Fotos von Arnold Herold und Franz Rehband hier einstellen. Geht das?
    Möglicherweise tauchen weitere Informationen über die beiden und ihre Einheit auf ...

    Geschichte der Volksdeutschen-Reiterregimente

  • Hallo zusammen,
    dank der freundlichen Überlassung folgender Unterlagen durch einen "interessierten Mitlleser" (herzlichen Dank Siegfriedus ;)) hier einige Angaben, die Herr Vopersal gefunden hat


    Sollten daraus noch weitere Hinweise möglich sein, bitte melden!! :]


    Herzliche Grüße Roland


    1.Volksdeutsche Reiter-Regiment der Waffen-SS (W. Vopersal, BA-MA N 756)


    Bezeichnungen:
    15.03.1942 – 00.03.1943 1.Volksdeutsches Reiter-Regiment
    00.03.1943 – 00.10.1944 1.Volksdeutsches Reiter-Regiment der Waffen-SS


    Nach der Besetzung Südrusslands durch deutsche Truppen übernahm ab November/Dezember 1941 das SS-Sonderkommando „R“ (Süd) mit der Einsatzgruppe Halbstadt (= Molotschna) die Erfassung und Betreuung des in Taurien gelegenen volksdeutschen Siedlungsgebietes ostwärts des Molotschna. Es umfasste ca. 145 geschlossene deutsche Siedlungen, in denen überwiegen Mennoiten lebten, die ihr Wehrlosigkeitsprinzip bereits unter sowjetischer Herrschaft hatten aufgeben müssen. Ein Großteil der volksdeutschen männlichen Bevölkerung in diesem Gebiet war kurz vor dem Einrücken der deutschen Truppen durch die Sowjets verschleppt worden. Das Gebiet unterstand der deutschen Militärverwaltung, dem Befehlshaber des (rückwärtigen) Heeresgebietes B der Hgr. Süd (= ab 9.7.1942 HGr. B)


    Im März 1942 ersuchte die Wehrmacht den Reichsführer-SS um Aufstellung eines Selbstschutzes aus der ortsansässigen volksdeutschen Bevölkerung in Form von geschlossenen Reiterschwadronen durch die Einsatzgruppe Halbstadt des SS-Sondereinsatzkommandos „R“ (Süd). Das Ausbildungspersonal sowie Uniformen, Waffen und Gerät, letztere meist aus Beutebeständen, stellte die Wehrmacht zur Verfügung.
    Verantwortlich für die Aufstellung und Versorgung im Auftrage der Wehrmacht und im Einverständnis mit dem Reichsführer-SS war die Einsatzgruppe Halbstadt des SS-Sonderkommandos „R“ (Süd). Das Ausbildungspersonal stellte die Waffen-SS


    15.3.1942 – 00.09.1942
    Aufstellung und Ausbildung


    Gliederung
    1.Schwadron in Prischib
    2.Schwadron in Halbstadt
    3.Schwadron in Waldheim
    4.Schwadron in Gnadenfeld
    wobei die 2. – 4.Schwadron fast ausschließlich ais Mennoiten bestand, während in der 1.Schwadron Lutheraner und Katholiken standen; Einkleidung in gebrauchte Uniformen der Wehrmacht.


    00.06.1942
    Vereidigung in Halbstadt, Stärke ca. 750 – 800 Volksdeutsche


    00.06.1942 – 00.08.1942
    Verlegung der 3.Schwadron in den Raum Mariupol und Einsatz im Küstenschutz am Schwarzen Meer mit Unterstellung unter die Oberfeldkommandantur 397 Donez in Dnjepropetrowsk/Kommandierender General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Heeresgebiet B/HGr. B
    Im August 1942 wurde die 3.Schwadron wieder nach Waldheim verlegt.


    02.10.1942 – 00.10.1942
    Einsatz von Teilen zur Sicherung des rückwärtigen Gebietes im Bereich der Oberfeldkommandantur 397 Donez in Dnjepropetrowsk und nach Süden bis zum Asowschen Meer (Raum Mariupol) nach Osten zum Don und unteren Donez mit Unterstellung unter das Landesschützen-Regiment 177/OK I/154 (Sslawjansk)/ OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiet B./HGr. B.


    Ab 00.10.1942
    Sicherung der Eisenbahnlinie Mariupol – Stalinio
    Unterstellung: OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiert B./HGr. B.


    31.10.1942
    Besichtigung durch den Reichsführer-SS in Halbstadt und Unterstellung unter den HSSuPF Russland-Süd;
    Fortsetzung der Ausbildung durch Ausbildungspersonal der Ordnungspolizei


    00.12.1942 – Frühjahr 1943
    Sicherung des volksdeutschen Siedlungsgebietes Taurien (1., 2. und 3. Schwadron)


    Winter 1942/1943
    Verlustreicher Einsatz der 4.Schwadron zur Bandenbekämpfung im Donbogen bei Slawjansk
    Unterstellung: OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiert B./HGr. B.


    Nach der Rückkehr aus dem Einsatz nach Gnadenfeld wurde die 4.Schwadron aufgelöst und der Rest der Schwadron in die 3.Schwadron eingegliedert;
    Versetzung von Angehörigen der 2./SS-Kav.Ers.Abt. Cholm und vom SS-Remonteamt Rejowiec als „SS-Ausbildungskommando“ zur weiteren Ausbildung der volksdeutschen Reiterschwadronen.


    Frühjahr 1943 bis 10.9.1943
    Sicherung des volksdeutschen Siedlungsgebietes in Taurien.


    Frühjahr 1943
    Einsatz von Teilen , u. a. 3.Schwadron, zur Bewachung russischer Arbeitskräfte in Tomak


    März (?) 1943
    Zusammenziehung der 1. – 3.Schwadron und geschlossene Unterbringung in Tomak; Überführung in die Waffen-SS, Neubewaffnung.


    09.08. und 28.8.1943
    Besichtigung durch den Befehlshaber der Waffen-SS Russland-Süd und Ukraine


    10.09.1943 – 24.10.1943
    Sicherung der volksdeutschen Evakuierungstrecks aus dem Raum Halbstadt und Melitopol über Achowka am Dnjepr – Berrislwa – Alexandrowka


    24.10.1943 – Ende 11.1943
    Rückmarsch des Regiments aus dem Raum Alexandrowka – Nikolajew über Uman in das Gebiet von Gajsin (Gaissin), dabei Gefechte mit Banden und regulären Kräften der Roten Armee


    Ende November 1943 – 00.01.1944
    Beziehen von Unterkünften im Raum Gajsin; dabei Regimentsstab in Gajsin und 3.Schwadron in Sherdenawka.
    Sicherung des Raumes Gajsin, Kämpfe mit Banden


    26.12.1943
    Abrücken eines Vorkommandos nach Winniza, wohin die Verlegung erfolgen sollte.


    03.01.1944
    Rückkehr des Vorkommandos nach Gajsin.


    00.01.1944
    Rückmarsch in den Raum Gorodok, Beziehen von Ortsunterkünften bei Gorodok


    Um den 10.2.1944 – 00.04.1944
    Weitermarsch von Gajsin (?, so im Original, oder Gorodok?) über Kamenez Podosk – vorbei an Tarnopol – Lemberg – Przemysl – Reichshof in den Raum Debica.


    00.04.1944
    Beziehen von Ortsunterkünften im Raum Debica.


    04.05.1944
    Verlegung nach Krakau; Abstellung von ca. 180 Mann (Mennoiten) zur SS-Kav.A.u.E.Abt, Warschau, die von Warschau der 8.SS-Kav.Div. „Florian Geyer“ in Baja, Ungarn, zugeführt wurden


    Ab Mai 1944 wurde das Regiment Zug um Zug aufgelöst. Noch im Mai 1944 erfolgte die Versetzung von weiteren 300 Mann zur 8.SS-Kav.Division, im September 1944 von ca. 300 Mann als Nachersatz zur 12.SS-Pz.Division „Hitlerjugend“, schließlich im Oktober 1944 nochmals die Versetzung von 200 Mann zur 8.SS-Kav.Division (SS-Kav.Rgt 15 und SS-AA 8)


    Zwei der SS-Führer, SS-Hauptsturmführer der Reserve Wolfgang Craass und SS-Obersturmführer Alfred Kufahl Kufahl (* 8.12.08 Stettin, SS-Nr. 490 735, 10.44 Ostuf. i. 8.SS-Kav.Div., keine weiteren Eintragungen in der Führerliste Moore), wurden zum SS-Hauptamt, Amtsgruppe D, versetzt, um bei der „Wlassow-Aktion“ Verwendung zu finden.


    Führer:
    SS-Sturmbannführer Hermann Roßner m.d.A.b. 16.03.1942 – 31.12.1943
    (* 28. 6.1908 Berlin, SS-Nr. 2 770 , 11.42 Ostubaf. i. Sonderkommando “R”, 6.44 Ostubaf. i. Stab 8.SS-Kav.Div., gest. 24.10.1997 Düsseldorf, Moore, Führerliste, nicht in der DAL WaSS 1.7.1944, laut DAL SS 1.10.1944 Nr. 594 Schreibweise „Rossner“, 1.11.1942 Ostubaf., geführt beim Reichssicherheitshauptamt, Partei-Nt. 145 182, kein Dienstgrad bei der Waffen-SS, Totenkopfring und Ehrendegen, keine weiteren Auszeichnungen )


    SS-Hauptsturmführer der Reserve Wolfgang Craass m.d.F.b. 01.01.1944 – 10.10.1944
    (Schreibweise bei Vopersal „Craas“, bei Moore „Craaß“, in der DAL WaSS 1.7.1944 Nr. 1382 „Craass“, * 23.12.13 Hamburg, SS-Nr. 139 226, 5.40 Ustuf. u. Nachr.Offz., SS-Kav.Brig. (laut Moore, vermutl. SS-T-RR 1?), 20.7.1942 Bef. z. Hstuf. d.R.2.45 Hstuf. i. SS-Hauptamt (Wlassow Akt.), ‡ 3.45, Führerliste Moore)


    Unterstellungen
    Einsatzgruppe Halbstadt/SS-Sonderkommando „R“ (Süd) 00.03.1942 – 00.10.1942
    HSSuPF Russland-Süd und Ukraine 31.10.1942 – 00.03.1943


    dabei, teilweise vorübergehende taktische Unterstellungen
    Landesschützen-Regiment 177/ OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiet B./HGr. B 05.09.1942 – 00.10.1942
    OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiet B./HGr. B. 00.11.1942 – 14.02.1943
    OFK Donez (397)/Kdr. General der Sich.Tr. u.Bef. im H.Gebiet B./HGr. B. 00.01.1943
    Höherer SS- u. Polizeiführer Russland-Süd und Ukraine 00.03.1943 – 14.07.1943
    Befehlshaber der Waffen-SS Russland-Süd und Ukraine 14.07.1943 – 10.09.1943
    Die Unterstellungsverhältnisse für den Zeitraum 11.9.1943 – 00.05.1944 ließen sich nicht klären
    SS-Führungshauptamt 00.05.1944 – 00.10.1944


    Quellen:
    Mitteilungen H. Roßner an W. Vopersal
    Aufzeichnungen Eduard Reiners, ehem. Angehöriger der 3.Schwadron
    Oberfeldkommandantur Donez, Abt. Ia, Br.B. 267/42 geh. v. 5.9.1942 betr. Gebiet der OFK Donez, BA RH 22/87
    Oberfeldkommandantur Donez v. 9.10.1942 an Befehlshaber Heeresgebiet B betr. Sicherungskräfte, BA RH 22/87

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • VIELEN DANK an alle die bis jetzt zu der Weiterentwicklung des Themas beitragen konnten!!!
    Ist doch bereits einiges zusammen gekommen.

    Geschichte der Volksdeutschen-Reiterregimente

  • Hallo Alex,

    Quote

    ....Ist doch bereits einiges zusammen gekommen.


    stimmt, hätte ich auch vorher nicht gedacht, aber leider wird wohl nicht mehr viel zu ergänzen sein ...  :(
    aber man weiß ja nie ... =)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,


    hier zur Ergänzung einige Informationen


    Herzliche Grüße Roland


    03.11.1942 Aktennotiz über Telefongespräch mit SS-Sturmbannführer Ruoff am 3.1.11942, Ziffer..
    .4.) Der ehemalige Chef der Ersatz-Schwadron der SS-Kav.Div. in Colm soll auf Befehl des Reichsführers-SS mit einigen Ausbildern zur Ausbildung der Selbstschutz-Schwadronen nach Halbstadt kommandiert werden.
    Gez. Grothmann“(T175 R145 Bild 0366)


    14.12.1942 Aktennotiz Feld-Kommandostelle RF-SS, 14.Dezember 1942
    Die Ausbildung der Alarmeinheiten der Volksdeutschen im Gebiet Hegewald (Hervorhebung im Original) obliegt dem dortigen E-Batl. Ost; die Ausbildung der Alarmeinheiten Halbstadt dem Führer der dortigen Selbstschutz-Schwadronen. Die Ausbildung ist intensivst zu betreiben, evtl. durch mehrwöchige Kasernierung.
    Das SS-Führungshauptamt wird ersucht, die Alarmeinheiten in Hegewald und Halbstadt mit Waffen und Ausrüstungsgegenständen weitmöglichst auszustatten.
    Gez. Grothmann, SS-Hauptsturmführer
    Handschriftlicher Zusatz: „14. XII. telef. an H´Stuf. Gräßler F.H.A. durchgeg. Gr.“(T175 R145 Bild 0305)

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  • Hallo,


    hier ein Zufallsfund:


    15.04.1943:

    24. Volksdeutsche Reiterschwadron wird gem. Befehl Gen.Kdo. III Pz.Korps im E.-Transport nach Halbstadt in Marsch gesetzt.


    Quelle: NARA T315 R723, KTB 19. Panzerdivision, Abt. Ia


    Gruß

    Jörg