Friedhof in Muzhitino

  • Guten Tag,


    besitzt jemand weitere Informationen zum Gefallenenfriedhof in Muzhitino? Der Ort liegt gut 5km westlich von S(c)hisdra. Leider habe ich außer spärlicher Infos hier RE: Soldatenfriedhof Shisdra - Eine Arbeit der ArGe Erstgrablagen weiter nichts gefunden.

    Insbesondere würde mich interessieren, wo genau sich dieser dort befindet (Koordinaten, Luftbild, ...?), ob jemand zufällig bereits einmal vor Ort war, was mit diesem geschehen ist, usw.


    Über jeden Hinweis bin ich dankbar!

  • Hallo


    Herzlich Willkommen im Forum der Wehrmacht

    Was ist den der Grund deiner Anfrage. Ein paar mehr Infos wären schön.

    Mehr Hinweise zu dieser Grablage liegen mir aktuell nicht vor.

    Eine Möglichkeit wäre beim Volksbund nach zu fragen ob dort was bekannt ist


    Gruß Stefan

    Suche alles zu Gerätepark 661 und Sturm-Bataillon AOK 8.

  • Hallo,


    es wurde dort ein Verwandter begraben. An den Volksbund und das Bundesarchiv habe ich mich bereits gewandt. Diese haben mir die Information über den Ort bestätigt, wissen jedoch leider nicht mehr dazu. Insbesondere nicht, was aus dem Friedhof geworden ist oder wo sich dieser genau befindet/befand.

  • Hallo,

    ... es wurde dort ein Verwandter begraben. An den Volksbund und das Bundesarchiv habe ich mich bereits gewandt. Diese haben mir die Information über den Ort bestätigt, wissen jedoch leider nicht mehr dazu. Insbesondere nicht, was aus dem Friedhof geworden ist oder wo sich dieser genau befindet/befand ...

    wenn Du Interesse daran hast, dass die Grablage Deines Verwandten in Zukunft möglicherweise noch gefunden, die dort bestatteten Soldaten identifiziert und aus diesem Friedhof auf eine Kriegsgräberstätte umgebettet werden können, solltest Du auf jegliche Nennung der Geo-Koordinaten des Begräbnisortes und vor allem auf die Veröffentlichung von Luftbildern im Internet verzichten. Ansonsten wirst Du möglicherweise irgendwann eine Mitteilung erhalten, dass der Friedhof zwar gefunden, die dort bestatteten Soldaten aber aufgrund von Raubgrabungen nicht mehr identifiziert werden konnten und als unbekannte Soldaten umgebettet werden. Im schlimmsten Fall wird ein Raubgräber versuchen, direkt mit Dir Kontakt aufzunehmen, um Dir Grabungsfunde wie z.B. Ausrüstungs- oder persönliche Gegenstände wie Uhren, Eheringe, Erkennungsmarken oder ähnliches (möglicherweise auch Fälschungen) zum Kauf anzubieten.


    Gruß, J.H.

  • So schlimm ist das? Das hätte ich nicht gedacht.

    In dem Fall bleibt mir ja nun nichts anderes übrig als tatenlos zu bleiben, oder? Zumindest so lange ein persönlicher Besuch nicht in Frage kommt.

  • Hallo,

    ... So schlimm ist das? Das hätte ich nicht gedacht ...

    zahlreiche Beispiele von Raubgrabungen kannst Du Dir z.B. auf Youtube (Stichworte Digger, Sondler u.ä.) anschauen, dort präsentieren die Grabräuber gerne ihre Tätigkeiten und Trophäen, einige haben bereits eigene Kanäle und zahlreiche "Follower". Auch im Forum waren diese Raubgrabungen schon mehrfach Thema.

    ... In dem Fall bleibt mir ja nun nichts anderes übrig als tatenlos zu bleiben, oder? Zumindest so lange ein persönlicher Besuch nicht in Frage kommt ...

    Es bleibt wohl allen Betroffenen, Angehörigen wie Organisationen, angesichts des von Russland in der Ukraine geführten Krieges zunächst erstmal nichts als ein hilfloses und ohnmächtiges Abwarten aller weiteren Ereignisse und Entwicklungen. Es ist wohl längst nicht absehbar, ob es zukünftig überhaupt noch einmal zu einer Normalisierung der politischen Beziehungen und Verhältnisse, der gemeinsamen Such- und Bergungsprojekte und nicht zuletzt auch der Versuche von Schicksalsklärungen überregional arbeitender (nationaler und europäischer) Organisationen kommen wird. Reisen nach Russland waren noch nie einfach, durch den Krieg sind sie auch nicht einfacher geworden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat in den vergangenen Monaten in einigen Presseberichten schon mehrfach auf die entstandenen und vielleicht noch kommenden Probleme und auch die derzeit vorherrschenden Planungsschwierigkeiten hingewiesen. Erschwerend kommen noch die russischen Verbote einiger NGO´s wie z.B. Memorial und die Berichterstattung der Medien hinzu.


    Gruß, J.H.