Erkennungsmarke -779-1./F1.E.A.11.

  • Servus zusammen,


    benötige bitte Eure Hilfe bei dem Auslesen der Erkennungsmarke meines Großvaters.

    Erkennungsmarke -779-1./F1.E.A.11.


    Der Großvater ist in französischer Kriegsgefangenschaft verstorben.

    Soweit mir bekannt ist, wurden die Marken auch in der Gefangenschaft, bis zum Tode/Entlassung, getragen.

    Bitte um Ergänzung und Hinweise, ggf. Einsatz der Einheit bzw. wo ich dies recherchieren könnte.


    Herzlichen Dank

    Der Hesse

  • Hallo zusammen,


    sicher 1./Flieger-Ersatz-Abteilung 11.


    Siehe ergänzend hier:


    Er erhielt die Erk.M. allerdings vom Ersatztruppenteil. Das heißt nicht das er auch bei Gefangennahme noch dieser Einheit angehörte.


    Einer meiner Großväter war auch in franz. Gefangenschaft und hat seine Marke ebenfalls behalten und damit in meinem Besitz.


    Beste Grüße,

    Z.S.

    Buinnigear buaidh le foighidinn.

  • die 779 ist die Nummer mit der er in der erfassenden Einheit in der EKM Liste verzeichnet wurde.

    E.A 11 steht für Ersatz-Abteilung 11.

    Steht dort wirklich F1.?

    Es könnte in der Tat auch ein Fl (L) sein > EKM: -779-1./Fl.E.A.11.


    Herkunft der Daten habe ich vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Nachforschungsauftrag für Militärangehörige bei dem Bundesarchiv ist gestellt.

    Herzlichen Dank für Eure Hilfe.

  • Hallo,


    es könnte sich dann, wie von ZS genannt um die Flieger-Ersatz-Abteilung 11 handeln.


    Möglicherweise auch um die Flak-Ersatz-Abteilung 11!?

    Ist aber nur eine Annahme von mir.


    http://www.ww2.dk/ground/flak/abt/ers11.html


    Edit:

    Vergiss das mit Flak, habe gerade eine EKM gesehen das Flak Ers. Abt. 11 so eingestanzt wurde.

    Außer der VDK hat da nicht genau nachgesehen.

    Warten wir mal ab was das BA schreibt.

  • Hallo Peter,


    alles gut. Wir sind ja fast Nachbarn, sehe ich gerade. Deine "Flörsheimer-Kriegschronik" Seite ist ja der Hammer !!! Großartig und professionell gestaltet. Respekt.

    Die EKM`s habe ich jetzt ebenfalls gegoogelt und verglichen. Die Gattungen sind jeweils abgekürzt. "FL" könnte auch für Flottille oder Feldlazarett stehen.

    Ich warte das Ergebnis vom BA ab.


    Besten Dank für Deine/Eure Hilfe.


    Viele Grüße

    Der Hesse

  • Hallo,


    Quote


    Die Gattungen sind jeweils abgekürzt. "FL" könnte auch für Flottille oder Feldlazarett stehen.

    das würde aber nicht zum Rest der Beschriftung passen.


    Welcher Jahrgang war der Großvater? Da die Flieger-Ersatz-Abteilung 11 nicht allzu lange bestand, könnte man es eingrenzen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    Der Alte Mann ist auf der richtigen Spur: Zwar ist "Fl." auf einer Erkennungsmarke eine eher ungewöhnliche Abkürzung für Flak, aber da die Fieger-Ersatz- oder Flieger-Ausbildungs-Einheiten entweder Regimenter oder Bataillone waren, jedoch keine Abteilungen, muss die Abkürzung bedeuten:


    1. Batterie / Flak-Ersatz-Abteilung 11.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hi

    Die Claudia hat doch hier im Forum auch einen Beitrag.

    Da geht es doch um eine Flakabteilung in Gardelegen.

    Eventuell die selbe Einheit.

    Jan

    Suche alles über die Endkämpfe, III.SS-Panzerkorps, 11.SS-Pz.Gren.Div.Nordland und die letzten Gliederungen von Divisionen, Kriegsgliederungen der Armeen

  • Guten Morgen zusammen,


    zunächst herzlichen Dank für Eure Hilfe und Beiträge.

    Thomas; "Flak" scheidet aus, da die Bezeichnungen auf den EKM`s auch so eingraviert wurden.

    Ich warte das Ergebnis meiner Anfrage an das BA ab. Ansonsten halte ich mich "strikt" an den vorgegebenen Abkürzungen für EKM`s.


    Fl > Flieger, Flottille

    E > Ersatz, Ersatztruppe (nach der Mobilmachung)

    A > mobmäßig zur Artillerie (Abteilung)


    Mein Großvater, Unteroffz. Jg. 1902, ist im Herbst 1945 in einem franz. Gefangenlager vermutlich (?) an Typhus verstorben.

    Lager No. 182, St.Medard-en-Jalles, Germignan, Nähe Bordeaux. Später erfolgte Umbettung auf den dt. Soldatenfriedhof Berneuil, Frankreich.

    Leider wurde von meiner Großmutter, die 1945 sich mit ihren drei kleinen Kindern auf der Flucht befand, wenig über den Großvater berichtet.

    Tante und Onkel, bereits verstorben, wussten ebenfalls nicht viel über ihren Vater zu berichten. Meine Mutter, Jg. 1944, hat ihren Vater nie kennengelernt.

    Es gibt nur zwei Fotos von ihm und einen Feldpostbrief (Rot-Kreuz-Brief) indem er im Sommer 1945 meiner Großmutter schreibt " es gehe ihm den Umständen gut und er hoffe auf Entlassung Weihnachten `45"


    Ich habe in den letzten Tagen bereits soviel interessantes und wissenswertes, wie z.B. Zeitzeugenberichte, Fotos, Alltag und Leben über das franz. Gefangenlager erhalten, dass man dies schon als echte Zeitreise bezeichnen kann und mir den "unbekannten" Großvater etwas näher gebracht hat.


    Daher stelle ich Euch mal den Link über die franz. Gefangenlager in der Region Bordeaux, Gironde ein. Hier findet sich auch ein kompletter Bericht über die (sinnlose) Verteidigung der Festung "Gironde". s. Bericht von Erwin Kindsgrab. Anmerkung meinerseits: die dt. Kommandeure wussten im April 1945 (!) sehr genau, dass die Amerikaner bereits im Ruhrgebiet standen und der Russe an den Stadtgrenzen vor Berlin. Brückenköpfe der Alliierten für den Nachschub bestanden bereits in der Normandie, Antwerpen, Niederlande. Der Hafen von Bordeaux, das Gironde-Mèdoc Gebiet hatte für die Alliierten keine strategische Priorität mehr.


    http://pga-medoc.fr/gefunden/

    https://www.medoc-actif.eu/de/…on-narvik-im-vorfeld.html


    Beste Grüße

    Der Hesse

  • Hallo Hesse,


    Strikt vorgegebene Abkürzungen bei der Wehrmacht finden fast ebenso viele Abweichungen von der Regel, z. B. konnte Flieger auf Erkennungsmarken auch mit Flg. abgekürzt werden.

    Aber Du hast natürlich recht, das A steht für Abteilung, und die gab es bei der Artillerie. Die Flak gehörte zur Artillerie.


    Andererseits ist jede Antwort auf eine hier gestellte Frage nur ein Angebot; was der Fragende daraus macht, bleibt ihm selbstverständlich überlassen. Aber wozu dann die Frage...?


    Wie dem auch sei - das Nachschlagen im Höidal hat zumindest mich von der Richtigkeit meiner Deutung überzeugt.


    Wir sprechen uns nach der erwarteten Auskunft vom Bundeasrchiv.


    Tschö, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Zahme Sau,


    Mich nicht. Das Lexikon der Wehrmacht kennt keine Fl.Ers.Abt., nur Fl.Ers.Btl. und Rgter. Die dänische Seite bezieht sich wahrscheinlich auf die Zeit vor dem 1.4.1939, als die Fl.Ers.Abt. in Fl.Ers.Rgter umbenannt wurden. Lasse mich gerne eines besseren belehren, aber wie gesagt: Laut Höidal gibt es auf Erkennungsmarken nur Fl.Ers.Batl. und Rgter, was ja auch klar ist: Erkennungsmarken wurden allgemein erst bei Mobilmachung ausgegeben. Eine Erkennungsmarke mit der Aufschrift Fieger-Ersatz-Abteilung wäre eine große Ausnahme. Wie ich weiter oben schrieb, ist das zwar möglich, aber weniger wahrscheinlich.


    Gruß, Thomas

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thomas,


    plausible Argumentation. Na mal schauen, was da noch kommt.


    Danke & Gruß,

    Z.S.

    Buinnigear buaidh le foighidinn.

  • Servus zusammen,


    ich habe gestern, im Haushalt meiner Mutter, die Nadel im Heuhaufen gefunden. Eine Mirco-Fichekopie der Todesfallbescheinigung vom Großvater, ausgestellt vom franz. Roten-Kreuz. In dieser Bescheinigung steht auch die Truppengattung und Erkennungsmarke:


    4e. FlaK-Ers.Abt.92/1. Battr.

    1./ FlaK-E.Abt. IV/11 Stettin -779-


    Bei diesen Unterlagen befand sich ein Feldpostbrief von einem Kameraden und Mitinsasse im Lager, Klaus Wedel (Berlin) Gefangennummer 551229, adressiert an seine Mutter. Er schreibt, dass der Kamerad Karl Heintz am 23.10.1945 verstorben ist und unter dem Kreuz #771 auf dem Soldatenfriedhof, St.Medard-en-Julles, bestattet wurde.

    Außerdem der Hinweis, dass er als "Pfarrer" "vielen das letzte Geleit gegeben hat bis ihn selbst der Tod erreichte".


    Das ist auch der einzige Hinweis meiner Großmutter, dass sie immer erwähnte, ihr Mann wäre Militärpfarrer gewesen. Wobei wir wissen, dass der Großvater als Bankbeamter vor dem Krieg tätig war und es sich bei dem Amt des "Militärpfarrers" um eine Art Laientätigkeit handeln musste.


    Nochmals herzlichen Dank für Eure Beiträge und Hinweise.



    Beste Grüße

    Clemens

  • Hallo,

    ... Er schreibt, dass der Kamerad Karl Heintz am 23.10.1945 verstorben ist und unter dem Kreuz #771 auf dem Soldatenfriedhof, St.Medard-en-Julles, bestattet wurde. Außerdem der Hinweis, dass er als "Pfarrer" "vielen das letzte Geleit gegeben hat bis ihn selbst der Tod erreichte" ...

    Das ist auch der einzige Hinweis meiner Großmutter, dass sie immer erwähnte, ihr Mann wäre Militärpfarrer gewesen. Wobei wir wissen, dass der Großvater als Bankbeamter vor dem Krieg tätig war und es sich bei dem Amt des "Militärpfarrers" um eine Art Laientätigkeit handeln musste ...

    mein Großvater ist im Dezember 1941 in Frankreich gestorben, er wurde ebenfalls zunächst auf dem Friedhof in St. Medard-en-Jalles beigesetzt und später dann in sein heutiges Grab im Block 3 auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Berneuil umgebettet.

    Ist Dir die Konfession Deines Großvaters bekannt? Evtl. lässt sich weiteres dazu im Archiv der kath. Militärseelsorge in Berlin oder bei der ev. Militärseelsorge finden? Nachfolgend die Daten vom Volksbund, möglicherweise liegt dort auch eine Umbettungsmitteilung zur Umbettung nach Berneuil vor.

    Quelle: Gräberdatenbank Volksbund


    Gruß, J.H.


    Name: Heintz

    Vorname: Karl

    Dienstgrad: Unteroffizier

    Geburtsdatum: 21.02.1902

    Geburtsort: Wiesbaden

    Todes-/Vermisstendatum: 23.10.1945

    Todes-/Vermisstenort: Germignan Hosp.

    Karl Heintz ruht auf der Kriegräberstätte in Berneuil. Endgrablage: Block 4 Reihe 28 Grab 1463


    Edit: Es gibt im Bundesarchiv einen Bestandseintrag für einen Karl Heintz mit einem etwas abweichenden Geburtsdatum, möglicherweise handelt es sich um den Gesuchten?

    Quelle: Bundesarchiv/Invenio


    R 9361-II/389134
    Heintz, Karl

    Bestandsbezeichnung: Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP / Parteikorrespondenz
    Geburtsdatum: 21.3.1902

    Unterlagenart: Sachakte
    Alte Signatur: VBS 1 / 1040020597
    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde