U-Bootbauprogramm

  • Eine Frage vor allem an die Marineexperten des Forum. Hat jemand nähere Angaben, Zahlen bzw. Statistiken etc. zum dt. U-Bootbauprogramm im 2.WK?


    Eine Auflistung der Indienstgestellten Boote in den jeweiligen Jahren bzw. Angaben zu Senkungen bzw. Erhöhungen des U-Bootbauprogrammes wären ebenfalls hilfreich.

  • Hallo Hoth,



    Quote

    Eine Auflistung der Indienstgestellten Boote in den jeweiligen Jahren bzw. Angaben zu Senkungen bzw. Erhöhungen des U-Bootbauprogrammes wären ebenfalls hilfreich.

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    Willst du nur die Boote, die in den Jahren 1939-1945 gabaut und versenkt wurden, oder auch die Boote die vor 39 gebaut wurden aber im 2. WK versenkt bzw. durch andere Umstände (z.B. Tauchunfälle) in Verlust gerieten?


    Eine Übersicht findest du hier


    Solltest du noch weiter Infos benötigen, so schaue ich mal in Gröners "Kriegsschiffe" oder Harald Focks (nicht mit mir verwandt) "Flottenchronik".


    Gruß
    AcdC

  • Hallo Gorch,


    danke schon mal für Deine schnelle Antwort! Mir geht es weniger um die Boote an sich, als um das Rüstungsprogramm für U-Boote. Anhand der Produktionszahlen/Indienstellungen (39-45 ist völlig ok) wollte ich sehen, falls niemand andere rüstungswirtschaftliche Daten hat, ob und wie sich die Kriegslage bzw. die Rohstoffstoffsituation auf das U-Bootbauprgramm auswirkte. Ob es eben Kürzungen oder Produktionsabbau gab, weil der Schwerpunkt weiter auf Heer oder LW gelegt wurde, oder im Gegenteil, weil die neuen Boote mehr Rohstoffe benötigten etc.


    Ich könnte wohl auch fragen, ob z. B. die Stahlzuweisung und was man sonst noch zum U-Bootbau benötigt, sich im Laufe der Jahre verändert hat und wenn ja, wovon ich ausgehe, nach oben oder nach unten.


    Ich hoffe, mein Anliegen ist vielleicht etwas verständlicher geworden. Es geht mir also kurz gesagt um den rüstungswirtschaftlichen Aspekt.

    Edited once, last by Hoth ().

  • Quote

    Original von Hoth
    Es geht mir also kurz gesagt um den rüstungswirtschaftlichen Aspekt.


    Hallo Hoth,


    einiges ist bei Salewski, Die oberste Seekriegsleitung, sowie in den DRZW-Bänden enthalten.


    Grob gesagt, - jetzt ohne nachzuschauen - stand man am 1.9.1939 perspektivisch mit den Z-Planungen da.


    Bereits im September 39 verstärkten sich Dönitz Überlegungen, auch Raeder schwenkte ein. Es gab dann ein erweitertes Bauprogramm, in das auch zusätzliche Werften einbezogen worden sind.


    Engpässe waren zB die Arbeits- und Stahlzuteilungen, die für die Marine als Teil der Wehrmacht kontingentiert waren. Im Oktober 1939 wurde dann aus dem "erweiterten" ein "großes" Bauprogramm, an dem mE später noch Justierungen vorgenommen worden sind, möglicherweise auch nochmal in den Stückzahlen. Ob es da nochmal zu Einschränkungen aufgrund der Rüstungswirtschaft kam, müßte ich nachschlagen.


    Ein paar Entwicklungen hinsichtlich einzelner Werften sind hier dargestellt:
    http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=2175

  • Ob es da nochmal zu Einschränkungen aufgrund der Rüstungswirtschaft kam, müßte ich nachschlagen.


    Das wäre nett. Mich würde vor allem interessieren, ob sich die Großkampfverluste wie Stalingrad und Kursk umittelbar auf das U-Bootbauprogramm ausgewirkt haben, sprich, hat man z. B. Rohstoffkürzungen vorgenommen um damit Verluste des Heeres an schwerem Gerät auszugleichen oder spielten Zeitabschnitte mit großen Verlusten des Heeres keine Rolle für das U-Bootbauprogramm und man baute die geplanten Stückzahlen konsequent weiter.


    Ich denke, Zahlen zu den Stahlzuweisungen für 1942-44 wären wohl am aussagekräftigsten und der beste Indikator um zu folgern, ob es Auswirkungen gab. Leider kann ich dazu nichts finden.

    Edited once, last by Hoth ().

  • Hi!


    Also Stalingrad oder Kursk werden, genauso wie andere Landschlachten, das U-Boot-Bauprogramm nicht behindert haben. Und wenn dann siehst du es höchstens an der geplanten zugeteilten Menge an Rohstoffen und der wirklich gelieferten Menge, da die Anzahl der U-Boot-Neubauten stetig gewachsen ist.


    Interesssant hierzu ist übrigens auch der Doppelband:


    "Geschichte des Deutschen Ubootbaus" von Eberhard Rössler


    Sollte es bei E-Bay günstig geben.


    Mfg
    Chris

  • Quote

    Original von Hoth
    Ich denke, Zahlen zu den Stahlzuweisungen für 1942-44 wären wohl am aussagekräftigsten und der beste Indikator um zu folgern, ob es Auswirkungen gab. Leider kann ich dazu nichts finden.


    Huch, das wird ja nun ziemlich detailliert. :D Aber wenn ich was finde, stelle ich es ein.



    Dazu folgende grundsätzliche Überlegung:
    Wenn ich mir diese Werftgeschichte anschaue ...
    http://www.uboot-archiv.de/bau/werften/blohm_voss.html


    und das als typisch für die Planungslage unterstelle, kann ich mir derzeit nicht vorstellen, dass es wegen der Heeresentwicklungen zu Kürzungen im U-Boot-Bauprogramm kam, siehe die Erhöhung bei Blohm&Voss von 52 Booten p.a. auf 96 Boote.


    Wichtiger waren da wohl die Luftangriffe mit Zerstörungen, die zu Stockungen im Bauprogramm führten. Das gilt auch für die sensible Zulieferindustrie bei hochwertiger Technik.


    http://www.uboot-archiv.de/bau…n/deschimag_ag_weser.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau…en/deutsche_werft_ag.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau/werften/germaniawerft.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau…owaldtswerke_hamburg.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau…en/kriegsmarinewerft.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau/werften/flender_werke_ag.html
    http://www.uboot-archiv.de/bau…lkan_vegesack_bremen.html

  • und das als typisch für die Planungslage unterstelle, kann ich mir derzeit nicht vorstellen, dass es wegen der Heeresentwicklungen zu Kürzungen im U-Boot-Bauprogramm kam, siehe die Erhöhung bei Blohm&Voss von 52 Booten p.a. auf 96 Boote.


    Sehe ich auch so. Auch die Gesamtzahl der Indienstellungen lag ja für 1943 sehr hoch und deutlich über der von 1942, wie man am Link von Gorch Fock erkennen kann. Auch im 2.Halbjahr 1943, also auch nach Kursk.


    Allerdings wäre es ja auch theoretisch möglich bei gleichen Ressourcen mehr zu produzieren, in dem z. B. verfahrensttechn. Verbesserungen zu Einsparungen geführt hätten.


    Wie auch immer, ich hätte diese Vermutung nur gern noch einmal mit evtl. verfügbaren Zahlen zur Rohstoffzuteilung bestätigt, denn das dürfte der entscheidene Indikator sein zu sagen, keine Auswirkungen, die Materialzuweisungen sind z. B. gleich geblieben oder gar noch gestiegen etc.

  • Quote

    Original von Hoth
    Allerdings wäre es ja auch theoretisch möglich bei gleichen Ressourcen mehr zu produzieren, in dem z. B. verfahrensttechn. Verbesserungen zu Einsparungen geführt hätten.


    Ich glaube, da unterschätzt du etwas den rüstungsseitigen Vorlauf.


    Wenn man sich die Stückzahlen 1942/43 anschaut, sind das die Ergebnisse der Werftumstellungen, die im Oktober 1939 beschlossen worden sind. Ein Boot besteht ja nun nicht nur aus Stahl, sondern diverse Technik ist erforderlich, dazu die Vorbereitungen der Werft für die Serienkapazitäten.


    In Anbetracht der laufenden Verluste - die ja tatsächlich bis 1942 geringer waren als veranschlagt - ist das die Vision von Dönitz in 1942, 300 Frontboote stellen zu können.


    Bei Kursk ist noch zu berücksichtigen, dass man sich seit Mai 1943 klar gewesen ist, dass auch mit mehr Stückzahlen des Typs VII etc. der U-Boot-Krieg nicht zu gewinnen ist. Folglich: neue Typen in die Massenfertigung bringen! Das heißt für den Serienbau zunächst einmal: neue Werkzeugsätze.

  • Hallo Hoth,



    Quote

    Wie auch immer, ich hätte diese Vermutung nur gern noch einmal mit evtl. verfügbaren Zahlen zur Rohstoffzuteilung bestätigt, denn das dürfte der entscheidene Indikator sein zu sagen, keine Auswirkungen, die Materialzuweisungen sind z. B. gleich geblieben oder gar noch gestiegen etc.


    um ein wenig Dunkel in das Licht zu bringen, habe ich mir mal die Mühe gemacht, sowohl die KTB der Seekriegsleitung (stichpunktartig), des OKW (stichpunktartig), Lohmann+Hildebrands Kriegsmarine 39-45, den Gröner, Fock und drei Bände a ca. 1000 Seiten des MGFA „Das Deutsche Reich und der 2. Weltkrieg“ durchzuackern, um eine kleine Aufstellung über Stahl und Eisenverteilung unter den Streitkräften darzustellen (Quelle: BA-MA "Überblick über Lieferungen").


    Erstaunlich ist die Erkenntnis, dass sich die Proportionen der Rüstung im Hinblick auf Stahl und Eisenzuteilungen zwischen Heer, Marine und Luftwaffe von 1940 nicht wesentlich bis 1945 verändert hatte. Exemplarisch sind die Jahre 39-42 als Tabelle beigefügt.


    [Blocked Image: http://img59.imageshack.us/img59/1350/eisenundstahlkontingentzf6.jpg]
    (Angaben in tsd. Tonnen)


    [Blocked Image: http://img376.imageshack.us/img376/359/eisenundstahlkontingentpf2.jpg]



    Das MGFA hat sich übrigens ausgiebig über Rüstungsfragen in drei Bänden ausgelassen. Darin findest du alles an Zahlenmaterial und Analysen was verfügbar war/ist.


    Ich hoffe du kommst damit etwas weiter; den Rest per PN.


    Gruß
    AcdC

  • Hallo Gorch Fock,


    ja wunderbar, daß ist schon mal sehr interessant und hilfreich! Herzlichen Dank!

  • Zusammenstellung aus Salewski:


    Nach der diplomatischen Mai-Krise 1938 (Sudetengebiete) kam in den deutschen Flottenplanungen England auf die Gegnerliste, gleichzeitig wurden Überlegungen zum Zufuhrkrieg angestellt. Die früheren Planungen und jährlichen größeren Kriegsspiele, soweit sie sich bei der Kriegsmarine rüstungsseitig niedergeschlagen hatten, gingen von einer Konfrontation in der Ostsee gegen Polen oder Rußland, sowie einem Abwehrkrieg gegen Frankreich aus.


    Im Mai 1938 im Zuge der ersten Sudentenkrise änderte sich dass, wobei Hitler allerdings schon im November 1937 ausweislich der Hoßbach-Niederschrift Spekulationen zu einer Konfrontation mit England anstellte. Nun war das konkret geworden, während dagegen der U-Boot-Bau bis 1938 (immer noch nur) die Mittelmeerkriegsführung gegen Frankreich mit einem Umfang von 60 Booten sowie die Sperrung der Ostseezugänge für die französische Flotte als Grundlage und Vorgabe hatte.


    24. Mai 1938: befohlene Beschleuningung des Bauprogrammes der Uboote, Ausschöpfen der 100%-Baugrenze in Relation zu den britischen Booten, geplanter Bau größerer Artillerie-U-Boote, Beschleuningung des geplanten Baus von 500to-Booten, Aufstockung der Gesamtzahl für die Kriegsmarine auf 129 U-Boote.


    OKM-Denkschrift vom Oktober 1938: Transportraum und Seewege sind das primäre Kampfziel, nun planerisch auch ohne vorheriges Niederkämpfen der gegnerischen Kriegsflotte. Von der offensiven Kriegsführung nur mit U-Booten dürften aber nach der Denkschrift keine weitreichenden Erfolge erwartet werden (Gründe: fortgeschrittene U-Boot-Ortung und Zwang der Kriegsführung nach Prisenordnung). Der Schwerpunkt wurde daher bei den Überwasser-Streitkräften gesehen.


    III. Bauplan ("Z-Plan") Dezember 1938: sah insgesamt 233 verfügbare U-Boote bis 1945 vor. Der Schwerpunkt dieses Plans lag wieder beim Zufuhrkrieg mit Überwasser-Streitkräften.


    Im Kriegsspiel Winter 38/39 wurde das erste Mal die Forderung von Dönitz erhoben, 300 Frontboote für den Handelskrieg verfügbar zu haben.


    Frühjahr 1939 Denkschrift OKM, Schlußbesprechung "Kriegsspiel A": "Der U-Boot-Handelskrieg gegen England hat heute für Deutschland keine Aussichten auf Erfolg. ... " - Gründe: wirksame U-Boot-Abwehr, Konvoisicherung, daneben: unzureichende Stützpunktlage (die Verfügbarkeit von Basen in Norwegen und Frankreich war selbstverständlich nicht absehbar).


    1.9.1939: Dönitz-Denkschrift zum Kriegsausbruch: 300 U-Boote werden für die Kriegführung gegen England benötigt (Typen VII und IX). Bei sofortigem Bau wäre diese Zahl vermutlich Ende 1941 erreichbar.


    7.9.1939/9.10.1939: "Kleines" (erweitertes) Bauprogramm soll nach vollem Anlaufen und den notwendigen Werftumstellungen 20 U-Boots-Neubauten pro Monat darstellen, ab 1942 dann ca. 28-30 Boote monatlich. Ergebnis in der Gesamtzahl 1939: +5 Boote, in 1940: Bestandserhöhung +54 mit Bestand 118 zum Jahresende, 1941: Jahresende Plan-Bestand unter Berücksichtigung von Verlusten 368. Problem: Die +24.000to Aluminium p.a. (Aluminiumkrise) standen der Kriegsmarine rüstungseitig nicht zur Verfügung - Vorrang des Ju88-Programms, ebensowenig die notwendigen zusätzlichen 800.000 to Stahl, sowie die 30.000to Kupfer zusätzlich. Bei den engpaßrelevanten Rohstoffen beanspruchte die Luftwaffe (erfolgreich) > 50%.


    4.6.1940: die mangelnde Realisierung des Bauprogramms wird festgestellt, selbst bei völligem Vorrang werden nur 24 Boote pM fertiggestellt werden können, wegen Rohstoffmangels voraussichtlich auch nur bis Anfang 1942. Die Anlaufschwierigkeiten zeigt folgendes Beispiel, die Probleme mit der Serienproduktion und Umstellen von der schweren Überwasserschiffen betreffend:
    Blohm und Voss: Oktober 1939: Auftrag zum Bau von 52 Booten des Typs VII C jährlich, also 4-5 pM. Ablieferung: 1939: Null, 1940: 3, 1941: 49, 1942: 53, 1943: 50, 1944: 47 - ein Jahr Vorlauf!
    Zahlen nach: Busch/Röll, Der U-Boot-Krieg Band 2, Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften.


    31.7.1940: Raeder Antrag auf "Großes" (erweitertes) Bauprogramm, es ist aber illusorisch aufgrund der bereits erfolgten Anweisung der Heeresvermehrung auf 180 Divisionen wegen des Rußlandfeldzugs sowie des Rohstoff-, Stahl, -Arbeitermangels.


    Unter diesen Umständen erreicht die Kriegsmarine Mitte 1942 tatsächlich den angestrebten Bestand von 300 U-Booten, zunächst noch durch die schnelle Ausweitung, und den Mangel an ausgebildetem Personal bei den Indienststellungen gehandicapt.


    Salewski, Die Deutsche Seekriegsleitung, Band I 1935-1941.

    Edited once, last by cpa95 ().

  • Ein Beispiel für die Frontzahlen und die Verteilungen:


    Skl/BdU vom 6.10.1943 U-Boote am 1.10.1943
    BNr. GKdos. Chefs. 435 Ing.



    I. Stand 1.9.1943: 393
    im September in Doienst gestellt: 22
    Zwischensumme: 415


    außer Dienst gestellt (U-180, U-195): 2
    Verluste im September:
    Front: 8
    Heimat: 2
    Zwischensumme: 12


    an Italiener abgegebene Boote wieder übernommen: 9
    Im Dienst Oktober 1943: 412


    (bisher an Japaner abgegeben: U-511)


    II. Verluste im September 1943:
    Atlantik Typ VII: U-221, 229, 634, 341, 338, 669
    Mittelmeer Typ VII: U-617
    Nordmeer Typ VII: U-639
    Heimat Typ VII: U-346, 983
    Verluste im einzelnen siehe Anlage


    ...
    Frontbootverteilung:
    Atlantik 135
    Mittelmeer 13
    Nordmeer 21
    Schwarzes Meer 6
    Summe 175


    Tagesdurchschnitt in See 60 Tage
    davon Operationsgebiet 9,5 Tage
    auf Marsch 50,5 Tage


    Frontboote 175
    Erprobung: 158
    (Werft???), sonstiges: 79

  • Hallo,


    Da ich nicht weiß, inwieweit dein Informationsdurst mittlerweile gestillt ist Bernd, trägt mein Beitrag nur Ergänzungscharakter.


    Bernd


    Quote

    Ich könnte wohl auch fragen, ob z. B. die Stahlzuweisung und was man sonst noch zum U-Bootbau benötigt, sich im Laufe der Jahre verändert hat und wenn ja, wovon ich ausgehe, nach oben oder nach unten.


    Man sollte an dieser Stelle schon präzisieren. Will man militär-politische Veränderungen lediglich anhand von realen Rohstoffzuweisungen feststellen, so nimmt man sich die Sicht auf wichtige externe Einflussfaktoren. Um situationsbedingte Unterschiede sichtbar machen zu können, die die Konstanz realer Zuteilungen nicht beeinträchtigen aber dennoch weitreichende Folgen für die Produktion besitzen, muß man tiefer graben. Wichtig ist daher vielmehr die (steigende) Differenz zwischen Bedarf und Kontingent zu analysieren.


    Der Einwurf von Gorch Fock ist nett gemeint und als grober Überblick auch hilfreich. Ohne aber zwischen den einzelnen Waffengattungen der Kriegsmarine zu unterscheiden bzw. die Daten dementsprechend gestückelt auszuwerfen, bleibt die Zahl abstrakt und für unsere Zwecke unbrauchbar.


    Gravierende Diskrepanzen - Ergebnisse militärpolitischer Zwänge - zwischen der Planungsgrundlage der Marine und der Höhe der dafür genehmigten Ressourcen traten etwa mit dem Scheitern der deutschen Offensivoperationen im Rahmen des Unternehmens "Barbarossa" ein. War man noch im Juli des Jahres 1941 der Auffassung die zukünftigen Prioritäten der Rüstung auf den Luftwaffen- und Marinesektor legen zu müssen, änderte sich diese Einstellung gegen Ende des Jahres schlagartig. Die Umsteuerung der Rüstung hatte aber auf administrativer Ebene bereits begonnen. Die daraufhin prognostizierte (neue) Zuteilung an Rohstoffen lief den (alten) Planungen der Marine diametral entgegen. Überhaupt schienen für den Schiffsbau nur noch zwei Alternativen übrig zu bleiben. Entweder man verwende die zur Verfügung stehenden Rohstoffe zur Fertigstellung bereits angelaufener Projekte – womit dann allerdings jede Zuweisung für die für Neubauten notwendige Vorausfertigung entfallen würde – oder es komme zu einem sofortigen Absinken der Baukapazität. Auf die U-Boot Waffe übertragen bedeutete dieser Entschluss entweder den planmäßigen Weiterlauf der Produktion bis Anfang 1943 und einer dann stark abfallenden Produktionskurve oder die Drosselung der geplanten monatlichen Lieferungen von 24 auf 15 Boote. Wurden zwischen Oktober und Dezember 1941 noch zwischen 22-24 Boote monatlich ausgeliefert, sank dieser Wert im Januar auf 15 ab (vgl. DRZW Bd. 5/1).


    Die Gesamtfertigung stieg 1942, trotz vielfacher Konzentrationsmaßnahmen, dann auch lediglich um 13% gegenüber dem Vorjahr an (vgl. Eichholtz). Die von Dönitz geforderten 300 Frontboote waren, innerhalb der anvisierten Zeitspanne, rüstungsseitig ohnehin nur dann erreichbar, wenn die Verlustquote ein erträgliches Maß (10 %) nicht überschritt.


    Quote

    Mich würde vor allem interessieren, ob sich die Großkampfverluste wie Stalingrad und Kursk umittelbar auf das U-Bootbauprogramm ausgewirkt haben, sprich, hat man z. B. Rohstoffkürzungen vorgenommen um damit Verluste des Heeres an schwerem Gerät auszugleichen oder spielten Zeitabschnitte mit großen Verlusten des Heeres keine Rolle für das U-Bootbauprogramm und man baute die geplanten Stückzahlen konsequent weiter.


    Das Problem dabei ist, dass das Umlenken komplexer Wirtschaftskreisläufe zum damaligen Zeitpunkt mindestens einer Zeitspanne von einem Jahr bedurfte, um sich effektiv auf die neuen Schwerpunkte auszuwirken. Daher blieb beispielsweise die fatale Umsteuerung der Rüstung 1941, wenn nicht ohne Konsequenzen so doch weit unter den erwarteten Ergebnissen. Der dadurch entstehende Flexibilitätsverlust lässt kurzfristige Kompensationen nicht zu. Es gab allerdings Prioritäten, die aus einer Entwicklung abgeleitet wurden. Als ein Beispiel kann hier das "Adolf Hitler-Panzerprogramm" im Jahre 1943 herangezogen werden. Die fabrikatorischen und konstruktiven Vorbereitungen waren dafür schon seit 1942, planerisch seit Ende 1941, im Gange. Nur so sind die dann erreichten Ausstoßzahlen erklärbar.



    Thomas


    Quote

    Ich glaube, da unterschätzt du etwas den rüstungsseitigen Vorlauf.


    Ich glaube man sollte in diesem Zusammenhang aber durchaus auf entscheidende Produktivitätsfaktoren, die nachweislich erst in der zweiten Kriegshälfte initialisiert wurden, hinweisen. Als ganz konkretes Beispiel möchte ich hier die Sektionsbauweise ins Feld führen. Durch den dadurch möglich gewordenen Serienbau und die Fließproduktion wurden die Arbeitsproduktivität und die Geschwindigkeit der Fertigstellung signifikant erhöht. So sank die Zahl der Fertigungsstunden für ein Boot der Größe des Typs XXI von 460.000 auf 260.000-300.000 Stunden ab. Außerdem wurde die Werftliegezeit, in Zeiten erhöhter Luftbedrohung ein wesentlicher Einflußfaktor auf Produktivität, erheblich herabgesetzt. Musste ein VII C Boot noch 11,5 Monate im bombengefährdeten Werftgelände bis zu seiner Fertigstellung verbringen, verringerte sich dieser Wert auf 2 Monate beim Typ XXI.


    Vgl. hierzu neben Eichholtz "Kriegswirtschaft" auch Karner "Marine-Rüstung".


    Die Ursachen für den steigenden Ausstoß an U-Booten waren letztendlich multifaktoriell. Wichtige Einflussfaktoren waren: Kürzung der Typenanzahl, in diesem Zusammenhang wurde der Bau an schweren Überwassereinheiten vollständig eingestellt, Reorganisation administrativer Steuerungselemente, Konzentration von Arbeits-, Werft- und Rohstoffkapazitäten auf den U-Bootbau wie auch vielfältige Rationalisierungsmaßnahmen im Bereich der Produktionsabläufe der U-Bootfertigung und Konstruktion von U-Booten.


    Tatsächlich wären aber bedeutend mehr Boote zu fertigen gewesen - auch im Rahmen maritimer Rüstungsplanungen - als real erreicht werden konnte. Neben Rohstoffengpässen u.ä. wurde den ambitionierten Plänen auch das ungenügend mobilisierte und kanalisierte Arbeitskräftepotenzial zum Verhängnis.


    Edit: Inhalt verbessert.


    MfG

    Whoever saves one life, saves the world entire.
    Talmud Jeruschalmi

    Edited once, last by Rote-Kapelle ().

  • Hallo RK,


    den Übergang zur Fließproduktion hatte ich im Blick. Vielleicht kann man den Hinweis auf drei Faktoren konzentrieren:


    a) die Lernkurven im Arbeitseinsatz: das ist eigentlich nur eine Frage des Beginn - somit natürlich des frühest möglichen Übergangs zur Großserie. Der Rest ergibt sich bei ungestörtem Ablauf relativ "von selbst" - Störungen könnten nur im dauernden Abzug von Personal (Rüstung ./. Wehrmacht), in Störungen des Materialflusses oder etwa bei langfristigen Produktionsunterbrechungen durch Bombardierungen liegen.


    b) den verwaltungstechnischen/organisatorischen Vorlauf zur Serienproduktion - auch hier eher eine Frage des frühzeitigen Beginns.


    c) bleibt der Kern: die Beschaffung der Werkzeugsätze und der Maschinenausrüstung für die Serienproduktion. Die Produktionszeiten hierfür kann man weiter herunterbrechen: sie werden nicht nur durch Typenfragen/-entscheidungen, sondern Standardisierungen, etc. beeinflußt.


    Dir ist zuzustzimmen, dass es nicht nur auf Stahlkontingente etc. ankommt, sondern die oben beschriebenen Faktor wichtige Vorlaufzeiten für die Werft bedingen. Beobachten lassen sich Zeiträume von 24 Monaten, Sept.39 - Mitte 1941.


    Die Frage wäre nun, ob dieser Zeitraum technologisch/ausrüstungsseitig bedingt war, oder durch Organisationsfragen, Kontingente etc. künstlich in die Länge gezogen war.

  • Obwohl das U-Boot-Bauprogramm stark ausgeweitet wurde, konnten doch nie die Planziffern erreicht werden. Zwar wurden von Speer die entsprechenden Rohstoffmengen freigegeben, aber bereits ab 1942 machte sich der Facharbeitermangel bemerkbar. Nicht nur in den Werften bei den Neubauten, auch die Reparaturen, bzw. Umbauarbeiten (Schnorchel!) in den Stützpunkten dauerten viel zu lange.


    Später wirkten sich auch die konzentrierten Luftangriffe auf die Werften un Zulieferer negativ aus.


    lg aus Wien


    Vormeister

  • Um die Komplexität des hochzufahrenden Serienanlaufs der Uboot-Produktion etwas zu veranschaulichen, das Beispiel Blohm&Voss:



    August 1939: Ablieferungspläne für B&V: Bismark, H + M, Segelschulschiff Herbert Norkus für die Kriegsmarine.


    1.9.1939 Denkschrift Dönitz mit Forderung der Prioritätslegung beim Uboot-Bau, Bedarf 300 Boote vom Typ VII und IX. 57 Boote (darunter IIer) befinden sich in Dienst.


    3.9.1939: durch den Kriegsausbruch mit GB und F waren die Terminvorgaben der bisherigen Schiffsbaupläne hinfällig geworden. Raeder legt im KTB dar, das die deutsche Flotte nun lediglich „mit Anstand sterben könne.“ Mob-Plan: pro Monat drei kleinere, vier mittlere, zwei große UBoote auf allen Werften zusammen.


    4.9.1939: neue Reihenfolge der Priorität bei B&V: Bismarck soll als „Füllarbeit fortgesetzt" werden, beim Segelschulschiff sowie H und M werden die Arbeiten unterbrochen.


    5.9.1939: neue Anweisung SKL, dass für Arbeiten an Bismarck „beschleunigter Weiterbau“ befohlen ist, alle anderen Aufträge OKM sind hinfällig und stillzulegen. Dazu gehören Motoren (inkl. des gerade angeordneten Dieselmotorenbaus), Maschinenanlagen, alle anderen Werftbauten inkl. Baudock „Elbe 17“. Einstellung auf UBoot-Bau, zuzüglich ggf. Zerstörer sowie Umbauarbeiten an Schiffen. Fortsetzung des Baus von Handelsschiffen im „Rahmen des Möglichen“, jedoch „Zurückstellen“ von „Vaterland II“ für die Hapag (die Arbeiten wurden jedoch bis Stapellauf 24.4.1940 fortgesetzt). Die Fertigstellung war dann nach Kriegsende geplant.


    22.9.1939: Werftbauprogramm durch OKM: so schnell wie möglich Uboote und Zerstörer. B&V sollte das erste Uboot (!) am 15.12.1940 fertigstellen, das zweite UBoot im Januar 1941, die weiteren im Abstand 2 pro Monat. Dazu Produktion von 2 U-Boot-Dieseln pro Monat (Lizenzverträge wurden im Frühjahr 1940 erst ratifiziert), sowie „Serienfertigung von Zerstörern“, beginnend Ablieferung am 1.7.1941, dann 1 Zerstörer pro Quartal.


    Ende 1939: Aufnahme der Arbeiten (vorbereitende Herrichtungen) für eine Serie von drei Zerstörern und 3 mal 4 UBooten. Fertigstellung Bismarck geplant August 1940 für erste Probefahrt. Probleme der Herrichtungen: Abstimmungsschwierigkeiten mit der Elektroindustrie und den Produzenten der Waffenanlagen der UBoote. Weiteres Problem: Reperatur- und Instandsetzungskapazitäten für die große Zahl geplanter UBoote waren nicht vorhanden.


    3.10.1939: endgültiger Werft-Belegungsplan wird fixiert. Bismarck wird in Dringlichkeit mit UBoot-Neubauten gleichgesetzt. Die Werft „soll“ bezüglich Neubau ganz auf UBoote umgestellt werden.


    7.10.1939: B&V übermittelt die neue Planung an OKM: erstes UBoot am 1.11.1940, zweites am 1.12.1940, zwei weitere am 20.12.1940, zwei weitere am 31.12.1940, das 7. Boot soll am 7.1.1941 fertiggestellt sein, danach Ablieferung im Wochenintervall (52 UBoote in 1941). Voraussetzung: ab dem Wochenrythmus keine weiteren Arbeiten für die Kriegsmarine, verstärkte Aufträge an Unterlieferer, zusätzliche Arbeitskräfte für 1941, Ausnahme von der angeordneten Verdunkelung für DreiSchichtbetrieb, rechtzeitige Anlieferung der Halb- und Fertigteile solle durch die Zulieferer garantiert werden, bevorzugte Reichsbahntransporte für den UBootbau. Motoren können nur für die Hälfte der Boote selbst bei B&V gebaut werden, ansonsten Zulieferindustrie.


    Umgestaltung der Werft: nur UBoot-Neubau, rentabilitäts- und effizienzsteigernder Umbau, neue Organisation, Umgestaltung der Rohrwerkstatt, alle Einzelteile des Schiffskörpers von Stahlbaufirmen im Binnenland herzustellen und auf dem Wasserweg anzuliefern.


    30.10.1939: Zwischenbilanz der Werftleitung, dass Bauprogramm und Zulieferungen wohl sicherzustellen seien, Schwierigkeiten beim ersten Anlauf zu erwarten seien. Bauaufwand pro UBoot: 495.000 Stunden, 20% von auswärtigen Firmen.


    21.11.1939 Kiellegung der ersten zwei UBoote.


    Februar 1940: Schwierigkeiten bei den unerfahrenen Zulieferfirmen. Delegation von Blohm&Voss wird ins Ruhrgebiet gesandt. Thyssen/Mülheim erhält Arbeiter von B&V für den Zusammenbau der Druckkörperschüsse, Schott- und Ballastkielproduktion läuft reibungslos an. Drei Kommandotürme, bestellt bei Krupp, scheinen rechtzeitig fertig zu werden. Produktion von Flachwulstprofilen bei GHH Neu-Oberhausen bringt große Schwierigkeiten, Endboden von Heinrichshütte sind wieder falsch bearbeitet worden.
    Wegen Mob-Plan läuft außerdem konkurrierend Umbau von 5 Sperrbrechern und Herrichtung von 3 Hilfskreuzern, eines der Schiffe wird an die Deutsche Werft weitergegeben. Stockungen außerdem durch Zuweisungen von umfangreichen Reperaturarbeiten von Schiffen, „mit denen wir niemals zu tun gehabt haben“. Diverses Kompetenzgerangel um die Priorität des UBoot-Baus mit Marinebehörden. Eingehend bei B&V: Konstruktionsaufträge für Hilfskreuzer, neuer Spähkreuzer, neue Turbinenanlagen, sowie später 1940 Projektionsarbeiten für Schlachtschiff H aufgrund des möglichen Friedensschlusses. Sommer 1940: Belastung der Werft mit Komnstruktionsarbeiten für „Operation Seelöwe“.


    31.10.1940: Auslieferung des ersten U-Bootes, mit dem 5. Boot am 30.1.1941 setzte planmäßig der Wochenrythmus ein und wurde bis Ende 1943 durchgehalten.


    November 1940: Beschaffung von 20, dann 180, dann 500 Motorenanlagen für Fährprähme.




    Nachrichtlich:
    Howaldtswerke startet die Ablieferung der U-Boote im Januar 1941, die Deutsche Werft in Kiel war bis Juli 1941 noch mit Um- und Neubauten und 75 Tankschiffen für die Donaufflotte (Öltransporte aus Rumänien!) belastet, schafft ab Oktober 1941 zwei Boote vom Typ IX monatlich. Bei H.C.Stülcken Sohn wird der Neubau bis 1941 durch umfangreiche Werfterwiterung blockiert, bis Ende 1941 durch Reperaturarbeiten, Umstellung auf volles UBoote-Bauprogramm Anfang 1942.




    Die Zusammenstellung zeigt, dass die Werftumstellungen inkl. Zulieferprobleme ohne Sondereinflüsse mindestens 12 Monate erforderten, bis zum Serienanlaf 15 Monate. Für die Einsatzzahl ist noch das Einfahren der Boote hinzuzurechnen, wodurch sich ein Zeitraum von 21-24 Monate ergibt.


    Quelle: Meyhoff, Blohm & Voss im Dritten Reich.

  • Hallo Thomas,


    Danke für deine aufschlußreiche Zusammenfassung der Anlaufschwierigkeiten zur U-Bootfertigung bei B&V.


    Quote

    Die Frage wäre nun, ob dieser Zeitraum technologisch/ausrüstungsseitig bedingt war, oder durch Organisationsfragen, Kontingente etc. künstlich in die Länge gezogen war.


    Es war sicherlich eine Frage der Prioritäten. Sieh dir beispielsweise mal die Verzögerungen im Kriegsschiffbau aus dem Jahre 1937 an. Da waren bei U 37 bis 51 schon Verzögerungen von 1 bis 4 Monaten zu konstatieren. Es fehlten u.a. Facharbeiter und fabrikatorische Kapazitäten (vgl. Dreessen Flottenrüstung). In der Luftfahrtindustrie gab es dagegen, etwa bei Werkzeugmaschinen, keine Beschaffungsnot. Die Luftrüstung besaß sogar den jüngsten Maschinenpark der gesamten deutschen Industrie (vgl. Budraß "Luftrüstung"). Davon abgesehen möchte ich aber noch einmal zu Produktivitätsfaktoren zurückkommen, die maßgeblich durch administrative Maßnahmen zustande gekommen sind. Der Sektionsbau, der erst mit der Übernahme der Marinerüstung durch das Speer-Ministerium 1943 initiiert werden konnte, avancierte innerhalb weniger Monate zum entscheidenden Produktivitätsgewinn des gesamten Krieges. Was betriebswirtschaftliche Dynamiken und innerbetriebliche Steuerungselemente innerhalb von drei Kriegsjahren zu leisten im Stande waren - immerhin bei B&V rund 3 Arbeitsmonate pro Boot weniger - pulverisierte die nun eingeleitete Fließproduktion vollständig.


    Statt B&V: B(au)nr. 192/U992 - 30.10.42 - 2.8.43 = 1te F(eind)F(fahrt) 30.3.44 = 10+7 = 17 M(onate) hieß es nun B&V: Bnr.2511/U2511 - 7.7. 44 - 29.9.44 = 1te FF 17.3.44 = 2+6 = 8 M.


    Es stellte sich also, infolge einer primär organisatorisch herbeigeführten Lenkung partieller Wirtschaftskreisläufe - die natürlich auch fabrikatorische Veränderungen mit sich brachten - ein erheblicher Produktivitätsgewinn ein.



    Quote

    Für die Einsatzzahl ist noch das Einfahren der Boote hinzuzurechnen, wodurch sich ein Zeitraum von 21-24 Monate ergibt.


    Woraus setzt sich denn dieses Ergebnis zusammen? Als eine Variable steuere ich mal den Produktionsprozess inklusive Frontverwendungsfähigkeit bei. Alle Angaben sind ca. Werte und wurden stichprobenartig entnommen!


    B&V:


    Bnr.:529/U553 - 21.11.39 - 23.12.40 + 1te FF 7.6.41 = 13+5 = 18 M
    Bnr. 528/U552 - 1.12.39 - 4.12.40 = 1te FF 13.2.41 = 12+2 = 14 M
    Bnr. 532/U556 - 2.1.40 - 6.2.41 = 1te FF 1.5.41 = 13+3 =16 M
    Bnr. 125/U625 - 28.7.41 - 4.6.42 = 1te FF 4.11.42 = 11+5 =16 M
    Bnr. 147/U647 - 29.12.41 - 5.11.42 = 1te FF 22.7.43 = 11+8 = 19 M
    Bnr. 185/U985 - 18.9.42 - 24.6.43 = 1te FF 30.12.43 = 9+6 =15 M



    Alle Angaben soweit nicht explizit vermerkt, wurden Busch/Röll "U-Boot-Krieg" Bd. 2 entnommen.



    MfG

    Whoever saves one life, saves the world entire.
    Talmud Jeruschalmi

    Edited once, last by Rote-Kapelle ().

  • Hallo leute :); mehr.......................................


    Krupp Germaniawerft, Kiel.


    Grüße. Raúl M 8).


    Bild - U Boote Typ II B..................................................................

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