Wetterbezirkszentrale I/II.

  • Hallo zusammen,


    bei der Suche nach einem Namen in den Gräberkarten bin ich auf folgende Einheit gestoßen. Wetterbezirkszentrale I/II. Im Forum habe ich nichts gefunden, einzig eine Erwähnung. Weiß jemand genaueres über diese Einheit? Was war deren Aufgabe? Wie setzt sich dieser Wetterbezirk zusammen? Mussten die Soldaten das Wetter analysieren? Da gab es doch die WPZ oder?

    Eventuell weiß ja jemand mehr.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Sten

  • Hallo Eumex,


    vielen Dank für die Info. Meine Personen der Gräberkarte war am Flugplatz Warschau. Bei Franz Swetly steht etwas von einer Spezialpersonal Uniform. Weiß da eventuell einer mehr?


    Dann verstehe ich das jetzt so. Die Wetterbezirkszentrale war die übergeordnete Einheit aller Wetterhilfsnebenstellen, Wetternebenstellen und anderer Wetter Einheiten. Von der Wetterbezirkszentrale ( I., II., usw ) wurden die Daten ausgewertet, um einen meteorologischen Überblick über Großkampfräume zu bekommen. Diese wurden dann wahrscheinlich dem OK übermittelt und dann die eventuelle Luftwaffenunterstützung zu koordinieren. Natürlich lasse ich mich da sehr gern korrigieren.


    Viele Grüße


    Sten

    2.FlaRakGrp.38 VersStff 38 in der Truppenküche.

  • Moien,

    die Wetterfrösche waren Luftwaffenbeamte mit eigenen Rangabzeichen und Waffenfarbe. Als Beispiel für eine Dienststelle Wetterbereichs-Zentrale Wiesbaden, war für die IV./NJG 6 in der Reichsverteidigung zuständig. Es gab unzählige Flugunfälle bei der Wettererkundung. Zumeist waren die Meteorologen beim jeweilig Stab angesiedelt.

    h,

  • Hallo ,


    Vielen Dank für die Rückmeldungen. Inwieweit gab es denn die erwähnten Flugunfälle ? Die Wetterfrösche waren doch kein fliegendes Personal. Oder etwa doch?


    Viele Grüße Sten

    2.FlaRakGrp.38 VersStff 38 in der Truppenküche.

  • Grüß Gott Sten,


    doch ,doch, es gab ja die Wekusta/Wettererkundungsstaffeln...


    HIer mal Verluste der Wekusta 5 und 6

    Wettererkundungsstaffeln (Wekusta) 5 und 6


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Moien,

    die Wetterbeamten in fliegenden Dienst waren auch an MG 15 und MG 131 ausbildet. In den Fw 200 z. B. übten sie zusätzlich die Funktion der Seitenschützen aus. Es gab auch Wetterbeamte a.Kr. Die entsprechenden Frontflugspangen wurden auch zahlreich an diesen Personenkreis verliehen.

    h.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank euch beiden für die Informationen. Das hilft mir auf jeden Fall weiter und es ist in meinen Augen auch ein sehr interessantes Thema. Aber ist bekannt, ob die Wetterbeamten alle eine entsprechende Vorbildung hatten? Oder wurde da auch der Bock zum Gärtner gemacht?


    Viele Grüße


    Sten

    2.FlaRakGrp.38 VersStff 38 in der Truppenküche.

  • Hallo,

    Es gibt ein interessantes Buch über die Wetterflieger "Wetterflieger in der Arktis 1940-1944", Autor W.Schwerdtfeger, F.Selinger

    Horrido Heinz

  • Moien,

    der Reichswetterdienst hatte eie dunkelglrüne Waffenfarbe mit blaugrauer Nebenfarbe. Die niedrigste Amtsbezeichnung war Wetterdienstgehilfe, das Rangabzeichen waren Schulterschnüre in dunkelgrau mit einem silbernen Stern.Der höchste nannte sich Präsident des Reichsamtes für Wetterdienst, bzw. der deutschen Seewarte. Die Bezeihnung ist vergleichbar mit einem Generalmajor. Im mittleren Dienst entsprach ein Wetterdienstobersekretär einem Oberleutnant, das gleiche war einem Wetterdienstinspektor. Der Grund für die gleiche Amtsbezeichnung bzw. Stellung lag darin, das der Obersekretär (auch beim ZGS) allgemeinen Offiziersrang hatte!


    Die Vorgängerorganisation war der Meteologische Dienst der Luftwaffe mit goldgelber Nebenfarbe. So ab Mitte 1940 wurde diese Wehrmachtsbeamte in den Reichswetterdienst überführt. 1944 wurde das ganze (die Uniformeffekten) dann wieder "Rückabgewickelt" (hatten wohl Langeweile, Ironie aus!) Das von "Krahnberg" genannte Buch ist absolut zu empfehlen!!!!

    h.